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Full text of "Entomologische Zeitung"

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S:^ 


Entomologische  Zeitung. 


56.  Jalirgang*. 


STETTIN    1895. 
Druck   vdii    R.  Grass  mann. 


Entoniologische  Zeilmig. 


Herausgegeben 

von  dem 

entomologiscilen  Vereine 


STETTIN. 


SeelisiindfUnfzisster  Jahrsans:. 


^^-m 


Stettin  1895. 

Diuck    v(ii)    K.    G  rasa  111  a  11  n. 


Entomologische  Zeitung 


herausgegeben 
von  dem 


eiitoiiiolos:isclieii  Vereine  zu  Sleüiii. 


II  e  d  a  c  t  i  o  ii:  ^"    (ouiniissioii    bei    den    I^ucli- 

rw     II  •     •  1.  rk  !._      \-       t       A  liandl.  Fr.  Fleischer  in  Leipzig  u. 

Dr.  Heinrich  Dohrn,  A  oisUzender.        ^^  priedländer  &  Sobn  in  Berlin. 


No.  1—6.  56.  Jahrgang.        Jannar— Juni  1895. 


Einige  neue  Luzon-Curculioniden 

des  Museum  Tring 

von  J.  Faust. 


Die   nachfolgenden    neuen  Arten,    mit  Ausnahme  der  mit 
einem  *  verselienen,    wurden    im    nördHchen    Theil    der   Insel 
Luzon  in  einer  Höhe  von  5 — 6000  Fuß  gesammelt, 
Myllocerus  interruptus.  Amorphoidea  dorsalis. 

Isopterus  nov.  gen.  Balanimis  pertinax. 

„  signatus.  „  bicolor. 

*        ,;  irrorotus.  „  axillaris. 

Pachyrhynchus  gloriosus.  Acythopeus  Pascoei. 

Apocyrtus  miser.  *         „  jacanicus. 

„  gibbicollis.  Laodia  bilineato. 

„  sparsus.  „        trisfis. 

Lixus  luzonictts.  Centrinopsis  ebeninus. 

OpToctetorus  nov.  gen.  Theogama  Jordani. 

„  scntellaris. 

Myllocerus  interrnptus.  Oblongus,  eonvexus,  nigro-piceus, 
dense  cinereo- squamosus;  antennis  pedibusque  dilutioribus; 
fronte  puncto  parvo  impressa;  rostro  brcvi  supra  nonnihil 
transversim  convexo;  antennis  gracilibus;  prothorace  sub- 
quadrato,  medio  ad  latera  rotundato-ampliato,  basi  vix  bisi- 
nuato,  intra  apicem  late  transversim  impresso,  punctis  sat 
grossis  sparsim  obsito;  eljtris  humeris  rotundato-rectangulatis, 
obsolete  punetato-striatis,  interstitiis  seeundo  et  quarto  nonnihil 
convexis  ac  cristulis  obsoletis  brunnescentibus  obsilis:  femoribus 
dente  parvo  armatis.     Long.  3.7 — 4.5,  lat.  1.2 — 1.5  mm. 

Stett.  enlomol.  Zeit.  1895.  \* 


Eine  durch  das  unebene  Deckenspalium  2  ausgezeichnete 
Art.    Fühler  schlank,  ihr  Schaft  gekrümmt  und  fein  beborstet,. 
Geifeelglieder  1  und  2  gleich  lang  und  die  längsten,  die  übrigem 
kfirzeren    unter   einander    an  Länge  wenig    verschieden:    jedes- 
von  ihnen    noch  doppell  so  lang  als  breit,    die  Keule  so  lang; 
als    die    drei    letzten    Geißelglieder    und    doppelt   so  dick,    ani 
beiden  Enden  zugespitzt.    Augen  kura  oval  und  etwas  gewölbt. 
Thorax    an  der    Basis   schmäler    als   am    Vorderrande,    in  der 
gerundeten    Mitte  am    breitesten,   der  breite  Quereindruck    auf 
dem  Rücken    flacher.     Schildcheu    klein    rundlich    und    etwas  ^ 
erhaben     Decken  beinahe  2^io  mal  so  lang  als  breit,   bis  zumi 
Spitzendrittel  geradlinig,  aber  sehr  wenig  verbreitert,  hier  am 
breitesten    und    höchsten,    dann    gerimdet    veiengt    und    spitz 
gerundet,  ihre  Längswölbuugslinie  von  der  Basis  kurz  gerundet, 
dann    bis  zur  höchsten    Stelle    fast   geradlinig    ansteigend,   zur 
Spitze    schräg    gerundet    abfallend;    Spatium    2    mit    mehreren 
länglichen    stumpfen    Erhabenheiten,    von   denen    die  vorderste 
die    Basis    erreicht     und    die    bräunlich     beschuppt    auch    mit 
kurzen  abstehenden  Borstenliärchen  besetzt  sind;  ebenso  dunkle, 
aber  nicht   oder  kaum  erhabene  Flecke  sind  auch  auf  Spatium  4 
bemerkbar,  das  überhaupt  etwas  gewölbter  als  die  anliegenden 
erscheint.      Schenkel  gekeult   mit    kleinem  spitzen  Zahn. 

Isopterus  nov.  gen.  Scythropinarum  Lac. 

Mentum  maxillas  haud  obtegens.  Mandibulac  breves. 
Scrobes  laterales  trianguläres.  Corbulae  tibiaruui  i)oslicarum 
cavcrnosae:  uugiiiculi  liberi.  Coxae  anticae  contiguae.  Uostrum 
angulatum  cum  eapite  contiuuatum.  Oculi  ovati  a  prothoraee 
distantes  in  fronte  uonnihil  approximali.  Antenuae  elongatae 
scapo  uiarginem  anticiini  prolhoracis  superantes.  Prothorax 
anticc  posticeque  truucatus.  Scutelluiu  haud  conspicuum. 
Elytra  decemstriata  liiimeris  nullis.  Feniora  clavata,  postica 
deutata  apiccni  corporis  vix  superantes.  Metasternimi  lati- 
tudine  coxarum  intermediarum  aequilongum  episternis  an- 
gu.-tissiniis.  Processus  abdominalis  latus,  truncatus.  Segmentum 
seciindum  abdomiiuile  tcrtio  el  quarlo  simul  siimptis  aequi- 
longum. 

Außer  durch  die  fehlenden  Scliiillern  unterscheidet  sich 
die  neue  Gattung  von  den  vier  bisher  beschriebenen  Cecractes, 
Cafnchaenns,  Eiignathiis  und  Scythropus  besonders  noch  durch 
die  dreieckige  Fülilerfiirclie  (die  Basis  des  Dreiecks  ist  gegen 
die  Aiigenmittr  gerichtet  und  parallel  der  Rüsseloberkante), 
durch  die  längeren  gezäiuiten  Hinterschenkel  sowie  durch  die 
kaum  sichtbaren  Hinterbrustepisternen.    Von  diesen  Gattungen 

Stell,  eiilomol.  Zeil.  iS95 


sind  Catochaenus  uud  die  neue  auf  den  Philippinen  heimisch  ^ 
ersteie  hat  lange  beschuppte  Mandibeln  und  kurzen,  letztere 
kurze  kahle  Mandibeln  und  langen  Fühlersehaft;  beide  haben 
einen  ovalen  Mittelbrustfortsatz.  Im  Habitus  gleicht  Isopterus 
der  Gattung  Copforhi/nchus,  ist  aber  der  seitlichen  Fühler- 
furchen wegen  nicht   mit  ihr  zu  verwechseln. 

Der  parallele,  an  der  Spitze  ganzrandige  Rüssel  ist  an 
der  Basis  nicht  quergefurcht,  dagegen  zur  Spitze  hin  niedriger 
werdend.  Fühlergeißel  so  lang  als  der  Schaft,  ihre  zwei  ersten 
Glieder  verlängert,  das  siebente  nicht  breiter  als  diese,  die 
Keule  oval  zugespitzt.  Schienen  gerade,  die  vier  vorderen 
unten  auf  der  Spitzenhälfte  leicht  gesclnveiffc  und  fein  ge- 
zähnelf,  an  der  Spitze  mit  einem  Dorn.  Abdominalsegment  1 
hinten  gerade  abgestutzt  und  beim  Männchen  in  der  Mitte  mit 
zwei,  beim  Weibchen  die  vier  letzten  Segmente  in 
ihrer  ganzen  Breite  ohne  Naht  mit  einander  verwachsen. 

Isoptetus  signatus.  Oblongo-ovatus,  niger,  nitidus,  supra 
parce  viridi-albido-squamosus,  fusco-setosus;  fronte  inter  oculos 
uonniliil  convexos  quam  rostri  apice  dimidio  angustiore,  medio 
sulcata,  cum  rostri  basi  squamosis;  prothorace  ad  latera 
rotundato,  apice  oblique  truncato,  sat  fortiter  punctato,  utrinque 
vitta  abbreviata  subalbido-squamoso;  elytris  ellipticis  convexis, 
fortiter  ])iinctato-substiiatis,  interstitiis  dorsalibus  uniseriatim 
fusco  hirtis,  margiiie  exteriore  postice,  fascia  transversa  angusta 
anicmediaua  interius  interrupta,  sutura  postice  puiictisque 
nonnullis  viridi-albido -squamosis;  pedibus  corporeque  subtus 
albido-pubescentibus,  hoc  squamis  paucis  adsperso.  Long. 
4.5 — .5.5,  lat.  2 — 2.y  mm. 

Die  Seitenbinde  des  Thorax  ist  gewöhnlich  nur  an  der 
Basis  angedeutet,  erreicht  zuweilen  aber  auch  die  Mitte.  Von 
den  Pnnktmakeln  stehen  gewöhnlich  drei  auf  Spatium  2  und 
zwar  die  vorderste  gleich  hinter  der  Basis,  die  mittlere  in  der 
Hohe  der  bis  zum  Außcnrande  reichenden  Querbinde  und  die 
dritte  hinter  der  Mitte;  eine  größere  Makel  nimmt  hinten  die 
Vereinigungsstelle  der  Spatien  4  und  5  ein;  etwa  sonst  noch 
vorhandene  l'unktmakeln  sind  unregelmäßig  zerstreut.  Unter- 
seite mit  zerstreuten  gröberen  Punkten  und  längeren  anliegen- 
den, beim  Weibchen  mit  feinen  Pünktchen  und  kürzeren 
Haaren.  Zahn  der  Hinterschenkel  spitz  dornförmig.  Decken 
mit  der  größten  Breite  und  Höhe  in  der  Mitte,  die  Punkte  in 
den  kaum  vertieften  Streifen  noch  größer  als  die  auf  dem 
Thorax,  die  Spatien  zur  Basis  hin  weniger  gewölbt,  die  ab- 
stehenden  dunklen  Haare  auf   ihnen    lang  und  zugespitzt,    der 

Sictt.  enlomol    Zeit.  1895. 


Außenrand  von  der  Spitze  bis  beinahe  zum  Hinteirande  des 
ersten  Segments  mit  feinen  Härchen  schräg  gewimpert,  die 
Basis  nur  in  der  Mitte  nicht  fein  gerandet;  hinten  und  von 
oben  gesehen  sind  die  Decken  beim  Männchen  gerundet-, 
beim  Weibchen  geschweift-zugespitzt,  von  der  Basis  an  beim 
Männchen  flacher  ansteigend  und  hinten  schräger  abfallend. 
Thorax  länger  als  breit,  an  der  Basis  kaum  breiter  als  an 
der  Spitze,  in  der  Mitte  am  höchsten  gewölbt,  jeder  Punkt 
mit  einem  querliegenden  kurzen  und  hellen  Borstenhärchen. 
Rüssel  etwas  länger  als  breit,  seine  Seitenkanten  etwas  stumpf. 
Fühlerschafl  leicht  gebogen  und  weißlich  behaart,  alle  Geißel- 
glieder länger  als  breit,  1  und  2  von  gleicher  Länge.  Kopf 
unten  und  Beine  grünlich  weiß  behaart.  Gegen  das  Licht 
gesehen  stehen  die  Haare  auf  dem  Thorax  nicht  ab. 

Isopterus  irroratus.  1^.  Ovatus,  niger,  nitidus,  squamulis 
flavo-viridibus  irroratus,  fusco-setosus;  pedibus  rufo-brunneis; 
fronte  rostroque  postice  longitudinaliter  impressis  et  parce 
squamosis,  hoc  antice  leviter  biimpresso;  prothorace  nonnihil 
elongato  ad  latera  rotundato,  dense  punctato,  squamulis  paucis 
adsperso;  elytris  breviter  ellipticis  apice  rotundato-acuminatis, 
profunde  punctato-substriatis  flavo-viridi-irroratis,  macula  magna 
marginali  nuda  antice  fascia  dense  viridi-squamosa  terminata 
.signatis.     Long.   5,  lat.  2.4  mm. 

Luzon. 

Ich  erhielt  ein  weibliches  Stück  dieser  Art  vor  Jahren 
als  Psomeles  irroratus^)  Eyd.  Von  der  vorhergehenden 
unterscheidet  sich  unsre  Art  besonders  durch  die  diclitere 
Beschuppung  der  Oberseite  und  durch  die  auch  auf  dem 
Thorax  etwas  abstehende  Behaarung.  Die  Decken  sind,  ab- 
gesehen von  der  zwischen  den  Streifen  6  und  9  liegenden 
nackten  und  von  der  diese  vorn  begrenzenden  dicht  beschuppten 
Querbinde,  mit  einzelnen  oder  kleine  (truppen  bildenden  grün- 
lichen, auch  mit  einzelnen  eingemisciiteu  kupferrötliiichen 
Schuppen  ziemlich  dicht  bestreut,  wobei  wenigstens  auf  den 
Dorsalspatien  sich  insofern  eine  gewisse  Regelniäßigkeit  er- 
kennen läßt,  als  die  Gruppenbildung,  überhaupt  die  Dichtig- 
keit der  Schuppen  an  der  Außenkante  der  Spatien  eine 
größere  ist  als  an  der  Innenkante.     Auf  dem  etwas  kürzeren 


')  Wedor  die  „pattoö  nsscz  greles"  in  Eydoux's  sehr  kurzer  Be- 
schreibung de3  irvoraiiis  noch  die  Größe  entsprechen  der  vorliegendea 
Art.  Die  Galtunp  Psmurlcs  Guör.  muß  sicli  ül)rigens  dnrch  die  lange 
Fühlergeißel  (viel  länger  als  der  Schaft),  sowie  durch  die  lange 
schmale,  von  der  Geißel  au  Diciie  wenig  verschiedene  Keule  aus- 
zeichnen. 

Stell,  entomol    Zeit.  1S95. 


Thorax  ist  die  Piinktirung  dichter,  die  den  Punkten  entspringen- 
den quer  urelegten  Haare  sind  länger  und  stellen  wenigstens 
aul  dem  Rücken  ab,  die  schmalen  Räume  zwisclien  diesen 
Punkten,  wie  auch  die  zwischen  den  Punkten  auf  der  Hinter- 
briist  sind  mit  einzelnen   wenigenJSchuppen  bestreut, 

Pachyrhynchus  gloriosus.  Oblongus,  convexus,  splendide 
cupreu;<  aeruginoso-vittatus  et  fasciatus;  rostro  fronteque  remote 
punctatis,  hac  inter  oculos  macula  triangulari,  illo  ad  latera 
vitta  usque  ad  prothoracis  basin  continuata  aeruginosa:  pro- 
thorace  paulo  transverso  lateribus  rotundato,  spars'm  vix 
eonspicue  punctulato,  utrinque  vitta  basali  abbreviata  maeulaque 
transversa  apicali  signato;  elytris  seriatim  punctatis^  in  utroque 
vittis  tribus  quarum  prima  cum  intramarginali  basi  apiceque, 
cum  mediana  ante  apicem  conjuncta,  fasciis  duabus  trans- 
versis  sutura  interruptis  maeulaque  lineari  sulurale  ante 
apicem  aerugineis;  femoribus  bimaculatis.  Long.  10 — 13, 
lat.  4  —  5.3  mm. 

Zur  gemmatus  GruTp\ie  gehörig,  mit  modestior  Bhr.  und 
mit  dem  mir  in  natura  unbekannten  inclytus  Pasc,  verwandt; 
von  ersterem  durch  den  küi-zeren  Körper,  die  fehlende  Thorax- 
mittelbinde, durch  die  lineare  Makel  vor  der  Spitze  sowie 
durch  die  beiden  Querbinden  auf  den  Decken,  von  letzterem 
gleichfalls  durch  diese  Querbinden,  von  beiden  aber  durch  die 
Färbung  verschieden. 

Alle  Schenkel  zwischen  Spitze  und  verdickter  Stelle  mit 
einem  breiten,  auf  dem  Rücken  unterbrochenen  Schuppenring, 
die  zwei  vorderen  unten  an  der  Basis  mit  einer  Makel,  die 
vier  hintersten  unten  im  Basaldrittel  mit  einem  Längsstrich 
und  außen  mit  einei-  länglichen  Makel  von  derselben  t^pan- 
grünen  Färbung  wie  die  der  Zeichnung  auf  der  Ober-  und 
Unterseite. 

Die  beiden  horizontalen  Qiu'rmakeln  am  Thoraxvorder- 
raude  sind  ebenso  weit  von  einander  entfernt  als  die  beiden 
bis  zur  Mitte  reichenden  basalen  Längsbinden,  und  haben  die 
Neigung,  sich  mit  der  Längsbinde  neben  den  Vorderhilflen  zu 
vereinigen.  Von  den  beiden  durch  die  Naht  unterbrochenen 
Querbinden  iht  die  voidere  basal,  die  zweite  dicht  vor  der 
Mitte  gelegen  aber  in  dem  zwischen  den  beiden  äußeren 
Läugsbinden  gelegenen  Theil  schräg  nach  hinten  gerichtet. 
Bei  einem  der  vier  vorgelegten  Stücke  fehlt  der  quere  Steg 
zwischen  den  beiden  inneren  Längsbinden  vor  der  Spitze. 
Alle  Scliienen  punktirt  und  fein  behaart,  innen  mit  weitläufigen 
spitzen  Körnchen  besetzt.  Die  Körperunterseite  ist  bis  auf  die 
Färbung  genau  wie  bei  modestior  gemäkelt. 

Stctt.  entümol.  Zeil.  Ibyi. 


8 

Apocyrtus  miser.  Oblongo-ovatiis,  subrufus,  opacus,  subtus 
lateribusque  nigro-piceus.  squamis  albo-eoeruleis  sparsim  obsitus; 
pedibus  uitidis  lufis,  üeniculis  tersisque  nigris;  fronte  rostroque 
punctato-rugosis,  illa  usqne  ad  verticem  canaliculata,  hoc  supra 
a  capitc  vix  distincto;  oculis  breviter  elliptieis;  protborace 
latitudine  vix  longiore,  supra  confertim  uitido-granulato;  el^'tris 
basi  band  m?irgiiiatis,  crebre  subseriatim  grauulatis,  in  decli- 
vitate  postica  pilis  arciiatis  erectis  obsilis.  Loug.  ?>.5 — 6.6, 
lat  2—2.3  mm. 

Kürzer  und  anders  gefäi'jat  als  .1.  pro/anys  Watrh.,  viel 
spärlicher  beschuppt,  die  Decken  dicht,er  und  deutlicher  ge- 
körnelt,  der  Rüssel  vom  Kopf  nur  durch  eine  undeutliche 
Querfurche  abgesetzt  u.  s.  ,w. 

Schuppen  sind  mehr  an  den  Seiten  des  Körpers  und  unten 
bemerkbar,  dagegen  Irägt  jeder  Punkt  und  jedes  Körnchen 
ein  anliegendes,  jeder  Punkt  der  Naht  auf  der  abschüssigen 
Stelle  ein  abstehendes  und  gekrümmtes  Borstenhärchen.  In 
beiden  Geschlechtern  sind  die  Decken  breiter  als  der  Thorax, 
in  der  Mitte  am  höchsteu  und  breitesten  und  ihre  Längs- 
w^ölbungslinie  ist  oberhalb  der  Spitze  flach  ausgebucht  et. 
Thorax  beim  Männchen  höher  längsgewölbt  als  beim  Weibchen 
und  höher  als  beim  profanns  $,  wenig  länger  als  breit,  mit 
der  größten  Breite  und  Höhe  dicht  hinter  der  Mitte,  zur  Spitze 
viel  mehr  verengt  als  zur  gerandeten  Basis,  die  Seiten  gerundet, 
der  Rücken  zuweilen  mit  angedeuteter  Mittelrinne.  Die  Beine 
unterscheiden  sich  von  denen  des  profanns  um-  durch  ihre 
rothe  Färbung. 

Apocyrtus  gibbicollis.  Oblüugo-ovafus,  couvoxiusculus, 
rufus,  opacus,  squamis  parvis  coeruleis  parce  obsitus;  margine 
antico  et  postico  prothoracis,  margine  basale  elytrorum, 
corpore  subtus,  geniculis  tarsisque  nigricantibus:  rostro  cum 
fronte  rugoso-punctatis,  illo  sulco  transvcrso  a  capite  distincto; 
protborace  alte  pulvinato  crebre  nitido-grauulato;  elytris  pro- 
tborace maris  vix  angustioribus,  feminac  nonnihil  latioribus, 
punctis  subseriatis  vage  impressis  ac  minute  obsolete  remoteque 
granulatis.     Long.   7,  lat.  2.6  mm. 

Etwas  größer  als  der  vorhergehende  und  von  allen  bisher 
beschriebenen  Arten  durch  den  in  beiden  Geschlechtern  hoch 
kissenartig  gewölbten  Thorax  ausgezeichnet.  Mit  A.  itnpius 
Er.  am  nächsten  verwandt,  aber  der  Thorax  viel  länger  und 
viel  höher  gewölbt,  der  Rüssel  viel  länger  auch  gröber 
hkulptirt,  die  lang  elliptischen  Decken  hinten  nicht  ausgezogen 
lind   anders  skulptirt. 

Mietl.  entüiiiol.  Zeit.  1395. 


Hei  den  vorliegeudeu  heideu  Mäunchen  sind  nur  hinter 
dem  Basalrande,  bei  dem  Weibchen  auch  uocli  in  der  Mitte 
der  Decken  einige  Schuppen  bemerkbar,  die  hier  und  dort 
eine  sehmale  Querbinde  andeuten,  sonst  lindeu  sich  auf  der 
Oberseite  de?  Körpers  nur  feine,  sehr  kurze  und  anliegende, 
auf  der  Naht  der  abschüssigen  Stelle  schräg  abstehende  längere 
Borstenhärchen,  die  den  Körnchen  entspringen.  Die  seitliche 
Furche  des  Rüssels  vor  den  Augen  vereinigt  sich  an  der 
Spitze  mit  der  F'ii hierfurche.  Geißelglied  1  das  längste,  2  etwas 
kürzer  aber  länger  als  3  und  4  zusammen  genommen.  Thorax 
etwas  länger  als  breit,  seine  Seiten  kreisförmig  gerundet,  mit 
der  größten  Breite  und  Höhe  in  der  Mitte,  nach  vorn  mehr 
verengt  als  nach  hinten,  die  Räume  zwischen  den  nach  den 
Seiten  zu  und  unten  kleiner  werdenden  Körnern  auf  dem 
Rücken  kleiner  als  diese,  bei  einem  Weibchen  mit  feiner 
aber  deutlicher  Mittelrinue,  unten ,  neben  den  Vorderhüftea 
mit  einzelnen  kleinen  bläulichen  Schüppchen.  Decken  hinten 
wenig  spitz  gerundet,  ihre  Basis  wenigstens  un  den  Seiten 
und  scharf  gerandet,  ihre  Höhe  etwas  geringer  als  die  des 
Thorax,  die  Läugswölbungslinie  oberhalb  der  Spitze  beim 
Männchen  sehr  wenig,  beim  Weibchen  etwas  mehr  geschweift; 
jeder  der  flach  eingedrückten  Punkte  am  Vorderrande  mit 
einem  beim  Weibchen  kräftigeren  Körnclien.  Beine  wie  bei 
der  vorhergehenden  Art, 

Apocyrtus  sparsus.  Oblongo-ovatus,  couvexus,  uiger, 
supra  inaculalim  roseo-vel  siibalbido-squamosus;  fronte  eanali- 
culata,  punctata,  squamis  nonnullis  obsita;  rostro  rugoso- 
punctato  basi  transversim  sulcato;  prothorace  elongato,  basi 
apiceque  marginato,  granuloso-punctato,  medio  sulcato  utrinque 
vitta  angusta  interrupta  squamosa;  elytris  prothorace  latioribus 
basi  haud  marginal  is  punctis  sat  grossis  seriatis.,  interstitiis 
nonnihil  convexis  rugulnso-granuhitis,  alternis  pustulis  squamosis 
ornatis.     Long.   6 — 9,  lat.   2.3 — 3.5   mm. 

Eine  durch  ihre  rugose  Oberfläche  und  ihre  Zeichnung 
auffallende  Art.  —  Die  seitliche  Furche  des  Rüssels  vor  den' 
Augen  vereinigt  sich  an  der  Fühlereinlenkung  mit  der  Fühler- 
furche. Die  zwei  ersten  Geißelglieder  etwas  länger  als  die 
übrigen  zusammen  oder  als  die  Keule,  Glied  1  so  lang  als 
2  und  3  zusammen.  Thorax  mit  der  größten  Breite  und 
Höhe  in  (,^),  oder  vor  der  Mitte  ($),  hinter  dem  Vorderrande 
mit  ringsum  flach  eingedrückter  Querfurehe;  der  Vorderrand 
selbst  aber  viel  weniger  erhaben  als  der  Hiuterrand,  beim 
Männchen  zii^mlich  gleich  quer-  und  längsgewölbt,  ziemlieh 
runzlig-,    beim    Weibchen    weniger    läugsgewölbt,    aber    mehr 

Stett.  entomol.  Zeit.  1895. 


10 

köruig-puuktirt,  die  Mittelfiirclie  meist  hinter  der  Milte  ab- 
gekürzt- die  naher  dem  Seitenrande  gelegene,  etwas  gebogene 
und  beim  Männchen  breiter  beschuppte  Längsbinde  ist  ein- 
oder  zweimal  unterbrochen;  eine  zweite  Längsbinde  liegt 
unten  neben  den  Vorderhüften.  Decken  wenig  (^)  oder 
bedeutend  ($)  breiter  als  der  Thorax  mit  der  größten  Breite 
und  Höhe  in  der  Mitte,  hinten  stumpf  ((J)  oder  spitz  (?) 
gerundet,  die  Längswölbungslinie  höher  als  die  des  Thorax, 
hinten  schräg  (^)  oder  steiler  gerundet  abfallend  und  mit 
einer  deutlichen  Buchtung  oberhalb  der  Spitze;  jeder  Punkt 
auf  den  Decken  mit  einem  kurzen  anliegenden,  jeder  auf  der 
Naht  im  abschüssigen  Theil  mit  einem  schräg  abstehenden 
hellen  Härchen,  Spatium  2  mit  einer  Makel  hinter  der  Basis, 
einer  in  der  Mitte  und  mehreren,  zuweilen  theilweise  zu- 
sammenfließenden gegen  die  Spitze;  Spatium  4  mit  einer 
Makel  in  und  einer  etwas  hinter  der  Mitte,  6  mit  einer 
größeren  dicht  unter  der  Schulter  und  einigen  kleinen  hinter 
der  Mitte,  zuweilen  noch  mit  einer  kleinen  gegenüber  den 
HinterhUften.  Seite  der  Hinterbrust  mit  wenigen  etwas  gold- 
glänzenden Schuppen.  Unterseite  und  Beine  sonst  nur  mit 
etwas  abstehenden  greisen  Härchen.  Wie  bei  den  meisten 
Arten  dieser  Gattung  ist  die  Skulptur  der  Oberseite  beim 
Weibchen  schärfer  ausgeprägt. 

1^  Das  erste  Abdominalsegment  ist  flach  eingedrückt  und 
dichter  mit  längeren  Haaren  besetzt;  wie  bei  allen  Arten  ist 
das  Analsegment  hinten  stumpf  abgerundet  und  die  Hinter- 
scheukel  überragen  etwas  den  Apex. 

Lixus  luzonicus.  j  Elongato-oblongus,  niger,  subnitidus, 
pubt!  cinerea  inaequalifer  adspersus;  antennis  rufo-piceis:  fronte 
intcr  oculos  transversim  impressa;  rostro  brevi  crasso,  oonico, 
arcuato;  protliorace  elongato  eonico,  dense  obsoleteque  ruguloso- 
)»unctato,  linea  media  obsoleta  utrinque  ad  latera  transversim 
impressa;  el}'tris  ellipticis  antice  protliorace  paulo  lutioribus, 
pone  scutellum  et  ante  apicem  utrinque  impressis,  punctato- 
striatis,  interstitiis  planis  minute  punctiilatis.  Long.  7.5, 
lat.   1.4  mm. 

Zur  6» worfw/?/s- Gruppe  gehörig,  viel  kleiner  als  rhom 
boidalis  Boh  ,  die  Decken  mit  der  größten  I>reite  nicht  hinter, 
sondern  in  der  Mitte  nn«!  im  hinteren  Drittel  schlank  gerundet- 
verengt,  an  der  Spitze  äußerst  flaclnvinklig  ausgeschnitten, 
beinahe  abgestutzt,  die  Streifen  an  der  Basis,  an  der  Spitze 
und  an  den  Seiten  vertieft,  die  Punkte  in  ihnen  viel  gröber, 
die  Behaarung  keine  ausgesprochene  Zeichnung  bildend, 
Thoiax    länger,    dicht    und  fein    runzlig   punktirt,    sein  Vorder- 

Srell.  cnlomol.  Zeit.  1895. 


11 

raod  hinter  den  Augen  gebuchtet,  Augenlappen  gerundet,  an 
den  Seiten  wie  bei  hinodulus  eingedrückt,  und  mit  einer 
dichter  behaarten  Längsbinde,  die  vertiefte  Mittellinie  mit- 
unter furchenartig,  zuweilen  nur  auf  der  hinteren  Hälfte  deut- 
lich.     Rüst^el  kürzer,  überall  fein   und  nicht  dicht  punktirt. 

Die  quer  eingedrückte  Stirn,  die  kurzen  Fühler  und  die 
lang  elliptischen  Decken  unterscheiden  unsre  Art  von  hinodulus. 

Ontoctetorus  nov.  gen.  Anthonominarum  Lac. 

Ungiiiculi  appendiculati.  Segmenta  intermedia  abdominis 
postice  truncata  duobus  primis  medio  subcoalescentibus,  secundo 
quam  tertio  pauIo  longiore.  Rostrum  cylindricum  arcuatum. 
Antennae  ab  apice  remote  insertae;  scapus  oculos  attingens; 
fiiniculus  septem-articulatus  articulis  duobus  primis  elongatis. 
Oculi  laterales  nonnihil  convexi  rotundati.  Prothorax  basi 
subrolundatus,  apice  truncatus,  subtus  late  emarginatus. 
Scutellum  conspicuum.  Elytra  prothorace  latiora  decem-striata, 
apice  singulatim  obtuse  rotundata.  Pygidium  feminae  obtectum, 
maris  liberum.  Coxae  anticae  contiguae  post  medium  pro- 
sterni  insertae.  Metasternum  inter  coxas  diametro  coxarum 
intermediarum  aequilongum.  Femora  nonnihil  clavata  fortiter 
dentata;  tibiae  intus  plus  minusve  bisinuatae. 

Die  Gattung  ist  mit  Acalyptus  Seh.  und  mit  Diapelmus 
Er.  (mir  in  natura  unbekannt)  verwandt,  von  ersterem  durcli 
die  am  Grunde  gezähnten  Krallen,  von  letzterem  durch  den 
Zahn  an  allen  Schenkeln  zu  unterscheiden;  mit  Thamnobius 
Seh.  hat  sie  die  in  der  Mitte  verwachsenen  beiden  ersten 
Abdominalsegmente,  mit  den  beiden  ersteren  Gattungen  die 
der  Prosternumsbasis  genäherten  Vorderhütten  gemeinsam. 
Auch  mit  Minyrus  Seh,  kann  die  neue  Art  nicht  verwechselt 
werden,  weil  Abdominalsegment  2  nur  sehr  wenig  länger 
als  2  und  Geißelglied  2  nicht  kürzer  als  1   ist. 

Augen  oben  und  unten  gleich  weit  von  einander  entfernt. 
Fühlerfurclien  schräg  unter  die  Augen  gerit  htet  und  an  der 
Basis  nur  durch  einen  Kiel  getrennt.  Die  hinten  einzeln  sehr 
stumpf  abgerundeten  Decken  bedecl<en  beim  Weibchen  das 
Pygidium  bis  auf  eine  geringe  Spur,  lassen  aber  beim 
Männchen  das  ziemlich  große,  fast  vertikale  Pygidium  ganz 
unbedeckt;  letzteres  auch  olme  Falz.  Die  vier  Voiderschienen 
zeigen  an  der  S|)itze  einen  kleinen  Dorn.  Abdoininalfortsatz 
so  breit  als  die  Hinteibrust  zwischen  den  Hüften  lang.  Hinter- 
brustepisternen  zur  Spitze  hin  erweitert. 

Ontoctetorus  scutellaris.  Ovatus,  paulo  convexus,  niger, 
subopacus;    rof^tro  dense    rugulot^o-punctato;    prothorace  anlice 

Siett.  entomol.  Zeil.  1895. 


12 

sinuato-iuigubtato,  denst'  sat  fortiteiqiie  punclato;  soiitello  ovuto 
deiise  albidopubesceate;  eljtris  humeris  oblique  rotundatis, 
lateribus  parallelis,  punctato-slriatis,  interstitiis  planis,  granulato- 
rugosis  pilisque  obscuris  brevibus  parce  obsitis;  corpore  subtus 
pedibusque  sat  dense  punctatis,  breviter  albido-pubescentibus; 
iemoribu!^  deiitatis.     Long.  2.;") — 3.5,  lat.  1 — 1.6  mm. 

Einem  Tachyerges  Stigma  Germ,  in  Größe  und  Körper- 
f'orm  ähnlicii.  Kopf  fein  und  spärlicii  punktirt.  Rüssel  etwas 
dünner  als  der  Vordersclienkel,  beim  Männchen  kaum  länger 
als  der  Thorax,  beim  Weibchen  länger  als  Kopf  und  Tliorax 
zusammen,  von  der  Basis  bis  zur  Fühlereinlenkung  unregel- 
mäßig mehrkielig,  an  den  Seiten  vor  den  Augen  mit  einem 
flachen  Längseindruck  über  der  Fühlerfurche,  an  der  Basis 
oben  und  an  den  Seiten  durch  eine  flache  Einschnürung  vom 
Kopfe  abgesetzt.  Geißelglied  1  nicht  länger  als  2  aber  etwas 
dicker,  die  übrigen  kürzer  als  breit,  die  Keule  so  dick  als 
der  Augendurchmesser.  Thorax  nur  wenig  breiter  als  lang, 
die  Seiten  in  der  Basalhälfte  wenig  gerundet,  die  Spitze  etwas 
breiter  als  die  helle  Basis.  Decken  kaum  um  die  Hälfte 
länger  als  breit^  um  ein  Viertel  breiter  als  die  Thoraxbasis, 
hinten  sehr  wenig  gerundet  verengt,  die  Spitze  sehr  flach 
abgerundet,  die  Streifen  an  der  Basis  tiefer,  die  Punkte  in 
ihnen  viel  kleiner  als  die  auf  dem  Thorax:  die  flache  Läugs- 
wölbungslinie  der  Decken  imd  die  des  Thorax  an  der  Basis 
kaum  unterbrochen. 

o-  Fühler  im  Spitzend riltel  des  Rüssel  eingelenkt,  Hinter- 
schenkel etwas  gebogen,  Abdomen  horizontiil,  Pygidium  groß; 
dreieckig  mit  gerundeter  Spitze  grob  und  sehr  dicht  punktirt. 

$  Fühler  in  der  Mitte  des  Rüssel  eingelenkt,  Hinter- 
schenkel  gerade,  Abdomen  aufwärts  gegen  die  Spitze  gewölbt, 
Pygidium   kaum  sichtbar. 

Amorphoidea  dorsalis.  Uvatu,  paruni  convexa,  tlavida, 
subsericeo-pubescens;  pedibus,  rostro,  vitta  lata  mediana 
prothoracis,  scutello,  elylris,  pygidii  medio  brunuei^, 
metasterno  dilutiore;  capite  prothoraceque  dense  minuteque 
punctatis;  rostro  prothorace  breviore  (q)  vel  aequilongo, 
|)arun)  aicuato,  j)iinclato-sliiolato:  j)rothorace  transverso,  antiee 
valde  rotundato-auguslato,  lafoiibus  den.se  llavo-sericeo- 
pubescente;  scntello  parvu  trianguläre;  elytris  latitudine  non- 
nihil  longioribus,  serialim  i)unctatis,  interstitiis  latis  planis 
confertim  puuclulatis,  basi  cum  scutello  suturaque  i)Ost  scutellum 
tlavo-sericen-j)ub('sceiitibiis:  femoribus  dentatis.  Long.  2.8, 
lat.   I.IJ  mm. 

StetL  enloiiiol.  Zeil.  1&95. 


13 

Dem  A,  basalis  Mots.  älmllcli,  aber  flacher  gewölbt, 
Fühler,  Thorax  und  Rüssel  kürzer,  letzterer  dunkel  gefärbt, 
die  Unterseite  feiner  und  viel  undichter  behaart. 

Die  gelben  seidenartigen  Haare  sind  dicker  als  die  den 
Punkten  der  dunklen  Thoraxmitte  und  den  Deckenspatien  ent- 
springenden gelbbraunen.  Thorax  mit  in  der  Mitte  breit 
gerundeter  und  jederseits  flach  geschweifter  Basis,  der  abge- 
stutzte Vorderrand  beinahe  nur  ein  Drittel  so  breit  als  letztere, 
die  Seiten  bis  zur  Mitte  weniger,  dann  schnell  gerundet  vör- 
engt.  Augen  etwas  gewölbt.  Decken  etwas  breiter  als  der 
Thorax,  parallelseitig,  die  Schultern  und  die  Außenecken  des 
fast  abgestutzten  Spitzenrandes  breit,  der  Nahtwinkel  jeder- 
seits kurz  gerundet,  jeder  der  gereihten  Punkte  mit  einem 
gelblichen  Seidenhaar.  Pygidium  dreieckig  mit  gerundeten 
Seilen,  flach  quergewölbt  und  wie  der  Thorax  punktirt. 
Schenkel  dick,  kräftig  gezähnt. 

Balaninus  pertinax.  Niger,  opacus,  subtus  flavo-albido-, 
supra  nigro -squamosus;  prothoracis  basi,  scutello,  regione 
siMitellari  ehtrorum,  sutura  fasciaque  mediana  transversa  flavo- 
squamosis:  rostro  basi  punclato-striato  et  carinulato;  pro- 
tiiorace  transverso  autrorsim  rotundato-angustato,  basi  bisinuato, 
dense  punctato:  eljtris  suturae  maxima  parte  impressis,  punc- 
tato-striatis;  femoribus  dentatis.     Long.  5,   lat.  2.2  mm. 

Mit  Ji.  C  nlbnm  Fabr.  und  ßavoarcuatu.f  Desbr.  ver- 
wandt, von  beiden  besonders  durch  die  größeren,  etwas  ge- 
wölbten Augen,  kürzeren  und  anders  skulptirten  Rüssel  sowie 
durcli  schmälere  helle  Zeichnung  verschieden. 

Rüssel  beim  Mäunchen  so  lang  als  die  Decken,  bis  zur 
Fühlereinlenkuug  im  Spitzendrittel  gerade,  dann  gebogen,  beim 
Weibchen  länger  als  die  Decken,  gleichmäßig  gekrümmt  und 
mil  der  FUhlen^inlcnkung  in  der  Mitte,  in  beiden  Geschlechtern 
zur  Hasis  liin  etwas  verdickt.  ol)en  mit  einem  sich  bis  auf 
die  Stirn  liinuui'ziehenden  Mittelkiel,  seine  Längswölbungslinie 
und  die  des  Kopfes  nur  durch  eine  sehr  geringe  Einsenkung 
unterbrochen,  jeder  Punkt  auf  der  liasalhälfte  mit  einer  gelben 
Scliupi)enb(»rste.  (ieißeiglieder  1 — 4  an  Länge  allmälig  ab- 
nehmend, jedes  der  gleiclilangen  folgenden  länger  als  dick, 
die  Keule  beinahe  so  lang  als  die  vier  letzten  Geißelglieder. 
Die  großen  runden  Augen  etwas  gewölbt.  Thorax  an  den 
Seiten  in  der  Basalhälfte  flach  gerundet-,  dann  flach  geschweift 
veiengt,  Vorderrand  etwas  breiter  als  die  halbe  Basis,  diese 
in  d(>r  Mitte  schmal,  zu  den  Hinicrecken  breiter  Liclb  gesäumt. 
Schildclieu  iiindlich,  schmal  umfurclil  und  außerdem  mit  einen» 
schmalen    gelben    Schuppenbande    umgeben,    das    sich    seillich 

SteJf.  entomol.  Zeit.  1895. 


14 

bis  zum  dritten  Deckenstreifen  und  auf  der  Nalit  bis  zur 
Deckenspitze  erstreckt.  Decken  vorn  gerundet  erweitert, 
dann  ziemlich  geradlinig  verengt,  flach  gewölbt,  auf  der  Basal- 
häiflc  mit  einem  gemeinsamen  Längseiudruck,  der  auch 
Spatium  I  erfaßt,  die  hellbeschuppte  Naht  durch  eine  kahle 
Linie  gespalten  und  hinten  mit  etwas  abstehenden  pfriemen- 
fbrmigen  Borstenhaaren  besetzt;  genau  in  der  Mitte  liegt  eine, 
gewöhnlich  die  Naht  und  den  Außenrand  erreichende  gerade 
Querbinde,  die  nur  wenig  breiter  als  die  Naht  ist.  Die  gelben 
Schuppen  sind  dicker  und  dichter  liegend  als  die  schwarzen 
der  Oberseite.  Unterseite  des  Kopfes,  das  Prosternum,  Mitte 
und  Seitenstücke  der  Mittelbrust,  Seitenstücke  der  Hinterbrust 
und  Seiten  der  ersten  Bauchsegmente  dichter  und  gelber  be- 
schuppt als  die  übrigen  Theile  der  Unterseite  und  als  die 
Beine.  Analsegment  des  Männchens  mit  einem  Längseindruck 
und  zwei  dornartigen  Verlängerungen  am  Hinterrande. 

Balaninus  bicolor.  Niger,  subnitidus,  albo-griseo-squamosus, 
pallide  lateritio-plagiatus:  rostro  antennisque  rufo-brunneis, 
illo  elongato  in  utroque  sexu  usque  ad  insertionem  antennarum 
subreclo  tum  arcuato,  fronte  puncto  impressa;  prothorace 
conico  dense  punctato;  elytris  antice  prothorace  parum  latiori- 
bus,  punctato-striatis,  punctis  in  striis  squama  elongata  albida; 
femoribus  dentatis;  plagis  duabus  hasalibus  conicis  in  dorso 
prothoracis,  plaga  triangulari  majori  prosterni,  fascia  latissima 
elytrorum  sutura  interrupta,  episternis  et  epimeris  mesothoracis 
episternisque  metathoracis  postice  lateritio-squamosis.  Long.  4, 
lat,  2  mm. 

Von  der  Form  des  vorhergehenden,  nur  die  Decken  im 
Verhältniß  zum  Thorax  weniger  breit.  Alle  Schuppen  sind 
stabförmig,  die  grauen  jedoch  dünner  als  die  ziegelrotheu; 
von  letzteren  sind  wieder  die  auf  dem  Thorax  die  dünneren 
und  stehen  daher  scheinbar  weniger  dicht  als  die  auf  der 
Deckenquerbinde,  welche  den  größten  Theil  der  Decken  in 
gleichem  Abstände  von  der  Basis  und  der  Spitze  einnimmt. 
Geißelgliedor  länger  als  breit,  1  und  2  gleichlang,  3  etwas 
länger  als  4,  dieses  und  5  sowie  auch  7  gleichlang,  6  das 
kürzeste;  Keule  nicht  länger  als  die  drei  letzten  Geißelglieder. 
Augen  so  groß  wie  bei  pertinax  aber  nicht  gewölbt.  Rüssel 
auch  beim  Männchen  zur  Basis  kaum  verdickt,  in  den  Kopf 
eingepflanzt,  seine  Basis  fein  gekielt,  beim  Männchen  kürzer 
als  der  Körper  mit  der  Fühlereinlenkung  dicht  vor  der  Mitte, 
beim  Weibchen  länger  als  der  Körper  und  mit  der  FQhler- 
eiolenkung  näher  dem  Basaldrittel  als  der  Mitte.  Die  hell- 
rothe  Zeichnung    sticht  von   der  grauen  Farbe    nicht  sehr  ab. 

Stett.  entomol.  Zeit.  189S. 


15 

Analsegmeut    des    Männchens    gegen    die    Spitze    gefurcht   und 
mit  zwei  Haarzipfeln. 

Balaninns  axillaris.  Elongato-ellipticus,  nigei-,  snbnitidus, 
deose  flavo-vel  flavo-aibido-sqamdsiis;  seutello  liuea  sutiirali 
postscutellari,  humeris,  rostro  antennisque  nudis;  eapite  dense 
puDCtuiato  tenuissintie  tlavo-pubesceute;  rostro  elytris  longiore 
arcuato  ab  insertione  antennarum  usque  ad  basiu  aitiore. 
crassiore  et  ad  latera  ante  ociilos  magnos  rotundatos  obsolete 
impresso;  prothorace  transverso  basi  vix  bisinuato,  medio 
subcarinulato,  eljtris  antice  prothorace  uonnihil  latioribus, 
latitudine  iere  duplo  longioribus.  subcuneatis,  obsolete  remoteque 
punetato-lineatis,  sutura  in  dimidia  parte  basali  impressis; 
femoribus  dentatis.     Long.  6,  lat.  2.7  mm. 

Von  der  Körperform  des  B.  elephas  Gjll.  aber  kleiner, 
die  Decken  weniger  gewölbt  und  in  den  Schultern  schmäler. 
Einfarbig  gelb  oder  gelblich  weiß  beschuppt,  die  Beschuppung 
stellenweise  mit  etwas  Seidenglanz.  Kopf  und  Rüsseloberkante 
bilden  in  beiden  Geschlechtern  eine  ununterbrochene  Bogen- 
linie.  Rdssel  gleichmäßig  gebogen  und  hinter  der  Fühler- 
einlenkung bis  zur  Basis  leicht  comprimirt,  hier  die  Punktirung 
dicht.  Die  Fühlerfurciien  laufen  in  beiden  Geschlechtern  schräg 
zum  unteren  Augenrande  und  sind  unten  an  der  Basis  nur 
durch  einen  schmalen  Kiel  getrennt.  Der  Fühlerschaft  erreicht 
beim  Männchen  nicht  ganz  das  Auge,  Geißelglieder  l  und  2 
gleicli  lang,  jedes  von  ihnen  doppelt  so  lang  als  3,  von  den 
übrigen  ist  das  sechste  das  kürzeste  aber  noch  so  lang  als 
breit,  die  Keule  kräftig  und  so  lang  als  die  drei  letzten  Geißel- 
glieder. Thorax  mit  breit  gerundetem,  wenig  vortretendem 
Mittellappen,  Vorderrand  schmäler  als  die  halbe  Basis.  Decken 
von  den  Thoraxhintereken  ab  schräg  aber  wenig  erweitert, 
nach  hinten  allmälig  tmd  wenig  gerundet  verengt,  wie  der 
Thorax  etwas  querijewölbt,  die  Streifen  sehr  fein  und  meisten- 
theils  durch  die  Beschuppung  undeutlich,  die  Basalhälfte  der 
Naht  eingedrückt  mit  kahler  Nahtlinie.  Das  runde,  gewölbte 
und  kahle  Schildchen  umfurcht.  Die  Tarsen  sowie  die  Schienen- 
spitze  schwärzlich  dünn  behaart.  Schenkelzahn  nicht  recht- 
winklig. Fühlereinlenkung  etwas  hinter  der  Mitte  ((^) 
oder  hinter  dem  Basaldrittel.  Analaegment  ohne  Auszeichnung. 
Pygidium  klein  und  kahl  0^)  oder  kaum  sichtbar  ($). 

Durch  den  an  der  Basis  comprimirten  Rössel  sowie  durch 
die  unten  an  der  Basis  genäherten  Fühlerfurchen  weicht  diese 
Art  von  den  mir  bekannten  Balaninvs  Arten  ab;  sie  bietet 
aber  .sonst  keine  Unterschiede,  die  die  Aufstellung  einer  neuen 
Gattung  rechtfertigen  könnten. 

Stett  eatomol.  Zeil.  1895. 


16 

Acythopeus  Fascoei.  Oblongus,  paulo  depressus,  ater, 
opaous,  supra  maculatim  et  lineatim  ftave^centi -squamosus; 
rostro  femnrum  anticorum  loogitudine  ($),  vel  longiore  (,j), 
eiirvato,  basin  versus  altiore  ac  nonnihil  compresso,  basi  gibbpso, 
(lense  ruguloso-pimctato;  artieulis  duobus  primis  iuniculi  aeqiii- 
longis;  protliorace  ad  liüera  plus  minusve  rotundato-ampliato, 
reticulato-punetato,  maculis  duabus  oblongis  basalibus  tlaven- 
centibus  signato;  elytris  relrorsim  sensim  angustatis,  Unealim 
sulcatis,  intevstitiis  planatis  punctis  transversis  dense  impressis, 
secundo  vitta  postice  abbieviata  interdum  intenupta  llavescenti- 
squamosis;  corpore  sublus  flavo-albido-maculalo;  proeessu 
prosternale  niaris  transversim  cristato.  Long.  3 — 5,  lal. 
1 — 1.7  mm. 

Baris  bilineata  olim. 

Die  Mitte  der  Vorder-  und  Hinterbru-t,  die  Mittelbrnst 
zwischen  den  Hüften,  die  Seiten  und  die  Mitte  der  beiden 
ersten  Bauchsegmente,  die  Epistcrneu  der  Hinterbrust  sind  dicht, 
die  Hüften,  die  Spitze  der  Mitteibrustepisternen  und  beim 
Männchen  der  Rücken  der  Hinterschenkel  weniger  dicht,  der 
übrige  Theil  der  Unterseite  und  der  Beine  undicht  gelbhch 
beschuppt;  eine  dichter  beschuppte  Makel  auf  der  Unterseite 
des  Prosternums  seitlich  hinter  dem  Vorderrande  scheint  nur 
dem   Männchen  eigen  zu  sein. 

Kopf  viel  feiner  und  undichter  |)unktirt  als  Rüssel  und 
Thorax,  Geißelglied  1  kaum  dicker  und  nicht  länger  als  2, 
die  übrigen  zur  kurz  ovalen  Keule  hin  an  Länge  ab-,  an 
Breite  zunehmend.  Der  quere  Thorax  an  den  Seiten  beim 
Männchen  mehr,  beim  Weibchen  sehr  wenig  gerundet  er- 
weitert, mit  der  größten  Breite  in  der  Mitte,  an  der  Spitze 
kurz  halsförmig,  der  Antiskutellarlappen  ausgerandet,  die 
dichten  Punkte  am  Vorderrande  feiner,  Jeder  von  ihnen  und 
von  den  auf  den  Deckenspat ieu  mit  einem  äußerst  kurzen 
und  feinen  Bürstchen,  an  den  Hinterecken  mit  einer  großen 
kurz  ovalen  Makel.  Schildcheu  dreieckig,  ))unktirt,  Decken 
mit  schräg  abfallenden  Schultern  und  hier  nur  wenig  breiter 
als  der  Thorax,  zur  einzeln  stumpf  abgerundeten  Spitze  allmälig 
und  Hach  gerundet  verengt,  die  schmalen  und  scharfen  Furchen 
zur  Basis  tiefer  und  hier  undeutlidi  punktirt,  die  Spatien  im 
vorderen  Drittel  scheinbar  zwei,  hinten  deutlich  einreihig 
punktirt,  die  schmalen  Stege  zwischen  den  Punkten  etwas 
gebogene  und  glänzende  Querkiele  bildend.  Pygidium  grüber 
punktirt  (,^);  Fühlereinlenkung  in  (Jj)  oder  bald  hinter  (V* 
der  Mitte  des  Rüs«els. 

Stelt.  enloniol.  Zeit.   \^<)i. 


1?7 

Allen  mir  bekanoteD  Arten  dieser  Gattung  ist  die  in 
beiden  Goschlerhtern  verschiedene  Entfernung  der  Fühler- 
seliaftspitze  vom  Aiiue  eigen;  diese  bleibt  nämlich  beim 
Mannchen  um  den  Augendurchmesser  von  ihnen  entfernt, 
während  sie  beim  Weibchen  beinahe  den  Augen vorderrand 
erreicht.  Dagegen  tindet  sich  der  spateiförmige  Vorderbrust- 
fortsatz des  Männchens,  wie  es  scheint,  nur  bei  einigen  Arten. i) 

Laodia  lineata.  Oblongo-ovata,  depressa,  nigra,  sub- 
opaca;  vitta  elvtrorum  in  interstitio  quarto  antice  posticeque 
abbreviata,  striga  basali  in  secundo  episternisque  metathoraeis 
e  squamis  condensatis  flavo-albidis;  rostro  arcuato  cylindrico 
dense  punctato,  medio  oarinulato,  basi  a  capite  dislineto; 
prothorace  antrorsim  rotundato-angustato,  apice  breviter 
tubulato,  parum  convexo,  sat  dense  ad  latera  densius  punctato, 
medio  linea  inipunctata  iudicato;  elytris  lineatim  punctato- 
subsulcatis,  interstitiis  planis,  punctis  crebris  transversim  im- 
pressis  .subseriatini  obsitis.    Long.  '3.2 — 3.8,  lat.  1.2 — 1.5  mm. 

Der  kuglige  Kopf  i>t  äußerst  fein  netzaitig  gerunzelt,  un- 
punktirt.  Rüssel  in  beiden  Geschlechtern  etwas  länger  als 
der  Vorderschenkel  und  leicht  gebogen,  mit  der  Fühlerein- 
lenkuug  vor  der  Mitte.  Thorax  wenig  kürzer  als  breit  mit 
seiner  größten  lireite  hinter  der  Mitte,  die  Punkte  der  Ober- 
seite (auch  die  auf  den  Deckenspatien)  im  Grunde  matt  und 
ohne  Härclien.  Schildchen  klein  rundlich.  Decken  reichlich 
imi  die  Hälfte  länger  als  breit,  in  den  schräg  abfallenden 
Schultern  deutlich  breiter  als  der  Thorax,  nach  hinten  allmälig 
gerundet  verengt,  an  dci- Spitze  gemeinsam  stumpf  abgerundet, 
die  queren  Punkte  auf  den  Spatien  größer  aber  llacher  als 
bei  der  vorhergehenden  Art.  Jeder  Punkt  der  Unterseil c 
und  der  Heine  mit  einem  hellen  anliegenden  Schuppenbörstchen, 
die  Punkte  auf  dem  Abdomen  am  weitläuligsten.  Die  Mitte 
der  Vorderbrust  und  ihr  Fortsatz  hinter  den  Hüften  sind  ziem- 
lich  diciit    weißlicii    [uscluippl. 

')  Zu  (lie.-feii  gchf)rt  .1.  juctuiüus  von  Java  in  meiner  Sammlung. 
Das  Miuniclicn  dieser  Art  unterscheidet  sich  von  Pasvoti  Männchen 
durch  in  der  Ha.sulhäirte  stark  comprimirten  und  an  der  IJasis  noch 
höheren  K,üssel,  durch  einen  hingeren,  parallelseitigen  und  vorn  plötz- 
licli  liiilsrörmig  /.usammengezogenen  Thorax,  durch  sclimiilerc  Körper- 
lonn  und  dadurch,  dal>  die  beiden  Längsbinden  auf  Spatium  2  weiter 
nach  iiinlen  reichen,  griWilenlheils  auch  aus  zwei  Reihen  gelblicher 
Schuppen  liestelien  und  dalJ  die  Mitte  des  Abdomens  unbeschuppt  ist, 
dagegen  alle  seine  .Scgmenle  an  den  Seiten  eine  dicht  beschuppte 
gelbliclie  Makel  zeigen.  Dieser  Art  muC)  der  A.  Iiixalus  Pasc,  von 
der  In.-Jel  I.abuan  —  Ann.  Mag.  1883  p.  100  —  sehr  ähnlich  sein,  sicli 
von  ihm  jedoch  durch  lungere  Decken  und  an  der  üasis  nichl  com- 
primirten Hiissel  unleracheidcn  lassen. 

Sielt.  enirjiiKil.  Zeil.  IS'.IS.  O 


18 

Die  Gattung  Laodia^)  Pasc,  ist  ^icj^ffeopeiis  Pasc,  äußerst 
ähnlich  und  von  diesem  hauptsächlich  durch  das  in  beiden 
Geschlechtern  bedeckte  Pygidium  und  durch  die  unten  ge- 
furchten Schenkel   verschieden. 

Laodia  tristis.  q  Praecedenti  similis  et  affinis  sed  parum 
convexus,  esquamosus;  rostro  prothorace  nonnihil  longiore; 
capite  disperse  punctulato:  prothorace  dorso  densius  punctatoi 
ail  latera  oblique  ruguloso:  elytris  minus  profunde  subpunctato- 
striatis,  interstitiis  planis  uni-,  secundo  et  quarto  bibcriatim 
punctatis;  corpore  subtns  minus  dense  punctata.  Long.  2.5 — 3.7, 
lat.   1 — 1.7  mm. 

Außer  dem  Mangel  an  Schuppen  sind  es  besonders  die 
stärkere  Wölbung  und  die  Skulptur  der  Oberseite,  die  unsre 
Art  von  der  vorhergehenden  unterscheiden.  Der  Kopf  ist 
zerstreut  punktirt.  Thorax  beinahe  so  lang  als  breit,  die 
Punkte  auf  iimi  kleiner  und  flacher  als  bei  jenem  und  die 
Räume  zwischen  ihnen  an  den  Seiten,  namentlich  vorn  zu 
feinen  und  etwas  glänzenden  Schrägrunzeln  zusammenfließend. 
Die  Decken  sind  nach  hinten  mehr  verengt,  die  Streifen  viel 
weniger  tief;  von  allen  an  der  Basis  zweireihig  punktirten 
Spatien  sind  2  und  4  die  breitesten  und  bis  zur  Spitze  zwei- 
reihig punktirt,  die  Punkte  rund  eingestochen  und  kaum  größer 
als  die  auf  dem  Thorax,  die  Räume  zwischen  ihnen  nicht 
erhaben;  die  .schmale  Naht  einreihig  und  am  feinsten  punktirt. 
Die  Skulptur  der  Unterseite  weicht  von  der  der  lineata  nur 
insofern  ab,  als  die  Punkte  weder  haar-  noch  schuppen- 
t ragend  sind. 

Centrinopsis  ebeninus.  Oblongo-rhomboidalis,  nonniliil 
convexus,  niger,  nitidulus;  rostro  prothoracis  longitudine,  arcuato, 
confertim  punctalo:  capite  disperse  punctulato:  prothorace  basi 
bisiuuato,  anticc  siuuato-angustato,  remote  dorso  obsolete  ad 
latera  sat  fortiter  puuctato;  elytris  antice  prothorace  lalioribus, 
obsolete  striatis,  in  striis  remote  punctatis,  interstitii.'*  planis 
remote  punclulatis.     Long.  4,   lat.   1.5   mm. 

Unter  scharfer  Lupe  zeigt  sich  die  Oberseite  des  Käfers 
äußerst  fein  netzartig  gestrichelt  und  ihr  Glanz  durch  diese 
Skulptur  etwas  beeinträchtigt.  Rüssel  oben  an  der  Basis  vom 
Kopfe  leicht  abgesetzt,  auf  dem  Rücken  feiner,  au  den  Seiten 
gröber  fast  runzlig  punktirt.  Thorax  sehr  wenig  kürzer  als 
breit,  von  den  Hinterecken  bis  vor  die  Mitte  geradlinig  und 
sehr  wenig  verengt,  dann  gerundet  zusammengezogen  und  ge- 
schweift verengt,  die  Basis  jederseits  neben  dem  vorgezogenen 


»)  Journ.  Linii.  Soc.  1873  p.  63. 
Stett.  entomol.  Zeit.  1895. 


19 

und  flach  geruudeten  Antiskulellarlappen  kaum  aus^erandet, 
der  Rücken  flach  längsirewölbt  und  beiderseits  am  Hinterrande 
etwas  niedergedrückt,  die  weitläufigen  Punkte  auf  dem  Rücken 
nicht  gröber  als  die  auf  dem  Rüssel,  zu  den  Seiten  hin  gröber 
und  dichter.  Decken  mit  flach  schräg  gerundeten  Schultern, 
um  die  Hälfte  länger  als  hier  breit,  nach  hinten  flach  gerundet 
verengt,  an  der  Spitze  gemeinsam  abgerundet,  hier  jederseits 
neben  der  Naht  der  Länge  nach,  an  der  Basis  jederseits  quer 
niedergedrückt,  die  Streifen  ähnlich  wie  bei  Baridius  timidus 
Rossi,  die  weitläufigen  Punkte  in  ihnen  etwas  breiter  als  die 
Streifen,  die  flachen  Spatien  sehr  fein,  an  der  Basis  unregel- 
mäßig zwei-,  später  einreihig  punktirt.  Auf  der  Unterseite 
nehmen  die  Punkte  von  vorn  nach  hinten  an  Größe  ab,  stehen 
aber  auf  der  Hinterbrust  am  dichtesten.  Vorderbrust  mit  flach 
eingedrücktem  Rüsselkanal,  dieser  also  ohne  scharfe  Ränder. 
Beine  dicker  als  beim  japanischen  nitens  Roelofs,  jeder  Punkt 
auf  ihnen  mit  einem  äußerst  feinen  und  kurzen  hellen  Borsten- 
härchen. Fühlerkeule  kurz  oval,  ihr  erstes  Glied  hornig  und 
so  lang  als  die  folgenden  zusammen. 

Theogama  Jordani.  Subcylindrica,  nigra,  opaca:  vitta 
lata  laterali  prothoracis,  lineis  duabus  elytrorum,  episternis 
latis  metasterni,  vitta  laterali  abdominis  sternique  medio  dense 
flavo-albido-squamosis;  rostro  fere  corporis  longitudine,  subrecto, 
maris  dense  ruguloso-punctato  opaco,  feminac  in  maxima  parte 
impunctato  nitido;  articulo  primo  funicidi  secundo  parum 
longiore;  pruthorace  elongato-quadrato  margine  antico  nonnihil 
producto,  antice  ad  latera  sinuato-contracto,  longitudinaliter 
paulo  convexo,  sat  dense  punctato;  elytris  prothorace  nonnihil 
longioribus  apicem  versus  gradatim  angustioribus,  apice  singulo 
subrotundatis.  acute  |)unctato-striatis,  interstifiis  planis  punctis 
magnis  dense  serialis,  secundo  linea  j)0stice  abbreviata  bise- 
riatim  flavo-albido-squamosis;  pygidio  ovato  subverticale; 
corjjore  subtus  pedibusque  dense  sat  fortiter  punctatis;  tibiis 
anticis  .'«ubtus  apicem  verus,  articulis  tribus  primis  tarsorum 
ad  latera  pilis  longioribus  fimbriatis.  Lons.  4.6  —  6.  lat. 
1.8—2.2  mm. 

Von  dem  mir  in  natura  unbekannten  Th.  lugubris  Pasc.^j 
schon  durch  andere  Zeichnunu   verschieden.     Obiifleich  Pascoe 


')  Der  Autor  heschroibt  in  Ann.  Mud.  Civ.  Gen.  1885.  p.  295 
diese  Gattung  und  Art  otTenhar  nach  männlichen  Stucken  und  bildet 
die  Art  auf  Tafel  3  Fig.  1  ab.  Zur  Erkennung  der  Gattung  wäre 
noch  hin/uzufügen:  Vorder-  und  Mittelhüften  gleich  weit  und  um  den 
Hüftendurchmesser,  die  Hinterhüften  breiter  und  um  ihre  Breite  von 
einander   entfernt-,    Bauchsegment   2    langer    als    3    und    4    zusammen. 

Sletf.  entomol.  Zeil.  1895.  9*' 


20 

in  der  Gattungsbesehreibung  das  etwas  vorragende  Pygidium 
nicht  erwähnt,  so  glaube  icli  in  Jordani  doch  eine  Theogama 
vor  mir  zu  haben,  weil  alle  vom  Autor  erwähnten  Merkmale 
dieser  Gattung,  ja  sogar  die  Merkmale  des  Männchens  gleich- 
sam  unsrer  Art  entnommen  zu  sein  scheinen. 

Nach  der  Abbildung  ist  Ivgubris  14  mm  lang  und  ~>  mm 
breit,  unsre  Art  also  um  die  Hälfte  kleiner.  Der  Korper  des. /ordaw« 
ist  mit  Ausschluß  des  Rüssels  etwa  2i|2  "lal  so  lang  als  breit. 
Die  gelblich  weißen  rundlichen  Schuppen  füllen  nicht  nur  ilire 
Punkte  aus,  sondern  bedecken  auch  die  Räume  zwi^^chen  und 
neben  diesen.  Die  helle  Beschuppung  der  Körpermitte  unten 
\<t  seitlich  bis  zu  den  Hiilten,  vorn  bis  zur  Prosternumsspitze, 
hinten  bis  zur  Basis  des  dritten  Bauchsegmentes,  die  der  Bauch- 
seiten nur  übi-'r  die  drei  mittleren  Segmente  ausgedehnt.  Der 
Rüssel  ist  fast  ganz  gerade,  vom  Kopfe  oben  und  an  den 
Seiten  durch  eine  Furche  abgesetzt,  beim  Männchen  zur 
Basis  hin  allniülig  und  geradlinig  aber  nur  wenig  erhöht  und 
bis  zur  Spitze  dicht  rauh  punktirt,  beim  Weibchen  gegen  die 
Basis  hin  mit  einer  Schweifung  ansteigend,  nur  hier  dicht 
punktirt  und  matt.  Fühlereinlenkung  in  (q)  oder  iiinter  der 
Mitte  eingelenkt.  Der  Fühlerschaft,  zur  Spitze  verdickt  aber 
nicht  dicker  als  die  Geißel,  erreicht  beinahe  den  Augenvorder- 
rand  (^)  oder  bleibt  um  die  Rüsselhöhe  au  der  Basis  von  ihm 
entfernt;  die  (ieißelglieder  werden  zur  Keule  hin  allmälig  dicker, 
3 — 7  sind  gleich  km-z  und  quer,  die  Keule  so  lang  als  die 
Geißel  und  in  der  Mitte  so  dick  als  die  Rüsselbasis.  Kopf 
fein  punktirt  und  matt.  Augen  kurz  oval.  Thoiax  mit 
etwas  vorgezogenem  und  hinter  den  Augen  leicht  gescliweiriem 
N'orderrande,  dieser  ziemlich  laug  tubuliit,  nur  ein  drittel  so 
breit  als  die  tief  zweibuchtige  Basis  und  kaum  punktirt.  der 
breite  Antesktitellarlappen  wenig  vorgezogen  und  fa^-t  abgestutzt, 
die  Seiten  sehr  Mach  gerundet:  die  weiße,  an  der  Basis  breitere 
vSeitenbinde  erreic^lit  die  vordere  Abschnürung  niciit  und  i.^t 
von  dben  nur  theilweisc  sichtbar.  Schildchen  dreieckig,  punktirt, 
matt.  Die  Decken  vorn  weniu  breiter  als  die  Thoraxbasis 
mit  verrundeten  Schultern  und  abgetlachteni.  hinten  sehr  wenig 
schräg  abfallendem  Rücken,  die  Punkte  in  den  leinen  scharfen 
Streifen   wie  diese  zur   Basis   hin   gröber,  Spatium    2   zur   Basis 

Hiiitcrl)rust  m»  Iuul;'  .il»  I!;iuchsegim'iit  1  in  der  Mitie.  AWr  Schienen 
mit  einem  HdnihiiUcn  nnd  etwas  kürzer  als  die  Schenkel-,  drittes 
Tarsonglied  tief  /.weilapiiis  und  an  den  Vorderbeinen  fast  d(ii)[)elt  so 
Inoit  alt»  an  den  vier  hinteren,  Glied  1  niiudestena  so  lang  als  ij  und 
da«  Krallenglied  so  lang  als  die  drei  ersten  Glieder  znsaminen.  Vorder- 
und  Mitteihrust  liegen  in  einer  Ebene. 

Sieil.  entomol.  Zeil.  1R9:>. 


21 

liin  breiter,  hier  drei-,  daoa  zweireihig  beschuppt;  die  großen 
oberfläehhchen  Paukte  der  übrigen  Spatien  erscheinen  durch, 
die  flacli  kielfiirmigen  Stege  zwischen  ihnen  viereckig.  Auf 
der  Unterseite  sind  die  hoch  aufsteigenden  Mittelbrustepimeren 
am  gröbsten  punktirt.  Vorderschenkel  und  Schienen  niclit 
ganz  doppelt  so  lang  als  die  mittleren;  jeder  Punkt  auf  den 
Beinen  mit  einem  kurzen  hellen  Borstenhärchen  jeder  auf  dem 
Rücken  der  vier  hinteren  Schenkel  mit  einem  gelblichweiBen 
länglichen  Schüppchen;  Vorderschenkel  gegen  die  Basis  hin 
wadonförmig  verdickt,  runzlig  punktirt. 

.j  Vorderschienen  unten  in  der  größeren  Spitzenhälfte, 
die  drei  erweiterten  Tarsengliedcr  an  den  Rändern  langhaarig' 
gewimpert. 


Rleinscliniettcrlinge  der  loreley-liegend 

voll 
Pfarrer  A.  Fnohs  in  Bornich  bei  St.  Goarshaiisen  a.  Rhein. 


Vierte   Besprechung.  " 

(Fortsetzung  zu  Jahrgang  1886,  S.  39—83.) 

Nachdem  seit  meiner  letzten  Publikation  über  den  be- 
reglen  Gegenstand  längere  Jahre  verflossen  sind,  in  denen 
neue  Beobachtungen  gesammelt  werden  konnten,  möge  es  ver- 
.stattet  sein,  der  Reihe  früherer  Arbeiten  einen  weiteren  Artikel 
folgen  zu  lassen.  Die  Einrichtung  ist  die  alte  geblieben:  zur 
Vergleichung  sind  aus  dem  bekannten  Heinemann'scheu  Buch 
die  hierher  gehörigen  Notizen  angezogen  worden,  vor  allem 
al-er  in  noch  größerem  Umfange  die  Angaben  Roesslers,  der 
ulleinigen  einheimischen  Autorität  bezüglich  der  Microlepidop- 
teren.  Die  neu  hinzugekommenen  Arten,  welche  auch  der 
letzten  Arbeit  dies(is  verdienten  Forschers,  den  .„Schiippen- 
flügleru'*,  noch  fehlen,  sind,  um  den  Fortschritt  der  Wissen- 
schaft seit  Roesslers  Tod  hervorzuheben,  mit  einem  *  be- 
zeichnet. Nur  den  Titel  glaubte  ich  etwas  verändern  zu 
sollen,  um  die  Lage  des  Ortes,  auf  den  sich  die  gemachten, 
Beobachtungen  bezieh(ui  —  die  nächste  Umgebung  von 
Bornich  —  klarer  als  früher  erkennen  zu  lassen. 

Stctt  eutiimni.  Zeit.  1893. 


22 

1.  Fyrausta  (Botisj  ferrngalis  Hb. 
(cf.  Hn.  II,  1,  2,  p.  76.  Schweiz,  Baden,  Schlesien  im  Juli, 
von  Zinekeo-Sommer  auch  bei  Braunschweig  gefangen.  — 
Roessl.  Verz.  p.  272  (172),  No.  930.  Kam  in  dem  Jahr 
1861  in  2  Generationen  Ende  Juni  und  Mitte  August  sowohl 
an  Sumpfstellen  als  auf  trockenem  Wald-  und  Sandboden 
häufig  vor.  Vorher  war  der  Faller  nie  gefunden  worden 
und  ist  auch  seit  1863  wieder  ganz  verschwunden  (so  daß  er 
sich  also  nur  2  Jahre  lang  gehalten  habe).  Professor  Barbieux 
hatte  ihn  in  früherer  Zeit  bei  Hadamar  getroffen.  —  Ders. 
Schuppflgl.  p.  203,  No.  975:  In  einzelnen  Jahren,  z.  B.  1861, 
überall  und  häufig  in  2  Generationen,  sonst  selten.  Die  Raupe 
fand   Eppelsheim  an  Wurzelblättern  von  Aster  Amellus.) 

Sie  trat,  wenn  auch  vereinzelt,  einmal  Anfangs  der  acht- 
ziger Jahre  zu  Ende  des  August  und  Anfangs  September  — 
nach  Roessler  also  in  zweiter  Generation  —  allerwärts  nicht 
bloß  in  unsern  Rheinbergen  auf,  wo  die  von  Eppelsheim  als 
Nahrungsflanze  der  Raupe  bezeichnete  Aster  Amellus  wächst, 
sondern  besuchte  sogar  die  zum  abendlichen  Fang  mit  Köder 
bestrichenen  Bäume  meines  Hausgaitens.  Seitdem  kam  mir 
am  12.  September  1892  noch  ein  frisches  2  im  Rieslingberge 
vor,  wo  übrigens  keine  Astern  wachsen.  Ich  muß  also  die 
frühere  Angabe  Roesslers  im  Verzeichnisse,  mit  der  auch 
meine  eignen  Beobachtungen  stimmen,  um  so  meiir  lür  die 
genauere  halten,  als  auch  in  den  Schuppenflüglern  ausdrück- 
lich auf  das  Jahr  1861  zurückgegangen  und  die  damals 
gemaciite  Wahrnehmung  offenbar  nur  etwas  zu  sehr  ver- 
allgemeinert wird.  Dennoch  ist  die  Richtigkeit  der  Bemerkung 
auf  S.  106  (6)  des  Verzeichnisses  (in  der  Einleitung),  daß 
trotz  dieses  bei  Ferrugalis  und  anderen  Arten  nur  in  Zwischen- 
räumen konsfalirten  und  dann  gewöhnlich  häufigeren  Auf- 
tretens ein  Fortbestehen  des  Artstammes  auch  iu  unseren 
Gegenden  anzunehmen  sei,  unbestreitbar. 

2.    '"'  Fyrausta  (Botis)  cyanaUs  Lah. 

(Hn.  II,    1,    2,   p.   79   und   80.     Schweiz,    Wolfenbüttel,    Ende 

Mai   bis  Juli.) 

Nach  Staudingers  Bestimmung. 

Zwei  $  dieser  bei  uns  noch  nicht  getroffenen  Art  wurden 
in  zwei  verschiedenen  Jahren:  das  erste  am  26.  Juni  1882, 
das  zweite  am  10.  Juni  1885,  jenes  schon  etwas  verblaßt, 
dieses  ganz  frisch,  im  Riesiinuhorgc!  gefangen,  wo  sie  bei  Tage 
unter  überhangenden  Felsen   ruliten. 

•Slctl.  cntomol.  Zeil.  JS95. 


23 

3.    '^  Ephestia  Kühniella  Z. 

( Zeller.  Stett.  ent.   Zt«.    1879,  p.   406  ff.)- 

Ein  im  Ausupt  1893  aus  einem  hiesigen  Kramladen,  wo 
en  triseh  aussiegangeu  gefangen  wurde,  mir  überbraehtes  großes 
$  beweist  die  infolge  der  Verarbeitung  amerikanischen 
Weizens  in  unsern  deutsehen  Mühlen  stets  fortsciueilende 
Verbreitung  der  Art,  die  nun  auch  bis  zu  uns  vorgedrungi-n  ist. 

4.    Ablabia  (Sciaphila)  osseana  Scop, 

(Hn.  I,  1,  1,  p.  54.  In  Gebirgsgegenden  im  Grase.  Ende 
Juni  und  Juli.  - —  Roessl.  Verz.  p.  290  (190),  ohne  fortlaufende 
Nummer  eingeschaltet.  Von  Vigelius  einmal  gefunden.  Nach 
Koch  (Schmelterl.  d.  südwestl.  Deutsehland,  insbesondere  der 
Umgegend  von  Frankfurt  a.  M.)  einmal  Anfangs  November 
bei  Frankfurt  gefangen,  —  Ders.  Schuppcnflgl.  p.  236  No.  1231, 
wo  die  Angaben  des  Verzeichnisses  einfach  wiederholt  werden). 

Zwei  Exemplare  von  zwei  verschiedenen  Orten  während 
eines  so  langen  Zeitraumes  in  einem  von  sachkundigen  Lepi- 
dopteroiogen  fleißig  durchstöberten  Gebiete:  das  ist  wahrlich 
nur  eine  geringe  Ausbeute.  Ich  selbst  tino;  ebenso  viele  ia 
dem  einen  Sommer  1894:  2  wohlerhaltene  (^  mit  ganz  grau 
angelaufenen  Vorderflügeln,  gegen  welche  die  zart  weißlichen 
Franzen  abstechen,  dunkler  und  an  allen  Flügeln  mit  einer 
schärferen  Spitze  versehen  als  meine  von  auswärts  erhaltenea 
Sfücke,  wurden  am  24.  und  26.  Juni  1894  an  zwei  räumlich 
weit  auseinander  gelegenen  Stellen  der  hiesigen  Gegend  ge- 
troffen —  ein  Beweis,  daß  sich  die  Art  in  nächster  Nähe 
inimerliiu  einer  gewissen  lokalen  Verhreilung  erfreut,  wenn 
aucii  an  ihrer  Seltenheit  kaum  zu   zweifeln  ist. 

5.    ''  Ablabia  (Sciaphila)  Gouana  L.  (argentana  S.  V.). 

Hein.  1.  c.   p.  54.     Ziemlich    verbreitet,    auf  feuchte  Wiesen, 
besonders  in  Berggegenden.  Ende  Juni  und  Juli). 

F2in  schönes  ^  dieser  von  keinem  der  heimischen  Autoren, 
weder  von  Koch  noch  von  Roessler,  erwähnten  Art  wurde 
am  7.  Juni  1893  am  Rande  einer  in  unsere  Rheinberge 
eingeschobenen  sonnigen,  aber  stellenweise  feuchten  Wiese, 
wo  auch  die  weiter  unten  zu  besprechenden  Fcnthina  f'ulgi- 
daua  iin.  und  Nemotois  mimmellus  S.  V.  fliegen,  gefangen. 
Weder  früher  noch  später  kam  jemals  ein  weiteres  Exemplar 
hier  oder   anderwärts    in    ini'^f'ren   Rheinbergen    vor,    trotzdem 

Stett.  entomol.  Zeit.  189^. 


24 

ich  ticillitT  gfuau  auf  die  wegen  ihrer  irläuzend  silberweißen 
Färbung  leicht  zu  bemerkende  Art  aehfete.  Also  bei  uns 
jedenfalls  sehr  selten. 

6.  ''  Sciaphila  chrysantheana  Dap. 
(Hn.    I.    e.    p.    58.      Wien,    Juni.    Juli). 

Nach  Staudingers  Bestimmung. 

Ich  habe  meine  bisherigen  2  ,j  dieser  von  Heinemann  gut 
gekennzeichneten  Art  im  Sommer  1894  nach  Wunsch  ver- 
mehren können:  die  Schmetterlinge,  beim  Auffliegen  kenntlich 
an  ihrem  weißlichen  Charakter,  der  eine  Folge  der  licht 
gelbgrauen  Färbung  ihrer  Hinterflügel  ist,  welche 
Färbung  sich  auch  auf  den  Hinterleib  und  die  Unterseite 
aller  Flügel  ausdehnt,  wurden  zu  Ende  des  Juni  und  Anfangs 
Juli  zahlreich  aus  den  am  wärmsten  gelegenen  Hecken  des 
Rieslingberges  aufgescheucht,  waren  aber  nicht  leicht  zu 
fangen,  da  sie  im  heißen  Sonnenschein  gemeinhin  hoch  durch 
die  Luft  setzten  und,  den  schmalen  Weg  verlassend,  nach 
wenigen  Augenblicken  in  den  nebenan  liegenden  Weinbergen 
verschwunden  waren,  wohin  sie  nicht  verfolgt  werden  konnten. 
Weder  in  Rücksicht  ihres  Flugplatzes  noch  ihrer  Flugzeit. 
fallt  Sciaph.  chrysantheana  mit  der  gemeinen  Wahlbomiana 
zusammen,  da  sie  im  Gegensatz  zu  dieser  auch  bei  uns  überall 
verbreiteten  Art  nur  die  wärmsten  Stellen  des  Kieslingberjjie^ 
bewohnt  und  hier  nie  vor  Ende  Juni,  in  kühlen  Sommern  sogar 
noch  später  auftritt,  während  sich  l\  ahlbomiana  schon  von 
Anfang  Mai  an  findet  und  nach  Roessler  (cf.  Verz.  p.  290 
(190)  und  Schuppflgl.  p.  236,  No.  2j3)  sogar  2  Generationen 
hat:   im   Mai   und  Juli. 

Obwohl  Roessler  im  Verzeichnisse  p.  290  (190),  No.  lObl 
unter  den  hei  Wiesbaden  vorkommenden  Varietäten  di^r  Sciaph. 
Wahlbomiana  L.  auch  Chrysanthemana  Dup.  aufliihrt,  so  be- 
zweifle ich  (loch,  daß  er  die  wahre  Sciaph.  chrysantheana 
Dup.  gekannt  hat,  da  meine  2  ersten  Exemplare,  die  ich 
.•><lion  vor  langen  Jahren  fing,  nach  seiner  Sammlung  nicht 
bestimmt  werden  konnten.  In  den  Schuppenflütilern  ist  -denn 
auch  bei  Besprechung  der  Sc.  Wahlbomiana  Chrysantheana 
weggeblieben  und  nur  gesagt,  daß  die  erstere  mit  allen  Ab- 
änderungen, insbesondere  Communana  H.-S.  und  Vascuana  Hb. 
im  i\Iai  und  Juli  gemein  sei.  Im  Mai  tindet  sich  Sciaph. 
chrysantheana  naeh  meinen  Beobachtungen  bei  uns  nie,  wohl, 
aber  im  Juli.  Daß  ihr  Vorkommen  in  unserer  Rheingegend 
nicht   über  den  einzigen   von   mir  bis  jetzt  ermittelten  Flugplatz 

Stelt.  eaioniul.  Zeit.  1895. 


25 

hinausreie-ht,  darf  nicht  angeuommeu  werden;  j-ie  wird  aber 
nur  um  die  heißesten  Hecken  unserer  Rheiuberge  gesucht 
werden  können. 

7.    Conchylis  atricapitana  Stph. 

(Hein.  II.  1,  1,  p  87  uud  88.  Hei  Regensburg,  Jena,  Braun- 
«chweiü,  Woifenbüttel  auf  trockenen  Waldwiesen,  im  Mai 
und  wieder  im  JuU.  —  Roessl.  Verz.  p.  294  (194).  No.  1117. 
Wurde  Ende  Mai  1863  bei  Lorch  an  einem  Bergabhange  im 
Walde  gefangen.  —  Ders.  Schuppflgl.  p.  240,  No.  1260,  wo 
die  Angabe  des  Verzeichnisses  nur  wiederholt    wird.) 

Bis  jetzt  in  unserm  Gebiete  nur  bei  Lorch  und  Bornich, 
also  in  ihrem  Vorkommen  nur  auf  den  unleren  Rheingau 
beschränkt. 

Endlich  hat  das  von  Roessler  in  beiden  Bearbeitungen 
seiner  Fauna  erwälmte  früher  einzige  Exemplar  einen  Genossen 
gefunden:  ich  fing  am  20.  April  1893  ein  prächtiges  ,^,  über 
dessen  Zugehörigkeit  zu  dieser  Art  Heinemanns  oben  citirte 
Beschreibung  keinen  Zweifel  läßt,  an  den  lieißen  Berglehnen 
des  Leiselfeldes,  zwischen  Loreley  und  Lennig.  nur  wenige 
Schritte  von  der  bei  Ablabia  Gouana  L.  [argeiitana  S.  V.) 
beschriebenen  Bergwiese  entfernt. 

8.    Phtheochroa  (^Conchylis  adhuc)  aeneana  Hb. 

(Roessl.  Verz.  p.  292  (192),  No.  1100.  Der  Schmetterling 
lliegt  Vormittags  gegen  11  Uhr  und  Abends  nach  Sonnen- 
untergang mit  pendelartig  hin-  und  herschwingendem  Flug  auf 
sonnigen  Waldstellen  bei  Kloppenheim  und  Dotzheim,  immer 
nur  in  wenigen  Exemplaren.  Er  erscheint  nur  einmal  im 
Jahre:  Ende  Mai  und  Anfangs  Juni.  —  Ders.  Schuppflgl. 
}).  239,  No.  12.')0,  wo  die  Angaben  des  Verzeichnisses  wieder 
erscheinen  mit  dem  Zusatz:  -auf  Waldwiesen,  wo  viel  Senecio 
jacobaea  wächst.  In  den  Wurzeln  dieser  Pflanze  nach 
Doubleday  die  Raupe.^) 

In  unserem  Gebiete  um  Wiesbaden  und  in  der  Loreley- 
Gegend. 

War  für  diese  schöne  und  werthvolle  Art  bisher  nur 
die  Umgegend  von  Wiesbaden  als  Fundort  in  unserm  Gebiete 
bekannt,  so  kann  den  von  Roessler  genannten  Stellen  bei 
Kloppenheim  und  Dotzheim  nun  auch  Bornich  zugesellt  werden: 
ein  prächtiges  ,^  flog  mir  am  29.  April  1893  am  Rande 
eines  Waldwie.-^enthales  zwischen  Bornich  und  Dorscheid,  wo 
nahebei    Senecio    jacobaea    wucherte,    Nachmittags    ins    Netz, 

StctU  entoinol.  Zeit.  I39i. 


26 

oliue  daß  ich  von  dem  pendelartig  sich  hiu-  und  lierschwingeu- 
«len  Flug,  den  RoesHler  für  diese  Art  beiiauptet  — ■  also  wohl 
ähnlich  wie  bei  Hepialns  lupulinus  o  —  etwas  bemerkt 
hätte.  Das  frühe  Erscheinen  der  Art  darf  nicht  Wunder 
nehmen,  da  in  dem  damaligen  ungewöhnlich  schönen,  gegen 
das  Ende  sogar  heißen  April,  auch  andere  Arten  vorzeitig 
auftraten,  z.  U.  Bntalis  parcella  H.-S.,  die  am  22.  und 
23.  April  1893  an  den  Berglehnen  des  Leiselfeldes  gemein  war. 
In  dem  Heinemann'schen  Buche  wird  Phtheochroa  (Con- 
chylis)  nencana  Hb.  nicht  behandelt. 

9.    "'  Penthina  fulgidana  Gn. 

Ich  hielt  diese  ansehnliche  Art,  von  der  ich  an  einer 
eng  begrenzten  Stelle  jährlich  einige  Exemplare  linde,  zunächst 
für  die  von  Roessler  in  den  Schuppenflüglern  p.  246,  No.  1319 
als  riesenhaft  groß  bezeichnete  Penthina  textana  H.  G.,  von 
welcher  er  sagt,  daß  die  Besciireibung  Heinemanns  I,  1,  1, 
p.  113  {Textana  Frl.)  nicht  passe,  da  sie  das  Ausmaaß  um 
die  Hälfte  zu  klein  angebe.  Aber  Bang-Haas,  dem  ich  eins 
meiner  Exemplare  vorlegte,  belehrte  mich,  daß  es  Penthina 
fulgidana  sei.  Eine  Penthina  Art  wird  von  Heinemanu  unter 
diesem  Namen  nicht  beschrieben,  wohl  aber  behandelt  er  auf 
S.  130  Sericoris  gigantanu  H.-S.,  die  nach  dem  Katalog 
mit  Penthina  fulgidana  Gn.  identisch  sein  soll.  Der  Name 
paßt  gut  zu  meinen  Exemplaren:  auch  die  Besehreibung  läßt 
sich  auf  sie  deuten,  wenn  man  annimmt,  daß  von  Heinemann 
kein  reiches  Material  der  etwas  veränderlichen  Art  vor  sich 
hatte.  Sericoris  gigantana  ist  nach  von  Heinemann  bei  Jena 
und   Regensburg  selten  im  Juni. 

Ich  linde  von  Penthina  fulgidana  jährlich  um  Mitte  Mai, 
z.  B.  11.  und  13.  Mai  93,  18.  Mai  94,  einige  Exemplare 
auf  der  bei  Ablabia  Gouana  L.  geschilderten  Wiese,  aber 
nur  an  einer  eng  begrenzten  Stelle  derselben,  wo 
jedenfalls  die  Nahrungspllanze  der  Raupe  zu  suchen  ist,  von 
welcher  sich  die  Thiere  nicht  weit  zu  entfernen  scheinen. 
Sie  müssen  an  warmen  Tagen  aus  dem  Grase  aufgescheucht 
werden  und  sind  dann  leicht  an  ihrer  Größe  kenntlich.  Aber 
man  darf  sich  die  Mühe,  die  kleine  Stelle  öfter  zu  begehen, 
nicht  verdrießen  lassen,  weil  bisweilen  noch  ein  Stück,  das 
sich  beim  erst<,'n  Absuchen  ruhig  verhielt,  auffliegt.  Da  ich 
das  ^  erst  einmal  gelungen  habe,  noch  dazu  in  verletztem 
Zustande,  während  die  zwei  Tage  vorher  gesammelten  ,^  sich 
frisch  erwiesen,  so  seheint  es  noch  verborgener  zu  leben  als 
das  3  und  dadurch  auf  (Km  Roden  im  dichten  Grase  sein 
Gewand   zu   schädiaen. 

Sicll.  entonicl.  Zeit.   1895. 


27 

10.    Grapholitha  pallifrontana  Z. 

(Hein.  II,  1,  1,  p.  185.  Steiermark,  Sciilesien,  Wollenbüttel, 
Ende  Juni  und  im  Juli.  —  Roessl.  Veiz.  -IQ4  (304)  in  den 
Nacliträsen  auf  Grund  der  Beobaclitunuen  Anton  Sclimids. 
Bei  Frankfurt  a.  M.  .selten  zu  Ende  des  Mai.  —  Ders. 
Scluipptlgl.  p.  253,  No.  1878.  Am  25.  Mai  1873  einmal  an 
dem   nach  der  Platte  führenden  Fußpfad  gefangen.) 

Die  Combinalion  der  angeführten  Citate  ergiebt,  da 
auch  Bornich  hinzukommt,  für  un.ser  Gebiet  eine  ziemlich 
ausgedehnte  Verbreitung:  um  Frankfurt  a.  M.,  "Wiesbaden 
und  in  der  Loreley-Gegend.  Ich  fand  sie  1893  zuweilen  auf 
kräuterreiehen  Triften  selbst  nahe  beim  Dorfe  gegen  Ende 
Juli,  viel  später  als  die  verwandte  Graph,  composifella,  also 
wie  man  beim  Blick  auf  die  Flugzeit  der  in  den  obigen 
Citaten  besprochenen  Falter  vermuthen  könnte,  wolil  in  einer 
zweiten  Generation,  worüber  ich  übrigens  in  der  mir  zugäng- 
lichen Literatur  nichts  angemerkt  linde.  Auch  schon  aus 
früheren  Jahren  besitze  ich  Stücke  in  meiner  Sammlung. 

11.    Grapholitha  fissana  Frl. 

(Hein.  1.  c.  p.  187.  Wien,  Mai  bis  Juli.  —  Roessl,  Verz, 
p.  306  (20()).  Wurde  bei  Lorch  auf  einer  Waldstelle  Anfangs 
Juni  1865  in  mehreren  Exemplaren  getrolTen.  Ibidem  p.  404 
(304).  Bei  Frankfurt  a.  M.  Ende  Juni  selten.  —  Ders. 
Schuppflgl.  p.  252  und  253,  No.  1374,  wo  nur  die  Angabe 
des  Verzeichnisses  mit  dem  Zusatz:  y,um  Sarothamnus^'  wieder- 
holt wird.) 

Ich  führe  in  meiner  Sammlung  zwei  in  früheren  Jahren 
hier  gel'angeiie  Exemplare.  Die  Art  hat  daher,  wie  man  nach 
den  oben  zusammengestellten  Citaten  über  ihr  Vorkommen 
urtheilin  muß,  in  unserm  Gebiete  eine  gleiche  Verbreitung 
mit  der  Vorigen.  Jedenfalls  weist  der  Roessler'sche  Fund  bei 
Lorch,  mit  ihrem  hiesigen  Vorkommen  zusammengehalten, 
darauf  hin,  daß  sie  speziell  im   unteren  Rheingau  verbreitet  ist. 

12.    "*  Tinea  columbariella  Wk. 

Der  im  Taubenmist  verborgene  Raupensack  ist  hier  und 
in  der  Umgegend  in  allen  Taubenschlägen  häufig.  Ob  aber 
die  aus  diesen  Säcken  erzogenen  Schmetterlinge,  die  mir 
Hering  als  Tinea  columbariella  Wk.  bezeichnete,  eine  eigene 
Art  bilden  oder  als  Varietät  zu  Tinea  pellionella  L.  gezogen 
werden  müssen:  darüber  enthalte  ich  mich  trotz  meines  nicht 

Siett.  cnlomol.  Zeit.  18<>:,. 


28 

unbeträchtliclien  Malerirtlö  des  Urtlieils.  da  mir  Wocke*;  Be- 
schreibung, obwohl  ich  sie  seiner  Zeit  eins-ah,  im  Augenblick 
nicht  zur  Vergleichung   vorliegt. 

Roessler,  der  Tinea  '  columbariella  vom  Autor  selbst 
besaß,  führt  die  Art  noch  nicht  als  bei  uns  heimisch  auf, 
obschon  ich  nicht  zweifle,  daß  sie  in  Wiesbaden  und  überall, 
wo  in  unserer  Gegend  Haustauben  gehalten  werden,  sich 
ebenso  häufig  findet  als  hier. 

13.    Hyponomeuta  irrorellus  Hb. 

{Hein.  II,  2,  1,  p.  109.  In  Schlesien,  bei  Regensburg,  Berlin, 
im  Juli.  Die  Raupe  auf  Evonymus  europaeus.  —  Roessl. 
Yierz.  p.  405  (305)  im  Nachtrage.  Die  Raupe  bei  Darm- 
stadt auf  Zwetschenbäumen.  —  Ders.  Schuppflgl.  p.  2t)4, 
No.  1474.  Selten  und  nur  einzeln  unter  Jlyp.  econymellus 
Scop.  um  Evonymus  europaeus,  auch  als  Raupe.  Diese  ist 
nach  Ragonot  (Ann.  soc.  d.  Fr.  1879)  kenntlich  an  den  hoch- 
gelb gefärbten  2  ersten  Ringen.  Zufolge  E.  Hofmann  lebt 
die  Raupe  ebenso  an  Schlehen  unter  Hyp.  variabilis  Z.,  nach 
Anton  Schmid  auch  an  Z welschen,  vgl.  oben  die  Angabe  des 
Verzeichnisses.) 

In  unseren  Rheiubergcn  verbreitet,  doch  für  gewöhnlich 
selten.  Aber  am  19.  Juni  1889  waren  die  Falter  auf  der  bei 
Ablabia  Gouana  L.  beschriebenen  Wiese  um  einen  in  ihrer 
Mitte  einzeln  stellenden  Evonymus-Strauch  so  gemein,  daß  vor- 
wiegend von  ihren  Raupen  der  ganze  Busch  sich  entlaubt  er- 
wies und  nur  noch  ilie  nackten  Aestc  in  die  Luft  starrten. 
Beide  Geschlechter  saßen  an  den  Zweigen  oder  flogen  um  den 
Strauch,  ohne  sich  von  dem  Orte,  der  ihnen  das  Leben  ge- 
geben, zu  entfernen.  Von  der  um  diese  Zeit  noch  lebenden 
Raupe  des  gemeinen  Hyp.  eroitynn'flus  Scp.  (cagnagellus  Hb., 
cognateUus  Tr.)  fand  sich  an  einigen  grün  gebliebenen  Wurzel- 
schößlingen nur  eine  vereinzelte  Raupengesellschatl  vor,  welche 
dieses  völlige  Zerstörungswerk,  für  das  auch  die  Einzelraupe 
des  am  folgenden  Tage  daselbst  frisch  ausgegangen  gefundenen 
Jlyp.  plumbeJIns  8.  V.  nicht  in  Betracht  kam,  nur  zum  ge- 
ringsten 'riicile  v«'rscliuld«'t  haben  konnte.  Da  ich  an  jenen) 
Tage  Eile  halte,  so  nahm  ich  nur  eine  beschränkte  Zahl  von 
Faltern  mit  in  der  Voraussetzung,  das  augenblicklich  nicht  zu 
Aendernde  an  jedem  Tage  wieder  gut  machen  zu  können. 
Allein  schon  am  20.  Juni  waren  die  ,3  durch  den  Flug  ge- 
schädigt und  nur  noch  die  4.  frisch;  auch  ließen  sich  viel 
weniger  Falter  erblicken  als  Tags   vorher. 

Stett.  entomol.  Zeit.  1895. 


29 

Hatte  ich  gelioftt.  den  J889  so  willkommenen  Fang  im 
nächsten  Jahre  wiederholen  zvi  können,  80  fand  ich  mich,  als 
ich  zu  geeigneter  Zeit  nachsah,  um  womöglich  in  den  Besitz^ 
der  Raupe  zu  gelangen  und  aus  ihr  den  Falter  zu  erziehen, 
unangenehm  enttäuscht:  die  gesuchten  Raupen  fanden  sich 
gar  nicht  vor  und  nur  wenige  Puppen,  die  sich  als  zu  dieser 
Art  gehörig  erwiesen.  Statt  dessen  zeigte  es  sich,  dali  an 
die  Stelle  des  Hypon.  irrorellus  diesmal  die  Evonjmus-Uaupe 
getreten  war,  welche  in  einer  ganzen  Reihe  von  Gesellschaften 
an  dem  Husche  nagte,  ohne  daß  es  indessen  weder  damals 
noch  seitdem  je  wieder  zu  einer  völligen  Entblätterung  ge- 
kommen wäre:  der  Strauch,  der  im  Juni  1889  schon  aus  der 
Ferne  durch  seine  Kuhlheit  aufgefallen  war,  blieb  in  der  Folge 
stets  grün;  und  nur  wenn  man  näher  hinzutrat,  zeigten  sich 
einzelne  von  einer  Raupenfamilie  des  gemeinen  Hypon.  crony- 
melius  abgeweidete  Aeste.  Den  letzten  Ii'rorellus-Schn\ctter- 
ling  erzog  ich  um  30.  Juni  1891,  also  im  Vergleich  zu  dem 
1889  so   massenhatteu   Auttreten  nur  zwei  Jahre Jspäter. 

Die  Puppe  unserer  Art  ist  übrigens  nicht  ganz  schwarz, 
wie  oben  nach  Roessler  angegeben;  vielmehr  sind  die  ersten 
lliuterleibssegmente  gelb  und  nur  auf  dem  Rücken  mit  je  2 
schwarzen  Flecken  verselieu.  Alle  übrigen  Theile:  Kopf, 
Rückenscliild,  Flügelscheiden  und  die  letzten  zusammen- 
geschobenen Segmeute  des  Hinterleibs  sind  schwarz.  Durch 
diese  so  prägnante  Färbung  unterscheidet  sich,  uanz  abgesehen 
von  ihrem  viel  früheren  Vorkommen,  die  zudem  un verhüllt 
liegende  Puppe  unserer  Art  von  der  in  ein  weißes  (iespinnst 
eingekapselten  ganz  honiggelben  Puppe  des  als  Raupe  an  dem 
gleichen  Strauche  lebenden  Hypon.  evonymellus  * ). 

14.    Nemotois  minimellus  S.  V. 
(Hein  II,  2^    1,  p.  86.    Sehr  verbreitet,  die  Raupe  auf  Scabiosa 
.uccisa.    —  Rocssl.    Verz.    8.   323    (223),   No.    1348.     Die   S 
f;(ud   icii   in   der  zweiten   Hälfte  des  Juli    und    im    August   öfter 

'■)  Dai;  die  Ecoiiiiniclhis-\la.\i\w.  auch  die  in  uiiöcrcii  Rheinbcrgcu 
überall  wachsciiden  Weichselljüsche  bewohnt,  hat  schon  Ruesslor  im 
VeraeichniU  Ö.  825  (225),  No.  1360  und  in  den  8chiippenllii<:lcru 
ö.  264,  No.  1472  angemerkt.  Kineii  Unteröchied  /.wischen  den  von 
Evouymus  und  Prunus  uiahaleli  erlogenen  Schmetterlingen, deren  llaupoii 
ich  wegen  des  Hi/iimi.  imtlidlcl i-lliis  streng  von  einander  abgesondert 
hatte,  kann  ich  nicht  aul'linden:  auch  die  Falter  von  dem  zuletzt  ge- 
nannten Strauch  sind  unverkennbare  lli/pon.  evoui  lucllus.  Da  alle 
Mühe,  den  Hyjjon.  maluilvlnllus  hier  aulzutreilten,  i»is  jetzt  nur  ein 
negatives  llesnltat  geliefert  hat,  sd  wird  man  wohl  annehmen  dürfen. 
dal5  diese  Art  bei  uns  fehlt,  trotzdem  wir  andere,  dem  Süden  anj^e- 
hörige  Arten  unserer  Fauna  zuzählen  dürfen. 

Sfctt.  entoinol    Zeit.  1K95. 


30 

auf   Blütheii    des    Tanaeetum    vulgare,    die    V    ^^'i^    denen    der 

Seabiosa    sueeisa    in    Wiegen.    —    Ders.    Scluipi)flgli    p.    272, 

No.    1542.     Einzeln   und   selten  auf  Succisa   pratensis.) 

Diese  bei  uns  seltene  Art  war  nur  lfc93  an  einer  Berg- 
lehne des  Leiselfeldes,  oberhalb  des  Spiiznacks,  zwischen  Len- 
nig  und  Loreley,  und  am  Rande  des  dortigen  Wiesencomplexes 
vorhanden,  damals  aber  öfter.  Die  Schmetterlinge,  im  Sonnen- 
schein leicht  auffliegend  und  sich  rasch  dem  Auge  entziehend, 
saßen  ebenfalls  auf  Scabiosen,  wie  es  auch  die  anderen 
Autoren  fanden.  Aber  meine  Beobachtimgen  über  die  Flug- 
zeit stimmen  gar  nicht  mit  Roesslers  Angaben,  der  die  letztere 
viel  zu  spät  ansetzt:  von  den  2  ^^  in  deren  Besitz  ich  1893 
gelangte,  ist  das  späteste  am  15.  Mai  gefangen,  das  erste  noch 
früher,  und  ich  sah  die  Art  gar  schon  um  den  7.  Mai  — 
also  zu  einer  Zeit,  wo  an  die  bei  uns  sonst  zuerst  auftretende 
Nemotois  -  Avt^  an  den  dem  Minimellus  ähnlichen  Nemot. 
DumonlieUus  Dup.,  welcher  sich  um  Mitte  Juni  einzustellen 
j)flegt,  noch  niclit  zu  denken  war.  Bringt  man  nun  auch  die 
außergewöhnliche  und  anhaltende  Wärme  des  damaligen  Früh- 
lings in  gebührenden  Anschlag,  so  bleibt  doch  die  starke  Ab- 
weichung meine)'  Beobachtungen  über  die  Flugzeit  von  den 
Angaben  Anderer  auftauend.  Dennoch  gehören  meine  Exem- 
])lare  bestimmt  zu  dieser  Art,  da  von  Heinemanns  Beschrei- 
bung völlig  auf  sie  paßt:  sie  führen,  von  anderen  Merkmalen 
abgesehen,  den  für  Nefiiot.  minimellus  charakteristischen  kurzen 
schwarzen  Strich  auf  der  vorderen  Mittehippe  der  Vorder- 
ilUgel   nahe  der   Wurzel. 

15.    ■•'  Lita  proclivella  Fuchs. 
(Stett.    ent.    Ztg.    1886,    p.    ü8). 

Ich  gebe  in  dem  Folgenden  die  Beschreibung  der  Raupe: 
Größe  6  mm,  rundlich,  blaß  grünlicligeli)  oder  graugrün- 
licli,  glasig,  Kopf  und  Nackenschild  gelbbräunlich,  letzteres 
dunkel  gefleckt.  RücUenlinie  gerade,  zusammenhängend,  roth- 
biiiunlich;  Nebenrückenlinie  viel  dicker  und  plumper,  in  den 
Gelenkeinschuitten  ist  diese  verdünnt,  dagegen  in  der  Mitte 
der  Segmente  seitwärts  verdickt,  wodurch  sie  etwas  gezackt 
erscheint.  Ihre  Farbe  ist  ebenfalls  rothbräunlich.  Eine  dritte 
fleckenartige  Linie  von  gleicher  Färbung  durchschneidet  die 
Seilen,  Jedes  Segment  führt  auf  dem  Rücken  4  schwarae, 
mit  je  einem  kurzen,  borstenförmigen,  aufwärts  gerichteten 
Härchen  besetzte  Warzen,  die,  wenn  man  ihre  Verbindungs- 
linien   gezogen    denkt,    die    Eckpunkte    eines    Paralleltiapezes 

Stell,  entomol.  Zeit.  1895. 


31 

bilden  würden;  und  zwar  .>ind  die  vorderen  Wärzchen  ein- 
ander irenäliert,  sodaß  also  iiire  Verbindungslinie  die  kürzeste 
der  beiden  Parallelseiten  bilden  würde.  Die  auf  solsche  Weise 
in  der  Idee  vorhandene  Figur  wird  von  der  Rückenlinie 
dnrchschnitleu :  je  eine  vordere  und  eine  hintere  Warze  stehen 
in  dem  Räume  zwischen  der  Rücken-  und  der  Subdorsal- 
oder  Nebenrückenlinie. 

Die  Raupe  ist  äußerst  (lU('htig  und  läßt  sich,  wenn  in 
ihrer  Wohnung  gestört,  sehr  geschickt  au  einem  Faden  nieder, 
indem  sie  sich  hin-  und  lierwindet,  um  zu  entweichen.  Ich 
länd  sie  in  verschiedener  Größe  den  29.  Juni.  Erwachsen 
waren  sie  Anfangs  Juli.  Die  aus  den  zusammengesponnenen 
Blattenden  der  Nährpflanze  gebildeten  Raupenwohnungen  sind 
um  diese  Zeit  von  ansehnlicher  Größe,  an  beiden  Enden  zu- 
gespitzt und  an  den  Absinthbiischen,  an  denen  sie  ausschließ- 
lich gefunden  werden,  leicht  wahrzunehmen.  Zum  zweiten 
Male  finden  sich  die  Raupen  gegen  Mitte  Oktober,  gewöhnlich 
schon  erwachsen;  bei  günstiger  Witterung  leben  einzelne,  die 
um  diese  Zeit  noch  klein  sind,  bis  in  den  November.  Di«- 
von  der  zweiten  Raupengeueration  stammenden  Puppen  über- 
wintern und  liefern  die  Schmetterlinge  je  nach  der  Beschaffen- 
heit des  Frühjahrs  früher  oder  später  im  Mai.  z.  B.  1892 
vom  22. — 28.  Mai,  1891  aber  (Mst  Anfangs  Juni.  Diese  sind 
von  Uta  halonella  H.-S.,  welche  nach  Manu  bei  Wien  auf 
Arlemisia  campestris  lebt,  sehr  verschieden,  wie  mir  ein  von 
Staudinger  auf  meine  Bitte  zur  Ansicht  erhaltenes  Pärchen 
dieser  .Art,  das  luis  Lederers  Sammlung  stammte,  bewiesen  hat. 

16.    Xystophora  (Doryphora)  pulveratella  H.-S. 

(Hn.  II,  2,  1,  p.  300.  Bei  Wien  im  Juni  und  Juli;  von  Hof- 
mann bei  Marksteft  Ende  Aj)ril  und  im  Mai  erzogen,  die 
Raupe  an  Coronilia  varia  und  Medicago  sativa  im  September 
und  Octobcr.  -  -  Rocs^l.  Verz.  p.  31.5  (24.5).  No.  1500. 
(ielechia  pulveratella  U.S.  Anfangs  August  bei  Biebrich  selten. 
—  Ders.  Schuppflgl.  p.  298,  No.  1797.  Doryphora  pulvera 
tella  H.-S.  Sclimetterling  Ende  April  und  Anfangs  August 
bei  Biebrich   und   Mombach). 

Sie  muß  im  Gebiete  des  Mittelrheins  weiter  verbreitet 
sein,  als  bislier  angenommen  wurde,  da  ich  auch  hier  ein 
frisches  Stück  fand  (im  Rieslingberge).  Also  von  Mombach 
(das  auf  dem  linken  Rheinufer  liegt)  abwärts  wohl  noch  au 
anderen  günstig  gelegenen  Stellen  zu  beiden  Seiten  des  Stromes 
in  seiner  nächsten  Umgebung. 

Stett.  enfomoU  Zeit.  1899. 


32 

17.    Xystophora  (Doryphora)  sepicolella  H.-S. 

(Hein.    II,    2,    1,    p.    304   und   305.     Bei    Wien    im    Juni.    — - 

Fuchs,  Statt,  ent.  Ztg.   1886,  p.   70). 

Von  dieser  schon  früher  am  südlichen  Abhänge  des  Len- 
nig  gefangenen  und  mir  von  Wocke  bestimmten  Art  traf  ich 
neuerdings  wiederum  an  derselben  Stelle  im  Juni  ein  Jrchöues 
Stück,  das  zu  Heinemanns  oben  citirter  Beschreibung  so  guti 
stimmt,  daß  auch  Hering,  dem  ich  es  vorlegte,  seine  Zugehörig- 
keit zu  Xysthophora  sepicolella  anerkannte. 

18.    *  Xystophora  (Doryphora)  rumicetella  Hofm. 
(Hein.   1.   e.  p.   306.      Bei  Prag  im  August,  die  Raupe  minircnd 
in  den   Blättern   von   Rumex  acetosella  Ende  Juli   und  Anfangs  i 

August). 

Am  südlichen  Abhänge  des  Lennig,  also  an  derselben 
Stelle,  woher  ich  auch  die  Vorige  habe,  iing  ich  in  früheren 
Jahren  einige  Stücke  einer  Xystophora-Arl^  die  nach  einem 
mir  durch  Herings  Güte  mitgetheillen  Exemplare  der  Xystophora 
rumicetella  Holm,  zu  dieser  Art  gehören.  Da  meine  Stücke, 
wenn  ich  mich  recht  erinnere,  im  Juni  flogen,  so  müßte  man 
in  diesem  Falle  wohl  an  eine  doppelle  Generation  denken, 
die  Roessler  ja  auch  für  Xystoph.  pulrerafella  H.-S.  behauptet 
(cf.  die  Citate  zu  No.   16). 

Auch  diese  Art  ist  eine  Bereicherung  unserer  Fauna. 

19.  Anacampsis  remissella  Z. 
(Hein.  II,  2,  1,  j>.  314.  Bei  Regenshurg  und  Wiesbaden  im 
Juni.  —  Roessl.  Verz.  p.  344  (244).  Bei  Biebrich  und  Mom- 
baeh  in  der  ersten  Hälfte  de.^  Juni.  —  Devs.  Schupptlgl.  p. 
298,  No.  1795,  wo  die  Angabe  des  Verzeichnisses  wieder- 
kehrt mit  dem  Zusätze:    ..Raupe  vielleicht  an  Onouis''). 

Sie  ist  in  unseren  Rheinbergen  an  felsigen,  mit  Moos 
und  Kräutern  bewachsenen  Orten  allerwärts  verbreitet,  z.  B. 
um  die  Felskuppen  des  Leiselfeldes,  des  Hcimhachthaies  und 
des  Lennig,  und  fliegt,  was  bisher  nicht  bekannt  ge- 
wesen zu  >ein  scheint,  zwi-imal  im  Jahre,  wenigstens  bei 
uns:  um  Mitte  Juni  (z  B.  noch  am  21.  6.  93)  und  Je  nach 
der  Sommerwärme  von  der  zweiten  Woche  des  August  an 
bis  Anfangs  September. 

Früher  war  auch  mir  nur  die  y'r^i^  Generalion  bekannt, 
die  ich  alljährlich  zur  oben  angegebenen  Zeit  um  die  Fels- 
kupjten  des  Leiselfeldes  einzusammeln  pflegte,  wo  die  Falter, 
tlie  bei  Tage  entweder  gar  nicht  oder  nur  selten  aufgcscheuohL 

Stell.  CDiüiiiol.  Zeit.  1805. 


33 

werdoii  küuueu,  mit  Einbiucli  der  Dämmerung,  nielit  IVülier, 
freiwillig  aus  Moos  und  niederen  Pflanzen  auftauchen  und 
dann  zalilreicli  sind.  Aber  am  1.  September  1893  sah  ich 
an  den  Herglelinen  dt-s  lleimbacbthales  wälirend  der  Dämme- 
rung kleine  F'alter  uniherlliegen,  die  sich,  als  ich  den  ersten 
einting,  schon  in  dem  trüben  Lichte  als  zu  dieser  Art 
gehürig  erwiesen.  Die  3  mitgenommenen  sind  etwas  düsterer 
gefärbt  als  die  Glieder  der  ersten  Generation,  aber  sichere 
Anac.  remissella.  An  den  folgenden  Abenden  blieben  die 
Versuche,  die  Falter  auf  dem  Leiselfelde  in  Mehrzahl  ein- 
zufaugt'u,  erfolglos;  aber  1894  traf  ich  die  zweite  Generation 
wiederum  zahlreich,  diesmal  im  Lennig,  wo  die  Schmetter- 
linge gegen  Mitte  August  an  mehreren  Stellen  flogen,  doch 
nur  an  besonders  günstigen  Abenden.  Einzelne  waren  um 
diese  Zeit  schon  beschädigt,  so  daß  sieh  die  oben  festgestellte 
Flugzeit  ergiebt. 

Wenn  man  eine  genügende  Zahl  von  Exemplaren  bei- 
sammen hat,  so  erkennt  man,  daß  die  Art  recht  veränderlich 
ist.  Einzelne  Stücke,  und  zwar  aus  jeder  der  beiden  Geue- 
rutiüueu,  stimmen  so  gut  zu  Heinemauns  Beschreibung  der 
Auac.  vetusteUa  H.-S.  1.  c.  p.  314  und  315,  daß  ich  mit 
Heinemann  in  dieser  Anac.  celustella  nur  eine  dunkle,  schwarz- 
braune Form  der  Jiemissella  sehen  kann,  ohne  das  lebhafte 
Lehmgelb,  welches  gewöhnliehe  Exemplare  an  der  Wurzel 
der  Vorderflügel  in  ziemlicher  Ausdehnung  führen.  Es  kom- 
men aber  auch,  und  zwar  ebenfalls  unter  beiden  Generationen, 
SlUcke  vor,  welche  in  entgegengesetzter  Richlung  variiren : 
Die  gruui)raune  Färbung  der  Vorderflügel  ist  bei  ihnen  auf 
wenige  Spuren  vor  dem  Saiime  eingeschmnkt,  sodaß  solche 
Stücke,  da  auch  ihre  Flügelwurzel  nur  schwach  oder  gar  nicht 
lehmgelb  ungeilugen  ist,  ein  ziemlich  eintöniges  Aus.^ehen 
iiabeu:  lieht  gelblicligrau  mit  wenig  vortretender  Zeichnung 
1111(1   etwas   brüiiuliclier  Kinnnsehung  gegen   die  Flügelspitze  hin. 

Koesslers  in  den  Schuppeullüglern  au.'<gesprocheue  Ver- 
muiliuug,  daß  die  Raupe  vielleicht  auf  Ononis  leben  möge, 
ist  nur  ein  Ratlien.  welches  gewiß  nicht  der  Wahrheit  enl- 
-priclit. 

20.    ^'  Anacampsis  ligulella  Z. 

(lifin.    11,    2,     I.    |).   ."jld   und    'l[7.      N  erbreitet,    im    Juni    und 
Juli:    die   Kuiipc   im    .Mai   an   Lotus  eorniculatue). 

Obwohl  nu'ine  ersten  Slüekc,  die  i«-li  von  dieser  Art  hier 
fand,  den  Namen  von  Koesslers  eign(,'r  Hand  beigeschrieben 
zeigen,  ist  die   Art.    (»ircubar  aus   Versehen,    in  den    Schuppeu- 

Sietl.  ciiioiiiol.  Zeit    lb90.  Q 


34 

flüglern  doch  übergangen;  ich  reihe  sie  dalier  an  dieser 
Stelle  unserer  Fauna  ein.  Neuerdings  kamen  im  Juni  1892 
auf  kräuterreiclien  Triften  nahe  beim  Dorfe  wiederum  oini«e 
Exemplare   vor. 

21.    Oecophora  (Lampros  H.-S.)  lambdella  Donov. 

(Hein.  II,  2,  1,  p.  383.  In  Sachsen,  Mecklenburg,  Oesterreich, 
bei  Fraukfiirt  a.  M.,  Raibl.,  im  Juni.  —  Roesnl.  Verz.  p.  41(5 
(316),  No.  181j5  auf  der  letzten  Seite  der  Nachträge.  Die 
Form  Lambdella  (Joch  hier  irrthünilich  als  Lunaris  bezeichnet, 
wiewohl  diese  bereits  auf  p.  351  (251),  No.  1548  abgehan- 
delt worden  ist)  von  doppelter  Breite  der  Flügelspannung  im 
Vergleich  zu  der  bei  Wiesbaden  nicht  seltenen  Oec.  Metz- 
nerella Tr.  und  wohl  eigne  Art,  Mitte  Juni  18(i7  bei  Hessloch 
am  Waldrand.  —  Ders.  Schuppflgl.  p.  280,  No.  1618  unter 
Oecoph.  lunaris  Hw.  Die  größere  Form  Lambdella  Donov. 
fand  ich  Mitte  Juni  an  alten  Sarothamnus-Öträuchern  sowie 
an  einem  alterskranken  Baume  von  Cytisus  laburnum,  an 
letzterem  auch   Uebergäuge  zu  jMiiaris  Hw. ). 

Ich  fand  sie  bis  jetzt  nur  einmal:  am  3.  Juli  1894 
(frisch)  im  Rieslingberge,  aber  mit  charakteristischer  Breite 
der  Hinterflügel,  während  die  viel  kleinere  und  mit  ganz 
schmalen  Hinterflügeln  versehene  Oecoph.  lunaris  nicht  gar 
selten  ist  und  sich  ebensowohl  an  dem  morsch  gewordenen 
Geländer  meines  Hausgartens  fand  wie  in  unsern  Rheinbergen. 

Roessler.  der  bei  Abfassung  seines  Verzeichnisses  noch 
au  Artversehiedeniieit  gedacht  hatte,  zieht  in  den  Schupi)en- 
flüglern  Oecoph.  lambdella  Donov.  als  Varietät  zu  Lunaris  Hw., 
weil  er  an  einem  im  Absterben  begriffenen  Goldregenbaume 
Uebergänge  zwischen  beiden  gefunden  zu  haben  glaubt,  v(»r- 
züglich  in  Hinsicht  der  Größe.  Da  mir  das  auch  von  Roessler 
als  maßgebend  anerkannte  Charakteristicum  einer  echten 
Oec.  lambdella:  die  breiten  Hinterflügel,  hiermit  noch 
nicht  beseitigt  zu  sein  scheint,  so  schließe  ich  mich  der  iui 
Verzeichniß  geäußerten  Auffassung,  die  auch  von  Heinemann 
theilt,  au. 

22.    Ochromolopis  ictella  Hb. 

(Hein.  II,  2,  2,  p.  413.  In  Süddeutschlaud  und  der  Schweiz, 
im  Juni  bis  August.  Die  Raupe  an  Thesium  monlanum  im 
Mai.  —  Roessl.  Verz.  410  (310)  in  den  Nachträgen  auf 
Grund  der  Beobachtungen  des  Frankfurter  Anton  Schmid. 
Bei  Frankfurt  a.  M.    selten.     Anfangs    August    gefangen.     Die 

SteU.  entoinol.  Zeit.  1895. 


35 

Raupe    nach  Hofmaun    im  Mai  in   den    zusammengesponnenen 

Endtrieben    des    Thesium    montanum    und  pratense.    — ■   Ders. 

Schuppflgl.    p.   320,    No.    2003.     Den    Sclimetterling    fing    ich 

am  25.  Mai    1871  auf  einer  Waldwieise  bei  Wiesbaden.) 

Sie  i!?t  in  unseren  Rheinbergen  auf  Wiesen,  z.  B.  auf 
den  öfter  citirten  des  Leiselfeides,  und  an  kräuterreiehen 
Rainen  verbreitet  und    rückt  sogar  bis  nahe  an's  Dorf  heran. 

Nachdem  ich  Hnksseitlich  von  dem  in  den  Lennig  führen- 
den Weg,  kaum  einige  Schritte  liinter  den  letzten  Häusern, 
schon  am  23.  Juni  1891  ein  schönes  ,^^  welches  um  Sonnen- 
untergang an  einer  kräuterreiehen  Stelle  flog,  gefangen  hatte, 
sammelte  ich  ein  Jahr  später,  vom  7. — 11.  Juni  1892,  eben 
hier  nach  und  nach  ein  Dutzend  meist  frischer  Exemplare 
beiderlei  Geschlechts.  Die  später  an  verschiedenen  Stelleu 
des  Leiselfeides  getroffenen  waren  schou  abgeblaßt,  wobei  das 
Orange  der  Vorderflügel  verloren  geht  und  die  Thiere  kaum 
kenntlich  bleiben.  Meine  Beobachtungen  bezüglich  der  Flug- 
zeit stimmen  also  im  Ganzen  zu  Roesslers  citirter  Angabe, 
während  mir  die  Frankfurter  Angabe  für  ein  frisches  Exemplar 
zu  spät  gegriffen  scheint,  wenn  man  nicht  etwa,  was  aller- 
dings noch  zu  ermitteln  wäre,  und  durch  Heinemann-Wocke's 
Bemerkung  wenigstens  nicht  ausgeschlossen  Avird,  an  eine 
zweite  Generation  denken  will. 

Da  bei  uns  nur  Thesium  pratense  vcirkommt,  nicht  aber 
montanum,  an  welchem  die  Raupe  in  der  Schweiz  gefunden 
wird,  so  muß  sie  sich  hier  zu  Lande  an  der  erstgenannten 
Thcsium-x\rt  genügen  lassen. 

Die  hiesigen  Schmetterlinge  stimmen  mit  den  von  Zeller 
erhaltenen,  welche  bei  Bergün  gefangen  sind,  überein. 


23.    "^  Cyphophora  (Laverna)  idaei  Z. 

(Hein.  1.  c.  p.  416.     Besonders    in  bergigen  Gegenden,    Ende 

Mai  und  im  Juni.     Die  Raupe  an  Epilobium  angustifolium,  in 

der  Wurzel   und    im   weichen  Stengel  junger  Pflanzen). 

Einige  Exemplare  dieser  von  Roessler  auch  in  den 
SchuppenflUglern  noch  übergangenen  großen  Art  fing  ich  Ende 
Mai  und  zu  Anfaug  des  Juni  an  den  heißen  Berglehnen  des 
Leiselfeides  und  auf  dem  sich  anschließenden  Wiesencomplexe, 
wo  das  von  Heinemanu  als  Nahrungspflanze  der  Raupe  an- 
gegebene Epilobium  einzeln   wächst. 

SieU.  enlomol.  Zeit.  1895.  3 


36 

24.    Tinagma  perdicellum  Z. 

(Hein.  II,  2,  2,  p.  511.  Verbivilet,  im  Juni  und  Juli.  — 
Roessi.  Verz.  357  (257),  No.  1590.  Scliwärmt  üt'lei'  gt^sellig 
von  Mitte  Juni  bis  Mitte  Juli  im  Walde  um  Erdbeeren,  auch 
im  otleuen  Felde  au  Rainen  um  Potentella  cinerea.  In  diesen 
PHauzon  dürfte  die  Raupe  zu  tiuden  sein.  —  Ders.  ScliiippÜgl. 
)).  324,  No.  2029,  wo  die  Anjiaben  des  Verzeichnisses  wieder- 
liolt  werden,  doch  mit  Auslassung  des  Passus  über  die  Raupe, 
bezüolich  deren   nur  bemerkt  wird:   Raupe   unbekannt). 

Sie  ist  auch  bei  uns  im  Felde  an  kräuterreichen  Rainen 
ailtiemein  verbreitet,  und  fliegt  den  Juni  liindurch,  gewölmlich 
in  den  letzten  Strahlen  der  Abendsonne.  Sie  kann  aber  auch, 
gleich  den  au  den  gleichen  Orten  lebenden  Bvtalis  Artcn^  mit 
noch  größerem  Erfolge,  als  wenn  man  nur  auf  die  freiwillig 
lliegenden  Falter  achtet,  mit  dem  Netze  geschöpft  werden. 
Fuhr  ich  an  solchen  Orten,  wo  die  Falter,  wie  ich  wußte, 
zu  linden  waren,  mit  dem  Netze  mehrmals  über  das  Gras 
hin,  um  dann  nachzusehen,  so  saßen  fast  stets  Falter  darin, 
zuweilen  gar  mehrere,  auch  wenn  ich  freiwillig  lliegeude 
vorher  nicht  bemerkt  hatte.  Auf  diese  Weise  habe  ich  es 
1892  dabin  gebraclit,  daß  meine  Sammlung  mit  dieser  hübschen 
Art   reich  Hell    versehen   ist. 

25.    Butalis  flavilaterella  Fuchs. 
(Stott.  cnt.  Ztg.   1886,  p.   71). 

Vom  5. — 1(1.  Juli  1889  Hng  ich  am  >U(i westlichen  Ab- 
hänge des  Lennig  um  Helianthemum  vulgare,  bekanntlich  eine 
Pllanze,  welche  die  Raupen  mehrerer  lUilalideii  nährt,  sccli> 
frische  :r  i'U<J  am  14.  .\ugust  1S92  auch  am  .-üdlicheu  Ab- 
hänge des  Lennig  noch  ein  .^chon  geflogenes  4:  einer  Butalis 
Art,  deren  Vorderflngelzeichnung  sie  in  die  Gruppe  der  Bat. 
hnochella  Fabr.  zu  verweisen  schien:  sie  führen  aus  der 
Wur/el  eine  mehr  oder  weniger  deutliche  matt  \\  eißlichgelhe 
Strieme;  zwiscjien  ihr  und  dei-  Spitze  steht  ein  kleiner  weiß- 
licher Fleck,  in  der  Spitze  sflhsl  eine  Art  gelblicher  Winkel, 
der  aber  nicht  völlig  ausgebildet  ist.  l)ie  Grundfarbe  der 
Vorderllügel  ist  diejenige  des  Bul.  jUicUatcrella  J,  iler  Vorder- 
rand der  Vorderflügel  ist  aber  von  der  Basis  aufwärts  aul- 
fallend  steil  gebogen.  Der  Hauch  ist  in  den  Seiten  scharf 
gelblichwciß,  längs  der  .Mitte  bis  vor  das  letzte  Glied  (also 
niciit  bis  zur  Spitze)  hräunlichgrau.  Zu  keiner  der  Heschrei- 
bungen,  die  Heinemann  von  den  Arten  dieser  Butalis  G\u^\ni 
entwirft,    |(assen    meine    ICxeniplare:    Bang-Haas,    dem  ich   die 

Siett.  cnloiiiol.  Zeil.  1S95. 


37 

sechs  Stück  mit  der  Bitte  um  seiue  Angabe  vorlegte,  neigte 
zur  Annahme  einer  neuen  Art;  da  aber  ihr  Fundort  die  Stelle 
ist,  wo  zu  derselben  Zeit  Butalis  JlamlatereUa  q  fliegt,  und 
da  ich  erstens  bis  dahin  nie  das  zu  dieser  Art  gehörige  ^ 
hatte  finden  können  —  die  eine  Zeitlang  dalür  gehaltenen 
erwiesen  sich  längst  als  zu  einer  andern  bekannten  Art  g-e- 
hörig  —  und  da  ich  zweitens  trotz  aller  seit  1889  auf- 
gewandten Mühe  an  der  Fundstelle  nie  eine  männliche  Butalide 
trat',  welcl'.e  so  wie  die  beschriebenen  $  gezeichnet  wäre,  so 
ist  der  Schluß  unabweisbar,  daß  meine  Stücke  nicht  eine 
neue  Art  bilden,  sondern  die  so  lange  gesuchten  $  zu  But. 
flavilaterella  ,^  vorstellen,  die  sich  auch  um  Sonnenuntergang, 
wenn  die  ,j  freiwillig  fliegen  oder  wenigstens  leicht  auf- 
gescheucht werden  können,  zweifellos  sehr  verborgen  halten, 
weil  ich  außer  dem  am  14.  August  1892,  also  sehr  spät  im 
Sommer,  noch  gefundenen  $  seitdem  kein  Stück  mehr  auf- 
zutreiben vermochte.  Ist  meine  Schlußfolgerung  richtig,  so 
wird  Butalis  Jlacilaterella  in  eine  auffallende  Parallele  zu  der 
bekannten  But.  cuspidella  gerückt,  die  ein  Bindeglied  zwischen 
den  zwei  von  den  Autoren  bei  diesem  Genus  unterschiedenen 
Gruppen  mit  und  ohne  Vorderflügelzeichnung  bildet  und 
wegen  ihrer  Eigenthümlichkeiten  an  die  Spitze  der  zweiten 
Gruppe  gestellt  wird:  während  Cuspidella  in  beiden  Ge- 
schlechtern neben  gezeichneten  Stücken  ganz  zeichnungs- 
lose  hervorbringt,  lernen  wir  in  But.  ßavilaterella  eine  Art 
kennen,  die  im  männlichen  Geschlechte  immer  zeich- 
uungslose  und  im  weiblichen  immer  gezeichnete 
Vorderflügel  hat!  Durch  diese  Eigenschaft  werden  die  zwei 
bisher  üblich  gewesenen  Gruppen  des  Genus  Butalis  noch 
mehr,  als  es  schon  durch  Cuspidella  geschehen  war,  über 
den  Haufen  geworfen;  denn  es  gehörte  danach  das  ,^  eigent- 
lich in  die  erste  Gruppe  und  das  ^  in  die  zweite.  Da  man 
aber  diese  Trennung  unmöglich  durchführen  kann,  so  muß 
But.  Jlacilaterella  ihren  Platz  folgerichtig  zwischen  beiden 
Gruppen  augewiesen  erhalten  und  noch  vor  But.  cuspidella 
zu  stellen  kommen,  zu  welcher  sie  übrigens  trotz  der  vorhin 
geltend  gemachten  Parallele  in  keinem  Abhängigkeits- 
verhältnisse steht,  wie  die  weißliche  Vordertlügelstrieme 
der  weiblichen  Flamlaterella  ausweist:  diese  entspringt  näm- 
lich aus  der  Wurzel  des  Vorderflügels  und  läuft  in  der 
Falte  hin,  während  bei  (Uispidella  der  Basalfleck  vom 
Vorderrande  ausgeht  und  in  schräger  Richtung  bis  an  die 
Falte  zieht.  Also  muß  But.  Jlacilaterella  mehr  sein  als  etwa 
eine  streng  durchgeführte  dimorphe  Form  der  Cuspidella. 

Slolt.  cntoiiiol.  Zeit.  18'J5. 


38 

Die  weißgelben  Bauchseiten  heben  sich  bei  dem  $  unserer 
Art  immer  scliarf  ab,  bei  dem  ,^  ist  der  Fleck,  von  welchem 
der  Name  hergenommen  ist,  zu  Lebzeiten  des  Thieres  am 
deutlichsten:  man  kann  ihn  dann  last  immer  gut  .«eben.  Durch 
das  Eintrocknen  des  getödteten  Insekts  reduzirt  er  sich  oder 
geht  ganz  verloren;  es  kommen  aber  atich  lebende  Schmetter- 
linge vor,  welche  den  Fleck  nicht  zeigen,  und  da  man  diese 
doch  nicht  nach  einem  Merkmal,  das  sie  nicht  haben,  das 
also  für  sie  kein  Merkmal  ist,  Flavilaterella  nennen  kann,  so 
ist  es  zur  Vermeidung  von  Irrthümern,  die  sonst  hei  Bestim- 
mung der  Art  gewiß  nicht  ausbleiben,  vielleicht  gerathen, 
solche  Stücke  als  var.  ,^  immaculata  zu  bezeichnen  (mit 
ungefleckter  Bauchseite). 

26.    Coleophora  Alcyonipennella  Koll. 

(Hein.  II,  2,  2,  p.  548.  Verbreitet,  von  Mitte  Mai  bis  in 
den  August,  Die  Raupe  im  Frühling  bis  in  den  Juni  an 
Centaurea- Arten.  —  Roessl.  Verz.  3G6  (266),  No.  1059. 
Einige  Male  im  Mai  gefangen.  —  Ders.  Schuppflgl.  p.  310. 
Der  Schmetterling  noch  Mitte  Mai  einzeln  auf  grasigen  unbe- 
bauten Orten). 

Sie  kam,  von  einem  vereinzelten  Funde  in  einem  der 
70er  Jahre  abgesehen,  nur  189.'i  vor,  war  aber  damals  schon 
vom  15.  April  an  einzeln  vorhanden  und  seit  dem  26.  April 
in  allen  in  unsere  Rheinherge  eingezwängten  Wiesen! hälern 
bis  herauf  gegen  das  Dorf  hin  so  gemein,  dab  ich,  mit  dem 
geöffneten  Netz  über  das  Gras  hinfahrend,  zuweilen  ein  halbes 
Dutzend  schöner  Exemplare  abstrich  und  unmöglich  alle,  die 
zu  haben  gewesen  wären,  mitnehmen  konnte;  ja  auch  von 
den  mitgenommenen  spannte  ich  schließlich  nach  getroUener 
Auswahl  nur  noch  die  ganz  tadellosen.  1894  sah  ich  da, 
wo  sie  im  Jahre  vorher  so  gemein  gewesen,  die  Art  gar 
nicht  mehr,  obschon  ich  auf  sie  Acht  hatte  —  weniger  in 
der  Absicht,  neue  Exemplare  einzusammeln,  was  nicht  nöthig 
war,  als  zur  Bereicherung  meiner  Beobachtungen.  Daraus 
folgt,  daß  jenes  massenhafte  Auftreten  1898  nur  eine  Folge 
der  außergewüluilich  günstigen  VVitterungsverhältnisse,  vor 
Allem  des  warmen  Vorfrühlings  (vgl.  dazu  die  oben  citirte 
Angabe  von  Heinemanns  über  die  Erscheinungszeit  der  Raupe) 
gewesen  sein  kann.  Ist  dieser  Schluß  richtig,  so  ergiebt  sich 
aus  ihm  auch  ein  Rüekschliiß  auf  das  große  Gewicht  der 
die  Entwicklung  der  Falterarteu  schädigenden  Einflüsse 
und   daraus  wieder  die  rechte  Antwort  auf  die  Frage,   warum 

.Sielt,  enlomol.  Zeil.  1805. 


39 

von  mancher  wertlivolK'ii  Art.  obwohl  ihre  -;_  zahheiihc  Eier 
lepen,  nur  .«o  wenige  Exemplare  gefunden  werden,  d.  h.  warum 
die   Art   selten  ist. 

27.    Coleophora  leucapennella  Hb. 

(Hein.  1.  e.  p.  555.  Ziemlich  verbreitet,  im  Mai,  Juui;  die 
Raupe  an  den  Samen  von  Ljchnis  viscaria.  —  Roessl.  Vei'?:. 
369  (269),  No.  1679.  AlbifusceUa  Z.  bei  Mombach  im  Mai 
und  No.  1680  Leucapennella  Hb.  (die  zusammen  geliören) 
zu  Hachenburg  von  Seheuck  gefunden.  —  Roessl.  Schuppflgl. 
p.  ri08,  No.  1887.  Bei  Mombach  und  Hachenburg.  Der 
Schmetterling  im   April,  Mai). 

Roessler  hat  meine  ihm  gelegentlich  mitgetheilten  Beobach- 
tungen, nach  denen  die  hiib.sche  Art  auch  bei  uns  vorkommt, 
in  den  Schuppentlüglern  nicht  verwerthet  und  nur  die  alten 
Angaben  des  Verzeichnisses  wiederholt,  d.  h.  die  im  Ver- 
zeichnisse für  zwei  vermeintliche  Arten  gemachten  Angaben 
gichtig  combinirt.  In  Wirklichkeit  ist  Coleoph.  leucapennella 
auch  bei  uns  am  südlichen  Waldtaume  des  Lennig,  wo  Lychnis 
viscaria  später  ihre  brennend  rothe  Blüthenpracht  entfaltet, 
gar  keine  Seltenheit;  und  da  diese  Pflanze  hier  am  Rhein 
weiter  verbreitet  ist,  so  kann  kein  Zweifel  sein,  daß»  auch 
Col.  leucapennella  diese  Verbreitung  mit  ihr  theilt.  Die  Flug- 
zeit des  Schmetterlings  bestimmt  Roessler  in  den  Schuppen- 
flOglern  richtig,  wenn  er  ihn  schon  im  April  auftreten  läßt: 
ich  fand  gegen  Ende  dieses  Monats  zuweilen  schon  Exemplare, 
die  nicht  mehr  brauchbar  waren. 

28.    '■■'  Coleophora  genistae  Stt. 

(Hein.  1.  c.    p.    559.     Bei   Hannover    von    Glitz    und    von    mir 

(Wocke)  in   Schlesien  gezogen,    Ende  Juni    und  im  Juli.      Die 

Raupe  bis  Anfang  Juni  an   Genista  anglica  und  pilosa). 

Zu  den  zwei  von  Wocke  angeführten  deutscheu  Fund- 
orten tritt  nun  auch  unsere  Rheingegend  hiuzu:  Anfangs 
September  1891  flogen  auf  der  den  südlichen  Waldsaum 
des  Lennig  begrenzenden  Haide,  wo  ich  schon  früher  eine 
wahrscheinlich  noch  namenlose,  den  zu  Rathe  gezogenen 
Autoritäten  unbekannte  größere  Art  dieser  Verwandtschaft 
gefangen,  mehrere  frische  Exemplare,  welche  sich  von  einem 
durch  Hering's  Güte  erhaltenen  französischen  Stück  der  Col. 
genistae  Stt.  in  nichts  unterscheiden.  Die  Nahrung  ihrer 
Raupe  kann  nur  in  Genista  pilosa  bestanden  haben. 

SteU.  entoinol.  Zeit    181)5. 


40 

Die  ganz  erliebliclie  Differenz,  welche  zwifcheu  Wockes 
Angaben  über  die  Flugzeit  und  meinem  eignen  Funde  bestellt, 
muß  auffallen. 

29.    Coleophora  vulnerariae  Z. 

(Hein.  1.  e.  p.  569,  Verbreitet,  von  Ende  Mai  bi>  Juni.  Die 
Raupe  in  Antbvllis  vulneruria  bis  Mai.  —  Roc^tl.  Verz.  367 
(267),  Fliegt  Mitte  Mai  zahlreich  gegen  Sonnenuntergang  um 
die  Blüthen  von  Cytisus  sagittalis  und  ruht  auf  ihnen,  sodaß 
ich  die  Raupe  daran  vermuthe,  obgleich  der  Sack  nach  Zeller 
auch  an  Anthvllis  vulneraria  leben  s^oli,  die  an  den  hiesigen 
Fundorten  fehlt.  —  Der».  Schuppflgl.  p.  30().  No.  1894,  wo  zu 
den  aus  dem  Verzeichniß  heriibergenommenen  Worten  nur  der 
Zusatz  gemacht  wird:   Hier  war  alles  Suchen   nach  der  Raupe 

vergeblich). 

Sie  ist  bei  uns  um  Mitte  Mai  au  allen  warm  gelegenen 
Rainen  und  Abhängen,  die  mit  Cytisus  sagittalis  bewachhcn 
sind,  die  gemeinste  Coleophora,  sodaß  man  ^\a  für  gewöhnlich 
nicht  mehr  mitnimmt  —  wolier  mag  es  nur  kommen,  daß 
sie  in  die  neueste  Staudiuger-Bang-Haas- Liste  .so  hochpreisig 
eingestellt  ist?  Den  Vermutliungen  Roesslers  über  die  Leltcns- 
weise  der  Raupe   schließe  ich  mich  an. 

30,    '■-  Coleophora  albidella  H.-S. 

(Hein,-Wk.   1,   c.  p.   ."»83.   No.   !)11.   am   Schlu.^seJ. 

Diese  bei  Roessler  nirgends  erwähnte  Art  oder  Form, 
welche  Wocke  a,  a.  0.  sowohl  als  Sack  wie  als  Schmetter- 
ling im  Unterschiede  von  Col.  anatipennella  Hb.  gut  gekenn- 
zeichnet hat,  ist  auch  bei  uns  heimisch,  wiewohl,  soweit  es 
bis  jetzt  scheint,  nur  als  Seltenheit:  aus  2  Säcken,  die  ich 
im  Mai  18b9  au  die  Zweige  eines  Saalweidenbusche.«,  fest- 
gespounen  fand,  erschien  der  einzige  Schmetterling,  breittlüg- 
liger  und  daher  ansehnlicher  als  die  von  Cotnneaster  erzog<>nen 
Stücke  der  Col.  anatipennella  Hb.,  den  24.  Juni.  Zur  ße- 
urtheiluug  der  von  Wocke  angezweifelten  Artrechte  reicht 
dieses  geringfügige  Material  natürlich   nicht  aus. 

31.        Coleophora  robustella  n.  sp. 

Schon  1879  ting  ich  auf  dem  OdinsnaoU,  lÜ  Minuten 
vom  Dürfe  entfernt,  eine  ganz  frische  Coleopiiora  aus  der 
»Vt7e/j^//rt  Gruppe,  auf  welche  sich  keine  der  von  Heinemann- 
Wocke  zu  den  Arten  dieser  Gruppe  gegebenen  Beschreibungen 
beziehen  läßt.     Zeller.   dem   ich  sie  zur  Meinungsäußerimg  vor- 

Stett.  enluiuol.  Zuit.  1S95. 


41 

legte,  erklärte  sie  iür  eine  daliio  gehürige  ueue  Art.  Das 
Stück  blieb  lange  Jahre  iu  meiner  Sammlung  vereinsamt. 
Nachdem  ich  aber,  den  13.  Juni  1891  auf  den  sonnigen  Ge- 
filden des  Leiselfeldes  2  uud  8  Tage  später,  den  21.  Juni, 
un  den  Abhängen  des  Heimbachthales  ein  weiteres  Stück  er- 
beutet hatte,  sandte  icli  2  meiner  4  Exemplare,  die  sämmtlich 
ganz  tVi.-ch  sind,  gelegentlich  an  Herrn  Bang-Haas  ein,  welcher 
Zellers  Ansicht  beipflichtete  mit  dem  Hinzufügen,  daß  die  Art 
in  der  Staudinger'schen   Sammlung  nickt  vorhanden  sei. 

Col.  robustella  ist  vor  allen  Arten  der  S ilenella-G niytpe 
durch  ihre  Größe  ausgezeichnet,  bezüglich  deren  sie  diese  Art 
weit  überragt,  sowie  durch  ihre  dunklen  Hinterflügel  (und 
Hinterleib;,  welche  bei  keiner  Verwandten  so  dunkelgrau  sind 
wie  bei  ihr. 

Vorderflügel  9 — 10  mm  lang,  breiter  als  bei  der  zunächst 
verwandten  Col.  silenella  H.-S.,  aber  von  ähnlicher  Färbung: 
licht  lehmgelblich,  nicht  bräunlich,  mit  einer  weißen,  bis  an  die 
VorderrandiVauzen  reichenden  und  vor  diesen  verschmälerten 
Vorderrandslrieme  und  breiten,  wenig  bestäubten  weißen 
Linien.  Die  Franzen  sind  V(m  der  Färbung  der  Flügel,  die 
am  Vorderrand  stehenden  haben  eine  lichte  Spitze,  oberhali) 
des  Hinterwinkels  sind  sie  grau,  Hiuterflügel  dunkelgrau,  ihre 
Franzen  wenig  lichter,  besonders  am  Vorderrande.  Das  End- 
glied der  Palpen  kurz  und  spitz,  weißlich,  das  zweite  Glied 
oben  ebenfalls  weißlich,  unten  kurz  und  dicht  gelbbräunlich 
behaart,  sein  eng  anliegender  Busch  erreicht  fast  die  Spitze 
des  letzten  Gliedes.  Fühler  weiß,  bräunlich  geringelt,  am 
schärfsten  vorn,  gegen  die  Spitze  hin  nur  verloschen.  Hinter- 
leih dunkelgrau   mit  lehmbräunlichem   Afterbusch. 

32.    Coleophora  simillimella  Fuchs,  eine  gute  Art. 

(Fuclis.  Stelt.  rnt.  Ztu.   1881    p.  407   ff.    —   Herinu,  Stett.  «Mit. 
Ztg.  1893  p.  112). 

Herr  Major  Hering  theilte  in  dieser  Zeitschrift  eine  brief- 
liche Aeußerung  des  Herrn  Dr.  Wocke  über  Col.  simillimella 
mit,  aus  deren  Begründung  heivorgeht,  daß  Herr  Dr.  Wocke 
bei  meinem  Urlheile  diese  Art  nicht  vor  sich  gehabt  haben 
kann.  Bei  dem  Gewichte,  das  dem  ürtheile  eines  Kenners 
wie  Wocke  zukommt,  ist  die  Richtigstellung  eines  ihm  trotz- 
dem  untergelaufenen  Irrthums  um  so  dringender  geboten. 

Wocke  bochreibt,  um  darzuthun,  daß  Col.  simillimella 
Fuchs  identisch  mit  Col.  artemisiae  Mhlg.  sei,  2  Formen  des 
Raupensackes  der  Artemisiae:  eine  Form,  bei  welcher  der 
Sack,    wie    allgemein    bekannt,    mehr    oder    weniger    in    einer 

S'elt.  cniomol.  Zei».  1895. 


42 

Hülle  abgenagter  Samentheilclien  steckt,  und  eine  nuckle 
Form,  die  jeder,  der  die  Col.  artemisiae  sclion  erzogen  liat, 
auch  kennen  wird.  Diese  letztere,  al?o  nackte  Form,  erklärt 
Wocke  iilr  den  Sack  der  Col.  simillimella;  und  wenn  nun 
au.s  diesen  Säcken  Schmetterlinge  schlüpfen,  von  denen  ge- 
sagt wird,  daß  sie  von  Col.  artemisiae  Mhlg.  nicht  zu  trennen 
seien  —  wen  wollte  das  Wunder  nehmen?  Es  kann  Ja  gar 
nicht  anders  sein:  aus  den  zu  einer  Art  gehörigen  Kaupen- 
gäcken  müssen  sieh  auch  Schmetterlinge  ein  und  derselben 
Art  ergeben.  Aber  die  Deductionen  des  Herrn  Dr.  Wocke 
leiden  an  einem  Grundfehler,  und  dieser  ist  entscheidend: 
Col.  simillimella  Wk.  1.  c.  ist  nicht  Col.  simillimella  Fuchs. 
Die  letztere  ist  eine  ganz  verschiedene  Art,  die  nicht  einmal 
in  die  nächste  Verwandtschaft  der  Col.  artemisiae  Mhlg.  ge- 
hört, sondern  anders  wohin. 

Der  Raupensack  der  Col.  simillimella  ist  nie  von  den 
Samentheilchen  der  Raupe  umgeben,  weder  im  ersten  noch 
im  letzten  Stadium  seiner  Entwicklung,  also  auch  nicht  so, 
daß  er,  wie  Wocke  will,  erst  nach  der  Ueberwinterung  nackt 
würde;  sondern  er  ist  stets  mit  einem  lichtgrauen  Filze 
bekleidet  und  der  Länge  nach  gestreift;  dieser  Filz 
ist  aucli  nach  der  Ueberwinterung  noch  sichtbar,  der  Sack 
ist  also  nie  nackt,  der  Mund  1—2.  Durch  alle  diese  Merk- 
male unterscheidet  sich  der  Rau])ensack  der  Col.  simillimella 
von  denjenigen  der  Artemisiae  Mhlg.  so  völlig,  daß,  wenn 
man  nur  beide  Arten  wirklich  vor  sich  hat,  eine  Verwech- 
selung undenkbar  ist. 

Als  Schmetterling  ist  ja  Col.  simillimella  der  Artemisiae 
ähnlicli,  aber  das  sind  eben  alle  Arten  dieser  Gruppe  untei^ 
einander.  Trotzdem  lassen  sich  auch  die  Schmetterlinge  der 
zwei  verglichenen  Arten  unterscheiden  und  zwar  auf  den  ersten 
Blick  durch  ilire  verschiedene  Fiirhung,  die  bei  Arte- 
misiae stark  in  Grau  zieht,  bei  Simillimella  dagegen  viel 
lichter  lehmgelblich  ist  Außerdem  iülirt  Col.  simillimella  auf 
den  Vorderflügeln  breitere  weiße  Linien,  die  unter  dem 
Vorderrande  zusammenfließen  und  nur  sparsam  dunkel 
bestäubt  sind,  was  bei  Col.  artemisiae  in  viel  rpicherem  Maße 
der  Fall  ist*).     Durch  das  Aulgclührte  wird  Col.   simillimella 


*)  Ich  besitze  Col.  inirtufsnic  Mhljr.  vom  Autor  selbst  und  von 
hier.  "Nach  Keniitnißnnluix.-  des  von  Wocki-  abiregebemn  Urtheils  er- 
bat ich  von  Baii<;-Haad  2  SU'u-k  ans  <ler  mir  sti  ts  mit  großer  Liberalität 
zur  Verfüguurr  gestellten  so  unifaiigieicben  Standingerschen  Sammlung 
und  erhielt  daraufhin  ein  v(jn  Wocke  selbst  mit  gewohnter  Eleganz 
prhparirtes  Stück,   dessen    Raupensack   ohne  Umhüllung   ist,   und   ein 

Sloll.  enliiniol.  Zeit.   IS'^S. 


43 

von  der  letzteren  Art  so  sehr  getrennt,  daß  sie  trar  in  eine 
andere  Verwandtschaft  zu  stellen  ist,  nämlieli  zu  Argentula  Z. 
oder  noch  besser  zu  Succursella  H.-S.  und  Absinthii  Wk., 
Arten,  denen  sie  i*i  der  Grundfarbe  und  dem  reichlicheren 
Weiß  uleiciit,  von  welchen  sie  sich  aber,  ganz  abgesehen  von 
den  so  unähnlichen  Raupensäcken  dieser  Arten,  auch  als 
Schmetterling  wieder  trennen  läßt.  i;.   . 

Es  ist  nach  dem  Gesagten  ganz  undenkba;i-:j  Öa'ß  Wocke, 
als  er  an  Hering  so,  wie  dieser  niittheilte,  schiieb,  die  wirk- 
liche Col.  simillimella,  wie  ich  sie  seiner  Zeit  in  dieser  Zeit- 
schrift bekannt  machte,  vor  sich  gehabt  haben  kann.  In  den 
Sammlungen  der  Microlepidopterologen  mllssen  also  Schmetter- 
linge als  zu  meiner  Art  gehörig  geiührt  werden,  die  ich  nicht 
als  Col.  simillimella  anzuerkennen  vermag.  Slaudinger  hat 
diese  Art  nie  von  mir  zum  Weitertausch  erhalten,  weil  ich 
sie  überhaupt  nicht  in  solcher  Anzahl  zog.  Die  ersten  Stücke, 
die  er  offerirte,  waren  ihm,  wie  er  mir  auf  meine  Anfrage 
mittheilte,  aus  Frankfurt  a.  M  zugesandt,  also  wohl  von  dem 
inzwischen  verstorbenen  Mühlig,  der  danach  den  Irrthum 
verschuldet  haben  könnte.  (Vgl.  Jahrg.  1881  d.  Zeitschr. 
p.  469,  wo  nachgewiesen  wird,  daß  Mühlig  auch  schon  früher 
diese  Art  verkannte.)  Um  so  erwünschter  ist  es,  daß  ich 
gerade  im  letzten  Herbste  (1894)  durch  consequentts  He- 
klopfen  der  Artemisia  absinthium  ein  halbes  hundert  Raupen 
zusammenbrachte,  sodaß  ich,  wenn  ihnen  der  strenge  Winter 
nicht  gescliadet  hat,  hoffen  darf,  den  Interessenten  im  nächsten 
Herbste  die  wahre  Col.  simillimella  miitheilen  zu  können. 
Die  Raupe  war  1894  nur  auf  Wermuth  zu  finden,  nie  auf 
Artemisia  campestris,  an  deren  Blüthen  und  Samen  ich  sie 
in  einem  der  früheren  Jahre  auch  einmal  in  Mehrzahl  ge- 
troffen hatte.  Sie  ist  Ende  September  und  Anfangs  Okiober 
erwachsen,  also  zu  einer  Zeit,  wenn  die  ylHemisiae-Raupe 
noch  in  ihrer  Blüthenknospe  steckt  und  mit  dieser  Umhüllung 
umherkriecht,  ohne  ihren  Sack  schon  gebildet  zu  haben. 
Dieser  findet  sich  bei  uns  erst  3  Wochen  später.  Ich  habe 
seine  Entwicklung  1894  gut  beobachten  können,  da  ich  von 
Artem.  campestris  eine  Anzahl  Säcke  dieser  Art  einsammelte; 
aber  es  waren  hier  nur  Col.  artemisiae  vorhanden. 


von  Eppelsheiin  lierriihrendes,  dessen  Raupeneack  die  bekannte  Be- 
kleidung führt.  Hiernach  ergeljen  sich  die  ol)en  kurz  namhaft  ge- 
machten Unterschiede,  die  sirh  aber  auch  schon  auf  Grund  der  gut 
gerathenen  Beschreii»ung  der  Col.  arlimisinc  Mhlg.  in  Ileincmann- 
Wocke  II,  2,  2,  p.  610  feststellen  lassen.  Von  CW.  simillimella  ver- 
gleiche ich  10  Exeniplarc. 

Steif,  entomol.  Zeit.  1895. 


44 

Demgemäß  erscheint  Col.  simillimella  aucli  als  Schmelter- 
ling  frülier  im  Jalire,  und  zwar  scliou  im  Juni,  während 
Artemisiae  erst  Ende  Juli  und  im  August  ausbchlüpl't.  Roess- 
1er,  der  übrigens  die  Erscheinun^szeit  der  Raupe  für  unsere 
Gegend  zu  früh  angiebt  (vgl.  Schupptigl.  p.  314,  No.  1950), 
erhielt  den  Artemisiae  FeMer  am  3.  August  1876  aus  der 
Puppe.  Wockes  Stück  (s.  oben)  führt  auf  der  ihm  beigegebenen 
Etikette  die  Bemerkung  7.  78,  das  Eppelsheimsehe  giebt  aucli 
über  den  Erscheinungstag  Gewißheit:  30.  Juli. 

33.  "'  Elachista  festucicolella  Z. 

(Hein.  II,  2,  2,  p.  473,  No.   721.   bei  Glogau  Ende  Juni.; 

Sie  ist  hier  an  gra.sigen  Rainen  verbreitet  und  lindet  sich 
sogar  in  der  Nähe  des  Dorfes,  aber  bis  jetzt  selten.  Wocke 
giebt  a.  a.  O.  im  Vergleich  zu  meinen  Beobachtungen  «lie 
Flugzeit  zu  spät  an:  meine  Exemplare  sind  gegen  Mitte  Mui 
gefangen,  z.  B.  11.  5.  93,  und  beweisen  durch  ihre  Ueber- 
einstimmung  mit  Wockes  guter  Beschreibung  die  Richtigkeit 
des  mir  von  Bang-Haas  gegebenen  Namens.  Aber  vielleicht 
gilt  von  unserer  Art  dasselbe,  was  von  der  nächstverwandten 
EL  argentella  Clerck  (ci/gnella  Tr.)  gilt,  die  eine  lange  Flug- 
zeit hat;  denn  diese  letztere  lindet  sich  bei  günstiger  Witte- 
rung schon  Ende  April,  um  ohne  Unterbrechung  bis  tief  in 
den  Juni  vorzuhalten.  So  früh  scheint  Festucicolella  niciit 
aufzutreten;  wenn  ihre  FluGzeit  dufUr  länger  dauerte,  so  würde 
dies  der  Gewohnheit  ihrer  sie  an  Größe  ganz  erheblich  über- 
ragenden  Verwandten  nur  entsprechen. 

34.  ^  Elachista  pollutella  H.-S. 

(Hein.    1.    c.    p.    474    und    47.").    No.    72(>.     In   Oesterreich,   im 
April   und  Mai). 

Nach   Bang-Haas"   Bestimmung. 

Ich  habe  aus  hiesiger  Gegend  4  Exemplare,  die  um  Mitte 
Mai  1893  an  den  grasreichen  Berglehnen  des  Leiselfeldes  ge- 
fangen sind. 

Auch   diese  Art  ist   eine   Bereicherung   unserer  Fauna. 

35.  Elachista  anserinella  Z 
(Heiu.-Wk.  I.  c.  p.  47(5  und  477,  No.  7o(».  In  Böhmen  und 
bei  Wien,  im  Mai  und  Juni.  —  Roessl.  Verz.  j).  383  (2g3j. 
Bei  Dotzheim  einzeln  in  der  ersten  Hallte  des  Mai  au  Wald- 
rändern; auch  hinter  der  Walkmühle  bei  Wiesbaden.  —  Ders. 
Schuppllgl.  ]).  3'.i(),  No.  2050.  In  der  ersten  Hälfte  des  Mai 
an   Waldrandern.      Raupe  unbekannt). 

Stell,  enldinol.  Z,-U.  1S95. 


45 

Obwohl  sclioi)  das  Verzeicliiiiß  diese  Art  als  bei  Wies- 
baden vorkommend  kennt,  so  werden  doch,  wie  aus  dem 
ersten  der  obigen  Citate  ersichtlich,  in  dem  viel  später  er- 
schienenen, von  Wocke  verfaioten  Schlußbande  des  Heinemaun- 
scheu  Werk&s  nur  Wien  und  Böhmen  als  ihre  Heimat  ge- 
nannt. Sie  ist  aber  auch  in  unseren  Rbeinbergen  an  crras- 
reichen  Waldrändern,  z  B  dem  südlichen  Waldsaume  des 
Lennig,  und  an  ebensolchen  Berglehnen,  z.  B.  an  denen  des 
Leiselfeldes,  allgemein  verbreitet  und  an  günstigen  Abenden 
kurz  vor  und  während  der  Dämmerung  bi.'^weilen  so  häutig, 
daß  icli  sie  in  dem  Wunsche,  mir  den  Raum  für  andere 
Arten  nicht  zu  versperren,  mitzunehmen  verschmähte.  Der 
in  der  Stand ingerschen  Liste  fortgesetzt  beibehaltene  höchste 
Preis  spricht  nicht  dafür,  daß  sie  anderwärts  so  verbreitet 
\\\u\   Imufig  sei  wie  bei   uns  in  der  Rheingegend. 

36.  •'  Elachista  collitella  Dup. 

(Heiu.-Wk.    1.    c.    p.    476,    No.    783.     Bei    Wien.    Regensburg, 

im  Juni). 

Ein  den  1.  Juli  1892  an  einem  grasigen  Raine  nahe  dem 
Dorle  gefangenes  Stück  wird  von  Bang- Haas  zu  dieser  Art  ge- 
zogen.    Seitdem   kam   sie  nicht  wieder   vor. 

37.  Trifurcula  serotinella  H.-S. 

(Hn.-Wk.  1.  c.  p.  726,  No.  1166.  Bei  Regensburg  zu  An- 
fang des  Juli  an  Cjtisus.  —  Roessl.  Verz.  j).  395  (295j, 
No.  1872.  Anfangs  Juli  IStiij  auf  einer  freien  Waldfläche 
mit  besonders  reichem  Pflanzen wiicli.s  gegen  Sonnenuntergang, 
1866  den  12.  Juni  ein  frisch  entwickeltes  ,j  an  Cytisus 
.sagittalis.  186  7  zaidreich  um  die  Pflanze  lliegend.  —  Ders. 
Schu[)pll.  p.  3o5,  No.  2167.  im  Juni  nicht  selten  um  Cytisiis 
sagittalis  und  daran  ruhend.  Die  Raupe  zu  linden  oder  aus 
eingetragenen  Pllanzen  den  Schmetterling  zu  erhalten,  gelang 
bis  jetzt   nichtj. 

Die  BL'Obachtung  der  um  C'vtisus  sagittalis  lliegendeu 
Tii/urcula- Arien  der  schwierigen  /'«//«rfe/to-Gruppc  hat  mich 
in  den  letzten  Jahren  zur  Flugzeit  dieser  zarten  Thierchen 
vorwiegend  beschäftigt.  Als  ich  1879  das  erste  Exemplar, 
das  erst  seit  1891  vi(?Ie  (ienossen  gefunden  hat,  zulallig  iing, 
gab  Zt'ller,  dem  ich  es  .schickte,  naclidem  er  die  Unterschiede 
von  der  zunächst  steht-nden  Tri/.  palUdella  Z.  erörtert  lialte, 
sein  Schlußurtheil  dahin  ab:  mir  ganz  unbekannt;  und  wie 
mir.   so   wird  es  noch  mehreren  ergehen:    ich    erkläre   sie   für 

Stelt.  entomnl.  Zeil.  18P5. 


4f> 

neu.  lu  diet^er  VermuthuQg  täuschte  er  sicli  nielit:  auch 
Wocke  und  Frey,  denen  ich  mein  Exemplar  vorlegte,  pflicli- 
teten  bei,  der  erstere  mit  dem  ausdrücklichen  Anfügen,  daß 
es  Trif.  serotinella  H.-S.,  auf  die  ich  hingewiesen,  nicht  sei. 
Trotzdem  trug  iih  Bedenken,  mich  diesem  Urtheile  hervor- 
ragender Autoritäten  anzusehließen,  sondern  mußte  Roessler, 
der  dieselbe  Art,  die  ich  vor  mir  hatte  und  jetzt  in  einer 
langen  Reihe  von  Exemplaren  in  meiner  Sammlung  führe, 
von  HerrichSchaefter  selbst  als  Trif.  serotinella  H.-S.  bestimmt 
erhielt,  in  seiner  Ueberzeugung  Recht  geben,  daß  wir  hier 
nichts  anderes  als  eben  diese  Herrich-Sclmeflersche  Art  besäßen, 
und  dies  um  so  mehr,  als  auch  Wockes  a.  a.  0.  nach 
Herrich -Schaefler  gegebene  Beschreibung  ganz  auf  unsere 
Exemplare  paßt.  Es  scheint  mir  danach  nicht  angänglich, 
Trif.  serotinella  H.-S.,  wie  neuerdings  von  Wocke  geschieht, 
zu  Trif.  immundella  Z.  zu  ziehen,  die  eine  ganz  verschiedene, 
mit  dem,  was  wir  hier  unter  Berufung  auf  Herrich-Schaetfers 
Autorität  als  Trif.  serotinella  H.-S.  ansehen,  nicht  zu  ver- 
wechselnde Art  ist.  Hätte  Wocke  Recht,  so  wOrde  ja  nach 
Zellers  ürtheil  unsere  Art  neu  benannt  werden  müssen:  aber 
es  bliebe  in  diesem  Falle  unerklärlich,  wie  eine  Art,  die  Her- 
rich-Schaeffer  irrthümlicher  Weise  als  seine  Art  anerkannte, 
mit  Wockes  auf  (rruud  Herrich-Schaefferschen  Angaben  ge- 
machten Beschreibung  der  Trif.  serotinella  H.-S.  stimmen  kann. 
Ich  halte  also  mit  den  Herren  Dr.  Staudinger  und  Baug- 
Haas,  welche  die  Art  in  den  letzten  Jahren  von  mir  erhalten 
und  verschickt  haben,  für  Trif.  serotinella  H.-S.  diejenige 
Art,  die  Herrich  -  SchaelVer  meiuem  verstorbenen  Freunde 
Dr.  Roessler  als  diese  bestimmt  und  Wocke  a.  a.  0.  so 
kenntlich  beschrieben  hat,  daß  kaum  etwas  hinzuzufügen  ist: 
„Wenig  über  halb  so  groß  wie  Pallidella,  noch  bleicher,  die 
Fühlermuschel  weiß,  die  Vnrderflügel  wenig  gelblicher  mit 
einzelnen  breiteren  dunkleren  Schuppen,  besonders  au  der 
Wurzel  der  Franzen.'*-  Das  stimmt  alles  so  gut  zu  unseren 
Exemplaren,  daß  an  ihrer  Zugehörigkeit  zu  der  Art,  die  liier 
als  Trif.  serotinella  gekennzeichnet  wird,  nicht  gezweifelt 
werden  kann.  Faßt  man  die  eiuzelueu  Worte  der  Beschreibung 
genauer  ins  Auge,  so  erkennt  man,  daß  der  i^usdruck: 
dunklere  Schuppi^n  besonders  an  der  Wurzel  der  Franzen, 
auf  eine  gewisse  Veränderlichkeit  der  vou  Herrich  SchaefFer 
beschriebenen  Exemplare  hinweist,  wie  sie  an  hiesigen  eben- 
falls beobachtet  wird :  ihre  Beschuppung  ist  nicht  ganz  gleich, 
aber  niemals  so  dicht,  daß  dadurch  die  sehr  lichte  Grund- 
farbe verdeckt  würde.     Auch  die  Größe  wechselt  etwas,  aber 

Stett    entomol.  Zeit.  1895. 


stets  bleibt  Tri/,  serotitiella  weit  hinter  Pallidella  ziirilck. 
Danach  ergeben  sich  als  augenlallige  Unterschiede  von  dieser: 
ihre  constaiite  Kleinheit  und  noch  bleichere  Färbung. 
Der  Färbung  der  Kopfhaare,  die  bei  Wecke  a.  a.  0,  für 
Serotinella  so  beschrieben  werden:  .,lehmgelb,  in  der  Mitte 
braungrau,*^  kann  ich  eine  erhebliche  Bedeutung  darum  nicht 
zuerkennen,  weil  selbst  frische  Exemplare  in  dieser  Hinsicht 
nicht  übereinkommen. 

Das  V,  deren  ich  7  habe,  scheint  noch  unbeschrieben  zu 
sein  ■■■'),  da  die  citirten  Angaben  Herrich-Schaeffers  nur  auf 
das  j,  nicht  aber  auch  auf  das  andere  Geschlecht  passen. 
Diese  sind  noch  kleiner  als  die  (^,  einzelne  kaum  halb  so 
groß,  also  nur  winzig,  aber  sie  sind  entschieden  dunkler 
gefärbt:  ihre  Vorderflügel  blaß  ockergclblich,  grobschuppig, 
also  die  weißliche  Grundfarbe  ganz  durch  grobe,  ockergelb- 
lichc  Schuppen  verdeckt,  HintertlUgel  grau,  die  Franzen  an 
di-r  Spitze  wenig  lichter,   Hinterleib  duukelgrau. 

Trifurcula  serotinella  war  in  den  beiden  Jahren  1891 
und  92  an  einem  mit  Cvtisus  sagittalis  dicht  bewachsenen 
Rain  5  Minuten  vom  Dorfe  gegen  Ende  Juni  bis  tief  in  den 
Juli  an  2ünstigen  Abenden  bisweilen  gemein;  ihre  Flugzeit 
begann  in  beiden  Jahren  am  23.  Juni.  Seitdem  ist  sie  an 
dieser  Stelle  verschwunden.  Dafür  Hnde  ich  sie  jetzt  an 
anderen  Rainen  nördlich  des  Dorfes,  hier  aber  viel  seltener, 
so  daß  man  schon  manchen  Gang  thun  muß,  um  nur  ein 
Dutzend  Exemplare  zusammenzubringen.  Das  $  habe  ich  seit 
1892  überliaui)t  nicht  mehr  zu   Gesicht  bekommen. 

38.    ■'  Trifnrcula  confertella  n.  sp. 

Unter  der  Vorhergehenden  flogen  namentlich  1892  zu 
Anfang  des  Juli,  also  später  als  Serotinella  beginnend,  einzelne 
mit  auflallend  gelben  Vorderflügeln  ausgestattete  Exemplare 
beiderlei  Geschlecht.s,  die,  bei  gleicher  Größe  und  gleichem 
Bau  mit  Trifurcula  serotinella  H.-S.,  doch  nicht  mit  dieser 
An  vereinigt  werden  können,  wenn  man  nicht  die  Diagnose, 
welche  Herrich-Schaell'er  von  seiner  Art  gegeben  hat,  in  einem 
wesentlichen  Punkte  umstoßen  und  bei  Serotinella  Stücke 
unterbringen  will,  die  dieser  Autor  offenbar  nicht  unter  seiner 
Art  befaßt  hat.  Betrachtet  man  diese  gelben  Stücke  durch 
eine  gute  Lupe,  so  erkennt  man  die  Herkunft  ihrer  gelben 
Färbung:  der  weißliche  Gruudton  der  Vorderflügel  wird  durch 
ziegelfbrmig    gestellte    ockergelbliche   Schuppen   fast    ganz  ver- 

*)  Eben  dasselbe  scheint  auch  von  dem  PaUidella  ^  zu  gelten. 

Stelt.  eutoiTiol.  Zeit.  1895. 


48 

(leckt.  Diese  Schuppen  sind  an  ihrem  breiten  Ende  bisweilen 
dunkel  anfgeblickt,  wodurch  die  Beschuppung  grob  erscheint. 
Einen  andern  Unterschied  von  Trif.  scrotinella  habe  ich  an 
dem  männlichen  Geschlechte  nicht  auftinden  können;  aber 
das  $  ist  größer  als  dasjenige  dieser  Art  und  fast  ebenso 
groß  wie  das  ,j^,  während  Serotinella  ^.  rücksichllicli  der 
Größe  betmchtlich  hinter  seinem  o  zurückbleibt.  Auch  ist 
es  noch  lebhafter  ockergelb,  so  daß  es,  abgesehen  von  seinen 
dunkehl  Hinterflügeln  und  dem  dunkelgrauen  Hinlerleib,  aucli 
im  Punkte  der  Färbung  mehr  mit  seinem  ebenfalls  gelben  rj 
übereinstimmt,  als  dies  bei  den  beiden  Geschlechtern  der  Trif. 
serotinella  der  Fall  ist,  die  in  Größe  und  Färbung  sehr  von 
einander  abweichen.  Hang-Haas,  dem  ich  2  meiner  q  vor- 
legte, wollte  in  ihnen  sehr  kleine  Tri/.  pullideUa  Z.  sehen; 
aber  nach  2  männlichen  Exemplaren  dieser  Art,  die  mir  Herr 
Major  Hering  auf  meine  Bitte  aus  seiner  Sammlung  zur  An- 
,'<ieht  mittheilte,  können  sie  unmöglich  mit  der  Zeller'scheu 
Art  vereinigt  werden,  von  der  sie  sich  constaut,  ohne  jeden 
Uebergang,  durch  ihre  auffallende  Kleinheit  unterscheiden. 

Daß  die  Raupe  der  neuen  Art  ebenfalls  an  Cvlisus 
sagittalis  lebt,  wie  dies  Roessler  von  der  iSero^if/je//«  Raupe 
annimmt,  ist  nicht  zu  bezweifeln;  gelänge  es,  die  Natur- 
geschichte beider  aufzuklären,  so  würde  sich  am  Ersten  Sicher- 
iieit  über  ihr  gegenseitiges  Verhältniß  ergeben. 

39.    Oxyptilus  Loranus  n    sp. 

(Roessl.  Veiz.  p.  263  (_1()3),  No.  8()7  unter  Ox\  obsciirus  Z. 
Die  P'xemplare  von  Lorch  und  aus  dem  Dcnnelbachthal  bei 
Wiesbaden  sind  vielleicht  eine  eigene  Art?  In  der  Gröiie 
erreichen  sie  manchmal  Uieracii,  doch  meist  kleiner,  graue 
Farbe  von  Tristis.  im  Uebrigen  mit  Obsciinis  stimmend,  doch 
ausgezeichnet  durch  die  schwarze  Begrenzung  aller  weißen 
Zeichnungen  nach  dem  Körper  zu.  Die  Spitze  der  Hinlerfedern 
im  A'erhällnifc  zu  Obscurus  in  läniiercm  Räume  mit  schwarzen 
Seluipiieii  beiderseits  besetzt  und  überhaupt  größer.  —  Ders. 
Schuppllgl.  [).  222.  No.  1123  unter  0.  parriilarlylus  Hw. 
{obscurus  Z. ).  Zwei  meiner  Exemplare  sind  größer  und 
haben  an  den  Unterilügeln  längere  Hinterfedern,  deren  dunkle 
Spitzen  durch  Weiß  wie  ein  Köpfchen  von  dem  größeren 
dunklen  Tlieile  abgesondert  sind.  Dabei  sind  die  weißen 
(Juerstriehe  der  Flügel  nach  dem  Köiper  zu  schwarz  begren/.l, 
wie  auf  Heirich-Schaeflers  Bild  von  Maryincllus.  Da  sie  nicht 
weil    von     Teucrium   scorodonia    gefansen  sind,    so  dürften    sie 

Stell.  cnloiDol.  Zeit.   18!>5. 


49 

entweder  zu  einer  neuen,  noch  nicht  bekannt  gemachten,   von 

A.  Schmid   bei  Regensburii  als  Raupe  an  Teucrium  gefundenen 

oder    zu    der    als    Schmetterling    mir    fremden    englischen    Art 

Tencrii  gehören). 

Hiermit  soll  eine  Art  aus  der  Parvidactylus  Y erwdndt- 
schaft  zu  ihrem  Rechte  kommen,  die  wir  hier  zu  Lande,  d.  h. 
Roessler  und  ich,  schon  fast  seit  einem  Menschenalter  kennen. 
Den  besten  Unterschied  von  Parvidactylus,  dem  die  Art  zu- 
nächst steht,  giebt  Roessler  im  Verzeichniß  an,  indem  er  ihre 
graue  Färbung  betont,  in  der  sie  mit  0.  tristis  überein- 
stimmt. Leider  ist  in  den  Schuppenflüglern  dieser  Sachverhalt 
wieder  verdunkelt,  insofern  hier  die  graue  Farbe,  die  doch 
das  wesentlichste  Merkmal  der  Art  ist,  ganz  unerwähnt  bleibt 
und  auf  Teucrii^  welche  übrigens  nicht  bloß  in  England  vor- 
kommt,' sondern  von  Reutti  und  anderen  Karlsruher  Klein- 
faltersammlern auch  im  Badischen  gefunden  worden  ist,  ge- 
rathen  wird.  Tencrii  ist  es  nach  2  badischen  Exemplaren, 
die  ich  der  Güte  des  Major  Hering  verdanke,  bestimmt  nicht: 
diese  ist  nicht  bloß  dunkler  als  Loramis,  wie  Bang-Haas,  dem 
ich  2  meiner  8  Exemplare  zur  Begutachtung  einsandte,  er- 
widerte, sondern  zeigt  auch  das  entschiedene  Rothbraun  des 
0.  parvidactylus,  das  0.  Loramis  eben  nicht  zeigt.  Außer- 
dem ist  Tencrii  größer. 

Danach  muß  es  zur  Charakterisirung  unserer  Art  bei 
dem,  was  im  Verzeichnisse  als  das  Wesentliche  angeführt  ist, 
verbleiben:  0.  Loranus  hat  hei  aller  unleugbaren  Verwandt- 
schaft mit  0.  parvidactylus  doch  stets  die  gleichmäßig  graue 
Färbung  des  0.  tristis  ohne  Beimischung  von  Rothbrauu. 
Die  Querbinden  der  Vorderflügelzipfel  sind  niemals  rein 
weiß,  sondern  gelblich,  wodurch  sie  sich  von  der  lichten 
Färbung  des  Flügels  lange  nicht  so  scharf  abheben  wie  bei 
0.  parvidactylus.  Die  schwarze  Begrenzung  wurzelwärts, 
von  der  Roessler  redet,  sehe  ich  an  meinen  Exemplaren  nicht; 
sie  ist  also  keinenfalls  entscheidend.  Auch  die  Größe  giebt 
keiuen  Unterschied  ab,  da  diese  wechselt.  Dagegen  scheint 
ein  biologischer  Unterschied  zu  bestehen,  den  Roessler  nicht 
kannte:  189H  flog  nämlich  0.  Loramis  zweimal  im  Jahre: 
zum  ersten  Male  um  Mitte  Mai  und  zum  zweiten  Male  in 
Mehrzahl  nach  Mitte  August,  während  ich  von  Parvidactylus 
nur  am  18.  Autru'^t  1803  ein  unter  dem  Einflüsse  der  Sommer- 
hitze vorschnell  entwickeltes  x  traf,  bei  dem  die  Unregel- 
mäßigkeit seiner  Entwicklung  schon  in  der  auffälligen  Klein- 
heit,  die  es  wie  verkümmert  erscheinen  läßt,    zum  Ausdrucke 

Stett.  entonidl.  Zeil.  1895.  * 


50 

kommt:  die  August-Exemplare  des  Loranus  dagegen  stehen  in 
keiner  Hinsicht  gegen  die  im  Mai  gefangenen  zurück. 

Ueber  die  Verbreitung  des  0.  Loranus  selbst  in  unserem 
Gebiete  kann,  da  Roessler  die  ursprünglichen  Angaben  des 
Vei-zeichnisses  in  den  Schuppenflüglern  insofern  eingeschränkt 
hat,  als  er  hier  nur  von  2  Exemplaren  seiner  Sammlung  redet, 
zur  Zeit  noch  nichts  Bestimmtes  mitgetheilt  werden.  Daß 
Koesslei'  die  Art  bei  Lorch  a.  Rhein  gefangen,  also  in  meiner 
Nähe,  weiß  ich  von  ihm  persönlich:  die  Zugehörigkeit  der  ans 
dem  Dennelbachthale  stammenden  Stücke  muß  ihm  danach 
später  wieder  zweifelhaft  geworden  sein.  Zunächst  wird  also 
nur  gesagt  werden  können,  daß  sich  0.  Loranus  von  Lorch 
abwärts  im  Rheinthale  findet.  An  eine  andere  Raupen- 
nahrung, als  sie  für  0.  parvidactylus  konstatirt  ist,  denke  ich 
nicht:  0.  Loranus,  wenn  auch  nach  den  bisherigen  Beobach- 
tungen nur  lokal  vorkommend,  hat  doch  keine  im  Vergleich 
zu  jenei"  Art  streng  gesonderten   Flugplätze. 

40.     •   Oidaematophorus  lithodactylus  Tr. 

(Hein.-Wnv.  II,  2,  2,  p.  799  und  800.    Verbreitet,  im  Juli.    Die 
Raupe  an  Inula  salicina). 

Ein  wohlerhaltenes  $  saß  Anfangs   August  18B9  Abends 

auf    blühender    Haide    am    westlichen    Abhang    des  Lennig. 

Früher   nie    weder    bei    uns    noch    in    der  Frankfurter  Gegend 
gefunden. 

41,    Leioptilus  tephradactylus  Hb. 

(Hein,-Wk.  1.  c.  p.  80/i.  Wenig  verbreitet,  im  Juli.  Die 
Raupe  an  Solidago  virgaurea.  —  Roessl.  Verz.  400  (300) 
in  den  Nachträgen:  Mitte  Juni  an  der  Mainkur  bei  Frankfurt, 
Raupe  Mitte  Mai  an  der  Unterseite  der  Blätter  von  Virgaurea, 
die  sie  durchlöchert.  —  Ders.  Schuppflgl.  p.  223,  No.  1183. 
Nach  Anton  Schmid  wird  die  Raupe  bei  Frankfurt  Mitte  Mai 
an  Virgaurea  gefunden). 

In  unserer  Gegend  an  grasigen  Feldrainen,  wo  Solidago 
virgaurea  einzeln  wächst,  selbst  in  der  Nähe  des  Dorfes  all- 
gemein verbreitet,  doch  nie  häufig.  Die  Schmetterlinge  fänden 
sich  1894  von  der  zweiten  Juliwoche  an,  geflogene  Exem- 
plare 1893  noch  im   August. 

Die  hiesigen  Stücke,  von  Baug-Haas  für  diese  Art  erklärt, 
stimmen,    besonders  was  die  Piinktafion    der  VorderflUgel    an- 

Rtett.  entomol.  Zeit.  189&. 


51 

langt,    nicht   ganz   mit    der    von  Woeke    am    angeführten  Orte 
gegebenen  Beschreibung. 

42.  Leioptilus  carphodactylus  Hb. 
(Hein.-Wk.  1.  c.  p.  804  und  805.  Verbreitet,  über  nicht 
überall  häutig,  im  Juni  und  Juli.  Die  Raupe  an  Conyza 
squarrosa.  —  Roessl.  Verz.  p.  265  (165).  Fliegt  Ende  Mai 
und  wieder  im  August.  —  Ders.  Schuppflgl,  p.  223,  No.  1131. 
Die  Raupe  bis  Mitte  Mai  zwischen  Blätter  der  Conyzu  squar- 
rosa eiugesponnen.  Im  Juli  in  den  Astwinkeln  der  Stengel 
eingebohrt,  nach  Eppelsheim  auch  in  den  ßlüthen,  woselbst 
auch  die  Puppe  aufrecht  stehend  sich  findet.  Am  Neroberg 
an  einer  Stelle  nicht  selten.     Schmetterling  Ende  Mai    und   im 

August). 

Obschon  Roesslers  Verzeichniß  vor  dem  Schlußbande  des 
Heinemannschen  Werkes  erschien,  so  hat  doch  die  in  jenem 
enthaltene  Angabe  von  der  doppelten  Generation  des  L.  car- 
phoductylus,  die  wenigstens  für  unsere  Gegenden  zutrifft, 
keine  Verwerthung  darin  gefunden.  1894  zeigten  die  Falter 
der  zweiten  Generation  durchweg  einen  uutfälligen  Unterschied 
von  denen  der  ersten:  sie  waren  erheblich  kleiner  und  auch 
bleicher  gefärbt.  Da  ein  älteres  $  der  Sommergeneration, 
welches  ich  von  früher  her  in  meiner  Sammlung  führe,  diesen 
Charakter  ebenfalls  trägt,  so  scheint  derselbe  constant.  Doch 
habe  ich  darüber  keine  weiteren  Beobachtungen,  da  ich  der 
bei  uns  um  Conyza  verbreiteten  Art  seit  langer  Zeit  erst 
1894  wieder  nachgestellt.  Die  Falter  kommen  gegen  Sonnen- 
unlergang freiwillig  aus  ihren  Schlupfwinkeln  hervor;  man  kann 
sie  um  diese  Zeit  auch  da,  wo  man  sie  eine  Stunde  vorher 
noch  nicht  sah,  in  der  Nähe  der  Nahrungspflanze  ihrer  Raupe 
mit  leichter  Mühe  zuweilen  zahlreich  einsammeln.  Frische 
Exemplare  fanden  sich  bis  zum   8.  September. 

43.    Aciptilia  baliodactyla  Z. 

(Hn.-Wk.  I.  c.  p.  808.  In  den  süddeutschen  Gebirgen  und 
in  der  Schweiz  im  Juli.  —  Roessl.  Verz.  p.  265  (165), 
No.  879.  Die  grüne,  mit  weißen  Stachclhaaren  besetzte  Raupe 
entdeckte  ich  Ende  Juni  1861  auf  dem  Blatt  von  Origanurn 
vulgare.  Die  Puppe  wurde  wie  die  eines  Tagfalters  an  der 
Spitze  hängend  befestigt.  Der  ziemlich  seltene  Schmetterling 
erschien  am  26.  Juli.  —  Ders.  Schuppflgl.  p.  224,  No.  1238, 
wo  die  thatsächlichen  Angaben  des  Verzeichnisses  einfach 
wiederholt  werden,  nur  mit  Weglassung  des  ein  nicht  moti- 
virtes  Urtheil  enthaltenden  Zusatzes:  y,ziemlich  selten"). 

Sfett.  entotnol.  Zeit.  1895.  4* 


52 

In  unserem  Gebiete  bis  jetzt  nur  je  ein  Exemplar  bei 
Wiesbaden  und  Bornich. 

Roessler  hat  in  den  Schuppenflüglern  bei  seiner  Wieder- 
holung der  dem  Verzeichnisse  entlehnten  Angaben  den  Zusatz: 
„Der  ziemlich  seltene*'  sc.  Schmetterling,  weggelassen,  da  es 
sich  ihm  ofi'enbar  nur  um  ein  einzelnes  Exemplar,  das  er  er- 
zog, handelt,  also  der  ganze  Zusatz  in  diesem  Falle  nichts  be- 
deutet. Zu  diesem  in  unserem  Gebiete  bisher  vereinsamt  ge- 
bliebenen Stücke  kommt  nun  ein  zweites  hinzu:  am  2.  Juni 
1893,  also  schon  früh  im  Sommer,  fing  ich  in  einem  Wiesen- 
thaie zwischen  hier  und  Dürscheid,  welches  mir  vorher  auch 
schon  Phtheoch.  (Conchylis)  aeneana  gegeben,  ein  frisches  ;^, 
welches  sich  von  einem  durch  Roesslers  Güte  erhaltenen  in 
nichts  unterscheidet.  Wie  der  frühe  Faugtag  zu  erklären 
sei:  ob  durch  außergewöhnliche  Witterungsverhältnisse,  wie 
sie  1893  allerdings  vorlagen,  oder  ob  er  auf  eine  doppelte 
Generation  der  Falter  hinweisen  kann,  bezüglich  deren  bei 
Wecke  nichts  bemerkt  wird:  die  Entscheidung  über  diese 
Frage  muß  in  Anbetracht  des  aus  hiesiger  Gegend  nur  un- 
genügend vorliegenden  Beobachtungsmateriales  offen  gelassen 
werden. 


üescriptions 


of 


new  species  of  Phytophagoiis  Coleoptera 

Irom  ihe 

Indo-  and  Austro-Malayan-Kepons*) 

Martin  Jacoby. 

Sagra  abdominalis  sp.  n. 

Entirely  black,  antenuae  long,  thorax  not  longer  thau 
broad,  impunctate,  the  anterior  angles  thickencd,  elytra  sub- 
opaque,  linely  and  closelj  punctured  and  wrinkled,  abdominal 
Segments  clothed  with  yellow  pubescence. 

Mas.  Posterior  temora  long  and  slender  with  a  long 
tooth  near  the  apex,  tibiae  curvecl  at  the  base,  the  apex  with 
a  stout  and  long  tooth. 

Leugth  91/2  lines. 

*)  All  the  species  described  here  arc  cuntained  in  raj'  coUection. 
Stett.  cntomol.  Zeit.  1S95. 


53 

Head  impuuctate  except  iiear  tlie  eyes,  antenuae  extea- 
dinu  to  tlie  niiddle  of  the  elytra,  black,  third  and  fourth  Joint 
equal,  tlie  following  gradually  increasing  in  length,  tliorax 
slightlv  broader  than  long,  the  sides  slightly  concave,  the 
anterior  margiu  nearly  straight,  the  angles  thickened  in  shape 
of  a  round  and  thick  tubercle,  the  surface  extremely  fineiy 
punctured  anteriorly  and  at  the  sides  with  a  central  groove, 
scutellum  narrowly  traa&^verse,  deeply  concave  at  the  base, 
elytra  deeply  depressed  within  the  Shoulders,  rather  closely 
punctured  with  two  rows  of  stronger  punctures  at  the  side§ 
and  two  or  three  narrow  smootli  longitudiual  Spaces  near 
the  suture  intermediate.  femora  thickened,  their  tibiae  strongly 
curved. 

Hab.  Pura,  Mount  Ator  (Doherty). 

The  Single  male  specimen  eontained  in  my  collection 
ditfers  in  several  particulars  from  any  species  of  Sagra  with 
which  I  am  acquainted,  in  regard  to  coloratiou  it  can  only 
be  compared  Avith  8.  nigrita  Fab.  but  the  thorax  in  that 
species  is  longer  and  without  the  anterior  blunt  tubercles, 
the  posterior  femora  in  the  present  insect  are  elongate  and 
but  slightly  widened  at  the  niiddle  being  of  nearly  equal 
width,  lastly  all  the  abdominal  segments  are  furnished  with 
a  row  ol'  yellow  thick  pubescence  whicii  I  have  not  seen 
any  other  species  to  posess, 

Macrolema  longicornis  sp.  n. 

Flavous,  the  basal  joints  of  the  antennae  and  the  tibiae 
and  larsi  steelblue,  head  with  one,  thorax  with  two  piceous 
spots,  tinely  punctured,  elytra  black  with  violaceous  gloss, 
strongly    punctate-striate,    the    interstices   sparingly    punctured. 

Length  4 — 4i|.)  lines. 

Of  elongate,  parallel  and  convex  shape,  the  head  nearly 
impunctate,  with  a  piceous  spot  on  the  vertex,  flavous,  the 
apex  of  the  mandibles  and  the  terminal  Joint  of  the  palpi 
black,  antennae  more  ihau  two-thirds  the  length  of  the  elytra, 
black.  the  basal  joints  metallic  blue,  third  Joint  shorter  than 
the  fourth,  the  latter  equal  to  the  fifth  in  length,  thorax 
al»uul  one  half  broader  than  long,  narrowed  at  the  base, 
without  distinct  lateral  margin.  the  anterior  augles  produced 
outwards,  the  surface  very  sparingly  and  fineiy  punctured, 
flavous,  with  an  obscure  piceous  spot  at  each  side,  scutellum 
narrow  and  elongate.  Ilavous.  elytra  with  a  shallow  fovea 
below    the    base    and    a    deeper    one    below    the    Shoulders, 

Stett.  entomol.  Zeit.  1S95. 


54 

violaceous-black,  regularly  punctate-striate,  the  inlerstices  finely 
punctured,  underside  and  legs  flavous,  the  knees,  tibiae  and 
farsi  steel-blue,  claws  simple. 

Hab.  New  South  Wales. 

This  is  the  second  species  of  this  apparently  rare  t>eaus 
which  has  come  to  my  uotiee,  the  lirst  having  been  described 
by  Baly  more  than  thirty  years  ago  (Journ.  of  Entomol.  1861). 
The  present  species  does  not  differ  in  an}'  way  in  regard  to 
structural  characters  l'rom  the  type  but  entirely  in  the  colour 
of  the  elytra,  in  the  absence  of  the  two  deep  thoracic  foveae 
and  in  other  details.  I  received  two  specimens  from  Dr.  Stau- 
dinger,  in  one  of  them  the  head  and  thorax  is  without  spots. 

Lema  sumbawaeusis  n.  sp. 

Black,  above  flavous,  thorax  with  a  basal  Iransverse 
black  band,  elytra  deeply  punctate-striate,  flavous  with  a  trans- 
verse  subquadrate  band  before  the  middle  and  the  apex,  black, 
basal  joints  of  the  antennae  and  the  legs  flavous. 

Length  3  lines. 

Head  flavous,  impunctate,  very  shining,  the  vertex  not 
divided,  the  lateral  grooves  deep,  the  space  surrounding  the 
eyes,  rugose,  the  latter  very  prominent,  deeply  notched, 
antennae  not  extending  to  the  middle  of  the  elytra.  black,  the 
lower  four  Joints  flavous,  the  third  Joint  slightly  longer  than 
the  second  but  shorter  than  the  fourth  Joint,  the  tifth  and 
foUowing  joints  opaque,  pubescent,  the  others  shining^  thorax 
not  longer  than  broad,  the  anterior  portion  strongly  widened, 
deeply  constricted  below  the  middle,  the  sides  strongly  oblique, 
the  anterior  angles  furnished  with  a  very  small  tubercle, 
bearing  a  Single  hair,  the  basal  suicus  deep,  the  space  below 
it  in  shape  of  a  narrow  trausverse  band,  black,  the  anterior 
portion  flavous,  the  disc  with  .'^ome  rows  of  very  minute 
punctures-  ehtra  much  broader  at  the  base  than  the  thorax, 
slightly  depressed  below  Ihe  former,  very  deeply  and  rather 
closely  punctate-striate,  the  punctures  rather  liner  posteriori}' 
where  the  inlerstices  are  also  costate,  the  disc  flavous,  with 
a  subquadrate  band  immediately  before  the  middle  and  not 
quite  extending  to  the  suture  and  the  apex  black;  legs 
flavous,  the  underside  and  the  tarsi  (the  latter  obscurely )  black. 

Hab.  Sumbawa. 

Of.  this  pretty  and  peculiarly  marked  species.  Iwo  ?-peci- 
mens  are  contained  in  my  collection. 

Statt,  entomol.  Zeit.  1895. 


Eiiinolpidae 
Aulexis  phüippinensis  sp.  n. 

P'iilvous,  denselj  pubesceut,  apex  of  the  antennae  and 
tlie  elytra  black,  thorax  not  visibly  punctured,  elytra  densely 
clothed  with  golden  yellowish  pubescence. 

Length  3  liues. 

Head  densely  clothed  with  yellowisii  pubescence,  fulvous, 
antennae  slender,  the  lower  t'our  joints  lulvous,  the  rest  black, 
third  and  fourth  Joint  equal,  thorax  twice  as  broad  as  long, 
the  sides  with  three  distinet  teeth,  the  surface  clothed  with 
long  yellowish  hairs,  obscuring  auy  punctuation,  elytra 
blackish,  pubescent  like  the  thorax,  legs  entirely  fulvous. 

Hab.  Philippines. 

This  species  does  not  agree  with  any  of  those  diagnosed 
bv  Lefevre  inhabiting  the  Philippine  islands,  it  seems  closely 
allied  to  A.  pnberula  bat  that  species  is  described  as  haviug 
the  elytra  lougitudinally  chanelled  at  the  sides  and  with  black 
tibiae  and  tarsi.  In  the  preseut  insect  no  eculpturing  is 
visible  on  account  of  the  long  pubescence;  a  single  specimen 
is  contained  in  my  coUection. 

Fiomera  ornik.tipennis  u.  sp. 

Black,  with  whitish  spots,  thorax  subcylindvicus,  vugose 
with  two  longitudinal  whitish  bands,  elytra  coavsely  punctured, 
the  interstices  convex,  a  spot  at  the  base,  a  curved  band 
froni  the  Shoulder  to  the  middle,  two  spots  near  the  suture 
and  an  annular  mark   at  the   apex,    whitish,    femora   dentate. 

Length  2^1 4  lines. 

Head  clothed  with  whitish  scales  occupying  almost  the 
entire  surface,  clypeus  without  scales,  black,  linely  punctured, 
its  anterior  margin  emarginate  at  the  sides  and  at  the  middle, 
labrum  fulvous,  palpi  tlavous,  antennae  rather  slender,  exten- 
ding  nearly  to  the  middle  of  the  elytra,  second  and  third 
joints  equal,  following  joints  slightly  longer,  scarcely  thickened, 
thorax  subcylindrical,  without  lateral  margins,  the  sides  slightly 
rounded  and  widened  at  the  middle,  the  surface  rugose,  black, 
the  sides  with  an  elongate  ringlike  band  composed  of  white 
scales,  scutellum  small,  its  apex  truncate,  elytra  slightly 
widened  towards  the  apex,  the  latter  pointed,  the  entire 
surface  strongly  rugose  and  deeply  punctured,  black,  the 
white  spots  composed  of  scales  and  arrauged  in  the  following 
way,  a  trausverse  spot  at  Ihe  basal  margin,  followed  by  a 
roundish  spot  before  and   bv  another   below  the  middle,    near 

Stetf,  enlomol.  Zeit.  1895. 


56 

the  öuture.  au  S  shaped  band  placed  on  tlie  Shoulder  sending 
off  a  short  brauch  at  riiiht  angles  below  the  middle  and 
lastly  a  large  ringshaped  mark  near  tlie  apex:  uuderside  aud 
legs  likewise  but  rather  sparingly  elotlied  with  whit^  scales, 
femora  rather  loug.  armed  with  a  slrong  tooth,  claws  bifid. 
Hab.  Flores  (collectiou  M.  Oberthur  and  my  own.) 
I  have  received  t%vo  speeimens  of  tliis  handsome  species 
froni  M.  Obevthur. 

S,hyparida  limbatipennis  ^i*.  n. 

Piceous.  the  head.  antennae.  thorax  and  leg'^  iulvous, 
thorax  impunctate.  elytra  stmugly  aud  dosely  puuctale-striate, 
the  iüterstice.-^  costate,  black,  the  lateral  and  apical  margins 
narrowly  fulvous. 

Var.  Elytra  fulvous.  a  spot  on  the  Shoulders  and  two 
or  three  short  stripes  at  the  sides.  black. 

Length  2^1  o  lines. 

Head  broad,  tinely  grauulale,  fulvous,  clypeus  more 
distinctly  puuetured,  separated  from  the  face  by  a  shallow 
transverse  groove,  transverseh'  subquadrate,  labrum  fulvous, 
mandibles  black,  eyes  very  large,  sinuate  at  the  inner  mar- 
gin,  antennae  very  short  (^)  not  extending  to  the  middle  of 
the  elytra,  fulvous,  the  second  Joint  proportionately  long,  but 
elightly  shorter  than  the  third.  following  joiuts  more  elongate, 
thorax  twice  as  broad  as  long,  of  nearly  equal  width,  the 
sides  strougly  rounded,  fulvous.  the  surface  seulptured  like 
the  ver^x  of  the  head,  scutellum  fulvous,  elytra  scareely 
perceptibly  depressed  below  the  base,  black,  very  strougly 
puuctate-striate,  the  punetures  closely  approadied,  the  inter- 
stices  strougly  costate  at  the  sides  and  at  the  apex,  those  at 
the  former  place  joined  before  the  apex  and  abbreviated,  the 
extreme  lateral  and  apical  margins  fulvous.  uuderside  i»iceous, 
legs  fulvous. 

Hab.  Australia.  Cape  York. 

At  tirst  sight,  the  variety  or  the  speeimens  upou  wliich 
I  look  as  such,  seems  to  represeut  aoother  species.  but  I  fail 
to  lind  any  other  difl'ereuee  than  that  of  coloratiou;  of  eaeh 
form  I  possess  four  speeimens.  those  with  black  elytra  mar- 
giued  with  fulvous,  1  have  takeu  for  the  type,  in  the  variety, 
of  the  black  colour,  notliiug  is  leü  but  two  or  three  short 
streaks  at  the  sides  of  eaeh  elytron  and  a  small  spot  on  the 
Shoulder,  the  species  may  be  kuown  by  the  eutirely  impunc- 
tate thorax,  costate  lateral  elytral  interstices  and  system  of 
coloratiou.    although  the  latter  i.-  probably   subject   to   greater 

Stett.  entoinol.  Zeit.  1395. 


57 

Variation  llian  is  shown  in  the  material  before  me,  ihe  sculp- 
turing  of  tlie  thorax  cau  also  not  always  be  relicd  ou  as 
iu  a  Single  speeimeu  belouging  to  the  variety.  this  part  is 
spariugly  and  finely  puuctured,  no  trace  of  this  being  visible 
in  the  eight  otlier  speeimens. 

Rhyparida   coriacea  sp.  n. 

Piceous,  the  antenuae  and  legs  fulvous,  head  linely 
strigose  throughout,  thorax  closely  and  more  strough'  punc- 
tured.  opaque,  elytra  dark  fulvous  very  deeply  and  closely 
liuuctate-striate. 

Length  2^1^ — 3  liues. 

Head  opaque,  brownish-pieeous,  very  fiueh'  lougitudinally 
strigose  and  punctured,  the  clypeus  separated  from  the  face 
by  a  transverse  groove,  subquadrate,  more  strongly  and  less 
closely  punctured  than  the  head,  its  anterior  margin  deeply 
emargiuate  at  the  middle,  eyes  ver}'  large,  labrum  aud  palpi 
fulvous.  auteunae  extending  beyoud  the  middle  of  the  elytra, 
fulvous,  all  the  joints,  with  the  exception  of  the  shorter 
second  Joint,  of  nearly  equal  length,  thorax  twice  as  broad 
as  long;  of  equal  width,  the  sides  evenly  rounded,  the  angles 
not  produeed,  the  surface  very  closely  punctured  at  the  sides, 
more  finely  and  remotely  at  the  middle  of  the  disc,  piceous, 
opaque,  scutellum  broad  with  a  few  fine  punctures,  elytra 
without  basal  depression,  fulvous,  with  closely  approached 
rows  of  deep  punetures  which  get  very  tine  near  the  apex, 
the  two  rows  below  the  Shoulders  are  abbreviated  anteriorly 
and  posteriorly  and  of  more  irregulär  shape,  the  interstioes 
at  the  sides  are  also  slightly  costate,  underside  piceous,  im- 
punctate,  legs  robust,  fulvous. 

Hab.  New  Guinea. 

Of  this  species  I  received  two  speeimens  from  Dr.  Stau- 
dinger, the  opaque  colour  of  the  head  and  thorax  aud  their 
sculpturing  as  well  as  the  very  deep  elytral  punctuation  will 
help  to  distingnish  the  species  from  its  uumerous  allies. 

Rhyparida  depressa  sp.  u. 

Black,  two  spots  on  the  head,  the  autennae  aud  the  legs 
partly  fulvous,  thorax  flatteued,  impuuctate,  elytra  finely 
puuctate-striate,  black,  the  sides  and  the  apex  more  or  less 
flavous. 

Leugth  3  lines. 

Stett.  entoinol.  Zeit.  1S95. 


58 

Head  impunctate  iit  the  vertex,  the  latter  witli  (wo 
briülit  tlavoiis  spott;,  clypeus  separated  t'rom  the  face^  broad, 
very  linely  punctured,  its  anterior  edge  btit  slightly  emar- 
ginate,  labrum  lulvoiis,  palpi  flavous,  antennae  extending 
beyoud  the  middle  of  the  elytra,  piceous,  the  base  and  apex 
of  each  Joint  pale,  third  Joint  scareely  shorter  than  the 
folknving  joints,  thorax  uearly  twice  as  broad  as  long,  the 
sides  rounded,  the  angles  in  shape  of  a  small  tooth,  the 
surface  flattened,  black,  with  some  obsolete  depression,  not 
pereeptibly  punctured,  scutellum  scareely  longev  than  broad, 
impunctate,  black,  elytra  rather  flattened  at  the  anterior  half, 
slightly  widened  and  more  convex  towards  the  apex.  finely 
striate-punctate,  black.  the  sides  and  apex  more  or  less  flavous, 
interstices  flat  and  impunctate,  underside,  the  apex  of  the 
femora  and  the  tibiae  and  tarsi  to  a  greater  or  smaller  degree, 
black,  basal  portion  of  the  femora  fulvous,  the  anterior  ones 
with  a  distinct  tooth  {,^). 

Hab.  Java,  8500  feet  (Fruhstorfer). 

This  is  a  species  of  rather  flattened  shape  and  peculiar 
coloration  which  was  obtained  by  Herr  Fruhstorfer  at  a  high 
elevation;  the  three  specimens  before  me  do  not  differ  from 
each  other  in  any  marked  degree,  the  ehtra  are  finely  striate 
and  the  Striae  scareely  visibly  punctured,  this,  their  colour 
and  that  of  the  head  will  help  to  distinguish  the  species:  in 
the  female  the  anterior  femora  are  unarmed. 

Rhyparida  iridipennis  sp.  u. 

Obscure  metallic  greenish  or  aoucous,  antennae  fulvous, 
head  and  the  sides  of  the  thorax  reddish-cupreous,  the  disc 
Temotely  punctured,  elytra  deeply  longitiidinally  sulcate,  the 
interstices  convex,  the  sutural  und  lateral  mari:ins  more  or 
less  cupreous,   legs   piceous,  unarmed. 

Var.   Above  dark  greeu,  legs  fulvous. 

Length  3  lines. 

Head  impunctate,  with  a  short  central  groove  between 
the  eye.«,  the  latter  very  large,  clypeus  distinctly  separated 
from  the  face,  wedgc-shaped,  impunctate,  labrum  and  palpi 
fulvous,  antennae  long  and  slender, ,  l'ulvous,  thorax  twice  as 
broad  as  long,  the  sides  rounded,  the  angles  dentiform,  the 
disc  sparingly  impressed  with  iine  punctures,  tlie  sides  nearly 
impunctate,  scutellum  very  broad,  uearly  subquadrate,  elytra 
scareely  pereeptibly  depressed  below  the  base,  deeply  sulcate 
without  punctures  except  at  the  sides  where  the  sulci  are 
abbreviated    below  tlie  Shoulders,  tlie  latter  prominent:   under- 

Stett.  «rntoMiol.  Zeit.  189:.. 


59 

side    blackish,    more    or    less    stained    with    metallic    L>veea    or 
aeueous  as  well  as  the  femora,  libiae  and  tarsi  fiUvous. 
Hab.  Borneo. 

Nodostoma  stigmosum  n.  sp. 

Piceous  or  more  or  less  flavou;?,  liead  aud  thorax  rugo- 
sely  punetured,  the  sides  of  the  latter  subangulate,  elytra  with 
deep  basal  depression,  flavoue,  with  deeply  punetured  piceous 
Striae,  legs  flavous,  spotted  with  black. 

Var.  Elytra  uearly  black,  the  inavgins  lighter. 

Length  2  lines. 

Head  strongly  rugose,  flavous,  more  or  less  stained  with 
piceous,  clypeus  scarcely  separated  from  the  face,  its  anterior 
edge  concave,  palpi  flavous,  antennae  long  and  slender,  fuscous, 
the  lower  joints  flavous  at  the  bai^e,  third  and  fourth  joints 
equal,  thorax  twice  as  broad  as  long,  the  sides  angulate  below 
the  middle,  the  entire  surface  strongl}'  rugose-punctate  with  a 
transverse  groove  near  the  anterior  margin,  the  disc  generally 
piceous,  the  margins  testaceous;  elytra  pointed  at  the  apex 
with  a  deep  depression  below  the  base,  the  Shoulders  promi- 
nent, the  sides  with  a  short  oblique  costa,  the  disc  deeply 
punctate-striate,  the  Striae  of  piceous  colour,  underside  of  the 
same  colour  or  varied  with  flavous,  legs  of  the  latter  colour, 
the  apex  of  the  femora,  part  of  the  tibiae  and  tarsi  more  or 
less  piceous. 

Hab.  Java,  Gede  Mountain  6000  ft.  (Fruhstorfer). 

A  good  many  specimens  were  obtained  by  Mr.  Fruh- 
storfer at  this  elevation,  it  is  a  very  distinct  species  well 
distinguished  by  the  piceous  Striae  of  the  elytra,  although  the 
colouration  is  rather  variable,  specimens  ocurring  with  partly 
or  entirely  confluent  Striae;  the  species  is  further  distinguished 
by  the  rugosely  punetured  head  and  thorax.  I  have  preser- 
ved  the  name  given  to  it  by  the  late  M.  Lefevre  whose 
untimely  death  prevented  the  description  of  the  species  by 
this  author. 

Lindinia  Lefevrei  sp,  n. 

Obscure  fulvous  or  piceous,  head  aud  thorax  closely 
longitudinally  strigose,  elytra  strongly  longitudinally  costate, 
the  costae  flavous,  spotted  with  black,  the  interstices  closely 
punetured. 

Length  I1/2  Hne. 

Head  fulvous,  the  vertex  with  lougitudiual  ridges  or 
strigae,    the    clypeus    not    .-eparated    from    the    face,    strongly 

Stelt.  enfomol.  Zeit.  18C»ö. 


60 

rusose,  eyes  with  a  iiaii(»\v  sulcut,  auleauae  two-thiids  tlie 
length  of  ihe  body,  t'ulvoup,  tlie  terminal  four  or  live  joiuts 
black,  slightly  tliickened,  second  Joint  shorter  than  the  third, 
thorax  twice  as  broad  as  long,  the  sides  slightly  rounded, 
narrowed  towards  the  apex,  the  surface  rather  eonvex  and 
subcylindrical.  dark  fulvous  or  piceous.  entirely  covered  by 
longitudinal  strigae.  the  interstices  dosely  and  strongly  punc- 
tiired,  öcutellum  somewhat  raised,  not  louger  than  broad, 
elytra  eonvex,  distinctly  transversely  depressed  below  the 
base  with  about  ten  very  strongly  raieed  longitudinal  tostae, 
generally  of  flavous  colour,  the  interstiees  strongly  punctured 
at  the  sides  only,  the  others  nearly  impunetate,  the  costae 
varying  in  colour,  fulvous  at  the  sides,  tlavous  and  with 
some  black  spots  near  the  suture  and  at  the  base,  below 
fulvous,  the  breast  more  or  less  black,  the  four  posterior 
tibiae  emarginate  at  the  apex,  claws  bifid. 

Hab.  Philippine  Islands. 

The  genus  Lindinia  was  eslablished  by  Lefevre  on  some 
Eumolpidae  from  the  Philippine  Islands,  having  the  appearance 
of  a  lihyparida  or  Nodostoma  but  differing  in  the  deutate 
femora  and  the  shorter  second  Joint  of  the  antennae,  both 
characters  which  do  not  seem  to  me  to  be  sufficient  for  the 
establishment  of  a  new  genus,  since  they  are  variable  and 
ofteu  show  iutermediate  stages  of  development,  I  have  never- 
theless  retaiued  Lefevres  genus  for  the  present,  L.  Lefecrei 
seems  closely  allied  to  L.  cornigata  Lefev.  but  differs 
entirely  in  the  sculpturing  and  colour  of  the  elytra  and 
other  details;  the  specimens  before  me  have  unarmed  femora 
which  does  not  agree  with  the  tApical  forms.  Three  epecimeus 
are  contained  in  my  collection. 

Phytorus  Fruhstorferi  sp.  n. 

Testaceous,  varied  with  black.  head  nearly  impunetate, 
Hnely  granulate,  antennae  nearly  as  long  as  the  body.  tiiorax 
strongly  transverse,  impunetate,  black  and  testaceous,  elytra 
testaceous,  longitudinally  sulcate,  the  base  with  a  transverse 
depression,  niore  or  less  maiked  with  hiack,  anterior  femora 
with  toolli. 

Length   2   iiuo.^. 

Of  ovale  .>hape  aud  very  variable  in  coloralion,  the  head 
minutely  granulate  aud  extremely  finely  punctured  at  the 
Vertex,  the  latter  black,  the  sides  flavous.  clypeus  distinctly 
separated  from  the  face,  wedge-shaped,  srulptured  hke  the 
head,  eyes  large,   strongly  indented.   surrounded  by   a  narrow 

Stell,  enioinol.  Zeit    ISHö 


6t 

sulcus;  labrum  fulvous,  antennae  nearly  extendiog  to  the  end 
of  the  eljtra,  the  lower  three  joints  fulvous,  the  others  blaek, 
each  Joint  with  the  apex  fulvous,  third  Joint  distinctly  shorter 
than  the  fourth,  thorax  rather  move  thau  twice  as  broad  as 
long,  the  sides  distinctl}^  narrowed  towards  the  apex,  .slighll}^ 
rounded  at  the  base,  uearl}'  straight  in  front,  the  angles  acute, 
forniiug  a  small  tooth,  the  surface  with  some  very  minute 
and  remotely  placed  punctures,  the  disc  to  a  greater  or 
smaller  degree  black,  the  margins  more  or  less  flavous,  scutellum 
not  longer  than  broad,  its  apex  pointed,  impunetate,  elytra 
with  a  shallow  transverse  depression  below  the  base,  sulcate- 
striate,  the  interstices  slightly  eonvex,  more  so  at  the  sides, 
the  eighth  and  ninth  sulcus  abbreviated  anteriorly  and 
posteriorly,  the  elytral  depression  marked  with  a  narrow 
black  band,  more  or  less  interrupted,  the  suture  and  the  base 
also  spotted  or  marked  with  blaek,  underside  and  legs  black, 
more  or  less  marked  with  flavous,  sometimes  entirely  of  this 
colour,  the  anterior  femora  with  a  small  tooth,  the  anterior 
margin  of  the  thoracic  episternum  slightly  eonvex. 

Hab.  Java  (Fruhstorfer). 

To  be  t^eparated  from  its  allies  by  the  length  of  the 
antennae  and  the  finely  granulate  head  and  thorax  as  well 
as  by  the  markings  of  the  elytra. 

Heteraspis  borneensis  sp,  u. 

Below  obscure  cupreous,  above  dark  aeneous,  antennae 
black,  the  basal  joints  fulvous,  thorax  short  and  transverse 
remotely  punctured  sparingly  pubescent,  elytra  remotely  punc- 
tate-striate  near  the  suture,  the  sides  irregularly  punctured, 
pubescent  iike  the  thorax. 

Length  'S^j^  lines. 

Of  a  dull  aeneous  colour,  the  head  extremely  linely 
punctured  and  pubescent,  the  base  of  the  antennae  and  the 
clypeus  anteriorly  bright  metallic  aureous,  labrum  and  palpi 
fulvous.  antennae  long  and  slender,  extending  to  the  middle 
of  the  elytra,  black,  the  basal  three  joints  fulvous,  terminal 
joints  elongate,  not  thickened,  thorax  more  than  twice  as 
broad  as  long,  rather  short,  the  sides  rounded,  the  angles 
acute,  the  disc  rather  concex,  remotely  impressed  with  strong 
punctures  and  clothed  with  short  grey  pubesccnce,  scutellum 
broadcr  than  long,  subpenlagonal,  elytra  punctured  Iike  the 
thorax,  the  {)unctuation  arranged  in  rows  near  the  suture. 
more    dosely    and    irregularly    at    the    sides,    the    interspaces 

Stett.  entomol.  Zeit.  1895. 


62 

spariogly  clothed  witli  short  grey  pubeseence:   legs  violaceous, 
underside  obscure  cupreons.  clothed  witli  long  pubescenee. 
Hab.   Borneo. 

Tlie  Single  specimen  which  I  possess  of  this  species  is 
quite  distinct  from  the  majority  of  its  oongeners,  on  account 
of  the  verv  linely  punctured  head  and  the  remote  punctuation 
of  the  thorax,  the  width  of  the  latter  and  the  general  dull 
aeueous  colouv  of  the  upper  surface  in  connection  with  that 
of  the  lea:s  ect. 


Heteraspis  celebensis  sp.  n. 

Metallic  green,  clothed  with  long  white  pubescenee,  basal 
joints  of  the  antennae  fulvous,  thorax  subquadiate  closely 
rugose-punctate,  elytra  coarsely  and  closely  rugosely  punctu- 
red, the  interstices  tinely  punctate. 

Leugth  4  lines. 

Head  tlat.  closely  obliquely  strigose  at  the  sides,  witii  a 
short  cupreous  gioovc  at  the  middle,  the  clypeus  strougly 
punctured,  its  anterior  margin  slightly  eniarginate,  labrum  and 
palpi  nearly  black,  antennae  black,  the  baeal  Joint  metallic 
green,  the  following  two  joints  fulvous.  fhird  and  fourth 
joints  nearly  equal,  terminal  joints  bul  slightly  widened;  tho- 
rax tiansverse,  subquadrate,  the  sides  straight,  the  surface 
with  a  distinct  tubercle  near  the  anterior  angles,  clothed 
with  long  greyish  pubescenee,  ver}'  closely  rugose-punctate  at 
the  sides,  the  disc  closely  but  not  rugosely  punctured. 
scutellum  obscure  cupreous,  elytra  much  broader  than  the 
ihorax.  the  Shoulders  very  prominent,  the  surface  much  more 
coarsely  and  strongly  punctured  than  the  thorax,  the  inter- 
stices also  minutely  punctured:  underside  and  legs  slightly 
less  metallic  than  tlie  upper  surface,  scarcely  punctured. 

Hab.  Celebes. 

The  specimens  contained  in  my  collection  were  examined 
and  named  by  Lefevie  but  not  described  to  my  knowledge; 
the  species  is  very  closely  allied  to  the  well  known  H.  hirtus 
Eab.  from  which  it  seems  to  difler  in  the  longer  antennae 
and  the  more  strongly  and  rugosely  punctured  upper  surface, 
the  general  colour  above  is  also  less  bright,  of  a  darker  green 
and  the  thorax  is  but  little  metallic,  owing  to  the  dense 
pubescenee;  in  one  specimen  the  labrum  is  not  black  but 
cupreous. 

Stett    entomol.  Zeit.  1896. 


63 

Cleorina  nigrita  sp.  u. 

Black,  tlie  anteiiuae,  tibiae  and  tarsi  fulvout^,  thorax  very 
deeply  puoclured,  tlie  punctures  elongate,  coufluent  at  the 
sides,  elvtra  deepiy  punctate-striate  the  interstices  costate  at 
the  side^. 

Leogtli    i   liue. 

Head  very  remolely  but  strougly  pimetured,  the  elypeiis 
uearly  ^mooth,  labrum  fulvouB,  auteuoae  slender,  exteodiiig: 
beyoud  the  base  of  the  elytra,  fulvous,  the  basal  Joint  piceous 
above.  thiid  and  fonrth  joints  equaL  terminal  joints  scareely 
thickeued,  thorax  twiee  as  broad  as  long,  tlie  sides  stmighl, 
slightly  narrowed  anteriorly,  the  surface  deeply  impressed 
with  oblong  punctures,  which  at  the  sides  are  more  or  less 
contluent  and  the  interstices  convex,  the  anterior  margin  is 
accompaiued  by  a  row  of  tine  punctures,  the  base  in  front 
of  the  seutellum  nearly  impunctate,  scutellum  broader  than 
long,  elytra  with  a  rather  deep  transverse  depressiou  below 
the  base,  strongly  puuetate-striate  at  the  sides  and  within  the 
depressiou,  tinely  punctured  near  the  sutuve,  the  Shoulders 
very  prominent,  the  interstices  at  the  sides  raised  into  three 
or  four  strong  iongitudinal  costae,  the  tibiae  and  tarsi  fulvous, 
prosternum  transverse,  the  base  with  some  deep  punctures. 

Hab.  Borneo. 

Allied  <o  C.  fukipes  Lefev.  (Notes  Leyden  Mus.  Vol.  XII,) 
but  diflering  in  the  entirely  black  not  greenish-aeneous  colour, 
the  similar  coloiired  l'emora  and  the  lateral  costae  of  the 
elytra:  (\  fulritarsis  Lefev.  (Notes  Leyd.  Mus.  Vol.  IX)  is 
anotiier  closely  allied  species  but  dilfers  equally  in  colour,  in 
having  the  thorax  densely  punctured  at  the  disc  and  in  the 
apex  of  the  tibiae  being  fulvous  only. 

Abirus  speciosus  sp.  u. 

BeloM-  metallic  bluish,  above  bright  reddish-cuj)reous, 
head  and  thorax  strongly  punctured,  elytra  finely  punctate- 
striate  near  the  suture;  the  sides  strongly  transversely  rugose. 

Length  8  lines. 

Head  strongly  and  closely  punctured,  cupreous,  the 
dypeus  slightl}-  separated  from  the  face  by  a  transverse 
deprcssion,  antennae  purplish,  the  terminal  joints  broadly 
tlatteued  and  dilated,  secoud  Joint  ilavous;  Üiorax  twice  as 
broad  as  long,  the  sides  strongly  deflexed,  the  lateral  margins 
greatly  rounded,  rather  strongl}^  produced  at  the  middle,  the 
antei-ior  angles  acutely  produced,  posterior  margin  nearly 
straight,    the  surface   bright  cupreous,    the    sides    strongly  and 

Stett,  entornol.  Zeit.  1895. 


64 

closely  punctured,  the  diso  more  finely  so,  the  extreme  lateral 
margins  metallic  blue,  scutellum  as  broad  as  long,  smooth, 
elytra  with  about  six  rows  of  line  punctures  at  the  inner 
diso,  the  sides  very  strongl}'  transversely  rugoee,  the  lateral 
margins  metallic  blue,  rest  of  the  surface  bright  aureou?; 
underside  and  lege  metallic  blue  and  more  or  les!<  purplish. 

Hab.  New  Guinea. 

I  have  preserved  the  name  given  to  this  species  by 
Letevre  who  had  it  for  examination,  it  iß  much  distinguished 
by  the  bright  enpreous  colour  of  the  upper  surface. 

Corynodes  hirsutus  sp.  n. 

Metallic  green,  above  cupreous,  linely  pubeseent,  antennae 
and  legs  purplish,  thorax  extremely  closely  and  finely  punctu- 
red, pubeseent,  elytra  more  strongly  but  as  closely  punctured, 
finely  pubeseent,  the  sides  with  an  obsolete  costa. 

Length  4  liues. 

Head  wilh  a  deep  central  groove,  very  closely  and 
rather  finely  punctured,  as  well  as  the  supra-ocular  grooves, 
clypeus  transversely  subquadrate,  rugoseh^  punctured,  man- 
dibles  black,  antennae  purplish,  the  last  five  joints  broadly 
flattened,  the  dilatation  gradually  increasing,  thorax  twice  as 
broad  as  long,  of  nearly  equal  width,  the  sides  straight  at 
the  base,  rounded  in  front,  the  surface  extremely  closely  and 
rather  linely  punctured,  greenish  -  cupreous,  the  interstices 
closely  covered  with  short  greyish  pubescence,  scutellum 
broader  thau  long,  elytra  with  a  deep  transverse  basal  and 
inlrahumeral  depression,  reddish- cupreous,  punctured  and 
pubeseent  like  the  thorax,  the  sides  and  the  base  more 
strongly  punctured,  with  a  lougitudinal  ridge  from  the  Shoul- 
ders to  the  apex,  the  lateral  margin  rather  broad,  transversely 
strigose,  bluish;  legs  purplish,  claws  appendiculate. 

Hab.  Borneo. 

Tliere  will  he  no  difliculty  to  recognize  this  species  on 
account  of  the  general  colour  and  the  short  pubescence  of 
its  Upper  surface  which  is  only  possessed  by  another  species 
fC.  Dohrni). 

Corynodes  sumbawaensis  sp.  n. 

Metalhc  purplish,  above  obscure  greenish-purplish,  head 
and  thorax  coarsely  and  subremotely  punctured,  elytra  without 
depression,  closely  and  strongly  semi-regularly  punetate, 
claws  bilid. 

Length  41/2  li»es. 

Stett.  entomol.  Zeit.  1895. 


65 

üf  broad,  oblong-ovate  shape,  the  liead  witli  a  deep 
central  groove,  verv  coarsely  and  subconfluently  punctured, 
the  clypeue  separated  hy  a  deep  groove,  subquadrate,  closely 
and  subrugosely  punctured,  its  anterior  edge  nearly  straight, 
labrum  black,  antennae  purpbsh,  the  last  six  joints  broadly 
tlattened,  thorax  one  half  broader  than  long,  the  sides  nearly 
straight,  the  anterior  margin  not  produced  at  the  middle,  the 
surface  irregularly  impressed  with  deep  punctures,  the  margins 
nearly  impunctate,  the  interior  of  the  punctures  purplisli,  the 
ground  colour  greenish,  elytra  with  an  extremely  obsolete 
depression  below  the  base,  rather  less  strongly  punctured  than 
the  thorax  except  at  the  base,  the  punctures  arranged  in 
irregulär  closely  approached  rows,  the  interstices  finely 
aciculate,  the  sides  more  deeply  and  irregularly  punctured; 
underside  and  legs  purplish,  linely  and  closely  punctured. 

Hab.  Sumbawa. 

Corynodes  Lefevrei  sp.  n. 

Bright  metallic  green,  antennae  purplish,  thorax  long, 
sparingly  punctured,  elytra  depressed  below  the  base,  closely 
punctate-striate,  claws  appendiculate. 

Length   li/o  lines. 

Head  rather  closely  punctured,  the  clypeus  separated 
tVom  the  face  by  a  deep  groove,  wedge-shaped,  closely 
punctured,  labrum  metallic  green,  antennae  extending  below 
the  middle  of  the  elytra,  purplish-blue,  the  terminal  tive  joints 
l»roadly  dilated.  thorax  scarcely  one  half  broader  than  long, 
Ihe  sides  very  strongly  deflexed  anteriorly,  the  lateral  margin 
straight  at  the  base,  slightly  i-ounded  in  front,  the  anterior 
angles  strongly  produced;  the  anterior  margin  produced  at 
tlie  middle,  the.surface  sparingly  and  rather  finel}'  punctured, 
the  |)unctures  irregularly  distributed,  the  sides  entirely  im- 
])unctate.  scutellum  ]turi)li.--h,  oblong,  with  a  central  ridge, 
elytra  parallel:  transversely  depressed  below  the  base  with 
closely  approached  rows  of  tine  punctures,  distinct  to  the 
apex,  the  sides  plightly  tuberculate  below  the  Shoulders,  inter- 
mediate  femora  with  a  distinct  tooth,  the  tibiae  dilated  at 
the  apex,  clotlied  with  thick  fulvous  pubescence,  prosternun» 
broader  than  long,  longitudinally  strigose  and   punctured. 

Hab.  Java. 

The  thorax  in  this  species  is  longer  than  in  any  of  the 
Eastern  forms  wilh  which  I  am  acquainted,  this  character,  the 
ßparing  piinctuation  and  the  tine  and  closely  approached  rows 
nj  punctures  ofthe  elytra  will  help  to  distinguish  the  species. 

Siett.  cntomol.  Zeit.  1890.  5 


66 

Corynodes  multicostatus  s.}».  n. 

Below  metallic  blue,  above  aureous  or  brassy.  thorax 
transverse,  coarsely  punctured,  elylra  subquadrale,  closely  and 
ßtronglj"  punctate-striate,  the  interstices  longitudinally  costate 
throughout. 

Var.  Entirel}^  violaceous  blue. 

Leugth  31/2  lines. 

Of  broadly  subquadrate  sliape,  the  head  strongly  but 
not  closely  punctured,  the  clypeus  separaled  b}'  a  deep  traus- 
verse  groove,  blue  or  greeu,  closely  punctured,  antcuuae 
scarcely  extending  beyond  the  base  of  the  thorax,  purplish, 
the  terminal  tive  joints  broadly  flattened;  thorax  twice  as 
broad  as  long,  short,  the  sides  evenly  rounded,  the  anterior 
rnargiü  not  produced  at  the  middle,  the  surface  moderately 
convex  with  a  narrow  anterior  deep  groove  accoinpanying 
the  anterior  margin,  the  diso  coarsel}',  irregularly  and  rather 
closely  punctured,  the  extreme  sides  nearly  impunctate, 
scutellum  slightly  longer  than  broad,  elytra  strongly  convex, 
with  a  shallow  trausverse  depression  at  the  sides  below  the 
Shoulders,  witli  about  eighteen  or  twenty  rows  of  deep,  closely 
approached  punctured,  all  the  interstices  longitudinally  costate, 
the  last  ones  moi'e  strongl}'  raised  than  the  others:  undorside 
and  legs  entirely  violaceous  blue,  claws  appendiculate. 

Hab.  Borneo. 

I  know  of  no  other  species  with  which  to  coniparc  the 
present  oue,  the  short  snbquadrate  shape,  the  equally  short 
antennae  and  the  numerous  elytra  costae  will  help  in  its 
recoguitiou,  the  male  does  not  seem  to  differ  exccpt  iu  the 
slightly  less  strongly  raised  costae  of  the  elytra;  there  are 
four  specimens  conlaiued  in  my  collectiou  of  which  three 
reprcseut  the  briglit  metallic  aureous  form  und  tiic  »»liier 
the  dark   blue  variety. 

Corynodes  rug^ipennis  sp.  u. 

Metallic  green,  antennae  purplish,  head  strongl}'  and 
closely,  thorax  more  iiuely  punctured,  elytra  closely  rugose- 
punetate  and  sparingly  pubescent,  subopaque. 

Length  5  lines. 

Of  parallel  and  moderately  convex  shape,  brighl  green, 
the  head  strongly  and  moderately  closely  pimctured,  clypeus 
transversc,  very  closely  punctured,  labrum  metallic  green, 
anteimae  not  extending  to  the  middle  of  the  ehtra,  the 
terminal  five  joints  broadly  ilatteued,  purplish,  thorax  twice 
as    broad    as    long,    snbquadrate,    the    sides    slightly    rounded 

Stett.  entumol.  Zeit    lä9S. 


67 

before  tlie  middle.  nanowly  marginale  as  well  as  tlie  anterior 
and  basal  margin,  tlie  surface  irregularly  and  subremolely 
punetured,  the  margins  with  a  row  of  vStronger  punctures, 
scutellum  ratlier  longer  than  broad,  elytra  elongate,  much 
broader  than  the  thorax,  very  strongly  and  closely  rugose 
punctate,  the  interstiees  wrinkled  and  ^paringl)  clothed  with 
greyish  hairs  towards  the  apex,  the  sides  with  a  narrow  biit 
strongly  vaised  costa  not  extending  to  the  base  nor  apex. 

Hab.  Siam. 

Of  this  species,  much  distiuguished  by  the  eiitirely  rugose 
surface  of  the  elytra  five  specimens  are  contained  in  my 
collection. 

Chrysochus  siamensis  sp.  n. 

Metallic  green,  the  ba8e  of  the  head  purplish,  thorax 
coarsely  punetured,  with  a  round  purplish  spot  on  the  disc, 
elytra  strongly  und  closely  punctate-striate,  the  suture  poste- 
riorly,  the  lateral  margins  and  a  broad  transverse  band  before 
the  middle,  purplish. 

Length  'S^l.^ — Jij^  lines. 

Head  strongly  and  closely  punetured,  the  upper  half 
purplish,  the  lower  one  metallic  bright  green,  the  middle 
with  a  longitudinal  short  groove,  cly])eus  not  separated  from 
the  face,  more  coarsely  punetured,  labrum  fulvous,  antenuae 
black,  the  lower  four  joints  fulvous,  the  basal  Joint  metallic 
gi*een  above,  tliird  Joint  longer  than  the  fourth,  terminal 
joints  slightly  widened,  not  extending  to  the  middle  of  the 
eh'tra.  thorax  twice  as  broad  as  long,  of  equal  width,  the 
sides  slightly  lounded  at  the  middle,  straight  at  the  base,  the 
disc  convex,  very  strongly  and  rather  closely  punetured, 
metallic  green  or  brassy.^  the  middle  with  a  large  purplish 
patch,  scutellum  purplish,  elytra  very  closely  and  rather 
strongly  punctate-striate,  the  punctures  stronger  at  the  sides 
below  the  base,  the  suture  from  the  middle  to  the  apex  with 
a  narrow  posteriorly  gradually  widened  purplish  band,  the 
lateral  margin  broadly  of  the  same  colour  and  a  similar  band 
placed  transversely  oblique  before  the  middle  and  widened 
towards  the  sides:  the  breast  and  legs  metallic  green,  Ihc 
base  of  the  femora  and  the  ubdomen  purplish,  claws  bitid, 
anterior  margin  of  the  thoracic  episternum  convex. 

Hab.  Siam. 

Two  specimens  of  this  very  handsome  species  are 
contained  in  my  collection,  in  one  the  elytra  are  of  a  more 
cupreous  tint. 

Sietf.  eutomol.  Zeit.  1895.  5* 


68 

Chrysomelidae. 
Stethomela  Balyi  i^^p.  n. 

Reddish-fulvous,  antennae  (the  basal  Joints  excepted) 
black,  thorax  strongly  aud  remotelj  piinctured,  elytra  metallic 
greeu  or  cupreous,  strongly  punctate-striale,  the  interstices 
(inely  punctured,  tibiae  and  tarsi   metallic  green. 

Leogth  4  lines. 

Head  impunctate,  fulvous,  clypeus  very  short  bonnded 
above  by  a  transvevse  deep  depression,  antennae  extending 
to  the  base  of  the  elytra,  black,  the  basal  two  or  three  joints 
fulvous,  terminal  joints  tlattened,  louger  tliau  broad,  thorax 
three  times  broader  than  long,  the  sides  rounded  at  the 
middle,  the  anterior  margin  deeply  concave,  the  surface 
rather  convex,  very  sparingly  punctured  on  the  disc,  the 
sides  more  closely  punctate,  scutelium  fulvous,  triangulär, 
elytra  subquadrate,  metallic  green,  strongly  punctate-striate, 
the  interior  of  the  punctures  purplish,  the  rows  sometimes 
with  extra  punctures  or  the  latter  displaced,  the  interstices 
finely  and  sparingly  punctured,  underside  aud  femora  fulvous, 
the  tibiae  and  tarsi  metallic  green,  the  posterior  tibiae  strongly 
curved,  claws  appendiculate,  the  inner  division  pointed,  proster- 
uum  emarginate  at  the  base,  the  apex  scarcely  produced, 
anterior  coxal  cavities  open. 

Hab.  Australia,  Cooktown. 

Closely  alhed  to  S.  julmcollis  Jac.  likewise  from 
Australia  but  smaller,  of  brighter  metallic  green  colour  and 
the  elytra  with  single  not  double  rows  of  punctures  as  well 
as  the  interstices  linel}'  ])unctured,  there  is  also  a  round  small 
fovea  visible  at  the  lateral  margin  below  the  Shoulders. 
1  have  seen  three  specimens  of  this  species. 

Stethomela  viridissinia  sp.  n. 

Metallic  bluish-black  below,  above  bright  metallic  green,- 
the  clypeus,  basal  joints  of  the  antennae  and  the  legs  fulvous, 
thorax  strongly  punctured  uear  the  base  only,  elytra  regularly 
punctate-striate,  the  base  with  two  or  three  foveae  below  the 
Shoulders. 

Length  3  lincb. 

Head  impunctate,  witli  a  deep  triangulär  fovea,  the 
clypeus  in  shape  of  a  narrow  transverse  ndge,  fulvous, 
labrum  fulvous,  terminal  Joint  of  the  paipi  transverse,  truncate, 
antennae  black,  the  Iower  three  joints  iulvous,  terminal  joints 
scarcely   widened,    elongate,    thorax   three  times    broader    thaa 

Sfett.  eatomol.  Zeit.  1895. 


69 

loim.  the  sides  rouiided  betöre  the  middle,  sliglith'  uarrowed 
at  the  base,  tlie  surfaee  neurly  impunctate  anteriorly,  the 
base  with  some  deep  punetures  inegularly  distributed,  the 
anterior  anulefi-  fulvous  within,  elytra  very  regularly  and 
rather  strongly  punctate-striate,  the  Shoulders  prominent  and 
tbllowed  at  the  sides  by  several  deep  foveae,  placed  trans- 
versely,  the  interstices  very  minutely  punctured,  legs  fulvous, 
the  l'our  anterior  tibiae  strongly  eurved,  claws  appendieulate, 
prosternum  emarginate  at  the  base,  longitudinally  sulcate. 

Hab.  Queensland. 

To  be  distinguished  IVom  olher  allied  species  by  the 
Julvous  elypeus,  the  punctures  at  the  base  only  of  the  thorax, 
the  ^hort  autennae  and  the  general  bright  metallic  green 
coloration  of  the  upper  surfaee;  in  both  the  specimens  before 
me,  the  anterior  angles  of  the  thorax  are  fulvous  at  the 
inner  side. 

Stethomela  olivacea  sp.  n. 

Fulvous,  anteunae  (the  basal  joints  excepted)  black, 
thorax  strongly  punctured  at  the  sides,  the  disc  sparingly 
punctured.  elytra  olivaceous-green,  very  deeply  punctate- 
striate.  the  lateral  margins  purplish. 

Length  S^jo  lines. 

Head  with  a  i'ew  punctures  at  the  lower  portion,  the 
elypeus  separated  from  the  face  by  a  transverse  groove, 
antennae  extending  nearly  to  the  middle  of  the  el^'tra,  black, 
the  lower  two  joints  fulvous,  terminal  joints  elongate.  thorax 
niore  than  twice  as  broad  as  long,  the  sides  nearly  straight, 
the  anterior  margin  deeply  concave,  the  disc  sparingly  and 
rather  tiuely,  the  sides  strongly  and  rather  dosely  punctured, 
fulvous,  el3'tra  metallic  green,  of  an  olivaeeous  tint,  the  mar- 
gins more  or  less  distinctly  purplish,  the  Striae  very  deep 
aud  regularly  punctured,  the  interstices  minutely  punctate, 
the  Shoulders  moderately  prominent,  bounded  by  a  transverse 
depression  below,  the  punctures  within  this  depressioii  larger 
than  the  others;  underside  and  legs  fulvous,  prosternum 
emaiginate  at  the  base,  th.e  apex  truncate  and  perpendicularly 
produced. 

Hab.  Queensland. 

Allied  to  S.  Bahji  but  the  sculpturing  of  the  thorax 
and  that  of  the  elytra  quite  ditferont  as  well  as  the  colour 
of  the  latter. 

Stett.  enloiiiol.  Zeil.  1S95. 


70 

Chalcomela  fulvipes  sp.  u. 

Metallic  green.  the  labrum,  antennae  and  legs  IuIvoun, 
thorax  linely  and  closely  punctured,  elytra  strongly  and  regu- 
larly  punctate-striate,  the  sides  strongl}^  lobed  at  the  base, 
elaws  simple. 

Length  S^j^  lioes. 

Head  impunetate,  clypeus  not  separated  from  tlie  face, 
the  Space  above  the  insertion  of  the  antennae  in  shape  of  a 
strongl}^  raised  short  ridge,  labrum,  maudibles  and  palpi  ful- 
vous,  terminal  joiut  of  the  latter  nearly  as  long  as  the  prece- 
ding  one,  antennae  extending  to  the  base  of  the  elytra  only, 
fulvous,  all  the  joints  ^^hort,  the  iifth  and  following  ones 
tvansversel}"  widened,  thorax  three  times  broader  than  long, 
slightly  widened  at  the  middle,  Ihe  sides  nearly  straight,  the 
surface  closely  and  linely  punctured,  with  a  row  of  deep 
punctures  on  the  basal  margin,  scutellum  triangulär,  elytra 
with  a  strongly  produced  lateral  lobe,  ver}'  regularly  punctate- 
striate,  the  punctures  closely  placed,  nearly  obsolete  at  the 
apex,  Shoulders  not  very  acute,  bounded  by  a  deep  depressiou 
witliin,  the  last  two  rows  with  some  deeper  punctures  below 
the  Shoulders,  legs  fulvous,  prosteruum  narrow,  not  raised, 
longitudinally  chanelled,  claws  simple. 

Hab.  Queensland. 

Distinct  from  any  of  ils  allies  by  the  colour  of  the 
antennae  and  legs. 

Halticidae 

Simaethea  dimidiata  sp.  u. 

Elongate,  broad,  robust,  black,  head,  antennae  and  tho- 
rax bright  fulvous,  thorax  strongly  and  remotely  punctured, 
elytra  deeply  punctate-striate,  the  anterior  half  fulvous,  the 
posterior  one,  black. 

Length  4'|o  lines. 

Head  impunetate,  fulvous,  frontal  elevations  strongly 
raised,  clypeus  narrowly  transverse,  palpi  incrassate  at  the 
penultimate  Joint,  tlavous,  antennae  not  extending  to  the 
middle  of  the  elytra,  flavous,  third  and  fourth  joints  equal, 
terminal  joints  slightly  shorter  aud  thicker,  thorax  twice  as 
broad  as  long,  subquadrate,  the  sides  rounded  in  front,  straight 
at  the  base,  the  surface  rather  convex,  coarsely  and  remotely 
punctured,  fulvous,  scutellum  black,  elytra  transversely  depressed 
below  the  base,  coarsely  punctate-striate,  the  third  interstice 
with    some    extra    punctures,    the    anterior    half    fulvous,    the 

Stett.  entomol.  Zeit.  1895. 


71 

other  blaek,  undevside  and  the  posterior  legs  black,  the 
anterior  ones  fulvous  below. 

Hab.  Java  (Fruhstorfer). 

Nearly  allied  to  S.  Laportei  Baly  bat  of  dilTerent  colo- 
ration  and  the  elytral  punctuatiou  deep  and  large  instead  of 
fine  as  in  that  !^peeies.  A  Single  Jrpecimen  was  obtained  by 
Herr  Fruhstorfer, 

fialerucidae. 

Malaxia  maculicollis  sp.  n. 

Black,  linely  pubescent,  the  basal  joints  of  the  antennae 
more  or  less  testaceous,  thorax  flavous  with  a  black  spot, 
linely  rugose,  elytra  bright  green,  very  finely  rngose;  legs 
flavous. 

Length  2— 2i|.  lines. 

Head  broad,  rugose  at  the  vertex,  the  latter  black  as 
well  as  the  labrum,  clypeus  flavous,  antennae  as  long  as  the 
body,  black,  the  third  Joint  shorter  than  the  fourth,  the  latter 
and  the  intermediate  joints  very  elongate,  terminal  joints 
shorler,  the  basal  two  joints  testaceous  below,  thorax  twice 
as  broad  as  long,  the  sides  narrowed  at  the  base,  anterior 
angles  entirely  obsolete  and  rounded,  the  surface  transversely 
rugose  and  sculptured  like  the  head,  flavous  with  a  rounded 
black  spot  at  the  middle  of  tlie  disc  and  another  at  the  sides 
below,  scutellum  black,  elytra  parallel  and  narrow,  bright 
metallic  green,  finely  rugose  and  transversely  wrinkled,  the 
extreme  lateral  margin  purplish;  underside  black,  legs  flavous. 

Hab.  New.  Guinea. 

This  is  a  rather  smaller  species  and  of  more  slender 
shape  Ihau  most  of  its  congeners,  and  priucipally  distinguished 
by  the  tlavous  thorax,  spotted  with  black  on  the  disc  and 
at  the  flanks  below. 

Anthipha  (Dercetis  Clark)  quadrimaculata  sp.  n. 

Flavous,  the  head  black,  thorax  very  sparingly  punctured, 
elytra  distinctly  semipunctate-striate,  a  transverse  band  at  the 
base  and  a  smaller  rounded  spot  below  the  middle,  black, 
breast   more  or  less  fulvous,  the  sides  black. 

Length  21/2 — '^  lines, 

Head  impunctate,  the  vertex  black,  frontal  tuber«-les 
oblic|uely  transverse,  carina  widened  in  front,  labrum  flavous, 
the  third  Joint  one  half  longer  than  the  second  in  tlie  male, 
twice  as  long  in  the  female  and   half  tlie  length  of  the  fourth 

Stelt.  e.ntomol.  Zeit.  1895. 


72 

Joint:  thorax  more  thaa  twice  as  broad  as  long,  the  sides 
neavly  straight,  the  anterior  angles  slightly  oblique,  anterior 
margin  nearly  straight,  posterior  one  roiinded,  the  surface 
sotnewhat  eonvex,  flavous,  with  a  few  tine  punctures  near 
the  anterior  angles  and  at  the  disc,  ^cutelkan  tlavous,  elytra 
•with  a  slight  depression  near  the  suture,  rather  elosely  and 
diptinctly  piinctiired  in  regulär  rows  which  become  more 
obsolete  near  the  apex,  the  base  to  the  extend  of  one  third 
is  occupied  by  a  transverse  black  band  interrupted  by  the 
sutinal  margin  and  slightly  narrowed  near  that  place.^  a 
rounded  spot  is  also  placed  below  the  middle,  both  these 
markiugs  are  sHghtly  edged  with  fulvous,  the  underside  and 
legs  are  flavous,  the  breast  reddish  fulvous  more  or  less  black 
at  the  sides. 

Hab.  Java  (^coUected   by  Mr.  Fruhstorfer). 

Allied  to  A.  iplagiata  Alld.  bul  differing  in  the  eolour 
of  the  head  and  of  the  breast  and  in  the  more  regulär 
punctuatiou  of  the  ely(ra,  in  some  specimens  the  posterior 
elytral  spot  is  nearlv  obsolete  or  of  a  dark  fulvous  eolour  as 
well  as  the  sutural  margin. 

Anthipha  nigra  Allard, 

The  type  of  this  species  is  of  au  eutirely  black  eolour 
<^the  autenuae  excepted)  and  a  variety  described  by  M.  Allard 
has  the  apical  third  portion  of  the  elj'tra  rufous,  I  possess 
however  eight  specimens  from  Borueo  in  which  only  the 
base  of  the  elytra  is  black,  the  rest  being  rufous,  as  I 
canuol  distinguish  Ihese  specimens  in  any  other  way  from 
the  typical  form  I  must  look  upon  them  as  another  variety, 
similar  in  coloration  to  so  many  other  species  belonging  to 
diftereut  genera  iuhabiting  the  Malayan  Islands.  The  species 
is  also  found  at  Perak  and  Öingapoor.  A  very  closely  allied 
(if  not  identical)  species  i.s  A.  abdominal h  Jac.  in  which 
however  the  cntire  abdomeu  is  fulvous  as  well  as  the  apex 
of  the  elytra,  but  it  is  quite  possible  that  A.  nigra  is  but  a 
black   variety  of  that  species. 

Anthipha  marginicoUis  sp.  n. 

Fulvous,  Ihe  inlermediale  joiuts  of  the  anteunae  and  the 
tibiae  and  tarsi  black.  thorax  nearly  iminiuctate,  margined 
with  black,  elytra  cou^  ex.  metallic  dark  greeu,  lincly  and 
closely   puüt'tured. 

Leugth  3  lines. 

SteU.  eutomoL  Zeit.  lad:. 


73 

Head  lulvou»,  the  frontal  tubeicles  aud  tlie  clypeus 
slrouül.v  raised,  the  latter  triaugiilar,  aüteuuae  extcnding  beyond 
tlie  niiddle  of  the  elytra,  black,  the  tirst  aud  third  Joint 
and  the  apical  two  joints  fiilvous,  third  Joint  nearly  as  long 
as  the  lirst  but  sligj)tly  shorter  than  the  fourth,  thorax  more 
thau  twice  as  broad  as  long,  rather  convex,  the  sides  nearly 
straigiit,  the  anterior  angles  oblique,  the  diso  not  perceptibly 
puuetured,  fulvous,  all  the  margins  navrowly  black,  scutelluin 
lulvou.-,  elytra  convex,  not  depressed  below  the  base,  broader 
thau  the  thorax.  very  fiuely  aud  closely  punctured,  dark 
metallif  green;  uuderside  testaceoiis,  legs  fulvous,  the  tibiae 
and  tarsi  black,  the  metatarsus  of  the  posterior  legs  longer 
thau  tlie  following  joints  together. 

Hab.   Borneo. 

Principally  distiugnished  by  the  colonr  of  the  untennae 
and  thorax. 

Anthipha  Fruhstorferi  ^p.   u. 

Testaceous,  the  anteuuae  (the  basal  joints  excepledj  and 
the  tibiae  and  tarsi  black,  thorax  impunctate,  elytra  distinctlj 
puuetured  in  closely  approached  senii-regular  lines. 

Length  2'j2   lines. 

Head  impunctate.  the  frontal  elevations  distinct,  anteunae 
long  and  sleuder,  black,  the  basal  Joint  (and  sometimes  the 
followiug  two  joints)  fulvous,  the  second  and  third  Joint  short, 
equal  in  the  male,  the  third  slightly  longer  in  the  feinale,  the 
fourth  Joint  very  long,  thorax  more  than  twice  as  broad  as 
long,  the  sides  very  slightly  rounded  at  the  middle,  the  angles 
promiueut,  the  surface  smooth  aud  shining,  impunctate  willi 
the  exceptiou  of  a  few  tine  jtunctures  anteriorly  uear  the 
angles,  elytra  with  an  obsolete  depressiou  uear  the  suture 
below  the  base,  distinctly  punctured  in  rows,  tibiae  and  tarsi 
black:  male  organ  long  and  slendcr,  curved  upwards,  the 
poiut  divided. 

Hab.    Java  (Fruhstorfor). 

Closely  allied  to  A.  Javana  Jac.  but  the  thorax  without 
any  depressiou,  the  elytra  more  strongly  punctured  with 
a  basal  deprepsion  aud  the  uuderside  entirely  testaceous. 
Three  sjiecimens  are  contained  in  my  collection. 

Anthipha  subrugosa  sp.  n. 

Testaceous,  the  anteuuae.  tibiae  aud  tarsi  bla(;k,  thorax 
impunctate,  shining,  elytra  very  strongly  and  deeply  punctured 

Siett.  entoiiiol.  Zeit.  1S95. 


74 

in  closfly  approached  rows.  testaceou?,  the  extreme  »nar- 
siri"^   blaek. 

Length  21/2  lines. 

Head  impunctate,  the  frontal  tubercles  oblique,  antennae 
tili»  aud  slender,  black,  the  third  Joint  twiee  as  long  as  the 
sei'ond  biit  one  half  shorter  tlian  the  fourth  Joint,  thorax 
Iwice  as  broad  as  long,  the  sides  straight,  the  anterior  augles 
obliquely  thickened,  the  surface  with  a  few  minute  pimctures 
at  the  sides,  testaeeoiis,  shining,  eljtra  not  depressed  below 
tl»e  base,  coarsel}'  and  elosely  punetured  in  semi-regular  rows, 
the  Spaces  between  the  punetures  not  larger  than  the  pune- 
tures  themselves,  with  sonne  traces  of  longitudinal  smooth 
lioes,  all  the  margins  very  narrowly  black,  underside 
testaceous,  the  breast  also  margined  with  black,  tibiae  and 
tarsi  of  the  latter  colour. 

Hab.  Borneo. 

This  Anthipha  may  be  known  from  other  almost 
sinnilarly  coloured  species  by  the  strong  and  almost  rugose 
punctuation  of  the  elytra,  the  specialen  in  my  collection  is 
probably  a  female. 

Aenidea  longicornis  sp.  n. 

Metallic  green,  the  antennae  (the  apical  Joint  excepted} 
and  legs  fulvous,  thorax  bifoveolate,  minutel}-  granulate  and 
very  linely  punetured,  elytra  more  strongly  and  elosely  pune- 
tured in  semiregular  rows. 

,j.  The  head  with  a  deep  excavation  below  the  antennae. 

Length  2i'2  lines. 

Of  narrow  and  elongate  shape,  metallic  green,  impunctate 
at  th(!  Vertex,  the  entire  low  er  portion  occupied  by  a  deep 
excavation  in  the  male,  the  interior  of  which  is  furui^hed 
with  some  stiff  bristles,  eyes  large  and  prominent,  »-lypeus 
and  labrum  black,  antennae  extending  to  the  end  of  the 
elytra,  fulvous.  the  last  Joint  fuscous,  the  second  Joint 
extremely  small,  moniliform,  third  Joint  Ihe  longest,  siender, 
fourth  and  following  joints  thicker  aud  shorter:  thorax  scarcely 
twice  as  broad  as  long,  subquadrate.  the  disc  very  deeply 
bifoveolate,  minutely  gi-anulate  and  very  linely  and  sparingly 
punetured,  seutelhim  broad,  trigonate,  elytra  with  a  shallow 
depression  below  the  base,  very  elosely  and  rather  strongly 
punetured  with  some  obsolete  longitudinal  Striae  at  the  sides, 
tlic  punctuation  at  the  apex  tiuer  and  more  remote.  under- 
side   metallic    ureen:    impunctate.    legs   siender.    fulvous,    tibiae 

St«tt.  «DKiinol.  Zti!.  IfeSS. 


75 

unarmed,  the  tiist  Joint  of  the  posterior  tarsi  longer  than  the 
following  joints  together,  anterior  cotyloid  eavities  closed. 

Hab.  Madura. 

Allied  to  A.  metallica  Jac.  from  Borueo,  but  the  head 
entirely  metallie  green,  tlie  apical  Joint  of  the  antenuae  blaok, 
the  thorax  without  punctures  and  tlie  metatarsus  of  the 
posterior  legs  much  longer,  the  general  size  of  the  insect 
also  smaller;  the  female  has  a  simple  head  and  the  third 
and  fourth  joints  of  the  antennae  are  of  eqnal  length. 

Sermyloides  philippinensis  sp.  u. 

Oblong-ovate,  convex,  fulvoiis,  the  antennae  and  the  four 
anterior  legs  llavous,  underside  and  posterior  legs  black, 
tliorax  impunctate,  elytra  rather  strongly  punctnred. 

Length  31/2  lines. 

Head  impunctate,  the  frontal  tubercles  narrowly  trans- 
verse,  antennae  flavous,  the  second  Joint  extremely  small, 
moniliform,  the  third  shorter  than  the  fourth,  like  the  following 
Joints  tlattened  and  of  somewhat  eiougate  triangulär  shape, 
thorax  narrowi}-  transverse,  the  sides  narrowed  in  front,  the 
anterior  margin  concave,  the  posterior  one  parallel,  the  anterior 
angles  oblique,  the  surfaee  impunctate,  fulvous,  scutellum 
broadly  triangulär,  fulvous,  elytra  convex,  rather  dosely  and 
strongly  punctured;  underside  and  the  posterior  legs  black, 
their  tarsi  fulvous,  the  four  anterior  legs  flavous. 

Hab.  Philippines. 

The  shape  and  struetural  characters  of  this  species 
agrees  with  tlie  typical  form  S.  hasalis  Jac.  from  Sumatra 
which  is  itself  extremely  variable  in  eoloration,  but  the  shape 
of  the  antennae  in  the  present  species  of  which  I  possess 
a  Single  apparently  female  specimen  differs  from  those  of 
the  same  sex  in  S.  basalis  in  which  the  joints  are  not 
flattened  and  widened  and  much  less  robust,  moreover  I  have 
not  Seen  amongst  the  many  specimens  from  Sumatra  I  had 
before  me,  one,  coloured  like  the  present  insect  in  regard 
to  the  legs. 

Buphonida  philippinensis  sp.  n. 

Pale  fuscous,  closely  pubescent,  the  intermediale  joints 
of  the  antennae  black,  head  linely  punctured,  thorax  short, 
transversely  sulcate,  pubescent,  elytra  linely  rugose-punctate, 
closely  pubescent. 

Length  'S^j^  lines. 

Stett.  entomol.  Zeit.  1895. 


76 

Kariowly  eloogate,  pale  teslaeeous  or  fuscous.  tlie  liead 
clos-ely  punc'tiired,  broad.  tlie  IVoutal  elevatioüt^  transverse, 
clypeus  nanow,  triangulär,  sliining,  autenuae  lather  long, 
filiform,  the  lower  and  the  terminal  three  joints  more  or  less 
testaceous,  tlie  others  black,  tbird  Joint  sliorter  tban  tbe  fourtb, 
thorax  sliort.  transverse,  tbe  sides  straigbt,  sliobtly  subangulate 
before  tbe  middle.  tbe  anterior  angles  dentiform,  the  posterior 
ones  oblique,  surface  transverseh"  but  ratber  .sballowv  sulcate, 
finelv  punctured,  tbe  punctuation  nearly  obseured  bv  tbe 
close  greyisb  pubescence.  elytra  elongate,  tbe  apieal  augles 
acute,  tbe  sides  vvitb  a  iongitudinal  sballow  sulcus,  tbe  surface 
sculptured  and  pubescent  like  tlie  tborax,  epipleurae  indi^tinct 
below  tbe  middle,  tibiae  unarmed,  tbe  fir?t  Joint  of  tbe 
posterior  tarsi  longer  tbaii  tbe  foUowing  joints,  claws  bitid. 
anterior  eoxal  cavilies  closed. 

Hab.  Pbilippine  Islands. 

Candezea  discoidalis  i>j).  n. 

Obloiig-ovate,  coiivex.  fiiivou>.  tbe  intermediate  joints  of 
the  antennae  and  tbe  legs  black,  bead  and  tborax  rufous, 
impunctate,  elytra  minutely  punctured,  black,  tbe  disc  with 
a  trausver,-e  pale  yellow   band  or  spot,  the  apex  fulvous. 

Mas.  Elytra  with  a  basal  fovea,  the  last  abdominal 
Segment  trilobate,  the  intermediate  lobe  concave. 

Length  2  lines. 

Head  impunctate,  rufous,  the  eyes  very  large,  occupying 
the  entire  side  of  tbe  head.  IVoutal  tubercles  distinct.  poiuted. 
palpi  Idack,  antennae  slender,  the  tlrst  Joint  very  long  and 
.elender,  the  second  one  short,  the  third  twice  as  long,  the 
fourtb  double  the  length  of  the  preceding  one,  the  lower  three 
or  four  joints  more  or  less  fulvous  (sometimes  nearly  black) 
the  three  apieal  Joints  flavous.  terminal  Joint  more  or  less 
black:  thorax  subquadratc,  scarcely  hmger  than  broad,  the 
margins  straigbt.  the  surface  cxtremely  minutely  and  closely 
punctured,  reddish  fulvous;  elytra  broader  than  the  thorax 
strougly  convex  aud  wideued  posteriorly.  slightly  more  strongly 
punctured  than  the  thorax  aud  nearly  as  closely  so,  black, 
the  anterior  portion  occupied  by  an  ovate  pale  llavous  |)ntch 
of  variable  size  not  extending  to  the  niargin-.  the  apex  more 
or  less  rufous.  epipleurae  narrow  but  continued  below  the 
middle.  legs  black.  posterior  lirst  Joint  of  the  tarsi  exlre- 
melv  Ions. 

*  Hab.   Perack. 

Sictl.  euioinoi.  Zeit.  lyib. 


77 

Cerophysa  (l)  facialis  n.  sp. 

Fulvous,  the  apex  of  tlie  elytra  and  the  abdomen  black, 
antennae  tlavous,  thorax  trausverse,  impuuctate,  transversely 
sulcate,  elytra  finely  and  closely  pnnctured. 

Mas.  The  loM-er  portiou  of  the  face  deeply  exeavated, 
furnished  witli  bristles,  palpi  greatly  dilated,  the  fourth  Joint 
of  the  antennae  aagularly  emarginate. 

Length  31/2  lines. 

Elongate  and  parallel,  reddish-fulvous,  the  head  impuuctate 
the  frontal  tuberi-les  trigonate,  distinctly  raised,  flavou;^,  the 
eatire  lower  portiou  of  the  face  deeply  exeavated,  the  mav- 
gins  of  the  cxcavation  furnished  vvith  long  curved  bristles, 
the  top  provided  with  two  hornlike  projections,  palpi  flavous, 
the  terminal  Joint  enormously  dilated,  truncate  at  its  apex 
with  a  very  short  appendage  inserted  at  the  top,  antennae 
flavous,  extending  beyond  the  middle  of  the  elytra,  the  firsl. 
Joint  long  and  slender,  the  second  extremely  short,  the  third 
longer  than  the  fourth,  the  latter  deeply  and  angularly 
emarginate,  the  apex  projected  into  a  point,  the  following 
joints  nearly  equal;  thorax  twice  as  broad  as  long,  the  sides 
widened  and  strongly  rounded  anteriorly,  the  angles  not 
})roduced,  the  surface  with  a  rather  shallow-  transversa 
depression,  not  extendig  quite  to  the  sides,  impuuctate , 
fcfutellum  broad,  its  apex  somewhat  truncate,  elytra  very 
tinely  and  closely  punctured,  fulvous,  the  apex  black, 
their  epipleurae  very  broad  at  the  base,  extending  nearly  to 
tiie  apex,  tibiae  unarmed,  the  first  Joint  of  the  posterior  tarsi 
as  long  as  the  following  joints  together,  claws  appendioulale, 
the  anterior  cotyloid  cavities  open. 

Hab.  New   Guinea. 

It  is  probable  thal  this  curious  species  of  which  1  posess 
two  male  specimens  forms  the  representative  of  a  new  genus, 
allhough  I  have  at  present  placed  it  in  Cerophysa  with  which 
it  agrees  in  most  structural  characters  except  in  that  of  the 
antennae,  which  in  the  male  insect  of  Cerophysa  have  some 
strongly  dilated  joints.  The  present  species  bears  a  great 
resemblance  to  Platyxantha  paUipes  Fab.  from  which  it  only 
differs  in  the  structure  of  the  antennae  and  in  the  open 
anterior  coxal  cavities. 

Cerophysa  borneensis  u.  sp. 

Metallic  bhie,  apical  joints  of  the  antennae  flavous,  head 
and  thorax  metallic  green,  the  latter  bifoveolate,  elytra  dark 
blue,  closely  and  strongly  punctured. 

Stett.  entomol.  Zeit.  1895  . 


78 

,^.  Anteunae  \viih  ihe  Ihiid  Joint  strongly  wideued  and 
thickened.  its  surtace  deej)ly  t-oneave.  the  toiiitli  Joint  Irans- 
verse, hollowed  out. 

9..  Antennae  simple,  the  apical  two  joints  tlavous,  thorax 
remotely  punctured. 

Leugth  2 — 3  lines. 

(^.  Head  metallic  green,  tlie  vertex  convex,  longitudinally 
grooved:  impimctate,  eyes  very  large,  frontal  tiibercles  absent, 
clypeus  narrowly  transverse,  palpi  thickened,  antennae  black, 
pubescent,  the  apical  Joint  flavous,  tirst  Joint  rather  long, 
second  very  short,  moniliform,  third  mach  widened,  deeplj 
sulcate  above,  fourtli  tninsversely  placed,  spade-shaped,  the 
iollowina  joints  nearly  equal,  the  seventh  slightly  curved, 
thorax  one  half  broader  than  long,  the  sides  subangulate  at 
the  middle,  the  diso  deeply  transversely  sulcate,  metallic  green, 
impimctate,  scutellum  broad,  metallic  blue,  elytra  elongate, 
wider  at  tlie  base  than  the  thorax,  dark  biiie,  closely  rugose- 
punctale,  the  punctures  somewlmt  arranged  in  rows,  the  inter- 
stices  slightly  wrinkled,  underside  metallic  blue  or  green, 
legs  nearly  black:  tibiae  unarmed,  üvM  Joint  of  the  posterior 
tarsi  as  long  as  the  following  three  joints  together,  anterior 
cavities  open. 

Hab.   Kina   Bahi,  Borneo. 

This  species  diflers  tVom  C.  nodicnrnis  Wied.  in  iuiving 
the  third  and  fourtii  joints  of  the  antennae  difformed  instead 
of  the  sixtli  and  seventh  Joint,  the  thorax  in  the  female  is 
remotely  but  dislincily  punctured,  the  elytra  are  closely  and 
deeply  punctured  without  being  exactly  rugose  and  the  two 
apical  joints  of  the  antennae  are  ilavons  instead  of  the  ter- 
minal one. 

Platyxantha  rufomarginata  n.  sp. 

Rufous,  the  antennae,  tibiae  and  larsi  black,  thorax 
impunctate,  bifoveolate,  elytra  exiremely  linely  punctured, 
black,  the  extreme  lateral  margin  and  the  apex  obscure  ful- 
vous  or  rufous. 

Length  3  lines. 

Head  rufous,  impunctate,  frontal  tuberdes  transverse, 
palpi  moderately  robust,  antennae  extending  to  the  middle 
of  the  elytra,  black,  the  basal  two  joints  rufous,  the  third 
and  following  joints  nearly  equal,  rather  short  and  stout,  the 
terminal  joints  a  little  more  elongate  and  thickened,  thorax 
about  one  half  broader  than  long,  the  sides  straight  at  the 
base.    subangulately    rounded    before    the    middle,    the    surface, 

Stett.  entomol.  Zeit.  1895. 


79 

detlexod  neur  the  anterior  aagles.  thf  latler  obtu.'-e.  Ihe  disc 
with  two  foveae.  impunctate,  vufous,  scutellum  rufous.  elytra 
witli  a  distinct  depres.sion  below  the  base,  the  latler  raised, 
the  surfaee  verv  miuutely  puiietured,  a  httle  more  ^trongly 
!^o  withiu  tlie  depressiou,  black,  the  sides  narrowly  and  the 
apex  more  broadly,  obscure  rufous,  underside  aud  pjgidium 
of  the  latter  colour,  tibiae  and  tarsi  black,  the  first  joini  of 
the  posterior  tar?i  as  long  as  the  tollowing  three  joints. 

Hab.  Java. 

AUhough  I  pot*8ehs  three  speeimens  of  thi»  species,  tliey 
seem  uufortunately  all  to  be  females,  the  males  may  probably 
varv  much  in  regard  to  the  structure  of  the  head  and  the 
antennae,  these  latter  in  the  specimeus  before  me  have 
comparatively  short  and  thickish  joints;  the  species  can 
therefore  not  be  mistakeii  for  a  variety  of  Mefelhis  fulvicollis 
which  has  long  slender  and  fulvous  antennae,  Platyxantha 
nigripennis  Jac.  is  another  allied  species  but  has  slender 
antennae  of  fulvous  colour  as  well  as  the  legs  and  entirely 
black   elytra. 

Yulenia  bicolor  n.  sp. 

Black,  antennae  fulvous,  thorax  (ransverse,  impunctate 
black,  elytra  reddish-fulvous,  very  iiuely  punctured  in  irregulär 
rows.  breast  more  or  less  fulvous,  claws  bilid, 

Length  3^  .,  lines. 

Hcad  black,  convex  at  the  Vertex,  impunctate,  eyes 
prominent  and  round,  frontal  elevations  strongly  raised,  sub- 
quadrate,  nearly  contiguous,  dypeus  strongly  raised  inlo  a 
triangulär  ridge,  labruiu  fulvous.  mandibles  robust,  black  and 
red.  palpi  fulvous,  tliickened,  antennae  nearly  extending  to 
the  apex  of  the  elytra  in  the  male.^  fulvous,  the  terminal  joints 
rather  darker,  the  basal  Joint  very  long,  curved  and  thickened, 
the  second,  one  third  the  length  of  the  first,  the  third  Joint 
nearly  as  long  as  the  latter  one,  longer  than  the  fourth, 
terminal  joints  much  thinner  and  slenderer,  thorax  twice  as 
broad  as  long,  the  sides  strongly  widened  and  rounded  at 
the  middle,  the  anterior  angies  slighlly  prominent,  the  anterior 
and  posterior  margins  straight,  the  surfaee  rather  convex, 
black,  with  a  small  round  fovea  at  each  side,  impunctate, 
scutellum  black,  broad,  elytra  rather  convex,  parallel,  reddish- 
fulvous,  finely  punctured  in  irregulär  not  very  closcly 
approached  rows,  underside  and  legs  black,  the  breast  fulvous, 
the  anterior  tarsi  in  the  male  broad,  tibiae  unarmed,  claws 
biiid,  anterior  coxal  cavities  closed. 

Hab.  Perak. 

Stett.  entomol.  Zeit.  l->95. 


80 

This  is  the  third  species  of  this  genus  known  to  me, 
agreeing  with  the  others  in  all  structural  details,  the  most 
important  of  whicli  ave  the  biiid  claws,  the  long  antennae 
and  the  transveipe  thorax;  three  specimens  ave  contained  in 
my  eollection, 

Coeligethes  unicolor  n.  sp. 

Eiongate,  eonvex,  eotireh"  tebtaceous,  the  apii-al  joiuts  of 
llie  antennae  piceous,  thorax  impunetate,  elytra  distiuctly  and 
irreoularly  punctured. 

Length  4 — 6  iines. 

(^.  Entirel}^  flavous,  the  head  impunetate,  with  a  fovea 
between  the  eyes,  the  latter  very  large,  the  space  dividing 
them,  smaller  than  their  diameler,  clypeus  triangulär,  strongi}' 
raised,  palpi  thickened,  antennae  very  long  and  slender, 
Havous,  the  apical  three  joints  black,  the  second  Joint  small, 
third  Joint  more  than  twice  the  length  of  the  preceding  one, 
fourth  Joint  one  lialf  longer  than  the  third,  all  the  ibllowing 
joints  ver}'  eiongate  and  slender,  i)ubescent,  thorax  short, 
parallel,  more  than  twice  as  broad  as  long,  the  sides  slightly 
rounded,  the  angles  obtuse,  the  .surface  impunetate,  elytra 
linely  and  rather  closely  punctured  witli  some  larger  punc- 
hires  intermixed,  the  interstices  smooth  and  shining,  their 
epipleurae  extending  below  the  middle,  tibiae  unarmed,  the 
first  Joint  of  the  posterior  tarsi  longer  than  the  following 
joints  together,  claws  appendiculate,  anterior  coxal  cavities 
closed;  the  last  segment  of  the  abdomen  trilobate,  the  median 
lobe  longitudinally  sulcate. 

Hab.  Java,  (Fruhstorfer). 

There  are  now  three  species  of  this  genus  (deseribed  by 
me  in  the  Leyden  Museum  Notes  1884)  known  to  me;  one 
of  them  is  C.  robustus  Allard  Cplaced  erroneously  in  Steno- 
plalys);  the  present  species  is  of  very  eiongate  and  almost 
ugly  shape,  the  female  being  of  much  larger  and  more 
robust  size. 


Stett.  enioniül    Zeit.  1895. 


81 


üüsselkäfer 
ans  dem  Malayischen  Archipel 


von  J.  Faust. 


Dermatodina  nov.  gen. 
■~  „  mtiosa. 

^  Sphaeropterus  elegans  Guer. 

*  „  suaüis. 

■"'  „  turbidus. 

'"'  „  Gnerini. 

■"  „  batjanensis. 

"  „  subtilis. 

'"  „  Kükenthali. 

'"  „  migrans. 

^'  „  altirostris. 

";•  „  granifer. 

■"  Episomus  celebensis. 

„         ßmbriatus  Pasc. 

„  nobilis. 

,,         Kraatzi. 
■"  Rhinoscapha  insignis  Guer. 
^  „  neglecta. 

^  „  Heydeni. 

*  „  lunnlata  Vollnh. 
'"  Pachyrhynchus   Waterhousi. 

*  Spenomorpha  fasciata. 

"^  Aleides  albocinctus   Blanch. 


^^  Aleides  proßuens  Pasc. 
*  Mechistocerns  sollicitus. 
'■^  Cyamobolus  tricinetus 

Omotemnus  nigrocrinitus. 
■"  „  vicarius. 

„  cinctus. 

^'  Protoeerius  praetor. 
'■'  Diathetes  Kükenthali. 
Prodioetes  genieulatus  Chvrl. 

„         singhalensis. 

„         oetopustulatus. 

„         lineanigra  Chvrl. 

„         borneanus. 

„       quinquepustulatus. 

„         Fruhstorferi. 
^^         „         Kirschi. 

„        Dehaani  Gyll. 

„         torridus  Pasc. 

„         geminus. 

„        fallax. 

„         gemellus. 

„         carinensis. 


„         tnterjectus. 

Die  mit  einem  *  bezeichneten  Arten  sind  ein  Theil  der 
mir  vom  Senckenberg'schen  Museum  zur  Bestimmung  vor- 
gelegten und  von  Prof.  Dr.  Kükenthal  gesammelten  Rüsselkäfer. 

Dermatodina  nov.  gen.  Cneorhininornm. 

Corbulae  tibiarum  posticarum  anguste  cavernosae.  Seg- 
mentum  seeundum  abdominale  tertio  parum  longius,  primum 
postice  truncatum.  Processus  intercoxalis  quam  coxis  posticis 
aequilatus  apice  obtuse  rotundatus.  Metasternum  diametro 
coxarum  intermediarum  aequilongum,  Articulus  tertius  tarsorum 
dilatatus  bilobatus;  unguiculi  basi  connati;  tibiae  apice  intus 
mucronatae,    quatuor  anticae   antice  parum   arcuatae.     Elytra 

Btett  entomol.  Zeit.  189S.  0 


82 

basi  haud  latiora,  decemstriata,  humeris  nullis.  Prothorax 
basi  vix  bisinuatus,  apice  triincatus.  Scutellum  nullum. 
Rostrum  subquadraugulatum,  basi  traasversim  canaliculatiim. 
Oculi  vix  prominuli.  Scrobes  lineares  postice  uouuihil  arcuati 
suboculos  flexi,  Scapus  antennarum  medium  oculi  attingens 
funiculo  brevior. 

Von  Gyponychus  Pasc,  durch  die  den  Augenuuterrand 
tangirende  Fühlerfurche  und  die  erhaben  umrandete,  dreieckig 
eingedrückte,  nicht  ausgeschnittene  Rüsselspitze,  von  Ectatops 
Seh.  durch  kürzeren  Fühlerschaft,  von  beiden  durch  die 
beiderseits  leicht  geschweifte  Thoraxbasis  verschieden.  In  der 
Körperform  gleicht  Vermatodina  der  Gattung  Proictes  Seh. 

Dermatodina  vitiosa,  Oblongo-ovata,  convexa,  dense 
obscure  ciuereo-vel  vinaceo-squamosa,  albo-viridi-maculata, 
supra  setis  crassis  erectis  obsita;  fronte  canaliculata;  rostro 
latitudine  paulo  longiore,  antice  carinulato;  prothorace  qua- 
drato  lateribus  rotundato,  basi  vix  bisinuato,  obsolete  punctato- 
granulato;  eljtris  ellipticis  convexis,  apice  acute  rotundatis, 
punctato-striatis,  interstitiis  paulo  convexis,  dorsalibus  uni- 
seriatim  remoteque  setosis,  singulo  ante  apicem  vitta  fascia 
obliqua  albo-viridi,  intus  abbreviata  decoratis.  Lg.  3  —  4.8, 
lat.  1.4—2  mm. 

Java.    (Dr.  Kükenthal.)    Auch  von  Fruhstorfer  gefangen. 

Bei  vier  mir  vorliegenden,  nicht  gut  conservirten  Stücken 
ist  die  Beschuppung  der  Unterseite  und  der  Beine  heller  als 
die  der  Oberseite.  Aehnlich  wie  bei  Vermatodes  stibfasciatus 
Gyll.  sind  die  Decken  gegen  die  Spitze  heller  und  hinter  der 
Mitte  liegt  auf  jeder  Decke  eine  helle  Schrägbinde,  die  innen 
bis  zum  vierten  Streifen  und  nach  außen  breiter  werdend  bis 
zum  Außenrande  reicht.  Auf  dem  Thorax  scheinen  zwei 
helle  Längsbinden  ein  dunkles  Mittelfeld  einzuschließen. 

Fühlerschaft  an  der  Spitze  verdickt,  Geißelglieder  1  und  2 
gleich  laug  und  so  lang  als  breit,  die  übrigen  quer,  die  Keule 
kurz  oval.  Thorax  dicht  vor  der  Mitte  am  breitesten  und 
hier  gerundet  erweiteii,  Vorderraud  und  Basis  gleich  breit, 
die  Seiten  zu  letzterer  hin  sehr  flach  geschweift;  oben  körnig 
punktirt,  jeder  Punkt  (auch  auf  Kopf  und  Rüssel)  mit  einer 
kurzen  keulenförmigen  Borste.  Decken  in  der  Mille  am 
breitesten  und  doppelt  so  breit  als  der  Thorax,  der  Länge 
und  Breite  nach  gewölbt,  hinten  fast  senkrecht  abfallend;  die 
Punkte  in  den  feinen  Streifen  nicht  dicht,  etwas  länglich, 
stellenweise  undeutlich.  Beine  abstehend  beborstet,  Schenkel 
ziemlich  schlank,  die  hintersten  den  Apex  kaum  erreichend. 
Stett.  entomol.  Zeit.  189S. 


83 

Sphaeropterus  elegans  Guer.  Von  Dr.  Kükenthal  bei 
Oba  auf  Halmaheira  gefunden.  Eine  in  der  Länge  zwischen 
3.5  und   7.5  Millimeter  schwankende  Art. 

Die  Thoraxsculptur  ist  in  der  Mitte  feiner  als  an  den 
Seiten  und  besteht  hier  aus  größeren  Punkten,  an  deren  einer 
Kante  ein  kleines  Körnchen  mit  einem  kurzen  quergelagerten 
Börstchen  liegt;  ebensolche  Körnchen  stehen  sehr  weitläufig 
einreihig  auf  den  Deckenspatien,  tragen  aber  ein  längeres,  nicht 
ganz  anliegendes  und  zugespitztes  Borstenhaar.  Der  Decken- 
rücken, die  Spitze  in  größerer  Ausdehnung,  die  Naht  von  der 
Spitze  bis  zur  hinteren  Querbinde  sind  beschuppt,  die  zwei 
hinteren  kahlen  Querbinden  sind  entweder  am  Seitenrande 
durch  die  hinterste  Schuppenbinde  getrennt  oder  sie  hängen 
hier  zusammen.  Die  vier  Hinterschenkel  zeigen  auf  der  Außen- 
seite eine  dunkle  Makel. 

(^.   Naht  am  Anfange    der  hinten  weniger   steil    abfallen- 
den Stelle  mit  fünf  bis  sechs  abstehenden,  leicht  ab- 
brechbaren   Stachelborsten;    Augen    flach    und    con- 
centrisch    gewölbt;    Fühlerschaft    unmittelbar   an    der 
Wurzel  schnell  verbreitert  und  bis  zur  Spitze  nahezu 
gleich   breit. 
$.    Naht    hinten    an    der    steil    abfallenden    Stelle    ohne 
Stachelborsten;    Augen  etwas  gewölbter,  ihr  höchster 
Punkt  dem  Hinterrande  genähert;   Fühlerschaft  dünn, 
zur  Spitze  allmälig  und  wenig  verdickt. 
Ein   einzelnes,   von  Dr.  Kükenthal   am   Baram-Flusse   auf 
Borneo  gefundenes  Männchen  unterscheidet  sich  nicht  spezifisch 
von  den  Halmaheira-Stückeu. 

In  einer  Reihe  von  Halmaheira-Stücken  meiner  Samm- 
lung linden  sich  einige  Stücke  beiderlei  Geschlechts,  bei  denen 
die  typische  grüne  oder  goldgrüne  Beschuppung  durch  eine 
röthlich-weiße  ersetzt  ist. 

Sphaeropterus  suavis  ist  eine  neue,  dem  elegans  Guer. 
sehr  ähnliche  aber  schmälere  und  daher  gestrecktere  Art,  von 
der  Dr.  Kükcnthal  zwei  Weibchen  auf  der  Insel  Batjan  ge- 
funden hat.  Bei  ihr  sind  die  nackten  Binden  auf  Thorax  und 
Decken  verwischt,  auf  ersterem  ist  nur  eine  dunkle,  zur  Basis 
breitere  Längsbinde  deutlich;  auf  den  Decken  ist  die  vordere 
Hälfte  mit  unregelmäßig  vertheilten  grünglänzenden  Schuppen- 
flecken bestreut,  so  daß  nur  eine  grün  beschuppte  und  am 
Hinterrande  durch  eine  nackte  Makel  abgehobene  Querbindc 
hinter  der  Mitte  einigermaßen  deutlich  hervortritt. 

Bei  13  vorliegenden  Stücken  des  elegans  ist  die  Zeich- 
nung recht  konstant  und  verräth  keinerlei  Neigung  iu  die  des 
Stott.  entomol.  Zeit.  1895.  Q* 


84 

suavis  überzugehen,  dennoch  ist  nicht  ausgeschlossen,  daß 
letzterer  eine  lokale  Abänderung  des  elegans  ist  (da  er  keine 
weiteren  Unterschiede  von  der  Guerin'schen  Art  aufweist), 
wenn  nicht  die  Form  des  männlichen  Fühlerschaftes  eine  von 
der  beim  elegans  Männchen  verschiedene  ist. 

Sphaeropterus  turbidus.  Oblonge -ovatus,  nouniliil  eon- 
vexus,  niger,  supra  coeruleo-vel  viridi-argenteo-et  nigro-varie- 
gatus;  rostro  ut  fronte  depresso  supra  squamosa:  prothorace 
remote  dorso  obsolete  granulato,  utrinque  vitta  lata  antice 
abbreviata  viridi-squamoso;  elvtris  lateribus  aequaliter  rotun- 
datis,  postice  acute  ($)  rotundatis,  punctato-striatis,  interstitiis 
paulo  convexis  remote  seriatim  granulatis  et  setulis  fere 
adpressis,  inaequaliter  viridi-squamosis,  squamis  rotundatis 
planis  in  maculam  basalem  et  apicalem  magis  conc;estis. 
Lg.  7—8,  lat.  3.5—3.9  mm. 

Von  Soakonorra  auf  Halmaheira  und  von  Ratjan 
(Dr.  Kükenthal). 

Dem  Sphaeropterus  dives  Boh.  recht  ähnlich;  durcli 
fehlenden  Stirnpunkt,  kürzeren  und  ungekielten  Rüssel,  unten 
und  an  den  Seiten  unbeschuppten  Kopf  und  Rüssel  leicht  von 
jenem  zu  trennen. 

Von  der  Seite  gesehen,  bilden  Stirn-  und  Rüsseloberkante 
eine  uuunterbrochene  flache  Schweifung,  die  vorne  durch  die 
hinten  wulstig-halbkreieförmig  abgesetzte  Spitzenlläche  begrenzt 
ist.  Fühlerschaft  in  beiden  Geschlechtern  zur  Spitze 
allmälig  verdickt  i),  Geißelglied  2  das  längste.  Thorax  so 
lang  als  breit,  seithch  ilach  und  gleichmäßig  gerundet,  Rücken 
mit  mehr  Punkten  und  weniger  Körnern,  neben  den  Vorder- 
hüften weniger  dicht,  die  beiden  weit  vor  der  Mitte  abge- 
kürzten Längsbinden  dichter  hell  beschuppt.  Decken  in  der 
Mitte  am  breitesten,  ihr  Außenraud  vor  der  Spitze  von  der 
Seite  gesehen  kaum  (rj)  oder  wenig  ($)  gebuchtet,  von  oben 
gesehen  die  Seilen  vor  der  Sj)itze  in  beiden  Geschlechtern 
etwas  eingezogen,  die  glänzenden  Körnchen  auf  den  Spatien 
rund  und  regelmäßig,  Spatium  2  an  der  Basis  sowie  das 
Spitzendrittel  (dieses  eine  unregelmäßige  dunkle  Makel  ein- 
schließend) diditer  grün  beschuppt,  Bauchsegment  1  an  den  1 
Seilen,  2  überall  weniger  dicht,  die  letzten  drei  unbeschuppt 
und  spürlicli  i)unklirt,  Seilen  der  Brust  und  die  Beine  bis  auf 
eine  dunkle  Makel  auf  der  Außenseite  der  vier  Hinterschenkel 
dicht    beschuppt.     Alle    Schuppen    rund,    tlach    uud    auf    den 


')  Wie  bei  allen  folgenden  Arten. 
Stett.  entomol   Zeit.  189B. 


I 


85 

dichtesten  Stellen  etwas  übereinander  greifend,  die  auf  dem 
Fühlerschaft  mit  feinen  gekrümmten  Börstchen  gemischt;  die 
Geißel  lang  weißlich  behaart. 

,^.  Bauchsegment  1  und  2  flach  und  von  den  übrigen 
kaum  verschieden  qiiergewölbt,  aber  auch  nicht  ein- 
gedrückt, Analsegment  hinten  wie  auch  die  Decken- 
spitze breiter  gerundet. 
$.  Bauchsegment  1  und  2  gegen  die  übrigen  hoch  beulig 
gewölbt,  letztere  steil  nach  oben  unter  die  Decken 
gezogen  und  schwer  sichtbar. 

Sphaeropterus  Guerini.  Oblongo-ovatus,  nonnihil  cou- 
vexus,  niger,  nitidus,  inaequaliter  viridi-squamosus;  pedibus 
rufo-castaneis  femoribus  dilutioribus  subargenteo-squamosis; 
rostro  latitudine  paulo  longiore  basi  angulato-canaliculato, 
dorso  antrorsim  nonnihil  angustato  transversim  convexo  nee 
non  a  latere  iuspecto  fronte  parum  altiore,  cum  illa  remote 
squamoso;  fronte  inter  oculos  canicula  insculpta,  juxta  oculos 
densius  squamosa;  prothorace  sat  dense  granulato,  in  inter- 
stitiis  dense  squamoso;  elytris  late  ellipticis,  postice  acuminato- 
rotundatis,  longitudinaliter  minus  convexis,  dorso  granulato- 
striatis,  interstitiis  parum  convexis  granis  et  setis  adpressis 
sat  dense  seriatim  obsitis,  inaequaliter,  margine  exteriore 
fasciaque  postmediana  dense  squamosis.  Lg.  8 — 9,  lat. 
3.5 — 4  mm. 

Bei  Oba,  Todate,  Patani  auf  Halmaheira  und  auf  Ternate 
in  Mehrzahl  von  Dr.  Kükenthal  gesammelt. 

Der  vorhergehenden  Art  recht  ähnlich,  aber  die  dunklen 
Stellen  der  Oberseite  kahl  und  glänzend,  die  Sculptur  gröber, 
namentlich  aber  durch  den  quergewölbten  und  etwas  höher 
als  die  Stirne  liegenden  Rüsselrücken  sowie  durch  die  rothen 
Beine  und  die  deutliche  Körnerreihe  in  den  Deckenstreifen 
von  jener  verschieden. 

Rüssel  an  den  Seiten  unter  der  Fühlerfurche  und  der 
Kopf  unter  den  Augen  mit  einer  dicht  beschuppten  Längs- 
binde, die  sich  über  die  Vorderbrust  bis  zum  Hinterrande 
der  Hinterbrust  fortsetzt:  die  nur  von  einzelnen  glänzenden 
Körnchen  durchsetzte  Querbindc  im  Spitzendrittel  der  Decken 
ist  durch  die  Naht  nicht  unterbrochen  und  hängt  mit  dem 
ebenso  dicht  beschuppten  Außenrande  zuweilen  auch  mit  der 
Spitzenbeschuppung  zusammen,  schHeßt  dann  aber  auf  letzterer 
eine  dunkle  Makel  ein;  auf  dem  vorderen  Theil  wechseln  be- 
schuppte und  nackte  Stelleu  unregelmäßig  ab,  die  beschuppten 
bilden  mitunter  auf  der  vorderen  Hälfte  von  Spatium  3 
eine  Längsbinde;    die  Körner   auf  den  Spatien   sind  auf  dem 

Stett.  entofflol.  Zeit.  1895. 


86 

mittleren  Theil  der  Scheibe  größer,  zuweilen  auch  quer,  da- 
gegen zeigen  die  äußeren  Spatien  keine  Körner  und  die  pie 
einscliließenden  Streifen  sind  einfach  punktirt.  Tliorax  etwas 
länger  als  breit,  an  den  Seiten  wenig  gerundet,  die  Räume 
zwischen  den  Körnern  durchschnittlich  kleiner  als  diese.  Die 
abgeschrägte  Spitzenfläche  des  Rüssels  ist  nach  hinten  stumpf 
dreieckig  verengt  und  durch  keinen  Wulst  vom  weitläutig 
punktirten  Riisselrücken  abgesetzt.  Auf  der  Unterseite  sind  die 
ganze  Hinterbrust,  die  Seiten  und  der  Vorderrand  des  ersten 
Bauchsegments  dichter,  das  zweite  Segment  ganz  aber  weniger 
dicht  beschuppt. 

Die  Geschlechtsunterschiede  liegen  wie  bei  der  vorher- 
gehenden Art  in  der  Deckenspitze  und  in  der  Wölbung  des 
Abdomens;  erstere  ist  beim  Weibchen  des  Giierini  schnabel- 
förmig nach  unten  gezogen,  während  das  dritte,  wahrschein- 
lich auch  das  vierte  Bauchsegment  quernadelrissig  und  mit 
langen  abstehenden  Haaren  besetzt  ist. 

Sphaeropterus  batjanensis.  Oblongo-ovatus,  uiger,  sub- 
nitidus,  sat  dense  viridi- squamosus;  rostro  striga  arcuata 
a  capite  distiucto  cum  fronte  canaliculata  haud  dense  punctato 
et  squamoso;  prothorace  elongato  lateribus  rotundato  dense 
obtuse  granulato;  elytris  ellipticis  poslice  acute  rotundalis, 
punctato-striatis,  in  striis  dorsalibus  granulatis,  interstitiis  parum 
convexis  granulis  porosis  et  setis  haud  adpressis  seriatim 
obsitis;  corpore  subtus  dense  squamoso.     Lg.   9,  lat.  3.6  mm. 

Ein  Männchen  auf  Batjan  von  Dr.  Kükentlml  gefimden. 
Von  Batjan  und  Amboina  in  meiner  Sammlung. 

Der  mir  unbekannte  ostentatus  GjU.  muß  unsrer  Art 
ähnlich  sein,  soll  aber  einen  kissenartig  hochgewölbten  Thorax, 
vor  der  Mitte  verbreiterte  Decken  mit  tiefen  Furchen  und 
beschuppten  Vertiefungen  haben. 

Bei  batjanensis  liegt  die  grüßte  Breite  des  Tiiorax  und 
der  Decken  in  der  Mitte,  der  Thorax  ist  flach  gewölbt,  die 
Tiefe  der  Deckenstreifen  auf  dem  Rücken  ist  durch  kleine 
Körnchen  stark  beeiuträchtigt  und  die  Schuppen  auf  der  Ober- 
seite liegen  weder  in  den  Streifen  noch  in  den  Punkten,  son- 
dern umgeben  nur  auf  den  nicht  vertieften  Stellen  die  zahl- 
reichen eingestochenen  Körner.  Rüssel  um  die  Hälfte  länger 
als  breit,  der  Rücken  zwischen  den  seitlifheu  Eindrücken 
schmal  und  beinahe  parallelseitig  und  von  der  Seite  gesehen 
ein  wenig  höher  als  die  in  der  Mitte  gerinnte  Stirne  und  zur 
Spitze  in  stumpfem  Winkel  abfallend.  Die  drei  ersten  Geißel- 
glieder die  längsten  und  gleich  lang.  Auf  dem  Thorax  fließen 
einzelne  der  flachen   und  nackten  Körner  zuweilen  zusammen 

Stett.  entomol.  Zeit.  1895. 


87 

und  auf  der  vorderen  Hälfte  der  Deckenspatien  bilden  die 
Körner  auf  die  Streifen  übergreifende  Querrunzeln.  Unter- 
seite (auch  Kopf  und  Rüssel)  bis  auf  die  drei  letzten  Bauch- 
segmente dicht  grün  beschuppt.  Die  Geschlechtsunterschiede 
sind  dieselben  wie  bei  der  vorhergehenden  Art. 

Sphaeropterus  subtilis.  Oblonge -ovatus,  nitidus,  niger, 
sat  densc  supra  viridi-et  coeruleo-,  subtus  pallido-squamosus 
squaniis  chryseis  immixtis;  prothorace  punctis  vadosis  squama 
repletis  dense,  fronte  rostroque  minus  dense  obsiti.s;  pedibus 
tarsis  exceptis  rufis,  femoribus  dilutioribus;  rostro  latitudine 
nonnihil  longiore,  basi  sulco  arcuato  profundo  a  eapite 
distincto,  lateribus  ante  oculos  tumidulo  inter  antennarum 
inserliouem  subito  coutracto,  dorso  interdum  obsolete  tri- 
carinulato,  parte  declivi  apicali  postice  triangulariter  angustato ; 
fronte  sulco  profundo  exarata;  articulis  tribus  primis  funiculi 
aequilongis;  prothorace  oblongo  lateribus  rotundato;  eljtris 
ellipticis  postice  subsinuato-angustatis,  obsolete  granulato-striatis, 
intcrstitiis  subplanis  dorsalibus  granulis  parvis  nitidis  basin 
apicemque  versus  miuoribus  medio  hinc  inde  rugula  trans- 
versa efticientibus,  nee  non  setulo  adpresso  seriatim  obsitis; 
segmeutis  abdominalibus  tribus  ultimis  vix  squamosis.  Lg.  7,5, 
lat.  3.5 — 3.8  mm. 

Minahassa  auf  Celebes  (Dr.  Kükenthal). 

Diese  und  noch  vier  verwandte  neue  Arten  wurden  von 
Dr,  Kükenthal  bei  Minahassa  gesammelt;  sie  haben  folgende 
Eigenschaften  mit  einander  gemeinsam:  Körper  schwarz,  Beine 
bis  auf  die  Tarsen  roth,  die  Schenkel  heller,  mitunter  die 
Knie  angedunkelt;  Kopf  und  Rüsselseiten  ebenso  wie  die 
Körperunterseite,  mit  Ausnahme  der  drei  letzten  Bauch- 
segniente  dicht  und  wie  die  Beine  heller  grün  oder  blaugrün 
beschuppt  als  die  Oberseite;  Seitenstreifen  der  Decken  punk- 
tirt,  Körnchen  auf  den  Deckenspatien  mit  von  hinten  ein- 
gestochenen beinahe  anliegenden  Börstchen,  •  Deckenspitze  mit 
Haaren  gewimpert;  die  abgeschrägte  Spitzenfläche  des  Rüssels 
geht  ohne  "Wulst  stumpfwinklig  in  den  Rüsselrücken  über; 
FUhlerschaft  in  beiden  Geschlechtern  zur  Spitze  etwas  verdickt. 

(^.  Deckenspitze  stumpfer  gerundet,  nicht  nach  unten 
gezogen,  Bauchsegmeute  flach  gewölbt,  mitunter  1 
.  und  2  flach  vertieft. 

-V.  Deckenspilze  schnabelförmig  nach  unten  gezogen, 
Bauchsegmente  1  und  2  hoch  geschwollen,  3  und  4 
quergestrichelt,  auch  mit  längeren  abstehenden  Haaren 
besetzt  und  wie  das  Analsesmcnt  nach  hinten  auf- 
steigend und  in  die  schnabelförmige  Spitze  eingezogen. 

Stett.  entomol.  Zeit.  1S95. 


90 

Die  ihrer  Zeichnung  wegen  zu  einer  Gruppe  gehörigen  vier 
Arten  haben  gemeiusam:  eine  deutlich  zvveibuclitige  Thorax- 
basis, am  Anfang  der  abschüssigen  Stelle  eine  gemeinsame 
dunkelbraune  Querbiudc,  eine  gemeinsame  herzförmige  Makel 
vor  der  Spitze,  den  Außenrand  der  Decken  von  der  Basis 
bis  mindestens  zur  Hinterhüfteuhohe  sowie  zwei  basale,  vor 
und  mit  der  Querbinde  zuweilen  zusammenfließende  birn- 
förmigc  Makeln  von  derselben  Färbung. 

11.  Schildchen  vorn  von  der  Naht  umschlossen  5  Geißel- 
glied 7  länger  als  breit,  zur  Keule  hin  dicker;  Decken- 
naht bis  zur  Basis  hell  beschuppt,  die  basalen  birn- 
förmigen  dunklen  Makeln  sind  hinten  und  an  den  Seiten 
von  helltraubenkernlarbiger  Beschuppung  begrenzt; 
2i.  Decken  von  den  Thoraxhinterecken  ab  schräg  er- 
weitert, die  Schtilterecke  durch  eine  Schweifung  hinter 
ihr  abgehoben,  Außenraud  von  der  Basis  bis  zu  den 
Hinterhüften  dimkel  gefärbt,  Marginalstreifen  vertieft 
fimbriatus   Pasc. 

2.  Decken  ohne  Schulterecke  erweitert,  Außenrand  und 
Spatiiim  9  von  der  Basis  bis  über  die  Hiuterhiiftcn 
hinaus  dunkel  gefärbt,  Marginalstreifen  nicht  vertiel't. 
Borneo nobilis  n.  sp. 

1.  Schildchen,  wenn  sichtbar,  vorn  von  der  Naht  nicht 
umschlossen;  Geißelglied  7  kaum  länger  als  breit  und 
zur  Basis  hin  kaum  verdickt;  die  helle  Beschuppung 
der  Naht  erreicht  nicht  die  Basis,  Außenrand  und 
Spatium  9  von  der  Basis  bis  zum  zweiten  Bauch- 
segment dunkel  gefärbt. 
31.  Die  basalen  birnförmigen  dunklen  Makeln  hängen  nir- 
gend zusammen,  die  Schulterecke  ist  durch  eine  Schwei- 
fung hinter  ihr  abgehoben,  die  grüne  Beschuppung, 
welche  die  herzförmige  Makel  vor  der  Spitze  einschließt, 
ist  nach  vorn  auf  der  Naht  nicht  erweitert;  Schildchen 
nicht  sichtbar celebensis  u.  sp, 

3.  Die  basalen  birnförmigen  dunklen  Makeln  hängen  hinten 
unter  sich  sowie  mit  der  dunklen  Querbinde  auf  der 
Naht  und  Spatium  1  zusammen,  die  Schulterecken 
sind  durch  keiue  Schweifung  abgehoben,  die  grüne  Be- 
schuppung, welche  die  herzförmige  Makel  vor  der 
Spitze  einschließt  ist  auf  der  Naht  nach  vorn  und 
hinten  spitz  ausgezogen;  Schildchen  deutlich,  dunkel 
beschuppt.     Borneo Kraatzi  n.  sp. 

Rhinoscapha   insignis    Gu^r.    ist    von    Dr.   Kükenthal   in 
großer   Anzahl    (mir  liegen   über  60  Exemplare   beiderlei  Ge- 

Stett.  entomol.  Zeit.  1895. 


91 

schlechte  vor)  bei  Galela,  Oba,  Patani,  Soakonorra,  Kan  auf 
der  Insel  Halmaheira  und  auf  Ternate  gesammelt.  Die  Länge 
der  Thiere  schwankt  zwischen  15  und  25,  die  Breite  zwischen 
6  und  11  Millimeter,  die  Färbung  von  grün  oder  goldgrün 
über  himmelblau  bis  weiß  mit  bläulichem  oder  rosa  Anllug 
oder  bis  silberweiß,  ohne  jedoch  an  bestimmte  Lokalitäten  ge- 
bunden zu  sein.  Am  häutigsten  ist  jedenfalls  die  typische 
grüne,  am  seltensten  die  rein  blaue  oder  die  weiße  Färbung 
mit  rosa  Antlug.  Ein  Pärchen  mit  grüner  Schuppenfärbung 
liegt  mir  aus  meiner  Sammlung  auch  von  Batjan  vor. 

Die  Sculptur  variirt  in  geringen  Grenzen.  Die  Mittel- 
furche des  Rüssels  ist  meist  ungekielt,  die  Stirn  zeigt  fast 
immer  einen  flachen  Quereindruck  am  Augenhinterrande  und 
eine  unpunktirte  Mittellinie.  Thorax  selten  kürzer  als  breit, 
sein  Vorderrand  hinter  den  Augen  flacher  oder  weniger  flach 
gebuchtet;  der  mittlere  Längseindruck  zuweilen  vorn  tiefer, 
im  Grunde  ge\vöhnHch  mit  unpunktirtcr  Mittellinie,  die  selten 
in  kurzer  Ausdehnung  kielarlig  wird;  der  Rücken  beiderseits 
nicht  selten  mit  einem  kurzen  Quereindruek  zwischen  Mitte 
und  Basis.  Decken  gewöhnlich  mit  ziemlich  grob,  tief  und 
dicht  punktirten  Streifen,  die  Punkte  zur  Basis  hin  gröber, 
mehr  eingedrückt  und  gewöhnlich  kahl,  zuweilen  auch  mit 
Schuppen  undicht  besetzt,  die  Spatien  fast  immer  gewölbt, 
fein  punktirt,  stellenweise  auch  gerunzelt,  jedes  Pünktchen 
auf  ihnen  mit  einem  kurzen  weißlichen  Schuppenbörstcheu. 
Die  Beine  bald  feiner,  bald  etwas  gröber  und  dann  scheinbar 
dichter  gekörnt. 

Bei  der  typischen  Zeichnung  der  Decken  ist  die  Be- 
schuppung des  Spatiums  2  nur  zweimal  unterbrochen,  es 
kommen  aber  auch  Stücke  namentlich  männliche  vor,  bei 
denen  sie  noch  einmal  hinter  der  Querbinde  unterbrochen  ist. 
In  beiden  Fällen  sind  die  Spatien  2,  7,  8,  mitunter  auch  6 
hinter  der  Querbinde  dicht  beschuppt  und  die  übrigen  kahl. 
Endlich  kommen  gedrungenere  Stücke  vor  mit  nur  einer 
breiten  Unterbrechung  vor  dieser  Querbinde,  dann  aber  ist 
die  dichte  Beschuppung  der  Spatien  2,  6,  7  hinter  der  Quer- 
binde mehr  oder  weniger  in  einzelne  Flecke  aufgelöst,  die 
sich  auch  auf  die  zwischenliegenden  Spatien  ausdehnen;  bei 
solchen  Stücken  erscheint  eine  gemeinsame  breite  _L  förmige 
nackte  Makel  auf  den  Decken.  Beim  Weibchen  ist  Spatium  8 
von  der  Basis  bis  zur  Spitze  fast  ununterbrochen,  bei  den 
meisten  Männchen  vor  der  hinteren  Querbinde  zweimal  unter- 
brochen beschuppt;  überhaupt  ist  beim   kleineren  und  schmä- 

Stett.  entomol.  Zeit.  1895. 


90 

Die  ihrer  Zeichnung  wegen  zu  einer  Gruppe  gehörigen  vier 
Arten  haben  gemeinsam:  eine  deutlich  zweibuchtige  Thorax- 
basis, am  Anfang  der  abschüssigen  Stelle  eine  gemeinsame 
dunkelbraune  Querbindc,  eine  gemeinsame  herzförmige  Makel 
vor  der  Spitze,  den  Außenrand  der  Decken  von  der  Basis 
bis  mindestens  zur  Hinlerhüfteuhohe  sowie  zwei  basale,  vor 
und  mit  der  Querbinde  zuweilen  zusammenfließende  birn- 
förmigc  Makeln  von  derselben  Färbung. 

11.  Schildchcn  vorn  von  der  Naht  umschlossen;  Geißel- 
glied 7  länger  als  breit,  zur  Keule  hin  dicker;  Decken- 
naht bis  zur  Basis  hell  beschuppt,  die  basalen  birn- 
förmigen  dunklen  Makeln  sind  hinten  und  an  den  Seiten 
von  helltraubenkernfarbiger  Beschuppung  begrenzt; 
21.  Decken  von  den  Thoraxhinterecken  ab  schräg  er- 
weitert, die  Sclnilterecke  durch  eine  Schweifung  hinter 
ihr  abgehüben,  Außenraud  von  der  Basis  bis  zu  den 
Hinterhüften  dunkel  gefärbt,  Marginalstreil'en  vertieft 
fimbriatus  Pasc. 

2,  Decken  ohne  Schulterecke  erweitert,  Außenraud  und 
Spatinm  9  von  der  Basis  bis  über  die  Hiuterhüften 
hinaus  dunkel  gefärbt,  Margiualstreifen  nicht  vertieft. 
Borneo nobilis  n.  sp. 

1.  Schildchen,  wenn  sichtbar,  vorn  von  der  Nalit  nicht 
umschlossen;  Geißelglied  7  kaum  länger  als  breit  und 
zur  Basis  hin  kaum  verdickt;  die  helle  Beschuppung 
der  Naht  erreicht  nicht  die  Basis,  Außenrand  und 
Spatium  9  von  der  Basis  bis  zum  zweiten  Bauch- 
segment dunkel  gefärbt. 
31.  Die  basalen  birnförmigen  dunklen  Makeln  hängen  nir- 
gend zusammen,  die  Schulterecke  ist  durch  eine  Schwei- 
fung hinter  ihr  abgehoben,  die  grüne  Beschuppung, 
welche  die  herzförmige  Makel  vor  der  Spitze  einschließt, 
ist  nach  vorn  auf  der  Naht  nicht  erweitert;  Schildchen 
nicht  sichtbar celebensis  u.  sp. 

3.  Die  basalen  birnförmigen  dunklen  Makeln  hängen  hinten 
unter  sich  sowie  mit  der  dunklen  Querbinde  auf  der 
Naht  und  Spatium  1  zusammen,  die  Schulterecken 
sind  durch  keine  Schweifung  abgehoben,  die  grüne  Be- 
schuppung, welche  die  herzförmige  Makel  vor  der 
Spitze  einschließt  ist  auf  der  Naht  nach  vorn  und 
hinten  spitz  ausgezogen;  Schildchen  deutlich,  dunkel 
beschiippt.     Borneo Kraatzi  n.  sp. 

Rhinoscapha    insignis    Guer.    ist    von    Dr.   Kükenlhal    in 
großer    Anzahl    (mir  liegen    über  60  Exemplare    beiderlei  Ge- 

Stett.  eatoniol.  Zeit.  1S95. 


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schlechts  vor)  bei  Galela,  Oba,  Patani,  Soakonorra,  Kan  auf 
der  Insel  Halmaheira  und  auf  Ternate  gesammelt.  Die  Länge 
der  Thiere  schwankt  zwischen  15  und  25,  die  Breite  zwischen 
6  und  11  Millimeter,  die  Färbung  von  grün  oder  goldgrün 
über  himmelblau  bis  weiß  mit  bläulichem  oder  rosa  Auilug 
oder  bis  silberweiß,  ohne  jedoch  an  bestimmte  Lokalitäten  ge- 
bunden zu  sein.  Am  häufigsten  ist  jedenfalls  die  typische 
grüne,  am  seltensten  die  rein  blaue  oder  die  weiße  Färbung 
mit  rosa  Auflug.  Ein  Pärchen  mit  grüner  Sehuppenfärbung 
liegt  mir  aus  meiner  Sammlung  auch   von  Batjan  vor. 

Die  Sculptur  variirt  in  geringen  Grenzen.  Die  Mittel- 
furclie  des  Rüssels  ist  meist  ungekielt,  die  Stirn  zeigt  fast 
immer  einen  flachen  Quereindruck  am  Augenhiutcrraude  und 
eine  unpunktirte  Mittellinie.  Thorax  selten  kürzer  als  breit, 
sein  Vorderrand  hinter  den  Augen  flacher  oder  weniger  flach 
gebuchtet;  der  mittlere  Längseindruck  zuweilen  vorn  tiefer, 
im  Grunde  gewöhnlich  mit  unpunktirtcr  Mittellinie,  die  selten 
in  kurzer  Ausdehnung  kielarlig  wird;  der  Rücken  beiderseits 
nicht  selten  mit  einem  kurzen  Quereiudruck  zwischen  Mitte 
und  Basis.  Decken  gewöhnlich  mit  ziemlich  grob,  tief  und 
dicht  punktirtcn  Streifen,  die  Punkte  zur  Basis  hin  gröber, 
mehr  eingedrückt  und  gewöhnlich  kahl,  zuweilen  auch  mit 
Schuppen  undicht  besetzt,  die  Spatien  fast  immer  gewölbt, 
fein  punktirt,  stellenweise  auch  gerunzelt,  jedes  Pünktchen 
auf  ihnen  mit  einem  kurzen  weißlichen  Schuppenbörstchen. 
Die  Beine  bald  feiner,  bald  etwas  gröber  und  dann  scheinbar 
dichter  gekörnt. 

Bei  der  typischen  Zeichnung  der  Decken  ist  die  Be- 
schuppung des  Spatiums  2  nur  zweimal  unterbrochen,  es 
kommen  aber  auch  Stücke  namentlich  mänuliche  vor,  bei 
denen  sie  noch  einmal  hinter  der  Querbinde  unterbrochen  ist. 
In  beiden  Fällen  siud  die  Spatien  2,  7,  8,  mitunter  auch  6 
hinter  der  Querbiude  dicht  beschuppt  und  die  übrigen  kahl. 
Endlich  kommen  gedrungenere  Stücke  vor  mit  nur  einer 
breiten  Unterbrechung  vor  dieser  Querbinde,  dann  aber  ist 
die  dichte  Beschuppung  der  Spatien  2,  6,  7  hinter  der  Quer- 
binde mehr  oder  weniger  in  einzelne  Flecke  aufgelöst,  die 
sich  auch  auf  die  zwischenliegenden  Spatien  ausdehnen;  bei 
solchen  Stücken  erscheint  eine  gemeinsame  breite  J_  förmige 
nackte  Makel  auf  den  Decken.  Beim  Weibchen  ist  Spatium  8 
von  der  Basis  bis  zur  Spitze  fast  ununterbrochen,  bei  den 
meisten  Männchen  vor  der  hinteren  Querbinde  zweimal  unter- 
brochen beschuppt;  überhaupt  ist  beim   kleineren  und  schmä- 

Btett.  entomol.  Zeit.  189S. 


92 

leren  Männchen   die  Deckenzeichnung  weniger  vollständig  als 
beim  Weibehen. 

Unabhängig  vom  Fundort,  von  der  Schuppenfärbung  und 
vom  Geschlecht  steigt  bei  der  Mehrzahl  der  Stücke  die  Längs- 
wölbnngslinie  des  Thorax  und  der  Decken  bis  zur  Mitte  der 
letzteren  in  ununterbrochener  Linie  an  und  fällt  zur  Spitze 
ebenso  in  ziemlich  gleichmäßigem  Bogen  ab.  Gedrungene 
Stücke  mit  etwas  kürzerem  Rüissel  uud  kürzeren  Beinen,  bei 
denen  diese  Linie  von  der  Deckenbasis  mit  einer  Schweifung 
bis  zum  höchsten  Punkt  etwas  hinter  der  Mitte  ansteigt, 
ließen  sich  von  ert>teren  durch  keine  specifischen  Merkmale 
trennen,  zumal  sich  in  Bezug  auf  die  Längswölbuugslinie 
Stücke  mit  Uebcrgängen  fanden. 

Khinoscapha  neglecta.  Nigra,  nitida,  subtus  pedibusque 
griseo-vel  caesio-squamosus,  supra  squamis  argenteis  fere 
glaucinis  maculatim  et  fasciatim,  in  punctis  pilo  albido  adpresso 
obsita;  prothorace  inaequaliter  vadoso -impresso  ex  parte 
ruguloso,  medio  longitudinaliter  late  impresso,  vitla  lalerali 
squamosa  antice  abbreviata  signato;  scutello  rotundato  albo- 
cinereo;  elytris  striato-punctatis,  punctis  antice  foveiformibus, 
postice  gradatim  minoribus,  interstitiis  parce  punctulatis, 
secundo  quarto  et  sexto  convexioribus,  primo  et  alternis  dor- 
salibus  ex  parte  coriaceis,  opacis,  nee  non  squamulis  albo- 
cinereis  haud  dense  obsitis;  singulo  elytro  maxima  parte  mar- 
ginis  exterioris,  sutura  apicem  versus,  maculis  duabus  auticis 
transversim  positis  fasciaque  parum  obliqua  postmediana  in 
intcrstitio  secundo  retrorsim  et  arcuatim  suturam  versus  llexa 
densissime  albido-vel  viridi-argenteo-squamosis.  Lg.  15 — 22, 
lat.  5.5  —  9  mm. 

Batjan,  Halmaheira  (Dr.  Kükenthal). 

Man  konnte  geneigt  sein,  diese  wie  es  scheint  häufige 
Art  für  eine  Abänderung  des  hatjanensis  Vollenh.  zu  halten, 
bei  der  die  charakteristische,  mit  der  Querbinde  im  Winkel 
zusammenhängende  und  ein  Drittel  der  Flügeldecke  einneh- 
mende äußere  Seitenbinde  fehlt;  aber  einmal  haben  die  mir 
vorliegenden  36  Stücke  beiderlei  Geschlechts  eine  recht  kon- 
stante Zeichnung,  d.  h.  bei  keinem  von  ihnen  verräth  die 
Querbinde  eine  Neigung  sich  an  der  Außenecke  astförmig 
nach  vom  zu  erweitern  und  zweitens  ist  die  graugelbe  Be- 
schuppung auf  den  zur  Basis  hin  scheinbar  vertieften  Deckeu- 
spatien  3,  5,  7,  oder  bei  abgeriebenen  Stücken  die  gegen  die 
sonst  glänzende  Oberseite  abstechende  matte  Bodentläche  dieser 
Stellen  zu  aufiallend,  als  daß  Vollenhoven  sie  in  der  Be- 
sten, entomol.  Zeit.  1895. 


93 

Schreibung  des  batjanensis  i)  nicht  erwähnt  haben  sollte, 
zumal  ihm  nach  seinen  Worten:  ^jCette  espece  parait  tres 
commune'^  doch  eine  größere  Zahl  von  Stücken  bei  der  Be- 
schreibung vorgelegen  haben. 

Die  matt  erscheinenden  Stellen  liegen  auf  Spalium  1  eine 
kurze  Strecke  an  der  Basis,  auf  3  von  der  Basis  bis  zu  zwei 
weißen  Makeln  im  Basaldrittel  der  Spatien  2  und  3  und  dann 
wieder  von  der  Querbinde  nach  hinten  bis  zur  Schwielen- 
steile,  auf  5  von  der  Basis  bis  zur  hinteren  Querbinde,  auf  7 
eine  kurze  Strecke  hinter  der  Schulterschwiele;  in  den  dünnen 
Schuppen  auf  diesen  Stellen  hängt  gewöhnlich  ein  gelblicher 
pollenartiger  Staub,  der  sie  gegen  die  weiße  oder  grünliche 
Zeichnung  aiitTallend  erscheinen  läßt;  die  zweite  dicht  be- 
schuppte Makel  im  Basaldrittel  liegt  quer  auf  6,  7,  8  oder 
auf  6  und  7  oder  auf  einem  dieser  beiden  allein;  die  Quer- 
binde dicht  hinter  der  Mitte  beginnt  meistens  am  Streifen  8, 
selten  schon  auf  dem  halben  Spatium  9,  läuft  wenig  schräg 
nach  hinten  bis  zum  halben  zweiten,  hier  plötzlich  in  einer 
vorn  oftenen  Bogenlinie  bis  auf  die  halbe  Naht;  der  Spitzen- 
theil zwischen  dem  weiß  beschuppten  Außeurande  (von  den 
Hinterhüften  ab)  und  der  ebenso  beschuppten,  oberhalb  der 
Spitze  leicht  klaffenden  Naht  ist  zuweilen  imdicht  weißlich 
beschuppt  und  mit  kleinen  Punktmakeln  bestreut;  Schulter- 
schwiele ohne  beschuppte  Makel.  Die  Längswölbungslinie 
von  Thorax  und  Decken  bildet  einen  ununterbrochenen  Bogen, 
ihr  höchster  Punkt  liegt  wie  auch  die  größte  Deckenbreite 
hinter  der  Mitte.  Brust  in  beiden  Geschlechtern,  Abdomen 
des  Weibchens  überall,  des  Männchens  nur  an  den  Seiten  der 
vier  ei-sten  Bauchsegmente  dichter  grau-,  grünlich-  oder  bläu- 
lich-weiß beschuppt  und  mit  Borstenhärchen  tragenden  Punkten 
bestreut.  Namentlich  sind  es  die  punktirten  Beine,  die  diese 
Art  von  abgeriebenen  insignis  stets  sicher  unterscheiden  lassen. 

Wie  bei  allen  Rh inoscapha  Arien  zeigt  das  zugespitzte 
weibliche  Analsegment  an  der  Basis  zwei  schräg  eingeritzte 
kommaförmige  Striche,  die  dem  breit  abgerundeten  männ- 
lichen fehlen. 

Rhinoscapha  Heydeni.  Niger,  opacus,  supra  dense  nigro- 
squamukitus,  albido-maculatus  et  fasciatus;  rostro  frontoque 
sulcatis  ut  anteunis  nigro  squamulosis  et  setulis  albidis  in  illis 
adspersis;  articulo  secundo  iuniculi  primo  longiore;  prothorace 


')  Ich  besitze  ein  Farcheu  einer  Jlhinoscapha  vüii  Batjan,  auf  das 
Vollenhoven's  Beschreibung  ausgezeichnet  paßt,  nur  liegt  die  vordere 
äußere  Malcel  nicht  sous  sondern  sur  le  calus  humeral.  Vielleicht 
hat  sich  der  Autor  verschrieben  oder  ungenau  ausgedrückt. 

Statt,  entomol.  Zeit.  1896. 


94 

fere  quadrato  rüde  foveato -impresso,  impressione  apicale 
utrinque  albido-squamoso;  scutello  rolundato  ocln-aceo-tomen- 
toso;  eljtris  antice  oblique  ampliafis,  basi  transversim  im- 
pressis,  margine  basale  reflexis,  punetato-striatip,  interstitiis 
latis  planis,  secundo  quarto  et  sexto  alte  acuteque  carinatis, 
sutura  postice  elevatis,  singulo  macula  majori  basali  fasciis 
duabus  transversis  abbreviatis  hamoque  ante  apicale  albido- 
squamosis.     Lg.  15  — 16,  lat.  5.5 — 6  mm. 

Oba  auf  Halmaheira  (Dr.  Kükeuthal). 

Die  nur  in  einem  Pärchen  vorliegende  Art  ist  mit 
carinatiis  i)  und  scalaris  Pasc.  ^)  verwandt.  Mit  letzterer 
Art  von  Halmaheira  hat  Heydeni  das  weiß  gemakelte  Ab- 
domen gemeinsam,  kann  aber  mit  keiner  von  beiden  schon 
der  schwarzen  Beschuppung  wegen  verwechselt  werden. 

Die  breite  und  tiefe  Rüsselfurche  zieht  sich  allmälig  ver- 
flachend auf  die  Stirn  bis  zur  Augenhinterrandhühe  hinauf, 
die  Stirne  hier  mit  einem  flachen  Quereindruck.  Thorax  mit 
größter  Breite  vor  der  Mitte,  zur  Basis  geradlinig  und  wenig, 
zur  Spitze  gerundet  verengt,  die  Augeulappen  sehr  breit  und 
flach  gerundet;  am  Vorderraude  steht  ein  groß  und  gruben- 
artiger Eindruck  und  beiderseits  am  Vorderraude  eine  weiß- 
liche Makel.  Decken  kaum  doppelt  so  lang  als  breit,  der 
Vereinigungspunkt  der  Spatien  6  und  8  hinter  der  Basis 
winklig,  die  flachen  Streifen  wie  auch  die  länglichen  ein- 
gedrückten Punkte  glänzend,  jeder  der  Punkte  im  Grunde 
mit  einer  kleinen  weißlichen  Borstenschuppe;  eine  kleine 
T  förmige  Makel  an  der  Basis  innerhalb  der  Schulter,  drei 
kurze  Strichmakeln  im  basalen  Quereindruck  auf  den  Spatien 
2,  3  und  4,  außer  der  hakenförmigen  Makel  vor  der  Spitze 
und  zwei  Querbinden  weiß  beschuppt;  die  letzteren  liegen 
zwischen  den  Streifen  1  und  8,  die  eine  in  der  Mitte,  die 
andere  am  Anfange  der  abschüssigen  Stelle,  beide  aus  ungleich 
kurzen  Makeln  zusammengesetzt  und  auf  dem  flachen  Spatium  5 
unterbrochen;  von  drei  glänzenden  Kielen  reichen  die  auf 
Spatium  2  und  4  vorn  bis  zum  Quereindruck,  der  auf  6  bis 
zur  Basis,  alle  drei  hinten  bis  naiie  zur  Schwielenstelle;  die 
Naht  auf  der  abschüssigen  Stelle  mehr,  an  der  Spitze  weniger 
erhaben;  die  hakenförmige  weiße  Makel  liegt  vor  der  Spitze 
auf  den  Spatien  2  und  8.  Die  kleinen  und  gerieften 
schwarzen  Schuppen  liegen  neben-,  die  größeren  weißen  etwas 
übereinander,   zwischen    ersteren,   besonders  gegen   die  Spitze 


>)'Jour.  Lin.  Soc.  1873  p.  5. 

2)  Ann.  MuB.  civ.  Gen.  1885  p.  205  Tab.  1  F.  12. 

Stolt.  entomol.  Zeit.  1896. 


l 


95 

sind  einzelne  weißliehe  Schüppchen  und  anliegende  Borsten- 
haare eingestreut.  Die  Mitte  der  Unterseite,  die  Basis  der 
Schenkel  und  die  Vorderschienen  auf  der  unteren  Seite  sind 
bläulich,  eine  Seitenmakel  auf  allen  Bauchsegmenten  und  ein 
Strich  am  Außenrande  der  Hinterbrust  weißlich  beschuppt., 
sonst  die  Beine  mit  weißlichen  und  bläulichen  Schuppen 
bestreut. 

Diese  Art  ist  meinem  verehrten  Freunde  Dr.  L,  von  Heyden 
in  Frankfurt  a.  M.  gewidmet. 

Rhinoscapha  lunulata  Vollcnh.  wurde  von  Dr.  Küken- 
thal in  einem  Pärchen  bei  Patani  auf  Halmaheira  gefunden. 
Sie  wurde  ursprünglich  als  Danaii  (später  im  Münchner 
Katalog  in  Laodice  umbenannt)  beschrieben,  ist  aber  nicht 
von  Rhmoscapha  zu  trennen,  denn  ihr  Fühlerschaft  überragt 
ebenso  weit  den  Augenvorderrand  als  der  der  Rhmoscapha 
Arten  und  der  ungefurchte  Rüssel  ist  nur  ein  spezifisches 
Merkmal.  Chevrolat  hat  in  Ann.  Fr.  Bull,  seances  1880 
p.  140  zwei  und  im  Naturaliste  1880  p.  330  eine  dritte 
Laodice  beschrieben,  von  denen  wenigstens  die  fmiebris  und 
die  consueta  unzweifelhafte  Rhinoscapha-Arteu  sind. 

Pachyrhynchus  Waterhousei.  Splendide  nigro-cyaneus, 
margaritaceo-fasciatus;  epimeris  mesosterni  pedibusque  viridi- 
aeneis,  femorum  maxima  parte  rufa;  fronte  prothoraceque 
disperse  punctulatis,  hoc  transversim  bifasciato;  elytris  obsolete 
remoteque  seriatim  punctatis,  fasciis  duabus  transversis  (antica 
medio  interrupta)  annuloque  apicale  subelliptico  maculam 
nudam  transversam  includente  denee  squamosis.  Lg.  10.5 — 12.5, 
lat.  4.9 — 5.5  mm. 

Halmaheira  (Dr.  Kükenthal). 

Von  der  Körperform  des  Forsteni  Vollenh.,  in  der  Zeich- 
nung dem  latifasciatus  W^aterh.  ähnlich,  von  letzterem  durch 
die  nicht  unterbrochene  hintere  Deckeubinde,  die  bis  auf  Basis 
und  Spitze  rothen  Schenkel  und  andere  Thoraxzeichuung  ver- 
schieden. Mit  der  beschuppten  Vorderbrust  hängen  die  beiden 
dicht  hinter  dem  Vorder-  und  dicht  vor  dem  erhabenen  Hinter- 
rande liegenden  Querbindeu  auf  dem  Thorax  zusammen.  Auf 
den  Decken  sind  beide  Querbinden  an  den  Seiten  nach  hinten 
gebogen  und  setzen  sich  auf  die  Unterseite,  nämlich  die 
vordere  schmälere  hinter  der  Basis  auf  die  Hinterbrust,  die 
hintere  breitere  in  der  Mitte  auf  das  zweite  Bauchsegment 
fort,  so  daß  der  Hiuterkörper  gleichsam  zweimal  geringelt 
erscheint;  der  hintere  Ring  ist  nicht,  der  vordere  oben  und 
unten  gleich  weit  unterbrochen;  Außenraud  von  der  nicht 
unterbrochenen  Querbinde  bis  zur  Spitze  dicht  beschuppt  und 

Stett.  entomol.  Zeit.  1896. 


96 

mit  ihm  zusammenhängend  auf  jeder  Decke  ein  in  die  Breite 
gezogener  Anteapicalring,  der  gewöhnlich  vorn  einmal  unter- 
brochen ist.  Der  zur  Stirn  hin  flachere  Eindruck  auf  dem 
Rüsselrücken,  der  Rüssel  an  den  Seiten  hinter  der  FUhler- 
furche,  der  Kopf  unter  den  Augen,  der  Mittelbrustfortsatz,  die 
Seiten  des  ersten  Bauchsegments,  theihveise  auch  die  Mittel- 
brustepimeren  sind  beschuppt.  Fühler,  Beine  und  der  unbe- 
schuppte  Theil  der  Körperunterseite  fein  und  spärlich  punktii-t, 
die  fein  gekörnelte  Unterseite  der  Schienen  dichter  weißlich 
behaart. 

Sphenomorpha  fasciata.  Nigra  vel  aeneo-micans,  nitida, 
squamulis  isabellinis  variegata;  fronte  rostroque  subtilissime 
remoteque  punctatis,  illa  inter  oculos  canalicula  impressa,  hoc 
dorso  late  impresso;  capite  sub  oculos  parce  squamoso;  pro- 
thorace  praesertim  feminae  minus  globoso  vix  puuctulato, 
margine  antico  toto,  basali  extus  nee  non  lineis  duabus  dor- 
salibus  litteram  0  formantibus  haud  dense  squamosis;  elytris 
eUipticis  ante  apicem  contractis,  striato-punctatis,  punctis  basin 
versus  evanescentibus,  fascia  transversa  communi  extus 
abbreviata,  macula  suturali  basali  suturaque  in  declivitate, 
margine  exteriore  postice  nee  non  macula  parva  postmediana 
in  interstitio  quarto  densius  squamosis;  femoribus  interdum 
rufescentibus.     Lg.  9.5  —  10.5,  lat.  4 — 4.7  mm. 

Soakonorra  (Halmaheira).     Dr.  Kükenthal. 

In  beiden  Geschlechtern  noch  etwas  breiter  als  nitidula^) 
Pasc,  hinten  mehr  zugespitzt  und  vor  der  Spitze  zusammen- 
gerafft, die  Decken  hinten  mit  deutlicher  Schweifung  ober- 
halb der  Spitze  abfallend,  beim  Weibchen  leicht  aufgebogen 
und  die  Naht  stumpf  zweispitzig,  die  an  der  Basis  erloschenen 
Punktreihen  an  der  Spitze  leicht  furchenartig.  Thorax  beim 
Männchen  so  lang  als  breit  mit  der  größten  Breite  in  der 
Milte,  beim  Weibchen  breiter  als  lang  mit  der  größten  Breite 
vor  der  Mitte,  der  Vorderraud  viel  weniger  erhaben  als  die 
Basis,  eine  gebogene  Längsbinde  dicht  neben  den  Vorder- 
hüften und  die  Mitte  der  Vorderbrust  dichter  beschuppt  als 
die  scheinbar  leicht  abreibbare  Zeichnung  '  der  Oberseite; 
so  sind  z.  B.  bei  dem  einen  Stück  ($)  die  beiden  gegen- 
einander gekrümmten  Längsbinden  bis  auf  zwei  kleine  Makeln 
am  Vorderrande  erloschen.  Dadurch  daß  der  Rüssel  nur 
sehr  flach  eingedrückt  ist  und  dieser  Eindruck  auch  noch  in 
die  Spitzenfläche  hineinragt,  geht  letztere  allmälig  in  den 
Rüsselrücken  über.     Auf  der  Unterseite   sind  noch  der  Mittel- 


»)  Jouru.  Lin.  Soc.  1871  p.  157. 
Stett.  eotomol.  Zeit.  1895. 


97 

brustfortsatz  sowie  die  Seilen  der  Mittel-  und  Hinterbrust 
dichter  beschuppt,  die  Seiten  des  ersten  Bauchsegments  mit 
wenigen  Schuppen  bestreut.  Der  Außenrand  der  Decken  ist 
nur  von  den  Hinterhüften  bis  zur  Raffung  und  hier  bis  zum 
siebenten  Puuktstreifen  nach  oben  gebogen  dichter  beschuppt. 

Von  allen  bisher  beschriebeneu  Arten  der  Gattung  durch 
die  gemeinsame,  außen  bis  zum  Punktstreifen  8  reichende 
Querbinde  ausgezeichnet. 

Aleides  albocinctus  Blauch.  Von  Dr.  Kükenthal  bei  Oba 
auf  Halmaheira  gesammelt;  auch  von  Ternate  in  meiner 
Sammlung. 

Diese  ziemlich  häufige  Art  ist  in  Größe,  Zeichnung  und 
Färbung  der  Beine  etwas  veränderlich.  Beim  typischen  albo- 
cinctus hängt  die  vordere  Quermakel  auf  den  Decken  mit 
der  Scutellarmakel  nicht  zusammen;  mit  bicinctns  habe  ich 
Stücke  meiner  Sammlung  bezeichnet,  bei  denen  ähnlich  wie 
bei  Bohemani  Jekel  und  Bu7'meisteri  Bob.  die  Verbindung 
dieser  beiden  Makeln  durch  eine  schräge  Binde  hergestellt  ist, 
und  mit  Blanchardi  eine  Abäuderung  des  bicinctus,  die,  von 
Kükenthal  bei  Galela  und  Soakonorra  gesammelt,  bis  auf  die 
Knie  und  Tarsen  rothe  Beine  hat. 

Aleides  profluens  i)  Pasc.  Stücke  von  Soakonorra 
(Dr.  Kükenthal)  ^ind  von  meinen  Stücken  von  N. -Guinea  und 
Batjan  nicht  verschieden;  die  Basis  der  Schenkel  wird  mit- 
unter röthlich.  Pascoe  giebt  in  seiner  Diagnose  dem  Thorax 
nur  eine  beschuppte  Mittellinie  und  bezeichnet  nur  den  Zahn 
der  Vorderschenkel  als  crenulirt,  während  bei  sämmtlichen 
mir  vorliegenden  Stücken  der  Thorax  zwei  breitere  "Seiten- 
und  eine  mitunter  undeutliche  schmälere  Mittelbinde  aus 
gelblich-weißen,  einem  Punkt  entspringenden  und  fächerförmig 
ausgebreiteten  Schuppenhaaren  zeigt  und  die  Zähne  aller 
Schenkel  crenulirt  sind.  Ob  meine  Bestimmung  richtig,  scheint 
mir  demnach  zweifelhaft. 

Meehistoeerus  sollicitus.  Oblongo-ovatus,  niger,  squamulis 
cinereis,  cervinis,  nigris  dense  tectus;  antennis  brunneis;  pro- 
thorace  transverso  antice  subito  contracto,  fortiter  punctato, 
margine  laterale  erecto-setoso,  dorso  vittis  duabus  subnudis 
signato;  scutello  rotundato  nudo;  eljtris  dorso  obsolete  punc- 
tato-striatis,  singulo  fascia  obliqua  ramosa  nigra  antice  albido- 
terminata  ornatis;  femoribus  ante  apicem  obsolete  albido- 
annulato.     Lg.  7.5 — 9,  lat.  3.2 — 3.5  mm. 

Minahassa  auf  Celebes  (Dr.  Kükenthal). 


>)  Ann.  Mus.  civ.  Genuva  1885  p.  239. 
Stett.  entomol.  Zeit.  1896. 


98 

Unsre  Art  ist  dem  molatus  ^)  Pasc,  in  Form,  Größe  und 
auch  darin  ähnlieh,  daß  der  Thoraxseitenrand  abstehend  be- 
borstet ist,  von  jenem  aber  hauptsächlich  durch  den  parallel- 
seitigen,  vorn  plötzlich  gerundet-zusammeugezogeueu  Thorax, 
durch  einfarbig  beschuppte  Schienen  und  andre  nicht  ganz 
scharfe  Deckenzeichnung  verschieden;  letztere  besteht  aus 
einer  schwarzen  Schrägbinde,  die  hinter  der  Mitte  beginnend 
sich  zwischen  den  Streifen  2  und  7  bis  zur  Mittelhüftenhöhe 
erstreckt,  hinten  in  zwei  Zipfel  auf  den  Spatien  2  und  4, 
vorn  in  einen  Ast  auf  2,  theilweise  auch  auf  1  erweitert 
und  vorn  auf  3  und  5  durch  eine  weißliche  Makel  begrenzt 
ist;  auch  an  der  Spitze  von  Spatium  4  ist  eine  weißliche 
Punktmakel  bemerkbar.  Wie  bei  violatns  trägt  jeder  Punkt 
in  deu  Deckenstreifen  eine  kleine  mit  der  Umgebung  gleich- 
gefärbte  Borstenschuppe,  diese  Punkte  sind  aber  bei  sollicitus 
au  den  Seiten  kleiner  und  dichter,  auf  den  dunklen  Stellen 
weniger  bemerkbar,  weil  die  ihnen  entspringende  Borsten- 
schuppe von  ihrem  dunklen  Grunde  nicht  absticht. 

Cyamobolus  tricinctus.  Oblongo-ovatus,  uiger,  opacus, 
squamis  cervinis  et  uigris  sat  dense  obsitus,  albido-signatus; 
scutello  parvo  convexo  ochraceo-squamoso;  fronte  foveola 
parva  impressa;  antennis  piceis;  rostro  usque  ad  antennarum 
insertionem  densius  punctato  medio  carinulato;  prothorace 
transverso  ad  latera  subrecto  antice  sinuato-angustato  utrinque 
basi  macula  angusta  transversa,  margiue  apicale  et  vitta 
laterali  postice  abbreviata  albidis;  elytris  parallelis  postice 
rotundato  angustatis,  dorso  paulo  depressis,  antice  foveolato- 
striatis,  interstitiis  convexis,  fasciis  tribus  angustis,  sutura 
postice  utrinque  macula  commaeformi  ante  apicali  albidis; 
femoribus  elongatis  muticis. 

Var.  fasciis  tribus  elytrorum  in  puncta  parva  solutis .  .  solutus. 

Auf  der  Insel  Uliasser  und  bei  Soakonorra  auf  Halmaheira 
(Dr.  Kükenthal). 

Von  dem  ähnliehen  bicinclus  2)  Pasc,  hauptsächlich  durch 
eine  dritte  Querbinde  und  die  kommaförmige  Makel  auf  der 
Vereinigungsstelle  der  Deckeuspatien  4  und  5  verschieden. 

Der  Rüsselkaual  ist  von  weißlichen  Schuppen  eingefaßt, 
die  Einfassung  auf  den  Thoraxvorderrand  bis  zur  Ausrandung 
hinter  den  Augen  fortgesetzt  und  hier  winklig  nach  hinten 
umgebogen  in  eine  die  Thoraxmitte  beinahe  erreichende  Längs- 
binde erweitert;  ebenso  weit  von  einander  entfernt  wie  diese 
Längsbinden    sind  auch    die  beiden   basalen  Quermakeln;    alle 


')  Jüuni.  Lina.  8oc.  1873  p.  44. 
^)  Jouru.  Liun.  Soc.  1873  p.  36. 
Stett.  eatomoL  Zeit.  1896. 


99 

übrigen  von  dieser  weißen  Zeiclinung  nicht  berührten  Punkte 
der  Ober-  und  Unterseite  des  Thorax  sind  durch  eine  flache 
schwarze  Schuppe  nicht  ganz  ausgefüllt,  mit  Ausnahme  einiger 
neben  den  Vorderhüften,  wo  gelblich  ausgefüllte  Punkte  eine 
keilförmige  Makel  bilden.  Tarsen  sehr  dicht,  Mittelbrust- 
epimeren,  Mitte  der  Hiuterbrust  und  des  Aualsegmeuts  sowie 
die  Hinterschenkel  außen  weniger  dicht  gelblich-weiß  beschuppt, 
sonst  nur  mit  einzelnen  eingestreuten  hellen  Schuppen.  Decken 
mit  einer  basalen  und  einer  postmedianen,  außen  den  Punkt- 
streifen 9  erreichenden,  und  zwischen  beiden  noch  mit  einer 
dritten  weißen  Qiierbinde;  die  letztere  ist  einmal  vom  Spatium 
2  ab  nach  hinten  gebogen,  also  der  hinter  ihr  liegenden  ge- 
nähert und  zweitens  nach  vorn  zwischen  den  zweiten  Punkt- 
streifen in  einzelne  Punkte  bis  zum  ochergelben  Schildehen 
erweitert;  vor  dieser  Mittelbinde  stehen  außen  im  achten  oder 
neunten  Streifen  noch  eine  oder  zwei  weiße  Punktmakeln. 
Die  schwarzen  körnerartigen  Schuppen  scheinen  leicht  abreib- 
bar und  liegen  lange  nicht  so  dicht  als  die  flachen  weißen. 
Die  Furchen  sowohl  als  die  Grübchen  in  ihnen  werden  zur 
Spitze  hin  allmälig  feiner. 

Bei  der  Abänderung  soluftis  sind  die  vorderste  und 
hinterste  Deckenbinde  vielfach  unterbrochen,  die  mittlere  aber 
in  soviel  unregelmäßige  Punkte  aufgelöst,  daß  von  einer 
Querbinde  keine  deutliche  Spur  mehr  vorhanden  ist. 

Omotemnus  nigrocrinitus.  q.  Om.  principi^')  Helleri 
simillimus;  rostro  a  latere  inspecto  medio  late  acuteque  emar- 
ginato;  prothorace  convexiore  etiam  lobo  antiscutellare  latius 
rotundato,  nee  elevato-  nee  nitido-marginato,  dorso  maculis 
duabis  oblongis  medianis  nigris  signato;  eljtris  sutura  juxta 
scutellum  vix  angustatis;  femoribus  tibiisque  subtus  longius, 
margine  apicale  pjgidii  nee  non  margine  laterale  segmenti 
analis  apicem  versus  brevius  nigro-cihatis.    Lg.  40,  lat.  17  mm. 

Kina  Balu  (N.  0.  Borneo). 

Diese  Art  gehört  wie  princeps  zur  sei'rirostris-Gruppe. 
Der  oben  in  der  Mitte  gleichsam  eingeknickte  Rüsselrücken, 
der  breite  ungerandete  Antiscutellarlappeu  sowie  die  schwarze 
Bewimperung  der  Schenkel,  Schienen  und  der  des  Äualsegments 
in  derselben  Ausdehnung  wie   bei  serriroslris  2)  genügen  das 

1)  Entom.  Nadir.  1894  p.  100. 

^)  Der  typische  seniruslris  Fabr.  hat  zwei  abgekürzte  schwarze 
Längsbinden  auf  dem  Thora.x:  bei  der  Abänderung  scnhostris  Oliv., 
den  ich  in  Olirieri  umzubenennen  vorschlage,  ist  jede  dieser  beiden 
Binden  in  zwei  Makeln  aufgelöst.  Charakteristisch  für  beide  ist  der 
außer  der  Thoraxbusis  auch  glänzende  schmale,  zum  Schildcheu  hin 
breiter  glänzende  Nahtrand. 

Stett.  entomoL  Zeit.  1896.  7<» 


100 

Männchen  dieser  Art  von  dem  des  princeps  und  des  serri- 
rostris  zu  unterscheiden.  Das  mir  unbekannte  Weib  der 
neuen  Art  muß  sich  von  dem  der  letzteren  beiden  Arten 
durcli  die  schwarze  Bewimperung  des  Analsegments^  den  un- 
gerandeten  und  nicht  glänzenden  Antiscutellarlappen  und  von 
dem  Weib  des  princeps  noch  durch  die  vom  Vorder-  und 
Hinterrande  gleich  v^^eit  entfernten  beiden  schwarzen  Längs- 
binden auf  dem  ThoraxrUcken  sicher  trennen  lassen. 

Omotemnus  vicarins.  ^.  Om.  Swierstrae  Rits.  simiUimus^ 
ab  lllo  praecipue  corpore  breviore,  prothoracis  lobo  anti- 
seutellare  minus  producto  nee  non  lata  nigro-  sed  haud 
elevato-marginato,  elytrorum  macula  postmediana  marginali 
deficiente,  pygidio  vix  conspicue  punetato  sed  maculis  duabus 
rubris  notato,  epimeris  mesosterni,  episternis  vittisque  duabus 
metasterni,  articulo  ultimo  funiculi,  rostri  basi  nee  non  magna 
parte  abdominis  rufis  distinctus.    Lg.  30 — 43,  lat.  12 — 17  mm. 

Buitenzorg  auf  Java.  Zwei  Männchen  von  Dr.  Küken- 
thal gefangen. 

Den  (Rhynchophorus)  Swierstrae  i)  Rits.  von  Ambarawa 
(Ost-Java)  kenne  ich  nicht,  der  Autor  beschreibt  den  Mann 
aber  so  ausführlieh,  daß  die  Erkennung  des  vicarins  als 
eigene  Art  nicht  schwer  fiel.  Beide  Arten  haben  den 
Cyrtotracheltis-fövm\oen  Körper.  Der  geringste  Nachdruck  bei 
Unterscheidung  beider  Arten  ist  jedenfalls  auf  das  Fehlen  der 
schwarzen  makelförmigen  Erweiterung  des  Außenrandes  gleich 
hinter  der  Mitte  zu  legen,  da  mir  z,  B.  ein  unzweifelhafter 
serrirostris  vorliegt,  bei  dem  die  analoge  Makel  verschwunden 
ist  ohne  daß  die  rothe  Färbung  sich  auch  auf  andre  Körper- 
theile  ausgedehnt  hätte.  Nach  dem  nicht  unbedeutenden 
Omo^e/n/iMS-Material  meiner  Sammlung  zu  urtheilen,  ist  anzu- 
nehmen, daß  bei  einer  Variabilität  der  Zeichnung  auf  der 
Oberseite,  die  Farbenvcrtheilung  auf  der  Unterseite  bei  der 
Art  konstant  ist. 

Während  die  Beine  beider  Arten  gleich  gefärbt  sind,  soll 
die  Unterseite  bei  der  Ritsema"schen  Art  bis  auf  einen  braunen 
Fleck  an  den  Seiten  des  ersten  Bauchsegments  ganz  schwarz 
sein,  bei  nicarius  dagegen  zeigen  die  Seitenstücke  der  Brust 
eine  rothe  Makel,  die  Hinterbrust  jederseits  der  Mitte  eine 
rothe  Längsbinde,  ferner  ist  das  Analsegment  ganz,  3  und  4 
bis  auf  den  Hinterrand,  1  und  2  an  den  Seiten  breit  roth; 
letztere  beiden  Segmente  sind  an  den  Seiten  fein  gekörnelt, 
die  übrigen   fein    punktirt,    5  mit    einem    flachen    dreieckigen 


>)  Not.  Leyd.  Mus.  1891  p.  151. 
Statu  entomol.  Zeit.  1895. 


101 

Spitzeneindruck,  dessen  Seitenrand  wenigstens  hinten  mit  roth- 
uelbeu  abstellenden  Haaren  gewimpert  ist;  mit  etwas  dunkleren 
Haaren  ist  auch  die  Spitze  des  Pygidiums  gewimpert.  Bei 
beiden  Arten  ist  der  Rüssel  in  der  Mitte  kaum  lialb  so  hoch 
als  an  der  Basis,  der  Rücken  also  wie  bei  der  vorhergehen- 
den Art  in  der  Mitte  breit  und  tief  stumpfwinklig  eingesenkt; 
der  Rüssel  des  vicarius  weicht  aber  von  dem  des  Swierstrae 
dadurch  ab,  daß  die  Basis  an  den  Seiten  eine  kurze  Strecke 
und  oben  bis  zur  Höhe  der  Fühlereinlenkuug  punktirt  und 
roth  ist,  daß  bei  dem  einen  Stück  der  comprimirte  zahn- 
förmige  Hocker  hinter  der  Rüssclspitze  eine  etwas  nach  hinten 
gebogene  Spitze  hat,  nach  vorn  steil  abfällt,  nach  hinten  in 
einen  allmälig  an  Höhe  abnehmenden  stumpfen  und  flach 
runzlig  gekörnten  Kiel  erweitert  ist,  also  flach  und  schräs 
abfällt;  beim  zweiten  kleineren  Stück  ist  der  Rüssel  insofern 
anders  und  anormal  gebildet,  als  letztere  kielartige  Erweiterung 
ohne  zahnförmige  Erhöhung  zur  Spitze  hin  allmälig  verläuft. 
Das  siebente  Geißelglied  ist  wie  bei  der  Ritsema'schen  Art 
schmäler  dreieckig  als  beim  serrirostris,  aber  wie  bei  diesem 
roth.  Die  beiden  schwarzen  Thoraxlängsbinden  sind  dem 
breit  schwarz  gerandeten  Vorderrande  mehr  genähert  als  dem 
Hinterrande,  bei  dem  kleinen  Stück  schmäler,  bei  dem  großen 
breiter  als  der  sie  trennende  Zwischenraum.  Das  Pygidium 
zeigt  außer  den  beiden  rothon  Marginalmakeln  sehr  Hache 
und  weitläutige,  mit  Schuppenmasse  ausgefüllte  Punkte,  die 
bei  Sipierstrae   very  dose  together  stehen  sollen. 

Omotemnus  cinctus.  0.  Fleutiauxi^)  Fst.  simillimus; 
supra  rubro-velutinus  et  nigro-cinctus,  subtus  niger  nitidus 
rufo-variegatus;  rostro  nigro  dorso  rufesceute,  parte  basali 
incrassata  remote  punctato,  lateribus  ante  oculos  sat  profunde 
impresso;  capife  antice  nigro  postice  rufo,  medio  area  parva 
impunctato;  prothorace  ovato  basi  scutellum  versus  rotuudato- 
|)roducto  tenuiter  nigro-elevato-marginato,  lobo  utrinque  vix 
sinuato,  parte  antica  tubulata  obscure  rufo,  margine  apicale 
angustc  nigro;  scutello  lanceolata  medio  vitta  nigro-brunneo- 
velutino;  elytris  anguste  nigro-opaco-cinctis.  margine  exteriore 
nigro  pone  coxas  posticas  et  basi  supra  humeros  expansis; 
pygidio  rubro  lateribus  vitta  cuneata  nigra  notato;  femoribus 
basi  apiceque,  tibiis  apice,  tarsis  totis  nigris.  Lg.  30 — 33, 
lat.  10—13  mm. 

Java.     Ein  Pärchen. 

Schildchen,  Fühler,  Kopf  und  Rüssel  sind  denen  des 
Flentiauxi  fast  gleich,  nur  ist  letzterer  an  den  Seiten  vor  den 


0  Ann.  France  1893  p.  520. 
ätett.  entomol,  Zeit.  1895. 


102 

Augen  eingedrückt.  Thorax  nach  vorn  allmälig  gerundet- 
verengt,  an  dem  vorderen  halsförmig  abgeschürten  Theil  nur 
der  Spitzenraud  oben  schmal  schwarz  gesäumt,  die  stumpfe 
Seitenkante  etwas  gröber  und  dichter  punktirl,  die  Quer- 
wülbung  beim  Mann  flacher  als  bei  dem  des  Fleutiauxi. 
Decken  nach  hinten  noch  etwas  mehr  verengt,  an  der  Spitze 
in  der  Mitte  gemeinsam  ausgebuchtet,  die  Streifen  gegen  die 
Basis  tiefer  eingeritzt  und  deutlich  punktirt,  sonst  schwärzlich 
durchscheinend,  Streifen  1  dem  Schildchen,  3  und  4  einander 
genähert,  alle  Ränder  bis  auf  die  Basis  gegenüber  dem  Anti- 
seulellarlappen  Jtchmal  schwarz  gesäumt,  der  Außenrand  gegen- 
über den  Mittelbrustepimeren  in  eine  quere  Makel  über  der 
Schulterschwiele  und  von  den  Hinterhüften  bis  zur  abgerundeten 
Außenecke  des  Spitzenrandes  über  den  neunten  Streifen  hinaus 
verbreitert,  beide  Erweiterungen  wie  auch  die  schwarze  Fär- 
bung auf  den  Thoraxseiten  von  oben  theilweise  sichtbar. 
Das  Pygidium  ist  in  beiden  Geschlechtern  ziemlich  breit, 
beim  Mann  breiter  (aber  schmäler  als  beim  Fleutiauxi  M&nn) 
stumpf  gerundet,  dichter,  besonders  auf  den  Seiten  sehr  dicht 
und  fast  körnig  punktirt  und  wie  der  Spitzen rand  mit  kurzen 
gelbrothen  Börstchen  besetzt.  Prosternum  am  Vurderrande  mit 
einer  breiten  gemeinsamen  und  jederseits  neben  den  Hinter- 
hüften mit  einer  schrägen  rothen  Makel.  Hinterbrust  jeder- 
seits zwischen  Mittel-  und  Hinterhüften  mit  einer  rothen  Längs- 
binde, die  hinter  den  Mittelhüften  nach  außen  umgebogen  bis 
zu  den  Episternen  reicht.  Bauchsegmenle  1  und  5  bis  auf 
den  Vorderrand  ganz  roth,  die  drei  mittleren  bis  auf  eine 
rothe  Makel  an  ihrem  Außenrande  schwarz;  Seitender  letzten 
Segmente,  das  Analsegment  auch  vor  dem  schwärzlichen, 
beim  Mann  erhabenen  Spitzenrande  viel  kräftiger  auch  dichter 
punktirt  als  bei  Fleutiauxi  und  beim  Mann  mit  gelblichen 
Börstchen  besetzt.  Die  Körperseiten  unten  beim  Mann  fein 
und  ziemlich  dicht  gekörnelt,  beim  Weibe  einfach  und  weit- 
läufig punktirt. 

Von  dem  javanischen  miniatocrinitus  ^)  Chvrl.  durch 
die  größtentheils  schwarze  Unterseite,  den  erweiterton  schwarzen 
Seitenrand  der  Decken,  das  nur  in  der  Mitte  rothe  und  in 
beiden  Geschlechtern  stumpfspitzige  Pygidium.  den  viel  kürzeren 
Thorax  mit  stumpferem  und  weniger  nach  hinten  vorgezogenem 
Mittellappen  hauptsächhch  verschieden. 

Protocerius  praetor.  Elougato-ellipticus,  niger,  supra 
rufus;  rostro,  antenuis,  scutello  et  limbo  prothoracis  elytrorum- 


1)  Loc.  c.  1883  p.  560. 
Stett.  entomol.  Zeit.  1895. 


103 

que  nigris;  prothorace  feminae  punctulis  minoribus  et  majoribus 
sat  dense  obsito,  maris  densissime  minutissime  grauulato, 
dorso  niedio  obtuse  subcuriuulato;  elytris  octo-bruaneo-striatis, 
quatiior  iuternis  feminae  et  quinque  maris  acute  scarificatis, 
exterioribus  obsolete  striolato-punctulatis,  interstitiis  feminae 
lemote  punctulatis  maris  densius  minutissime  granulatis,  callo 
humerale  obsolete  iufuscatis,  limbo  exteriore  late  nigris  sed 
dcsuper  liaud  conspicuis;  corpore  subtus  lateribus  punctulis 
minoribus  et  majoribus  maris  densissime  obsito.  Lg.  41  —  51, 
lat.  14 — 20  mm. 

Bei  Buitenzorg  auf  Java  von  Dr.  Kükenthal  in  vier 
Exemplaren  gefangen. 

Schmäler  als  der  heros  Oliv.,  von  der  Körperform  des 
fervidiis  i)  Pasc,  und  laetiis  Vollenh.  Bei  den  beiden  letzten 
ist  der  Deckenaußenrand  nur  schmal  schwarz  gesäumt  und 
die  schwarze  Färbung  des  Prosternums  erreicht  nicht  die 
Seiten,  ist  also  nicht  wie  bei  praetor  von  oben,  wenn  auch 
nur  wenig  sichtbar;  dieser  ist  von  laetus  außerdem  durch 
das  Felden  der  schwarzen  Thoraxmakeln,  von  fervidus  noch 
durch  die  bräunlich  durchschimmernden  Punktstreifen  auf  den 
Decken  verschieden.  Rüssel  beim  Mann  etwas  weniger 
gebogen  als  beim  Weib,  sein  Rücken  bis  zur  Fühlereiuleukung 
flach  gedrückt  und  ziemlich  dicht  punktirt,  dann  bis  zur  Mitte 
mit  einer  flachen  unpunktirten  Furche,  jede  der  beiden  Seiten- 
kanteu  aber  bis  zum  dicht  punktirten  Spitzenviertel  mit  einer 
Reihe  verschieden  großer  Tuberkel  besetzt;  der  Rüssel  des 
Weibes  ist  überall  fein  und  weilläufig  punktirt,  zwischen  den 
Fühlereinlenkungen  mit  einer  flach  eingedrückten  ovalen  Grube. 
Thorax  etwas  länger  als  breit,  der  Vorderraud  breit  schwarz 
gesäumt,  die  schwarze  Färbung  der  Unterseite  auf  die  Seiten 
bis  zur  Höhe  der  Mittelbrustepimerenspitze  hinauf  gezogen, 
aber  nicht  parallel  dem  Seitenrande  abgeschnitten,  sondern 
flach  zweibuchtig  mit  einer  von  oben  etwas  sichtbaren 
stumpfen  Spitze  vor  der  Mitte,  quer  unterhalb  dieser  Spitze 
auf  schwarzem  Grunde  mit  einem  kaum  bemerkbaren  flachen 
und  durch  seine  Punktirung  von  der  Umgebung  nicht  ab- 
weichenden Eindruck.  Decken  nach  hinten  verengt,  alle 
Streifen  und  die  sehr  flachen  Punkte  in  den  äußeren  nicht 
vertieften  Streifen  wie  auch  die  Schulterbeule  bräunlich,  das 
Randspatium  von  der  Basis  bis  vor  die  Hinterhüt'ten  beinahe 
in  seiner  ganzen  Breite,  dann  aber  noch  bis  vor  die  Spitze 
auch  das  halbo  achte  Spatium   schwarz.     Die  Punktirung  der 


1)  Journ.  Lin.  Soc.  1871  p.  216. 
Stett,  entomol.  Zeit.  189&. 


104 

weiblichen  Beine  sehr  spärlich,  die  der  männlichen  sehr  dicht. 
Am  wenigsten  verschieden  von  einander  ist  in  beiden  Ge- 
schlechtern die  Punktirung  des  Pjgidiums.  Vorderscliienen 
des  Mannes  unten  mit  stumpfem  Zahn. 

Diathetes  Kükenthali.  Oblongus,  depressus,  nigro-veluiinus, 
ex  parte  nitidus;  capite  punctulato  rostroque  nitidis,  hoc 
femoribuö  anticis  paulo  longiove  sed  angustiore,  confuse  postice 
sat  grosse  punctato;  prothorace  latitudine  lougiore,  autrorsim 
sensim  rotundato-angustato  intra  apicem  lateraliter  constricto, 
dorso  punctis  vagis  minutis  latera  versus  gradatim  majoribus 
adsperso;  scutello  uitido  elongato-triangulari,  lateribus  rotun- 
dato;  el3'tris  oblongis  anlice  posticeque  parum  augustatis, 
sulcatis,  in  suicis  vix  eonspicue  puuctatis,  interstitiis  convexis 
tertia  parte  anteriori  nitidis,  apice  macula  commuui  ancorae- 
formi  olivaceo-velutiua  ornatis;  pygidio  antice  punctato  postice 
inaequaliter  impresso  et  croceo-velutino;  corpore  subtus 
lateribus  obsolete  cincreo-pruiuoso  puuctisque  grossis  squamigeris 
obsito,  medio  uitido  vix  punctulato.     Lg.  22,  lat.  9  mm. 

Bei  Patani  auf  Halmaheira  von  Dr.  KUkentlial   entdeckt. 

Von  der  Größe  des  strennus^)  Pasc,  von  ihm  und  den 
bisher  beschriebenen  Arten  durch  die  olivenfarbige  anker- 
förmigc  Sanimetmakol  an  der  Spitze  der  Flügeldecken  ver- 
schieden; diese  Makel  bedeckt  über  ein  Drittel  der  Nah( länge, 
den  ganzen  Spitzenrand  der  Decken  und  eine  Erweiterung 
dieses  nach  vorn  auf  den  Spatien  4,  5,  6  bis  zur  Schwielen- 
steile;  ebenso  tomentirte  Punkte  finden  sich  hinten  auf  den 
vier  äußeren  Spatien;  alle  Sj)atien  an  der  Basis  und  die 
Schulterschwiele  fein,  die  an  der  Basis  breiteren  und  lieferen 
Furchen  deutlicher  punktirt.  Das  glänzende  Schildchen  ohne 
Punkte.  Thorax  mit  ziemlich  breit  gerundetem  Mittellappen, 
die  Seiten  nach  vorn  fast  geradlinig  mit  sehr  geringer  Schwei- 
fung convergireud,  vor  der  seitlichen  Einschnürung  halsförmig, 
an  der  Spitze  höchstens  ein  Drittel  so  breit  als  die  Basis,  die 
größten  der  nach  allen  Seiten  größer  werdenden  Punkte  so 
groß  als  die  auf  der  BasalÜäche  des  Rüssels,  die  am  dichtesten 
auf  dem  Seitenrande.  Rüssel  in  beiden  Geschlechtern  an 
Länge  und  Sculptur  kaum  verschieden,  wenig  läuger  als  der 
Vorderschenkel,  zwischen  den  Augen  mit  breit  eingedrückter 
Längsfurche,  auf  dem  verdickten  Theil  am  gröbsten  und 
etwas  ungleich  punktirt,  die  Punkte  zur  Spitze  hin  allmälig 
feiner.  Geißelglied  7  länger  als  breit,  parallelseitig,  an  der 
Basis  kurz  gerundet    verengt,   die  Keule   höchstens   ein  Drittel 


»)  Loc.  c.  1873  p.  72. 

Stett  entomoL  Zeit.  1895. 


lOo 

so  lang  und  von  der  breiten  Seite  gesehen  trapezförmig.  Die 
größten  Punkte  der  Unterseite  stehen  auf  den  Hinterbrust- 
episternen,  die  dichtesten  auf  den  Mitlolbrustepimeren,  auf  den 
Seiten  und  an  der  Spitze  des  Abdonnens;  das  Analsegment 
an  den  Seiten  vor  der  Buchtung  mit  oHvenfarbigem  Sammct- 
fleck.  Alle  größeren  Punkte  mit  graugelber  Sehuppenmasse 
im  Grunde.  Von  der  Seite  mit  dem  Licht  gesehen  erscheint 
der  Thorax  und  der  nicht  sammetarlige  Theil  der  Decken  mit 
einem  hauchartigen  Reife  bedeckt. 

Schenkel  und  Schienen  des  Männchens  unten  mit  röthlich 
gelben  Haaren  gewimpert. 

Prodioctes  geniculatus  ^)  Chvrl.  (Meroplus),  Unter  zehn 
in  der  Färbung  sehr  veränderlichen  Stücken  beiderlei  Ge- 
schlechts von  Ceram  und  Buru  in  meiner  Sammlung  finden 
sich  zwei  die  hellste  Abänderung  rcpräsentirende  Weibchen, 
auf  welche  Chevrolat's  Beschreibung  seines  geniculatns  von 
Celebes  sonst  ausgezeichnet  paßt,  nur  ist  bei  diesen  Stücken 
Spatium  4  etwas  breiter  und  erhabener  als  die  übrigen.  Die 
vier  schwarzen  Makeln  auf  dem  Thorax  liegen  (je  zwei  hinter- 
einander) zwischen  den  drei  schwarzen  Längslinien;  auf  jeder 
Decke  findet  sich  eine  längliche  Makel  auf  Spatium  4  und 
eine  rundliche  im  Punktstreifen  9,  beide  in  gleicher  Ent- 
fernung von  der  Basis  etwas  vor  der  Hinterhüftenhöhe. 
Zwischen  so  gezeichneten  rothen  und  bis  auf  die  Schenkel- 
wurzel ganz  schwarzen  Stücken,  die  ich  var.  austerus  ge- 
nannt, finden  sich  alle  Uebergänge.  Schenkel  und  Schienen 
von  den  Knieen  aus,  P^^gidium  und  Abdomen  von  der  Mitte 
aus  werden  zuerst  von  der  zunehmenden  schwarzen  Färbung 
ergriffen:  am  längsten  widerstehen  dieser  Zunahme  der 
Thoraxvorderrand,  das  Schildchen  und  die  Schenkelwurzel. 
Bei  einer  Zwischenfärbung  haben  die  zwei  schwarzen  Makeln 
jcderseits  auf  dem  Thoraxrücken  sich  vereinigt,  verbreitert 
und  sich  dann  vorn  und  hinten  mit  den  drei  Längsbinden 
vereinigt,  so  daß  auf  dem  nun  schwarzen  Rücken  acht  röth- 
liche  Makeln  (je  vier  in  einer  Querreihe)  nachgeblieben  sind. 
Auf  den  Decken  tritt  die  schwarze  Färbung  zunächst  auf  der 
Schulterschwiele  und  vor  der  Spitze  auf  den  Spatien  1,  4 
und   5  auf. 

Geißelglied  7  ist  viel  weniger  zusammengedrückt  als 
z.  B.  bei  meinem  tristis  2)  und  kaum  länger  als  die  Keule, 
Glied  1  länger  als  2,  die  übrigen  an  Länge  ab-  und  an  Breite 


1)  Ann.  Fr.  1885  p.  98. 

2)  Ann.  Mus.  Civ.  Genova  1894  p.  337. 


Stett.  entomol   Zeit,  1895. 


106 

zunehmend,  6  stark  quer.  Die  Länge  des  Körpers  schwankt 
zwischen  12.5  und  15,5,  die  Breite  zwischen  4.5  und 
5.7  MilHmeter. 

Prodioctes  singhalensis.  Oblongus,  ruber,  opacus;  ore 
prothoracis  viüis  tribus,  eljtrorum  vitta  obhqua  antica  ab- 
breviata  et  interrupta,  macula  rotundata  in  callo  postieo, 
trochanteris,  macula  sternah  ante  coxas  omnes  abdomineque 
ex  i)arte  nigris;  rostro  basi  scisso  femoribus  anticis  uonniliil 
longiore,  arcuato;  prothorace  elongato,  basi  valde  rotundato 
vix  marginato,  dorso  depresso  remote  albido-punctato;  scutello 
ovato  piano;  eljtris  antice  punctis  sat  grossis  seriatis,  postice 
punctato-striatis;  pvgidio  remote  fortiterque  punctato,  medio 
carinato;  corpore  subtus  femoribusque  albido-,  sterno  seg- 
mentoque  primo  abdominale  fortiter  punctatis;  femoribus 
calcaratis.     Lg.  8,  lat.  2.5  mm. 

Colombo. 

Das  rothc  Aveder  ausgehöhlte  noch  eingedrückte  Schildchen, 
der  auf  dem  Rücken  weiß  punktirte  Thorax,  das  gekielte 
Pygidium  und  die  schwarz  gemakelte  Unterseite  müssen  unsre 
Art  von  haematiciis  ^)  Chvrl.  (gleichfalls  von  Ceylon)  unter- 
scheiden. Nach  dej-  Rüsselsculptur  zu  urtheileu,  hat  Chevrolat 
das  Männchen  beschrieben.  Ueber  das  Geschlecht  meines 
Stückes  der  neuen  Art  bin  ich  nicht  sicher,  da  die  Unter- 
schiede zwischen  beiden  Geschlechtern  der  Arten  dieser 
Gattung  nicht  immer  die  gleichen  und  nicht  immer  ab- 
solute sind. 

Geißelglied  7  ist  nur  wenig  comprimirt  und  wenig  länger 
als  die  Keule,  l  bis  6  allmälig  kürzer  und  breiter.  Die  an 
der  Rüsselbasis  ziemlich  groben  aber  oberflächlichen  Punkte 
werden  bis  zur  Mitte  kaum  feiner.  Kopf  sehr  fein  lederartig 
und  feiner  punktirt.  Thorax  conisch  mit  bis  zur  Mitte  leicht 
geschweiften  Seiten,  dann  gerundet  verengt,  au  der  Spitze 
schwach  halsförmig;  die  voneinander  entfernten  weißen,  in 
der  Mitte  größeren  Punkte  zur  Basis  hin  entschieden,  zur 
Spitze  hin  wenig  kleiner;  die  drei  schwarzen  Längsbinden 
vorn  und  hinten  abgekürzt,  die  äußeren  von  oben  nur  wenig 
sichtbar,  die  mittlere  in  der  Mitte  am  schmälsten.  Decken 
au  der  Basis  tlach  gerundet  erweitert,  nach  hinten  verengt, 
an  der  Spitze  jede  schräg  nach  innen  abgestutzt;  die 
schwarze  Schrägbinde  auf  jeder  Decke  beginnt  dicht  unter 
der  Schulterschwiele  im  Streifen  9,  zieht  parallel  der  Thorax- 
basi^  bis    zum    Nahtstreifen,    ist   aber   auf   Spatium  6  und  7 


»)  Ann.  Fr.  1885  p.  99. 
Stett.  entomol.  ZeiU  1895. 


107 

unterbrochen.  Vor  allen  Hüften  steht  eine  schwarze  Makel; 
Bauchsegmeut  1  in  der  Mitle  und  eine  Seitenmakel  auf  jedem 
der  drei  mittleren  Segmente  schwarz,  letztere  lein  und  weit- 
läufig, ersteres  sehr  grob  und  dicht  punktirt;  Analsegment  an 
der  Spitze  mit  einer  eingedrückten  Grube. 

Prodioctes  octopustulatus.  Oblongus,  rufus,  nupra  de- 
pressus,  opacus;  ore  prothoraeis  maculis  tribus  rotundatis 
trunsver.sim  positis,  eljtrorum  maculis  quinque,  vitta  mediana 
in  segmentis  secundo  et  tertio,  vitta  utrinque  in  tertio  et 
quarto,  trochanteris,  mesosterno  basi  coxisque  medianis  nigris; 
rostro  femoribus  anticis  breviore  paulo  arcuato;  fronte  inter 
oculüs  leviter  transversim  impressa;  antennarum  funiculo 
elongato,  articulis  sex  primis  aequiangustis,  septimo  magis 
compre'sso,  breviter  lateque  trianguläre,  clava  trapezoidale  illo 
longiore;  prothorace  conico  basi  haud  marginato,  punctis 
parvis  albidis  adsperso,  dorso  macula  nigra  signato;  soutello 
breviter  trianguläre  nitido;  el3iris  striato-punetatis,  stria  nona 
impressis,  macula  communi  mox  infra  scutellum,  singulo 
macula  marginali  sub  humeros  nitidos,  altera  postica  trans- 
versa nigro-notatis;  corpore  lateribus  disperse  punctato,  medio 
disperse  punctulato,  segmeato  anale  nonnihil  densius  punctato; 
femoribus  muticis.  Lg.  13,  lat.  4  mm. 
Borneo. 

Diese  und  noch  zwei  neue  dem  mir  unbekannten  linea 
nigra^)  Chvrl.  ähnliche  Arten  sind  rolh,  die  Decken  haben 
fünf  schwarze  Makeln,  verlängerte  Geißel  mit  gleich  dünnen 
sechs  ersten  Gliedern  und  deutlich  comprimirtem  siebenten, 
Stirn  vom  Rüssel  nur  durch  eine  leichte  Querfurche  getrennt 
und  an  den  rothen  Beinen  sind  die  Trochanteren  schwarz. 

Folgende  Tabelle  giebt  die  Unterschiede  jener  drei  Arten 
von  lineanigra: 

|i.  Decken  mit  vier  schwarzen  Makeln,  von  denen  die 
hintersten  marginal  stehen;  Thorax  mit  schwarzer 
Mittellinie;   Pygidium  an  den  Seiten    aufgebogen,  clava 

globata!  (siehe  Chevrolafs  Diagnose).    Java 

lineanigra  Chvrl. 

1.  Decken  mit  fünf  schwarzen  Makeln; 
21.  Schenkel  ungezähnt,  Körper  gestreckter;  Rüssel  kürzer 
als  der  Vorderschenkel:  Fühlerkeule  trapezförmig; 
Thoraxrücken  mit  einer  ovalen  schwarzen  Dorsalmakel 
in  der  Mitte  und  einer  runden  von  oben  nicht  sicht- 
baren   Makel    am    Seitenrande;    Decken    mit    einer  ge- 


1)  Ann.  Fr.  1885  p.  98. 
Stett.  entomol.  Zeit.  1895. 


108 


meinsamen  querovalen  schwarzen  Makel  dicht  hinter 
dem  Scliildchen  zwischen  den  zweiten  Streifen,  die 
Subhumeralmakel  marginal,  dip  größere  hintere  etwas 
vor  der  Sohwielenstelle  zwischen  den  Streifen  5 
und  8;  Hinterbrustepisternen  ungemakelt,  Borneo 
octopustulatus  n.  sp, 

2.  Schenkel  deutlich  gezähnt;  Körper  kürzer,  Rüssel  länger 
als  der  Vorderscheukel;  Fühlerkeule  quadratisch  spatei- 
förmig; Thorax  mit  drei  schwarzen  Längslinien;  die 
gemeinsame  Deckenmakel  etwas  hinter  dem  Schildchen 
viereckig  und  nur  zwischen  den  ersten  Streifen  auf  der 
Naht  gelegen,  die  Makel  unter  der  Schulter  nicht 
marginal;  die  Hinterbrustepisternen  schwarz  gemäkelt; 
alle  Punkte  mit  etwas  weißer  Schuppenmasse  im 
Grunde,  die  Punkte  in  den  Deckenstreifeu  zur  Basis 
hin  größer  uud  tiefer,  Spatien  mit  einer  Reihe  feiner 
und  weitläufiger  Punkte;  Prosternum  unten  grob,  tief 
und  ziemlish  diciit  punktirt,  die  zwei  Seiteubinden  auf 
dem  Thorax  erreichen  die  Basis,  aber  nicht  den  Vorder- 
rand; Bauchsegment  1  und  2  in  der  Mitte  mit  breiter 
schwarzer  Längsbinde,  2,  3  und  4  am  Außenrande 
mit  schwarzer  Makel;  Vorder-  und  Hinterhüiten  größten- 
theils  schwarz;  Segment  1  an  der  Basis,  das  Anal- 
segment,  die  Vorder-  und  Hinterbrust  in  der  Mitte, 
erstere  auch  an  den  Seiten  gröber  und  dichter  punktirt. 

31,  Die  Thoraxmittelbinde  erreiclit  den  Vorder-  und  Hinter- 
rand; die  von  oben  thcilweise  sichtbare  Subhumeral- 
makel  auf  den  Decken  bildet  einen  nach  hinten  ofteneu 
Bogen  zwischen  den  Streifen  5  und  9,  die  hintere 
dreieckige  mit  abgerundeten  Spitzen  liegt  zwischen  den 
Streifen  4  und  7,  Außenrand  von  den  Hiuterhüften  bis 
zur  äußeren  Rundung  des  Spitenrandes  und  eine  Strich- 
makel auf  dem  spärlich  und  oberflächlich  punktirten 
Pygidinm  mattschwarz;  Analsegment  an  den  Seiten 
uud  Hinterbrustepisternen  an  der  Lmenseite  breit 
schwarz  gerandet,  die  Epimeren  hinten  mit  einer  kleinen 
schwarzen  Makel.  Borneo.  Länge  13,  Breite  5  Milli- 
meter  borneanus  n.  sp. 

3.  Die  Thoraxmittelbinde  erreicht  weder  die  Basis  noch 
die  Spitze  und  ist  wie  die  Seitenbindeu  in  der  Mitte 
unterbrochen;  die  rundliche  Subhumeralmakel  liegt  auf 
den  Spatien  8,  7  und  greift  auf  G  über,  die  kleine 
runde  hintere  auf  5  und  theilweise  auf  6,  Außenrand 
roth:  Hinterbrustepisternen  mit  einer  runden  Makel  am 

Stett.  entomol.  Zeit.  1895. 


109 

Innenrande  im  Spitzendrittel;  Analsegment  seitlich  an 
der  Basis  mit  einer  schwarzen  dreieckigen  Makel; 
Pygidium  mit  großen  aher  nicht  tiefen  borsteutragen- 
den  Punkten  ziemlieh  dicht  besetzt.  Java  (Museum 
Tring,  Hartmann  und  Faust).  Länge  10—12,  Breite 
3.8 — 4.8  Millimeter quinquepustulatus  n.   sp. 

Prodioctes  Fruhstorferi.  c^.  Anguste  ellipticus,  sub- 
depressus,  obscure  rufus,  griseo-pruinosus,  atro-holosericeo- 
maculatus,  undique  furfuraceo-punotatus;  capite,  rostro,  femo- 
ribus  tibiisque  dilute  rutis,  mesosterno  coxisque  nigris;  rostro 
arcuato  supra  aspcrato-punctato;  prothorace  oblonge  dorso 
medio  macula  elliptica  postmediana,  lateribus  utrinque  macula 
rotundata  atra  notato;  scutello  ovato  pruinoso;  elytris  sub- 
tiliter  punctato-striatis,  interstitiis  planis  seriatim  furfuraceo- 
punctatis,  maculis  duabus  rolundatis  una  humevali  altera 
postica  inter  striam  tertiam  et  nonam  atro-holosericeis. 
Lg,  12,  lat.  3  mm. 

Java  (Fruhstorfer). 

Von  sehr  schlanker  Form  und  scheinbar  dem  mir  unbe- 
kannten amoenus ')  Pasc,  ähnlich,  von  ihm  aber  durch  ge- 
bogeneu Rüssel,  nicht  horizontales  Pygidium,  durch  die  Mittel- 
binde und  die  fehlende  Seitenmakel  auf  dem  Thorax  sicher 
verschieden. 

Die  sechs  ersten  Geißelglieder  allmälig  wenn  auch  nur 
wenig  breiter  werdend,  Glied  7  verkehrt  kegelförmig  etwas 
kürzer  als  breit  und  etwas  comprimirt,  die  Keule  kürzer  als 
dieses  Glied  und  trapezförmig  mit  leicht  gerundeten  Seiten. 
Die  weißgrauen  etwas  erhabenen  Punkte  auf  dem  Thorax 
nicht  kleiner  als  die  Räume  zwischen  ihnen,  die  seitliche 
runde,  von  oben  nicht  sichtbare  schwarze  Sammetmakel  liegt 
in  der  Mitte,  die  elliptische  dorsale  hinter  der  Mitte.  Die 
Decken  sind  fein  gestreift,  in  den  Streifen  sehr  fein,  auf  dem 
Rücken    kaum    sichtbar    punktirt,    dagegen    die    gereihten    er- 


1)  Ann.  Mus.  Civ.  Genova.  1885  p.  300-  Des  geraden  Rüssels 
und  des  horizontalen  Pygidiunas  wegen  kann  diese  Art  kein  Prodioctes 
sein-,  aller  Wahrscheinlichkeit  nach  gehört  sie  zur  Gattung  Bdurlnjnus 
Guer.  mit  dem  auf  Java  und  Sumatra  heimischen  Typus  ocellalus  Guer. 
Vermuthlich  gehört  auch  der  mir  unbcUannte  Mer/aproctus  avulus  Gyll. 
zur  Guerin'schen  Gattung,  während  extlainalionis  Wiedm.,  afßnk  und 
ßlifurmis  entschieden  mindestens  einer  andern  Gattung  angehören. 
Für  exdamalionis  wäre  die  Gattung  Oxi/pi/giis  Lac.  beizubehalten,  weil 
ihre  Bcschroibnng  i)ei  Lncordairc  der  VViederaaiui  sehen  Art  angepaßt 
ist.  Belorlu/mis  hat  einen  geraden  Rüssel,  ein  horizontales  scharf  zu- 
gespitztes Pygidium  und  ein  drehrundes  schmales  kegelförmiges  Geißel- 
glied 7,  das  die  kuppeiförmige  Keule  nur  sehr  wenig  überragt. 
Stett.  entomoU  Zeit.  1895. 


110 

habenen  weißlichen  Punkte  auf  den  Spatien  ebenso  groß  als 
die  auf  den  Thorax,  der  Unterseite  und  auf  den  Beinen;  die 
beiden  schwarzen  Makeln  sind  wenigstens  vorn  und  hinten 
von  einem  schmalen  weißlichen  Tomeutstreifen  umgeben. 
Pygidium  ziemlich  scharf  zugespitzt,  firstartig  gewölbt  und 
ziemlich  grob  punklirt,  jeder  Punkt  mit  einem  kurzen  Börstchen. 

Prodioctes  Kirschi.  V.  Ellipticus,  supra  depressus,  obscure 
sanguiueo,  oi)acus,  uigro-maculatus;  scutello,  rostro,  f'uniculo 
pedibusque  nitidis;  rostro  arcuato  basi  remote  punctato;  pro- 
thorace  apice  band  constricto,  lateribus  leviter  lateque  sinuato, 
medio  longitudinaliler  lateque  plano-impresso,  in  impressione 
vitta  angusta  nigra  uotato,  dorso  juxta  impressionem  sub- 
tiliter  remoteque  j)unctulato,  latera  versus  sat  fortiter  densiusque 
punctato;  scutello  ovato  nigro  nitido;  elytris  remote  punctato- 
striatis,  interstitio  quarto  nounihil  convexis,  Omnibus  sub- 
uuiseriatim  puuctulatis,  singulo  maculis  tribus  nigris  signatis, 
anteriori  submarginali  post  callum  humerale,  altera  poslica 
maxima  antrorsim  angustata,  tertia  parva  antemediaua  in 
interstitio  quarto;  pygidio  obtuse  trianguläre  remote  punctato, 
medio  obtuse  carinato;  pedibus  rufis  geniculis  tarsisque  nigris, 
femoribus  clavatis  dentatis;  corpore  subtus  cinereo-pruinoso- 
segmento  anale  apice  vix  impresso.  Lg  12 — 13,  lat. 
4.2—4.7  mm. 

Todalie  (Halmaheira).  Ein  Weibchen  von  Dr.  Kükcuthal 
gefunden;    ein    zweites  von  Halmaheira  in   meiner  Sammlung. 

Von  dem  verwandten  Dehaani  Gyll.  hauptsächHch  da- 
durch verschieden,  daß  der  plane  Dorsaleindruck  des  Thorax 
nicht  von  zwei  glänzenden  Kielen  eingeschlossen,  daß  die 
äußere  Kielkante  vielmebr  verwischt  ist  und  die  Kiele  nur 
durch  ihre  feine  Punktirung  angedeutet  sind;  bei  einer  weiter 
unten  erwähnten  Art  inferjectus  aber  ist  auch  diese  An- 
deutung der  beiden  Kiele  verschwunden,  indem  die  Umgebung 
des  planen  Dorsaleindrucks  keine  feinere  Punktirung  zeigt  als 
die  Thoraxseiten;  damit  ist  aber  auch  der  einzige  Unterscbied 
zwischen  den  Gattungen  Pleurotliorax  Clivrl.  (1883)  und 
Prodioctes  Pasc.  (1873)  verschwunden. 

Die  mit  Dehaani  verwandten  Arten  sind  in  der  folgen- 
den Tabelle  zusammengestellt. 

1^  Der  plane  Dorsaleiudruck  auf  dem  Thorax  ist  entweder 
durch  zwei  erhabene  und  dann  meist  glänzende,  oder 
durch  zwei  nicht  erhabene  und  dann  nicht  glänzende 
Längsstreifen  eingeschlossen,  die  aber  immer  viel  feiner 
und  spärlicher  punktulirt  sind  als  der  außen  daneben 
liegende  Theil  des  Thoraxrückens;  Fühler  schwarz;  die 
Stett.  entomol.  Zeit.  189S. 


111 

gereihten  Punkte  auf  den  Deckenspatien  sind  kleiner 
oder  wenigstens  nicht  größer  als  die  in  den  Streifen, 
Spatium  4  erhabener  als  die  übrigen. 

21.  Die  vordere  schwarze  Seitenmakel  auf  den  Decken 
liegt  hinter  der  SchulterschwieJe. 

31.  Diese  Subhumeralmakel  erreicht  den  Punktstreifen  10, 
aber  nicht  den  Außenrand  der  Decken. 

4'.  Schildchen  weißlich  tomentirt,  matt.  Die  vier  inneren 
Deckenstreifen  furchenarlig  vertieft  und  zur  Basis  hin 
tiefer;  die  etwas  sichelförmige  Subhumeralmakel  liegt 
quer  zwischen  den  Streifen  5  und  10  mit  nach  hinten 
offenem  Bogen  und  ist  theilweise  von  oben  sichtbar; 
die  hintere  Makel  zwischen  den  Streifen  3  und  9  liegt 
ebenfalls  quer  und  ist  nach  innen  verengt  Die  Punkte 
innerhalb  und  außerhalb  der  beiden  erhabenen  und 
glänzenden  Längsstreifen  auf  dem  Thorax  sind  flach, 
groß  und  ocellenartig  ganz  mit  Schuppenmasse  aus- 
gefüllt, die  schwarze  Mittelbinde  nimmt  beinahe  die 
ganze  Breite  zwischen  diesen  Längsstreifen  ein.  Java, 
Borneo Dehaani  G jll. 

4.  Schildchen  kahl  glänzend.  Die  vier  inneren  Decken- 
streifen fein  und  zur  Basis  hin  nicht  tiefer;  die  vier- 
eckige Subhumeralmakel  liegt  zwischen  den  Streifen  8 
und  10  und  ist  von  oben  nicht  sichtbar,  die  hintere 
Makel  erreicht  den  Außenrand.  Alle  Punkte  auf  dem 
Thorax  innerhalb  und  außerhalb  der  fein  punktirten 
Längsstreifen  sind  eingestochen,  kleiner  und  zeigen  nur 
im  Grunde  etwas  Schuppenmasse,  die  schwarze  Mittel- 
binde nimmt  höchstens  ein  Drittel  der  Breite  zwischen 
den  Längsstreifen  ein. 

51.  Die  beiden  Längsleisten  auf  dem  Thorax  sind  glänzend 
und  sowohl  innen  als  außen  stumpfkantig.  Körper 
heller  und  namentlich  die  Unterseite  des  Körpers 
größtentheils  fauch  die  Hinterbrustepisterneu  und  Seiten 
des  ersten  Bauchsegments)  roth;  die  schwarze  Seiten- 
binde auf  dem  Prosternum  in  der  Mitte  unterbrochen. 
Ins.   Aru torridus   Pasc. 

5.  Die  beiden  Längsstreifen  auf  dem  Thorax  sind  matt 
und  nur  innen  stumpfkantig,  während  die  Außen- 
kante erloschen  ist  und  die  feine  Punktirung  allmälig 
in  die  gröbere  übergeht.  Körper  dunkel  blutroth, 
unten  an  den  Seiten  schwarz,  die  schwarze  Längs- 
binde auf  dem  Prosternum  nicht  unterbrochen.  Hal- 
maheira Kirschi  n.  sp. 

Stett   entomol.  Zelt  1895. 


112 


3.  Die  Subhumeralmakel  erreicht  den  Äußonrand  und  innen 
den  Punktstreifen  8  der  Decken  und  ist  von  oben  nicht 
sichtbar,  die  Antiapicalmaliel  Hegt  zwischen  dem  dritten 
Streifen  und  dem  Außenrande  ohne  diesen  und  hinten 
die  Vereinigungsstelle  des  dritten  und  achten  Streifens 
zu  erreichen.  Die  Längsleisten  auf  dem  Thorax  breit 
erhaben,  die  Punkte  innerhalb  und  außerhalb  flach  und 
ocellenartig  mit  Toment  ausgefüllt.  Schildchen  kahl, 
glänzend.  Auf  den  Decken  sind  uur  die  vier  inneren 
Streifen  fein  gerinnt,  die  Punkte  in  ihnen  breiter  als 
die  daher  undulirt  erscheinenden  Streifen,  die  übrigen 
Streifen  nicht  oder  kaum  vertieft  mit  ocellenartigen 
Punkten.  Schenkel  gezähnt.  Prosternum  an  den  Seiten 
und  wie  auch  sowohl  Mittel-  als  Hinterbrust  jederseits 
vor  den  Hüften  mit  einer  schwarzen  Makel.  Bauch- 
segmente 1  bis  5  jederseits,  5  auch  in  der  Mitte  mit 
schwarzer  Längsbinde,  2  mit  großer,  3  und  4  mit  kleiner 
schwarzer  Makel  in  der  Mitte.  Köi'pergrundfarbe  wie 
bei  Dehaani. 

6^.  Vorderbrust  und  Schenkel  mit  flachen  ocellenartig  tomen- 
tirten  Punkten,  die  auf  letzteren  au  der  Spitze  sehr 
dicht  stehen  und  zur  Basis  hin  kleiner  werden.  Die 
gereihten  ocellenartigen  tomentirteu  Punkte  auf  den 
Deckenspatien  flach  und  kaum  kleiner  als  die  in  den 
Streifen.  Schenkel,  Schienen  und  Seiten  des  Hinter- 
körpers roth,  Bauchsegment  1  in  der  Älitte  roth,  selten 
mit  einer  kleinen  schwarzen  Makel  vor  dem  Hinterrande. 

7^.  Die  Mittelbrust  bis  auf  den  Spitzentheil  ihres  Fortsatzes 
und  die  Hinterbrust  am  Hinterrande  zwischen  den  Hüften 
schwarz.  Die  schwarze  Seitenbinde  des  Prosternums 
ist  nur  in  der  vorderen  Hälfte  von  oben  etwas  sicht- 
bar und  die  schwarze  keilförmige  Längsbinde  vor  den 
Vorderliüften  reicht  bis  zur  Querfurche  hinter  dem 
Vorderrande.  Die  Pjgidiumspitze  ist  in  beiden  Ge- 
schlechtern abgerundet  und  nicht  eingedrückt. 

8^  Die  dorsale  Mittelbinde  auf  dem  Thorax  nimmt  die 
halbe  Breiti^  des  Raumes  zwisclien  den  Läugsleisten  ein, 
die  Punkte  außerhalb  der  letzteren  sind  groß  und  dicht 
gestellt.  Der  zwischen  der  Basis  und  der  Antiapical- 
makel  erhabene  Theil  des  vierten  Deckenspatiums  breit 
und  mit  deutlichen  Tomentpunkten  besetzt,  der  Vorder- 
rand der  Anliapicalmakel  ist  zwischen  den  Streifen 
9  und  5  horizontal,  dann  zwischen  5  und  3  schräg 
nach  innen  abgestutzt.  Länge  11 — 12,  Breite  3.8 — 4  mm. 
Java  (Mus.  Tring,  Hartmauu,  Faust.).  .  .  geminus  n.  sp. 

Stett.  eatomoL  Zeit.  ISBC. 


113 

Schmäler  als  der  vorhergehende.  Die  dorsale  Mittel- 
binde auf  dem  Thorax  nimmt  beinahe  die  ganze  Breite 
des  Raumes  zwischen  den  Längsleisten  ein,  die  Punkte 
außerhalb  der  letzteren  sind  klein  und  undicht  gestellt. 
Der  zwischen  der  Basis  und  der  Antiapicalmakcl  er- 
habene Theil  des  vierien  Deckenspatiums  schmal,  scharf 
kielförmig,  unpunktirt  schwärzlich  uud  glänzend,  der 
Vorderrand  der  Antiapicalmakel  ist  zwischen  den  Streifen 
9  uud  3  horizontal  abgestutzt.  Länge  9 — 11.5,  Breite 
2.6 — 3.5  mm.  Perak.  (2  q  i^  in  meiner  Samm- 
lung)  fallax  n.  sp. 

Die  Mittelbrust  in  der  Mitte  roth.  Die  schwaize  Seiten- 
binde des  Prosternums  ist  in  ihrer  ganzen  Länge  von 
oben  etwas  sichtbar,  die  schwarze  keilförmige  Läugs- 
binde  vor  den  Vorderhüften  reicht  uur  bis  zur  Mitte 
der  Vorderbrusl.  Das  Pygidium  ist  au  der  Spitzen- 
wölbung der  Länge  nach  ziemlich  tief  aber  stumpf 
eingekerbt,  weshalb  die  Sj)itze  von  oben  gesehen  zwei- 
höckerig erscheint.  Länge  9 — 1L5,  Breite  2.6  —  3.5  mm. 
Perak  (2  ,j^,^  in  meiner  Sammlung.  ..  g^emellus  n.  sp. 
Vorderbrust  mit  vertieften  Punkten,  deren  Boden  allein 
mit  Toment  bedeckt  ist.  Die  gereihten  Punkte  auf 
den  Deckenspatien  viel  kleiner  als  die  in  den  Streifen. 
Schenkel  sehr  weiflünlig  punktirt  und  bis  auf  die  rothe 
Basis  schwarz.  Unterseite  größtentheils  schwarz,  nur 
drei  schmale  Längsbinden  auf  der  Vorderbrust,  die 
Seilen  der  Mittelbrust,  der  Vorderrand  der  Hinterbrust 
und  des  ersten  Bauchsegmentes  sowie  je  zwei  Makeln 
auf  den  Segmenten  3  und  4  roth.  Thorax  schwärz- 
lich, die  sammetschwarze  Mittelbinde  nimmt  mehr  als 
die  halbe  Breite  des  Raumes  zwischen  den  beiden 
etwas  glänzenden  Längsleisten  ein  und  die  großen 
Occllenpunkte  sind  ziemlich  aber  nicht  ganz  gleich- 
mäßig dicht  gestellt.  Decken  röthlieh,  die  gereihten 
Punkte  auf  den  Spatien  viel  kleiner  als  die  in  den 
Streifen  und  der  erhabene  Theil  des  vierten  Spatiums 
sciimal  kielförmig,  schwärzlich,  unpunktirt  und  glän- 
zend. Die  Antiapicalmakel  am  Vorderrande  wenig 
schräg  nach  innen  abgestutzt,  die  glänzende  Schulter- 
schwiele angeduukelt.  Der  Käfer  hat  die  breite  Form 
des  Dehaanl,  ist  aber  kürzer.  Länge  11,  Breite  4  mm. 
Carin  Cheba carmensis  i)  n.  ep. 


')  Dicä  ist  (.lieselbc  Art,  die  ich  in  Ann.  Mu3.  Civ.  üenuva  1894 
[>.  335  als  Anapijyus  Üeliuani  üyll.  angesprochen  habe. 

ätett.  ontomol.  Zeit.  1896.  3 


114 


2.  Die  vordere  schwarze  Seitenmakel  der  Decken  liegt 
auf  der  Schulterscliwiele.    Java eximius^)   Guer. 

1.  Der  Dorsaleindruck  auf  dem  Thorax  ist  nicht  durch 
erhabene  und  fein  puuktirte  Längst-treifen  eingeschlossen, 
alle  Punkte  des  hellrothen  ziemlicli  schmalen  Körpers 
mit  Ausnahme  derer  in  den  Deckenstreiten  sind  ocelleu- 
artig  tomentirt.  Fühler  roth.  Die  gereihten  Punkte 
auf  den  Deckenspatien  sind  größer  als  die  iu  den 
Streifen,  Spatium  4  flach  gewölbt  und  kaum  erhabener 
als  3,  2  und  1.  Körper  und  die  ganzen  Beine  roth,  nur 
die  Thoraxmittelbinde  und  eine  Makel  auf  den  Seiten, 
das  Schildchen,  zwei  Makeln  auf  jeder  Decke,  die 
Mittel-  und  Hinterbrust  sowie  die  Mitte  der  drei  mitt- 
leren Bauchsegmente  schwarz.  Fühlcrgeißel  schlanker 
als  bei  den  übrigen  Arten  in  dieser  Tabelle  und  zum 
siebenten  hin  weniger  verdickt.  Thorax  nicht  ganz 
doppelt  so  lang  als  breit,  an  der  Spitze  halb  so  breit 
als  an  der  Basis,  diese  mit  breitem  fast  abgestutztem 
Mittellappen  und  beiderseits  flach  geschweift,  die 
schwarze  dorsale  Längsbinde  in  den  planen  Eindruck 
durch  eine  unregelmäßige  Reihe  dicht  aneinander 
gelegter  Ocellenpunkte  begrenzt,  die  Punkte  an  den 
Seiten  des  Rückens  dichter  als  neben  dem  Eindruck 
und  dichter  auch  gröber  als  auf  der  Vorderbrust. 
Schildchen  schwarz  glänzend.  Decken  reichlich  doppelt 
so  lang  als  breit  nach  hinten  wenig  verengt,  die  vier 
inneren  Streifen  fein  vertieft,  die  Punkte  in  ihnen  kaum 
breiter  als  jene,  die  Naht  schwarz,  alle  Spatieu  bis 
auf  das  vierte  flach,  die  runde  Humeralmakel  zwischen 
den  Streifen  6  und  9,  von  oben  etwas  sichtbar,  die 
doppelt  so  große  Antiapicalmakel  rundlich  zwis-chen 
dem  Streifen  4  und  dem  Außenrande  diesen  jedoch 
nicht  ganz  erreichend  und  von  der  Spitze  weiter  ent- 
fernt als  bei  allen  Arten  iu  dieser  Tabelle.  Das 
Pygidinrn  des  einzigen  mir  vorliegenden  Stückes  mit 
unpunktirter  kaum  erhabener  ölittellinie,  jederseits  mit 
kleineren  Borstenpunkten,  die  Spitze  dagegen  beuiig  nach 
liiuten  vorgezogen  und  gekörnelt.  Unterseite  pruinös  und 
in  der  Mitte  viel  feiner  punktirt  als  an  den  Seilen, 
Analsegment  an  der  Spitze  mit  breitem  rundem  Eindruck. 
Länger  und  schmäler  als  die  andern  Arten  dieser  Tabelle. 
,  Länge  10,  Breite  2.8  mm,  Perak .  .  .  interjectus  n.  sp. 


*)  Ist  mir  bisher  nicht  vorgekommen. 
Stett.  entomol.  ZeiU  1896. 


115 


Reiseskizzen 

von 
Fred.    Gudniaitn    in  Kopenhagen. 

I. 


Die  Westindischen  Inseln, 

Wie  den  Lesei-n  der  Stettiner  entomologischen  Zeitung 
erinnerlieh  sein  mag,  hielt  ich  mich  mit  Herrn  von  Hedemann 
auf  den  dänisch-Avestindischen  Inseln  in  den  Monaten  Miirz, 
April  und  in  der  ersten  Hälfte  vom  Mai  1894  auf,  um  Micro- 
lepidoptera  einzusammeln.  Als  Herr  v.  Hedemann  sich  den 
12.  Mai  nach  Europa  zurückzukehren  entschloß,  konnte  ich 
mich  noch  nicht  vom  herrlichen  Sammlerleben  in  den  Tropen 
losreißen,  sondern  bcscliloß  mit  dem  Hamburger  Packetboot 
„Alemannia-^  nördlich  um  die  Insel  St.  Domingo  herum  nach 
der  Hauptstadt  Port  au  Prinee  zu  gehen,  indem  ich  hoffte, 
auf  diesen  so  wenig  untersuchten  Inseln  viele  interessante 
Micra  zu  finden,  welche  Hoffnung  sich  auch  in  schönster 
Weise  erfüllte. 

In  dem  Gedanken,  daß  es  einzelne  Leser  dieses  Blattes 
interessiren  konnte,  ein  wenig  von  meinen  Erlebnissen 
in  jenen  von  dem  Entomologen  selten  oder  niemals  be- 
tretenen Gegenden  zu  hören,  mache  ich  hier  einige  Auszüge 
aus  meinem  Tagebuch  in  der  Hoffnung  später  Gelegenheit  zu 
erhalten,  die  dort  von  mir  gefundenen  neuen  Pyraliden  und 
PlnjcidceH  zu  beschreiben,  während  Lord  Walsingham  die 
Freundlichkeit  gehabt  hat,  die  Beschreibung  und  Bestimmung 
meiner  Ausbeute  an  Tineiden  zu  übernehmen. 

An  Bord  der  ..Alemannia^'  verließ  ich  also  St.  Thomas 
am  13.  Mai  früh  Morgens  und  nachdem  wir  im  Laufe  des 
Tages  an  den  felsigen  Küsten  Puerto  Rico's  vorüberpassirt 
waren,  liefen  wir  am  folgenden  Morgen  in  die  große  Bucht 
von  Samana  hinein.  Schon  am  ersten  Tage  mußte  ich  die 
traurige  Erfahrung  machen,  daß  alles  Präpariren  an  Bord  so 
gut  wie  unmöglich  war  wegen  des  über  das  ganze  Hinter- 
schiff ausgespannten  Sonn(>nsegels,  welches  die  Kajüten 
allen  Lichtes  beraubte.  Ich  hatte  nämlich  noch  einen  Theil 
meines  auf  St.  Croix  gesammelten  reichen  Zuchtmaterials 
übrig,  und  an  diesem  ersten  Tage  meines  Aufenthaltes  an 
Bord  krochen  mehrere  Exemplare  einer  sehr  schönen  Gracilaria, 

Stett.  eatomol.  Zuit.  1896.  3* 


HG 

einer  Cosmoptcryx  uiul  eiiipr  Ergatis  Art  aus,  deren  Prä- 
parirung  ich  indessen  nach  verseliiedenen  mißlungeneu  Ver- 
suchen aufgeben  mußle.  Nachdem  wir  an  den  üppig  be- 
wachsenen Ufern  des  Savannahgolfes  vorübergefahren,  ankerten 
wir  vor  der  Stadt  Sanciies  und  ich  heeiUe  mich,  eines  Boots 
habhaft  zu  werden  um  ans  Land  zu  kommen,  ungeduldig 
einen  Einbhck  in  die  Fauna  der  Gegend  zu  thun.  Ich 
richtete  meine  Schritte  nach  einem  niedrigen  Gebüsch,  welches 
am  Saume  eines  weitgcdelmten,  üpi)igen  Waldes  lag.  Die 
Ausbeute  war  verhältnißmäßig  gering:  allein  alles  war  mir 
neu  und  ein  Umstand,  der  mich  wunderte,  war,  da^  nicht 
einmal  die  auf  den  dänischen  westindischen  Inseln  gewohnhchstcu 
Arten  hier  repräsentirt  Avaren.  Von  Raupen  fand  ich  zwei 
Arten  der  Uyponomeutiden,  ganz  wie  unsere  europäischen 
gesellschaftlich  im  Gespinnst  lebend;  erklärlicherweise  gelang 
es  mir  aber  nicht  dieselben  an  Bord  zur  Entwicklung  zu 
bringen.  Am  folgenden  Morgen  ging  ich  in  eines  der  Schifl's- 
boote  in  Gesellschaft  des  ersten  und  zweiten  Maschinisten, 
um  einen  Jagdausflug  auf  den  beiden  Flüssen,  die  unfern  der 
Stadt  Sanches  ausmünden,  zu  unternehmen.  Wir  steuerten 
zuerst  auf  den  kleineren  zu;  an  der  Mündung  desselben  war 
aber  so  viel  Schlamm  abgelagert,  daß  wir  alle  über  Bord 
mußten  um  das  Boot  vor  uns  her  zu  schieben.  Glücklicherweise 
dauerte  dies  doch  nur  kurze  Zeit;  bald  konnten  wir  wieder 
das  Boot  besteigen,  um  den  schmalen  dunklen  Fluß  langsam 
hinaufzugleiten,  nur  dann  und  wann  von  gefallenen,  von  Ufer 
zu  Ufer  reiclienden  Baumstämmen  aufgehalten,  welche  aber 
den  kräftigen  Axtschlägeu  der  Matrosen  bald  weichen  mußten. 
Einen  äußerst  eigenthümlichen  Eindruck  machte  diese  Fahrt 
den  Fluß  hinauf:  zu  beiden  Seiten,  soweit  das  Auge  reichte, 
die  dunklen  Mangrovenstämme  mit  Tausenden  von  langen, 
nackten  Wurzeln,  auf  welchen  Schaaren  einer  ganz  kleinen, 
grauen  Krabbenart  balanciiten,  während  größere  Repräsen- 
tanten derselben  Familie,  an  Farbe  von  Dunkelblau  bis 
Karmoisin  variirend,  überall  am  Erdboden  im  Begrifl'  waren 
in  ihre  Lücher  zu  verschwinden.  Eine  eigenthümliche  Stille 
ruhte  über  diesen  sumptigen  Gegenden,  nur  ab  und  zu  vom 
Flügelschlage  eines  Vogels  unterbrochen,  auf  den  dann  in  der 
Regel  der  Knall  eines  Gewehrs  und  ein  Platsch  im  Flusse 
oder  am  schlammigen  Ufer  folgten. 

Die  entomologische  Ausbeute  war  hier  nur  gering  wegen  j 
der    einförmigen    Vegetation;     einzelne    Spezies,    z.    B,     eine 
Lavernide  und    eine  Eryalis  Art    fanden  sich   jedoch  in  einer 
geradezu  staunenswerthen  Zahl  von  Individuen.    Wir  kehrten 

St&tt.  eatomol.  Zelt.  1895. 


117 

iiim  ziiiiick  iitul  lioueii  in  den  Naclib.U'llitß  „Jiina-  liineiu, 
d'.'i'  wcüiMi  i-iiiicr  IJrc'ite  und  seiner  ü|)pi;ic'n  Ufer  einen  viel 
veriini'mlielieren  Anhliek  gewährt  als  die  dunkeln  SünipCe,  die 
wir  soeben  verlassen  hallen.  Als  wir  am  späten  Naelimidag, 
(las  Boot  mit  mildem  Geflügel  gefüllt,  znrüekruderlen,  bot  der 
Fluß  einen  durehaus  feenhaften  Anblick  dar,  indem  die  Sonne 
ihre  Strahlen  anf  die  schlanken  Königspalmen  und  die  reich- 
blühenden  lUiselie  des  Ufers  warf,  und  zu  meiner  großen 
Freude  hatte  ich  hier  das  Glück,  ein  Paar  prachtvoller  Reprä- 
sentanten des  Genus  Cafaclijsta  zu  fangen,  welche  mich  immer 
an  diesen  herrlichen  Ausflug  erinnern  werden.  Gleich  nach 
unserer  i\ückkehr  an  Bord  des  Dampfers  wurde  die  Maschine 
geheizt  und  am  folgenden  Morgen  früh  vor  der  Stadt  Porto 
Plata  Anker  geworfen.  Ich  ging  sogleich  ans  Land  und 
folgte  dem  flachen  Ufer,  wo  ich  öfters  eine  dunkelfarbige 
Cirindela  aufscheuchte,  und  hier  fand  ich  das  glänzendste 
Feld  für  einen  Sammler,  das  ich  auf  meiner  ganzen  Reise 
angetroflen  habe.  Erstens  fand  ich  in  den  Palnien- 
wäldern  eine  große  Gracilaride  mit  langen  schmalen  Flügeln 
und  außerordenllit'h  langen  Fühlern.  Man  konnte  sie  in 
großer  Zahl  aus  den  Blättern  der  Cocuspahne  herausklopfen, 
und  bei  einer  Untersuchung  der  letzteren  fand  ich  eine  Menge 
äußerst  eigeulhümlicher,  zum  größten  Theile  verlassener  Minen, 
welche  wahrscheinlich  dieser  Art  zuzuschreiben  sind.  Nach- 
dem man  den  sehmalen  Palmenwald  paseirt  hat,  gelangt  man 
zu  einem  kleinen  sandigen  Bache,  über  welchen  es  in  den 
Vormittagsstunden  leicht  ist  zu  springen^  des  Abends  dagegen 
schwillt  er  wegen  des  steigenden  Meerwassers  stark  an  und 
wird  dann  ziemlich  unpassirbar.  Jenseits  dieses  Baches  be- 
ginnt eine  ausgedehnte  Wiese,  an  einigen  Stellen  dürr  und 
saudig,  an  anderen  aber  feucht  und  sumpfig,  ein  wahres 
Eldorado  für  den  Microsammler.  Mit  jedem  Schritt  scheuchte 
ich  ganz  unbekannte  Thiere  auf,  z.  B.  drei  Pterophoriden, 
zwei  Lt/oncfiden,  drei  Spezies  Gracllaria,  eine  sehr  schöne 
braune  Tortricide  mit  einem  goldenen  Streifen  über  die 
Vordcrflügel  und  außerdem  eine  Menge  kleiner  Tinciden, 
deren  Genus  ich  meistens  nicht  kannte.  Hier  tlogen  auch  in 
großer  Zahl  Ktiella  /.inkendla  Tr.  und  die  schöne  Bolys 
vibicalis  Z.  Endlich  gelang  es  mir  auf  meinem  zweiten  und 
letzten  Ausilug  nach  dieser  Lokalität  ein  E.Kcmplar  der  pracht- 
vollen feuerrothen  Hott/s  cpiscopalis  H.-S.  zu  fangen.  Ich 
hatte  auf  meiner  ersten  Wanderung  ein  paar  Mal  dieses  rothc 
Insect  zwischen  den  Gräsern  umherfliegen  sehen;  es  war  mir 
aber    nicht    gelungen,    desselben    habhaft   zu   werden,    weil  es 

Stett.  entoraol.  Zeit.  1895. 


118 

eine  eigenthilmliche  Fähigkeit  besitzt,  plötzlich  im  hohen 
Grase  zu  verschwinden,  und  ich,  indem  ich  mir  die  Möglich- 
keit nicht  dachte,  daß  es  ein  Kleinschmetlcrling  wäre,  mein 
Suchen  schnell  aufgegeben  hatte.  Während  ich  nun  dieses 
prachtvolle  Thier  im  Glase  betrachtete,  ärgerte  ich  mich 
gründlich  über  meinen  Irrthum.  Schon  am  Donnerstag 
Morgen  mußte  ich  zu  meinem  großen  Leidwesen  die  herrliche 
Stätte  verlassen,  wo  ich  mit  Freude  einen  Monat  verweilt 
hätte,  und  die  noch  einmal  wiederzusehen  immer  das  Ziel 
meiner   Wünsche  bleiben  wird. 

Der  nächste  Platz,  den  wir  anliefen,  war  die  Stadt  Monte 
Christy,  deren  Umgegend  einen  fast  wUstenähulichen  Ein- 
druck macht,  besonders  wohl  im  Vergleich  mit  den  Stellen, 
die  ich  soeben  noch  besucht  hatte.  Ich  ging  ans  Land  in 
Begleitung  eines  Theils  der  Besatzung  des  Schiffes,  und 
trennte  mich  dann  von  jenen,  um  das  Terrain  zu  recognoscieren. 
Eine  Stunde  wandelte  ich  am  Ufer  hin,  aber  so  weit  das 
Auge  reichte,  war  ödes  Land  mit  spärlicher  Vegetation,  nur 
hier  und  da  von  Mangroveusümpfen  unterbrochen.  Ein  Paar 
Pterophoriden  ausgenommen,  sah  ich  auf  dieser  Wanderung 
fast  keine  Micra  und  fing  deshalb  an  Käfer  zu  sammeln, 
welche  massenweise  die  blühenden  Mangrovensträucher  auf- 
suchten, die  eine  ähnliche  Anziehungskraft  wie  unser  Weißdorn 
zu  haben  scheinen.  Während  ich  hiermit  beschäftigt  war, 
hatten  sich  die  Wolken  zu  einem  tropischen  Regengusse  zu- 
sammengezogen und  ich  mußte  mich  deswegen  eiligst  auf  den 
Weg  machen,  um  einigermaßen  trocken  die  Stadt  zu  erreichen. 
Dies  gelang  mir  auch,  insofern  ich  bei  einem  leeren  Schuppen 
an  der  Grenze  der  Stadt  eben  in  dem  Augenblicke  anlangte, 
als  der  Regen  herabzuströmen  anfing.  L-h  eilte  hinein,  und 
hatte  ich  an  diesem  Tage  bis  jetzt  keine  Kleinfalter  gesehen, 
so  sollte  ich  hier  dafür  entschädigt  werden.  Ich  hatte  bisher 
geglaubt,  daß  wegen  der  spärlichen  Vegetation  sowohl  wenige 
Arten  als  wenige  Individuen  in  dieser  Lokalität  zu  linden 
wären,  allein  während  ich  hier  im  Schuppen  stand,  strömten 
sie  zu  Tausenden  herbei  und  im  Laufe  ganz  kurzer  Zeit  hatte 
ich  alle  meine  Gläser  voll  und  mußte  mich  einer  unerträg- 
lichen Passivität  hingeben.  Unter  den  dort  aufgefimdenen 
Mieros  mögen  vier  schöne  Ergalis  Kv^an  besonders  hervor- 
gehoben werden  und  von  diesen  war  namentlich  eine  Art 
mit  weißen  und  rotlicn  Zeichnungen  in  großer  Zahl  vor- 
handen. Nach  einer  halben  Stunde  hörte  der  Regenguß  auf 
und  ich  konnte  mich  wieder  an  Bord  des  Dampfers  begeben, 
welcher    bald  darauf  abfuhr,    um    den    folgenden   Morgen   Cap 

Stctt.  entomol,  Zeit.  1895. 


119 

Haiti,  die  erste  Stadt  der  Republik  Haiti,  zu  en-eichen.  Die 
Scliwarzen  i:;ind  sehr  streng  uud  niemand  durfte  das  Schiff 
verhisseu,  bevor  der  schwarze  Doktor  die  ganze  Besatzung 
und  die  Pas.'-agiere  gemustert  hatte.  Unsere  Namen  wurden 
der  Reihe  nach  vorgelesen  und  der  Doktor  studirte  sorg- 
faltig die  Liste  der  Passagiere  und  Mannschaft,  zählte 
sehr  genau  die  aufgestellten  Personen  und  sagte  endhch  zu 
uusrer  eroßen  Freude:  „Es  stimmf-',  obgleich  fünf  oder  sechs 
uicht  zugegen  waren.  Möglicherweise  ist  er  im  Zählen  nicht 
ganz  sicher  gewesen.  Denn  freilich  reisen  die  Aerzte  von 
Haiti  ihrer  Ausbildung  wegen  nach  Paris,  aber  nach  beendigten 
yjStiulieii"  erhalten  sie  das  sehr  bezeichnende  Testimonium 
«,gut  zum  Praktizireu  auf  Haiti",  und  viele  komische  Berichte 
wissen  die  Euro^jäer  von  den  Thaten  der  schwarzen  Aerzte 
zu  liefern.  Nachdem  die  Erlaubniß  endlich  gegeben  war, 
ließ  ich  mich  an  Land  bringen  und  trieb  mich  in  den 
nächsten  Umgebungen  der  Stadt  ein  Paar  Stunden  umher 
ohne  etwas  neues  zu  liuden,  weshalb  ich  mich  entschloß  auf 
(las  Schiff  zurückzukehren,  ohne  zu  ahnen,  daß  ich  hier  zu 
meiner  lebhaften  Entrüstung  den  größten  Theil  meiner  Samm- 
lungen von  Ameisen  völlig  aufgezehrt  sehen  sollte.  Als 
illustiirendes  Beispiel  erwähne  ich,  daß  ich  zwanzig  Exemplare 
der  großen  Gnicilaride  an  den  Cocuspalmeu  bei  Porto  Plata 
gefangen  hatte,  und  von  diesen  zwanzig  war  nur  ein  einziges 
Exemplar  verschont  worden.  Wie  großen  Reiz  das  Sammler- 
leben  in  den  Tropen  auch  immer  hat,  so  kann  doch  dieser 
unablässige  Kampf  mit  den  Ameisen  zur  Verzweiflung 
bringen;  bis  jetzt  hatte  ich  meine  Sammlungen  durch  häufige 
und  reichliche  Anwendung  von  Aether  und  Chloroform  ver- 
iheidigt,  aber  hier  in  Cap  Haiti  muß  ich  wohl  zu  lauge  Zeit 
haben  verstreichen  lassen,  eine  Nachlässigkeit,  welche  leider 
SU  hart  bestraft  werden  sollte. 

Unsre  nächste  Station  war  das  Städtchen  Gunaives,  wo- 
selbst das  Schiff  nur  so  kurze  Zeit  liegen  sollte,  daß  ich  mich 
auf  eine  ganz  kleine  Exkursion  in  die  Umgegend  der  Stadt 
beschränken  mußte.  Die  Ausbeute  war  infolge  dessen  auch 
ziemlich  karg  und  bestand  in  einigen  Tineiden  und  einer  sehr 
schönen  violett-grauen  Pterophoride.  Bemerkenswerth  ist  es, 
daß  ich  auf  meiner  Reise  um  St.  Domingo  herum  immer  neue 
Plerophoriden  auf  den  verschiedenen  Plätzen  fand,  dagegen 
niemals  dieselbe  Art  an  zwei  verschiedenen  Stellen,  so  daß 
meine  Ausbeute  während  des  kurzen  Aufenthalts  auf 
St.  Domingo  neun  Species  von  Vterophorideii  ausmachte, 
und  zwar  drei  in  Porto  Plata,  zwei  in  Monte  Christy,  eine  in 
Gunaives  und  endlich  drei  in  Port  au  Priuce. 

Stett.  entomol  Zeit.  1895. 


120 

Kurz  nachdem  icli  an  Bord  gekommen  war,  lichteten 
wir  die  Anker,  um  demnächst  erst  in  der  Hauptstadt  Port 
au  Prince  anzuhalten,  woselbst  ich  etwa  14  Tage  zu  ver- 
weilen beschlossen  hatte,  um  Schiffsgclegenheit  nach  New-York 
abzuwarten  und  einen  Entschluß  zu  fassen,  ob  ich  über 
Havanna  gehen  oder  die  Route  über  Mexiko  nehmen  sollte. 
Nachdem  ich  die  ziemlich  eingehende  und  lästige  Zollrevision 
überstanden  hatte,  begab  ich  mich  auf  die  deutsche  Dampf- 
schiffsexpcdition,  wo  man  mich  mit  gioßcr  Liebenswürdigkeit 
empfing  und  mir  anrieth,  mit  einem  deutschen  Dampfer, 
welcher  binnen  zehn  Tagen  abgehen  sollte,  nach  Mexiko  hin- 
überzugehen, ein  Rath,  dessen  Befolgung  ich  wahrlich  nicht 
zu  bereuen  hatte.  Man  unterrichtete  mich  zugleich  darüber, 
daß  von  den  beiden  Hotels  der  Stadt  das  eine  an  der  Grenze 
der  Stadt  liege,  und  da  diese  Lage  für  den  Zweck  meines 
Aufenthaltes  die  vortheilhaftere  war,  hegte  ich  darüber  keinen 
Zweifel,  welche  Wahl  ich  zu  treffen  hätte.  Nachdem  ich 
Abschied  genommen  und  eines  Wagens  habhaft  geworden 
war,  durchfuhr  ich  die  Stadt  um  das  Hotel  Bellevue  zu 
erreichen  und  daselbst  einzukehren.  Die  Stadt,  welche  vom 
Meere  betrachtet  einen  so  reizenden  Anblick  darbietet,  macht, 
wenn  man  ihre  Straßen  betritt,  einen  im  iiöchsten  Grade 
schmutzigen  und  widerlichen  Eindruck.  Im  Hotel,  das  eben- 
falls einen  nichts  weniger  als  reinlichen  Eindruck  bot,  erhielt 
ich  ein  kleines  und  schlechtes  Zimmer,  wo  ich,  weil  kein 
Mosquitonetz  da  war,  den  größten  Theil  der  Nacht  in  hoff- 
nungslosem Kampfe  mit  diesen  blutdurstigen  Ungeheuern  ver- 
brachte. Das  Reinmachen  der  Zimmer  war  dem  schwarzen 
Dienstmädchen  ganz  fremd  und  der  einzige  freilich  schwache 
Yersuch  dieser  Art,  den  ich  beobachten  konnte,  war,  daß  sie 
jeden  Morgen  mein  schmutziges  Waschwasser  über  den  Fuß- 
boden hinschüttete.  Allein  das  Hotel  hatte  auch  seine  Licht- 
seiten; erstens  war  das  Essen  vortrefflich,  zweitens,  was  für 
mich  die  absolut  grüßte  Bedeutung  besaß,  es  halte  eine  pracht- 
volle Lage.  Die  Fayade  ging  auf  eine  sehr  große  spärlich 
bewachsene  Wiese  hinaus,  avo  einzelne  Cnitnbidrii  und  Pjira 
liden  in  großer  Zahl  aufgescheucht  wurden.  Hinter  dem  Hotel 
lag,  wenn  man  einen  schmutzigen  Hof  passivt  hatte,  ein  alter 
verfallener  Garten  mit  Mimosengebüsch  und  Mangobäumen, 
wo  ich  eine  glänzende  Ausbeute  hatte;  ich  hebe  besonders 
eine  sehr  schone  Vyralide  mit  rothen  Vorderllügeln  und  gold- 
gelben Hinterllügeln  hervor,  welche  Herrn  Snellens  Meinung 
nach  in  ein  neues  den  Endotricha  nahestehendes  Genus  zu 
stellen  ist.    Von  Raupen  fand  ich  liier  in  großer  Zahl  sowohl 

Stett.  entomol.  Zeit.  1895. 


121 

an  Brefterzäimen  als  aul"  den  Mangoslämmen  einen  großen 
Sackträger,  dessen  Sack  dem  unsrer  Talarparia  pscudohomhy 
cella  in  hohem  (.Jrade  ähnlich  sah,  aber  etwa  andeithail)  Mal 
so  groß  war;  wegen  meiner  baldigen  Abreise  gelang  es  mir 
leider  nicht,  denselben  zur  Entwicklung  zn  bringen.  Nach 
dem  Passiren  dieses  Gartens,  wo  ich  täglich  Neues  fand, 
gelangt  man  in  den  äußersten  Tlieil  der  Stadt,  wo  kleine 
Wälder  und  Hutweiden  mit  einander  wechseln,  hier  und  du 
durch  den  Garten  einer  Villa  oder  einer  kleinen  Plantage  unter- 
l)rochen;  das  Ganze  bietet  eine  so  prächtige  Lokalität  dar, 
wie  ein  Entomologe  sie  nur  wünschen  kann.  Eine  etwas 
entlegene  Grasebenc  mit  Mimosengebüsch  und  vereinzelt  da- 
stehenden Guavabäumen,  wohin  man  auf  einem  schmalen,  zu 
beiden  Seiten  von  leichblühonden  Hecken  umgebenen  Pfade 
gelangte,  besuchte  ich  täglich  wenigstens  ein  Mal  und  kehrte 
jedes  Mal  mit  vielen  neuen  und  interessanten  Sachen  zurück. 
Hier  flogen  z.  B.  drei  Pfernphoriden,  eine  sehr  schöne,  ihrer 
Form  nach  echt  troj)isclie  Tortrix,  eine  niedliche,  kleine  gelbe 
Tortricide  mit  erhabenen  Schuppen  auf  den  Vorderfiügeln, 
zwei  Species  vom  Genus  Gracilaria,  eine  sehr  schöne  kleine 
Opostega,  blendend  weiß  mit  einem  schwarzen  Punkte  an  der 
Spitze  des  Vorderflügels,  und  sonst  noch  eine  Menge  irrten, 
deren  Zugehörigkeit  mir  völlig  unbekannt  war.  Auf  den 
Halmen  umher  saß  in  großer  Zahl  Cydosia  nobilifella  in  den 
prachtvollsten  Varietäten,  und  zwischen  zusammen  gewickelten 
Blättern  auf  einem  kleinen  orangenähnlichen  Strauche  fand 
ich  hier  nicht  selten  eine  ziemlich  große  chokoladenbrauuc 
Raupe  mit  schwarzem  Ko{)fe,  die  mir  zu  meiner  großen  Freude 
während  meines  Autenthaltes  in  Mexiko  mehrere  Exemplare 
einer  sehr  schönen  Psecadia  lieferte. 

So  verbrachte  ich  Iner  in  emsiger  Geschäftigkeit  etwa 
zehn  interessante  Tage,  als  ich  plötzlich  die  Nachricht  erhielt, 
daß  der  Hamburger  Packctdampfcr  auf  der  Rhede  von 
Port  au  Princc  geankert  habe  und  daß  ich  di'n  folgenden 
Morgen  an  Bord  gehen  müsse,  um  nacli  dem  wunderschönen 
Mexiko  zu  ziehen,  wo  neue  interessante  entoniologische  Erleb- 
nisse n)ifh  erwarteten  und  wo  ich  meine  Sammlung  mit  zahl- 
reichen Formen  vermehren  sollte,  die  unsern  europäischen 
Arten  weit  iräher  stehen  als  diejenigen,  die  ich  soeben  auf 
den   westindischen  Inseln  frefunden  hatte. 


Stelt.  entomol.  Zeit.  1895. 


122 


Bdlrae:  zur  Kdiiiliiiss  der  Aiilbrikidae 


von 


Dr.  K.  Joi'dan,  Tring,  England. 


11.-^) 

Durch  die  fronndliehe  Vermitllims;  des  Herrn  Majors  a.  I). 
Ed.  Herinti  sind  mir  die  Anthribidae  des  Stelliner  Museums 
zur  Durchsieht  und  Bearbeitung  anvertraut  worden.  Es  war 
mir  um  so  lieber,  dieses  Material  zu  erhalten,  als  eine  große 
Keihc  von  Arten  unter  C.  A.  Dohrn's  Manuskriptnamen  in 
den  Sainmlunjicn  stecken  und  auch  einige  dieser  Spezies, 
z.  B.  von  Lacordaire,  publizirt  worden  sind.  Ich  werde  soweil 
als  thunlich  die  von  C,  A.  Dohrn  vorgeschlagenen  Namen 
für  die  neuen  Arten  annehmen. 

Die  T3pen  der  hier  als  neu  beschriebenen  Anihribiddc 
sind  im  Museum  des  Herrn  Walter  von  Rothschild  in  Tring, 
sofern  nicht  besonders  gesagt  ist  „Typus  in  Mus.  Stettin"'-. 

Zu  den  Beschreibungen  neuer  Gattungen  und  Arten  habe 
ich  Bemerkungen  über  Sjnonymie,  generische  Charaktere, 
(iruppirnng  der  Arten  innerhalb  gewisser  Genera  etc.  gelügl. 
Außer  den  Pascoe'schen  und  einigen  Walker" sehen  Typen  sind 
im  British  Museum  noch  „typische^'  Exemplare  der  von 
.Jekel  beschriebenen  Arien;  da  mir  ferner  durch  die  Güte  des 
Herrn  Prof.  Dr.  Aurivillius  eine  Reihe  Bohemanscher, 
Fahraeus'schcr  etc.  Typen  vorgelegen  haben,  so  holl'e  ich  in 
der  Deutung  der  Arten    nicht  oft  Fehlgrille   gethan  zu   haben. 

1.  Ptychoderes  rugicollis  sp.  nov. 

,^  $•  f'f-  iiiger,  infra  cinereo-,  supra  subaibo-tomenlosus, 
lateribus  ochracco-fuscis.  Pronotum  transverse  rugatum,  ante 
basim  forlissime,  pone  apicem  levius  impressum,  parte  i'levata 
intra  impressiones  alta.  Seutelhim  alhum,  quadrangidare. 
Elvtra    retrorsum  ,^   maximo    leviter,    ,j    minore  et  .^  vix  an- 


*)  ].  Siehe  Nuvitates  Zoolugicae  J.  p.  501—051  (1891). 
.«Leu.  entoinol.  Zeit,  1895. 


123 

gustata,  ante  apicem  fortiter  tiiberculata,  dimidio  basali  granu- 
lato-rugala,  Prosternum  iiiacciuale,  pimctatum,  subnigalum, 
8ulro  anlecoxall  liaiid  piorimdo.  ^  segmenlo  basali  abdo- 
niinis  gutta  pilosa  apici  segmenii    longe  reinota. 

,^.   Loug."'')  21     mm,  rostr.  4i|'2,  eljtr.   15,  lut,   7. 

?•        .         181/,  „         „       6,  „       13. 

Hab,    Cbiriijui,    Panama  (Typus);    Chontales,   Nicaragua. 


U5 


5  -V. 


In  der  Färbung  kommt  diese  Art  dem  Pt.  fricostifrons 
Fahrs.  am  nächsten;  das  helle  Kückenband  ist  last  weiß  und 
setzt  sich  schart'  gegen  die  braunen  Seiten  des  Halsschildes 
und  der  Flügeldecken  ab.  Durch  diese  Färbung  erhält  das 
Tliier  ein  von  Pt.  callosus  Jek.,  dem  es  in  der  Struktur  sehr 
ähnlich  ist,  verschiedenes  Aussehen.  Beide  Arten,  rutjicoüis 
und  callosus.  haben  eine  sehr  krallige  Skulptur  des  Hals- 
schildes und  der  Flügeldecken;  der  mittlere  Theil  des  erstem 
zwischen  den  beiden  Vertieftmgen  ist  stärker  erhöht  als  in 
den  andern  Arten  der  Gattung;  die  Decken  sind  der  Länge 
nach  schwach  eingedrückt  und  vor  den  kräftigen  Endliöckern 
ziemlich  stark  abschüssig.  Die  Querfurche  der  Vorderbrust, 
welche  sich  vor  den  Vorderhüften  herzieht,  ist  tiefer  in 
Pf.  callosus  Jek.  als  in  Pt.  ruf/icollis  sp.  nov.;  der  ovale 
Beleck  auf  dem  ersten  Hinterleibssegmeute  steht  in  Pt.  rugi- 
collis  m.  weiter  von  dem  Hinterrande  entfernt  als  in  Pt.  callosus. 

Von  beiden  Arten  haben  mir  eine  beträchtliche  Anzahl 
Stücke  von  verschiedenen  Plätzen  vorgelegen.  Uebergänge 
in  der  Färbung  scheinen  nicht  vorzukommen,  ich  würde  sonst 
den  Pf.  ruf/icollls  als  die  central-amerikanische  Form  des 
süd-amerikanischen  Pt.  callosus  angesprochen  haben. 

Von  den  Pf i/choderes  Arten  mit  (außerhalb  der  Ein- 
drücke) (|uergerurrzeltem  Halsschilde  {Pt.  deprcssus  Jekel, 
uii.iius  Jekel,  loufjicollis  Jord.,  brcvis  Jord.,  vitlatus  Jord., 
callosus  Jekel  und  ruyicollis  Jord.)  haben  die  ,^,j  von 
PI.  obsolclus  und  Pt.  ciltatus  nicht  den  eigenthUmlichen, 
gerundeten,  behaarten  und  schwach  eingedrückten  F'leck  auf 
dem  ersten  Hinterleibsringe,  der  in  (h:\\  andern  Spezies  vor- 
handen ist. 


*)  Kopf  und  Rüssel  sind  l>ei  den  Angaben  der  Länge  (li.'V  Thiere 
nicht  eingcschloösen. 


Statt,  catomol   Zeit.  1896. 


124 

Hypselotropis  Jekcl,  lus.  Saund.  I.  p.   40  und  65  (1855). 

Tvpus;  Phloeotragns  afumlirornis  Falirs.,  S.'liünli.  Gen.  C'nr.  Y. 

p.   181    n.   7  (1839). 

Mit  ünrcclil  hat  Lacordairc  (Gen.  Col.  VII.  j).  480, 
1866)  die^e  Gatlung  mit  Ptychoderes  Schönli.  vc'roini!;l;  die 
Arten,  welche  iiierher  gehören,  sind  auf  den  ersten  l>lick  als 
7////).sc/o</'op/.s -Spezies  an  der  Rüsselbildung  und  der  Länge  der 
sehlanken  Füße  zu  erkennen.  Die  Hauptmerkmale  von 
Jli/psolotropis  sind: 

Rüssel  viel  schmäler  als  der  Kopf,  in  der  Mitte  der 
Länge  nach  breit  eingedrückt;  diese  Längsfurche  beiderseits 
durch  einen  Kiel  begrenzt,  welcher  viel  mehr  seitlich  steht  als 
der  ihm  entsprechende  Kiel  von  Plfirhodercs;  die  Fühlergrube, 
welche  in  Ptjirhoderes  eine  lange  Furche  darstellt,  ist  hier 
kurz,  weil  der  untere  Theil  nur  schwach  markirt  oder  nur 
als  punktförmige  Vertiefung  vorhanden  ist.  Stirn  mit  starkem 
Mittel-,  ohne  Seitenkiele.  Beine  länger  und  dünner  als  in 
Ptychoderes:  erstes  Fußglied  wenigstens  viermal  so  laug  als 
an  der  Spitze  breit,  im  ,j  liäutig  von  der  halben  Länge  der 
Schiene.  Die  Länge  der  Augen  ist  veränderlich  nach  den 
Arten.      Die  S])ezies  lassen  sich  wie   folgt  unterscheiden: 

A.  Unterseite  des  Rüssels  der  Länge  nach  eingedrückt,  odi'r 
wenigstens  abgeflacht,  rauh  gerunzelt-gekörnt. 

a.  Vorderbrust  mit  einem  breiten,  tiefen,  einfachen  (^hier- 
eindruck  vor  den  Hüften. 

a^.  Seitenkiele  des  Rüssels  scharf  erhaben.  Fühler 
des  ,j  kaum  die  Basis,  die  des  $  etwas  die 
Mitte  des  Halsschildes  überragend:  H.  nnnulicornis 
(Fahrs.),  1.  c. 

b'.  Seilenkicle  des  Rüssels  und  die  seitlichen  Uückcn- 
kiele  nach  der  Basis  hin  schwach  und  etwas 
Tmdeutlicher  werdend;  Fühler  des  ,^  wenigstens 
die  Mitte,  die  des  $  den  Basalrand  der  Decken 
überragend:   H.  batesi  Jekel,  1.  c  p.  66  (1855), 

b.  Vorderbrust  stark  puiiklirt,  mit  einer  schmalen, 
schwach  vertieften,  beiderseits  vor  den  Hüften  ge- 
bogenen Querfurche:  //.  albatus  sp.  nov, 

B.  Rüssel     unterseits     mit     einer     glatten     Längserliöhung; 
Vorderbrust  ohne  Querfurche:  //.  pectoralis  sp.  nov. 

2.    Hypselotropis  annulicornis  (Fahrs.),  1.  c. 

Von  dieser  Art  hat  mir  der  Typus  vorgelegen.  Das 
3.  bis  6.  FUhlerglied    sind  ziemlich   abgeflacht;    die  Spitze  des 

Stett.  entomol.  Zeit.  1895. 


125 

7.,  das  ganze  8,  und  der  größte  Tlieil  des  0.  .^ind  weiß;  das 
10.  Glied  ist  breiter  als  lang.  Das  Ilalssoliild  ist  dicht  und 
lein  punktirt,  jedoch  ist  die  Skulptur  durch  die  Besehuppung 
zumeist  verdeckt.  Die  Oberseite  des  Thieres  ist  ziemlich  gleich- 
mäßig grau-giün.  Die  Vorderbrust  ist  vor  dem  (^)uereindrucke 
rauh  gerunzelt-j)unktirt.  Der  Mittelbrust-Fortsatz  ist  gerundet 
dreieckig  und  kaum  länger  als  an  der  Basis  breit.  Der 
Hinterleib  trägt  in  der  Mitte  außer  einer  dichten  und  feinen 
l'unktirung  noch  zerstreute,  größere  Punkte. 

Ich  kenne  diese  Art  vom  oberen  Amazonenstrome  und 
von  Ca3enne. 

3.  Hypselotropis  batesi  Jekel,  1,  c. 

Außer  durch  die  Fühler  und  Rüsselbildung  (siehe  oben) 
ist  dieses  Thier  noch  durch  die  nach  hinten  deutlich  verengten 
Decken,  den  längern  und  schmälern  Zwisclienhüftenfortsalz 
der  Miltelbrust  und  das  schwächer  und  spärlicher  punklirte 
Halsschild  zu  unterscheiden.  An  den  Fühlern  ist  das  7.  Glied 
nicht  weiß  an  der  Spitze,  das  10.  ist  wenigstens  so  lang, 
meistens  länger,  als  breit.  Das  erste  Fußglied  ist  länger  als 
in  H.  nnnuliconiis  (Fahrs.).  Der  erste  dunkle  Fleck  der 
Flügeldecken  steht  weiter  nach  vorn  als  dort.  Der  Stirnkiel 
i-t  stärker  erhaben  und  vorn  fast  plötzlich  abgesetzt,  da  der 
basale  Theil  des  Mittelkiels  des  Rüssels  ziemlich  schwach  ist; 
jedoch  tritt  diese  Form  des  Kiels  auch  zuweilen  bei  H.  annuli- 
cornis  auf.  Die  Seitenkiele  des  Rüssels,  zwischen  FUhler- 
grube  und  Auge,  sind  in  manchen  Exemplaren  stärker  als 
gewöhnlich,  jedoch  stets  viel  schwächer  als  in  der  verwandten 
Art.  Die  Fühler  des  (^  variiren  sehr  in  der  Länge,  sie  sind 
zuweilen  dop))elt  so  laug  als  der  Körper. 

Der  Farbe  des  Toments  nach  lassen  sich  zwei  Formen 
unterscheiden,  von  denen  ich  eine  größere  Reihe  von  Exem- 
plaii'u  aus  derselben  Gegend  (oberer  Amazonenstrom)  ver- 
gleichen konnte;  Zwischenstufen  in  der  Färbung  sind  mir  noch 
unbekannt: 

a.  Oberseite  schmutzig  Ichmfurben.  .  .  .    //.  balesl  Jekel. 

b.  Oberseite,     ähnlich     wie     in    //.    annuliroruis,     grau- 
grün      ab.  assimiiis  m. 

5.  Hypselotropis  albatus  spec.  nov. 

r^.  //.  niger,  pedihus  rufesceutibus,  ])ube  alba  vestitus. 
Rostrum  apice  subito  sernihiuatim,  subtus  pone  mentum  longi- 

Stett.  eutomol.  Zeit.  Iä9&. 


126 

trorsum  impressum  ac  paucis  punctis  grossis  notatum;  ulrisque 
cariiiis  lateralibus  duabus  supevioribus  autice  confluentibus. 
Caput  carina  froiitali  aequaliler  elevata  versus  occipul 
evauescente  iüstruclurn,  album,  iufi-a  sparsissime  punctatum 
ferc  laeve,  ante  prosternum  autem  transverse  rugulosuin. 
Antcnnae  (rj)  coi'pore  vix  longiores,  articulo  2«  oculorum 
margineni  anticum  subatlingeute  tertio  parum  breviore, 
10^  dimidio  noni,  hoc  longitudine  secuodi,  8^  basi  cxcepta 
albo-piloso.     Oculi  sat  breves. 

Prothorax  latitudine  paulo  longior,  couicus,  carina  ante- 
basali  lateribus  angulatim  prominente  instructus,  dorso  bi- 
impressus  (antice  profundius  quam  postice),  spatio  intra  im- 
I)ressioiies  haud  impresso.^  apice  punctulatus,  basi  Icvissime, 
intra  latcra  foriius  riigatus,  medio  longitrorsum  douse,  latror- 
sum  sparsim,  albo-piibcscens;  carina  anlebasaH  dorso  uiiifor- 
miter  concava,  lateribus  angulo  valde  obliquo  rotundalim  an- 
trorsum  prirao  parum  versus  dorsum,  deinde  versus  apiceui 
flexa,  parte  laterali  iudistincla. 

ScuteUum  subrotunchnn,  luteo- album.  Elytra  convexa, 
dorso  usque  ad  interspatium  tertium  leviter  inipressa,  parallela, 
interstitiis  punctorum  striarimi  antice  parum  rugatim  transverse 
elevatis;  plaga  communi  ante  medium  in  utroque  eljtro 
sinuata,  pone  hunc  sinum  fere  ad  margineni  lateralem  extensa, 
plaga  altera  communi  apicali  ad  suturam  cum  prima  conjuncla 
albis  sjgnata. 

Pygidium  longitudine  latius,  apice  truncalum,  angulis 
rotundatis,  medio  carina  apicem  haud  attingeute  notatum. 

Prosternum  ante  coxas  biarcuatim  impressum,  rugalo- 
punctatum,  utrinque  plaga  albo- lutea  signatum.  Processus 
mesosternalis  declivis,  anguste  triangularis,  apice  rotundatus. 
Abdomen,  sicut  meso-  et  mclasternum,  lateribus  sparsim  albo- 
pubescens,  segmcnlo  anali  medio  lale  non  profunde  impresso, 
iarsorum  articulus  primus  duobus  sequenlibus  quarta  parte 
longior,  quarto  fere  brevior. 

Long.  19  mm,  rostr.  3,  elytr.   10,  lat.  41,2- 

Hab.  Bebedero,  Costa  Rica  (ünderwood,  1894\  1   ^. 

Der  Mittelkiel  der  Stirn  ist  weniger  erhaben  als  in  den 
andern  Arten;  die  Seitenkiele  des  Rüssels  sind  nicht  parallel 
wie  in  //.  <nunilir<inna  und  batesi,  sondern  die  beiden  obern, 
welche  allein  deullich  sind,  laufen  nach  vorn  hin  zusammen. 
Die  Fühlerglieder  3  bi-  (i,  die  in  den  übrigen  Spezies  von 
Jlypsclotropis  deutlich  zusammengedrückt  sind,  sind  hier  rund. 
In  der  Form  des  Halsschildes  kommt  H.  albatus  m.  den 
8tett.  entomol.  Zeit.  1895. 


127 

Tribotropis  conicicollis  Jekel  uml  T.  punctulatus  Jekel  nahe, 
besonders  weil  der  Basalkiel,  seitlich  wo  er  nach  vorn  um- 
biegt, von  oben  gesehen  stark,  fast  zahnlovmig  vorspringt. 

Die  Bescliiippung  des  einzigen  mir  vorliegenden  Stückes 
ist  theilweise  abgerieben,  und  es  mag  deshalb  die  Fai'benver- 
llieiliing.  wie  sie  in  der  Beschreibung  angegeben  ist,  für  reine 
Exemplare  nicht  ganz  zutreffend  sein. 

6.  Hypselotropis  pectoralis  sp.  nov. 

,^$.  //.  (iiniNlironiis  Falirs.  statura  et  indiimcnlo,  sed 
siruclura  facile  distinguendus:  Carina  media  rostri  in  fronte 
1  apitis  minus  quam  in  vostro  elevata,  utraeque  carinae  laterales 
dorsales  usqiie  intra  antennas  haud  divergentes;  rostrum  infra 
inodio  longitrosum  glabrum  ac  rotiindato-carinatum.  Antennae 
muito  tenuiores  quam  in  H.  annitlicorni,  articulo  ullimo 
longitiidine  noni,  hoc  et  8"^  et  lO"  (sine  apice  extremo)  albis, 
Ij)    prollioracis    basin    nou    attingentes,    ($)    parum    breviores. 

Prothorax  conicus,  ante  basim  vix  latior  quam  in  basi; 
iiupiessione  dorsali  antica  minore,  ac  minus  profuudata  quam 
in  H.  anmdicorni;  carina  luterali  minus  sinuala. 

l'roslerniim  punclatum,  ante  coxas  haud  trans^verse  sul- 
catum.  Processus  mesosternalis  sat  parvus,  triangularis,  apice 
autem  rotundatus.  Metasternum  parum  convexo -elevatum, 
(r^)  medio  postice  longitrosum  impressum  ac  bi-subtiiberciilatum. 
Abdomen  ((J)  medio  distincte  depressum,  segmento  basali 
scnsim  binodoso,  (V)  basi  convexum,  segmento  anali  sparsim 
l('vi>sime  grauulato-ijunctato.  Tarsorum  articulus  primits  2» 
ac  o"  vix  aut  paido  longior. 

Long.   11   mm,  rostr.   2,  elytr.   7,  lat.  31/2. 

Hab.  Oberer  Amazonenstrom,     1   ,J^,  1   $. 

//.  pectoralis  m.  unterscheidet  sich  von  den  übrigen 
Si)czics  Iciclit  durch  das  Fehlen  der  (^ucrfurche  vor  den 
Vorderliüften  und  durch  die  kurzen,  dünnen  Fühler,  deren 
8.,  9.  und  10.  Glied  (mit  Ausnahme  der  Spitze  des  10.) 
weiß  sind  und  deren  letztes  ülied  kaimi  länuer  als 
das  9.  ist. 

In  Farbe  und  Zeichnung  stimmt  die  neue  Arl  mit 
//.  unniiHcornis  Jekel  überein,  ist  aber  etwas  grüner.  Die 
oben  beschriebene  Struktur  der  Mitlelbrust  und  des  Hinter- 
leibes ist  eigenthümlich  für  diese  Art. 

stell.  eDtomoI.  Zeit,  1895. 


128 

Tribotropis  Jckel,  1.  c.  p.  40  und  68  (1855). 

Typus:  Phloeotragus  prasinafus  Faliis.,  Scliönh.  Geu.  Cure.  V, 

p.   182  u.  8  (1839). 

Diese  von  Hypselotropis  Jekel  nur  durch  deo  seitlieli 
zwischen  den  Augen  und  der  Füiilercrube  nicht  liokieUen 
Rüssel  zu  unterscheidende  Gattung  eutiiält  zur  Zeit  acht  Arten, 
welche  nach  der  Form  des  Mesosternalfortsatzes  in  zwei 
Gruppen  gebracht  werden  können,  die  später  vielleiclit  zu 
Gattungen  gemacht  werden   müssen: 

A.  Zwischenhüttenfortsatz  der  Mittelbrust  einfach  abschüssig 
wie  in  Ptychoderes  und  Hypselolropis. 

a.  Hinterbrust  hinter  der  nahe  dem  Vorderrande  stehen- 
den Querfurche  kaum  höher  als  zwischen  den  Mittel- 
hiiften:  Hierher  geh(nen  T.  punrlnkitus  Jekel  und 
conirirollis  Jekel. 

b.  Hinterbrust  stark  erhöht,  ihr  Fortsalz  zwischen  den 
Mittelhüfteu  viel  tiefer  liegend  als  der  Haupttheil  der 
Hinterbrust. 

ai.    P'ühler  einfarbig:  T.  pustulalus  (Fabr.), 

b^    Achtes  Fühlerglied   weiß:   T.  snß'usus  sp.   nov. 

B.  Fortsatz  der  Mittelbrust   zapfen-  oder  höckerförmig,  oder 
wenigstens  stark  convex. 

c.  Mit  gradem,  dorsalem,  hellem  Längsbande  in  der  Mitte: 
T.  i'illulus  Kirsch. 

d.  ohne  Läugsband. 

ci.    Vorderbrusl  mit  tit'fer,  breiter  Querfurche  vor  den 
Hüften;  erster  Hinterleibsring  des  ,^  einfach. 
a^.  Decken   vor    der  Spitze  ohne    starke  Höcker: 

T.  speciosiis  Klug, 
b'-*.   Decken  vor  der  Spitze  mit  stark  vorspringen- 
den Höckern:   T.  prusiiialus  (Fahrs.),  1.  c, 
d'.    Vorderbrust    ohne    deutliche    Querfurche;     erster 
Hinterleibsring      des      ,^      mit      einem      Höcker: 
T.  cornpressicornis  sp.  nov. 
Außer  den  hier  angegebenen  Arten  sind   mir  noch  einige 
(neue)  bekainil.  deren  Beschreibung  erst  später  erfolLien  kann. 

7.  Tribotropis  suifusus  sp.  nov. 

(^$.  T.  niger,  lulvo-lutososipiamosus,  supra  squamis  iu 
maculis  male  determinatis  dispositis,  infra  medio  glaber;  an- 
tennis  articulis  8*^  toto  et  9^  basi  in  utroque  sexu  albo-hirsutis. 

Struetura  T.  pustuldii  (Fabr.),  sed  rostro  parum  breviore, 
fronte    capitis     latiore,     cariiia     latcrali     jtrothoracis    loDgiore, 

Stett.  entomol.  Zeit.  1895. 


129 

eh-lvis  postice  minus  angustatis,  interspatio  tertio  minus  elevato, 
lateribus  corporis  infcri  lutoso-squamosis,  haud  cinereo 
puhescentibus,  distinguendus. 

Q.  Long.   17     mm,  rostr.  5,     eljtr.  12,  lat.   6. 

ö^     /   101/2  .      „     2,      „     7,     „   3^1,. 
$.     „     17      „      „     31/2    „  111/2  „   51/2. 

Hab.  Oberer  Amazonenstrom.     8  r^,  8  $. 

Die  Vevtheiluug  der  Farben  ist  eine  ähnliche  wie  in 
T.  piistiilafus  (Fabr.);  jedoch  sind  die  Flecke  der  Oberseite 
weniger  scharf  umgrenzt.  Die  schwarz  beschuppten  Stelleu 
der  Flügeldecken  bilden  in  der  Mitte  eine  schiefe,  unbestimmte 
Binde,  welche  die  Naht  hinter  der  Mitte  erreicht. 

Der  Farbe  nach  haben  wir  hier  grade  wie  in  Hypselo- 
irupis  balesi  Jek.  zwei  Formen,  eine  lehmfarbene,  typische, 
und  eine  grau-grüne,  welche  mit  ersterer  zusammen  vor- 
zukommen scheint  und  die  ich  ab.  comparilis  m.  nenne. 

10.  Tribotropis  compressicornis  sp.  nov. 

^.  Tr.  niger,  tomento  luteo-viridi  dense  vestitus.  Rostruin 
structura  ejus  Tr.  speciosi  Klug,  sulco  mediano  profundiore 
cariiuilam  mediam  distinetam  includente,  lateribus  sat  rugosis. 
Frous  capitis  carinala.  Oculi  latitudiue  parum  longiores. 
Antennae  elytrorum  apicem  haud  attingentes,  nigrae,  articulo 
8°  dimidio  apicali  albo-pubescente,  articulis  compressis,  utrimque 
subsulcatis,  S**  et  4«  apicem  versus  caeteris  minus  dilatatis, 
10°  longitudine  parum  latioi'C,  11°  apice  acuto  longitudine 
secundi. 

Prothorax  ab  apice  ad  carinam  autebasalem  fere  aequa- 
Hler  convexam  lateribus  (a  supero  visam)  angulatim  pro- 
minentem in  medio  laterum  abbreviatam  conicus,  parte  post 
carinam  vix  versus  basim  angustata;  dorso  duabus  impressio- 
nibus  longitudinalibus  ab  apice  ad  carinam  extensis  carina 
mediana  separatis  instructus,  antice  posticeque  utrimque  lineola 
nigra  notatus. 

Scutellum  luteo-pubescens,  subregulariter  pentagonale. 

Elytra  fere  ut  in  Tr.  specioso;  sed  interspatiis  3o  callo 
Icvi,  .50  altero  fortiter  elevato  sat  acuto  ante  ajjicem  munitis; 
bis  tuberculis  puncto  nigro  notatis;  siugulo  elytro  praeterea 
nonnullis  punctis  nigris  ornato:  tribus  et  in  interspatio  3'^  et 
in  50-  interspatiis  1",  3^,  5«,  9'^  parum  dilutius  pubescentibus, 
90  etiam  indistiucte  nigro-notato. 

Prosternum  conicum,  ante  coxas  haud  Impressum.  Meso- 
sterni      processus      intracoxalis      tuberculiformis.       Abdomen 

Stett.  entomol.  Zeit,  1806.  q 


130 

inaequaliler  punctatum,  segmentis  lo  lubevculo  apicali  im- 
pressionc  rotunda  instructo  notato,  iiKimo  late  impresso  apice 
truncato.     Pedes  nigri. 

Long.   131/2  mm,  rostr.  Si/,,  elytr.  10,  lat.  41/2. 

Hab.  Columbia.     3  (^. 

Der  Höcker  auf  dem  ersten  Hiuterleibssegmente  trägt  auf 
der  Spitze  eine  runde  Vertiefung,  welche  ganz  an  die  gerun- 
dete, dicht  behaarte  Vertiefung  auf  demselben  Leibesringe  der 
Männchen    von    Plychoderes   erinnert.     Weibchen    nnbekannl. 

Phloeotragus  Schönh. 

Der  Macrocephalvs  cinereus  Olivier  (Ent.  IV,  n,  80 
p.  4  T.  1  F.  2a,  2b),  welchen  Lacordaire  (Gen.  Col.  VH. 
p.  489  Note  1,  1866)  iür  einen  Ancylolropis  Jekel  hielt 
und  den  Gemminger  und  Harold  (Cat.  Col.  IX.  p,  2739, 
1872)  unter  Vcuterocraies  Lahr,  und  Imh.  gestellt  haben, 
ist  trotz  des  verzeichneten  Halsschildes  und  der  zu  dünnen 
Fühler  unzweifelhaft  ein  Phloeotrayiis  und  scheint  eine  helle 
Aberration  von  P.  prashnis  Duvivier  (Ann.  Soc.  Ent.  Beige 
p.  59,  1892)  von  West-Afrika,  oder  eine  dem  prasinus  ver- 
wandte Art  zu  sein.  Olivier  (1.  c.)  hielt  Cerambyx  longi- 
cornis  Fabricius  (Spec.  Ins.  I.  p.  215  n.  28,  1781)  für  iden- 
tisch mit  seinem  M.  cinereus;  der  Tvpus  von  C.  longicornis 
Fabr.  ist  aber  noch  in  der  Banks'schen  Sammlung  im  British 
Museum  erhalten  und  ist  ein  Deiiferocrates.  Dieser  Fabricius- 
sche  longicornis  steht  also  im  Gemm.  und  Harold  am  rich- 
tigen Platze;  er  ist  nicht  zu  verwechseln  mit  Anthribns  langt 
cornis  Fabr.  (Ent.  Svst.  Suppl.  \).  160  n.  1,  1798),  der  ein 
Phloeobius  ist. 

Phloeotragus  heros  (Fabr.)  und  gigas  (Fabr.)  sind  von 
Quedenfeldt  (Berl.  Ent.  Zeitschr.  XXX.  p.  303  und  304, 
1886)  richtig  erkannt  worden,  wenigstens  diejenigen  Arten, 
welche  Fahraeus  (Schönh.  Gen.  Cure.  V.  p.  174,  1839)  als 
heros  (Fabr.)  und  gigas  (Fabr.)  beschreibt.  Quedenfeldfs 
sinrilis  (1.  c.  p.  305)  ist  aber  dasselbe  wie  imhof/i  Boh. 
(Schönh.  Gen.' Cur.  VIH.  2,  p.  344,  1844),  wie  die  aus- 
führliche und  gute  Beschreibung  von  sinrilis  und  der  Typus 
von  inihofß  zeigen.  Diese  Art  wurde  von  Labram  und 
Iinholf  (Gen.  Cure.  L  n.  37,  1842)  als  heros  (Fabr.)  abge- 
bildet; die  Figur  ist  schlecht,  sie  ist  zu  lebhaft  und  die  Decken 
sind  zu  schlank. 

/*.  raricornis  Fahraeus  (Oefv.  Vet.  Ak.  Förh.  p.  437 
n.  9,  1871)  ist  der  Rüssel-  und  Fühlorbildung  nach  ein 
Pecataphanes  Lahr,  und  Imh. 

Stett.  entomol   Zelt.  1896. 


131 

P.  riafor  Fahrs.  (1.  c.  p.  436  n.  8,  1871)  ist  auf  ein 
etwas  abgeriebenes,  ziemlich  kleines  und  schlankes  Männchen 
von  hottentottiis  Sehünh.  (Gen.  Cure.  V.  p.  177  n.  4,  1839), 
der  nach  einem  Weibchen  aufgestellt  wurde,  gegründet*  die 
Fühler  sind  nicht  „totac  atrae^',  wie  Fahraeus  sagt,  sondern 
zeigen  auf  der  Unterseite,  trotzdem  sie  ziemlich  stark  abge- 
rieben sind,  deutlich  dieselbe  Behaarung  wie  in  sckönkerri, 
den  ich  aber  nur  nach  der  Beschreibung  identilicirt  habe. 
Fabraeus  sagt:  „rostrum  thorace  duplo  longius";  statt 
thorace  muß  es  capite  heißen.  Durch  die  helle  Farbe  der 
Oberseite  erinnert  riator  lebhaft  an  den  madagassischen 
albicans  Fahrs.  und  wird  deshalb  am  besten  als  aullallige 
Aberration  (P.  hotlentolttis  Schönh.  ab.  viator  Fahrs.)  stehen 
bleiben, 

P.  varicolor  Fahrs.  (Schönh.  Gen.  Cure.  V.  p.  178 
n.  5,  1839)  unterscheidet  sich  im  Wesentlichen  von  P.  hotteri- 
tutlifs  Schönh.  nur  durch  die  geringere  Größe  und  durch  das 
Fehlen  eines  deutlichen  Mittelkieles  innerhalb  der  Rückenfurchc 
des  Rüssels;  die  Größe  ist  aber  sehr  veränderlich  bei  den 
Arten  dieser  und  der  meisten  andern  ylw//t/'/6/(/e/i  Gattungen, 
und  die  kielförmige  Erhöhung  in  der  Mitte  des  Rüssels  zwischen 
den  Fühlern  liudet  sich  bei  allen  weiblichen  Stücken,  die  hier 
in  Betracht  kommen  können,  und  ist  zuweilen  auch  bei 
manchen  großen  und  kleinen  Männchen  schwach  angedeutet. 
Da  die  Färbung  der  Arten  von  Phloeotragus  durchaus  nicht 
ganz  konstant  ist,  so  kann  ich  aus  der  Schönherr'schen  Be- 
schreibung von  hottentoltus  keinen  weitern  wesentlichen  Unter- 
schied von  varicolor  Fahrs.  herauslesen,  und  sehe  mie-h  daher 
genöthigt,  varicolor  Fahrs.  als  synonym  mit  hottentottiis 
Schönh.  zu  betrachten.  Meine  Ansicht,  daß  hottentottiis  Schönh., 
varicolor  Fahrs.  und  viator  Fahrs.,  welche  dasselbe  Fauneu- 
gebiet  bewohnen,  zu  einer  Art  gehören,  wird  dadurch  be- 
stätigt, daß  nach  einer  fast  immer  auffällig  zutreffenden  Regel 
im  Tliierrcich  ganz  nahe  verwandte  Spezies  einer  nicht  arten- 
armeu  Gattung  nicht  denselben  Bezirk  bewohnen. 

Die  drei  von  Thomson  (Arch.  Ent.  II.  p.  110,  111,  112, 
]8r)7)  beschriebenen  Arten  (brei'is,  sparsiitus  und  siib- 
J'asriculatusj  sind  nach  den  Beschreibungen  nicht  erkennbar, 
und  ich  sehe  mich  in  Folge  dessen  genöthigt,  mehrere  wahr- 
scheinlich neue  Spezies  unbeschrieben  zu  lassen,  bis  ich  durch 
die  Güte  des  Herrn  Rene  Oberthür  Gelegenheit  gehabt  habe, 
die  'J'homson'schen  Typen  zu  sehen. 

Die  mir  bekannt  gewordenen  Phloeotragus  Avicn  lassen 
sich  bequem  in  zwei  Gruppen  bringen: 

Stett.  entomol.  Zeit.  1896.  g^'» 


132 

I.  Seitenkiel  des  Halsschildes  über  die  Mitte  hinaus  bis 
zu  der  apikalen  Qtierfalte  oder  der  Eiuschnürunii  verlängert. 
o  mit  kleinem,  rundem,  crliölit-umrandetem,  behaartem  Fleck 
auf  den  Ilinterhüfleii,  der  dem  Fleck  auf  dem  ersten  Hinter- 
leibsringe vieler  Ptychoderes  gleicht  {Pt.  clongatus  Germ., 
tricostifrons  Fahrs.  etc.).  Hierher  gehören  P.  albicans  Fahrs., 
hottentottus  Schönh.,  imhofß  Boh. 

H.  Seitenkiel  des  Halsschildes  nicht  über  die  Mitte  hinaus 
verlängert.  ^  ohne  den  vorhin  erwähnten  Charakter.  — 
Hierher  kommen  (?)  P.  cinereus  (Oliv.),  gigas  (Fabr.),  heros 
(Fabr.)  luid  prasinus  Puviv. 

Eugigas  Thoms.,  Arch.  Ent.  H.  p.  435  (1857). 
Typus:   E.  schutiherri  Thoms.,  1.  c.  p. 

Die  beiden  einzigen  echten  Eugigas- Aricn^  schöfihcrri 
Thoms.  und  golialhiis  Thoms.,  unterscheiden  sich  von  den 
andern  Spezies  (sitlphurca  (Waterh.),  harmandi  Lesne,  white- 
headi  sp.  nov.,  pupa  sp.  nov.)  sehr  wesentlich  dadurch,  daß 
bei  ihnen  das  Kinn  in  der  Mitte  des  Vorderrandes  einen  in 
srhöfiherri  breiten  und  ausgerandeten,  in  goliathus  schmälern 
und  einfachen,  großen  Zahn  trägt;  auch  ist  das  erste  Hinter- 
leibssegment des  ,^  von  schutiherri  und  goliathus  nicht  mit 
dem  dicht  behaarten  Fleck  auf  der  Mitte  versehen,  der  sich 
in  dem  (^  der  andern  Formen  findet. 

Polichoccra  Gr-dy  (1832)  kann  wegen  Dolichoccra  Latr. 
(1829)  nicht  für  diese  Grattung  angewandt  Averden. 

11.    Eugigas  harmandi  Lesne. 

Von  dieser  in  Cochinchina  entdeckten  Art  habe  ich  Stücke 
von  Assam  und  Calcutta  vor  mir,  die  sich  dadurch  von  dem 
typischen  harmandi  Lesne  unterscheiden,  daß  die  Zeichnungen 
der  Oberseite  viel  weniger  zusammen  geflossen  sind:  in  der 
Struktur  scheinen  keine  Unterschiede  zwischen  dieser  Form 
und  harmandi  zu  bestehen.  Da  ich  aus  Mangel  an  Material 
noch  nicht  im  Klaren  darüber  bin,  ob  E.  harmandi  sich 
wirklich  specilisch  von  E.  stdphurca  (Waterh.)  trennen  Uü!it, 
so  unterlasse  ich  es  auch,  die  neue  Form  näher  zu  beschreiben 
und  zu  benennen,  bis  mir  mehr  Stücke  von  ihr  und  harmandi 
vorgelegen  haben. 

12.  Eugigas  pupa  sp.  nov. 

$.  £.  niger,  nigro-  et  olivaceo-russo-  et  cinereo-variegalus. 
Rostrum    cum    capile    su])ra    luteo-griseo-pubeseens,    latitudine 

Stett.  entomol.  Zeit.  1895. 


133 

apicis  vix  longius,  medio  longitrorsum  levissime  Ruicatutn, 
apicc  medio  oonvexum;  inlVa  atriim,  fortiter  piinctatum.  Caput 
poslice  ulrinqiie  niucula  biunneo-nigra  triangulari  notatum. 
Antennae  nigrae,  apice  briinneo-pubesceutes,  articiilo  3^  quarlo 
ininime  breviore,  8^  griseo. 

Prothorax  longitudine  sexta  parte  latior,  apice  subito 
angustior,  ab  angulo  carinae  basali  iisque  ad  medium  sub- 
rec'tus,  deinde  rotundato-angustatus;  dorso  biimpressus,  im- 
l)res8iouibus  apicem  baud  attingeiitibus  ante  carinam  basalem 
lateraliler  obliquam  prolundioribus,  subreniformibus,  utrinque 
guttis  tribus  apicali,  mediana,  basali  brunneo-nigris,  lineola 
laterali  mediana  et  gutta  ante  eam  et  signaturis  irregularibus 
eodem  colore  vitta  mediana  impressiones  fuscas  et  lineolam 
mediauam  basa'em  iucludente  signaturisque  lateralibus  lutco- 
cinereis. 

Scutellum  rotundatuni,  luteo-cinereum.  Elytra  robusta, 
convexa,  ad  suturam  versus  apicem  levissime  impressa,  leviter 
slrialo-punctala,  inlerspatiis  1^,  3o,  5",  7^,  9"  nigro-  et  albo- 
(•in(>reo-tesi^ollatis,  caeteris  olivaceo-russis  unicoloribus;  pube 
albo-cinerea  poue  scutellum,  ante  ac  post  medium  elytri 
couspicuore. 

Pygidium  regulariter  rotundatum,  olivaceo-russum,  margine 
lenuitcr  griseo-cinctum.  Corpus  infra  lutco-griseum,  brunneo- 
maculatum,  abdominc  quinque  scriebus  maeularum,  maculis 
mediunis  majoribus,  notato.  Processus  mesoslernalis  apice 
rotimdato-truncatus.  Pedes  luteo-cinereo-pubescentes,  sub- 
nigro-annulatis. 

Long.  25  mm,  eivtr.  17,  lat.  iO^jo. 

Hab.  Buru  (1  $f  W.  Doberty  leg.). 

In  der  Zeichnung  der  Oberseite  stimmt  diese  Art  fast 
genau  mit  Tbomson's  Bilde  von  E.  yolialhus  Thoms.  (Arcli. 
Ent.  I.  p.  436  T.  17  F.  2  ($),  1857)  übereiu;  der  Haupt- 
unterschied zwischen  den  beiden  Thieren  liegt  in  der  Bildung 
des  Kinnes  (siehe  oben). 

13.  Eugigas  whiteheadi  sp.  nov. 

^$.  E.  niger,  dense  albo-cinereo-pubescens,  nigro-  et 
luteo-signatus.  Rostrum  linea  mediana  tenuissima  baud  carini- 
l'ormi  nigra  usque  in  i'rontis  medium  continuata  instruclum. 
Vertex  utrinque  lineola  nigra  ocidum  non  attingente  notatus. 
Antennae  (,J^)  corpore  paruin  breviores,  articulis  apice  infra 
cinereis,  sed  ultimo  sal  longe  piloso,  intermediis  parum  arcuatis; 
(-Y)  breves,  prothoracis  medium  vix  attingentes,  articulo  8*^ 
luteo-pubescentc. 

Stett.  entomol.  Zeit  1895. 


134 

Prothorax  latitudioe  (medio  maxima)  haud  longior,  apice 
fere  coQstricto-angiistatus,  deinde  rotundalo-ampliatus;  dorso 
parum  depressus,  ante  carinam,  sed  eam  haud  attiugente, 
utriuque  impressione  subreniformi  postice  bene  circumcripla, 
antrorsum  autem  gradatim  cvanescente  instructus;  macula 
basali  ulrinque  dorsah  elongata  auticc  cum  gutta  in  illa  im- 
pressione sita  conlhia,  ahera  utriuque  apieale  etiam  elougata 
l)arum  minore  uigris  ornatus,  praeterea  luteo-nebulosus;  carina 
dorsali  medio  interrupta  e  regione  impressionum  antrorsum 
llexa  ac  deinde  subsemicirculariter  versus  apicem  curvata. 

ScuteHum  longitudine  muUo  latius.  Eljtra  levissime 
seriatim  punctata,  interspatiis  2»,  4^,  6*^,  8«,  10»^  totis  aut  ex 
parte  lutco-,  aUeris  albo-cincreo-pubescentibus,  bis  nigro-signatis: 
angulo  bumerali,  duabus  Hneohs  postbasalibus,  duabus  majori- 
bus  medianis,  duabus  anteapicahbus,  omnibus  in  interspatiis 
4»  et  ßo  sitis  magis  conspicuis,  praeterea  dispersis  guttis 
punctisque  nigris  dispersis,  ad  f^uturam  in  singulo  marc 
densioribus  notata. 

Pygidium  medio  nigro-vittatum.  Corpus  subtus  dense 
pubescens,  lateribus  macuHs  parvis  nigris  hiteo-cinctis  notatum. 
Processus  mesostcrnalis  latus,  convexus  ab  autico  visus  ob- 
longo-rectaugularis,  maigine  apicah  vero  rotundato.  Ab- 
domen (o*)  medio  levissime  depressum,  segmento  1°  medio 
gutta  iusco-pilosa  notato,  segmento  anali  truncato,  angulis 
rotundatis  ut  in  segmento  anali  fcminae.  Pedes  lutco-ciuereo- 
vel  cinereo-pubescentes,  i'emoribus  medio  et  apice,  tarsis  ante 
medium  et  in  apice,  tarsorum  articulis  l",  2«,  -lu  apicibus 
nigris. 

Long.  27  mm,  elytr.  19,  lat.  II1/2. 

Hab.  Nord  Luzon  (J.  Whitehead,  1894).     1  ^,  1   $• 

Ich  benenne  diese  ausgezeichnete  Art  nach  dem  Entdecker 
derselben,  Herrn  J.  Whitehead,  dem  bekannten  Kina-Balu- 
Erforscher,  welcher  neuerdings  auf  den  Philippinen  mehr  als 
20  neue   Anthribiden  erbeutete. 

In  der  Zeichnung  hat  diese  Art  viel  mit  E.  childreni 
Gray  gemein,  ist  jedoch  viel  plumper  gebaut;  der  Rüssel  ist 
oberseits  nicht  stark  punktirt  wie  in  E.  chililrrni:  die  Fühler 
des  Männchens  sind  viel  dicker  und  länger-  das  Halsschild  ist 
breiter,  an  den  Seiten  stärker  gerundet  und  durch  die  oben 
erwähnten  Eindrücke  auf  der  Rilckenseite  ausgezeichnet;  das 
Schildchen  ist  viel  breiter;  der  ZwischcuhUitenfortsatz  der 
Mittelbrust  ist  aufVällig  gewölbt,  nicht  der  Länge  nach  ein- 
gedrückt', und  die  Querfurche  am  Vorderrande  der  Hinter- 
brust ist  sehr  schwach. 

SteU.  eutomol.  Zeit.  1895. 


135 

11.  Mecotropis  nigropictus  sp.  nov. 

.9.  M.  niger,  densu  pube  uibo-cinerea  vestitus,  miiciilis 
niii;ris  fulvo-luteo-cinctis  signatus. 

Kosirum  breve,  lateribus  intva  oculos  antice  tvuncatos  et 
anloniias  clonaatas  prothoracis  basim  sui)erantes  obli((ue  sul- 
caliini,  suk'O  postice  sat  dilatato,  supra  eum  laeve;  dovso  ut 
in  M.  brcFirosfri  profunde  sulcatum,  sed  sulco  ante  oculos 
abbreviato  band  in  frontem  capitis  ascendente;  infra  sulco 
anteoiMiIari  brevi,  mento  margine  antico  medio  leviter  in- 
cra?sato. 

Caput  inlra  oculos  leviter  carinatum,  vertice  utrinque 
macula  nigra  adoculari  notatum.  Antennae  inaequalitcr  eincreo- 
[iiibesccntes. 

Prolliorax  öuticc  magis  quam  postice  augustatus,  maxima 
laliludine  sat  longe  pone  medium;  dorso  ante  seutellum  purum, 
ante  carinam  paulatim  concavam  lateraliter  angulaiim  autror- 
suni  llexani  vix  depressus;  utrinque  pone  apicem  macula 
majore,  basi  macula  elongata  trans  carinam  prolongata,  gutta, 
dorsali  postmediana  ac  puncto  dorso-laterali  mediano  nigris 
jiUis  minusve  fulvo-luteo-cinctis,  linea  mediana  et  utrinque 
signatura  disci  indistiuctis  albo-cinereis,  signatus. 

Elytra  sat  brevia,  striato-punctata;  puncto  postscutcllari, 
nonnullis  alteris  medianis  et  postmedianis  suturalibus,  non- 
nullis  medianis  versus  latera  sitis,  gutta  liumerali,  altera  laterali 
postbumerali,  tertia  laterali  anteapicali,  tribus  maculis  parvis 
lateralibus  aequidistantibus,  prima  ante,  secunda  pone  medium 
sitis,  tribus  maculis  parum  majoribus  dürsulibus,  basali,  mediana, 
postmediana,  nigris  fulvo-luteo-cinctis  irregularibus,  saepe  pro 
parte  obsolet is  ornata. 

Pygidium   medio  nigro-vittatum. 

Corpus  infra  dense  albo-cinereo-i)ubesccns,  lateribus  nigro- 
notalum,  abdomine  (segmento  anali  utrimque  unimaculato 
excepto)  biseriatim  nigro-maculato.  Prosternum  ante  eoxas 
band  suleatum,  laevc.  Pedes  albo-cincreo-j)ubescentes,  femo- 
ii[)us  posticis  apice,  tibiis  medio  et  apice,  tarsorum  articulis 
primo  basi  et  apiee,  secundo  et  tertio  totis  nigris. 

Long.   13  mm,  el^ir.  9,  lat.   5. 

Hab.  Nord  Luzon  (J.  Wliitchead,  1804).     3  $. 

Als  etwas  Besonderes,  das  dieser  Art  allein  zukommt,  ist 
bcrvorzuheben,  daß  die  Stirn  deutlich  gekielt  ist,  während 
in  den  übrigen  Arten  sich  die  Miltelfurche  des  Rüssels  bis 
über  die  Augen  hinaus  fortsetzt. 

Stett.  entomol.  Zeit.  1895. 


136 

15.    Mecotropis  marraoreus  sp.  nov. 

(J.  M.  niger,  briinueo-olivaceo-pubescens,  albo-cinereo- 
signatus. 

Rostrum  latitudine  apicis  parum  loagius,  dorso  ulrimque 
carina  intra  antennas  valde  elevata  oblique  versus  oculi  sinum 
sat  maunum  descendente  ac  evaneseente  instructum,  lateribus 
Ibrliter  puuctatum;  infra  i'ortiter  rugatum,  punctalum,  pone 
mentum  prolunde  trausverse  suleatum.  Autenuae  uigrae, 
corpore  fere  triplo  longiores,  articulis  basalibus  apice  leviter 
albo-pubescentibup,  1^  brevi,  crasso,  oculorum  marginem  an- 
ticum  attingeute. 

Prothorax  latitudine  —  maxiina  sat  longe  j)one  medium  — 
multo  longior,  apice  magis  quam  basi  angustatus,  dorso  autice 
posticeque  levissime  depressus,  cariua  dorsali  niedio  convexa, 
lere  a  medio  antrorsum  llexa;  vitta  mediana  medio  guttam 
olivaceam  includente,  antice  posticeque  sinuata,  irregulari, 
Iribusque  maculis  parvis  ulrimque  una  post  alteram  sitis  irre- 
gularibus. 

Scutellum  quadrangulare,  lougiludine  insensim  anguslius. 
Elytra  parallela,  seriato-,  sensim  striato-punctata,  inlerspatiis 
postice  levissime  elevatis  ac  serie  punctorum  instructis,  inter- 
spatio  primo  obvie  dej)resso;  irregulariter  sat  dense  albo- 
c'inereo- Signal  a,  nempe:  maculis  punctis  lineolisque  male 
circumseriptis,  plus  minusve  confluis,  Iribus  maculis  ad  suturam 
sitis  una  antemediana,  altera  mediana,  tertia  anteapicali 
majoribus. 

Pygidium  apice  rcgulariter  rolundatum,  medio  i'usco- 
viltatum. 

Prosteruum  autice  miuulissime  trausverse  strigulosum, 
ante  coxas  liaud  sulcatum.  Processus  intracoxalis  mesosterni 
angustus,  triangularis.  Segmentum  anale  abdominis  apice 
rotuudatum. 

Femora  basi  rufa;  tarsi  nigri,  articulo  l"  basi  extrema, 
2"  fere  toto  albo-pubescentibus. 

Long.  131/2  mm,  elytr.   81/2,  lat.  41/3. 

Hab.  Borneo.     1  q. 

Durch  den  kurzen  Rüssel,  der  auf  der  Unterseite  hinter 
dem  Kiun  eine  tiefe,  grade  (Juergrube  hat  und  auf  der  Ober- 
seile zwei  Kiele  trägt,  welche  zwischen  den  Fühlern  hoch 
sind,  einander  fast  berühren  und  von  da  sehräg  nach  hinten 
und  unten  allmählich  verlaufen,  ohne  die  Augen  zu  erreichen, 
ist  diese  Art  vor  den  übrigen  Mecotropis  Alien  ausgezeichnet. 
Der  HalsBchildkiel  hat  auch  eine  eigenthümiiche  Form,  da  er 
in  der  Mitte  vor  dem  Schildchen  etwas  konvex  ist  und  dann 

St«tt.  entomol,  Zeit.  1895. 


137 

sofort  anfängt,  nach  vorn  umzubiegen,  sodaß  der  dorsale  Theil 
des  Kieles  nicht  mehr  oder  weniger  der  Ilalsschildbasis 
parallel,  sondern  beiderseits  sehr  schräg  verläuft  und  deshalb 
seitlich  auch  keinen  Winkel  bildet,  wie  ein  solcher  oder  eine 
Andeutung  desselben  bei  den  andern  Arten  da  vorhanden  ist, 
wo  der  dorsale  Theil  des  Kieles  seitHch  nach  vorn  umbiegt. 
In  der  Zeichnung  erinnert  das  Thier  an  M.  iiisif/nis  Pasc- 
infolge  der  hellen  GruudfVirbc  und  der  wenig  lebhaften  Flecke 
heben  sich  diese  uiclit  sehr  deutlich  ab,  sodaß  die  Zeichnung 
mehr  verschwommen  aussieht.  In  der  schlanken  Gestalt  und 
dem  kurzen  Rüssel  kommt  die  Art  dem  M.  fruhstor/eri  Jord. 
am  nächsten. 

16.    Mecocerus  philippinensis  sp.  nov. 

t^  $.  A  M.  gazclla  Gyll.  pronoto  postice  magis  depresso, 
prosterno  (,^)  impressione  parum  transversa  bipartila  instructo, 
spinis  medio  intra  coxarum  cavitates  et  marginem  apicalem 
pronoti  sitis,  band  coxis  approximatis,  ($)  sulco  et,  plicatura 
antecoxali  obsoletis,  metasteino  margine  antico  ante  sulcum 
Iransversum  multo    minus   incrassato    praeeipue   distinguendus. 

Long.   19  mm,  cljtr.   13,  lat.  Gi/a- 

Hab.  Philippinen:  Mindanao  (Typus;  2  ^^,  1  S^\  Nord 
Luzon  (J.  Whitehead,   1894;  3  .^,  1  $. 

In  der  Färbung,  welche  wie  in  andern  Arten  von 
Mecocerus  ziemlich  veränderlich  ist,  ähnelt  die  neue  Art 
dem  M.  gaz-ella  Gyll.;  die  beiden  schwarzen  Flecke  an  der 
Basis  des  Halsschildes  treten  in  schwach  gelblich  grauen 
Mindanao-Stücken  sehr  stark  hervor,  ebenso  sind  die  grauen 
Theile  der  Beine  schärfer  gegen  die  schwarzen  Theile  abge- 
setzt als  in  den  Luzon-Slücken.  Auf  den  Decken  sind  die 
ungeraden  Zwischenräume  braun-schwarz  gewürfelt  wie  in 
J/.  gazella  Gyll.,  aber  die  dunklen  Fleckchen  sind  weniger 
zahlreich. 

Das  Halsschild  ist  oben  besonders  in  der  Mitte  vor  und 
hinter  dem  Querkiel  liefer  eingedrückt  als  in  jener  Art,  und 
der  Kiel  scheint  deshalb  in  der  Mitte  höher  zu  sein. 

Die  Grube  der  Vorderbrust  des  Männchens  ist  ziemlich 
dach  und  breit,  auch  in  ganz  großen  Stücken;  die  beiden 
Dornen  sind  verhältnißmäßig  kurz  und  stehen  dem  Vorder- 
rande etwas  näher  als  den  Hüften,  wodurch  sich  M.  philippi- 
nensis von  allen  andern  bisher  bekannt  gewordenen  indo- 
malayischen  Arten  sofort  unterscheidet  und  worin  er  dem 
afrikanischen,  sonst  ganz  verschiedeneu  M.  aler  Jord.  ähnelt; 
im    Weibchen  ist  die    Querfurche    vor    den    Htlften   schwach, 

Stett.  entomol.  Zeit.  1805. 


138 

elwa  wie  in  }f.  bascüis  Jord.,  der  aucii  auf  Mindanao  vor- 
kommt. In  beiden  Gesciileclitern  ist  der  Vorderrand  der 
llinterbriist  nur  gering,  in  der  Mitte  zuweilen  kaum  siehtbar 
verdickt. 

17.  Mecocerus  assimilis  sp,  nov. 

(^$.  M.  gazellae  specimiiiibus  parvis  pube  cinereo-alba 
fusco-variegata  obtectis  eolore  simillimus,  sed  structura  faeile 
distinguendus:  Rostro  obvic  punctato,  carina  dorso-laterali 
dimidio  basali  sat  obsoleta,  mediana  pone  apioem  interrupla 
paulo  elevata  versus  basin  tenuissima-,  iufra  longitnu-sum 
rugato  ae  medio  impresso.  Fronte  medio  carinata  ut  in 
M.  simulalor  Pasc.  Antennarum  articulo  seeundo  longiore 
quam  in  M.  gazella.  Prolliorace  dorso  iinea  media  antiee 
tcnui,  medio  interrupta,  ante  scutellum  latiore,  fusca  notato, 
forma  et  structura  ei  J/.  fjaz-ellac  und  siniulatoris  simiii. 
Elytris  singulis  basi  (ut  in  M.  simnUilor  Pasc.)  mullo  niagis 
rotundis,  sutura  parum  depressis.  Pygidio  (J^)  sublriangulari 
apice  rotundato  ut  in  specie  praedicta.  Prosterno  ut  in 
M.  Simulator  sine  sulco  transverso  et  plicalura,  laevi. 

Long.  l2»|o   mm,  elytr.  H,  lat.  (). 

Hab.  Java  merid.  (Frtihstorfer,  1891;  Q-Tvpus  in  Mus. 
Tring;  V-Tj'pus  in  Mus.  Brüssel). 

Obgleich  diese  Art  kleinern  aschgrauen,  auf  den  Decken 
dunkel  gescheckten  Stücken  von  M.  ga'iella  GyW.  in  der 
Färbung  sehr  ähnlich  sieht,  steht  sie  in  Wirklichkeit  dem 
M.  simnlalor  Pasc,  mit  welchem  sie  die  in  der  Mitte  gekielte 
Stirn  und  die  glatte,  nicht  mit  tiefer  Querfalte  versehene 
Vorderbrust  gemeinsam  hat,  nahe.  Außer  durch  die  aschgraue 
Clesammtfarbe,  die  dunkle  Mittellinie  des  Halsschildes  und  die 
schwachem  Kiele  des  Rüssels,  unterscheidet  sich  M.  assimilia 
von  jener  Art  noch  durch  das  Fehlen  des  kleinen  Höckers, 
der  in  J/.  Simulator  auf  dem  dritten  Zwischenräume  vor  dem 
hintern  Absturz  jeder  Flügeldecke  steht.  Das  Pygidium  ist 
länger  als  in  M.  gazella,  aber  kürzer  als  in  M.  Simulator. 
Das  Weibchen,  welches  ich  vor  mir  habe,  ist  nicht  ganz 
rein,  gehört  aber  zweifellos  zu  dieser  Art. 

18.  Mecocerus  gibbifer  sp.  nov. 

^  ^.  M.  niger,  nigropubesceus,  subprimulaceo-maculatus, 
maculis  bene  expressis.  Rostrum  medio  c;ninatum,  carina  in 
IVontem  ascendente,  intra  autcunas  ubi  rostrum  profunde  latc 
impressum  obsoleta,  carina  utrinque  doreo-laterali  oculum  haud 
-attingeute  extus  sulco  sat   profunde  marginata,    iulra  antennas 

oStetU  entomol.  Zeit.  1895. 


139 

clevata  instructum.  AnteuDarum  aiticulus  pritnus  octiloriim 
medium  attiniiens.  Ca])iit  cum  rostro  primiilaceo  -  cinereo- 
[)ub('.scen.s,  ante  et  [)Ost  oculos  nigrum. 

Prothorax  ante  et  post  carinam  medio  depressus,  [yallide 
pvimulaceus,  14  macidis  nigris  signatus:  4  basalibus  ponc 
carinam,  4  basalibus  ante  carinam,  4  apicalibiis  linearibus, 
2  in  medio  disci  cum  duabus  mcdianis  apicalibus  et  cum 
4  ante  carinam  plus  minusve  confluis. 

Eh'tra  dorso  intra  suturam  et  striam  3ifim  pone  medium 
tuberculo  instructam  depressa,  nigra,  conspicue  primulaeeo- 
maculata,  maoula  miuuta  circumscutcilari    subcordiformi   nigra. 

Prosternum  utrimque  leviter  elevatum,  (,_J)  haud  spiuosum. 
Processus  mesosternalis  marginibus  lateralibus  et  apicalibus 
leviter  sed  sensim  emarginatus.  Corpus  infra  primulaceo- 
cincreo-pubescens,  stcrnis  nigro-maculatis;  abdominalibus  seg- 
mentis  basi  nigris,  praecipue  ad  latera.  Segment  um  anale 
nigrum,  lateraliter  maculalum  (in  ,j^)  ut  pygidium  sat  tri- 
anguläre. 

Long.  11  mm,  rostr.  3i/j,  eljtr.  71/2,  lat.  ö^/o. 

Hab.  Philippinen  (Typus  in  Mus.  Stettin).     2  ,^,   1   V- 

Kommi  in  der  gekielten,  nicht  gefurchten  Stirn  und  den 
mit  zwei  Höckern  versehenen  Flügeldecken  dem  J/.  simvlafor 
Pasc,  am  nächsten,  ist  aber  leicht  an  den  an  der  Naht  breit 
und  tief  eingedrückten  Decken,  deren  Hocker  auch  viel  höher 
sind,  und  der  scharfen,  nicht  verwischten  Fleckcnzeichnung 
zu  erkennen. 

19.    Mecocerus  vestitus  sp.  nov. 

,^.  M.  mechowi  Qued.  valde  aflinis.  Prothorax  ad 
carinam  dorso  reclam  angustior,  pube  brunneo-luliginosa 
vestitus.  Elytra  nigra,  plus  quam  triente  apicali  pube  pronoti 
obtecto,  fascia  angusta  transversa  postbasali  completa  in  mela- 
sternum  abeunte  lutoso-albida  ornata. 

Long.  11^/2  ^^^1  i"Ostr.  4,  elytr.  8,  lat.  ö^j^. 

Hab.    Monrovia,   Liberia   (Typus    in  Mus.  Stettin).     2  ,^. 

In  der  Struktur  steht  diese  Art  dem  J/.  mechowi  Qued. 
sehr  nahe;  das  Hulsschild  ist  aber  schmaler,  der  Kiel  ist  in 
der  Mitte  vor  dem  Sehildchen  nicht  schwach  gebuchtet,  son- 
dern grade  und  an  den  Seiten  gleichmäßiger  gerundet; 
in  beiden  Arten  ist  das  llalsschild  gekörnelt.  In  M.  mechowi 
ist  die  Naht  und  der  Basalrand  der  Flügeldecken  hell  grau, 
das  Querband  tlieilt  sich  an  den  Seiten  der  Decken  in  zwei 
Aeste  und  setzt  sich  nicht  auf  die  Hinterbrust  fort;  in  restitus 
sind  *die  Naht  in  dem   schwarzen  Theile  der  Decken  und  der 

Stett.  entomol.  Zeit.  1895. 


140 

Basalrand  schwarz,  das  Qiierband  ist  seitlich  nicht  gegabelt 
und  ist  auch  auf  der  Hinterbrust  deutlich  entwickelt;  die 
beiden  kleineu,  schwarzen  Fleckchen  vor  der  Spitze  der 
Decken  von  mechoici  fehlen  in  vestitus. 

20.    Mecocerus  oculatus  sp.  nov. 

.^.  M.  niger,  pube  grisea  vestitus,  elytro  singulu  plaga 
rotunda  mediana  nigra  subalbo-cincta  signato.  Forma  et 
struclura  M.  fasciato  Jord.  similis,  sed  pronoto  convexiore, 
eljtris  parum  brevioribus,  impressione  prosterni  minus  pro- 
fundata. 

Long.  11  mm,  rostr.  4,   eljtr.   71/.,,  lat,  5. 

Hab.  Französisch  Congo.      1   ,j. 

Diese  Art  stimmt  in  der  Zeichnung  au  Hallend  mit 
Anacerasfes  bimaculatus  Jord.  und  einer  Varietät  eines  Bock- 
kiifers  (Äcmocera  varians  Jord  )  iiberein. 

Tophoderes  Schonh.,  Gen.  Cur.  V.  p.  150  (1839).' 

Der  T.  funcbris  (Klug)  ist  irrlliUmlicli  als  Weibchen  zu 
T.  J'renaius  (Klug)  gezogen  worden;  er  ist  aber  eine  von 
frenatus  ganz  verschiedene  Art.  In  frenatus  haben  beide 
Geschlechter  den  kräftigen  Seiteuzapfen  des  Halsschildes  und 
einen  breit -concaven  Zwischeuhüfteufortsatz  der  Mittelbrust, 
während  in  fimebris  das  Halsschikl  in  beiden  Geschlechtern 
einfach  und  der  Millelbrust-Fortsatz  fast  senkrecht  und  nicht 
concav  ist.  Das  (^  von  fimebris  hat  außerdem  kürzere 
Fühler  und  Füße  und  die  Zeichnung  der  Arten  ist  nicht  ganz 
dieselbe.  Die  Ilinlerecken  des  Halsschildes  von  fimebris  sind 
sjiitz;  die  Scheibe  ist  convex  mit  schwachem  Mittelhöcker. 

21.    Tophoderes  sikorae  sp.  nov. 

^^$.  T.  niger,  pube  fusca  luteo-ochraceo-variegata  obtcctus. 
Rostrum  latitudine  apicis  vix  longius,  basiu  versus  paulo 
angustius.  Anteunae  breves,  prothoracis  basin  vix  (j),  vel 
medium  (^)  attingentes,  ,^:  arficulis  2"  et  3«^  aequilongis, 
4*>  paulo  longiore,  8^  parum  breviore  lougitudine  i)rimi, 
9"  latitudine  haud  dimidio  longiore;  $:  2"  tertio  crassiore, 
band  breviore. 

Prothorax  lateribus  autrorsum  rotundato  angustatus,maxima 
latitudine  mox  pone  medium,  angulis  posticis  subrectis,  haud 
acutis,  carina  dorsali  recta  utrimque  leviter  convexa,  lateribus 
in  angulo    recto,    ejus  apice    autcm  rotundato,    versus  apicem 

Stett.  entomol.  Zeit.  1895. 


141 

producta,  in  medio  lateris  flexuosa;  disco  convexus,  medio 
seusim  dopressus,  panim  inaequulis,  tnberculo  mediauo  et 
altero  laterali  obsoleto  antemediano  uotatus;  lateribus  disci 
magis  quam  medio  ocliraceis. 

Elytra  sat  brevia,  dorso  parum  deplanata,  apice  fortiler 
roiuiidato-declivia,  seriatim  punctata,  lateribus  striatis;  plaga 
magna  ab  bumeris  ad  medium  suturae  extensa,  triangulari, 
male  determinata,  ocbraeeo-Iutosa,  pubc  fusca  in  apice  declivi 
etiam  dense  lutoso  mixta;  interstitio  suturali  bitoso-ochraceo 
basi  excepta  nigio-))cnicillato;  interspatiis  S«,  5»,  70  penicillato- 
tubereulatis,  nempe  3»:  tuberculo  sat  magno  basali,  altero 
parvo  antemediano,  tertio  et  quarto  mediano  et  postmediauo, 
quinto  anteapiealij  5":  postabasali,  antemediano,  postmediano, 
duobus  ante  declivem  apicem;  7«:  humerali,  et  tribus  vel 
quatuor  minulis  inter  humerum  et  apicem  declivem;  praeterea 
nno  sat  magno  in  iuterspatio  8°  sat  longe  post  medium; 
tuberculis  nigro-et  luteo-ocbraceo-pilosis,  minutioribus  saepe 
totis  nigris. 

Processus  mesostevnalis  perpendicularis,  concavus,  angulis 
productis,  Abdomen  (^^  segmentis  1^ — 3"  bi-,  ultimo  uui- 
tuberculatis,  tuberculis  segmenti  2i  altioribus,  li  obsolet is; 
($)  segmento  ultimo  ad  apicem  transversa  impresso. 

Pedes  breves,  fusei,  femoribus  tri-,  tibiis  bi-rufo-lutoso- 
annulatis,  tarsorum  articulo  primo  in  utroque  sexu  secundo 
et  tertio  simul  sumtis  band  longiore  basi  excepta  rufo-lutoso- 
pubescente. 

Long.  13  mm,  rostr.  2,  eljtr.  9,  lat.  61/ o. 

Hab.  Antananarivo,  Madagascar  (F.  Sikora  leg.).  2  r^,  2  $. 

Die  Struktur  des  Hinterleibes  läßt  diese  Art  leicbt  von 
den  übrigen  unterscbeiden. 

22.    Sintor  philippinensis  spec.  nov. 

S.  uiger,  infra  pube  grisea,  supra  brunneo-nigra  vestilus 
albo-signatus.  Rostrum  granulato-punctatum,  dorso  medio 
carina  basi  abbreviata  instructum,  supra  antennarum  sulcos 
cariuula  niinuta  niarginatum.  Caput  linea  media  et  utrinque 
vitta  parum  latiore  ad  rostruna  descendente  albo-griseis  notatum. 
Antennae  nigrae,  basi  brunneae,  protboracis  basin  attingentes. 
I  '  Prothorax  conicus,  medio  ante  carinam  lateralem  desi- 
nentem  sat  subito  angustior,  carina  dorso  levissime  concava 
lateraliter  valde  rotundatim  antrorsum  et  versus  inferum  llexa, 
tribus  lineis  angustis  albis  et  puncto  utroque  in  disco  signatus. 

StetU  entomol.  Zeit.  1895. 


142 

Scutelliim  album.  Elytra  subovalia,  dorso  convexa,  ante 
medium  ad  apicem  declivia,  stnalo-j)unctata,  interspatiis, 
1",  S%  50,  70,  90  gat  dense  albo-guttiilatis.  Pygidium  sub- 
semicirculare,  linea  media  angustissima  alba. 

Corpus  infra  cum  pedibus   unicolor. 

Long.   7  mm,  vosir.  I1/2,  elytr.  41/2,  lat.  21/2. 

Hab.  Nord  Luzon  (J.   Whitehead,  1894).     2  ^  (?). 

Der  Rüssel  ist  äbnlieh  dem  von  Sintor  hicallosus  Lac., 
aber  kürzer,  d.  b.  er  ist  in  der  Mitte  uiebt  der  Länge  uacb 
vertieft  wie  in  S.  quadrilineatus  Fabrs.,  viüatus  Kirf^cb, 
guttatus  Kirst'b  und  qitaclrimaculatus  Jord.,  sondern  ist  bier 
scbwacb  konvex  und  gekielt. 

Anhelita  gen,  uov. 

Sulcis  antennarum  medianis,  oblongis,  lateralibus,  antror- 
sum  angustatis  ac  bae  parte  ungiislata  subdorsali.  Oculi  vakle 
oblong!  obbqui.  Carinae  protboracis  parte  laterali  obliqua 
brevissima.  Processu  mesosternali  intracoxali  angustissime 
acute  triangulari. 

Diese  Gattung  geliört  in  die  Verwandtscbaft  von  Sintor 
Scbönb.  und  Jdiopus  Lac,  und  unlergcbeidet  sieb  von  beiden 
dureb  die  oben  angegebenen  Cbaraktere.  Im  Habitus  erinnert 
die  einzige  mir  vorliegende  Art  an  kleine  Diastatolropls,  die 
mit  ibr  zusammen  vorkommen. 

23.    Anhelita  lineata  sp.  uov. 

^  $.  A.  nigra,  sat  sparsim  pubescens.  Rostrum  basi 
capite  multo  angustius,  versus  apicem  sat  fortiter  dilatatum; 
margine  laterali  supra  antennarum  sulcum  convexo,  apicali 
medio  leviter  emarginato;  fortiter  rugato-punctatum,  dorso 
carinis  tribus  leviter  elevatis  laevibus,  uua  mediana  planata 
apicem  attingente,  duabus  alteris  lateralibus  parum  niagis 
elevatis  versus  basini  medio  gradatim  approximatis  intra  an- 
tennas  abbreviatis.  Caput  medio  linea  tenui  alba  longitudina- 
liter  densissime  subtiliter  rugulosum.  Oculi  latitudine  fore" 
duplo  longiores  supra  et  infra  albo-marginati.  Antennae  in 
niroque  sexu  protliorucis  basin  band  attingentes,  pallide  rufae, 
arlieulis  duobus  primis  bninneis,  2"  |)rimo  liaud  (j)  aut  ])aulo 
($)  longiore,  3"  omnium  longissimo,  8"  nono  panlo  (,S)  aut' 
multo  ($)  breviore,  9^ — 11"  Jatis,  9»  latitudine  triente  longiore, 
10"  nono  triente  (,^)  vel  dimidio  (^)  breviore,  11^  decimo 
fere  duplo  longiore. 

Stett.  enlomol.  Zeit.  1895. 


143 

Protlioiax  a  carina,  doiso  medio  lale  svü  levissinie  cou- 
cava  versus  latera  recte  transversa  sine  parte  cons))icua  lon- 
gitudinali  laterali,  ad  apicem  eonicus,  lalitudiue  (ad  carinam) 
vix  longior,  densissime  granuloso-rugiilosus,  ad  latera  ipsa  ut 
in  prosterno  subnitens  punctis  profundis  densis  inslriictus,  lineis 
tribiis  angustis  rectis  albo-griseis  signatus. 

Sciitelliim  subrotundum,  albo-griseum. 

Elytra  parallela,  elongala,  dorso  parum  depressa,  fortitor 
slriato-pimctata,  punctis  in  striis  densissimis,  interspatiis  basi 
subeonvexis,  serie  punctorum  basali  in  interspatio  1^  fere 
medium  elytri  attingente,  inters})atiis  alternis  pro  parte  et 
margine  reflexo   laterali  densius  griseo-pubescentibns. 

Pygidium  rotundatuni.  Corpus  infra  unicolor,  meso-meta- 
sterno  lateribus  profundis  punctis  sat  densis  notatis.  Ab- 
domen (,^)  basi  medio  levissime  depressum.  Pedes  pallide 
ruli  vel  brunnei,  tarsorum  articulo  1°  (in  rj  $)  elongato; 
tibiis  postice  macula  alba  signatis. 

Long.   7  mm,  rostr.  l^fg,  elytr.  41/2,  lat.   21/0. 

Hab.  Antananarivo,  Madagascar  (A.  Sikora  coli).  2  ,^,  1  $. 

Die  Punktreihe  auf  der  Basis  des  ersten  Zv^'iycheiiriuimes 
der  Decken  ist  durch  ihre  Länge  sehr  eigenthümlicli. 

Telala  gen.  nov. 

Rostro  elongato,  subrotundo,  capite  angustiore,  apice 
(lilalato,  dorso  longitrorsuin  leviter  uni-carinato,  intra  oculos 
et  autennas  lateribus  uni-sulcato,  margine  apicali  leviter  sinuato, 
infra  medio  carinato;  antennarum  sulcis  oblongis  apicalibus. 
Oculis  oblongis  lateralibus  haud  obliquis.  Antennis  ut  in 
Sintoris  quadrUineati  Fabrs.  mare,  sed  articulo  9o  octavo 
breviore. 

Prothorace  oblougo,  dorso  tuberculo  alto  penicillato  notato, 
carina  valde  concava  ionge  ante  basim  sita  medium  lalcrum 
attingente  sed  nine  parte  longitudinali  laterali. 

Eljtris  parallelis,  basi  rectis,  Ruj)ra  lale  deplanatis,  utrisque 
uiite  apicem  in  spinam  longam  productis.  Pygidio  parvo, 
semicirculari. 

Processu  mesosternali  angusto  apice  leviter  coiivcxo;  al)- 
(iominis  segmento  anali  penultimo  paulo  longiore;  larsoiuni 
articulo  !<>  cacteris  parum  breviore,  parte  <|uarta  tibiae  vix 
longiore. 

Tyi)us:  T.  armigera  sp.   nov. 

Unterscheidet  sich  von  Sinlur  Schünh.  und  Idiopus  Lac. 
durch    die    auf    der  Unterseite    des    Rüssels    nicht  bis    an  den 

Stett.  entomol.  Zeit.  18li5. 


144 

Mittelkiel  verlängerten  Fühlergrnben,  welche  älinlich  wie  in 
Eczesaris  Pasc,  gebildet  sind.  Letztere  Gattung  -hat  aber 
einen  etwas  mehr  abgeflachten  Rüssel  und  einen  der  Basis 
genäherten,  seitlich  winkelförmig  nach  vorn  gebogenen  Hals- 
schildkiel, welcher  in  Telala  m.  seiner  Form  nach  au  den 
von  Ancylotropis  Jekel  erinnert,  jedoch  höher  ist,  weiter  von 
der  Basis  entfernt  steht  und  an  den  Seiten  des  Ilalsschildes 
als  Höcker  vorspringt.  Von  allen  hier  erwähnten  Gattungen, 
sowie  von  Plintheria  Pasc,  weicht  die  vorliegende  Art  ab  durch 
den  hohen  Höcker  auf  dem  Halsschilde  und  die  zwei  langen 
schräg  nach  oben  und  hinten  gerichteten  spitzen  Zapfen,  in 
welche  die  Decken  vor  der  senkrecht  abfallenden  Spitze  aus- 
gezogen sind. 

Das  einzige  Exemplar,  nach  welchem  ich  die  (Gattung 
und   Art   beschreibe,  scheint  ein  ^  zu  sein. 

24.    Telala  armigera  sp.  nov, 

(^  (?).  T.  nigra,  ochraceo-variegata.  Kostrum  cum  ca))ite 
fortiter  rugato-puuctatum  ac  medio  vitta  ochracea  notatum; 
Caput  ad  oculos  parum  fulvo-pubescens.  Antennae  brunneae, 
clava  nigra  singulis  pilis  longioribus   vestita. 

Pj'Othorax  latitudine  vix  longior,  densissime  rugato-punc- 
tatus,  linea  mediana  ochracea  ante  medium  alte  (>levata 
ochraceo-,  ejus  lateribus  fusco-pilosis;  nigro-variegatus,  puncto- 
laterali  minuto  ochraceo. 

Scutellum  subrotundum,  ochraceum. 

Elytra  latitudine  plus  dimidio  longiora,  dorso  fulvo-, 
])arum  maculatim,  pubescentia,  lateribus  nigris,  hie  et  inde 
fulvo-variis,  lineola  obliqua  autemediana  intra  strias  lani  et  3iani^ 
fortiter  striato-punctata,  interspatiis  densissimis  granulis  minutis 
adspersis,  spinis  anteapicalibus  longius  nigro-pubescentibus. 

Corpus  infra  fortiter  dense  punctatum,  metasterno  lateribus 
ochraceo -pubescente.  Pedes  ruß,  femoribus  basi  excepta, 
tibiis  basi  et  medio  brunneo-uigris. 

Lon2'.  61/2  mm.,  rostr.  2,  elvtr.  (spinis  excl.)  4i/.,,  lat.  23/^. 

Hab.  N.  S.  Wales.     1  Stück. 

25.    Litocerus  philippinensis  sp.  nov. 

f^$.  L.  variegalo  Jord.  aflinis;  prothorace  disco  linea 
mediana  lata,  altera  transversa  pone  sulcum  sita,  hac  utrinque 
])er  lineam  obliquam  cum  illa  ad  carinam  antebasalem,  saepe 
etiam  per  lineam  plus  minusve  obsoletam  cum  illius  parte 
apicali  connexa,  hoc  modo  intra  sulcum  transversum  et  carinam 

Stett.  eulomol.  Zeit.  1895. 


145 

figurum  tiapezoidalem  duas  guttas  fuscas  incliidentern  forman- 
tibiis;  cariuae  antebasalis  angulo  laterali  recto  levissime  votun- 
dato;  elylris  subtilius  piinelato-stiiatis,  similiter  signatis,  sed 
iilroque  macula  conspicua  mediana  giiseo-rulvo-ciucla  nigra 
nolato;   pedibus  pallidioribus. 

Magiiitudo  A.  cariegati  Jord. 

Hab.  Luzon  (J.  AVbitehead).   7  ,^,  6  $. 

Obwohl  die  Unterschiede  zwischen  dieser  Art  und 
A.  varicgatus  Jord.  nicht  sehr  aiiftallig  sind,  so  scheinen  sie 
doch  konstant  zu  f-ein,  wie  die  Serien  von  26  Exemplaren 
der  einen,  und   13  der  andern  im  Museum  Tring  zeigen. 

Im  Slettiner  Museum  sind  vier  Exemplare  von  Cevlon, 
welche  sich  in  der  Zeichnung  wie  folgt  von  den  Philippinen- 
Stücken   unterscheiden : 

Die  Seiten  des  Halsschildes  sind  breiter  .gelblich  behaart, 
die  schwarze  Zeichnung,  welche  von  dieser  Behaarung  um- 
schlossen ist,  ist  kleiner;  das  gelbliche  Mittelkreuz  ist  breiter, 
die  schiefe  Linie,  welche  jederseits  den  Arm  des  Kreuzes  mit 
dem  Kiel  des  Halsschildes  verbindet,  ist  untei-brochen  oder 
ganz  abwesend;  die  Decken  haben  ein  schwarzes  Querband 
vor  der  Mitte,  zusammengesetzt  aus  einem  ziemlich  großen 
Suturalticck,  der  in  philippinensis  ganz  reducirt  ist,  und  einen 
graden,  nicht  schiefen  Querfleck  zwischen  dem  zweiten  und 
siebenten  Streifen;  dieser  Querfleck  hängt  gewöhnlich  an  den 
Seiten  mit  zwei  kleinen,  etwas  weiter  nach  vorn  .stehenden 
Seitenflecken  zusammen;  die  basale  schwarze  Makel  auf  dem 
zweiten  und  dritten  Zwischenräume  ist  in  drei  oder  zwei 
Fleckchen  aufgelöst;  die  Beine  sind  viel  dunkler  als  in 
philippinensis  m.  Da  ich  keine  strukturellen  Unterschiede 
linde,  halte  ich  dieses  Ceylon-Thier  für  eine  Lokalform  von 
phitippinensis  und  nenne  es  L.  philippinensis  crucicnllis  m. 
(Typen  (,j^,  _V)   in  Mus,  Stettin). 

26.    Litocerus  plagiatus  sp.  nov. 

r^.  L.  niger,  pro  maxima  parte  luteo-ochracco-tomentosus, 
bis  partibus  et  pedum  annulis  rulis.  Kostrum  ut  in  L.  dnvsali 
Jord.;  Caput  luteo-ochraceum,  in  vertice  et  pone  oculos  nigrum. 
Anlennae  rufae,  versus  apicem  brunneae,  articulis  h^ — 11"  sub- 
ac(piilongis. 

Prothorax  ut  in  L.  dorsali,  sed  lateribus  a  carina,  dorso 
paulatim  convexa  lateralitcr  angulo  recto  ejus  apice  ipso  autem 
leviter  rotundato  antrorsum  llexa,  ad  apicem  minus  rolmi- 
datus;    dorso  vitta    mediana   lata  pone    carinam   angnstiore  ac 

Stett.  entomol.  Zeit.  1S9J.  ^Q 


146 

guttiformi,  versus  apicem  etiam  angustata,  lateraliter  tribus 
punctis,  apicali,  incdiano,  l)asali,  praeterea  linea  flexuosa  ad 
carinam  lateralem,  luteo-ocliraeeis  siguatus, 

Eij'tra  rotrorsum  angustata,  ad  suturam  (bai^i  excl.)  im- 
pressa,  rufa,  luteoochraceo-tomenlosa,  plaga  magua  lalerali 
mediana  usque  ad  iiiterspatium  teitium  (a  sutura)  exteusa, 
uoniuillas  guUulas  hiteo-ocliraceas  iucludente,  postico  cum  linea 
transversa  irregiilaii  anleapicali  conti  na,  nigris  uotata. 

Pjgidium  latitudine  longius,  trianguläre,  apice  rotundo, 
rufum,  medio  vitta  nigro-brunnea.  Corpus  infra  i)ro  maxinia 
parte  rufum,  luteo-ochraceo  tomentosum;  metasternum  latera- 
liter nigro-macnlatum;  abdomen  utrinque  serie  punctoruni 
nigrorum  signatum,  segmeuto  primo  absque  tuberculo.  I'odes 
rufi,  femoribus  medio,  tibiis  basi  et  apice,  tarsorum  arliculn 
1"  (basi  exciusa)  brunneo-nigris. 

Long.  7  mm,  elytr.  4i/\i,  lat.  31/.,. 

Hab.  Nord  L.izon  fJ.  Whitehead;  1894).     2  ,^. 

Diese  in  der  Färbung  der  Decken  an  L.  dorsalis  Jord. 
erinnernde  Art  ist  leicht  an  dem  sehr  breiten  Mittelsireilen 
des  Halsscliildes  und  an  dem  Mangel  eines  Höckers  auf  dem 
ersten   Abdomen-Segment  zu  erkennen. 

Ji7.   Litocerus  picturatus  s\).  nov. 

$.  L.  picto  Pasc,  colore  similis;  niger,  ex  parte  rufiis. 
Rostrum  cum  capite  et  elytrorum  parle  apicali  declivi  lluvo- 
pubescens,  breve,  dorso  tribus  carinis  inter  iintennas  abbre- 
viatis,  lateralibus  basi  leviter  arcuatis  notatum.  Oculi  regu- 
lariter  ovales,  obliqui,  subapproximati.  Antennae  elytrorum 
basin  superantes  brunneae,  artieulis  duobus  primis  toti.s, 
30 — 8*'  apice  luteis,    10<^  uono  paulo  breviore. 

Protborax  longior  quam  in  L.  picto,  conicus,  dorso  .^ulco 
transverso  arcuato  iustructus,  carina  antebusali  dorso  recla 
lateribus  leviter  versus  apicem  rotundato-llexu;  indnmenio 
capitis,  linea  irregulari  infero-laterali,  altera  subinterrupta 
discoidali,  lineola  utrinque  juxta  medium  intra  sulcuin  tr;ms- 
versum  et  ba.^iu  sita  postice  cum  linea  dorsali  conllua, 
l)uuctoque  autebapali  dorso-laterali  nigris. 

Scutellum  leviter  transversum,  griseum.  Elytra  ialitiidinc 
fere  duplo  longiora,  retrorsum  parum  angustata,  sat  forliter 
striato-punctata,  stria  tertia  basi  excepta  magis  impres.'^a, 
grisea  pubeseentia,  interstitiis  2%  4^,  60,  9",  sutura  basi, 
cueteris  interstitiis  hie  et  iude,  l'aseia  transsversa  ante  ])arlem 
llavam  apicalem  .'5ila  in  sutura  antrorsum  triangulariter  dilatala, 
lateribus  sinuata  guttaque   discoidali   postbasali   uigris    siguatu. 

Sletl.  enloniul.  Zeil.  1895. 


147 

Pygidium  rufum,  granulosum,  latitudine  brevius,  regulariter 
rotundatum.  Corpus  infra  griseum,  immaculatum.  Pedes  rufi, 
femoribus  apice  exceplo  et  übianim  apice  nigris  vel  subüigris. 

Loug.  9  mm,  eljtr.  G,  lal.  S^j.2. 

Hab.   Perak.     1  $. 

Die  drei  Kiele  des  Rüssels  sind  imgeluhv  gleich  hoch, 
der  mittlere  ist  nur  vorn  scheinbar  niedriger,  weil  der  Rüssel 
hier  deutlich  eingedrückt  ist.  Der  kurze  Rüssel,  das  lange 
zehnte  Fühlerglied  und  die  längeren  Flügeldecken  unterscheiden 
diese  Art  von  dem  ähnlich  gefärbten  L.  plctus  Pasc,  der  mit 
ihr  zusammen  vorkommt. 

28.    Litocerus  annulipes   (Dohrn  i.  coli.),  sp.  nov. 

f^.  L.  niger,  supra  fusco-pubescens,  luteo-griseo-signatus, 
infra  luteo-griseus,  lateribus  insensim  fusco-notatus.  Rostrum 
rugato-punctatum,  lougitudine  apice  paulo  angustius,  dorso 
quinque-cariuatum,  carinae  medianae  diniidio  apicali  obliterato, 
carinula  laterali  ab  oculo  ad  apicem  continuata  intra  antenuas 
interrupta,  intermedia  brevi.  Caput  fuscum,  puncto  occipitaii 
ad-oculari  et  genis  luteo-griseis.  Oculi  parum  approximati. 
Antennae  elytrorum  medium  fere  attingentes,  basi  parum 
brunnescentes,  articulis  3'> — 8"  paulatim  descrescentibus,  9*^  tertio 
parum  breviore,   10"  fere  lougitudine  octavi. 

Prothorax  retrorsum  fortiter  dilatatus;  carina  dorso  parum 
convexa,  medio  ipso  autem  leviter  concava,  lateribus  valde 
rotuüdatim  versus  apicem  et  prosternum  flexa;  fortiter  punc- 
tatus,  dorso  sulco  transverso  antemediano,  totis  lateribus 
(duobus  punctis  minutis  exclusis),  macula  basali  mediana  tri- 
angulari,  altera  lineari  postapicali,  duobus  punctis  ad  sulcum 
desinentem,  duobus  alteris  ad  carinam  sitis,  luteo-pubescentibus. 

El3tra  sat  brevia,  dorso  ante  medium  purum  depressaiy 
pimctato-striatä,  lineolis  minutis  sparsis  griseis,  quatuor  guttulis 
lateralibus,  humerali,  mediana,  postmediana,  anteapicali,  lineola 
geminata  postmediana  in   interspatio  quarto  sita,  notata. 

Pygidium  punctulatum,  unicolor.  Tibiae  cum  tarsis  nigri- 
pubescentes;  illarum  annulus  angustus  antemcdianus  et  apex 
extremus,  horum  articuli  primi  apex  extremus  cioerei. 

Long.   7  mm,  elytr.  4'^/ 3,  lat.  3>/^. 

Hab.  Ceylon  (Typus:  Mus.  Stettin).     2  ,^ 

Durch  das  stark  punklirte  und  mit  Querfurche  versehene 
Halsschild  leicht  von  den  übrigen  Litocerus  Arien  zu  unter- 
scheiden.    Der  nächste  Verwandte  ist  L.  paciei  Lesne. 

StetU  entomol.  Zeit.  169&.  ]^Q<^ 


148 

29.    Acorynus  frontalis  sp.  nov. 

(^$.  A.  sulcirostri  Boh.  siniilis-  froiile  eapiti^s  (V)rliiis 
cariuata,  auteniiai-um  (J:{)  articiilo  S"^  breviore,  ))yGidio  uni- 
colore,  corpore  iufra  couspicue  ])allide  flavo-inaciilato,  se<i- 
nieuto  anali  (,j)  cariua  lougitudinali  instructo,  eodem  semnenlo 
fV)  apice  ipso  rotiindato,  sed  ad  medium  maruinis  apiealis 
luberculo  miaute  notato,  diustinguendus. 

Magnitudo  A.  sulciroslris  Boh. 

PI  ab.  Perak  (Typus)  uud  Sumatra  (Soekaranda,  Dohrii, 
Jan.   1894);  37  Exemplare. 

Auf  der  Oberseite  ganz  den  verwandten  Arten  A.  stilci- 
rostris  Boh.,  i'usticiis  Pasc,  und  striolatus  Jord.  entsprccliond 
gezeichnet,  der  Rüssel  ist  dünner  gelblich  behaart  als  in  snlci 
rustris,  die  Seiteubiiide  des  Halsschildes  ist  in  vier  meist  von 
einander  getrennte  Flecke  aufgelöst  (1,  2,  1),  die  grauen 
Striche  der  Decken  haben  dieselbe  Stellung  wie  in  striolatus, 
das  Pygidinm  ist  einfarbig  wie  in  letzlerer  Art,  die  Unter- 
seite des  Körpers  ist  sparsamer  grau  behaart  und  zeigt  selir 
deutliche  gelbe  Flecke:  jederseils  einen  auf  der  VorderbrusI, 
zwei  kleinere  auf  der  Mittelbrust,  einen  sehr  großen  auf  der 
Hiuterbrust,  welcher  mehr  nach  der  Mitte  steht,  und  zwei 
Reihen  von  Flecken  auf  dem  Abdomen. 

Die  Punktirung  und  Querfältelung  des  Halsschildes  ist 
besonders  in  großen  Exemplaren  sehr  stark.  Der  Stirnkiel 
ist  höher  als  bei  den  andern  Arten.  Im  ^  ist  das  Anal- 
segment mit  einem  Längskiel  versehen,  der  beinahe  die  Basis 
des  Segments  erreicht;  in  siilcirostris  Boh.  ist  dieser  Kiel 
schwach  angedeutet,  in  striolatus  Jord.  steht  er  in  dei-  hin- 
tern Hälfte  des  Ringes,  ist  von  hinten  nach  vorn  allmählig, 
aber  stark  erhöht  uud  ähnell  von  der  Seite  gesehen  dein 
Kamm  des  Brustbeins  eines  Vogels. 

Im  $  ist  der  Hinterraud  des  Analsegments  einfach  ge- 
rundet, in  der  Mitte,  dicht  am  Rande,  steht  aber  ein  kleiner 
Höcker,  der  besonders  deutlich  ist,  wenn  man  das  Anal- 
segment von  hinten  her  betrachtet;  in  sulciroslris  ist  dieses 
Höckerchen  nicht  vorhanden;  in  striolatus  ist  die  Mitlc  des 
Hinterrandes  selbst  zahnartig  vorgezogen  uud  der  Rand  bcider- 
.seits  neben  dem   Zahn  ausgebuchtet. 

30.    Acorynus  emarginatus  sp.  uov. 

,^.  A.  niger,  uigro-pubescens,  pube  pro  certa  luce  levitcr 
brunuescente,  cinereo-guttatus,  Rosirum  lalitudine  diinidin 
longius,    rugulosum,   quinquecarinatum,    carina   mediaua    apice 

Statt,  eatoiuol.  Zeit.  1895. 


149 

(li.^tiiictu  basi  obliterata,  carina  iutermcdia  baeali  brevi,  ad 
ociilos  obsolcla,  carina  dorso-laterali  iudistincta,  rostium  intra 
caiinas  utra^quo  intornicdias  late  profunde,  ac  utrinque  intra 
c-arinas  iutcrmediam  et  dorso-lateralem  profunde  Impressum. 
Caput  fronte  siibtilisj-ime  canaliculatuni,  sulculo  in  basiu  rostri 
abeunte;  macula  minuta  ocripilali  adoculari,  fronte,  genis  cum 
lateribus  rostri  lutosis,  genis  sine  sulco  angullformi. 

Antennae  elytrorum  basin  attingentes,  brunneae,  apice 
nigrae,  articulo  8''  lougitudine  dimidii  tertii,  7<^  octavo  dimidio 
longiore,  6''  et  7",  4^  et  5'^  aequilongis,  bis  parum  longioribus 
quam  illi,  9*^  tertio  dimidio  longiore,   10*^  octavo  vix  breviore. 

Protiiorax  punctatus,  transverse  rugulosus,  carina  parum 
c'oncava  lateribus  oblique  et  rotundatim  antrorsum  flexa 
iustructus,  tribus  maculis  medianis:  lineola  postapicali,  macula 
triangulari  ante  carinam,  gutta  post  carinam  sitis,  gutta  utrinque 
in  medio  disci,  tribus  maculis  lateralibus:  apicali,  basali,  tertia 
postmediana  magis  laterali,   cinereis  vel   luteo-einereis  notatus. 

Elytra  protborace  latiora,  retrorsum  angustala,  ad  suturam 
sat  depressa,  punctato-striata,  cinereo-vel  luteo-ciuereo-guttata: 
tribus  guttis  suturalibus,  ante-  et  postmediana  et  anteapicali, 
gutta  basali  marginali  intra  strias  lam  et  3ifi»i,  altera  post- 
basali  in  interspatiis  1''  et  2^,  interspatio  3io  tribus  guttis: 
antemediana  minuta,  mediana,  tertia  ante  declivitatem  apicalem, 
iutersp.  5"  etiam  tribus  guttis  ejusmodi  dispositis,  intersp. 
ti''  gutta  adhumerali,  7"  gutta  anteapicali,  1^ — 9^^  gutta 
antemediana,  8*^ — 'W^  guttis  tribus:  bumerali,  postmediana, 
subapicali. 

Pygidium  rotundatum,  punctatum,  fuscum,  basi  utrinque 
luteo-pubcscens. 

Corpus  infra  lateribus  cinereo-vel  luteo-cinereo-macnlalinn. 
Prosternum  fortiter,  meso-metasternum  abdomenquc  subtilius 
jtunctata.     Segmentum   ventris  anale  apice  sinuatum. 

Pedes  nigri,  femoribus  pro  maxima  parte,  tibiis  annulo 
lato  antemediano,  tarsis  articulo  primo  (basi  excepta)  pube 
cinerea  vestitis. 

Long.  91/2  mm,  elytr.  ßijg,  lat.  41/2. 

Hab.  Pliilippinen  (1  ^;  Typus  in  Mus.  Stettin;  1  ,^^ 
oline  Fundort,  in  Mus.  Triugj. 

Das  Felilen  des  Hasaltbeils  des  Mittelkiels  des  Rüssels, 
das  Felden  der  Waugenfurclie,  die  fein  gefurcbte,  uiclit  gekielte 
Stirn,  das  ininktirte  Halsschild,  die  mit  runden  Flecken  ver- 
sebeneu  Decken  und  das  ausgeschnittene  Aualsegment  sind 
die  Hauptkennzeichen  dieser  Art. 

Stett.  entomol.  Zeit.  1395. 


150 


3.1.   Acorynus  laevicollis  pp.  nov. 


r^$.  A.  niger,  lutoso-,  vel  riifo-lutoso-pubesceus,  Rostnitn 
apice  fortius  trian2;iilariter  dilatatum  quam  in  A.  sulcirnstris 
Boh,  dicto,  mcdio  longitrorsum  minus  imi)ressum,  cariua  medio 
altiore,  aide  medium  interrupta,  ejus  parte  a))icali  latiore 
leviore,  cariua  laterali  versus  apicem  gradatim  obsolcta,  apicem 
liaud  atliugente,  intra  antennas  haud  iuterrupta;  lateribus 
cariüula  dorso-laterali  iustructis,  Oeuli  a  lalere  vis!  modiee 
prominentes,  in  (rj^)  magis  quam  in  ($)  approximati.  Antennae 
nigrae,  articulis  basalibus  basi  brunneseeutibus  vel  subrulis, 
(.S)  5«  — 11'^  latioribus,  5«  et  6*)  sat  compressis. 

Protborax  laevis,  conicus,  sat  augustus,  cariua  dorsali 
levissinie  concava,  lateribus  vaide  obliqua;  vitta  mediana  an- 
trorsum  fortiter  angustata,  medio  interrupta,  apicem  pronoti 
non  attingente,  fascia  laterali  ut  in  A.  stdcirostri  postice 
bamata  lutosis  vel  rufo-luteis. 

Ehtra  parum  elongata.  dorso  subdepressa,  punetato- 
striata,  striis  apice  obsoletis,  annulo  basal!  callositatem  basalem 
dorsalem  cingente,  pone  eum  puncto  in  stria  3^  sito,  altero 
parum  versus  basim  intra  strias  4aTn  et  5«"^,  maeula  obliqua 
pone  callum  bumeralem,  lineola  suturali  antemediana  cum 
maeula  angusta  obliqua  mediana  intra  strias  'iam  et  5«m  sita 
conjuncta,  fascia  angusta  transversa  muUitlexuosa  ante  decli- 
vitatem  apicalem,  in  striis  cum  fascia  altera  irregulär!  ante- 
apicali  connexa,  lineolis  lateralibus  ante-  et  postmedianis  liberis 
vel  cum  signaturis  approximatis  confluis,  luteis  vel  rufo- 
luteis  siguata. 

Pygidium  nigrum,  lateribus  luteo-pubesceutibus,  (,j)  lali- 
tudine  vix  brevius,  apice  rotundatum,  medio  insensim  cmar- 
ginatimi.  Processus  mesosternalis  sat  angustus,  rotundato- 
declivis,  medio  longitrorsum  sensim  impressus,  apice  truucatns. 
Abdomen  lateribus  nigro-maculatum,  segmento  anali  (,j)  longo 
apice  impressione  et  ante  eam  tribus  tuberculis  instructo, 
($)  simplice,  triangulariter  rotundato. 

Pedes  nigri,  femoribus  apice  luleo-pubescentibus,  libiis 
ruti,  basi  apiceque  nigris,  quatuor  anlicis  (,j)  apice  deute 
armatis,  larsis  basi  subrutis. 

Long.  11  mm,  elytr.   7'|o,  lat.  4. 

Hab.  Sumatra.      1   ,j,   1   $,  von  H.  Donckier,  Paris, 

Aebnelt  den  ecbten  Acorynus-Arleu  in  Form  und  Zeicli- 
nung;  das  glatte  Halsscbild  unteiscbeidet  es  aber  von  ilinen 
sofort  (^4.  svlcirostris  Bob.,    riisticus  Pasc,   striolatiis  Jord., 

Stett.  entomol   Zeit,  18'Jf'. 


151 

rjiiffains  Jord.).  Die  Verhreilenmg  der  mittleren  Filhlerglieder 
im  ,j  ist  P.'hr  tiufrallend,  ebenso  die  Slruktur  des  letzten 
Hinlerlei bsseitnents  desselben  Geschleclits:  der  Analring  ist 
ziemlich  lang,  an  der  Spitze  erseheint  er  ein  wenig  aus- 
gerandet  iiiiolge  eines  dachen  Eindrucks,  der  eine  länglich 
trapezüidale  Form  hat;  die  Seitenränder  dieses  Eindrucks,  der 
die  Mitte  des  Segments  nicht  eri'eicht,  sind  von  hinten  her 
allmählieli  erlöht,  und  der  querstehende  Vorderraud  der  Grube 
bildet  drei  deitliche  Höcker. 

32.    Acorynus  dohrni  sp.  nov. 

,^  V.  .4.  U-unnens,  supra  pube  lutco-ochraeea  obtectus, 
brunneo-et  nigrvsignatus,  infra  grisescens.  Rostrum  perpen- 
dicuhuc,  planun,  latitudinc  parum  longius,  inlra  ocidos  et 
antenuas  reetun,  cariuula  dorso-laterali  instruetum,  medio 
panmi  depressun,  carinula  antice  abbreviata,  in  frontem 
capitis  ascendentt   notatum. 

Oculi  in  utrcque  sexu  distaiites,  subrotundi,  pauIo  pro- 
minuli.  Antennat  (J*)  fere  longitiidino  corporis,  on)nibus 
articulis  ci-assis,  3> — 7"  subaequilongis,  10"  dimidio  octavi, 
hoo  sepfimo  paruii  breviore;  ($)  elytrorum  medium  haud 
attingentes,  sat  g-aciles,  9'' — 11''  crassioribus,  brunneis, 
iO"  octavo  paulo  beviore. 

Prothorax  longtudine  Cere  dimidio  latior,  lateribus  an- 
irorsum  recte  angusttis  ad  carinam  parum  rotundatis;  dorso 
pone  medium  parui,  magis  quam  ad  apicem  convexus; 
8  guttis  brunueis  notaus:  quatuor  dorso  in  quadrangulo  sitis, 
una  mediana  in  utroqu  latere,  duabus  basalibus  post  carinam 
intra  medium  et  anguKi  laterales;  carina  basi  ])arallela,  medio 
concava,  utrimque  covexa,  lateribus  fere  semicirculariter 
antrorsum  paulo  versv,  prosternum  llexa,  medium  lateris 
subatlingeute. 

Elytra  convexa,  cjlidrica,  prothoracis  basi  haud  latiora, 
a  medio  ad  apicem  dccvia,  leviter  punctato-striata,  nigro- 
signata:  gutta  postbasali,  jbbositatem  postbasalem  occupante, 
altera  humerali,  tertia  nnuta  adhumerali  in  Stria  quinta, 
(juarta  posthumerali  laterä^  macula  (juadratica  submcdiana 
altera  minore  postmediana,  otra  strias  unam  et  quintam  sitis, 
hac  cum  liueola  latcrali  suapicali  conjuncta,  gutta  mediana 
laterali  cum  macula  dorsali    ibmediana  conllua  vel  libera. 

Pvgidium  latitudinc  brevis,   rotundatum. 

Corpus  inlVa  cum  pedibus  nicolor;  abdomine  (j)  simplice, 
tibiis^intermediis  (,^)  apicc  detatis. 

Long.  41/0   mm,  elytr.  3,  vt.  2. 

Hab.  Ceylon  (Typus:  J  itMus.  Stettin,  ¥  i"  Mus.  Tring). 

StetU  entomol.  Zeit.  1895. 


152 

Mit  A.  cincraceus  m.  imtersclicidut  sich  diese  Art  von  den 
übrigen  Äcorynus  S[iez\es  durch  das  Fehlen  desjenigen  Rüssel- 
kiels, der  sonst  zwischen  der  Mitte  und  den  Seiten  des  Rüssels 
steht.  Die  Männchen  von  A.  cineraceus  m.  und  dohrni  m. 
erinnern  durch  die  gleichmäßig  dicken  Fühler  an  LUncenis 
histrio  Gyll.  und  torosns  Pasc. 

Benannt  zu  Ehren  C.  A.  Dohrn"s,  in  dessen  Sammhing 
die  Art  unter  einem  schon  vergebenen  Manuskript ramen  steckte. 

33.  Acorynus  apatenioides  sp.  noi^. 

\^$.  A.  rulus,  hiteo-pubescens,  nigro-sigqSitus.  Rostrum 
latum,  apice  paulo  dilatatum,  latitudine  apicis/  parum  longius, 
planatum,  tribus  cariuis  intra  antennas  abbni'iatis  aequaliler 
elevatis  notatum.  Oculi  (,^)  antice  subapprojimati.  Autennae 
rufae,  articulis  tribus  ultimis  brunneo-nigris,'  ,j  corpore  phis 
dimidio  breviores,  graciles.  / 

Prothorax  latitudine  (maxima  ad  angujbs  acutos  posticos 
veros)  brevior,  conicus,  dense  j)unctatus,)  carina  antebasali 
dorso  paulalim  concava  lateraliter  valde  olundo-arcuata  an- 
Irorsum;  disco  quatuor  guttis  brunneis,  duibus  ssubapicalibus 
approximatis,  duabus  ante  carinam  sits  longe  separatis, 
praeterea  utrinque  duabus  dorso  lateralibuj  una  ante-  et  altera 
postmediana,  notatus. 

Elytra  sat  elongata,  retror.^um  angutata,  post  basin  inier 
strias  l'^m  et  4aiiQ  sal  gibbosa,  sat  pro/inde  striato-puuctata, 
nonnulHö  guttuUs  nigris,  una  marginaü  ppthumeraH  conspicuore, 
rnacula  magna  postmediana  eljtris  c^muni  plus  minusve 
transverso-ovali,  atl  striam  sextam  exten*,  nigro-velutina  signata, 

Pjgidium  rufum,  $  sub-f^emicirciare,  apice  rellexo-mar- 
giuatum,  ,j  longius,  apice  subtruncto-rotundatum.  Sterna 
niedio  subnigra.  Abdomen  J  me&>  depressum,  basi  Im- 
pressum, segmento  anali  simplice.  i*edes  pallide  rufi,  femo- 
ribus  rnacula  nigra  uotalis,  libiis  qiiluor  anlicis  apice  dente 
instruclis. 

Long.  6  mm,  clylr.  4,  lat.  2^ . 

Hab.  Perak.     2  ^,   1  $.        / 

Durch  den  schwarzen  Fleck  Anter  der  Mille  der  Flügel- 
decken iihnelt  diese  Art  Apatenit  centralis  Pasc. 

34.  Acorynus  punc^pennis  sp.  nov. 

,^%  A.  cylindrico  Jord.  ainis;  rostro  latiore  apice  multo 
minus  diiatato,  cariuis  tribus  d^salibus  ad  margincm  apicalem 

Stett.  eptomol.  Zeit.  1895. 


153 

proloDgatis,  eanim  parlibus  apicalibiis  aiilem  Icvitcr  flevatin; 
antennis  bninneo-nigris;  protliorace  i)ariim  lonuiore,  crassius 
punclato,  earina  sensiin  concavu,  signaturis  niiiioribiis;  elytris 
longioribus,  signaUiris  sparsioribus,  grossi-ssime  piinctatü-.slriaii.s, 
iiiterstitiis  convexis;  pygidio  longiore,  rnavginc  basali  tenui, 
latero-apicali  atque  apicali  liiteo-ocbraceo-pubescente^  abdomine 
phis  miniisve  nigro,  lateribus  nifo-rulvo-maciilato,  segmento 
anali  (j)  medio  tiiberculo  rotiiudo  armato. 

Lon».  7  mm,  elytr.  5,  lat.  3. 

Hab.  Perak.     3^  ,^,  5  $. 

Die  Zeichnungen  sind  spärlicher  und  besonders  kleiner 
als  in  A.  cylindricus  Jord.,  die  schwarze  Farbe  herrscht  bei 
weitem  vor.  Das  Halsschild  hat  eine  zweimal  unterbrochene 
dünne  Miltelbiiidc,.  welche  sich  hinter  dem  in  der  Miltc  deut- 
lich konkaven  Basalkiel  sehr  verbreitert,  daneben  auf  der 
Scheibe  vor  der  Mitte  jcderseits  ein  "undeutliches  [^rundes 
Fleckchen,  seitlich  sieht  eine  oft  in  der  Mitte  unterbrochene 
Längslinie,  welche  hinten  mit  einem  an  dem  Kiel  in  seiner 
Umbiebungs^telle  entlang  laufenden  Fleck  zusammenhängt.  Von 
dem  vor  der  Mitte  der  Decken  bei  A.  cylindricus  Jord. 
stehenden,  lehmfarbenen,  schwarze  Fleckchen  einschließenden 
Bande  sind  hier  nur  Reste  vorhanden;  besonders  ist  ein  Stricli  auf 
dem  ersten  Zwischenraum  deutlich;  vor  der  Spitze  der  Decken 
betindet  sich  eine  Querbinde,  die  der  Hauptsache  nach  aus 
zwei  dünnen  Querbänderu  besteht,  die  hier  und  da  mit  ein- 
ander verbunden  sind.  Das  Pygidium  trägt  in  der  Mitte  ein 
großes  schwarzes  Dreieck,  dessen  Spitze  nach  hinten  gerichtet 
ist;  meist  ist  das  Dreieck  an  seiner  Basis  jederseits  bis  zum 
Seitenrande  des  Pygidiums  erweitert,  sodaß  die  lehmfarbene 
Pubescenz  der  Basis  gesondert  stellt.  Die  Ausdelmung  der 
lehm-  oder  erdfarbenen  Behaarung  der  Unterseite  ist  sehr 
verschieden;  das  Mesosternum  und  Abdomen  sind  zum  größten 
Theile  schwarz. 

Die  Punkte  des  Halsschildcs,  welche  in  .1.  cylindricus 
Jord.  auf  der  Scheibe  quer-länglich  sind,  haben  hier  eine 
runde  Form,  sind  größer  und  tiefer.  Die  Punktstreifen  der 
Decken  sind  sehr  grob;  die  Zwischenräume  sind  erliöht,  mit 
Ausnahme  der  hinteren  Hälfte  des  zweiten.  Das  Pygidium 
ist  länger  als  in  A.  cylindricus.  In  beiden  'Arten  sind  die 
Vorderschienen  des  ,^  an  der  Spitze  mit  zwei  neben  einander 
stehenden  Zähnen  versehen. 

35.    Acorynus  biguttatus  sp.  nov. 

r^.  A.  niger,  robustiis,  j)ube  griseo-lutosa  vestitus.  Rosirum 
crassum,    latitudine  apicali    brevius,    medio    intra  antennas  im- 

Stett.  entomol.  Zeit.  1895. 


154 

prcssum,  qiiinqiiecarinaliim,  euriiia  mediana  a  lateve  visa 
niagis  elevata,  omnibiis  iutra  antonnas  abbicvialis,  apice 
jiraelerea  utrimque  cariniformi  elevutione  dcmidata  instriic-td. 
Oculi  anticc  siibai)pioximati.  Caput  medio  et  poiic  oculos 
iiisc'iim.  Antennae  brunaeae,  medio  ruf'ae,  craseae,  eh'trorum 
basin  paulo  siiperantes,  articulis  1",  2^,  3",  4"  aequilongis, 
5"' — 80  decrescentibus,  9"  octavo,  septimo,  sexto  simul  sumtis 
longiore,  lOf"  iongitudinc  vix  angustiore,  11^  uoüo  parum 
breviore. 

Prothovax  latiludine  quarta  parte  brevior,  pimctulatus, 
carina  antebasali  dorso  recta  lateribus  rotundutim  versus  inferum 
et  apieem  ilexa,  lateribus  (maculam  l'uscam  l'onna  cominatis 
inc'Uidente)  et  crux  magna  disci  subisabellino-pubescentibus; 
i^ulco  transverso  autemcdiauo  distincto. 

Eljtra  latiludine  basali  phis  dimidio  iongioia.  ad  suturam 
depressa,  sat  tbriiter  punetato-striata,  griseo-lutoso-])ubes('entia, 
maeula  disci  postbasali,  altera  humerali  punctum  album  porlante, 
faseia  lalissima  poslmediana,  anlice  ad  slrias  2ani,  (iam,  Sfim, 
postice  ad  suturam  et  striam  6'"«  sinuata,  in  utroque  elytro 
guttani  magiiani  albam  iucludenle,  })raeterea  noiuiullis  maculis 
minutis  apit-alibu.s  et  uua  inarginali  postbumeraü,  nigris  uolala. 

Pj'gidium  granulüsum,  rotundalum.  medio  obseuvius  quam 
lateribus.  Corpus  infra  immacuJattim.  Abdomen  medio  leviter 
depressum.  Pcdes  rufi,  iemoribus  basi  exeepta  brunneis. 
Tarsorum  articulus  primus  apiee  griseo-pubescens,  tibiarum 
medio    mullo   brevior.     Tibiae   intermediae   apice   subdentalae. 

Long.  11   mm,  eljtr.  71/2,  lat.  4i|2- 

Hab.  Borneo.    1  $. 

Gehört  zusammen  mit  A.  albo(/uflatns  Jord.,  üisroidalis 
,T(n-d.,  ceylonicus  Jord.,  apicalis  Jord.,  punctalus  Jord.  und 
similis  Jord.  zu  einer  Gruppe  von  Arten,  welche  sich  durch 
gedrungene  Gestall  und  kurzen  Rüssel  auszeichnen.  Von  dem 
,j  von  A.  albogvttatus,  der  auch  einen  weißen  Fleck  hinter 
der  Mitte  jeder  Decke  hat,  untersclieidet  sich  die  neue  Art, 
außer  durch  viele  Einzelheiten  in  der  Zeichnung,  besonders 
auiFällig  durch  die  stark  genäherten  Augen,  den  in  der  Mitte 
der  Basalhälftc  eriiöhlen  und  gekielten  Rüssel,  die  kürzern  und 
dickern  Fühler,  deren  drittes  und  zehntes  Glied  kürzer  sind, 
durch  den  seitlich  im  ganz  ilachen  Bogen  nach  unten  und 
wenig  nach  vorn  gebogenen  Kiel  des  Halsschildes  und  das 
breiter  abgeflachte  Abdomen. 

.Stett.  entomol.  Zeit.  1895. 


155 

36.    Acorynus  carinifrons  sp.  nov, 

-f.  A.  uiger,  fuseo-pubesccns,  lutoso-signalus.  Rostriim 
ciassum,  apice  paulo  dilatatum,  nigatum,  quinquecariualiim, 
carina  mediana  apioe  abrupte  leviore,  postice  Iraus  fioulcm 
capitis  iu  vertieem  ascendente,  parle  frontali  autem  teuuiore, 
carina  intermedia  usqiie  ad  apicem  abeunte,  sed  iutra  antennas 
oblique  iutcrrupta,  carina  laterali  oculum  non  aitingente  supra 
auteunarum  sulcum  abbreviata.  Caput  fuscum,  supra  ad  oculos 
tcnuiter  lutoso-pubescens,  geuis  lutosis,  sine  sulco  angulifornii. 
Oculi  sat  distantes. 

Antennae  elytrorum  basin  attingentes,  sat  erassae,  arti- 
culis  40 — 80  basi  extrema  rulis,  9^  octavo  plus  duplo  longiore, 
10"  octavo  fere  dimidio  breviore. 

Protliorax  couicus,  antrorsum  tbrtiter  angnstatus;  carina 
dorso  leviter,  latcribus  ibrtius  concava,  hie  paulo  versus  apicem 
flexa;  disco  fortiter  puuctatus,  sulco  arcuato  antemediano 
transverso  instructus,  vitta  mediana  pone  suleum  iutcrrupta, 
utrinquc  macuJa  apicali  dorso-laterali,  altera  post  carinam  ad 
unguium  lateralem  basis  sila,  guttula  ad  suleum  desinenlem, 
macula  minula  obliqua  ante  carinam  magis  versus  latus  quam 
medium  sita,  puuctulis  nonnullis  dispersis,  lutusis,  parte  laterali 
carinae  antice  lutoso-marginata. 

Elytra  protliorace  latiora,  parallela,  medio  ad  suturam 
sat  depressa,  fortiter  punctato-striata;  parte  declivi  apicali, 
duabus  niaculis  irregularibus  exclusis,  plaga  basali  ex  lineolis 
et  guttulis  irregulariter  composita  cum  macula  parva  anguli- 
formi  suturali  (elytris  communi)  antemediana  connexa,  macula 
l)arva  transversa  mediana  intra  strias  3iam  et  5ii»i  sita,  guttulis 
minutis  in  interspatiis  1",  3",  5",  7",  O**  sitis,  macula  mediana 
parva  in  interspatio  S",  lutosis. 

Pygidium  breve,  fere  semicirculare,  utriuque  macula 
lutosa   notatum. 

Corpus  infra  sparsim  cinereo-pubescens.  Sterna  punctata, 
abdomen  punctulatum.  Pedes  nigri;  femoribus  cinereis;  tibiis 
tarsisque  nigris,  bis  articulo  primo  basi  excepta  rufo,  cinereo- 
pubescente,  illis  annulo  antemediano  eodem  colore  notatis. 

Long.  93/4  mm,  elytr.   7,  lat.  41/4. 

Hab.  Kbasia  Hills,  Assam.    1   $. 

Im  Habitus  stebt  diese  Art  dem  A.  apicalis  Jord.  (Nov. 
Zool.  p.  623^n.|,55,'[.1894)  von  Sikkim  und  dem  A.  ptinctatns 
Jord.  (1.  c.  p.^.652  u.  53,  1894)  von  Sumatra  nalie;  erstere 
Art    bat  wie  die    neue  ein    stark    punktirtes    und  zu   gleicher 

Stett.  eatomol.  Zeit.  1895. 


156 

Zuit  mit  Qucrfureht"  versehenes  Halsschild,  aber  eine  gefurchte, 
nicht  gckiellc  Stirn;  die  zweite  Spezies  besitzt  eine  nnge- 
furchte  Stirn  und  ein  stark  pmiUtirlcs,  aber  ungefiirchtes 
Halsschild.  A.  apiralis  Jord.  hat  eine  Wangcnfurclie,  welche 
den  beiden  andern  Arten  mangelt.  Der  Mitlclkiel  des  Rüssels 
ist  in  A.  carinifrons  sp.  uov.  viel  stärker  als  in  A.  punc 
tatus  Jord. 

37.    Acorynus  lineolatus  Jord., 
Nov.  Zool.  p.  t>20  n.  47,   1894  ^Perak). 

Hei  der  Beschreibung  dieser  Art  habe  ich  vergessen  zu 
Ixinierken,  daß  die  vier  vorderen  Schenkel,  welche  im  ,j  mit 
Ausnahme  der  Oberseite  blaß-gelblich  sind,  im  1^  kaum  eine 
S])ur  dieser  Färbung  zeigen. 

38.    Acorynus  luzonicus  sp,  nov. 

.j$.  A.  punctata  Jov6.  colore  similis.  Rostrum  prolhorace 
brevius,  apice  sat  dilatatum,  medio  longitrorsum  late  levitcr 
impresöum,  carina  mediana  tenuissima.  Caput  nigruni,  oculis 
hileo-griseo-cinctis.  Hi  (,j)  antice  approximati.  Antennae 
brunneac,  articulis  1«  et  2''  totis,  3'^— 8«  basi  rulie,  10"  lon- 
gitudine  vix  angustiore,  9^  septimo  et  octavo  longiore. 

Prothorax  minus  quam  in  A.  alhoguttata  Jord.  antror- 
snm  angustatus,  impunctatus,  sulco  autemediano  arcuato  trans- 
verso  prof'undo  instructus,  carina  antebasali  dorso  subrecta 
laleribus  semicirculariter  versus  latus  inferum  et  apicem  Üexa; 
linea  mediana,  saepe  incompleta,  ante  scutellum  guttitormi, 
utrimque  lineola  transversa  pone  sulcum  sita,  duabus  lineis 
lateralibus  poslice  contluis,  exteriore  antice  etiam  cum  pube 
lateris  inl'erioris  connexa,  linea  intra  angulo  laterali  carinae 
luteis  vel  luleo-griseis. 

Eljtra  convexa,  dorso  haud  depressa,  sutura  ad  apicem 
impressa,  striato-punclata,  intersi)atiis  ex  parte  levissime  con- 
vexis;  maculis  lineolisque  minutis  rutis  luteo-pubescentibus 
numerosis  signata,  ad  apicem  plus  miuusve  contluis:  macula 
laterali  posthumerali,  altera  laterali  postmediana  interdum 
magis  conspicuis,  gutta  disci  postmediana  intra  strias  Siam 
et  4am  sita  fere  ut  in  A.  punctata  Jord.,  albaguttato  Jord. 

Pygidium  latitudine  paulo  brevius,  utrimque  vitta  irre- 
gulari  lutea  notatum.  Corpus  infra  luteo-cinercum,  metasterni 
epipli'uris  fusco-bimaculatis.  Abdomen  (,^)  medio  longitrorsum 
dcpressum;  segmento  anali  medio  pilis  aliter  dispositis  hoc 
modo  plagam  subsericeam  exhibente. 

Stett.  entumol.  Zeit.  1895. 


157 

Pedcs  uigri,  tibiis  medio  (arsorumqiie  articulo  primo  rufis; 
tibiis  iutermediis  (^)  apice  valde  deiitatis. 

Long.  (>'|o   mm,  eiytr.  41/3,  lat.  2^14. 

Hab.  Nord  Luzon  (J.  Whitehead,   1894).    3  ^,  2  $. 

In  den  ä  hu  liehen  Arten  A.  alboyuttatus  Jord.,  biguttntus 
.lord.,  ctpicalis  Jord.  und  punctata^  Jord.  sind  wie  in  dieser 
neuen  die  drei  mittleren  Kiele  des  RüspcIs  zwischen  den 
Fühlergruben  abgekürzt-  punctatus  hat  keine  Querfurehe  auf 
dem  Halsschilde;  von  den  übrigen  drei  Arten  ist  lnz>onicns 
leicht  durch  die  gleichmäßig  gewölbten  Decken  zu  unterscheiden. 

39.    Acorynus  analis  sp.  nov. 

r5^$.  A.  uiger.  Roslrum  versus  apicem  gradalim  dila- 
tatuni,  dimidio  basali  dorso  utriuque  carina  alta  instructuni, 
medio  late  imj)resfeo  subtiliter  cariuulaium,  rufum,  apice  nigro 
deplanato  ruguloso  leviter  biimpressum.  Oculi  oblougi,  (^) 
autice  contigui.  Frons  triangularis.  Antennae  basi  rufae, 
apic<'.  brunneae,  articulo  9*^  oetavo  paulo  breviore  et  decimo 
dimidio  longiore. 

Prothorax  conicus,  longitudine  triente  latior,  carina  dorso 
(unvexa  lateraliter  semicirculo  antrorsum  arcuata;  lateribus 
ruiis  luteo-ociiraceo-])ubescens  cum  puncto  nigro  subapicali, 
disco  niger,  linea  mediana  tcnui  interrupta  et  macula  ad 
sulcum  transversum  antemedianum  desinentem  luteo-ochraceis 
signatus. 

Elytra  subparallela,  dorso  subplanata,  apice  subito  rotun- 
dato-declivia,  sat  fortiter  punctato-striata;  parte  apicali  declivi 
(punctum  nigrum  iucludente),  gutta  suturaii  antemediana, 
macula  magna  humerali,  parva  macula  laterali  mediana,  striis 
pro   parte  luteo-ochraceis.^  puncto  humerali  ipso  nigro. 

Pygidium  latitudine  aequilongum,  rufum,  luteoochraceo- 
lomentosum.  Corpus  infra  luteo-ochraceum.  Pedes  ruii, 
femoribus  posticis  apice,  tibiis  omnibus  medio,  tarsoruin 
articulo  primo  basi  brunneis. 

Long.  6^/2  mm,  elytr.  41/3,  lat.  3. 

Hab.  Nord  Luzon  (J.  Whitehead,  1804).     7  ,^,  8  ?. 

Unterscheidet  sich  von  Litocerua  picltis  Pasc,  der  am 
besten  zu  Acorynus  gerechnet  wird,  durch  die  bedeutendere 
Größe,  verhältnißmäßig  größere  Breite,  die  tiefe  (Querfurehe 
auf  dem  Halsschilde,  die  schmale  Mittelbinde  und  die  breit 
gelblich  tomentirten  Seiten  des  letztern,  und  durch  die  anders 
gezeichneten  Flügeldecken.  Diese  zeigen  besonders  einen 
großen  Schulterfleck  und  vor  dem  gelblichen  Apicaltheil  ein 
Nahttleckchen,   welche    in  J.    pictus  (Pasc.)    nicht   vorhanden 

Siett,  catomul.  Zu!t.  18'J&. 


158 

sind.  lu  dieser  Art  sind  die  ersten  zwei  Drittel  der  Decken 
ziemlieh  gleii'hmäßiu'  mit  urauen  Linien  bedeckt,  die  hier  und 
da  einen  rnnden  schwarzen  Fleck  [freilassen;  vor  dem  gelb- 
lichen Ai)icaltheil  sind  die'^Decken^ungefleckt,  sodaß'hierjdie 
schwarze  Grundfarbe  eine  Qiierbinde  bildet,  welche  in  A.  analis 
schmäler  und  an  der  Naht  durch  den  oben  erwähnten  Fleck 
unterbrochen  ist. 

40.  Acorynus  cineraceus  s]).  nov. 

r^,  A.  niger,  piibe  pliimbaceo-cinerea  vestitus,  nigro- 
guttatus.  Rostrnm  ante  anlennas  sat  dilatatum,  latitudine 
apicali  quarta  parte  longius,  planum,  dorso  pone  insertionem 
antennaruni  transverse  leviter  depressum,  ecarinatum,  medio 
subtiliter  canaliculatum,  sulculo  antice  abbreviato,  postice  in 
fronten!  ascendente,  lateribus  carinula  dorso-laterali  minuta 
anteoculari  instructum.  Caput  nigrum,  ad  oculos  distantes 
subrotundos  cinereum.  Antennae  fere  longitudine  corporis, 
crassae,  compressae,  articulis  4" — 8"  clava  non  tenuioribus, 
i^  pyriibrmi  secundo  duplo  longiore,  3"  omnium  longissimo, 
9"  octavo  breviore,  et  decimo  duplo  longiore  et  uudecimo 
aequilongo;  nigrae, 

Prothorax  brevis,  conicus,  antrorsus  valde  angustatus, 
longitudine  dimidio  latior,  carina  antebasali  dorso  utriuque 
leviter  retror.sum  curvata,  lateribus  angulo  rotundo  magis 
versus  apicem  quam  versus  latus  inferum  ilexa;  sex  guttis 
indistiuctis  nigris:  quatuor  basalibus  ante  carinam  et  una 
mediana  in  utroque  latere  notatus,  vel  unicolor. 

Eljtra  fouvexa,  retrorsum  leviter  angustata,  subtilissime 
seriatim  punctata,  vix  striata,  praeter  guttam  suturalem  ante- 
medianam  in  utroque  elytro  sex  guttis  nigris  signata,  hoc 
dispositis:  2,  2,  2;  guttis  3  et  4,  5  et  6  conjunctis  vel  liberis. 

Pygidium  latitudine  vix  brevius,  unicolor,  ai)ice  rotun- 
datum.  Corpus  infra  unicolor;  abdomen  (j)  hasi  insensim 
depressum.  Pedes  nigri;  tibiis  intermediis  apice  valde  dentalis; 
tarsis  posticis  albo-,  caeteris  albo-  vel  cinereo-pubescentibu«. 

Long.  51/1   mm,  elvtr.  3i/o,  lat.  2i/o. 

Hab.  Nord  Lnzon  \j.  Whitehead,   1894).     2  ,^. 

Diese  Art  ist  vor  allen  andern  durch  das  Fehlen  der 
Uückenkiele  des  Rüssels  ausgezeichnet,  lu  der  Kürperform 
kommt  sie  dem  A.  luz-onictta  sp.  nov.  am  nächsten,  unter- 
scheidet sich  aber  durch  die  dicken  Fühler,  durch  das  Fehlen 
der  (^uerfurche  auf  dem  Halsschilde  und  durch  die  Zeich- 
nung sofoi-t. 

S(t!(l.  entoinul.  Zeit.  1895. 


159 

41.    Acorynus  pallipes  ^p.  uov, 

V.  A.  iitigioso  Pasc,  affinis;  elytris  subtilius  piinclato- 
striatis,  postice  minus  abrupte  declivibus.  riitis,  liiteo-cinereo- 
pubescentibus,  siünaturis  nigris:  gutta  postbasali  dovsali,  altera 
liumerali,  tertia  marginali  majore  postbumerall,  quarta  miuuta 
poirtbasali  in  iuters-patio  sexto,  macula  transversa  autemediana 
intra  strias  2am  et  6am^  macula  geminata  parva  mediana 
marginali,  fascia  postmediana  transversa  sinuosa  latera  versus 
angustiore,  gutta  auteapicali,  praeterea  macula  suturali  mediana; 
jK'dibus  luteis,  femoribus  posticis  apice  nigro-brunneis,  omnibns 
tibiis  annulo  mediaiio   brunneo  notatis. 

Long.  51/2  i"»i,  elytr,  4,  lat,  2^1^. 

Hab.  All)ay,  S.  Luzon  (J.  Wbitehead).    2  $. 

Rüssel,  Halsscbild  und  Fühler  haben  dieselbe  Form  wie 
im  V  von  A.  litigiostis  Pasc,  und  bafjancnsis  Jord.  (Nov. 
Zool.  1).  625  n.  58,  1894).  Die  Fühler  sind  blaß  röthlich, 
mit  drei  braun-schwarzen  Endgliedern.  Das  Halsschild  hat 
eine  helle  ununterbrochene  Mittelbinde,  an  welche  sich  in  der 
Mitte  jederseits  ein  ebenso  gefärbter  Fleck  anschließt;  au  den 
Seiten  steht  eine  breite,  helle  Binde,  die  hinter  der  Mitte  ein 
braunes  Fleckchen  einschließt  und  vorn  mit  der  mehr  asch- 
grau  behaarten  Unterseite  der  Vorderbrust  zusammenhängt. 

Von  A.  litigiosua  Pasc,,  batjanensis  Jord.  und  analis  m. 
(ff.  11.  39)  unterscheidet  sich  diese  neue  Art  hauptsächlich 
durch  die  viel  feiner  punktirten,  anders  gezeichneten  und 
hinter  weniger  steil  abschüssigen  Decken. 

Cornipila  gen.  uov. 

,^$.  Rostrum  perpendiculare,  versus  apicem  liaud  lalius, 
iiiargine  laterali  supra  antennarum  sulcos  inferolaterales  magnos 
submedianos  jjarum  dilatato,  morgine  apicali  rocto,  absque 
carinis.  Oculi  f,j  et  V)  contigui,  subrotundi.  Antennae 
elytrorum  basin  superantes  (,^,  $),  pilosac,  arliculis  1"  et  2" 
crassis,  simul  surnlis  tertio  breviore,  4" — 8"  descresct'utibus, 
H"  minuto,  clava  lata  artieulis  8" — 6"  ptiulo  longiore,  lO**  nono 
purum   breviore. 

Prothorax  brevis,  longitudine  dimidio  latior,  cariua  dorso 
convexa  laleribus  trans  medium  ascendenle.  Elyira  convexa, 
retrorsum  rolundato-angustata.  Pedes  elongati.  Processus 
mesosternalis  latus  subperpendicularis.   Abdomen  maris  simplex. 

Typus:  C.  iuteipes  sp.  uov. 

Stell,  entomol.  Zeit,  1895. 


160 

Von  Acorynus,  Litocerus  und  Hypseus  durch  den  kiel- 
losea  Rüssel,  die  in  beiden  Geschlechtern  einander  berührenden 
Augen  und  durch  die  behaarten,  ihrer  Form  nach  ähnlich 
wie  in  Tropideres  Scliönh.  gebildeten  (aber  viel  längern) 
Fühler  hauptsächlich  zu   unterscheiden. 

42.    Cornipila  luteipes  sp.  nov. 

r^$.  C.  rufo-brunuea,  grisea  pube  signata.  Rostruni,  caput 
corporisque  latus  inferuni  griseo-pubescentia,  unicoloria.  An- 
tennae  ciava  nigro-brunnca.  Prothorax  maxinia  latitudine  ad 
angulos  aequaliter  rotundalos  carinae,  lateribus  antrorsuin 
rotundato-anguslatis:  vitla  mediana  ante  medium  late  inter- 
rupta,  gutta  utriuque  in  disco,  lateribusque  (macula  hamata 
exclusa)  griseis. 

Elytra  subtiliter  striato-punctala,  interspatiis  1'^,  3",  7",  9" 
pro  maxinia  parte  pube  grisea  liueolas  plus  minusve  coufluas 
l'ormante   vestitis,  hac  pube  in  caeteris  interspatiis  rariore. 

Pygidium  rotundato-triangulare,  longitudine  parum  latius, 
brunneum,  basi  utrinque  macula  ruf'a  griseo-pubeseente  uotatum. 
Pedes  luteo-ruii. 

Long.  2i|2  mm. 

Hab.  Perak.     3  .j^,  2  $. 

43.   Hucus  laetus  sp.  nov. 

rj  $.  H.  niger,  pube  rufa  vestilus,  brunneo-uigro-maculatus. 
Rostrum  fere  longitudine  prothoracis,  pone  iusertionem  anten- 
narum  multo  lenuius  quam  in  caeteris  speciebus,  carinis  dor- 
salibus  lateralibus  rectis  (haud  basi  subflexuosis).  Oculi  oblon- 
giusculi,  valde  approximali,  ad  i'rontem  subparalleli.  Antennae 
crassiusculae,  uigrae,  articulis  duobus  primis  apice  subrulis, 
{(S)  elytrorum  medium  superantes,  clava  sat  lata,  articulo  9" 
octavo  paulo  longiore;  ($)  elytrorum  basim  parum  superantes, 
clava  lala,  ejus  articulis  aequilongis,  articulo  tertio  7"  et  8^ 
simul  .sumtis  aequali. 

Prothorax  brevis,  subcouicus,  lateribus  leviter  rotundatus, 
carina  dorso  recta,  versus  latera  leviter  retrorsum  deinde 
rotundatim  antrorsum  arcuata,  rufo-pubeseens,  disco  lala  villa 
nigra  crucem  ruläm  includenle,  duabus  guttis  lateralibus  una 
j)0st  aheram  silis  etiam  nigris.  Elytra  subtilissime  striato- 
punctala,  rufo-pubescentia,  nigro-guttata:  duabus  guttis  suturali- 
bus,  uua  postbasali,  altera  autemediana,  quatuor  discoidalibus 
aeijuidistantibus  inter  se  pro  parte  linea  albo-grisea  conjunctis, 
earum  2a  majore,  in  ,j  singulo  cum  gutta  septima  discoidali 
antemediana  contlua,   8»  mediana  versus  latus  sita,    9»  et  10a 

SteU.  cutoiuol.  Zeit.  1^95. 


161 

hiimeralibus  coufliiis,  ll^i  marginali  posthiimerali,  12a  niar- 
giuali  niediana,  13a  anteupicali  arciiata  discoidali,  14a  aute- 
apicali. 

Pygidiiim  rufiim,  subsemicirculare.  Corpus  iufia  imma- 
culatum.  Pedes  subuigri,  fenioribus  basi  apieequo,  tibiis  (apice 
excepto)  riilis. 

(^.   Long.  31/2   mm,  ehtr.  22|3,  lat.    l^l^;  $  paniin   major, 

Hab.  Pcrak.     1   ^,  2  ?. 

Der  längere  und  scbmale  Rüssel,  die  länglicben,  einander 
selir  nabe  stellenden  Augen  und  die  dicken  Fübler  unter- 
scheiden diese  Art  von  den  vier  übrigen  der  Gattung,  Die 
dunklen  Flecke  der  Oberseite  sind  meistens  von  grauer  Be- 
haarung schmal  umrandet;  die  Naht  der  Decken  ist  an  der 
Basis  weißlich,  ebenso  wie  der  dritte  Zwischenraum  zwischen 
den  dunklen  Flecken.  Letzlere  sind  zum  Theil  quer  zusammen- 
geflossen und  bilden  besonders  in  dem  einzigen  mir  augen- 
bliclvlicb  vorliegenden  q  in  der  Mitte  der  Decken  eine  Art 
gemeinsamer   Querbinde. 

44,    Hucns  lineatocollis  sp,  nov. 

$,  //.  uigor,  supra  fusco-pubescens  et  albo-griseo-lineatus; 
infra  cum  pedibus  unicolor,  albogriseo  pubeseens. 

Rostrum  cum  maudibulis  longitudine  prothoracis,  valde 
inclinalum,  dorso  intra  antennas  a  latere  visum  leviter  trans- 
verse  depressum,  medio  subtiliter  canaliculatum  apice  excepto, 
carinis  duabus  utriusque  laleris  dorsi  ad  oculos  ineipientibus 
intra  antennas  abbreviatis,  hie  duabus  interioribus  approximatis 
dilatatis.  Oculi  leviter  ovales  spatio  ^J2  mm  lato  separati. 
Caput  fuscum,  linea  media  obsolela  grisea,  oculis  luteo-griseo- 
cinctis.     Antennae  nigrae. 

Prothorax  ut  in  //.  melanostoma  Pasc,  dicto,  carina  ante- 
basali  autem  medio  fere  recta  et  lateribus  in  angulo  acuto,  apice 
ipso  rotundato,  antrorsum  flexa,  tribus  lineis  rectis  distantibus 
tenuibus  albo-griseis  ornatus,  praeterea  linea  dorso-laterali  ad 
carinam  lateralem  sita  male  circumscripta  cum  pube  lateris 
inferi  confhia  notatus. 

Scutellum  trausversum,  album. 

Elytra  sensim  striato-punctata,  convexa,  interstitiis  1*^, 
30,  5",  70,  9",  100  albo-griseo-lineolatis  ac  guttulatis,  bis 
signaturis  irregularibus. 

Pygidium  semicirculare,  unicolor. 

Long,   42/3   mm,  elvlr.  3i|^,  lat,  21/3. 

Hab.  Nord  Luzon '(J,  Whitehead,  1894;.     1   $. 

SieU,  entomol.  Zeil.  ISOä.  lj[ 


1G2 

Diese  duich  den  stark  nach  hinten  geneigten  Rüssel  aus- 
gezeichnete Alt  zeigt  auf  den  Decken  in  den  ungraden 
Zwischenräumen,  aupDerdoni  in  dem  zelinten  und  an  dem  auf- 
geworfenen Seitenvaude,  viele  weiß-graue  Fleckchen,  die  mehr 
oder  weniger  zu  Längslinien  zusammenfließen. 

45.    Hucus  vestitus  sp.  nov, 

^^.  H.  melanosloma  Pasc,  dicto  forma  similis,  minor, 
prothorace  breviore,  ejus  carina  parum  minus  convexa,  elytris 
parallelis,  convexioribus. 

Niger,  gri8eo-i)ubescens;  supra  brunneus,  pube  rufo-grisca 
vestitus,  brunneo-guttatus.  Occiput  brunneum,  linea  tenui 
grisea  mediana  nolatum.  Antennae  ohscuriores  quam  in  specie 
altera.  Prothorax  antice  posticeque  juxta  medium  indislincU; 
brunneus,  lateribus  gutta  brunnea  signatus,  angulo  lalerali 
cariuae  antebasalis  aculo.  Elytra  11  guttis  brunneis  ornata: 
la  et  2a  gemiuatis  subbasalibus,  dorsalibus,  3»  humerali, 
4a  laterali  anlemediana,  5a  mediana  suturali,  (Ja  et  7a  geminatis 
discoidalibus  medianis,  8a  laterali  postmediana,  9a  subsuturali 
et  10a  laterali  ante  declivitatem  apicalem,  IIa  subapiculi  in 
medio  intra  suturam  et  marginem  externum  sita.  Corpus  infra 
cum  pedibus  pube  unicolorc  vestitum,  femoribus  leviter 
rufescentibus. 

Long.  31/ j  mm,  elvtr.  2,  lat.  li/o. 

Hab.  Perak.     1  ,j. 

Außer  durch  die  ganz  andere  Zeichnung  unterscheidet 
sich  //.  vestitus  von  der  Pascoe'schen  Art  hauptsächlich  durch 
das  kürzere  Halsschild,  dessen   Kiel   viel  weniger   gebogen   ist. 

Der  breite  Kopf,  welcher  die  viel  weniger  als  in  manchen 
Acorynns  und  Litocerus  genäherten  gerundeten  Augen  fast 
ganz  auf  der  Vorderseite  trägt,  und  der  vor  der  Fühlcrgrube 
ähnlich  wie  in  Cedus  plötzlich  erweiterte  Rüssel  unterscheidi'u 
die  Gattung  Hurifs  recht  wohl  von  Litocerus  Sciiünh.  Mi( 
Ifypscus  Pasc,  Apatenia  Pasc,  und  Nessiara  Pasc,  hinler 
welche  sie  im  Cat.  Gemming.  und  Harold  p.  2735  gesetzt  ist, 
hat  Hucus  nichts  zu  thun. 

46.   Hucus  lateralis  sp.  nov. 

f^$.  H.  niger,  hie  et  inde  brunnescens,  supra  brunneo- 
olivaceo-pubescens,  luteo-flavo-  et  griseo-signatus,  infra  albo- 
griseus.  :  Rostrum  longius  quam  in  H.  melanosloma  Pasc,  el 
//.  ornatus  Jord.  dictis,  Antennae  nigrae,  basi  rufescentes,  (,j^) 
corpore  dimidio  vel  lere  dimidio  longiores,  articulis  3  ultimis 
Bimul  sumtis  80  brevioribus    vel  aequilongis,    ($)  dimidio  cor- 

Stctt.  entouiol.  Zeil.  1805. 


168 

poris  lougiliidiiiis  (cap.  exol.),  articulis  9" — ll^  latioribus, 
l()o  nono  breviore,  8"  uono  longiore.  Caput  rufo-bnmueiim, 
oculis  luteo-grisco-cinctis. 

Prothorax  longitudine  dimidio  latior,  antrorsnm  minus 
quam  in  spcciebus  mclanostoma  et  ornatus  dictis  angustatus; 
carina  antebasali  paulatim  coiivexa,  medio  tenuiter  coucava, 
juxfa  angulos  laterales  rectos  minus  couvexa;  brunneus,  linca 
media  tcuui  grisca,  plaga  magna  basali  antrorsum  triangulariier 
angustata  apicem  subattingen^e  luteo-flava  signatus. 

Elytra  eonvexa,  subtilissime  striato- punctata,  griseo- 
liueolata:  iulerspatio  1"  lineola  longa  basali;  2"  tribus  bre- 
vioribus:  postbasali,  po.simediana,  subapicali;  S^quatuor  lineolis: 
basali,  submediana,  anleapieali,  subapicali;  4"^  duabus:  ante- 
et  postmedianis;  5"  duabus:  basali  maculilbrmi,  altera  minuta 
antemediaua;  6^  tribus:  humerali,  ante-,  poslmedianis; 
7"  tribus:  humerali,  antemediana,  anteapieali;  8"^  duabus: 
postbumerali,  apieali;  9"  duabus:  submediana  et  })0.<tmediana; 
10"  quatuor:  basali,  postbumerali,  submediana,  posimediana. 
Pygidium  sub-semicirculare,  unieolor. 

Corpus  infra  unieolor.     Pedes  lulei,  (arsis  subnigris. 

Long.  4  mm,  elytr.  3,  lat.  2, 

Hab.  Perak.     4  ,^,  5  $. 

Die  Zeichnung  des  Halsschildes  und  der  Decken  ist  ziem- 
lich konstant,  obwohl  auf  den  letzlern  der  eine  oder  andere 
der  oben  aufgezählten  Fleckchen  fehlen  kann  oder  in  einigen 
Exemplaren  eine  etwas  andere  Stellung  hat.  Die  Länge  der 
Fühler  des  ,3^  ist  verschieden,  überschreitet  aber  in  allen  vier 
Exemplaren  dieses  Geschlechts  das  Kürpermaaß;  in  den 
übrigen  Arten  von  Jliicns  sind  die  Fühler  der  ,^,  soweit  ich 
diese  kenne,  kürzer  als  der  Körper. 

47.    Cedus  torvus  sp.  nov, 

rj.  C.  niger,  ochracco-maculatus.  Rostrum  ut  in  C.  au 
(louini  Fahrs.,  dorso  utrinque  intra  antennas  sulco  longi- 
tudinali  irregulari  apicem  subattingciitc  ad  ejus  latus  dorsale 
carinula  lenui  marginato  iuslructum.  Frons  magis  quam  in 
C.  audouini  inclinata,  Oculi  magis  prominentes,  ad  occiput 
et  genas  ochraceo-marginati,  subrotundi.  Antennae  longissimae 
ut  in  C.  audouini,  basi  rufo-brunneae  vel  brunneae,  articulo 
1'^  oculorum   medilim  superante, 

Prolhorax  ante  carinae  angulum  rotundatum  lateralem 
leviler,  band  profunde,  siniiatus,  toto  apice  et  medio  cxccptis, 
punctis  magnis  notatus,  sulco  antemediano  transverso  valdc 
coneavo    instruetus,    vitta    mediana    sat    angusta    ad    cariuam 

stell,  entomol,  Zeit.  1895.  H* 


164 

parum  latiore,  liueola  trausversa  indistincta  suleum  occupaute, 
liuea  longitudiuali  laterali  mcdio  inlerrupta,  utiinque  iu  disco 
duobus  piuu'tis  miiuUi?,  uuo  apicali,  altero  basali  inagis  versus 
lineam  lateralem  sito,  ochraeeis  signatus, 

Scutellum  luteum.  Elvtra  lougiora  quam  iu  C.  audouini, 
subtilius  punctato-striata,  margine  basali  juxta  liumenim  haud 
sinuato,  duobus  tuberculis  altis,  uno  basali,  altero  subsuturali 
niediano  instructa,  inicrspatiis  3o  et  5^  ante  apicem,  5*^  etiam 
ante  medium  levissime  elevatis,  baud  tubereulatis;  irregulariter, 
sed  coaspicue  ocbraceo  -  maeulata.  Prosternum  punctatum; 
Processus  mesosternalis  margine  superiore  medio  rotundatus; 
meso-  et  metastemum  lateribus  ocbraceo -maeulata,  sparsis 
punctis  magnis  notata.  Abdomen  medio  sensim  tenuiter  im- 
l)ressum,  segmento  anali  brevissimo  segmento  penulümo  vix 
longiore.  Pedes  nigro-brunnei,  libiis  bi-,  tarsorum  urliculo 
1*^  uni-luteo-anuulatis. 

Long.   71/2  mm,  elvtr.  5,  lat.  3^J2. 

Hab.   Antananarivo,   Madagascar  (A.  Sikora  leg.).    2  ,^. 

Unterscbeidet  sieb  von  den  Männehen  aller  andern 
Acoryniden  Madagascars  (C  audouini  Falirs..  Litocerus 
mado(jascariensis  Faiisl,  Acorynus  leacosiictus  Klug)  durch 
das  sehr  kurze  Analsegment  des  Ab'^omeus;  von  den  Höckern, 
welche  auf  den  Flügeldecken  von  C.  audouini  und  Litocerus 
madagaacariensia  Faust  stehen,  sind  hier  nur  zwei  auf  jeder 
Decke  deutlich  entwickelt. 

Mecocerina  gen.  nov. 

(^  $.  Rostrum  crassum,  prothorace  (mandibulis  excl.) 
brevius,  medio  canaliculatum,  apice  medio  late  depressum, 
margine  apicali  medio  emargiuato  sulcis  autennarum  luni- 
formibus  in  parte  postica  apicis  dilalati  sitis,  eoruni  antica 
parte  dorso-laterali.  Oculi  magni,  paulo  prominuli,  irregulariter 
ovati,  subfrontales,  Frons  capitis  linearis.  Prothorax  apice 
])aulo  angustatus,  dorso  acquaHter  leviter  oonvexus,  carina 
antebasali  dorso  plus  minusve  recta  lateribus  rotundatim  versus 
apicem  flexa  ac  Irans  medium  latcrum  asccndente.  Processus 
iutercoxalis  mesosterni  latus. 

(^.  Anteunae  corpore  longiores,  articulo  l"  piriformi 
elongato  oculos  attingcnte  vel  superante,  3*^ — flf>  longis,  IQO 
et  11*^  brevibus. 

$.  Antennae  elytrorum  medium  haud  altingentes,  articulo 
1^  piriformi  secundo  duplo  longiore,  hoc  latitudine  parum 
longiore,  S»— 8^  decrescentibus,  9o — 11»  latioribus,  9''  et  11« 
longitudine  tertii  vel  eo  longioribus,  10'^  uouo  trienle  breviore. 

Typus:  Mecocerina  xenoceroides  sp.  nov. 

Sictt.  entomol.  Zeit.  1896. 


165 

Ich  muß  diese  GtiUung  erriL-hlea,  um  zwei  Arien  uuler- 
hriugeu  zu  können,  wek-lie  in  keine  der  bisherigen  Gattungen 
passen;  nämlich  Aconjtius  amabiiis  Pasc,  und  die  hier  nach- 
l'ülgend  beschriebene  neue  Art.  Vielleicht  wird  amabiiis  später 
in  eine  eigne  Gattung  gebracht  werden  müssen;  im  ,^  von 
amabiiis  ist  nämlich  das  zweite  Fühlerglied  sehr  kurz  imd 
die  Glieder  3,  4  und  5  sind  der  Länge  nach  eingedrückt, 
während  im  ,j  von  M.  xenoceroides  das  zweite  Glied  der 
sehr  viel  längern  Fühler  nur  etwas  kürzer  als  das  dritte  ist, 
welches  ebenso  wenig  wie  das  vierte  Glied  einen  Längs- 
eindriuk  hat;  in  beiden  Geschlechtern  von  M.  amabiiis  ist 
der  Forlsatz  des  Mesosternums  zwischen  den  Hüften  in  der 
Mitte  der  Länge  nach,  besonders  am  Oberrande,  erhöht,  in 
der  neuen  Art  dagegen  ist  der  Fortsatz  gleichmäßig  und 
äußerst  schwach  konvex. 

In  der  Form  des  Kopfes,  der  Augen  und  des  Rüssels 
erinnert  diese  Gattung  an  Mecocerus  Schönh. 

48,   Mecocerina  xenoceroides  sp.  nov. 

,j  $.  M.  uiger;  subtus  griseo-albo-pubescens,  unicolor; 
supra  pube  olivacea  tectus,  lineis  griseo-albis  ornatus.  Rostrum 
griseo-album,  partibus  elevatis  nigris  exceptis  basi  medio  late 
elevata,  hac  elevatione  canaliculo  mediauo  biparlita,  antrorsum 
gradatim  evanescente  utrinque  cariniformi;  hujus  elevatiouis 
causa  rostrum  ante  oculos  impressum  apparet;  dimidio  ai)ic'ali 
impressione  lata  intra  antenuas  fortiter  (,j^)  constricta  instruc- 
(iim;  rugato-punctatum,  lateribus  ante  oculos  carinula  arcuata 
notatum.  Caput  brevissimum,  pone  oculos  olivaceum.  An- 
tounae  (,^)  corpore  (cap.  excl.)  sextuplo  longiores,  articulo  2*^ 
apice  dilatato,   ($)   elytrorum  medium  haud  attingeutes. 

Prothorax  subcjliudricus,  latitudine  (medio  maxima) 
paruni  longior,  lateribus  sensim  rotundatus,  punctulatus,  carina 
dorso  recta,  lateribus  valde  oblique  antrorsum  et  versus 
inferum  arcuata;  tribus  lineis  angustis  griseo-albis  signatus, 
(iuabus  lateralibus  antrorsum  levissime  iuclinantibus. 

Elyira  subcjlindrica,  versus  apicem  paulo  angustiora, 
convexa,  dorso  haud  depressa,  striato-punctata;  margine  basali 
intra  suturam  et  striam  7am,  dimidio  basali  suturae,  linea 
disci  basali  in  interspatio  7'\  antice  cum  margine  basali, 
postice  (in  medio  elylrij  per  lineam  recte  transversam  saepe 
parum  undulalam  cum  vitta  suturali  connexa;  hoc  modo  elytra 
figura  quadratica  communi  per  vittam  suturalem  bipartita 
ornata  sunt;  praeterea  fasciola  transversa  postmediana  disci 
minuta,  saepe  abseute  (form,  typ.)  in  interspatio  3«  cum 
SlcU,  entomol.  Zeit.  1896. 


166 

figura  quadratica  plus  miuusve  coujuncüi,  lineola  sat  longa 
apicali  in  eodem  interspatio  in  pygidium  riigulosum  longi- 
tudine  panini  latius  abeunte,  griseo-aibis  signata. 

Pedes  elongati,  larsorum  anticoruni  articulo  prinio  (.j) 
tibiis  parum  longiore,  ($)  paulo  bveviore,  articulo  2^  brevi- 
tibiarum  apex  et  tarsi  nigri,  avliculo  primo  auteni  dimidio 
apicali  griseo-albo,      > 

Long.  81/ 2  ™ni,  rostr.  2,  eljtr.  51/2,  lat.  31/2. 

Hab.  Nord  Luzon  (J.  Whitehead,  18943.    l".^^  4  ?. 

49.   Directarius  convexipennis  sp.  nov. 

$.  J).  rufo-brunneus,  iufra  griseo-,  supra  brunneo-pubcsceus, 
griseo-signatus.  Rostruni  latitudine  brevius,  basi  cum  fronte 
convexum,  apice  depressum.  Caput  ad  oculos  parum  oblongos 
ac  obliquos  griseum.  Autenuae  ($!)  elytrorum  medium 
superantes,  articulis  9^ — 11  <>  sub-aequilongis,  nigro-brunneae, 
basi  rufae, 

Prothorax  slructura  ei  D.  signaii  Jord.  similis-  linca 
mediana  antice  subinterrupta,  duabus  maculis  iu  utroque  disco 
una  apicali,  altera  ante  carinam,  signaturaque  dorso-laterali 
irregulari  albo-griseis  notatus. 

Elytra  retrorsum  leviter  angustata,  convexa,  dorso  ad 
suturam  poue  basim  paulo  depressa,  striato-punctata,  inter- 
ppatiis  1"  toto,  3",  5»,  7«,  9"  lineolatim  albo-grisco-nolatis, 
lineolis  tribus  dorsalibus  Iransverse  dispositis  ante  declivitatem 
apicaleni  sat  conspicuis. 

Pedes  rufi,  tarsis  obscure  brunneis. 

Long.  31/2  vam. 

Hab.  Perak.     1  $. 

Diese  Art  ist  in  den  Flügeldecken  weniger  gestreckt  und 
mehr  gewölbt  als  J).  signatus  Jord.  Scheitel,  Stirn  und 
Rüsselbasis  sind  zusammen  gleichmäßig  gerundet,  wäiircnd  in 
P.  signatus  Stirn  und  Rüssel  in  einer  Ebene  liegen  und  einen 
abgerundeten  Winkel  von  etwa  70«  mit  dem  Scheitel  bilden. 
Die  Augen  sind  auch  mehr  liinglich  in  D.  convexipi'iniis  als 
in  D.  signafKs. 

50.    Stenocerus  testudo  Jckel  ab.  nigritarsis  ab.  nov. 

Vom  Vulkan  Chiriqui,  Panama,  habe  ich  drei  Exem- 
plare eines  Stenocerus  vor  mir,  welche  strukturell  nicht  von 
St.  testudo  Jekel  abweichen,  aber  einen  vollständig  schwarzen 
Kopf  und  Thorax  und  schwarze  Tarsen  haben.  Der  hell- 
tomcutirte  Ijasaltheil  der  Flügeldecken  erreicht  au  der  Naht 
die    Mitte    nicht    und    ist  einfach    breit   dreieckig.     Hell-tarsige 

StcU.  cntomol.  Zeit.  iSPi. 


167 

testudo  aus  Cenlral-Amerika  sind  mir  nichl  bcUai)iU  und  es 
ist  muu;licli,  daß  ab.  nigritarsis  eine  nördliche  Form  des 
süd-ameiikanisc'heu  typischen  Icsludo  Jekel  ist. 

51.    Stenocerus  paraguayensis  sp.  nov. 

$.  St.  fulvipedi  Germ,  colore  similh'mus.  Multo  minor; 
l>iothorace  cavina  laterali  levitei'  sinuata  antice  rotuudato- 
j)rüniineute;  elvtiis  dovso  ad  suturam  multo  profuudius  im- 
}>ressis,  basi  post  scutellum  ante  impressionem  fortius  trans- 
vcrse  elevatis;  processu  inlracoxali  mesosterni  latissimo,  alti- 
ludine  fere  duplo  latiore,  perpendieulari,  margine  supero 
lotundato  incrassato. 

Long.  9113  mm,  rostr.  2,  eh'tr.  6,  lat.   5. 

Hab.  Paraguay  (Dr.  J.  Bohls  leg.).     1  $. 

Durch  den  breiten,  senkrechten,  am  Oberrande  etwas 
verdickten,^  aber  nicht  höckerförmigen  (wie  in  St.  J'ulvipes 
Genn.,  testudo  Jekel)  Mesosternalfortsatz  von  allen  Stenocerus 
verschieden. 

52,    Gymnognathus  compar  sp.  nov. 

$.  G.  dorsonotato  similis,  rostro  cum  capite  toto  coccinoo, 
hoc  sine  vitta  fusca  mediana;  prothorace  trivittato,  autrorsus 
multo  fortius  angustato;  elytris  basi  Jatioribus,  sutura  late 
j)rofundeque  depressis  plaga  grisea  longiore  (ut  in  A.  discoidea 
Fahrs.),  macula  A-formi  apice  approximata  utrinque  intra 
suturam  et  striam  Si^im  extensa,  puncto  in  callo  apicali  sito 
cinereis,  absque  macula  coecinea  suturaH  apicali;  pygidio 
vitta  latisgima  mediana  coecinea  notato,  apice  medio  depresso 
utrimque  reflexo-bimucronato;  processu  intercoxali  mesosterni 
latiore;  segmento  anali  haud  spinoso,  tarsorum  articulo  l*^ 
breviore  distinguendus. 

Long.  S  mm,  elytr.  5i|.2,  lat-  3. 

Hab.  Oberer  Amazonenstrom.     1  ^. 

Der  Mittelkiel  des  Rüssels  ist  sehr  stark;  auch  auf  der 
Unterseite  ist  der  Längskiel  kräftig  erhöht  und  länger  als  in 
(j.  dorsonoiatus  Fahrs.,  besonders  weil  die  Seiten  des  Rüssels 
in  der  Verlängerung  der  Fühlerfurchen  eingedrückt  sind.  Die 
Mittellinie  des  Halsschildes  ist  hinten  etwas  verbreitert,  die 
Seitenlinien  sind  hier  etwas  nach  außen  gebogen,  füllen  den 
von  dem  Basalkiel  gebildeten  Winkel  aus  und  hängen  an  der 
Basis  mit  den  dicht  behaarten  Seiten  der  Vorderbrust  zu- 
sammen. Die  Decken  sind  stärker  eingedrückt  als  in  den 
verwandten  Arten;  die  Zeichnung  derselben  ist  ähnlieh  wie 
in  Analotes  discoidea  Fahrs.,  G.  dorsonotatus  Fahrs.,  G.  deco- 

Stett.  entomoU  Zeit.  1895. 


168 

7'afus  Perr.^iind  a.  A.;  auffällig  ist  besonders,  daß  hier  kein 
Fleck  an  der  Spitze  neben  der  Naht  steht.  Das  Pjgidinm 
ist  an  der  Spitze  gerundet  vertieft  und  beiderseits  in  eine 
kurze,  etwas  nach  oben  gerichtete  Spitze  ausgezogen;  das 
Mittelband  ist  von  der  Farbe  des  Küsseis  und  so  breit  als  in 
A.  discoidea  Fahrs.^    es  läßt   einen    nur   schmalen    Kand    frei. 

53.  [Gymnognathus  cincticollis  sp.  nov. 

(^  $.  G.  niger,  pube  luteo-alba  vestitus.  Rostruin  lali- 
tudine  apicis  paulo  longius  (sine  mand)  apieem  versus  parum 
dilatatum,  punctato-,  basi  longitudinaliter  rugulosum,  medio 
carinula  anlice  abbreviata  notatum,  acqualiter  sat  sparsim 
luteo-pubescens.  Caput  cum  rostro  ac  prothorace  rubrum, 
fronte  oeulorum  distantium  rotundatorum  longitudine  latiore, 
infra  ac  supra  ad  oculos  dense  luteo-pubescens,  fronte  medio 
carinulatum,  lateraliter  longitudinaliter  rugulosum.  Antennae 
prothoracis  basin  aut  (,^)  superantes  aut  ($)  attingentes, 
nigro-i'uscae^   articulis  duobus  primis  (,j)  rutis. 

Prothorax  latitudine  baseos  vix  longior,  subconicus,  carina 
basali  anteriore  recta,  lateribus  autem  parum  retrorsum  deinde 
angulo  recto  levissime  rotundato  antrorsum  flexa  medio  pro- 
thoracis abbreviata,  carina  posteriore  primae  purallela  medio 
late  interrupta,  instructus;  dorso  antice  parum  convexus, 
postice  linea  media  impressa  notatus;  tribus  maculis  basalibus 
post  carinam  majorem,  linea  transversa  ante  hanc  carinam 
sita  parum  concava,  altera  apicali  convexa  medio  angustata, 
utrisque  lineis  in  prosteruo  approximalis  ac  latioribus,  linea 
mediana  abbreviata  in  impressione  longitudinali,  luteo-albo- 
pubescentibus  oruatus. 

Scutelluni  album.  Elytra  cum  prothoracis  basi  obscure 
rufescentia  aut  subrufa;  macula  circumscutellari  usque  ad 
humeros  extensa  utrimque  interru])ta,  altera  marginali  sub- 
humerali,  interdum  eliam  puncto  apicali  grisco  albis;  signatura 
V-foi'nii  basali  elytris  communi,  gutta  laterali  antemediana 
brunneis  signata;  dorso  usque  ad  interspatia  (juinla  depressa, 
rufo-griseo  tomentosa,  interstitiis  alteruis  vcl  striis  saepe  griseo- 
pubescentibus. 

Pygidium  fuscum,  (,^)  longitudine  parum  angustius,  apice 
medio  subtruncalo  lateraliter  rotundato,  (-9)  brevius  quani  in 
(j),  apice  rotundato;   utrimque  vitta  alba  noiatum. 

Prosternum  vittis  transversis  prouoti  evanesceutibus  late- 
raliter notatum.  Mesosternum  macula  laterali  magna  alba, 
processu  intracoxali  retrorsum  gradatim  paulo  rotundatim 
angustato.      Metastei-num    subalbum,     lateribus     vitta    obliqua 

Stctt.  entomol.  Zeit.  1892. 


169 

brunnea  cum  puncto  latcrali  untcmediauo  clvlroium  continua 
abbreviala  cinctum.  Abdomen  lateribus  albo-maculaüim, 
maciilis  briinnco-circiimscriptis;  seiimenlo  anali  aj)icc  rutundato. 
Pedes  nigri,   femoiibus  apice  ruiis,  spari^im  griöco-pubesccnley. 

Long.  61/2  mm,  elytr.   4,  lat.  2i|jj. 

Hab.  Oberer  Amazonenstrom.     6  Ex. 

Der  Rüssel  ist  zuweilen  schwärzlich.  Die  beiden  Qiicr- 
bänder  des  Halsscliilde.s  lassen  die^e  Art  leicht  von  den  übrigen 
Spezies  unterscheiden. 

54.    Gymnognathus  robustus  sp.  nov. 

$.  G.  niger,  capitc  cum  rostro  et  prothorace  rufescen- 
tibus,  elytris  brunnescealibus. 

Kostrum  latitudinc  vix  longius,  apicem  versus  paulatim 
ampliatum,  crassum,  rugoso-punctatum,  carina  media  apice 
dilatata  obsolela;  cum  capite  utrimque  vitta  luteo-pilosa  ociilos 
supra  marginante  signatum.  Antennac  basi  et  apice  rufae, 
protlioracis  medium  vix  attingentes.  Oculi  anlice  oblique 
subtruncati. 

Prothorax  loiigitudine  latior,  conicus,  dorso  convexus, 
huea  transversa  ante  carinam  antebasalem  sita  utrimque  in 
anguio  huius  carinae  parum  latiore,  linea  secunda  utrinique 
in  medio  lateris  inl'erioris  incipiente  oblique  autrorsum  ascen- 
dente  prunotum  antice  marginante  ubi  tenuiore,  linea  tertia 
longitudinali  mediana  apice  abbreviata,  macula  antescutcllari, 
luteis  ornatus;  dorso  ante  carinam  et  in  linea  mediana  parum 
impressus;  carina  anteriore  basi  bisinuatae  parallela,  utrimque 
anguio  recto  apice  minutissime  rotundato  anhorsum  flexa, 
medio  lateris  abbreviata;  carinula  posteriore  i)rimae  ai)proxi- 
mata  et  parallela,  medio   late  interrupta,  sat  obsoleta. 

Scutellum  luteum.  Eljtra  prothorace  vix  latiora,  retror- 
sum  anguslata,  dorso  medio  usque  ad  striam  tertiam  parum 
impressa;  striis  i)unetatis  l« — 3*^  et  P« — 10"  diniidio  basali 
obviis,  dimidio  apieali  sicut  caeteris  striis  obsoletis;  impressione 
parva  basali  humerali,  iuterspatio  2^'  antice,  ö^  et  8"  pone, 
100  infra  humerum,  lineola  marginali  submediana,  stria  4"  pone 
basim  luteo-tomentosis. 

Pygidium  rufo-pubescens.  lateribus  puucis  pihs  griseis 
signatum,  latitudinc  basali  band  longius,  apicem  rotundatum 
versus  angustatum.  Processus  mcsosternalis  perpendicularis, 
latus,  apicem  subtruncatum  versus  vix  angustatus,  medio  apice 
parum  convexus.  Metasternum  lateribus  antice  et  postice, 
abdominis  segmenta  2» — i'^  macula    laterali    basali    triangulari 

Stett.  entomol.  Zeit.  1895. 


170 

liilei«.  Segmenlum  anale  utrirnque  spina  acuta  sat  longa 
armatum,  margine  apicali  mcdio  intra  spinas  rolimdato.  Pedes 
uigri,  sicut  corpus  infra  sparsim  gnseo-pubesceutes. 

Long.   71/4  mm,  elytr.  5,  lat.  31/4. 

Hab.  Para,  Brasilien.     1  $. 

In  der  Zeichnung  des  Prouotums  ähnelt  diese  Art 
G.  cinvticollis  m.  Das  Analsegment  ist  aber  jederseits  in 
einen  langen  scharfen  Zahn  ausgezogen. 

55.    Gymnognathus  acutangulus  sp.  nov. 

,^.  A  G.  cincticolli  sp.  nov.  difTert:  Rostro  sat  dense 
subochraceo-tomentoso  longiore;  antennis  multo  brevioribus 
prothoracis  medium  paulo  superantibus;  prothorace  conico 
longiore,  carina  antebasali  medio  levissime  siuuata  lateraliter 
fortius  retrorsum  deinde  angulo  acuto  antrorsum  flexa,  aliter 
colorato :  vitta  media  basal!  valde  abbreviala  triaugulari,  lineola 
basali  lalerali  obliqua,  linea  laterali  poue  oculos  incipienlc 
oblique  versus  prosternum  abeunte  luteis;  pygidio  breviore 
luteo-eircumcinto;  prosterno  utrirnque  vitta  indistineta  longi- 
tudinali  lutea  notato;  maculis  lateralibus  meso-  et  metasterni  et 
abdominis  male  expressis,  maculis  abdominis  conti uis;  processu 
mesosternali  intracoxali  lateribus  magis  rotundato;  segmento 
anali  apice  sublruucato  multo  breviore  quam  in  G.  cincticolli: 
femoribus  tibiarumque  basi  rufis. 

Long.  7  mm,  elytr.  4,  lat.  21/2. 

Hab.  Oberer  Amazonenstrom.     1  ,^. 

56.   Gymnognathus  clathratus  sp.  nov. 

$.  G.  niger,  pube  grisea  sparsim  vestitus.  Rostrum  apiecm 
versus  vix  latius,  latitudine  baseos  vix  longius,  medio  Iraus- 
versim  depressum,  rugoso-puuctatum,  basi  longitudiualiter 
oblique  rugulosum,  carina  media  obtusa  apicem  haud  attingeutc 
in  capite  gradatim  evanescente  iustructum,  sat  sparsim  luteo- 
tomentosum,  subnigrum  htc  et  inde  cum  basi  mandibularum 
rufum.  Caput  plaga  magna  triangulari  rufa  utrirnque  in  fronte 
carinulis  antice  gradatim  approximatis  ac  vitta  lutea  super- 
ciliari  determiuata,  infra  oculos  lineola  alba  notatum;  fronte 
latissima  oculi  latitudine  plus  duplo  latiore.  Antennae  nigrae, 
articulo  basali  rufescente,  clava  brevi  lutea,  prothoracis  medium 
paulo  i,^)  aut  non  ($)  superantes. 

Prothorax  conicus  latitudine  haud  longior,  basi  fortiter 
bisinuatus,  carina  antebasali  anteriore  valde  elevata  basi 
parallela,  lateribus  angulo  recto  haud  rotundato  antrorsum 
ilcxa  ante  medium  abbreviata;    carioula  posteriore    dorso  lata 

Stett.  cntomol.  Zeit.  1895. 


171 

cum  prima  conflua  apparente;  medio  anlo  carinam  iniprcssus, 
i^uk'O  Iransverso  mediano  coucavo  instriiclus,  his  iinpressioiiibiis 
ac  tribus  maeulis  basalibus,  macula  angulilbrmi  iitrimque  in 
anguio  cariuae  sita,  fasciola  obliqua  basali  utrimque  in  dorso, 
autiee  cum  linea  transversa  coullua,  vitta  transversa  infero- 
laterali  apicah',  macula  postmediana  infero-Iaterali  iuteo- 
[)ubescentibus;  dimidio  apicali  pronoti  rui'o. 

ScutelUim  subpentagonale,  apice  rotuudatum,  luteo-album. 
Elytra  retrorsum  angustiora,  subrufa,  regione  scutellari  parum 
elevala  nigra,  medio  sat  depressa,  callo  humerali  et  gutta 
laterali  poslhumerali  nigris,  griseo-rufo-pubescentia,  iuterspatiis 
alternalis  basi  luteo-tomentosis,  striis  ipsis  saepe  griseo- 
pubescentibus. 

Pygidium  brunueum  latitudine  vix  longius,  postice  an- 
gustius,  lateribus  rectis,  apice  emarginalo,  augulis  spinosis, 
liuca  media  angusta  alba. 

Processus  mesosternalis  latus,  a  medio  sat  abrupte  an- 
gustatus,  apice  truucatus.  Metasternum  lateribus  album,  vitta 
transversa  in  plaga  alba  sita  brunnea  uotatum.  Abdomen 
lateribus  albo-maculatum;  segmeutum  anale  (r^)  medio  pla- 
natum,  rut'cscens,  in  utroque  sexu  lale  emarginatum  ac  fortitcr 
bispinosum.     Pedes  uigri. 

Long.   7  mm,  eljtr.  41/25  ''^t.  S^j^. 

Hab.  Oberer  Amazonenstrom.     1   3^,  1  $, 

57.    Gymnognathus  ornatus  sp.  nov. 

.^.  G.  clathrato  similis,  sed  rostro  apice  conspicue  dila- 
tato,  longiore;  area  capitis  rufa  antice  latiorc  haud  triangulari; 
antennis  protboracis  basin  attiugentibus,  clava  fusca  clongata; 
prolborace  minus  conico,  cariiia  lateraliter  valde  rolundatim 
antrorsum  flexa,  parte  laterali  declivi  band  recta,  toto  mar- 
gine  antico  luteo-ciliato,  linea  mediana  coinplcla  impressa 
utrimque  impressioue  dorsali  antemediana  irregulavi  cum  linea 
mediana  hiteo-piloba  oblique  versus  carinam  ramum  emittente, 
duabus  maeulis  basalibus  in  utrisque  lateribus,  una  dorso-, 
altera  infero-Iaterali,  hac  macula  cariua  bipartita,  macula  trans- 
versa infero-Iaterali  antemediana  in  prosterno  evanescente, 
supra  cum  signatura  dorsali  plus  minusve  conflua;  scutello 
basim  versus  angustato;  elytris  magis  elongatis,  basi  minus 
olevatis,  striis  griseis  basi  ex  parte  densius  pubescentibus, 
interstitio  quinto  basi  luteo-pilosoj  pygidio  niediu  cariuato; 
processu  meso.^ternali  angusto,  apice  medio  parum  impresso, 
subpcrpendiculari;  maeulis  metasterni  et  abdominis  lateralibus 
flavo-albis;     abdomine     praeter    maculas     laterales    bene    cir- 

Stett.  entomol.  Zeit.  1895. 


172 

cuinscriplas  utrimque  in  segmcntis  triljiis  basalibiip  maciila 
alba  notato;  segmeutis  4»  et  5«  luteo-pubesecnlibus,  illo  apice 
medio  luberculato,  hoc  lateribiis  ad  pygidium  albo-margiuato 
apice  profunde  sinuato  ac  foititer  bispinoso. 

Long.  8  mm,  eljtr.   b^j^-,  ^'^^-  '^^U- 

Hab.  Oberer  Amazonenstrom.     1   ^. 

58.    Gymnognathus  bohlsi  sp.  nov. 

$.  G.  ornato  Jd.  affinis,  sed  prothorace  praeter  maculas 
laterales  quinque  lineis  longitudinalibus  griseis  ornato,  eljtris 
grisoo-striatis  spatio  cruciformi  sine  pube  grisea  sat  conspicua 
signatis,  pvgidio  linea  media  teuui  grisea  et  iitriuque  maoula 
basali  lutea  notato  distingueudus. 

Long.  6i|2  mm,  elytr.  41/4,  lat.  Si/j. 

Hab.  Paraguay  (1  $;  Dr.  J.  Bohls  leg.). 

Wie  in  dem  Männchen  von  G.  ornafus  sp.  nov.  trägt 
hier  der  vorletzte  Hinterleibsring  einen  kleinen  Höcker  in  der 
Mitte  des  Hinterrandes;  von  dem  Höcker  des  Analsegmenls, 
der  im  ,^  von  G.  ornatns  vorhanden  ist,  ist  hier  (im  $) 
nichts  zu  sehen,  und  der  Höcker  ist  jedenfalls  ein  Männchen- 
Ciiarakter. 

Die  Spitze  des  Rüssels  ist  roth,  wie  der  Kopf.  Die 
Zeichnungen  des  Halsschildes  sind  nicht  verlieft;  auf  dem 
Rücken  befindet  sich  eine  nicht  abgekürzte  Mittellinie,  die 
nach  der  Basis  zu  ein  wenig  breiter  wird,  ferner  jcderseits 
eine  grade  weder  den  Vorderrand  noch  den  Basalkiel 
erreichende  Linie;  eine  dritte  läiitY  schräg  vom  Vorderrande, 
arade  hinter  den  Augen  beginnend,  den  Rand  selbst  nicht 
ganz  erreichend  und  vorn  kurz  hakenförmig  umgebogen,  nach 
der  Stelle  des  Basalkieles,  wo  die  zweite  Linie,  wenn  ver- 
längert, den  Kiel  treffen  müßte;  jcderseits  an  der  Basis,  etwas 
entfernt  von  dem  Seitenwinkel  des  Kiels,  steht  ein  dreieckiger 
Fleck;  auf  der  Unterseite  befindet  sich  gleichfalls  jcderseits 
an  den  Hintereeken  der  Vorderbrust  ein  Fleck,  der  sich 
schräg  nach  oben  und  vorn  über  den  Seitentheil  des  Kieles 
hinweg  hinzieht  und  fast  den  freien  Theil  des  Hakens  der 
dritten  Linie  erreicht;  außerdem  trägt  die  Vorderbrust  vorn 
jcderseits  einen  runden  gelblichen  Fleck,  und  ist  von  dem 
Zwischenhüftenfortsatz  an  dichter  grau   behaart. 

Da  in  den  nächst  verwandten  Arten  die  Geschlechter 
oleich  gezeichnet  sind,  so  kann  die  gegenwärtige  Art,  welche 
k'h  zu'.?  Ehren'C  des  Herrn  Dr.  J.  Bohls,  der  bekanntHch  den 
beriihmteujj' Lungenfisch  Lepidosiren  parailoxus  wieder  auf- 
eefimdcn  hat,  benannt  habe,  kaum  das  Weibchen  zu 
U.  ornatus  m.  sein. 
StoU.  entomol.  Zeit.  1895. 


173 

59.    Gymnognathus  flexuosus  sp.  uov. 

(J.  G.  obscure  rufus,  rulb  pubescens,  albo-signatus.  Rostrum 
latitudine  basali  pariim  longius,  supra  anlennavum  sulcos 
matiiios  trianguläre  levissinie  roliindatiim,  apice  ipso  subito 
paiilo  dilatatiim,  vugulosum,  basi  medio  teuuiter  cariiuiliini, 
cum  capite  ruguloso  utrinque  vitta  hitea  notaturn. 

Antenuae  corpore  triente  breviores,  nigrae,  articulis  1" 
niiuuto,  2"  pvriformi  latitudine  duplo  lougiore,  caeteris  com- 
pressis,  3^  longiorc,  tribus  ullimis  latis,  10"  longitudine  l'ere 
duplo  latiore,  11"  apice  emarginato  subbispinoso. 

Protborax  couicus,  parum  latior  quam  longus,  maxima 
laliludiuc  ad  unguium  rectum  carinae  antebasalis  medium 
latoris  protboracis  liaud  attingeutis  dorso  rectae,  longitrorsum 
dcnse  (apice  ipso  excepto)  striolato-rugulosus,  vitiis  tribus 
luteo-albis  signatus:  mediana  postice  parum  dilatala,  utrinciuo 
laterali  postice  cum  latere  infero  eadem  pube  vestito  contlua. 
Scutellum  luteo-album,  postice  rotuudatum,  versus  basim  an- 
gustatum, 

Eljtra  convexa,  retrorsum  leviter  angustata,  ponc  mar- 
ginem  basalem  transverse  depressa,  striato- punctata,  inter- 
spatiis  dcnsissime  subtilissime  granulosis,  macula  transversa 
marginem  basalem  occupante  ad  bumeros  interrupta,  lata, 
versus  scutellum  angustiore,  vitta  suturali  basali  continua, 
cum  fascia  primo  parum  oblique  versus  posticum  usque  in 
medium  elytri  abeunte,  dcinde  (ad  striam  4am)  rotundatim 
versus  latus  et  parum  versus  anticum  flexa  supra  metasterui 
apicem  elytri  marginem  lateralem  attingente  fascia  altera  ante- 
apicali  aequilata  complcta,  guttaque  apicali,  albis. 

Pvgidium  latitudine  longius,  lateribus  rectis,  apice  trun- 
cato,   medio  albo-luteo-vittatum. 

Subtus  subalbus;  macula  laterali  metasterni,  altera 
segmenti  primi  abdominis,  tertia  scgmeuti  analis,  praeterea 
l)iinctis  lateralibus  minutis  segmentorum  2" — 4"  rufis.  Pedes 
sparsim  albo-pubcscentes,  femoribus  lutco  rulis;  tibiis  fuscis, 
tarsis   subnigris,  s 

Long.  41/.,  mm,  elytr.  3,  lat.  I2I3. 

Hab.  Oberer  Aniazonenstrom.     2  ^. 

In  der  Form  der  Füblcrglieder  stimmt  dieses  Tbier  besser 
mit  Systaltocerus  als  mit  Analotes  und  Gijmiwgiialhua  ilbor- 
ein;  icb  ziebe  aber  vor,  dic-e  und  die  folgende  Art  zu  (him- 
notjnullius  zu  stellen,  da  aucb  in  andern  Arten  dieser  s|)äter 
aufzulosenden  Gattung  Abweicliungen  in  der  Füblerbiidung 
vorkommen. 

.StclL  cntomol.  Zeit    1895. 


174 

Eiu  Exemplar  von  demselben  Fundorte,  welches,  wie  ith 
glaube,  zu  dieser  Art  gehört,  weicht  von  dem  Typus  in  den 
folgenden  Punkten  ab:  Rüssel  räch  der  Spitze  hin  flach 
eingedrückt;  Fühler  fast  von  Körperlänge,  Rückenkiel  des 
Halsschildes  nicht  grade,  sondern  seitlich  deutlich  konvex;  der 
Seitenwinkel  des  Kiels  ist  etwas  größer  als  ein  rechter;  das 
basale  Viertel  der  Deckennaht  ist  nicht  weiß;  die  erste  Quer- 
binde beginnt  im  ersten  Viertel  der  Decke  frei  zwischen 
dem  zweiten  und  dritten  Streifen;  das  Pjgidiurn  und  der 
letzte  Ilinterleibsring  sind  nicht  einfach  abgestutzt,  sondern  die 
Ecken  ragen  als  schwache  Zähnchen  vor;  auf  der  Unterseite 
herrscht  die  braune  statt  der  weißen  Farbe  vor;  die  Reine 
sind  viel  dunkler,  die  Schenkel  fast  schwarz. 

Trotz  dieser  Unterschiede  k;uin  ich  das  Thier  nicht  arllich 
von  G.  Jlexuosus  trennen  bis  ich  größeres  Material  habe. 

60.   Gymnognathus  variicornis  sp.  uov, 

(^.  A  specie  praecedcnle  diflert:  prothorace  breviore  an- 
trorsum  multo  minus  angustato  maxima  latitudine  pone  medium, 
dense  granulato-rugato,  vittis  lateralibus  magis  obliquis  autice 
abbreviatis,  ])raeterea  vitta  laterali  subapicali  oblique  ab  infero 
versus  dorsum  ascendente  pone  oculum  abbreviata,  margiuem 
apicalem  haud  atlingenle,  noialo;  carina  dorsali  busi  parallcla, 
i.  e.  utrinque  convexa;  elytris  dorso  parum  depressi.s  macuki 
basali  intra  strias  3ara  et  oam  sinuata,  ad  suturam  dilatata, 
macula  antemediana  triangulari  intra  strias  lam  et  4am,  ])uncto 
laterali  antemediano,  macula  postmediana  elongata,  obliqua, 
a  Stria  1^^  ad  5am  extensa  saepc  cum  puncto  altero  laterali 
anteapicali  connexa  fasciiformi;  vitta  pygidii  latiore;  iufra 
sparsim  albo-pubescente,  lateribus  luteo-albo-maculatis;  femori- 
bus  subnigris. 

Long.  4  mm,  clytr.  2^/3,  lat.  i^j^. 

Hab.   Oberer  Amazonenstrom.     7  ,^. 

Die  Fühler  variiren  in  den  sieben  vorliegenden  Exem- 
plaren (alle  Männchen)  von  über  dopi)eller  herab  zu  halber 
Kör])erlünge;  die  Glieder  der  kurzen  Fühler  sind  sehr  breit 
und  flach  und  tragen  jederseits  einen  Eindruck.  Die  Mittel- 
binde des  Halsschildes,  welche  oft  sehr  stark  verkürzt  ist, 
ist  an  dem  Kiel  durch  eine  weiße  Behaarung  nach  den 
Seiten  hin  fortgesetzt.  Die  Zeichnung  der  Decken  ist  nicht 
konstant;  recht  autfällig  sind  die  beiden  neben  der  Naht 
vor  der  Mitte  stehenden  Flecke,  welche  vorn  grade  abge- 
schnitten sind. 

SteU.  enlorool.  Zeil    1895. 


175 

'  61.   Nessiara  flavosignata  sp.  nov. 

f^  $.  N.  nigra,  cinereo-pubescens,  uigro-  et  ilavo-signata. 
Rostnini  longitudiue  fcrc  diiplo  latius,  riigulosiim,  absquc 
carina  mediana;  laleribus  versus  apicem  valde  rolimdalo- 
angustatis,  supra  antennas  paruni  ampliatis.  Caput  linea 
oceipitis  mediana  et  utvinque  macula  ad-oculari  flavis  signaluni. 
Oculi  valde  oblongi,  in  (r^)  magis  quam  in  (?)  approximati; 
frons  triangularis.  Antenuae  brunneae,  medio  albo-grisco- 
pubeseentes,   avticulis   I^  et  2^  rufis. 

Prothorax  hilitudine  quinta  parte  longior  (in  /^  longior 
quam  in  $)  Iateiil>ns  a  medio  ad  apicem  angustatis,  ante 
augulos  postieos  subliliter  emarginatis,  carina  dorsali  paulatim 
convexa,  medio  leviter  sinuata,  lateralitcr  rotundatim  versus 
apicem  et  parum  versus  latus  inferum  flexa,  cinereo-  et  nigro- 
variegatus,  gutta  antescutellari  luteo-alba,  lineola  brevi  mediana 
ante  carinam,  gutta  parva  laterali  mediana,  maculaqne  majore 
irregulari  iiifero-laterali  etiam   mediana  flavis  signatus. 

Elytra  versus  apicem  leviter  angustiora,  ad  suturam 
sensim  depressa,  interspatiis  3o  et  4*^  praecipue  ad  basim 
parum  elevatis,  margine  basali  rufescente  intra  scutellum  et 
striam  4»™  valde  rotundato-producto,  striato-punctala,  inter- 
spatiis 1»,  3",  50,  7^,  9"  uigro-tessellalis,  3"  lineola  mediana 
ilava  conspicua,  liic  et  inde  liueolis  flavis  minutis.  Pjgidium 
granuloso-punctatum,  basi  utrinque  puncto  flavo  notatum. 

Corpus  infra  punctis  magnis  haud  densis  instructum; 
metasterni  episternis,  abdominis  scgmcntorum  basalium  lateribus 
llavo-pubescentibus.  Pedes  brunneo-uigri,  griseo-pubesccntes, 
libiis  nigro-triannulatis. 

Long.  91/2   »im,  elylr.   6,  lat.  Si/o. 
Hab.  Perak.     3  ,^,  2  $. 

Aehnelt  in  der  Gestalt  der  Apatenia  tessellcUa  Kirsch, 
hat  aber  einen  viel  kurzem,  nicht  gekielten  Rüssel  und 
unterscheidet  sich  leicht  durch  die  stark  gerundeten  nicht 
scharf  spitzwinkligen  Seiteuwinkel  des  Halsschildkieles,  stärker 
punklirt-gestreifte  Decken  und  durch  die  in  obiger  Be- 
schreibung angegebenen  gelben  Flecke.  Von  den  echten 
A'e.s.siam- Arten  weicht  die  neue  Art  durch  die  kürzere 
liehaarung  der  Fühler  und  Beine  und  durch  die  nicht 
kiell'ürmig,  sondern  breit  und  schwach  erhöhte  Mitte  der 
Unterseite  des  Rüssels  ab.  Der  Rüssel  trägt  in  frischen 
Stücken  auf  der  Oberseite  eine  weiße,  .seidenartig  glänzende 
BehaaruDg. 

Stelt.  entomol.  Zeit.  1895. 


176 

62.    Phaulimia  lineata  sj).  nov. 

Ph.  biuiinea,  cinereo-pubescens.  Rostrum  lateribus  aiiie 
autennas  rectis  cum  capite  ruguloso-punctatum,  sparsim  luteo- 
pubesceus.  Caput  ad  oculos  et  iu  medio  luleo-pubesceus, 
geiiis  griseis.  Oculi  valde  distantes,  leviter  obliqui,  iufra 
versus  anteunas  truueati.  Auteuuac  prothoraeis  basin  suj)eraute.s, 
brunneae,  articulis  1«,  2»,  7o,  8"  pallide  rufis,  8"  loügitudine 
noni,  boc  latitudine  longiore. 

Proihorux  eonvexus,  conicus,  longitudine  triente  latior, 
maxima  latitudine  ad  carinam  basi  approximatani  el  parallelam, 
medio  leviter  eoncavani,  laleraliter  angulo  recto  apice  rotun- 
dato  usque  ad  medium  protboracis  asceudenlem^  margine 
apit'ali  rotundato  ac  cariua  tenuiter  cinereo-margiuatis,  liuea 
mediana  angustissima  medio  interrupta  et  multis  signaturis 
disci  coulluis  cinereis;  cum  ehtris  subtilissinie  densissime 
rugulosus. 

Scutellum  cinereum.  Elvtra  pone  basim  magis  couvexa, 
retrorsum  declivia,  subtilissinie  seriatim  punctata,  margine 
basali  reflexo  et  9  — 10  lineis  in  utroque  eljtro  bic  et  inde 
interruptis,  duobus  punctis  anlemedianis  et  duobus  postmedianis, 
dorsalibus,  macula  luniformi  upicali  transversa,  cinereis  signata. 
Pjgidium  rolundalum,  lere  totum  luteo-cinereum. 

Corpus  infra  cinereum.  Pedes  rufo-brunnei,  femoribus 
tibiisque  medio  obscurioribus. 

Long.  22/3  mm,  lat.   I2I3. 

Hab.  Perak. 

Ist  von  Ph.  rufescens  Jord.  am  leicbtesten  durcli  die 
regelmäßigen  grauen  Linien  der  Flügeldecken  und  durcb  die 
ziemlicb  dicbt  stebenden,  unregelmäßigen,  zusammenfließenden 
Flecken  der  Scheibe  des  Halsscbildes  zu   unterscheiden. 

Gibber  gen.  nov, 

A  genere  Jlypseus  Pasc,  diclo  differt: 

Rostro  basi  magis  constricto,  intra  anlennas  lateribus 
rotundato:^  oculis  valde  elevatis  maxima  alliludine  postice, 
valde  obliquis,  compressis;  clava  autennarum  angustiore;  carina 
j)ro(horacis  basi  longe  remota  pone  secundum  trieutem  lon- 
gitudinis  sita,  lateraliter  vix  antrorsum  flexa;  eljtris  parallela, 
apice  rotundato-truiicata,  tuberculata;  processu  mesosternali 
lato  brevi;  pedibus  ut  in  Ilypseo. 

Tjpus:  (j.  tuberciildtus  sp.  nov. 

In  der  Stellung  und  F'orm  des  Halsschildkielcs  erinnert 
diese  Gattung  ganz  an  Directarivs  Jord.,  hat  aber  den  Rüssel 
ähnlich  gebildet  wie  Uypseus  und  Phaulimia  Pasc.    Die  Unter- 

6tett.  euloniul.  Zuit.  1895. 


177 

schiede  der  letzleru  beiden  Galtungeu  voa  eiuauder  sind  sehr 
schwach  und  werden  sich,  wenn  erst  die  große  Zahl  der 
hierher  gehüiigen  kleinen  ^4/>rt/e/iirt-artigeu  Authribiden,  die 
in  den  Sammhingen  unbenannt  stecken,  bekannt  gemacht  ist, 
kaum   als  stichhaltig  erweisen. 

Der  Rüssel  und  die  Stirn  der  neuen  Gattung  liegen  fast 
in  derselben  Ebene  und   bilden  einen  Winkel  mit  dem  Scheitel. 

63.  Gibber  tuberculalus  sp.  nov. 

G.  brunueus,  pube  luteo- cinerea  variegatus.  Rostrum 
lalitudine  t'ere  dimidio  brevius,  apice  truncatum,  angulis 
rotiindis;  linea  mediana  ad  occiput  ascendente,  macula  anguli- 
t'ormi  antice  concava,  ejus  apice  in  linea  mediana  sito, 
transverso,  sicut  caput  circa  oculos  sat  longe  luteo-cinereo- 
pubescentibus.  Antennae  pallide  rufae,  clava  brunnea,  pro- 
(horacem   vix  superantes. 

Profhorax  lutitudine  triente  brevior,  a  carina  versus  basim 
et  apiccm  valde,  ad  apicem  ipsum  sat  subito  angustatus, 
couvexus,  dorso  medio  levissime  planatus  et  tuberculo  minuto 
instructus,  densissime  subtilissime  granulosus,  fusco-  et  ciuereo- 
varius,  linea  tenui  laterali  antemediana  obliqua  albidiore. 

Elytra  prothorace  haud  latiora,  sutura  versus  apicem 
sat  late  depressa,  striato-punctata,  basi  truncata,  humeris  parum 
elevatis,  in  utroque  eljtro  2  tuberculis  dorsalibus:  uno  basali 
crisliformi,  altero  postmcdiano  sat  parvo,  notata;  praeterea 
interspalio  .5o  ante  apieem  leviter  elevalo;  fusco  et  luteo- 
cinereo-variegata,  macula  minuta  obliqua  humerali  conspicuore; 
sutura  fusca,  griseo-subtessellata. 

Pygidium  rotundatum,  latitudine  paulo  brevius,  luteo- 
ciuereum,  basi   fusco-trimaculatum. 

Corpus  infra  fusco  et  cinereo  variuni,  Pedes  cinereo- 
annulati. 

Long.  S'^/a   mm,  lat.  l'^j^. 

Hab.  Perak  (2  Stücke,  ,S'0- 

64.    Habrissus  asellus  (Dohrn   i.   coli.)  sp.  nov. 

4.  H.  nigro-bruimcus,  fusco-el  cinerco-pubescens.  Rostrum 
basi  levissime  tri-carinulalum,  nnte  oculos  lalc  impressum. 
Caput  medio  carinatum,  carina  intra  oculos  sat  alta.  Antennae 
rufae,  articulis  9»  et  10'^  brunneis,  11"  luteo.  Elytra  striato- 
punctata,  grisea,  plaga  scutellari  sat  magna^  fascia  lata  ante- 
mediana,   obliqua,    transversa,    mullis    lineolis    anteapicalibus 

Slett.  enlomol.  Zelt.  1P05.  ]^2 


178 

plus  niinusve  confliiis  fuscis.  Pjgidiiim  loiigitudine  lalius, 
apice  rotimdato-tnincatum,  medio  carinatum,  cinereum,  plaga 
mediana  fusca  notatum. 

Corpus  iufra  cinereum ;  episternis  metaeterni  dense  fortiter 
punctatis-  pedibus  rufo-brunneis,  cinereo-pubesceiitibus,  tibiis 
apice,  tarsorum  articulis  1^  apice,  2°,  3"que  totis  bruuneo- 
uigris. 

Long.  ()  mm,  eljtr.  41/3,  lat.  21/2. 

Ceylon  (Typus  in  Mus.  Stettin;   2  $). 

Kommt  in  Größe  dem  //.  omaiHoides  Pasc,  ungefähr 
gleich.  Die  Hauptkennzeichen  von  asellus  m.  sind  der 
schwächer  gekielte  und  vor  den  Augen  stärker  eingodrücktc 
Rüssel,  das  helle  Endglied  der  Fühler  und  die  Zeichnung  der 
Decken.  Das  Halsschild  ist  fast  wie  in  H.  sellatus  Lac,  den 
Lacordaire  von  C.  A.  Dohrn  erhielt,  gebildet;  es  ist  etwas 
kürzer,  deutlich  stärker  gewölbt,  die  Seiten  sind  mehr  ge- 
rundet, der  Kiel  springt  seitlich  weniger  hervor,  ist  weniger 
stark  nach  vorn  umgebogen;  die  Zeichnung  des  Halsschildes 
ist  eine  sehr  unbestimmte:  einige  mehr  oder  weniger  zusammen- 
geflossene Seitenfleeke  und  eine  in  der  Mitte  unterbrochene 
Mitltlbinde  sind  aschgrau  und  heben  sich  nur  sehr  schwach 
von  der  bräunlichen  Grundfarbe  ab.  Die  Flügeldecken  sind 
vom  ersten  Drittel  ab  nacii  hinten  hin  abschüssig;  die  abwech- 
selnden Zwischenräume  der  kräftigen  Punktstreifen  sind 
schwach  erhaben;  der  große,  dunkle,  gemeinsame  Basallleck 
ist  im  Typus  zweilappig,  ziemlich  scharf  umschrieben,  und 
von  der  gemeinsamen  dunklen,  bogenförmigen  Querbinde 
getrennt,  während  er  in  einem  zweiten  Exemplar  mit  der 
Binde  zusammenhängt;  in  den  hell  tomenlirten  Theilen  stehen 
dunkle,  in  den  dunkel  tomentirten  helle  Fleckchen,  Die  Seiten 
des  Prosternums  sind  sehr  kräftig  punktirt. 

65.    Habrissus  fasciatus  sp.  uov. 

$.  Ji.  niger.  Rostrum  fortiter  tricarinatum  fusco-pubes- 
cens,  carina  mediana  in  verticem  usque  ascendente.  Caput 
supra  lutosum,  genis  albo-cinereis.  Antennae  elytrorum  basin 
superantes  brunneo-nigrae.  Prothorax  ut  in  //.  sellato  Lac, 
brcvior,  dorso  ante  carinam  fortius  depressus,  subtiliter  punc- 
latus,  fuscus,  inconspicue  cinereo-albo-signatus,  quinque  gullis 
minutis  transverse  dispositis  medianis  magis  conspicuis. 

Elytra  breviora  quam  in  H.  sellato,  postice  magis  an- 
gustata,  ad  suturam  poslicc  parum  impressa,  olivaceo-nigra, 
interstitiis  striarum  punctatarum  alternatim  albo-tcssellatis, 
tertia  parle  apicali  subargenteo-pubescente  fa^ciam  irregulärem 
transversam  et  nonnulias  gutlas  nigras  ineludeute. 

Stclt    enlouiol.  Zeil.  1895. 


179 

Pygidiiiin  elongaliiin,  apicem  versus  angustatum,  latitudine 
parum  loagius,  subaigonteo-pubescens,  apice  macula  nigra 
iiotatum. 

Corpus  infia  ciuereo-albo-tomentosum;  prosterno  fere 
hievi;   tibiis  apice,   larsorum    articulis  3"  et  4»  bninneo-nigris. 

Long.  91/0  mm,  eljtr.  ßi/o,  lat.   4i/.. 

Hab.  Malacca.     1   $. 

66.    Apolecta  depressipennis  sp.  nov. 

,^$.  A.  aspericolli  Kirsch  aftinis;  cariua  mediana  fron- 
lali  minus  elevata;  capite  cum  prothorace  utriuque  vitta  dor- 
sali  iuteo-fulva  continua  nolato;  prolliorace  minus  punclalo; 
ol}  Iris  sublilius  striato-punctatis,  minus  nigro-variegatis,  dorso 
fortius  depressis,  interspatiis  2»,  3",  4"  pone  basin  fortius 
elevatis  nigro-tomentosis,  ante  partem  declivem  apicalem  ma- 
cula tranversa  nigro-veiutiiia  intra  slrias  2aiii  et  ßa»'  expansa 
augustiore  siguatis,  processu  mesosternali  latiore,  distinguendus. 

Hab.  Borneo.     3  ^,  2  $. 

Es  mag  sich  l)eim  Vergleich  einer  größern  Reihe  von 
Exemplaren  von  A.  aspericolHs  Kirsch  und  depressipennis  m. 
herausstellen,  daß  wir  es  hier  doch  nur  mit  der  Borneensischcn 
Lokalform  des  aspericolHs^  der  sich  in  Malacca  und  Sumatra 
lindct,  zu  tliun  haben,  und  daß  die  neu  beschriebene  Art  end- 
gültig als  Subspecies  unter  dem  Namen  A.  aspericolHs  de- 
pressipennis Jord.  zu  stehen  haben  wird.  Li  den  5  Exem- 
plaren der  einen,  und  den  4  der  andern  Art,  welche  in  unserer 
Sammlung  sind,  zeigen  sich  die  angegebenen  Unterschiede  aber 
konstant. 

67.    Apolecta  puncticollis  sp.  nov. 

?.  A.  nigra,  pube  cinerea  vcstila,  fusco-variegata.  Rostrum 
cum  capite  et  prothorace  dorso  luteo-cinereo-pubescens,  intra 
antennas  utriuque  minus  <(uam  in  A.  aspericolli  Kirsch  ele- 
vatum, pone  haue  clevalionem  levius,  haud  abrujjle,  trans- 
verse  Impressum,  lateraliter  et  infra  uigrum,  ante  oculos  dense 
crasse  ruguloso-punctatum.  Caput  dorso  ruguloso-granulatum. 
Antennae  nigrae,  corpore  paulo  longiorcs. 

Prolhorax  latior  quam  in  A.  aspericolli  Kirsch,  lateribus 
sensim  rotundatus,  dorso  longitudiualiter  biimpressus,  medio 
elevatus,  dense  fortiter  granulato-puuctatus,  carina  dorsali 
minus  quam  in  asperiroUi  Kirsch,  nietneri  Lac,  jatana  Jord. 
arcuata,  basi  medio  minus  approximata. 

Stett.  entomol.  Zeil.  1896,  j^2* 


180 

Eljtra  regulariter  convexa,  postice  legulariter  rotuüdato- 
declivia,  interspatiis  4^  et  5o  basi  snturaque  depres.sis,  brunnco- 
nigro-tessellata,  guttiilis  mcdio  parum  densius  sitis. 

Pjgidiuni  laüUidiiie  parum  brevius,  luteo-cioereum,  medio 
longitrosum  inipressum,  niargine  laterali  utrinquc  ante  apiccni 
elevalo-penicillalo. 

Iiifra  fere  unicolov,  punclis  (in  metasteruo  grossis  dispersis) 
iüstructa;  processus  mesosternalis  lateraliter  canaliculalus, 
medio  convexus,  subtuberculatus-  segmentum  anale  apiee  sat 
late  emarginatum.  Pedes  nigri,  spar^im  cinereo  piibescenles, 
tarsis  articulo   1"  et  41^  apicibus  execptis  albo-ciuereis. 

Long.   ll'|2  mm,  eljtr.  9,  lat.  5. 

Hab.  Borneo.     1   ^. 

Diese  Art  ist  besonders  ausgezeicbuet  durch  die  starke 
Punktirung  des  Halsschildes,  dessen  Dorsalkiel  wie  in  A.  gra 
ciliima  Pasc,  ziemlich  von  dem  Basalrande  entfernt  ist,  ferner 
durch  die  gleichmäßig  gerundet-konvexeu  Decken,  das  jeder- 
seits  mit  einem  aus  langen  Haaren  zusammengesetzten  Pinsel 
versehene  Pygidium,  den  schwach  höckerförmigeu  Zwischen- 
hüt'tenfortsatz  der  Mittelbrust  und  den  ziemlich  breit  aus- 
gebuchteten Analriug.  Auf  den  aschgrauen  Decken  treten 
besonders  eine  schwärzliche  ßasalmakel  und  eine  unbestimmte 
Mittelbinde  hervor. 

68.    Apolecta  fasciata  sp.  nov. 

,^^.  A.  nigra,  cinereo-,  aut  luteo- cinereo-,  pubescens, 
nigro-signata.  Rostrum  cum  capite  dorso  luteo-cinereum,  late- 
ribus  et  infra  nigrum,  intra  autennas  depressum,  medio  carinu- 
latum,  utrimque  ad  antennarum  sulcos  parum  elevatum.  C'ai)ut 
sat  longum  sublaevc,  carinulis  lateralibus  brevibus  antice  cum 
carina  mediana  frontis  confluis;  occipite  linea  mediana  tenui 
nigra.  Antennae  nigrae,  articulis  1"  cinereo,  sed  saepe  denudato, 
100  et  110  (,^)  vel  110  ($■)  albo-cinereis. 

Prothorax  lateribus  leviter  rotundalus,  maxima  luliludine 
pone  medium,  laevis,  disco  postice  biimpresso,  medio  elcvato, 
carina  dorsali  ut  in  A.  nietneri  Lac,  javana  Jord,  etc.  medio 
basi  fortiter  approximata;  macula  mediana  inira  carinam  et 
apicem  pirilormi,  diiabus  parvis  lateralibus,  uua  apicali,  altera 
postmediana  ovatis  nigris  uotatus. 

Eljtra  fere  ut  in  specie  praecedente,  sed  interspatiis 
40  et  50  basi  minus  dcpressis,  minus  convexa,  aliter  signata: 
cinerea  vel  fulvo-cinerea,  lascia  postbasali  in  sutura  et  inter- 
spatio  50  interrupta,  fascia  media,  tertia  postmediana  subnigris, 

Stelt.  entomol.  Zelt   1895 


181 

inlerstitiis  2»  et  8"  inlei-  lias  lUsclas  sacpe  magis  albin,  praelcrea 
diiobus  piiiiftis  nuugiiialibus,  ante  et  post  medium  sitis,  et 
cljtrorum  apice  pro  parte,  i'usci.s. 

Pygidium  medio  vitta  nigra  apiee  latiore  notaliiin, 
(v)  apiee  sat  louge  piloso,  medio  leviter  impressuni.  Corpus 
intVa  eiuei'cuni,  lateribus  iudi^tiucte  uigro-maeulatum,  sublaeve. 
Processus  mesosternalis  simplex,  medio  tenuiter  impressus. 
Segmentum  auale  ($)  abdominis  sat  longum  apice  leviter 
sinuatuin. 

Femora,  annulo  nigro  mediane  excepto,  cum  tibiarum 
medio,  tavsorum  articulis  1^  et  4",  apieibus  exceplis,  cinereo- 
pubeseentia. 

Long.   101/2  mm,  elytr.  71/2,  lat.  ^.i. 

Hab.  Nord  Luzon  (J.  Wliitehead  leg.,  1894;  6   j^,  5  ^J. 

Die  Zeichnung  der  Decken  ist  nicht  konstant;  die  dunklem 
Querbinden,  welche  sich  übrigens  nicht  stark  von  dem  grauen 
Grunde  abheben,  sind  zuweilen  in  rechteckige  Flecke  auf- 
gelöst. In  der  Form  des  Rüssels  und  der  Decken  steht  diese 
Art  der  vorhergehenden  am  nächsten,  hat  jedoch  das  Hals- 
xhild  so  geformt  wie  A.  nietneri  Lac,  aspericollis  Kirsch, 
jacana  Jord.  und  depressipennis  Jord. 

69.    Apolecta  minor  sp.  nov. 

,^$.  A.  brunneo-nigra,  parva,  luteo-cinereo-pubeseens. 
Rostrum  cum  capite  cinereum,  intra  antennas  transverse 
elevatum,  basi  cum  frontis  parte  anteriore  late  rotundato- 
depressum  et  medio  tri-carinulatum.  Caput  infra  et  post  oculos 
densius  pubescens,  intra  oculos  po?tice  convexum.  Oeuli  trans- 
versi.  parum  obliffui,  fortiter  compresso-elevati.  Antennae 
rufae,  articulis  10°  et  IP  brevibus  brunueis,  ut  in  caeteris 
speciebus  longissimae. 

Prothorax  longitudine  tertia  parte  latior,  maxima  lati- 
tudine  ante  basim,  a  carinae  dorso  reetae  lateraliter  rotundato- 
flexae  antrorsum  angulo  laterali  versus  apicem  leviter,  pone 
angulos  anticos  fortius,  rotundato-angustatus;  granulato-punc- 
fatus,  disco  utrimque  eonvexus,  medio  parum  biimpressus, 
intra  impressiones,  praecipuc  in  medio,  elevatus;  irregulariter 
indietincle  luteo-griseo-  et  brunoeo-variegatus,  ante  carinam 
medio  duabus  maculis  luteo-griseis  postioe  approximatis  in 
(  j)  magis  conspicuis. 

Scutellum  album,  rotundatum.  Eljtra  convexa,  maxima 
altitudine  medio,  fortiter  striato-puuctata,  interslitiis  in  (j) 
sat    convexis,   S«   in   utroque   sexu    magis   elevato   poue  basim 

Siett.  entoniol.  Zeit.  1895. 


182 

et  iu  mcdio  tiiberculifoitni  ac  nigro-piloso,  pone  luberculum 
posteriorem  albo-pubescente,  omnibus  inter.^patiis  griseo  et 
luteo  et  bruniieo  lessellatis,  signaturis  variabilibus. 

Pjgidium  luteum,  basi  utrimque  macula  brunnea  triangulär! 
notatum,  in  utroque  sexu  brevissimum,  (j*)  temicirculare, 
($)  vix  longius,  apice  medio  depre«.^um. 

Corpus  infra  griseum,  lateraliter  indistincte  brunneo- 
maeulatum.  Processus  mesosterualis  subquadrangularis,  apice 
truncatus.  Abdomiuis  segmentum  basale  (J^)  sine  spiois 
caeterarum  specienim,  Pedes  rufi,  femoribus  tibiisque  medio 
rut'o-bruuneis. 

Long.  41/3  mm,  elytr.  3,  lat.  li/g. 

Hab.  Perak.     1   ,^,  2  $. 

Obwohl  diese  kleine  Art  iu  der  Form  der  Augen,  des 
Halsschildkieles  und  (im  ,^)  durch  das  Fehlen  der  beiden 
spitzen  Hocker  auf  dem  ersten  Hinterleibsringe  ziemlich  er- 
beblich von  den  übrigen  Apolerfa- Arten  abweicht,  stimmt  sie 
doch  iu  der  Rüssel-  und  Fühlerbildung  so  weit  mit  ihnen 
überein,  daß  sie  wenigstens  vorläufig  nicht  generisch  abge- 
trennt zu  werden  braucht.  Außer  deu  drei  in  der  obigen 
Beschreibung  erwähnten  parallelen  Läugslinien  der  Rüsseibasis, 
welche  glatt  und  etwas  erhaben  sind  und  sich  nach  hinten 
bis  etwa  zur  Augenmitte  fortsetzen,  ist  im  Männchen  noch 
jederseits  eine  ähnliche,  aber  schräg  stehende,  nach  vorn  der 
RUsselmitte  genäherte  Linie  sichtbar,  welche  im  Weibchen 
von  der  Pubescenz  bedeckt  ist. 

Ein  etwa  halb  so  großes  Stück  von  demselben  Fundorte 
unterscheidet  sich  nur  durch  die  viel  blassere  Farbe  des 
Chitins  von  den  beiden  andern  Exemplaren. 

Xenocerus  Schönh.,  Gen.  Cure.  l.  p.  117  (1833). 

In  Nov.  Zool.  1.  j).  63G  (1894)  habe  ich  in  Folge  eines 
Versehens  die  Synoujmie  von  A'.  arciferus  Blanch.  nicht 
korrect  angegeben.  Blanchard  beschreibt  in  Vov.  Pole  Sud.  IV., 
p.  195  (18r)3)  einen  Xenocerus  von  den  Molukken,  den  er 
im  Text  Anthrihus  arciferus  nennt;  das  Tliier  ibt  Taf.  13 
Fig.  3  dos  Werkes  abgebildet,  ist  hier  aber  A/ithribus  albo 
lineafus  genannt.  Im  Gcmm.  und  Harold  ist  diese  Art  unter 
Phloeohiiis  Schönh.  aufgeiührt.  Auf  Seite  196  desselben 
W^erkes  beschreibt  Blancliard  einen  Xenocerus  arciferus  von 
den  Salomon  Inseln,  den  er  auf  Taf  13  Fig.  4  als  Anthribus 
arciferus  abbildet;  diese  Art  ist  wahrscheinlich,  wie  ich  a.  a.  0. 

Stett.  cntomol.  Zeil.  189S. 


183 

UL'-agt  habe,  ein  Ecelonerus  Schönh.  Im  Genim.  und  Harold 
steht  lelzteiL'  Speeies  untei-  Xcnorerus  Sehtinh.  Die  Synonymie 
der  beiden   Arten  ist  also  folgende: 

1.  Anthribus  arciferus  Blanchard,  I.  c  p.  195  (1853). 
Aiithribiis  olbolincatus  id.,  1.  c.  Tai'.  13  Fi-.  3  (1853). 
VIdoeobius  arrijer,  Gemm.  und  Har.,  Cat.  Co).  IX. 

p.  274-i  (1872). 
Diese  Art   ist  ein  Xenocerus  und  scheint  ziemlich  liäutig 
auf  den   südliehen  Molukken  zu  sein. 

2.  Xcnoconis  arciferus  Blanchard,  1.  c.  j).  196(1853). 
Anthribus  arciferus  id.,  1.  c.  Taf.  13  Fig.  4  (1853). 
Xenocerus  areifer,  Gemm.  und  Har.,  1.  c.  p.  2740 

(1872). 
Ecelonerus  (?)  areifer,  Jordan,  Nov.  Zool.  I.  p.  636 
(1894). 
Der  Figur  nach  zu  urtheilen  muß  diese  Art  zu  Ecelonerus 
Scliönh.  gehören. 

70.  Xenocerus  puncticollis  Jord., 
Nov.  Zool.  I.  p.  642  n.  84  (1894)  (Manila). 

Von  dieser  Art  habe  ich  jetzt  eine  Anzahl  Exemplare 
beider  Geschlechter  von  Nord-Luzon  vor  mir,  welche  zeigen, 
daß  das  Thier  in  die  Gruppe  von  Arten  gehcht,  -welche  ich 
als  //rtc/ßZ/rt/MS- Gruppe  bezeichnet  habe;  die  Männchen  haben 
(las  dritte  Fühlerglied  von  etwa  Rüssellänge;  in  kleinen  Exem- 
plaren mit  kurzen  Fühlern  ist  das  Glied  kürzer  als  der  Rüssel. 
Zu  der  Beschreibung  der  Art  (I.  c.)  habe  ich  nur  hinzu- 
zufügen, daß  die  Querbinde  der  Flügeldecken  in  der  Breite 
veränderlich  ist  und  in  den  meisten  Exemplaren  nicht  breiter 
ist  als  die  übrigen  weißen  Linien  der  Decken. 

71.  Xenocerus  latifasciatus  Jord., 

1.  c.  p.   645  n.  91   (1894)  (Philippinen). 

Herr  J.  Whitehead  fand  in  Nord  Luzon  von  dieser 
interessanten  Art  eine  Anzahl  Männchen  und  Weibchen,  welche 
eine  nur  geringe  Veränderlichkeit  in  der  Zeichnung  zeigen.  In 
einem  kleinen  Männchen  hat  das  Halsschild  einen  kleinen 
weißen  Fleck  in  der  Mitte  vor  dem  Basalkiele.  Die  Abdominal- 
riuge  sind  meistens  seil  lieh  mit  einem  weißen  Fleck  versehen; 
die  Basis  der  Mittel-  und  Hiut(!rschenkel  ist  weiß,  oft  auch  die 
Spitze.  Die  Fühler  des  Männchens  variiren  sehr  stark  in  der 
Länge,  das  zweite,  vierte  und  fünfte  Glied  sind  nach  der  Spitze 
hin  ziemlich  breit  und  flach,  das  dritte  Glied  ist  breiter  als  lang. 

Stett.  entouiol.  Zeit.  1Ö95. 


184 

72.    Xenocerus   barbicornis   Gestio,    Ann.   Mus.   Civ.    Genova 
p.  1018,  1875. 

Von  dieser  schönen  Art,  deren  Tjpus  mir  durch  die 
Güte  des  Autors  vor'i.elegen  hat,  ist  ein  ,^  im  Stetliner 
Museum  ohne  Fundort^  das  Exemplar  unterscheidet  sich  vom 
Typus  dadurch,  daß  die  postmedianen  Flecken  der  Decken 
zu  einer  Querbinde  zusammengeflossen  sind,  welche  ungefäiir 
am  vierten  Punktstreii'en  nach  vorne  umbiegt  und  sich  mit 
der  dorsalen  Längsbinde   vereinigt. 

73.    Xenocerus  scalaris  Jord.,  1.  c,  p.  640  n.  81   (1894). 

Der  FiMidort  dieser  aufläliig  gezeichneten  Species,  die  ich 
nach  einem  j  beschrieb,  war  mir  bisher  noch  unbekannt;  im 
Stettiner  Museum  ist  ein  .^  und  ein  ^  von  den  Philippinen 
(Semper  leg.),  welclie  mit  dem  Tvpus  übereinstimmen.  Sie 
weichen  nur  dadurch  ab,  daß  von  der  ersten  schwarzen 
Schrägbinde  jeder  Decke  ein  dorsaler,  basaler,  runder  Fleck 
abgeschnürt  ist.  An  den  Fühlern  des  ^  ist  die  Basis  des 
vierten  und  lunl'ten,  die  Spitze  des  siebenten  und  das  ganze 
aclite  Glied  weiß;  das  vierte  Glied  ist  länger  als  das  erste 
bis  dritte  zusammen. 

74.    Xenocerus  khasianus  sp.  nov. 

(^  $.  A'.  niger,  infra  cinerco-pubescens,  su])ra  luteo-cinereo- 
maculatus.  Rostrum  fere  ut  in  A'.  andmnanensi  Jord.  sculji- 
turatum,  minus  granulatum,  impressione  laterali  anteoculari 
melius  circumscripta.  Caput  medio  profunde  sulcatum,  trivit- 
tatum.  Antennae  (,j)  corpore  longiores,  articulis  2» — fi"  com- 
pressis,  sulcatis,  ciliatis,  4»  et  lO«*  basi,  8«  et  9"  totis  albo- 
pubescentibus;  (_V)  articulis  4^ — G^*  compressis,  pilosis,  1",  2", 
3"  subaequilongis,  7^  et  8''  albis,  8"  septimo  paulo  breviore, 
11^  decimo  dimidio  longiore. 

Prothorax  dorso  trivittatus,  vitta  mediana  ante  carinam 
parum  latiore,  lateralibus  tri-interruptis. 

Elytra  basi  sub-truncata,  levitcr  seriatim  punctata;  vitta 
suturali  ad  slriam  tertiam  extensa  duos  tiüentes  suturac  occu- 
pante  |)one  basin  et  latius  profundiusque  in  medio  elytrorum 
emarginata,  ejus  parte  posteriore  lere  hastil'ormi;  lineola  basali 
adhumerali  parum  oblifjua;  praeterea,  utroque  elytro  novem- 
maculato:  (huibus  gultis  in  interspatio  quinto,  ante-  et  post- 
niediaua;  duabus  in  interspatio  septimo,  posthumerali  et  anteapi- 
cali;  una  mediana  in  inter^-patio  octavo;  tribus  lateralibus,  post- 
basali,  anteniediana,  apicali;  iineolaque  anteapicali  in  inter- 
spatio secundo. 

Stolt.  cnlomol.  Zeit.  1895. 


185 

Pjgidiiim  ciucreo-pubescenf;,  villa  mediana  apicem  luuid 
altiugente  et  maciila  parva  laterali  uigris. 

Processus  mesosternalis  intcrcoxalis  augusto-triangularis. 
Abdomen  gtittis  lateralibiis  nigris  uotatum.  Pedes  cincrei; 
femoribus  medio  maoula  parva  fiisca  signatis;  tibiis  larsoriim- 
que  articiilis   l^,  2",   4'^  apice,  3"  tote  nigris. 

Long.   12  mm,  elytr.  8,  lat.  -i. 

Hab.  Kbasi  Hills,  Assam.     2  ,j^,   t   $. 

Die  Decken  sind  weniger  niedergedrückt  neben  der  Naht 
als  in  A'.  andatNanrnsiü  Jord.  (Nov.  Zool.  p.  G73,  1894^  und 
mehr  cylinderfürmig;  ihr  Basah-and  ist  viel  weniger  gerundet. 
Das  zweite  und  dritte  Fühlerglicd  des  V  sind  ungefähr  gleich- 
lang, während  in  X.  andamancnsis  das  zweite  Glied  doppelt 
so  lang  als  das  dritte  ist. 

75.    Xenocerus  molitor  sp.   uov. 

,^'^.  X.  niger,  dense  cinereo-albo-pnbescens,  nigro-signatus. 
Rostrnm  su|)ra  tolum,  infra  lattiribus  cinereo-album,  intra 
anttnuas  medio  modice  vel  uon  elevatum;  caput  infra  atrum, 
ad  oculos  albo-maeulatum,  supra  cinereo-album,  occipite  (q) 
nigro-bimaculatum.  Antennae  uigrae;  (J)  articulis  4*^,  5'^-basi, 
8"  dimidio  apieali  albis,  2"  infra  brevissimc  ciliato,  5"  apice 
infra  breviter  barbato;  (^:)  sat  longae,  articulis  4«  et  b^ 
dimidio  basali,  7^  apii-ali,  8"  toto  albis. 

Prothorax  apice  leviter  constrictus,  lateribus  sensim  rotun- 
dato-ampliatus,  maxima  latitudine  pone  medium,  laevis,  dorso 
longitrorsum  praecipue  postice  impressus,  carina  basali  medio 
parum  concava  vel  subreeta  versus  latera  fere  convexa; 
cinereo-albus,  duabus  maculis  antice  et  postice  angustatis  intus 
subpurallclis  in  (q)  longioribus  quam  in  (v)  dorsalibus,  vitla 
infralatcrali  in  {^)  compicta,  in  ($)  postice  abbreviata  uigris 
notatus. 

Elytra  punctato-striata,  (j)  ad  suturam  leviter,  (.9)  haud 
dcpressa;  (j)  callo  luimerali,  macula  subrotunda  dorsali  post- 
basali,  altera  parum  versus  posticum  et  latus  sita,  tertia  ante- 
mediana  snbsuturali  cum  puncto  minuto  suturali  postbasali 
connexa,  quarta  laterali  mediana  ad  limbum  elytvi  iisque  ad 
apicem  melasterni  asccndentc  ubi  cum  macula  metasterni  con- 
tinua,  quinta  snbsuturali  anlea[)icali  versus  basin  tenuiter  pro- 
longata,  sexta  anteapicali  laterali  ad  limbum  versus  basin 
et  apicem  dilatata,  septima  longitudinaii  apicali  cum  scxta  et 
quinta  connexa;  ($)  maculis  peius  circumscriptis,  tertia  et 
quarta  conflua  fasciam  traiisvcrsam  undulatam  formanlibtis, 
sexta  et  septima  minutis. 

Stett.  entomol  Zeit.  1895. 


186 

Pygidimn  ciucieo-albutn,  mcdio  nigro-vitlatum,  (V)  (euuiler 
nigro-cinctum,  (j)  lalitiidine  vix  brevius,  ($)  sulco  basali 
longo.  Corpii.s  iiifra  unicolor,  (,^)  metasterno  et  abdomine 
maculis  lateralibus,  Gj^$)  segmento  anali  pro  maxima  parte 
uigris.  Prosternum  laeve.  Processus  mesosternalis  in  (^) 
magis  quam  in  (V)  triangularis,  apice  rotundatus,  rotundato- 
dct'livie,  praecipue  iu  ($).  Pedes  cinereo-albi,  femoribus 
aunulü  mediane.^  libiae  et  tarsorum  articulis  l«  et  4»  apieibus, 
2«  basi  excepta,  3^  toto  nigris. 

Long.  11   mm,  el3^tr,   7,  lat.  4^1^. 

Hab.  Nord  Luzon  (J.  Wiiitehead,  1894).     1  ,^,  3  ^\ 

Die  Weibchen  weichen  von  dem  Männchen  in  der  Form 
der  pcliwarzen  Zeichnungen  des  Hal?schildes  und  der  Flügel- 
decken etwas  ab  und  stimmen  auch  unter  sich  nicht  völli"- 
überein. 

76.    Xenocerus  perplexus  sj).  nov. 

j-V.  X  equpstri  Pasc,  structura  et  colore  similis;  clytris 
ad  suturam  i)arum  fortius  impressis,  processu  mesosternali 
apice  triangulari  retrorsum  flexo,  elytrorum  signaturis  divcrsis: 
vitta  suluraii  angusla  pone  medium  ulrinquc  usque  ad  mar- 
ginem  lat  oralem  abeuuto,  ubi  cum  lascia  angusta  recta  ante- 
apicali  in  margine  ipso  antrorsum  curvata  conjuucta,  ad  basin 
elytri  usque  juxta  callum  luimcralem,  deinde  a  humero  oblique 
versus  medium  marginis  lateralis  abeunte,  pone  basin  ramum 
teniiem  intra  strias  sextam  et  tertiam  situm,  ejus  apieali  parte 
brcvi  autem  longitudinali,  emittcnte;  sat  lacilc  distiugucndus. 

Long,  et  lat.  X  equestris  Pasc. 
Hab.  Aru  Inseln.     1  ,^,  2  $. 

Die  Unterschiede  zwischen  perplexus  m.  und  equestris 
Pasc,  liegen  hauptsächlich  in  der  Zeichnung:  in  perplexus 
läuft  der  weiße  Nahtstreif  der  Flügeldecken  weniger  weit 
nach  hinten  als  in  equestris  Pasc.,  am  Basalraude  ist  er  nach 
den  Schultern  hin  umgebogen  und  läuft  von  der  Basis  des 
vierten  Zwischenraumes  schräg  nach  dem  Seiteuraude  der 
Decken,  den  er  iu  der  Mitte  erreicht;  etwa  1  mm  vor  dem 
Apicalrande  steht  eine  Querbinde,  welche  am  Seilenrande 
nach  vorn  umbiegt  und  sich  (am  Rande)  meist  mit  den 
Seitenästen  des  Nahtbandes  vereinigt;  die  in  der  Basalhälfte 
der  Decken  stehende  weiße,  dorsale  Linie  ist  vorn  mit  der 
Schlüterlinie  zusammengcllossen,  und  steht  schräg  zwischen 
dem  sechsten  und  dritten  Punktstreifen,  iu  welch  letzterem 
sie  vor  der  Mitte  der  Decken  eine  kurze  Strecke  entlang  läuft. 

.Stctt.  ealoiuol.  Zeit.  1895. 


187 

77.   Xenocerus  sambawanus  >p.  uov. 

j.  X.  lincalo  Jord.  slriictiira  ot  i)ic(iiVH  similis,  sed  vertice 
sine  maciilu  incdituui,  ])rotlioirt('e  latcribus  niagis  rolimdalo, 
vilta  mediana  angustiore,  carina  doisali  basi  niagis  approxinmla, 
vitia  sutmali  elytroriiin  latiore  et  longiore,  ad  aiarginein 
ba.salem  haud  cum  liuea  flexuosa  lougitudinali  disci  conjuncla, 
fascia  transversa  magis  versus  apiceni  sita,  ulrinque  sensim 
antrorsum  flexa  antiec  sinuata,  lineolis  tfibus  apicalibus 
(mediana  in  sutura  sita)  mullo  brevioribus,  proeessu  meso- 
sternali  magis    rotiindato  distinguendus. 

Long.  12  mm,  elytr.  8,  lat.  41/3. 

Hab.   Sainbawa.     1   ,^. 

Das  Halsschild  ist  hier  wie  in  X.  lineafus  Jord.  auf"  der 
Scheibe  kräftig  und  diciit  punktirt;  es  hat  die  größte  IJreite 
vor  der  Mitte,  wo  seine  Seiten  viel  deutlicher  als  in 
X  linenius  gerundet  sind.  Das  dritte  Fühlerglied  ist  wie  in 
lincalus  Jord.   und  cylindricoUis  Fabr.  länger  als   der  Rüssel. 

78.    Xenocerus  decemguttatus  sp.  nov. 

,^  ^.  A.  niger,  pube  grisca  (-jat  sparsim  vestitus.  Antennae 
nt  in  Ä'.  frtihsforj'eri  Jord.,  rufac;  (j)  articulis  lOo  apice, 
11"  tolo  brunneo-nigris;  ($)  1",  2**,  9" — 11"  brunneis,  parum 
crassiores  quam  in  A.  fruhstorferi,  articulo  2"  parum  breviore 
quam  in  hac  specie. 

Protliorax  et  elytra  forma  et  structura  A.  friihslorj'eri; 
ille  unicolor;  haec  in  utro<|ue  eljtro  5  gultis  uigro-vehitinis 
notala:  hi  humerali,  2a  dorsali  postbasali,  3»  majore  parum 
transversa  mediana  dorsali,  4a  et  5'»  ante  apicem  declivem 
transverse  dispositis. 

Pygidium  et  latus  inferum  corporis  unicoloria.  Processus 
mesosternalis  medio  canaliculatus,  perj)cndicidaris,  in  medio 
autcm   fortiter  retrorsus  fractus,  angustus,  triangidaris. 

Pedes  riifi,  coxis,  femoribus  apice  basique  nigris;  tarsorum 
arliculus  primus  dimidio  longior  quam  secuudus,  quartus  (apice 
briinneus)  elongatus  longitudine  primi. 

Long.   16  mm,  elytr.   11,  lat.   5. 

Hab.  Sumatra.      1    ^,  1   $. 

Diese  eigenartig  gezeichnete  Species  steht  strukturell  dem 
A.  Jrnhslorferi  Jord.  (Nov.  Zoo),  p.  645,  1894)  von  Java 
ganz  nahe.  Der  Rüssel  der  neuen  Art  ist  zwischen  den 
Füidern  beiderseits  neben  der  Mitte  etwas  mehr  erhöht,  das 
zweite  Fühlerglied  des  $  ist  ein  wenig  kürzer,  das  dritte  des 
(^  etwas  länger  und  das  erste  und  vierte  Tarseuglied  ist  sicht- 
bar schlanker  und  länger  als  in  A.  Jrnhslorferi  Jord. 

Stell,  enlomol    Zeil.  1895. 


188 

Die  rnthlichen  Fühler  und  Beine,  der  eintönig  grau  schiefer- 
farbig behaarte  Körper  und  die  schwarz  gefleckten  Decken 
lassen  diese  Art   leicht   erkennen. 

79.  Rawasia  communis  spee.  nov. 

^^  $.  Diiabus  spcciebus  hujus  geueris  iliardi  Roel.  et 
rilseniae  Roel.  dictis  statura  et  colore  similis,  sed  auteunarum 
articiilo  7^  niulto  tenuiore,  in  mare  articulo  6"  aequilongo, 
elytris  ante  apicem  declivem  intra  strias  2am  et  5»'"  maciila 
atra  sat  longe  hirsuta  notatis  facile  distinguendus. 

Hab.  Khasi  Hills,  Assam.     Einige  hundert  Exemplare. 

Die  Fühler  sind,  mit  Ausnahme  der  schwarzen  Keule, 
röthlieh-braun  und  tragen  eine  weiße  Pubescenz.  Das  zweite 
und  dritte  Fühlerglicd  sind  von  gleicher  Länge;  das  vierte  ist 
das  längste  von  allen,  das  fünfte  ist  etwas  länger  als  das 
folgende;  im  j  hat  das  siebente,  welches  in  R.  diorili  Roel. 
und  rilsemae  Roel.  nach  der  Spitze  hin  stark  verbreitert  ist, 
die  Form  der  vorhergehenden  Glieder;  im  ^  ist  das  siebente 
Glied  etwa  um  die  Hälfte  kürzer  als  das  fünfte  und  i^t  nicht 
breiter  als  das  sechste. 

Die  Flügeldecken  sind  ziemlich  stark  punktirt  gestreift ; 
die  Naht  und  die  ungraden  Zwischenräume  sind  grau  und 
tragen  in  der  Basalhälfte  je  drei  bis  vier  schwarze  Würfel- 
fleckcheu,  welche  aus  steifen  Haaren  zusammengesetzt  sind; 
vor  dem  abschüssigen  Spitzeutheil,  dessen  Würfelfleckchen 
weniger  zahlreicli  und  augenfällig  sind,  steht  auf  jeder  Decke 
eine  ziemlich  lang  behaarte,  schwai-ze  Makel. 

Die  Unterseite  ist  dicht  und  mäßig  lang  behaart.  Die 
Behaarung  der  Beine  ist  steif  und  an  den  Spitzen  der  Schienen 
kaum  sichtbar  verdunkelt. 

Die  Größe  des  Thieres  schwankt  beträchtlich  wie  in  den 
andern  Arten. 

80.  Rawasia  annulipes  spec.  nov. 

$.  R.  nigra,  pube  sparsa  cinerascente  et  pilis  erectis 
densis  vestita.  Rostrum  cum  capite  dorso  utrinque  vitta  an- 
gusta  griseo-alba  notatum,  latitudine  non  longius,  apice  trun- 
catum,  grosse  puoctatum,  linea  media  subtiliter  elevata  in- 
structum.  Frons  subconvexa.  Antennae  elvtrorum  marginem 
basalem  attingentes,  uigrae,  articulis  o*"  dimidio  apicali,  6"  apice, 
T*'  tolo  albis,  3°  secundo  multo  longiore,  5" — T**  aequilongis, 
clava  sat  angusta,  singilis  pilis  longis  albis  notata. 

Protliorax  non  lougior  quam  latus,  a  earina  laterali  in 
medio  lateris  subito  desinente  ac  prominente  ad  apicem  rotun- 

Stett.  entomol.  Zeit.  1895. 


189 

datim  augustatus,  dorso  eoiivexus,  ante  earinaii»  in  medio 
subanuulatam  transverse  dejiressus,  grosse  dense  punctatiiP, 
linca  media  iudistiucte  elevata,  albo-sex-punctatus :  quatuor 
punctis  in  disco,  uno  mediauo  utrinqiie  versus  latus  sitis. 

Scutellum  griseum.  Elytra  usque  ponc  medium  pavallela, 
forliter  piinetato-i^tiiala,  noimullis  punctis  albis  notata:  diiobus 
in  iuterspatio  3*^,  tvibus  in  9''  couspicuoribus,  iuter  baec  puucta 
saepe  pube  magis  brunnea  vestitu. 

Prosternum  medio  subconvexum,  punctis  magnis  densis 
fortissime  impressis  in  medio  subconfluis  iustructum.  Pedes 
griseo-pubescentes,  tibiis  basi  medio  apieeque  fuseis. 

Long.  10  mm,  elytr.   Ti/.,  lat.   4. 

Hab.  Carin  Cbeba,  Biima  (900—1100  m,  L.  Fea  leg., 
Mai— December   1888;  5  $). 

Das  Kinn,  welches  in  den  übrigen  Arten  drei  Zäbncben 
trägt,  einen  in  der  Mitte  des  Vorderrandes  und  je  einen  am 
Seilenrande,  ist  liier  zwar  uneben,  selir  stark  runzelig,  aber 
nicht  gezähnt. 

Das  dritte  Tarsenglied  ist  etwas  weniger  aufTälHg  breit 
als  bei  ritsemae,  communis  und  diardi,  jedoch  immerhin  viel 
breiter  als  bei  den  Arten  der  Gattung  Eucorynus  Jek. 

Dendrotrogus  Jekel,  Ins.  Saund.  I.  p.  80  (1855). 

Außer  J).  hypocrita  Jekel  und  T).  perfolicornis  Fabr. 
gehören  noch  Eucorynus  colligens  Walk,  und  die  beiden 
unten  beschriebenen  neuen  Arten  in  diese  Gattung.  J).  hypocrita 
Jekel  habe  ich  nach  einem  im  British  Museum  betindlichen 
Exemplare,  das  wahrscheinlich  der  Typus  der  Art  ist,  be- 
stimmen können.  Leider  hat  Jekel  es  unterlassen,  je  ein 
Individuum  seiner  Arten  als  „Typus'^  zu  bezeichnen  —  und 
viele  Entomologen  des  Kontinents  thun  das  ja  auch  heutzutage 
noch  nicht  —  und  da  er  in  den  meisten  Füllen,  trotz  der 
langen  Beschreibungen,  die  leicht  faßbaren  Charaktere  nicht 
angiebt,  so  ist  es  selten  möglich,  von  einer  Reihe  ähnlicher 
Arten  diejenige  auszumachen,  welche  Jekel  vor  sich  gehabt 
hat;  Lacordaire  hielt  z.  B.  den  coUiyens  Walker  für  hypocrita 
Jekel  und  in  den  meisten  Sammlungen,  welche  ich  gesehen 
habe,  steht  perfolicornis  Fabr.  als  hypocrita  Jekel.  Es 
kommt  noch  hinzu,  daß  bei  einer  so  schwierigen,  ich  möchte 
fast  sagen  charakterlosen  Familie  wie  es  die  Anthribidae 
sind,  von  altern  Autoren  recht  häutig  eine  Anzahl  Arten  als 
zu  einer  Art  gehörig  beschrieben  wurden,  und  wenn  in  solchen 
Fällen  nicht  ein  Individuum  als  die  Art  rcpräsentirend  (als 
„Typus")    gekennzeichnet    ist,    so    ist    der    Unsicherheit,    auf 

Stett.  entomol.  Zeit.  169&. 


190 

welche  Speeies  der  betreffende  Name  bezogen  werden  muß, 
und  damit  den  verluißtcn  Scliwankungen  in  der  Nomenclatuv 
Tliür  und  Tiior  geöllnet.  Ich  kann  es  nicht  unterkissen  liin- 
zuzufügen,  daß  alle  diejenigen,  welche  sich  nicht  einbilden, 
fehlerlos  zu  arbeiten  —  und  nur  denen  sind  keine  Irrthümer 
nachzuweisen,  welche  nichts  vcröll'entlichen  —  doch  dem 
Vorgehen  der  englischen  Autoren  folgen  sollten,  nur  ein 
Exemplar  als  „Typus"  zu  bezeichnen  nnd  sich  und  ihren 
Schülern  einzuprägen,  solche  „Typen"  und  ihr  Etiquett  als 
heilig  zu  betrachten;  nur  so  kann  eine  Stabilität  in  der  Nomen- 
clatur  wenigstens  der  noch  zu  beschreibenden  Arten  erreicht 
werden. 

Im  gegenwärtigen  Falle  halte  ich  das  oben  erwähnte 
Jekersche  Exemplar  deshalb  für  den  Typus  von  [).  hyporrila 
Jekel,  weil  Jekel  diese  Art  nach  einem  weiblichen  Stücke 
beschrieb,  dessen  Habitat  er  als  „ex  India?"  angab,  was 
beides  bei  dem  erwähnten  Exemplare  zutritlt. 

Als  „Typus"  seiner  Gattung  l)endrotro(jus  gicbl  Jekel 
}).  fallax  Jekel  an;  dieses  ist  ein  Manuscriptname,  unter 
welchem  Jekel  vor  der  VerüH'entlichung  der  Gattung  und 
Species  den  hypocrita  versandte. 

Die  Geschlechter  der  fünf  mir  bekannten  Arten  der 
Gattung  unterscheiden  sich  recht  leicht:  bei  alk-n  iMünnchen 
ist  das  Pygidium  groß,  gewölbt  und,  abgesehen  von  einer 
ziemlich  feinen  Punktirung,  glänzend  glatt,  während  es  in  dem 
weiblichen  Geschlechte  mehr  oder  weniger  halbkreisförmig, 
flach  oder  schwach  eingedrückt  und  in  Folge  einer  runzeligen 
Punktirung  rauh  ist;  nur  in  J).  perfolicornis  (Fabr.)  ähnelt 
das  Pygidium  des  q  in  der  Skulptur  dem  des  $.  Außerdem 
weisen  einige  der  Arten  noch  eigenthümliche  Geschlecbts- 
uuterschiede  auf:  im  c^  von: 

1.  P.  perfolicornis  (Fabr.)  sind  die  vier  vorderen 
Schienen  je  mit  einem  langen,  etwas  gekrümmten 
Zahn  an  der  Spitze  versehen; 

2.  f).  colUgens  Walker  trägt  der  letzte  Hinterleibs- 
ving  an  der  Spitze  einen  schwach  vertieften,  dicht 
behaart  (Ml   (Juereindruck; 

3.  l).  aiKjuslipennis  spec.  nov.  haben  die  drei  Hasal- 
ringe  des  Abdomens  einen  dicht  behaarten  Fleck 
in  der  Mitte; 

4.  I).  Iniporrila  Jekel  und 

5.  J>.  fcae  spec.  nov.  sind,  ausser  der  Form  und 
Strucktur  des  Pygidiums,  keine  besonderen  Aus- 
zeichnungen  vorhanden. 

Sied,  euloinol.  Zeit.  ls9S. 


191 

Die  letzteru  beiden  Arten  lassen  sich  am  Icichlesleu  da- 
durch von  einander  unterscheiden,  daß  die  Mitte  und  Basis 
der  Schienen  in  1).  Jene  m.  braun  sind,  sodaÜ  in  dieser  Art 
die  Schienen  geringelt  erscheinen,  während  sie  in  hj/pocrila 
einfarbig  sind. 

81.    Dendrotrogus  angustipennis  spec.  nov. 

rj^$.  D.  rulo-brunneus  vel  brunneus,  luteo-cinereo  vel 
hitoso  maculatus.  Rostrum  cum  capite  fortiter  rugato-punc- 
tatuni,  basi  medio  impressum,  linea  mediana  glabra  leviter 
elevata,  saepe  obsoleta,  poslice  in  fronteni  asoendente,  poue 
apicem  sulculo  includente,   notatum. 

Antennae  unicolores.  Prothorax  fortissimc  ruguto-pune- 
tatus,  dorso  lonuitudinaliter  leviter  sed  distincte  bi-impressus; 
carina  dorso  coucava  ante  scutellum  subanguliformi  lateribus 
angulo  valde  obliquo  apice  rotundato  autrorsum  llexa;  linea 
mediana  valde  interrupta,  macula  antemediana  utrinque  in 
disco,  utrinque  macula  apicali  et  duabus  lateralibus:  prima 
antemediana,  altera  antebasali,  luteo-cinereis  vel  lutosis  signatus. 

Scutellum  cinereum.  Elytra  sat  elongata,  parallela,  grosse 
striato-punctata;  plaga  magna  oblique  ab  humero  versus 
suturam  extensa,  altera  eljlris  communi,  ad  suturam  autem 
plus  minusve  interrupta  ante  apicem  declivem  sita  marginem 
lateralem  saepe  attingente,  recte  transversa,  utrisque  ex  lineolis 
et  ))unctis  plus  minusve  confluis,  saepe  separatis,  compositis, 
praeterea  lineolis  punctisque  nonnuUis  apicalibus  lateralibusque 
luteo-cinereis   vel  lutosis,  notata. 

Abdomen  maris  macula  pilosa  in  medio  segmentorum 
li  et  2i,  tertia  miuuta  saepe  obüterata  in  medio  3ü  notatum. 
Tedes  brunnei;  tibiis  rufis  apice  et  basi  parum  brunneis. 

Long.  10  mm,  elytr.  61/2,  lat.  31/2. 

Hab.  Carin  Ciieba,  400  m,  und  Teinzo,  Birma  (L.  Fea 
leg);  Cochinchina.    18  Exemplare. 

Diese  Art  hat  längere  Decken  als  JJ.  hypocrita  Jekel  und 
unterscheidet  sich  außerdem  durch  die  deutlichen,  aber  Ilachen 
Eindrücke  auf  Rüssel  und  Ilalsschild,  durch  die  blassern 
Zeichnungen  der  Decken,  welche  auch  viel  weniger  ausgedehnt 
sind,  und  durch  die  Haurflecke  auf  den  Basalsegmenten  des 
Abdomens,  welche  hypocrita  fehlen. 

J).  colligens  (Walker)  kommt  dem  angustipennh  m.  in 
der  Zeichnung  sehr  nalie,  imd  hat  auch  den  flachen  Eindruck 
auf  dem  Basaltheile  des  Rüssels  wie  die  neue  Art;  colliyens 
besitzt  aber  längere  Fühler,  deren  viertes  Glied  etwa  i|:, 
kluger  als  das  dritte  und  deren  siebentes  Glied  länger  als  breit, 

Stett.  enlomol.  Zeit.  189,".. 


192 

kegelförmig,  nicht  gerundet  kuopfförmig,  ist.  Die  Tarsen  von 
colligons  sind  gleichfalls  länger;  das  erste  Glied  der  Vorder- 
tursen  ist  z.  B.  kürzer  als  die  Schienen  an  der  Spitxe  breit 
sind  in  anguslipennis,  während  die  Länge  dieses  Gliedes  der 
Breite  der  Schiene  in  colligens  gleichkommt  oder  sie  über- 
steigt. Das  Halsschild  von  colligens  besitzt  nicht  die  deut- 
lichen Längseindrücke,  die  Decken  sind  feiner  punklirt-gestreift, 
der  Nahtstreif  ist  weniger  eingedrückt  und  das  Männchen 
hat  keine  Haarfleckc  auf  den  Basalsegmenten  des  Abdomens, 
sondern  einen  solchen  Fleck  auf  dem   Anahinge. 

82.  Dendrotrogus  feae  spec.  uov. 

rj$.  Speciei  praecedenli  simillimus,  sed  differt:  antennis 
longioribus;  tibiis  rufo-brunneis,  ante  basin  et  in  apice  aunulo 
griseo  ornatis,  in  mare  abdomine  simplice. 

Hab.  Teinzo,  Birma  (L.  Fea  leg.;  2  ^,  1   $). 

Die  Fühler  sind  ähnlich  wie  in  D.  colligens  (Walker) 
gebildet;  das  vierte  und  siebeule  Gli(;d  sind  also  augenfällig 
länger  als  in  angnstipennis.  Das  Abdomen  des  ,^  hat  wie 
in  hypocrita  Jekel  keine  Haarilecke  in  der  Mitte.  Die  Scliieuen 
sind  geringelt  wie  in  perfolicornis  (Fabr.),  jedoch  ist  der 
braune  Mittelring  bedeutend  mehr  ausgedehnt. 

Ich  nenne  diese  Art  zu  Ehren  des  Herrn  L.  Fea,  dem 
die  Zoologie  so  viele  Neuheiten  aus  Birma  verdankt  (siehe 
die  zahlreichen,  inhaltsreichen  Abhandlungen  über  Fea's  Aus- 
beule in  Annali  Mus.  Civ.  Genova). 

83.  Litotropis  pustulosus  sp.  nov. 

$.  L.  niger.  Rostrum  cum  capite  dorso  fuliginoso- 
pubeseene,  versus  apicem  dilalatum,  latitudine  apicali  brevius, 
margine  apicali  mcdio  sinuato,  rugato-punctatum,  basi  medio 
impressione  ejongala  instructum  et  ulrinque  carinula  in  fronlem 
ascendente,  apice  planatum,  medio  subearinalum. 

Caput  puncto  verticis  subnlbo  notatum,  fronte  postiee 
medio  carinata.  Antennae  nigrae,  graciies,  prothoracis  basim 
altingentes,  griseo- j)ubesceutes,  articulis  'S*^ — 8"  gradatim 
decreseentibus,  O»  jongitudine  octavi  ac  seeundi,  10"  latitudine 
paulo  longiore,  11"  (piarto  aequilongo,  clava  modice  dilalata; 
singulis  pilis  sparsissimis  longioribus  vestitae.  Oculi  subovati, 
antice  truncali. 

Prothorax  longitudine  basi  latior,  a  basi  trans  medium 
recte  paulatim  deinde  fortius  angustatus,  densissime   rugulosus, 

Siett    entomni    Zeit    1896. 


193 

uiger,  vilta  mediana  lata  iiidistiucta  autice  et  postice  augustata 
fiiliginosa  aut  ciuereo  et  l'uligiuoso  varia,  duobus  punetis  ante- 
medianis  albo-ciuereis  notatus. 

Elytra  cylindrica,  pustulis  seriatim  dispositis  e  pilis  lon- 
gioiibus  compositis  numerosis  instructa,  griseo-alba,  margine 
basali  pro  parte,  plaga  magna  mediana  laterali,  ad  marginem 
versus  basim  et  apicem  dilatata,  macuiaque  transversa  ante- 
apicali   nigris,    ai)ice  ipso  fuliginoso. 

Pygidium  fuliginosum.  Prosternum  piinclatum.  Corpus 
infra  sparsissime  griseo-pubescens,  lateraliter  submaculatum, 
ubdomine  seriebus  macularum  grisearum  male  circumserip- 
tarum   notato. 

Pedes  nigri;  femoribus  pro  parte  cinereo-pubescentibus; 
tibiis  annulo  submediano  rufo  iuteo-fuliginoso-tomentoso  signatis; 
tarsis  colore  bujus  annub,   basi  articulorum   nigra. 

Long.   13  mm,  rostr.  2,  eljtr.  9,  lat.  5. 

Hab.    Antananarivo,   Madagascar   (A.  Sikora  leg.;    2  $). 

Außer  durcb  die  Größe  unterscheidet  sich  diese  Art  von 
L.  laterU'ms  Fairm.  (Le  Naturaliste  1880  p.  316  und  Ann. 
Soc.  Ent.  Fr.  1880  p.  337)  durch  die  dunklen,  viel  längern 
Fühler  und  durch  die  Haarbüscliel  der  Flügeldecken;  die 
Rüsselbildung  ist  in  beiden  Arten  fast  dieselbe,  jedoch  steht 
der  von  der  eigentlichen  Fühlergrube  abgetrennte,  der  Mitte 
des  Rüssels  auf  der  Unterseite  genäherte  lochförmige  Eindruck 
in  L.  laleritius  unmittelbar  hinter  dem  Ende  der  das  Kinn 
seitlich  begrenzenden  tiefen  Ausbuchtung,  während  in  L.  pustu- 
losus  dieser  Eindruck  viel  weiter  nach  hinten  gerückt  ist. 
In  dem  einzigen  mir  vorliegenden  Exemplare  von  later'dius 
Fairm.,  das  mit  der  Beschreibung  sehr  gut  übereinstinmit, 
jedoch  eine  Länge  (ohne  Kop()  von  61/3  mm,  anstatt  4  wie 
Fairmaire  augiebt,  erreicht,  ist  die  Vorderbrust  in  der  Mitte 
etwas  eingedrückt. 

84.    Litotropis  semiustus  sp.  nov. 

.^$.  A  L.  lateritio  Fairm.  elytris  sine  punetis  nigris, 
apice  toto  nigro,  multo  subtilius  striato-punctatis,  pedibus 
nigris  tarsisque  brunneis  distinguendus. 

Hab.  Ceylon  (Typus  in  Mus.  Stettin). 

Im  1^  sind  die  Fühler  länger  als  im  $. 

Es  scheint  mir  dieses  nur  eine  geographische  Form  des 
lateritins  Fairm.  (Madagascar)  zu  sein;  da  jedoch  die  an- 
gegebenen Unterschiede  in  einer  größeren  Reihe  von  Exem- 
plaren,   die    mir    aus    verschiedenen    Sammlungen    vorgelegen 

SteU.  entomol.  Zeil.  1896.  13 


194 

haben,  konstant  und  leiclit  sichtbar  sind,  so  führe  ich  das 
Thier  als  besondere  Art  unter  dem  Namen  ein,  unter  welcliem 
es  in  der  C.   A.  Dohrn'schen  Sammhing  (Stell in)  steckt. 

In  der  Zeichnung  sind  alle  drei  Arten  dem  Xijlopoemon 
lateralis  Lac.  ähnlich;  noch  überraschender  ist  aber  die  Ueber- 
eiustimmung  zwischen  L.  pustulosus  und  Tophoderes  sliyma 
Klug,  welch  letzterer  auch  gehöckerte  Flügeldecken  hat. 

85.    Basitropis  lutosus  sp.  nov. 

r^$.  B.  supra  niger,  pube  lulosa  vestitus,  nigro-variegatus, 
infra  brunneus,  pallidius  pubescens.  Rostrum  punctalum,  lati- 
tudine  dimidio  brcvius;  basi  cum  fronte  capitis  sulco  nigro 
instructa.  Caj)ut  poslice  duabus  maculis  minutis  triangularibus 
fuscis  notatum. 

Antenuae  funiculo  brunneo- nigro,  clava  nigra,  hac  in 
utroque  sexu  triarticulata,  sed  in  {<^')  articulis  7« — 8"  funiculi 
parum  latioribus  quam  in  (V). 

Prolhorax  lateribus  dimidio  basali  rectus,  a  medio  an- 
trorsum  primo  paulatim,  deinde  Ibrtiter  angustatus;  dorso  basi 
depressus,  structura  pubesoentiae  causa  obscura,  carina  tenuiter 
nigro-linibata,  duabus  fasciis  longitudinalibus  dorsalibus  irre- 
gularibus  medio  interruptis  et  in  utroque  latere  puncto  ante- 
mediano  nigris. 

Elytra  elongata,  leviter  striato-punctata,  nigro-variegata, 
macula  mediana  dorsali,  altera  i)arva  laterali  posthumerali, 
nonnullis  maculis  contluis  antcapicalibus  maculam  lutosam 
cingentibus,  nigris  signata. 

Pygidium  subsemicirculare,  medio  carinatum,  unicolor. 
Corpus  infra  unicolor,  (,_J)  abdomine  medio  fusco.  Segmenlum 
abdominale  anale  (3)  Ibrtiter  impressum,  sicut  caetera  seg- 
menta  sat  louge  pilosum  apice  emarginatum,  ($)  apice  sinuato- 
impressum. 

Pedcs  pube  corporis  lateris  inferi  tecli  nigii  vcl  briiunei, 
lemoribus  su])ra  macula  basali,  libiis  basi  extrema  plus  minusve 
nigris;  (,5*)  tibiis  antice  inIVa  longa  deuse,  caeteris  minus, 
pilosis,  apice  band  denlatis. 

Long.  11   mm,  eljtr.  8,  lat.  Si/g. 

Hab.  Nord  Luzon  (J.  Whitehead,  1894,  1  r^,  4  $)  und 
Manila  (1  ,j^,  2  ^). 

Der  an  der  Basis  gefurchte  Rüssel,  die  langen  Flügel- 
decken, das  ausgerandete  Analsegmenl  und  die  innen  lang 
und  (licht  behaarten  Vorderschiencu  des  Männchens  lassen  diese 
Art  leicht  von  den  übrigen  bisher  beschriebeneu  unterscheiden. 

Stell,  enlomol.  Zeit.  1895. 


195 

86.    Gyuandrocerus  puncticollis  sp.  nov. 

,^^.  G.  niger,  iiilVa  cinereo-pubescens,  supra  albo-cinereo- 
variegatus. 

Rostrum  basi  medio  sulcatum,  sulco  postice  parum  iu 
froutem  asceudente,  (^)  rugato-punctatum,  (o)  sublaeve. 
Caput  parum  (^)  aut  sat  forliter  ($)  puiictatum,  in  medio  et 
ad  oculos  sicut  dorsum  rostri  griseo-album.  Anteunae  pro- 
thoracis  basin  (^)  aut  medium  ($)  paulo  superantes;  ,^ :  arti- 
culis  3io  et  4*^  aequilougis,  5" — 7''  parum  brevioribus,  8^  lon- 
gitudine  septimi  versus  apieem  gradatim  dilatato  et  nono 
multo  lougiore,  3" — 7'^  apice  griseis,  If  griseo-serieanle; 
$:  6^ — 70  brevioribus,  8"  nono  breviore. 

Prothorax  brevior  quam  in  G.  antennato  Lac,  lateribus 
versus  apieem  magis  rolundatis,  punetatus,  maculis  ii-regulari- 
bus  parviö  albo-cinereis  signatus,  duabus  medianis,  una  apicali, 
altera  basali,  elongatis  conspicuoribus. 

Sculellum  album.  Elytra  sat  fortiter  punctato- striata, 
macula  obliqtia  postbasali  a  humero  ad  suturam  exteusa, 
irregulari,  interrupta,  e  punctis  conÜuis  composita,  altera 
dorsali  posi mediana  valde  irregulari,  punctisque  dispersis,  ad 
latera  i)arum  densioribus,  albo-cinereis  notata. 

Pygidium  vitta  mediana  excepta  albo-cinereum. 

Abdominis  segmentum    primum  apice  medio  carinulatum. 

Pedes  rufo-brunnei,  gri.seo-])ubescentes,  fusco-anuulati; 
articulo  primi  tarsorum  parum  longiore  quam  in  G.  anten- 
nato Luc. 

Long,   ß^li  mm,  elytr.  4i|2,  lat.  2^/2. 

Hab.  Süd-West-Madagascar.     1  ,^,  "l   $. 

Durch  den  längern  Rüssel,  die  dünnern  und  im  ,^  kürzern 
Fülller,  deren  Endglieder  weniger  verbreitert  sind,  durch  das 
punktirle  Halssehild,  das  mit  einem  deuHic-hen  Kiel  versehene 
erste  Hinterleibssegment  des  ,_^,  und  durch  die  Zeichnung  von 
G.  antennatns  Lac.  zu  unterscheiden. 

87.    Aneurrhinus  cyhndricus  sp.  nov, 

,3.  A.  niger,  pubc  fusco-cinerea  hie  et  inde  brunuescente 
vestitus,  albo-griseo-  et  nigro-variegatus  ac  tessellatus. 

Rostrum  apice  levissime  emarginatum,  carinula  mediana 
tenuissima  in  im[)ressionc  levissima  longiludinali  sila  notatum. 
Antennae  nigrae,  articulis  7"  et  8*^  griseis. 

Prolhorax  cum  elytris  cylindricus,  reticulato-rugosus. 

Elytra  prothorace  haud  latiora,  valde  elongata,  subtiliter 
punctato-striata,  iuterspatiis  1",  3o,  5",  7",  9"  albo-griseo-  et 
fusco-tessellatie. 

SteU.  entomol.  Zeit.  1695.  13* 


196 

Pygidium  albo-giiseiim.  Corpus  infra  eadem  pube  vesti- 
tum,  lateribus  fu.sco-maculatiim. 

Pedes  uigi'i,  albo-griseo-pubescentes,  femoribus  medio, 
tibiis  basi  extrema,  tarsorum  arÜculo  1^  basi,   2*>  toto,    nigris. 

Long.  141/2  rnrn,  elytr.   10,  lat.  5. 

Hab.  Antananarivo,  Madagascar  (A.  Sikora  coli.).    1   ^j. 

Die  auffallend  regelmäßig  cylinderförrnige  Gestalt  diese» 
Thieres  unterscheidet  es  leicht  von  den  Arten  dieser  und  der 
verwandten  Gattungen. 

88.  ^Ozotomerus  rugicollis  sp.  nov. 

f^  $.  Speciei  tcaterhousei  Pasc,  dictae  valde  affinis; 
capite  prothoraceque  fortius,  hoc  longitudinaliter,  rugulosis; 
earina  laterali  prothoracis  longiore;  clytris  fortius  punctalo- 
striatis,  i)()ne  medium  in  utroque  elytro  intra  sirias  1»'"  et  7i»in 
macula  rotuudata  nigra  notatis,  humeris  exceptis  plus  minusve 
griseo-albo-nebulosis;  anlennis  pedibusque  obscurioribus,  sub- 
nigris. 

Long.  81/..  mm,  elytr.  61/3,  lat.  3. 

Hab.  Palawan  (1  ,^,  4  $);  Kina  Balu,  Nord  Borneo  (I  ,^) 

In  C.  iraterhonsei  Pasc,  trägt  das  Halsschild  auf  der 
Obevseile  am  Vorderrande  drei  weiße  Striche,  von  welchen 
die  beiden  seitlichen  in  vorliegender  Art  undeutlich  sind.  Die 
Decken  sind,  mit  Ausnahme  der  Schultergegend,  besonders  um 
den  schwarzen  Fleck  herum  etwas  grau -weiss.  Das  in 
0.  iralerhousei,  ebenso  wie  der  hinterste  Theil  der  Decken 
und  ein  nicht  sehr  scharf  begrenztes,  vom  Schildchen  nach 
der  Mitte  des  Seilonrandcs  laufendes  Band,  M-eiß  behaarte 
Pygidium  ist  in  nn/icoUis  dunkel. 

89.    Ozotomerus  discoidalis  sp.  nov. 

$.  0.  niger,  albo-griseo-pubescens.  Caput  et  rostrum 
rugata,  hoc  album,  illud  griseo-et  fuliginoso- varium.  Sub- 
mentum  minus  profunde  quam  in  caoteris  spcciebus  sinualum. 
Antennae  rufae,  clava  nigra. 

Prolhorax  rugulosus,  angulis  anticis  acute  rectis;  fiiligi- 
noso-brunneo-griseo-variegalus,  disco  plaga  magna  bene  cir- 
cumscripta subcirculari  magis  griseo  immixta  centro  fuliginoso. 
Elytra  breviora  quam  in  caeteris  specicbus,  punctato-striata, 
griseo-alba,  area  triangulari  humerali  magna  magis  albescente, 
j)laga  apicali  circulari  magna  subnigro-circumcincta  ochraceo- 
ct  nigro-varia  luleo-alha  niaxime  conspicua,  interspatiis  1" 
dislincte,  3",  5°,   7**,  9"  indistincte  sparsim  fusco-guttulatis. 

SioU.  enlomol.  Zeil    189&. 


197 

Pygidiuin  Iiitcd-albiim.  I'edcs  riili,  uequuliler  griyeo-ulbo- 
[uibeseenlcs. 

Long.   7i|2  mm,  elytr.   5i|3,  lat.  3. 

Hab.  Nord  Luzon  (J.  Whitehead,  1894;  1  $). 

Das  Halsscliild  ist  etwas  kürzer  und  weniger  gciunzolt 
als  iu  den  übrigen  Arten  der  Gattung,  vielleicht  mit  Aus- 
nahme von  D.  japonicus  Sharp  (Tr.  Ent.  Soc.  Lond.  p.  320. 
1801,  Japan),  den  ich  nicht  kenne.  Die  flachere  Ausrandung 
des  Kinns  ist  ziemhcli  auffällig.  An  den  großen,  fast  krcis- 
üder  rautenförmigen  hellen  Fleck  auf  der  Scheibe  des  Hals- 
sehildes,  der  von  der  Basis  bis  fast  zum  Vorderrande  reicht, 
sowie  durch  den  mehr  weißen,  ebenso  großen  Fleck  an  der 
Spitze  der  Decken  ist  diese  Art  leicht  zu  erkennen. 

90.    Phloeobius  pallipes  sp.  nov. 

j.  P.  brunneus,  tomento  sordide  luteo-cinereo  vestilus. 
Koslrum  medio  leviter  Impressum.  Caput  fronte  indislincte 
bicarinulatum.  Oculi  antice  angustati  ac  sat  forliter  approxi- 
mati.  Antennae  pallide  rufae,  eljtrorum  medium  (j^)  parum 
superantes,  apice  brunneo  nigrae,  articulis  ßo — S''  plus  minusve 
albo-griseis,   W^  nono  paulo  longiore. 

Prothorax  dorso  convexus,  rugulosus,  lateribus  basi  paulo 
sinuatis,  carinae  angulis  lateralibus  rectis;  disco  fuscus,  ante 
haue  plagam  fuseam  cinereo-pubescens  et  duobus  punclis 
albidioribus  notatus;  basi  utrinque  tribus  punetis  in  triangulo 
sitis,  apice  duobus  punetis  fuscis  signatus. 

Scutellum  quadrangulare,  griseum.  Eljtra  parallela,  pro- 
thorace  haud  latiora,  subtiliter  striata,  Stria  la  magis  impressa, 
pone  basin  subtuberculata  et  geminatim  nigro-penicillala,  dimidio 
apicali  (apice  unicolore  excluso)  in  interspatiis  1",  3",  5",  7» 
gullis  longius  nigro-pilosis  notata:  una  in  interspatio  3"  post- 
mediana  conspicuore. 

Prosternum  ante  coxas  sulco  transverso  anguliformi  beue 
circumscriplo  instructum,  ac  utrinque  ad  hunc  sulcum  sub- 
tuberculatum. 

Corpus  infra  unicolor.  Pedes  pallide  rnfi;  tarsorum 
arliculus  li"'   apice  brunneus. 

Long.  8  mm,  elytr.   51/2,  lat.  81/2- 

Hab.  Perak  (1  ,^);  Sumatra  (1   $). 

In  allen  übrigen  mit  kleinen  Haarbüscheln  versehenen 
Arten  dieser  Gattung  ist  der  hintere  Thcil  der  Scheibe  des 
iialssehildes  ziemlich  stark  eingedrückt  oder  abgeflacht  und 
die   Mitte    selbst    wieder    erhöht    und    mit   einem    Haarbüschel 

Stett.  entomol    Zeit    1895. 


198 

versehen.  In  pallipes  sp.  nov.  hingegen  ist  das  Halsschild 
geformt  wie  in  Ph.  gigas  Fabr.  und  alfernans  Wied.,  d.  h. 
es  ist  vor  dem  Scliildciien  zwar  etwas  niedriger  als  in  der 
Mitte  der  Scheibe,  aber  nicht  eingedrückt.  Das  kurze  F-nd- 
glied  der  Fühler  hat  pallipes  mit  allernans  Wied.  und  albes 
cens  sp.   nov.  gemein. 

Ein  weiblicher  Phloeophilus  von  Sumatra,  den  ich  zu  der 
gegenwärtigen  Art  reebnen  muß,  unterscbeidet  sich  von  dem 
,^  durch  die  Fühler,  welche  bis  auf  die  drei  Endglieder  blaß 
röthlich  sind,  und  durch  die  schwarzen  Fleckchen  der  hintern 
Hälfte  der  Decken,  welche  hier  fast  ganz  verschwunden  sind. 

Unter  dem  Materiale  des  Slettiner  Museums  sind  2  V 
dieser  Art,  gefangen  in  Soekaranda,  Sumatra  (Dohrn,  Januar 
1894),  und  von  demselben  Fundorte  3  ,J^  und  8  $,  welche 
einer  andern  Art  anzugehören  scheinen.  Die  ,^^  haben  viel 
längere  Fühler  als  pallipes  m.;  die  Schienen  und  Tarsen  sind 
länger  behaart;  die  weiße  Behaarung  der  Oberseite  ist  mehr 
ausgedehnt;  das  Halsschild  und  die  Decken  sind  breiter; 
letztere  sind  vor  der  Spitze  deutlicher  eingedrückt  und  im 
letzten  Viertel  mehr  gehöckert;  die  Zeichnung  des  Hals- 
schildes ist  eine  andere.  Das  Halsschild  hat  jederseits  wie 
gewöhnlich  den  dunklen  Basalfleck  und  in  der  Mitte  der 
Scheibe  einen  ziemlich  großen,  schwächer  dunklen  Halbmond, 
dessen  Hörncr  mit  den  Kasaltlecken  verbunden  sind;  davor 
steht  ein  zweiter,  kleinerer  Halbmond,  der  gleichfalls  jederseits 
durch  eine  unregelmäßige  IJogenhuie  mit  der  Basis  verbunden 
ist;  außerdem  ilndet  sich  noch  jederseits  eine  unterbrochene, 
häufig  abgekürzte  Linie;  die  Zeichnungen  machen  den  Ein- 
druck von  konzentrischen  Halbkreisen.  Ich  l)etrachte  diese 
Form  vorläufig  als  Aberration  von  pallipes  und  nenne  sie 
Phl.  pallipes  ah.  pilipes  ab.  nov.  (T\pus  in  Mus,  Stettin), 

91.    Phloeobius  albescens  sj».  u  v, 

,^  $.  Speciei  P.  gigas  Y'Ahr.  diclae  statura  bimilis;  niger, 
albo-])ubescens.  Rostrum  brevissimum  lateribus  parum  minus 
quam  in  P.  gigas  angulatum.  Caput  breve  inter  oculos  absque 
carinulis.  Anfeunae  rufae,  clava  tota  et  caeteris  articulis  apice 
nigris,  tj)  urticulo  ultimo  decimo  circiter  triente  longiore 
apice  extremo  curvato. 

Prolhorax  brevior  quam  in  P.  gigas  Fbr.,  antice  minus 
angustatus  augulis  anticis  magis  distinctis,  granulato-punctatus 
haud  rugalus,  albus  subochraceo-,  seu  subochraceo-albo-, 
variegatup,  basi  utrimquc  macula  parva  quadrangulari  bene 
exprcssa  nigra  uotatus. 

Stctt.  cn(oiuoI.  Zeit.  1896. 


190 

Elytru  leviter  puiKlalo-striata,  obvic  impressa,  subooliraceo- 
pubescenlia,  allenialiin  iutcisliliis  albo-  et  apioc  subnigro- 
les.sellatiti,  parle  declivi  apicali  ac  regioue  postbasali  transversa 
paruin   magis  albidis. 

Infra  unicolor.  Pedes  rufi,  fenioribus  siipra  et  tarsis  apiee 
subuigris,  tibiis  medio  intevdiim  inconspicue  ruscesccntibus. 

Long.   S'/i  mm,  elytr.  61I3,  lat.  S'-^j^. 

Unterscheidet  sich  von  P.  gigas  Fabr.  besonders  dnrch 
die  nicht  geiiielte  Stirn,  das  verhähnißmäßig  kurze  Endglied 
der  Antennen  des  j,  den  kürzeren  und  vorn  breiteren  Pro- 
thorax und  durch  die  scliwächer  gestreiften  Decken,  welche 
jode  einen  deutlicheren  Eindruck  vor  der  Spitze  haben.  Der 
abschü>sige  apicale  Theil  der  Decken  und  ein  post basales 
Querbaud,  das  zwischen  den  fünften  Zwischenräumen  steht 
und  vorn  ziemlich  scharf  abgegrenzt  ist,  sind  dichter  weiß 
behaart  als  der  Rest  der  Decken. 

P.  nigroiingulalus  Gyll.  scheint  näher  mit  (jigas  als  mit 
albescens  verwandt  zu  sein^  die  Art,  welche  ich  als  nigra- 
nngiilalKS  Gvll.  auflasse,  hat  eine  deutliche  Stirnfurche,  ihr 
Halsschild  ist  ziemlich  auffällig  gekörnt-gerunzelt,  die  Decken 
sind  wie  in  gigas  ziemlich  auffällig  gestreift,  und  das  Endglied 
der  Fühler  des  ,^  ist  sehr  lang. 

Fabricius,  Ent.  Syst.  Suppl.  p.  i60  (1798),  sagt  von 
seinem  „Anfhribiis  longicornis"^:  Statura  et  magnitudo  sequen- 
lium  fniveiroslris,  roboris,  pubesceiis). 

Gyllenhal,  Schüuh.  Gen.  Cure.  V.  p.  130  (1839),  dagegen 
vergleicht  die  Art,  welche  er  als  A.  longicornis  Fabr.  be- 
schreibt, mit  Anlhribns  albimis  L.  Ich  glaube  daher,  daß 
A.  longicornis  Gyll.  etwas  anderes  als  A.  longicornis  Fabr. 
ist  und  zwar,  da  Gyllenhal  angiebt,  daß  das  letzte  Fühlerglied 
des  ,^  wie  in  A.  alternans  Wied.  kurz  sei,  mag  Gyllenhar« 
longicornis  dasselbe  wie  mein  albescens  oder  wenigstens  eine 
ähnliche  Art  sein. 

92.   Phloeophilus  decoratus  sp.  nov. 

j.  P.  niger,  albo-signatus.  Rostrnm  crassissimum, 
parallclum,  ad  marginem  apicalem  triangulariter  sinuatum  im- 
pressum,  medio  cum  fronte  capitis  sulcatum,  bicarinulatum- 
dorso  cum  capite,  macula  occipitis  nigra  exclusa,  all)um. 
Oculi  prominentes,  liaud  obliqui,  leviter  emarginati.  Antennac 
longitudine  corporis,  articulis  3^ — 7"  apice,  S'^  toto  albis, 
2*'  dimidio  tertii  vix  longiore,  9"  et  10''  symmetricis  clava  nigra. 

Prothorax  retrorsum  ampliatus,  pone  medium  leviter 
sinuatus,  fortiter  rugatus,  dorso  basi  rotundatim  impressus, 
vitta  lata    mediana    ad    marginem    apicalem  et  in    impressione 

Stett.  «Dtomol.  Zeit.  1895. 


200 

dilatata,  pone  carinam  utrinque  leviter  convexam  deinde  irre- 
gulariter  rottindatini  antrorsiim  flexatn  mcdiiim  lateris  band 
attiDgentem  liibiis  punctis  notatus,  mediano  majore,  praeterea 
tribus  punctis  etiam  miuutis  lateralibus  utrimque  in  disco 
sitis,  albis. 

Scutellum  album.  Elytra  parallela,  pone  basin  sat  gibbosa, 
striato-punetata,  iutcrstiis  band  elevalis;  fascia  basall  a  margine 
basali  juxta  humerum  circuni  gibbositatem  ad  sutiiram  flexa 
ramum  brevissimum  latum  bumeralem  margincm  lateralem 
non  attingentem,  praeterea  ramum  alterum  longitudinalem 
primo  intra  strias  lam  et  4am^  deinde  multo  angustatam  intra 
strias  4am  et  5am  fere  ad  medium  elytri  ascendentem,  emittente; 
fascia  altera  sinuosa  communi  postmediana  a  limbo  laterali 
oblique  versus  suturam  ascendente,  ubi  cum  macula  apicali 
conjuncta;  macula  parva  mediana  suturali;  bis  signaturis  albis. 

P^'gidium  longitrorsnm  subsulcatum,  album. 

Corpus  infra  subtiliter  cinereo-pubescens.  Prosternum 
fortiter  rugatum.  Processus  mesosternalis  fere  parallelus,  apice 
emarginatus.  Metasternum  latoribus  punctis  magnis  instructuni, 
sicut  niesosternum  utrimque  una  vel  duabus  maculis  minutis 
albis  notatum,  Abdomen  segmento  l"  uni-,  2^ — 4"  utrinque 
bi-albo-maculatum. 

Femora  apice  macula  alba  signata;  tibiae  basi  apiceque 
exceptis  cum  tarsorum  articulo  primo  (basi  extrema  exclusa) 
albae. 

Long.  14  mm,  elytr.  9,  lat.  S^/o. 

Hab.  Antananarivo,   Madagascar  (F.  Sikora  coli.;    1   J*). 

Diese  auftallig  gezeicbnete  Art.  deren  Zeicbuung  übrigens 
veränderlicb  zu  sein  scbeint,  kommt  dem  Phl.  aiigillatus 
Fabrs.  der  Boscbreibung  nacb  nabe,  unterscbeidet  sieb  aber, 
außer  durcb  Einzelbciten  in  der  Zeicbnung  und  Färbung, 
dureb  den  kurzem  Seitenkiel  und  die  breite  dorsale  Vertiefung 
des  Halsscbildes. 

Gulamentus  gen.  nov. 

jV.  Rostrum  brevissimum,  apice  leviter  emarginatum, 
inclinatum,  dorso  planum.  Caput  brevissimum.  Oculi  magni, 
})rotboracem  attingentes,  vix  convexi,  rotuudi,  antice  autem 
anguste  emargiuati.  Sulci  anlennarum  laterales  magni,  margine 
postico  tuberculiformi.  Antenuae  (j)  corpore  longiores,  gra- 
ciles,  articulis  2^ — 8"  apice  incrassatis,  2»  primo  dimidio 
longiore,  tertio  breviore,  3« — 7"  snbaequilongis,  S"'  vix  bre- 
viore,  9" — 11"  paulo  lalioribus,  9"  ac  ll*^  longitudine  octavi, 
100  paiilo  breviore;    ($)  eljtrorum  basin  superantes,    articulis 

Stett.  enlomol.  Zeit.  1805. 


201 

3" — 8"  tenuibus,  2'*  tertio  ciassiorc  et  parum  longiorc,  olava 
lata,  articulo   11"  nono  et  decimo  simul  siimtis  acquilongo. 

Prothorax  paulatim  loliindato-ainpliatus,  convexiis,  carina 
(lorso  levissime  bitlcxuosa,  lateialiter  rolundatim  flexa,  usqiie 
ad  apioem  ascendente.  Scutellum  magniim,  sub-semicircularc. 
Eljtra  cyliudrica,  aequalitev  coiivexa. 

Pygidium  (3^)  mucronatum,  ($)  apice  truncatum. 

Prosteruuni  brevissimum,  simplcx.  Processus  mesosterni 
brevis,  triangularis.  Abdomen  (^)  medio  depressum;  (j^,  $) 
segmento  auali  leviler  emargiuato-truncato.  Tarsonim  artieuliis 
primiis  (3)  elongatus. 

Der  Hinterrand  der  Fühlergrube  ist  höckerförmig  eriiöht 
und  setzt  sich  auf  der  LTutcrseite  des  Küssels  als  feiner  Kid 
bis  zum  Kinn  (Submentum)  fort.  Letzteres  ist  an  der  Basis 
sehr  stark  eingeschnürt.  Der  Kopf  ist  nicht  rüsselartig  ver- 
längert. 

Unterscheidet  sich  von  Phloeobiiis  Schönh.  durcli  die 
Form  des  Kopfes,  der  Fühler,  des  Halsschildes  und  des 
Pygidiums. 

93.  Gulamentus  cylindricus  sp.  nov. 

,^^.  G.  niger,  subtus  cinerco-,  supra  olivaceo-  et  cinereo- 
pubescens,  Antennae  clava  nigra,  articulo  S"*  subalbo.  Caput 
medio  longitrorsum  subtilissime  rugulosum.  Prothorax  lati- 
tudine  parum  brevior,  ad  apicem  paulo  angustior  quam  ad 
basin,  cum  eljtris  coriaceus;  linea  mediana  apicali  et  utrinque 
duobus  vcl  tribus  punctis  lateralibus  subalbis.  Elytra  vix 
striata,  sine  signaturis  conspicuis,  ad  humeros  et  in  medio 
parum  magis  cinerea,  puncto  anteapicali  eliam  albidiorc.  Corpus 
subtus  unicolor.     Articuli  2, — 4.  tarsornm  nigri. 

Long.  6  mm,  elytr.  4,  lat.  3. 

Hab.  Kuilu,  Franz.  Congo  (1  >S^   1  ?)• 

in  der  Farbe  und  dem  allgemeinen  Aussehen  erinnert 
diese  Art  an  kleine  Phloeophilus. 

94.  Caccorhinus  lateripictus  sp.  nov. 

j -V-  ^.  riifus,  supra  dense  albo-luteo-pubesccns,  infra 
pro  maxima  parte  niger.  Antennae  prothoracis  medium  haud 
superantes  (J^)  seu  vix  attingentes  ($),  rufae,  elava  nigro- 
brunnea,  articulo  11''  decimo  plus  duplo  longiore.  Prothorax 
conicus,  lateribus  medio,  ubi  carina  desinet,  subangidato- 
angustatis,  apice  ipso  subconstrictis,  basi  dorso  bisinuatus, 
lobo  antescutellari  angulato-rotundato. 

SteU.  entomol.  Zeit.  1895. 


202 

Elylra  couvexa,  t^iidira  jiuü  iinpressa,  sciialiin  iiiiiu'tala, 
subslriata,  puiiclo  ininulo  iu  inedio  margiuis  basalis  bruuneo, 
maciila  lateiali  postluimerali  versus  dorsum  ad  slriam  sexlam 
exlen^^a  ac  in  maigine  ad  angulum  humeralem  dilatata 
uigra  nolala. 

Pygidiuni  ($)  semicirculare,   (J^)  parum  longiiis. 

Slcrna  nigra,  hie  et  inde  riifa;  prosternum  lateribus  antice 
fortiler  punctatum;  moso-  et  nietastenium  latcraliter  piibe 
hitea  maculala.  Abdomen  lateribus  et  apice  exceplis  nigrum, 
(j)  medio  seosim  Impressum,  ($)  convexum. 

Pedes  nigri,  iemoribns  ad  apicem,  tibiis  ante  basim  rufis; 
tibiis  et  tarsis  infVa  sat  longe  pilosis. 

Long.  81/2  ^^1  eljtr.  6,  lat,  31/3. 

Hab.  New-Guinea:  Stephansort  und  Dorey  (3  j,  1  ^)^ 
N.  Queensland  (l   -9). 

Die  Gattung  Caccorhinus  Sharp,  Tr.  Eni.  Soe.  London 
p.  321  (1891),  steht  Craloparis  Sehönh.  der  Beschreibung 
nach  sehr  nahe.  Sharp  stellt  sie  in  die  Nähe  von  Basitropis 
Jek,  Ins.  Saund.  I.  p.  90  (18.55),  der  nach  unten  verlängerten 
Fühlergruben  wegen,  welche  in  Craloparis  nach  Lacordaire, 
Coleopt.  VII.  p.  579  (_1866),  .^Covoilbrm"  sein  sollen,  was 
sie  aber  nicht  sind;  in  allen  mir  vorliegenden  amerikanischen 
Cratoparis- Alten  ist  die  Fühlergrube  vor  den  Augen  direkt 
nach  unten  verlängert,  jedoch  ist  die  Grube  sowohl  wie  die 
Verlängerung  nicht  so  tief  als  iu  Basitropis,  und  ihre  Furchen- 
Ibrni  ist  daher  weniger  leicht  zu  sehen.  In  Caccorhinus  sind 
die  Augen  sehr  grobkörnig  wie  in  Cratoparis;  die  kurzen 
Fühler,  die  Beine  etc.  sind  gleichfalls  gebildet  wie  in  Crato- 
paris. Das  Kinn  von  Caccorhimis  ist  grade  abgestutzt  und 
nur  an  den  Vorderecken  etwas  vorgezogen;  dieser  eigen- 
ihUmliche  Charakter  ist  in  einigen  amerikanischen  Cratoparis- 
Arten,  wenn  auch  nicht  stark,  angedeutet,  z.  B.  in  C.  lunatus 
(Fabr.).  In  einer  Ceylon-Art  von  Caccorhinus,  die  viel- 
leicht (?!)  mit  Cratoparis  brunncipennis  Motsch.  identisch 
ist,  zeigt  das  Kinn  eine  deutliche,  aber  sehwache  Ausrandung, 
und  es  scheint  mir  demnach  kainn  ein  Charakter  übrig  zu 
bleiben,  durch  den  man  Caccorhinus  von  Cratoparis  in  dem 
jetzigen  Umfange  dieser  Gattung  unterscheiden  kann.  Wie 
schon  Lacordaire  (1.  c.)  gesagt  hat,  lassen  sich  aber  die 
Cratoparis-A-vien  nach  der  Form  des  Mesosternal-Fortsatzes 
in  zwei  Gruppen  bringen,  von  denen  die  erste  mit  höcker- 
formig  vorgezogenem  Mesosternum  die  typischen  Arten  um- 
faßt,   während    zu    der    zweiten    Gruppe    die    Arten    gehören, 

-SteU.  entomol.  Zeit    1395. 


203 

welche  eine  eiui'aih  ab.s(•llii^^bigc  MiUelbnisl,  wie  CaccorhiuNs 
haben;  es  wird  vielleicht  das  Beste  sein,  vorläiiliu,  diese  ganze 
zweite  Gruppe  von  Crafoparlü  /u  Caccovhinns  zu  ziehen. 

Die  oben  i)eschriel)eue  Carcorh iniis- Avt  ist  sehr  aullalliü; 
durch  die  gclblich-sahnelarbenc  dichte  Behaarung  der  Ober- 
seite, welche  ein  braunes  Pünktchen  in  der  Mitte  des 
Basalrandes  jeder  Flügeldecke  und  einen  mäi!)ig  großen, 
schwarzen  Randfleck  zwischen  Schulter  und  Mitte  des  Seiten- 
randes zeigt. 

95.    Caccorhinus  disconotatus  (Dohrn  i.  collj  sp.  nov. 

Q$.  C.  brunneus,  supra  rufo-brunneus,  griseo-pubescens, 
rufo-brunneo-  et  brunneo-variegatus.  Antennae  paliide  ruiae, 
clava  subnigra  apice  articuli  lli  excepto.  Prothorax  an- 
trorsum  rolundato-angustatus,  basi  bisinuatus,  augulis  posticis 
rectis  summo  apice  rotundatis,  punctalus,  rugulosus;  ad 
basin   utrimque  brunnescens,  pube  grisea  hie  et  inde  dcnsiore. 

Elytia  subc3lindrica,  leviter  striato -punctata,  interstiis 
planis  alternatim  haud  conspicue  l'usco-  et  griseo-tessellatis, 
niacula  parva  dorsali  mediana  intra  strias  lam  et  4iiiii  libera 
vel   cum   macuia  elytri  alteri  conlliui,  nigro-brunnea  notata. 

Prosternum  dense  fortiter  punctatum,  medio  ante  coxas 
pliea  levi  instructum.  Processus  mesosternalis  rotundato- 
triangularis.  Metasternum  laleribus  punctis  grossis  notalum. 
Abdomen  minulissime  punctulatum,  lateraliter  paruin  dcnsius 
f(uam  in  medio  pubescens;  (^)  medio  vix  dcpressum.  Pedcs 
brunneonigri,  fcmorum  posticorum  apice,  tibiarum  omnium 
medio,  lere  toto  articulo  primo  tarsorum  ruds  griseo-pubes- 
ccntibus. 

Long.   6^/1   mm,   eljir.   4i,L,  lat.  21/2- 

Hab.  Ceylon  (Typus  in  Mus.  Stettin). 

Diese  Art  erinnert  an  Craloparis  hfridiix  Fahrs.,  unter- 
scheidet sich  aber  durch  die  viel  mehr  wal/.cnlormigen  und 
schwächer  gestreiften  Decken  und  durch  die  nicht  spitz  vor- 
gezogenen Ilinterecken   des  Halsschildes. 

Araeocerus  Schönh.,  Gen.  Cure.  V.  p.  273  (1839). 

Von  den  Walker'schcn  Ccvlon-Arten  ist  A.  biforeahis 
Walker,  Ann.  Mag.  N.  H.  (3).  III.  p.  2(52  (185!))  ein  Dlrcc- 
tarins  Jord.  und  unterscheidet  sich  von  D.  conrexipcintis 
Jord.  (S.  167)  durch  die  schmälere  Gestalt,  zahlreichere  und 
daher  dichter   stehende   Flecke    der   Oberseite,   durch    den   vor 

Stctt   entomol.  Zeit-  1895, 


204 

dem  Schildclien  winkligen  und  nach  den  Seiten  hiu  släiker 
nach  hinten  gebogeneu  Halssc-hildkiel,  der  außerdem  in  einen 
kurzen,  aber  deuthchen  Seilenkiel  verlängert  ist.  Die  Schenkel 
von  J).  bifovcafiis  sind  dunkel;  die  Schienen  hell  lüthlich. 

Zur  Gattung  Araeocerus  Schönh.  gehört  dagegen  Walker's 
Hylesinus  irresolutus,  1.  e.  p.  2(5 1   (1859)  von  Ceylon. 


Ueber  Agrias- Arten 

von  Heinrich  Riffarth. 


Von  Herrn  Albert  Schulz,  Para,  erhielt  ich  in  diesem 
Frühjahr  ein  ajii  10.  April  1894  daselbst  geiangenes  Af/rias-'^^ 
welches  ich  nach  Slaudingers  Beschreibung  (Staudiuger  Exot. 
Sclimelterl.)  lür  Claudia  Schulz  hielt,  aber  gleich  als  zu 
Sardana paliis  Bates  gehörig  erkannte.  Daher  kommt  es,  daß 
Herr  Fruhstorler  auf  meine  Veranlassung  in  den  Entomol. 
Nachrichten  Heft  10.  1895  die  Mittheilung  machte,  daß  Sardana- 
palus  ,^  zu  Claudia  $  gehöre.  Da  nun  Herr  Fruhstorfer 
im  Stuttgarter  Museum  einen  echten  (^laudia  j  gefunden  hat, 
so  ist  obige  Vermuthung  hinlallig  geworden.  Beim  Vergleichen 
dieser  beiden  Thiere  stellte  sich  heraus,  daß  der  Claudia-^ 
mit  meinem  ^  nicht  übereinstimmte  und  dieses  $  unbedingt 
zu  Sardanapalus  gehört. 

Beschreibung: 

Sardanapalus  Bates  i^:  Länge  des  Vorderflügels  45  mm. 

Oberseite:  Das  Scharlachroth  der  Vorderflügel  ist  ohne 
blauen  Schiller,  verläuft  aber  sonst  genau  so  wie  beim  ^. 
Von  der  Mitte  des  Vorderrandes  geht  dasselbe  im  Bogen  bis 
zu  M.  1  und  bleibt  von  da  ab  ca.  1  mm  vom  Außeurande 
entfernt.  Zwischen  SM  und  Innenraud  tritt  es  in  der 
äußeren  Hälfte  nur  als  stark  rothe  Bestäubung  auf,  die  Ader 
selbst  schwarz  lassend.  (Bei  der  echten  Claudia  ist  an  der 
Wurzel  etwas  Schwarz  vorhanden,  das  Roth  nimmt  zwei 
Drittel  des  Vorderrandes  ein  und  geht  von  da  ab  in  gerader 
Linie  nach  dem  Außeurande  hin,  so  daß  die  schwarzbraune 
Apicalspitze  ein  fast  rechtwinkliges  Dreieck  bildet.)  Die 
maltgelbe  Apicalbiude  ist  sehr  deutlich  und  besteht  aus  drei 
Fleckchen.  Die  HinferflUgel  sind  tief  schwarzbraun  mit  sehr 
großem  rothen  Läugstleck,  der  nach  außen  hin  etwas  strahlen- 

Stelt.  entomol.  Zeit.  1895. 


205 

förmig  verläuft  und  dieselbe  Ausdehnung  hat,  wie  das  Blau 
des  j,  jedoeh  am  Innenrande  bis  ungefähr  an  M.  2  vom 
Schwarzbraun  verdrängt   wird. 

Unterseite:  Vorderflügel  wie  beim  ,j^,  nur  ist  der  zunächst 
der  Apicalbinde  stehende  helle  bindenartige  Vorderrand  fleck 
um  die  Hälfte  breit<'r  und  zieht  sich  bis  zum  Roth,  liinter- 
llügel  genau  wie  beim  ,3.  Auch  befindet  sich  hier  der  für 
Sanlanapaltis  und  verwandte  Arten  so  charakteristische,  am 
Basaltheil  des  Vorderrandes  stehende  schwarze  Halbbogenstrich. 

Sammhmg:  Riffarth. 

Was  die  von  Herrn  Fruhstorfer  ausgegrabene  Agr.  Annetta 
Gray  anbelangt,  so  ist  offenbar  wohl  nur  die  Form  von  Rio 
darunter  zu  verstehen,  während  die  Form  von  St.  Calharina 
als  Claudianus  Stgr.  weiter  bestehen  kann.  Letztere  stimmt 
auch  mit  der  Staudinger'schen  Abbildung  vollkommen  über- 
ein und  hat  derselbe  die  männliche  Form  als  Unterlage  bei 
der  Beschreibung  benützt,  während  das  $,  welches  er  als  von 
Rio  stammend  beschreibt,  mit  Annetta  $  vollständig  überein- 
stimmt.    Nachfolgend  die  Vergleichung  beider  Arten: 

Annetta  Gray  c? :  Gröl3e  wie  Sardanapalus  ,^. 

Oberseite:  Das  rothe  Feld  der  Vorderflügel  ist  wie  bei 
Clavdianus  etwas  violett  schillernd,  aber  am  Innenrande 
weniger  ausgebuchtet  und  zieht  sich  näher  zum  Innenwinkel 
hin.  Auch  ist  es  breiter  wie  bei  Claudianus.  Die  Apical- 
binde ist  kaum  angedeutet.  Die  Hintertlügel  sind  tief  schwarz- 
braun mit  l^jo  cm  breitem  hochrotheu  Fleck,  welcher  nach 
der  Basalhälfte  hin  strahlenförmig  den  Adern  folgt.  Auch 
tritt  an  dieser  Stelle  etwas  blauer  Schiller  auf,  der  sich  noch 
über  den  dritten  Theil  des  Roths  hinzieht.  Bei  Claudianus  j 
tritt  das  Roth  auf  den  Ilinterflügeln  nur  sehr  spärlich  oder 
gar  nicht  auf.  Die  Flügelform  ist  etwas  breiter  und  mehr 
gezähnt  wie  bei  Claudianus,  besonders  sind  die  Apicalspitze 
der  Vorderllügel  und  der  Innenwinkel  der  Hinterflügel  spitzer. 

Unterseite:  Dieselbe  stimmt  mit  Sardanapalus  sowohl  in 
Zeichnung  als  in  Färbung  vollkommen  überein,  während  bei 
Claudianus  alle  Zeichnung,  welche  bei  Annetta  schwarzbraun 
ist,  violetlschwarz  wird.  Das  graugrüne  Basalfeld  der  llinler- 
flügel  sowie  die  ebenso  gefärbte  Mittelbinde  werden  bei  Clau- 
dianus violettgrau  und  dieser  Ton  zieht  sich  auch  über  die 
gelbe  Zeichnung.  Der  Unterschied  in  der  Färbung  der  Unter- 
seiten beider  Arten  ist  so  groß,  daß  sich  dieselben  auf  den 
ersten  Blick  unterscheiden  lassen. 

Stctt.  entomol.  Zelt.  1895 


206 

Claudianus  Stgr.  $:  Größe  wie  Sardanapalus  $. 

Oberseite:  Das  $  stimmt  im  Allgemeinen  mit  dem  ,j 
überein,  nur  ist  das  Roth  der  Vorderflügel  heller  und  ohne 
violetten  Schiller.  Auf  den  Hinterflügeln  tritt  das  Roth  gar 
nicht  oder  doch  nur  sehr  schwach  auf,  während  bei  AnneUa  ^ 
das  Roth  sehr  deutlich  voriiauden  ist. 

Unterseite:  Die  düstere  Färbung  der  Unterseite  stimmt 
genau  mit  der  des  q    überein. 

Nach  vier  Exemplaren  Annetfa  und  Clmidianus  aus  meiner 
Sammlung,  ein  Exemplar  Clatidianiis  ,^  von  Herrn  Dr.  Stau- 
dinger und  ein  Exemplar  Cldudiainis  $  aus  der  Sammlung 
des  Herrn  Suffert,  Friedeuau. 

Ich  möchte  hier  noch  einige  charakteristische  Merkmale 
erwähnen,  die  darauf  schließen  lassen,  daß  Claudianus, 
Anneita,  Sardanapalust  und  Lugcns  Stgr.  alle  zu  einer  Art 
gehören  und  nur  als  Lokalformen  von  einander  zu  betrachten 
sind.  Wenn  wir  mit  der  subtr()])ischcn  Form  Sardanapalus 
beginnen,  bei  welcher  das  Roth  der  Vorderllügel  l)is  an  den 
lunenrand  geht  und  die  andern  Formen  der  Reihe  nach, 
nach  ihrem  südlichen  Vorkommen  vergleichen,  so  finden  wir, 
daß  dieses  Roth  sich  vom  Innenraude  entsprechend  zurück- 
zieht, je  mehr  wir  uns  von  der  subtroj)ischen  Region  ent- 
fernen. Ebenso  nimmt  dasselbe  nach  dem  Apex  zu  ab  und 
auch  der  blaue  Schiller  läßt  nach.  Auf  den  Hinterflügeln 
tritt  bei  den  subtropischen  Formen  Blau  auf,  welches  sich  bei 
den  im  Süden  vorkommenden  Exemplaren  in  Roth  verwandelt 
und  bei  der  südlichsten  Form  Claudianus  verschwindet  auch 
dieses.  Einen  schönen  Beweis  dafür,  daß  das  Blau  sich  in 
Roth  umsetzen  kann,  giebt  Annetia  ,j  und  die  neue  Godmani 
Fruhstorfer  von  Mato  Grosso,  bei  welchen  beiden  Arten  Blau 
und  Roth  zugleich  auf  den  Hinterflügeln  auftritt.  P^benso  zeigt 
dieses  Sardanapalus-^.,  daß  sich  das  Blau  des  rj  in  Roth 
verwandelt.  Die  Unterseiten  sind  bis  auf  Lugens  fast  ganz 
gleich,  nur  bei  der  südlichsten  Form  verdunkeln  die  Farben, 
während  die  Zeichnung  vollständig  erhallen  bleibt.  Bei  Lugens 
ist  die  Unterseile  der  Hinterflügel  matter  und  die  schwarzen 
Zeichnungen  werden  nach  Außen  zu  braun  und  verwaschen. 
Fühler,  Palpen,  Füße  und  Körperzeichnung  stimmen  in  allen 
vier  Arten  vollkouimen  überein.  W^enn  also  Saudinger  seine 
Lugens  als  Lokulforni  zu  Sardanapalus  zieht,  so  ist  die  Be- 
rechtigung vorhanden,  daß  noch  besser  übereinstimmende  Arten 
ebenfalls  als  Lokalformen  anzusehen  .sind  und  da  nun  Anneffa 
Gray  die  älteste  Form  ist  (1832  Kirbj),  so  würden  die  drei 
anderen  Arten  als  Lokalformen  zu  Annetta  zu  ziehen  sein. 

Siett.  eniomul.  Zeit.  1895  . 


207 
Eine  neue 

Epicopeia  aus  den  ßaUakbergen  Sumatras. 

von  Dr.  H.  Dohru. 

Epicopeia   Battaka. 

Nigra,  capite,  thoracis  coUari,  coxis,  lateribus  segmentonini 
alidoniinaliiim,  mavginc  postico  pegmentorum  pemiltinii  et 
Ultimi  venlralium,  pygidioque  toto  sangiiincis;  alac  anticae 
griseae,  basi  tota,  vcnis  et  vittis  interpositis  pone  cellulaui 
nigris,  posticae  nigio-cyaneae,  interstitiis  venarum  excepta 
parte  costali  et  niargine  exsterno  difl'use  carneo  vittatis,  anti- 
oaruiii  margiuc  externo  rotundato,  postiearuin  ante  apicem 
exciso,  postice  lobato, 

Expansio  alarum   104  mill. 

Eine  ^  erhielt  ich  von  den  Battakern  am  Sinabong 
(circa  1300  Meter  Höhe).  Bei  der  großen  Variabilität  der 
indischen  Arten,  namentlich  in  der  Form  der  Hintcrnügel, 
würde  ich  Bedenken  getragen  haben,  auf  ein  bisher  einzelnes 
Weibchen  eine  neue  Species  zu  gründen,  wenn  nicht  die 
lächerl'ürniige  fleischfarbene  Bemalung  der  Hinterllügel  von 
der  Fleckenfärbung  der  bekannten  Arten  typisch  verschieden 
wäre.  In  der  Form  äimelt  mein  Thier  am  meisten  der  Forin 
E-  excisa  Butler. 


Inh  alts- Verzeichniss. 


Einige  neue  Luzon-Curculioniden  des  Museum  Tring  von 
J.  Faust.  S,  3.  —  Kleinschmetterlinge  der  Loreley-Gegend 
v(in  Pfarrer  A.  Fuchs  in  Bornich.  S.  21.  —  Descriptions 
(tf  ncw  species  of  Phytophagous  Colcoptera  from  the  Indo- 
and  Austro-Malayan  llegions  by  Martin  Jacoby.  S.  52.  — 
Küsselkäfer  aus  dem  Malayischen  Archijiel  von  J.  Faust. 
S.  81.  —  Reis(!skizzen  von  Fred.  Gudmann  in  Koj)enhagen. 
Ö.  115.  —  Beitrag  zur  Kcunlniß  der  Anlhrihidae  von 
Dr.  K.  Jordan,  Tring,  England.  S.  122.  —  Ueber  Agrias- 
Arten  von  Heinrich  Riffarth.  S.  204.  —  Eine  neue 
Epicopeia  aus  den  Battakbergen  Sumatras  von  Dr.  H.  Dohrn. 
S.   207.  -^  Inhalts- Verzcichniß.    S.  207. 


Stett.  enioiuul.  Zeit.  1895. 


Entomologische  Zeitung 


herausgegeben 


von  dem 

enloiiiolos:i8cliei)  Vereine  zu  Sleltiii. 


Pi,e(lac  ti  on :  ^'i    Connuission    bei    den    Buch- 

r» .   ii„: •  1.  n  i._      ^^       -t       j  liandl.  Ff.  Flcisclier  in  Leipzig  u. 

Dr.  Heinrich  Dohni,  \  orsitzcnder.        p    i.,:,ais,wiar  *  Sni..  in  Rpriin 


R.  Friedläiider  &  Sohn  in  Berlin. 


No.  7—9.         56.  Jahrgang.  JuH- September  1895. 


Ueber  die  Hypenodes-Arten 

von    7    Carl    Reutti    in    Carls  ruhe    i.    B. 
(aus  seinem  Naclilass  verüü'entliclit). 


Unter  diesen  Arten  besteht  einige  Verwirrung. 
Dr.  Staudinger    giebt   in    seinem    Catalog  1871   S.   142 
folgende  Nomenklatur  an: 

Genus  301.     Hypenodes  Gn. 

2011.  Costaestrigalis    Siph.    111.   IV.    21,    t.    27    f.   772 
(1834j;  Wd.  Ind.  772;  Gn.  Delt.  42. 

Acuminalis  Wk.  Bresl.  Zeit.  1850,  'J\  5,  IG; 
HS.  G19;  Taenialis  Spr.  geogr.  Verbr.  IL  24G,  2G5 
(certo   non  Hb.  Pyr.  151). 

2012.  Albistrigatus  (Alhislrigatisj  Hw.  Lep.  Br,  p,  308; 
Wd.  Ind.   771   !;   Gn.  1.  c.  ?. 

Dr.  Herrich-Schiiffer  giebt  Bd.  II  S.  442  die  Nomen- 
klatur wie  folgt  an: 

Genus   CXCIV.    Cledeobia. 
782.   Acuminalis   m.    Deutschi.   Ins.    —   Sppl.    619.  — 
Cuslaestriyalis  Wood  775.   —  Albistrigaiis  Wood 
772  gehören    beide    hierher,    keiner   zu  Schrankia 
tnrfoscdis. 
Dr.  Staudinger   führt  die  von   Dr.   Ilerrich-Schäller  citirtc 
Beschreibung    und    Abbildung    der   Acuminalis    nicht    an;    sie 
befindet    sich    in  Panzer,    Fauna    insectorum    Germaniae,    fort- 
gesetzt  von  Dr.  Herrich-Sohäirer,    Heft  1G3,  f.  2,    wie  ich  sie 
in  meiner   „Uebersicht  der  Lepidopterenfauna  des  Großhcrzog- 
thums   Baden"    1853,    S.   109    citirt    habe.     Die    Fortsetzungs- 

Stett.  entomol.  Zeit.  1895.  ^4 


210 

hefte  von  Herrich -SclmiTer  111—190  wareu  1829—1841 
erschienen,  Heft  1^3  alf-o  sclion  Ende  der  1830er  oder  Anfang; 
der  1840er  Jahre.  Die  Autorschaft  des  Namens  acuminalis 
gebührt  sonach  zweifellos  Herrich-Schätrer,  nicht  "Wocke.  Das 
Panzersche  Werk  und  die  Fortsetzung  Heprich-SchäfTcrs  fehlte 
der  Bibliothek  Dr.  Staudingers  1871,  wodurch  sich  die  Ueber- 
gehung  des  Citats  im  Catalog  erklärt.  —  Mit  dieser  Abbildung 
stimmt  genau  jener  in  HS.  Sppl.  G19  überein. 

Die  Priorität  gebührt  aber  immerhin  den  englischen 
Namen  Cosfaeslngolis  und  Alhistrigatis  oder  —  wie  HS. 
schreibt  —  Albislrigalis,  und  Staudinger  verbessert  —  Älbi 
slrigatus:  Slephen's  Illustrations  erschienen  1827 — 1835, 
Haworth's  Lepidoptera  Brilannica  1803 — 1829,  Wood's  Iudex 
entomologicus  1833 — 1839. 

Herrich -Schäffer  kannte  ohne  Zweifel  das  Wood'sche 
Werk  und  konnte  sich  ein  Urtheil  über  die  Zusammen- 
gehörigkeit der  Fig.  775  (richtig,  wie  Staudinger  durch  das  ! 
andeutet,  771)  und  772  erlauben.  Aber  auch  Staudiuger 
kannte  dasselbe  ohne  Zweifel,  und  er  trennt  die  zwei  Arten, 
Während  nun  aber  Hcrrich-SchäfTer  für  Fig.  775  —  recte 
771  —  den  Namen  Coslaestrigalis  Wood  und  für  Fig.  772 
den  Namen  Albistrigalis  Wood  angiebt,  ist  das  bei  Slaudinger 
gerade  imigekehrt,  er  giebt  für  Fig.  772  den  Namen  Coslae- 
strigalis Slph.  und  für  Fig.  771  den  Namen  Albistri- 
gatus  Hw.  an. 

Als  Cosfaestrigalis  galt  die  deutsche  Art.  Staudinger 
bezeichnet  sie  als  selten  im  nördlichen  und  mittleren  Deutsch- 
land; außerdem  in  Galizieu,  Ungarn,  Holland,  Belgien,  iMiglaud 
und  im  südöstlichen  Frankreich  —  alles  übereinstimmend 
mit  Spejer's  Angaben,  nur  ist  das  südliche  Deutschland  weg- 
gelassen — ,  da  die  Art,  wie  Spejer  auch  mittheilt,  in  Baden 
bei  Freiburg,  Lahr,  Karlsruhe  gefangen  war. 

Die  Herren  Dr.  Ad.  Speyer  und  Aug.  Speyer,  „die 
geographische  Verbreitung  der  Schmetterlinge  Deutschlands 
und  der  Schweiz^'  2.  Th.  1862  S.  256  recipiiten  für  diese 
Art  {Coslaestrigalis  Stph.)  den  Namen  Taenialis  H.,  auf 
Kößler"s  Autorität  hin.  „der  auf's  Bestimmteste  versiciierte,  daß 
Taenialis  H.  Pvral.  151  unverkennbar  Acuminalis  HS.  vor- 
stelle. Daß  Rößler"s  Falter  wirklich  mit  Coslaestrigalis  Haw. 
oder  Acuminalis  HS.  identisch  ist,  beweist  ein  uns  von  Wies- 
baden Gesandtes  Exemplar".  (M.  s.  die  Aum.  286  in  Speyer 
S.  265/66.) 

Dr.    Ad.    Rößler    selbst:     „Die   Sehuppenflügler    des    Re- 
gierungsbezirks   Wiesbaden"     1881     (erste     Ausgabe:     „Ver- 
sion. cu(üiiiol.  Zbi(.  180r. 


211 

zeichniß   der   Schmetterlinge    des  Herzogtluims   Nassau"-'-    18G6) 
sagrS.  124  zu  Hijpenodes  taenialis  H.   (Cosfaestrigaüs  St.): 

^Hübner's  Bild  151  kann  nach  Flügelumriß  und  Verlauf 
der  Haupllinien  nur  diese  Art  sein.  Es  ist  aber  zu  hart  und 
feliltTihm  der  Schatten  am  Vorderrand  bei  Kegiun  der  dritten 
Querlinie.  Es  hat  entweder  ein  sehr  schlechtes  Exemplar 
oder  eine  Varietät  zum  Vorbild  gehabt.^- 

Dem  „ccrto  non  Hb.  Pvr.  151"  Dr.  Staudiuger's  wird 
also  von  Rößler  widersprochen.    Und  doch  liat  Staudinger  recht! 

Ich  habe  in  Baden  im  Verlauf  der  Jahre  diese  Art  — 
ich  will  sie  vorläufig  mit  dem  Cumulativ-Namen  aciimiiialis 
bezeichnen  —  an  vielen  Orten  und  wohl  in  mehr  als  50 
Exemplaren  gefangen;  sie  stimmten  alle  zu  den  Herrich- 
Schäfler"scheu  Abbildungen  —  weit  entfernt  von  Hübner's 
Taenialis  F.  151.  Die  Wood'schen  Abbildungen  kenne  ich 
nicht.  In  hiesigen  Sammlungen  befinden  sich  aber  von 
Dr.  Staudinger  bezogene  Exemplare  als  Costaestrigaiis  Stph. 
und  als  Albistrigatns  Hw.,  die  ich  alle  (mit  HS.)  für  zu- 
sammengehörig halte.  Die  Albistrigatns -Exemplare  in  der 
einen  Sammlung  (Daub)  sind  kleiner  als  die  Costaestrigaiis- 
Exemplare  in  derselben  und  diese  auch  scliärfer  gezeichnet; 
bei  jenen  in  der  andern  Sammlung  ist  kein  Größenunterschied 
und  scheinen  mir  umgekehrt  die  Albistrigatus-'E,xemp\diYe 
schärfer  gezeichnet  zu  sein,  als  die  CostaestrigaUs-lEixemTphve. 
So  mehr  oder  weniger  scharf  gezeichnet  kommt  die  Art  aber 
auch  bei  uns  vor,  nur  die  größere  Form  erhielt  ich  nicht. 
Auf  Anfrage  schrieben  mir  die  Herren  Staudinger  und  Bang- 
Haas,  „es  möge  richtig  sein,  daß  ihre  Jhjpenodes  albistrigatns 
(von  Livonia)  die  costaestrigalis  sind;  durch  eine  zufällige 
Namen -Etikette- Verwechslung  in  der  Sammlung  sind  die 
Doubletten  auch  so  vers^andt  worden.'' 

Ich  besitze  und  kenne  keine  Beschreibung  oder  Abbildung 
von  Ilypenodes  albistrigatns  Hw.  Ich  habe  aber  ein  von 
Frl.  Mayer  bei  Geißlingen  (bei  Waldshut)  gefangenes  Exem- 
plar, das  ich  bisher  als  albistrigatns  angesprochen  liatlc, 
glaube  nun  aber,  daß  Hübner's  Fig.  151  Pyral.  taenialis 
meine  Art  darstellt  und  beschreibe  sie  nach  meinem  badischen 
Exemplare: 

Ilypenodes  taenialis  Hb.  Spannweite  2  cm,  erheblich 
größer  als  costaestrigalis,  Vorderilügel  breiter,  Vorderrand 
etwas  gebogen,  Saum  gerader,  nicht  geschwungen,  ohne  vor- 
gezogene Spitze.  Farbe  und  Zeichnungsanlage  der  Uypena 
rostralis  ähnlich,  hellbraun,  nahe  der  Wurzel  ein  dunkles 
Fleckchen  am  Vorderrand,   bei  etwa  1/3  eine  braune,  wurzel- 

Stett.  entomol,  Zeil.  1895,  14* 


212 

>värts  liolloi'  ungelegte  Querliuie  erst  sautnwäits,  duuii  mit 
scharfer  Ecke  und  mit  mehreren  Zacken  nach  dem  Innen- 
rand lanfend;  diesen  parallel  eine  weißliche,  wurzelwärls 
scharf  dunkelbraun,  saumwärts  leicht  braun  eingefaßte  Quer- 
linie bei  ^la,  von  welcher  wurzelwärts  die  Grundfarbe  dunkler 
bräunlich,  saumwärts  bandartig  heller  ist.  Der  Grund  dahinter 
wird  von  einer  hellen,  nicht  scharf  begrenzten  dritten  Quer- 
linie durchzogen.  Im  Mittelfeld  unter  dem  Vorderrand,  nahe 
der  zweiten  Querlinie  steht  ein  dunkelbraunes  dreieckiges 
P'lockchcn,  ähnliche  kleinere  stehen  am  Saum  zwischen  den 
Rippen.  Am  Vorderrand  befinden  sich  zwischen  der  hellen 
Begrenzung  der  zweiten  Querlinie  und  der  in  der  Spitze  ver- 
laufenden hellen  Binde  hinter  derselben  drei  weißliche  häekchen- 
artige  Fleckchen.  Die  Flügelspitze  ist  nicht  getheilt.  Die 
Fransen  sind  erst  hell,  dann  dunkelbräunlich,  wie  die  Grund- 
farbe. Die  Hinterflügel  bräunliehgrau  mit  verloschenem  Mittel- 
Heck.  Unterseile  bräunlich,  Vorderflügel  am  Vorderrand 
dunkler  mit  denselben  hellen  Fleckchen  wie  oben;  Hinter- 
tlügel  etwas  heller,  gegen  Vorderrand  und  Saum  wenig  ver- 
dunkelt. 

Hübner"s  Abbildung  ist  bunter  als  mein  Thier  und  weicht 
namentlich  durch  die  graue  Farbe  der  Hinterflügel  ab.  Ueber 
die  Jlijp.  lac'iiialis  Hb.  ist  nach  mir  gewordener  Mittheihing 
der  Herren  Dr.  Staudinger  und  Bang-Haas  seither  nichts 
Corrigirendes  veröllentlicht  worden.  Ich  bin  der  Meinung, 
daß  meiner  Art  unbedenklich  der  Hübner'sche  Name  iaenialis 
gehört. 


Socbs  neue  Ciirciilioiiidcii-GaHuiigeii 

hikI 

ein  neuer  Grlochinorliinns. 

Von  J.  Faust. 


'  Megachirus  nov.  gen.  Megarhininorum  i). 

Corpus  subrhomboidale  convexum.  Pygidium  detectum. 
Unguiculi  hasi  counati.  Antennae  submedianac  funiculo  clavuni 
Ncr.sus  vix  incrassato.  Segmenta  ahdominis  quatuor  prima 
ad   latcra  truncata,  primo  posticc    medio  profunde  emarginato, 


1)   Triyunocvlitles  Luc. 
Stett    üutuiiiol.  Zuil.  1»9&. 


213 

seeundo  ((nam  (ertid  el  quiirlo  siiniil  siimplis  paiilo  hi'eviorc. 
Ca[)ul  orbiciilahiin.  Ro.slriirn  olongalmn  eyliiulricurn.  Scrobcs 
liuearcp  oldiqiii  maruinem  inferiorem  oeuli  vcr.sus  ducti,  siibdis 
liaud  ooiiÜuentes.  Protliorax  basi  apiceque  bisioiialus  lobis 
ocidaribus  distinetis.  Eljtra  protbovace  latiora  apice  fere 
conjunctim  rolundata,  decemstriata.  Coxae  anticae  prope 
basin  pvostenii  insertae  contiguae.  Processus  abdominalis 
pafalielus  apice  subtruncatus,  mesosternalis  antice  verticalilcr 
declivis.  Metasternum  brcve  episternis  latis.  Pedes  robusti 
lemoribus  subtus  tibiisquc  apice  muticis,   tarsis   valde  dilatatis. 

Der  Fiihlerschaft  erreicht  in  beiden  Geschlechtern  nicht 
ganz  das  Auge,  dieses  an  den  Seiten  des  Kopfes  rund  und 
flach.  Schildchen  vorhanden.  Deckenaußenrand  für  den 
Episternenkopf  etwas  ausgeschnitten.  Hinterbrust  zwischen 
den  Hüften  kaum  so  lang  als  der  Mittelhüftendurchmesscr, 
etwas  kürzer  als  der  Abdomiuallbrtsatz  breit,  dieser  schmäler 
als  die  Hinterhüften  und  Jederseits  an  der  Spitze  etwas  ab- 
gestutzt. Hinterbruetepimeren  wenig  sichtbar.  Trochanleren- 
borste  vorhanden.  Schenkel  gekeult,  an  Länge  wenig  ver- 
schieden, die  hinteren  den  Apex  nicht  ganz  erreichend. 
Schienen  kräftig,  gerade,  beinahe  so  lang  als  die  Schenkel, 
an  der  abgerundeten  Spitze  kaum  erweitert,  die  Körbchen  der 
hintersten  offen.  Tarsenglieder  1,  2,  3  von  gleicher 
M  reite  und  etwas  breiter  als  die  Schiene,  1  und  2 
quer  und  an  der  Spitze  flach  dreieckig  ausgeschnitten,  3  bis 
zur  Mitte  gespalten,  4  überragt  wenig  das  dritte.  Pygidium 
ohne  Falz  für  die  Decken. 

Nach  Lacordaire  gehört  diese  Gattung  des  vorn  steil  ab- 
l'allenden  Mittelbrustfortsatzes  wegen  zu  seinen  Tru/onocolidc», 
der  entwickelten  xVugenlappen  wegen  zu  seinen  Ceralopides. 
Ebenso  gut  und  meiner  Meinung  nach  besser  kann  man  nach 
Lacordaire  die  Ti'iyonocoUdes  zu  seinen  Cnrculionhles  phatte 
ro(/n(tthes  aposlasimcridea  und  zwar  in  die  Nähe  der  Nerffio- 
pidea  und  Laemosdcides  bringen;  wohin  meiner  Meinung 
nach  auch  die  Gattungen  J/e/«/?/(/cs,  Vhysarclms  und  Zantes^) 
Pasc,  gehören. 

Megachirus  fuscovarius.  Rhomboidalis.  convexus,  nigro- 
piceus,  squamis  tlavescentibus  et  fuscis  variegatim  tectus; 
rostro  dimidio  corporis  longitudine  subrecto,  maris  pone 
insertionem  antennarum  paruni  arcuato,  postice  punctato- 
sulcato,  quinquecarinulato:  fronte  foveola  parva  impressa; 
prothorace  transverso  conico,  antice  ad   latera  contracto,  lobo 


1)  Ann.  aud  Mag.  1888  p.  iU. 
Stett.  entomol    Zeit.  1895. 


214 

antescutellan  postice  emargiaato,  medio  linea  vel  carinula 
obtusa  iustructo;  scutello  ovato;  elytris  latitiidiue  nomiiliil 
louuioiibus,  autice  oblique  ampliatis,  retrorsim  rotimdalo- 
augdstatis,  maxima  latitudine  et  allitiidine  pone  basin,  i)iinctato- 
striatis,  interstitiis  subplanis;  articido  secuudo  funiculi  primo 
plus  quam  dimidio  longiore,  reliquis  transversis.  Long.  8, 
lat.  4.5  mm. 

Redescar  Bay  (Bi*.  N.  Guinea)  5  vom  Museum  Tring 
erluilten. 

Von  der  Körperform  des  afrikanisclien  Snphicus  varie- 
gatus  Pasc.i^).  Rüssel  in  beiden  Geschlechtern  an  Lange  kaum 
verschieden,  oben  zwischen  den  Fühlereinleukungeu  mit  einer 
abgekürzten  Längsfurche,  von  hier  bis  zur  Spitze  fein  punk- 
tirt,  kahl,  glänzend,  zur  Basis  fünfkielig,  zwischen  den  Kielen 
])unktirt  und  mit  quer  anliegenden  gelblichen  Härchen  besetzt; 
beim  Weibchen  gerade,  beim  Männchen  an  der  Fühlerein- 
lenkuug  etwas  gebogen.  Der  kugelförmige  Kopf  dicht  be- 
schuppt. Fühlerkeule  in  der  Mitte  so  dick  als  die  Schenkel- 
wurzel, nach  beiden  Enden  zugespitzt  und  so  lang  als  die 
beiden  ersten  Geißelglieder  zusammen.  Thorax  mit  scharf- 
winkligen  Hinterecken,  seine  Basis  jederseits  des  für  das 
Schiltichen  ausgerandeten  Mittellappens  äußerst  wenig  geschweifi, 
seitlich  bis  zur  Mitte  geradlinig-,  dann  gerundet-  und  vorn 
geschweift  verengt,  die  flach  gerundeten  Augenlappen  gelblich 
gewimpert,  mit  dem  höchsten  Punkte  der  tlacheu  Längs- 
wölbung an  der  Basis,  unten  neben  den  Hüften  mit  einer, 
auf  dem  Rücken  mit  zAvei  verwaschenen  bräunlichen  Längs- 
binden auf  gelblichem  Grunde,  letztere  Binden  vom  Vorder- 
rande bis  hinter  die  Mitte  reichend.  Schildchen  weißlich  gelb 
beschuppt,  jederseits  durch  einen  flachen  basalen  und  dunkler 
gefärbten  Eindruck  zwischen  den  dritten  Deckenstreifeu  ab- 
gehoben. Decken  mit  schräg  abfallenden  Schullern,  innerhalb 
derselben  bis  Streifen  4  eingedrückt  und  dunkel  beschuppt, 
der  höchste  Punkt  ihrer  Läugswölbungslinie  gleich  hinter  den 
basalen  Eindrücken,  die  Punkte  in  den  Streifen  länglich;  drei 
ungleich  große  dunklere  Makeln  zwischen  dem  ersten  und 
füniten  Streifen  bilden  mit  drei  kleineren,  gegen  erstere  nach 
hinten  verschobenen  drei  unregelmäßige,  unterbrochene  und 
bis  zum  Seitenrande  reichende  bräunliche  (^uerbinden,  die 
breiter  sind  als  die  zwischen  ihnen  liegenden  hellen  gelblichen. 
Unterseite  und  Beine  weißlich,  nur  die  Seiten  der  Mittelbrust, 
ihre    Epimeren,     die    Hintcrbrustepisternen    vorn    und     hinten 


0  Jour.  Liii.  öüc.  XIX.  1886  p.  335  Tab.  XLI.  1".  4. 

Stctt.  entomol.  Zeit.  1895. 


215 

dunkler,  Abdomen  in  der  Mitte  weniger  dicht  beschuppl. 
Die  Schuppen  sind  stabförmig,  auf  dem  Thorax  zugespitzt, 
aut  (Ion  Decicen  abgestutzt.  Die  kräftigen  Schenkel  an  der 
dicksten  Stelle  dicker  als  die  Tarsen  breit. 

,^  Analsegment  mit  zwei  zur  Basis  niedriger  werdenden 
Längswülsten  aus  sehr  dicht  gestellten  abstehenden  Haaren. 

Sphaeracus  nov,  gen.  Cholininorum  Lac. 

Coxae  auticae  quam  intermediae  fere  magis  distantes. 
Epimera  mesothoracis  haud  ascendentes.  Nee  prosternum  nee 
mesosternum  canaliculatum.  Rostrum  elongatum  rectum  basiu 
versus  nonnihil  crassius  (r^).  Mandibulae  exsertae  faleatae 
medio  acute  dentatae.  Oculi  magni  rotundati  laterales  vix 
convexi.  Antennae  septemartieulatae,  submedianae;  scapus 
oculum  fere  attingens;  articulus  primus  fuuiculi  elongatus- 
c'lava  elongata  biconica  articulo  primo  corneo  reliquis  lougiorc. 
Scrobes  laterales  recte  ad  oculorum  centrum  ducti.  Caput 
globosum.  Prothorax  permagnus  eljtris  latior,  basi  sub- 
bisinuatus  apice  valde  oblique  truncatus.  Scutellum  sat  magnum. 
Elytra  pygidium  obtecta,  stria  nona  et  decima  pone  coxas 
(onlluentibus.  Mesosternum  elongatum  medio  eanalieulatum, 
episternis  sat  latis  parallelis,  epimeris  triangularibus.  Processus 
abdominalis  quam  coxis  posticis  angustior  apice  utrinque 
oblique  truneatus.  Segmentum  primum  abdominale  postice 
emarginatum,  secundum  tertio  et  quarto  simul  sumptis  fere 
ae(juilongum.  Femora  haud  clavata  parum  eompressa  medio- 
criter  denlata,  duo  antiea  longiora  et  crassiora,  postica  anum 
vix  superantes;  tibiae  intus  plus  minusve  bisinuatae,  anticae 
tantum  mucronatae,  posticae  corbulis  apertis.  Artieuli  duo 
primi  tarsorum  aequilongi  et  aequiangusti,  tertius  dilatatus 
profundissime  scissus,  quartus  elongatus  uuguiculis  divaricatis 
liberis. 

Der  gerade  Rüssel  hat  des  vorn  sehr  schräg  abgestutzten 
Tlioraxvorderrandes  und  der  getrennten  Hüften  wegen  die 
Möglichkeit  sich  an  die  Brust  zu  legen.  Die  Fühlerfurche 
läiift  parallel  zur  Rüsselunterkante.  Die  Vorderhüften  sind 
nahe  dem  Hinterrande  des  Prosternums  eingefügt  und  um  die 
Rüsselbreite,  die  mittleren  kaum  um  weniger,  die  hintersten 
um  das  doppelte  von  einander  entfernt.  Hinterhüften  durch 
die  ziemlich  großen  Epimeren  vom  Deekcnaußenrande  getrennt. 
Die  Trochanteren  ohne  Starrborsle.  Die  drei  ersten  Tarsen- 
glieder  gleich  lang,  das  dritte  bis  auf  den  Grund  gespalten. 
Vorderrand  des  Prosternums  sehr  kurz  gewimpert. 

Stett.  entomol.  Zeit.  1895. 


216 

Gleiche  Rüssel-  und  Filhlerbildung  so'l  auch  die  Gattung 
Jloplorhinus^)  Clivrl.  haben.  Ueber  die  Bewehrung  der 
Scliieueuppilzen,  die  relative  Länge  der  Hauchsegmente,  die 
Länge  der  Hiuterbrust  und  die  Breite  ihrer  Episternen  ver- 
lautet in  der  Beschreibung  letzterer  Gattung  nichts,  dagegen 
glaubt  der  Autor  sie  zu  den  Afilliarhitiides  Lac.  stellen 
zu  sollen.  Wahrscheinlich  ist  es,  daß  beide  Gattungen  zu 
einer  Gruppe  zwischen  den  Menemachides  und  Cholidea  Lac. 
vereinigt  werden  müssen.  Für  eine  solche  Vereinigung  könnte 
aucli  der  Umstand  sprechen,  daß  die  beiden  von  Chevrolat 
beschriebenen  Jloplorhinus- Arten  ihm  und  die  vorliegende 
Sphaeraciis-Avt  mir  (letztere  als  Hoplorhini/s  carbonariiis} 
von  Dejrolle  zugegangen  sind.  Von  einer  Identität  beider 
Galtungen  aber  kann  insofern  schon  keine  Rede  sein,  als  bei 
der  Chevrolat'sclien  Gattung  die  Hinterbeine  stärker  entwickelt 
und  kräftiger  gezähnt  sein  sollen  als  die  vorderen. 

Sphaeracus  carbonarius.  j .  Elougato-oblongus,  convexus, 
niger,  opacus  undique  tenuissime  coriaceus,  supra  pubc  brevi 
nigra,  subtus  flavescenti  band  dense  obsitus;  antennis  tarsisquc 
rufo-brunneis;  rostrum  rectum  elj'trorum  fere  longitudine  fronte 
inter  oculos  depressa  aequilato,  basin  versus  sensim  altiore, 
(lor.-^o  bisulcato  et  tricarinato,  curinis  extorioribus  tuberculis 
parvis  remote  obsito:  prothorace  latitudine  vix  longiore,  basi 
subbisinuato  leviter  reflexo,  lateribus  valde  rotundato-ampliato 
maxima  latitudine  postmediana,  antrorsim  valde  angustalo, 
confertim  punctulato;  scutello  magno  rotundato  subilavido- 
."criceo-pubescente;  ehtris  latitudine  duplo  longioribus  pro- 
ihorace  multo  angustioribus,  margine  exteriore  parum  retlexis, 
convexis,  confuse  punctulatis;  femoribus  anticis  longioribus 
crassioribus  subtus  dentatis;  tibiis  anticis  intus  apicem  versus 
pilis  rufo-flavis,  dense  ciliatis,  tarsis  pube  longiore  obsilis,  mcta- 
sterno  impressione  latissima  utrinque  carina  alte  elcvata  ler- 
niinata^  coxis  intermediis  intus  dense  ruIb-Jlavido-pubescenlibus. 
Lg.  10.  lat.  3  mm. 

Brasilien.     Ein   Männchen, 

Hoplorhinus  carbonarius  Devr.  i.  lit. 

Li  der  Korperform  erinnert  die  Art  etwas  an  schmale 
Clierrus- Arien.  Von  oben  gesehen  ist  der  Körper  matt 
schwarz,  nur  das  Schildchen  und  die  Schulterschwiele  dichter, 
die  Mitte  der  'J'horaxbasis  undicht  mit  gelbweißcn  seidenartigen 
anliegenden  Härchen  besetzt.  Fühlergeißcl  etwas  länger  als 
der  Schaft,  Glied   1  das  längste,  die  drei  folgenden  an  Länge 


»)  Ann.  Fr.  1878.  Bull.  p.  CVJll. 
Stell,  enlomol.  Zeit  1895. 


217 

etwas  abnehmend,  4  aber  noeh  um  mindestens  ein  Drittel 
langer  als  breit,  jedes  der  gleich  kurzen  letzten  noeli  so  lang 
als  breit;  Keule  so  lang  als  das  erste  Geißelglied  und  d()p[)elt 
so  breit  als  die  Geißel,  mit  der  größten  Breite  etwas  vor  der 
■Mitte,  naeh  beiden  Enden  zugespitzt,  das  erste  Glied  hornig 
und  länger  als  die  drei  übrigen.  Thorax  mit  der  größten 
Hreite  und  höchstem  Punkt  der  Längswölbung  hinter  der 
Mitte,  hier  um  etwa  ein  Viertel  breiter  als  die  Decken,  an 
der  Spitze  nur  ein  Drittel  so  breit  als  die  aufgestülpte,  flach 
zweibuchtige,  in  der  Mitte  schmäler,  au  den  Seiten  breiler 
gefalzte  Basis,  die  Hinterecken  gerundet  eingezogen,  die  Läugs- 
wölbungslinie  bis  an  die  halbe  Spitzenbreite  hinter  dem  Vorder- 
randc  ziemlich  gleichmaßig,  dann  schnell  nach  abwärts  gewölbt 
und  unten  abgeschnürt,  der  Spitzentheil  daher  gleichsam  nach 
unten  gebogen;  Rücken  auf  der  hinteren  Hälfte  mit  einem 
nach  vorn  breiter  werdenden  aber  kaum  angedeuteten  Längs- 
eindruck. Decken  mit  kurz  gerundeten  Schultern,  nach  hinten 
sehr  wenig  verengt,  an  der  Spitze  gemeinsam  fast  halbkreis- 
förmig gerundet,  ebenso  hoch  quer,  auf  dem  Rücken  aber 
kaum  längsgewölbt,  zur  Basis  zwischen  den  Schultern  schnell, 
hinten  lang  gerundet  abfallend,  der  feine  Außenrand  leicht 
aufgebogen;  die  inneren  Streifen  deutlicher  als  eingedrückte 
unpunktirte  Furchen  angedeutet  als  die  äußeren.  Schenkel 
von  der  Basis  bis  zur  Zahnstelle  allmälig  und  fast  geradlinig 
verdickt,  dann  zur  Spitze  tief  geschweil't  verengt,  der  Zahn 
der  kräftigeren  Vorderschenkel  kielartig  mit  einer  Buchtung 
bis  nahe  zur  Spitze  verlaufend.  Unterseite  wie  die  Oberseite 
sculptirt,  nur  etwas  langer  und  heller  anliegend  behaart.  Die 
Oberseite  ist  von  der  Seite  gesehen  mit  kurzen  zuges[)itzten 
schwarzen  und  nicht  ganz  anliegenden,  der  Spitzentheil  des 
Thorax  mit  etwas  längeren  und  aufstehenden  Borstenhärchen 
besetzt. 

Die  Rüsselsculptur,  die  rothgelb  bürstenartig  behaarten 
Mitlelhüften  und  die  breite  durch  zwei  hohe  glänzende  Längs- 
kiele zwischen  Mittel-  und  Hinterhüften  begrenzte  mulden- 
förmige Vertiefung  der  Hinterbrust  sind  wohl  als  Merkmale 
des  männlichen  Geschlechts  anzusehen. 

Solenobathys  nov.  gen.  Sophrorhinorum  Lac. 

Rima  pectoralis  us(|ue  ad  marginem  posticuni  coxarum 
iutermediarum  ducta,  hie  non,  inter  coxas  anticas  et  inter- 
medias  lateribus  alte  elevato-marginata.  Metasternum  inter 
coxas  latitudine  coxarum  intermediarum  longius.  Processus 
abdominalis    latitudine  coxarum  posticarum    aequilatum.     Seg- 

Slett.  entonool.  Zeit    i895. 


218 

menluin  piinium  abdominale  posticc  Iruncatum,  secundum 
tcrlio  et  quarto  simiil  sunipUs  loiigiiis.  Femoi-a  linearia 
uonniliil  compressa  mulica  vel  dcntc  parvo  armata,  postica 
corporis  apicem  attingentes;  tibiae  lineares  basi  arcuatae. 
Pcdes  antici  maris  valde  elongati,  articulis  tarsorum  pilis 
longis  linibiiatis,  Reliquum  ut  in  geuere  Mechislocero  Fauv. 
Mit  Rhadhiomerus  Fst.i)  bat  die  neue  Gattung  die 
linearen  Schenkel  und  Schienen  gemeinsam,  ist  von  ihr  jedoch 
durch  längere  Hinterbrust,  noch  breiteren  Abdominalfortsatz, 
längeres  zweites  Abdominalsegment,  durch  den  Aedemomis- 
artigen  Körper  und  durch  den  an  der  Basis  auf  eine  kurze 
Strecke  nackten  Schenkelriicken  verschieden, 

Solenobathys  sollicitus.  Elougato-oblongus,  paulo  do- 
pressus,  nigro-pieeu,-^  uudique  dense  cinereo-s(|uamosus,  nigm- 
variegatus;  antennis  rufis,  articulo  tertio  tarsorum  bruuuoo; 
fronte  foveola  rotunda  insculpta;  rostro  femorum  anticorum 
aequilongo  ($),  vel  multo  breviore  (,^),  arcuato,  a  basi  usque 
ad  medium  dense  punctato  et  basi  ereeto-,  maris  lafiore  et 
toto  squamoso;  antennis  in  medio  ($)  vel  in  tertia  parte 
antcriorum  rostri  insertis,  articulo  secundo  funiculi  primo 
set^quilongiore;  prothorace  (juadrato,  postice  parallelo,  antice 
sinuato-angustato  et  transversim  late  impresso,  basi  bisinuato, 
sat  fortiter  minus  dense  punctato,  punctis  squama  repletis, 
margine  autico  fasciculoque  parvo  dorsale  utrinque  ereeto 
squamoso,  basi  nigro-bimaculato;  elytris  prothorace  latioribus 
})arallelis;  postice  rotundato-angustalis,  punctato-striatis,  iuter- 
stitiis  alternis  convexis  nigro-muricatis  et  erecto-squamosis, 
dorso  depressis  obscure  cinereo-,  plaga  communi  basali  cum 
scutello  utrinque  macula  mediana  nigro-holosericeis;  femoribus 
libiisquc  quatuor  postieis  nigro-brunneo-maculati?.  illis  subtus 
deute  parvo  armatis;  segmentis  tribus  ultimis  abdominis  nigro- 
brunneo-,  tertio  et  quarto  lateribus  cinereo  -  squamosis. 
Lg.  8.2—10,  lat.  3.2—4  mm. 

Keren  (Abyssinien).  Von  Dr.  Steudner  gesammelt  und 
vom  Berliner  Museum  zwei  Weibchen  eingeschickt.  Ein 
Männchen  von  Alitiena  (Abyssinien)  in  meiner  Sammlung. 

Unsre  Art  muß  dem  mir  in  natura  unbekannten  Aedemonus 
ctninenfcpunctatiis  Bob.  vom  Kap  der  guten  Hoffnung,  der 
nach  Lacordaire  einer  anderen  Gattung  (wahrscheinlich 
Snlonobafhiis')  angehört,  sehr  ähnlich  sein,  sich  von  ihm  aber 
durch    die    tiefe    punktlörmige    Stirngrube,    schmälere  Decken, 


»)  Stett.  cnt.  Z.  1892  [>.  215. 

SteU.  eotomol.  Zeit.  189&. 


219 

den  miückiclten  fasoikiilirteu  Thorax  mit  8clir  kurzen  schwarzen 
Hasahiiakehi,  ferner  diireh  die  schwarze  Basahnakel  aul'  den 
Decken   unterscheiden  lassen. 

Jeder  Punkt  der  Ober-  und  Unterseite  trägt  eine  kleine 
coüvexe  Schuppe;  die  übrigen  den  Körper  bedeckenden, 
etwas  übereinander  greifenden  Schuppen  sind  klein,  nicht 
ganz  rund  und  lassen  die  Oberseite  etwas  rauh  erscheinen. 
Die  auf  der  Oberseite  etwas  dunklere  Schuppenfärbung  läßt 
die  schwarzen  Makeln  auf  den  Decken  weniger  scharf  her- 
vortreten, umsomehr  als  die  Makel  auf  jeder  Decke  zwischen 
den  Streifen  1  und  5  nicht  scharf  umgrenzt  und  die  Decken 
sonst  auch  mit  unregelmäßigen  schwärzlichen  Punktmakeln 
bestreut  sind. 

Geißelglied  2  um  mindestens  die  Hälfte  länger  als  1, 
die  übrigen  an  Länge  allmälig  abnehmend,  7  noch  so  lang 
als  breit.  Fühlereinlenkung  beim  Männchen  im  Spitzendrittel, 
beim  Weiltchen  in  der  Mitte  des  Rüssels.  Der  Thorax  mit 
flachem  Rücken,  bis  zur  Mitte  parallelen  Seiten  und  hier  mit 
einer  Gruppe  abstehender  heller  Schuppen,  dann  geschweift 
verengt,  der  Vorderrand  halb  so  breit  als  die  Basis,  diese  bis 
zu  den  Hintereeken  mit  einem  Falz,  die  bis  zur  Mitte  gröberen 
Punkte  etwas  größer  als  die  Räume  zwischen  ihnen,  die  auf 
der  Spitzenhälfte  feiner  und  weitläuiiger,  der  breite  Qiier- 
eindruck  hinter  der  Spitze  ziemlieh  tief.  Das  Schildchen 
ebenso  wie  seine  Umgebung  zwischen  den  ersten  Punktstreifen 
sammetschwarz.  Decken  höchstens  um  ein  Viertel  breiter 
als  der  Thorax  und  doppelt  so  lang  als  breit,  die  Schultern 
kurz  schräg  gerundet,  bis  zum  Spitzenviertel  kaum  verengt 
und  fast  ohne  Längswölbung,  die  hintere  Schwiele  durch 
einen  Ilachen  Eindruck  angedeutet,  die  Punkte  in  den  Streifen 
kleiner  und  flacher  als  die  auf  dem  Thorax,  die  flachen 
Spatien  weitläufig  einreihig,  die  gewölbten  (von  diesen  das 
vierte  hinter  der  Basis  abgekürzt)  dichter  und  unregelmäßig 
punktirt;  jedem  dieser  Punkte,  von  denen  die  auf  den  ge- 
wölbten Spatien  au  der  Spitze  kleiner  Körner  stehen,  ent- 
springt eine  dicke  helle  oder  dunkle  aufstehende  Schuppe. 
Hinterbrust,  Abdomen  und  Beine  undicht  punktirt,  jeder  Punkt 
mit  einer  schmalen  Schuppe  oder  Borste. 

Solenobathys  strenuus.  $.  Oblongus,  niger,  undique 
dense  llavo-cinereo-scjuamosus,  nigro-brunneo-signatus;  antennis 
rufis,  rostro  antice  rufo-brunneo;  fronte  foveola  rotnndaia 
vage  impressa;  prothoracc  quadrato  intra  aplcem  subito  eon- 
tracto,  margine  antico  medio  purum  emargiuato,  punctis 
minoribus    squama    rcplctis    remote    obsito,     medio    carinida 

SteU.  entomol.  Zeit.  1895. 


220 

squamosa  praedito,  subtus  hitoiibiis  vitta  iisqiic  ad  elytroniui 
medium  hinc  oblique  sutiiram  versus  diicta,  dorso  maculis 
duabus  busalibus  ut  sculello  uigro-brunneo-squamoso;  ehiris 
remote  punclato-striatis,  interstitiis  dorsalibus  aUernis  clevalis 
iiec  uon  squamis  erectis  subuniseriatim  obsitis:  corpore  subfus 
pedibusque  remote  punctatis;  fcmoribus  muticis  duobus 
posterioribus  extus  macula  tibiisque  omnibus  prope  basin 
annulo  nigro-bruniieo-signatis.     Lg.  8,  lat.  4  mm. 

Elmina. 

Ehvas  kürzer  als  der  vorbergeheude.  Rüssel  wie  bei 
jenem  von  der  Fübiereinienivung  ab  bis  zur  Si)itze  nackt,  fein 
und  spärlich  puaktirt.  Geißelglied  2  nur  um  ein  Drittel 
länger  als  1.  Thorax  bis  vor  die  Mitte  parallelscitig,  hinter 
der  Spitze  ohne  Quereindruek,  sonst  wie  bei  sollicitus  am 
Vorderraude  und  seitlich  am  Anfang  der  Verengung  mit  ab- 
stehenden hellen  Schu})pen.  Die  Decken  sind  kürzer  als  bei 
der  letzteren  Art.  die  Spatien  nicht  tuberkulirt,  die  Pimkle  in 
den  Streuen  nicht  kleiner  als  die  auf  dem  Thorax  und  bis 
zur  Spitze  hin  gleich  klein.  Die  von  oben  nicht  sichtbare 
dunkle  Seitenbinde  auf  dem  Prosteruum  setzt  ^^ich  auf  das 
achte  und  neunte  Deckenspatium  bis  zu  den  Hinterhüften  fort 
und  erweitert  sich  hier  zu  einer  den  zweiten  Punkistreifen 
erreichenden  Schrägbinde.  Das  ganze  Abdomen  ist  bis  auf 
die  Seiten  der  vier  ersten  Segmente  und  bis  auf  die  I>asis 
des  ersten  dunkel  beschuppt. 

Sclerolips  nov.  gen,  Cryptorhynchinorum. 

Rostrum  elongatum  arcuatum  depressum.  Antennae  posl- 
mcdianae,  scapo  oculum  attingente,  funiculi  articulo  secundo 
eloügato,  clava  ovata  articulata.  Prothorax  basi  bisinuatus, 
apice  nonnihii  prod actus.  Rima  pectoralis  post  coxas  anticas 
jugo  elevato  mesosterni  terminatus.  Scutellum  rotundatum. 
Elytra  prolhorace  latiora  ad  latera  parallela,  stria  dccima 
pooc  coxas  evanescente.  Femora  dentata  antica  reliquis  non- 
nihii longiora,  sublinearia,  parum  compressa^  subtus  in  medio 
dentata;  tibiae  basi  arcuatae,  compressae,  apicem  versus  an- 
gustatae.     Reliquum  ut  in  genere  Blepiarda  Pasc. 

Hinterbrust  zwischen  den  Hüften  so  lang  als  der  Mittel- 
hüftendurchmesser.  lutercoxalfortsatz  des  Abdomens  oval. 
Bauchsegmeut  2  so  lang  als  3  und  4  zusammen.  Der  Rüssel- 
kanal reicht  ebenso  weit  und  ist  hinten  ebenso  begrenzt  wie 
bei  Blepiarda,  Euthyvhinus,  Chaetecfetonis  und  Syrofelus 
Pasc.i).  .  Von  den  beiden  ersten  Gattungen  unterscheidet  sich 

')  Journ.  liin.  Soc.  1873  p.  38. 

Stett.  entomol   Zeit.  1895. 


221 

die  neue  durch  deu  hinter  den  Hillteu  luideuüichen  zeiiuten 
Punktstreifen  und  durch  die  Decken,  die  breiter  als  die  Tliorax- 
basis  sind,  von  Chactectelorus  durch  gezähnte  Schenkel,  von 
allen  dreien  durch  gebogenen  Rüssel,  von  Syrotelus  Pasc, 
mit  gebogenem  Rüssel  hauptsächlich  durch  breitere  Decken 
lind   kürzere  Hinterbrust, 

Sclerolips  sticticus.  Elongato-quadratus,  convexus,  sat 
dense  ochraceo-squamosus,  supra  subalbido  signatus;  antennis 
rufis;  fronte  convexa  cum  basi  rostri  subalbido-el  nigro- 
squamosis;  hoc  maris  obsolete  tricarinulato;  prothorace  trans- 
verso  maxinia  latitudine  mox  ante  medium,  margine  autico 
nigro-bifasciculato,  vitta  mediana  albida  ante  medium  abbreviata 
et  fasciculo  nigro  tcrminata,  utrinque  nigro-punctato;  scutello 
magno  rotundato  albido;  elytris  latitudine  longioribus,  humeris 
rotimdato-rectangulatis,  maxima  altiludine  ante  medium,  seriatim 
puuctalis,  punctis  unisquamosis,  interstitiis  subplanis,  secundo 
suturaque  ex  parte  crista  e  squamis  erectis  nigris  praeditis; 
pedibus  maxima  parte  nigro-squamosis.  Lg.  5.5 — 7.5,  lat. 
3 — 4  mm. 

Perak. 

Diese  mir  von  verschiedenen  Seiten  i)  zugegangene  Art 
hat  im  Habitus  Aehnlichkeit  mit  VereUosus  arklus'^)  Pasc. 

Der  gewölbte  Kopf  ist  größtentheils  weiß  beschuppt  mit 
zwei  schwarzen,  von  einigen  w^eißen  Schuppen  durchsetzten 
und  auf  der  Stirne  sich  vereinigenden  Längsbindeu.  Thorax 
von  der  breitesten  Stelle  (etwas  vor  der  Mitte)  nach  vorn 
schnell  gerundet  zusammengezogen  und  au  der  Sj)i(ze  höchstens 
ein  Drittel  so  breit  als  die  Basis,  zu  dieser  hin  ilach  gerundet 
und  wenig  verengt,  die  Hinterecken  nicht  scharf,  der  Rücken 
flach  quer  und  längsgewölbt,  zerstreut  punktirt,  die  Punkte 
neben  der  weißen  Mittelbinde  mit  einer  kleineren  schAvarz- 
brauneu,  die  am  Seitenrande  mit  einer  größeren,  von  ihrer 
Umgebung  nicht  verschieden  gefärbten  hellen  Schuppe.  Decken 
kaum  um  die  Hälfte  länger  als  breit,  bis  zum  Spitzendrittel 
parallelseitig,  hinten  gemeinsam  gerundet,  in  den  gerundeten 
Schultern  breiter  als  die  breiteste  Stelle  des  Thorax,  ihre 
Längswölbungelinie  an  der  Basis  schnell  und  schräg  bis  vor 
die  Älitte  ansteigend,  von  hier  bis  zur  Spitze  flach  schräg 
abfallend,  hinten  vor  der  Spitze  beiderseits  deutlich  ein- 
gedrückt, fast  doppelt  so  hoch  quergewölbt  als  der  Thorax, 
der  Rücken   zwischen,    vor  und  hinter  den  Erhabenheiten  auf 


*)  U.  A.  auch  vüvu  Dresdner  und  Triug'  Museum. 
2)  Joui-n.  Lin.  Soc.  1871  p.  184  tub.  VIII.  f.  K). 

Stett.  entomol.  Zeit.  1890. 


322 

Spatium  2  weiß  gefleckt,  auch  am  Seitenrande  mit  kleinen 
weißen  Schuppenilecken;  die  Spaticn  1,  3,  5  auf  der  liinteren 
Hälfte  etwas  gewölbt  und  einreihig  mit  sehr  weitläufigen 
schwarzen  Borstenschuppen  besetzt,  die  Schuppe  in  den 
Punkten  der  inneren  Reihen  schwarz,  in  denen  der  äußeren 
mit  der  Umgebung  gleichfarbig.  Die  ganze  Obei'seite  von  der 
Seite  gesehen  wie  auch  der  Schienenrücken  rauh.  Unterseite 
einfarbig,  die  Vorderbeine  fast  ganz  schwarz,  die  vier  hinteren 
mehr  ocherfarhig  und  weiß  gesprenkelt  beschuppt. 

Das  Männchen  ist  vom  Weibchen  nur  durch  den  an  der 
Hasis  deutlich  gekielten  und  liier  von  der  Seite  gesehen  flacli 
ausgebuchteteu  und  von  der  Fühlereinlenkung  bis  zur  S])itze 
punktirten  Rüssel  zu   unterscheiden. 

Cryptocordylus  nov.  gen.  Sphenophorinoruni. 

A  genere  Ichihyopisihen  Auriv.  femoribus  anticis  in 
utroque  sexu  quam  intermediis  longioribus,  tibiis  omnibus 
arcualis,  segmeuto  anale  apice  elevato-marginato,  articulo 
septimo  funiculi  tornato-conico  antice  rostri  apice  angusfiore, 
apice  oblique  truncato,  clava  immersa  a  latera  inspecta  haud 
conspicua,  elytris  opacis  diversus. 

Die  von  der  Seite  unsichtbare  Keule  hat  unsre  Gattung 
mit  Cyrtopistheu  Auriv.,  Conopistheu  Fst.  und  Achents^) 
Roelofs,  den  drehrunden  Querschnitt  des  siebenten  Gcißel- 
gliedes  mit  den  beiden  letzteren  gemeinsam. 

Zu  der  neuen  Gattung  gehören  sehr  wahrscheinlich 
Oxyopisthen   lineaaiba  Tlioms.    und    vittatum  Roelofs,   beide 


^)  Not.  Leyd.  Mus.  1891  p.  173.  —  Ich  besitze  ein  weibliches, 
mir  von  Roelofs  als  Ackcrus  »ü/rirans  var.  bezeichnetes  Stück  mit 
rothcn  Schenkeln  und  dünnem,  geradem  Rüssel.  Der  Autor  beschreibt 
loc.  c.  p.  174  das  ]\Iännchen  (nicht  das  Weibchen)  mit  schwarzen 
und  loc.  c.  1892  p.  37  das  Männchen  der  Varietät  mit  rothen  Schen- 
Icoln.  Charakteristisch  für  die  Gattung  ist  der  nicht  abgeküiv.tc  zehnte 
Deckenstreifen,  das  fehlende  vierte  Tarsenglied,  die  Form  des  siebenten 
Geilklgliedes  imd  die  letzteres  Glied  nicht  übori'agende  Keule.  Das 
siebente  Geißclglied  hat  nämlich  einen  nahezu  kreisförmigen  (Quer- 
schnitt, ist  verkehrt  kegelförmig,  an  der  Spitze  schräg  abgestutzt, 
letztere  etwas  vertieft  und  mit  weißlichem  Toment  ausgefüllt.  Wenn 
Roelofs  Ausdruck  „los  jambes  ont  de  petites  cötes  clavces"  zutrelVcnd 
ist,  so  weichen  die  Schienen  meines  rothschenkligeu  Stückes,  das  ich 
femoralis  genannt,  dadurch  ab,  daß  sie  neben  und  parallel  dem  Unter- 
niude  eine  Hache,  unpunktirte,  durch  einen  feinen  Kiel  begrenzte 
Furche,  sonst  nur  dichte  Reihen  weißer  Tomentpunkte  zeigen.  Zu 
bemerken  wäre  noch,  daß  beim  fcmorfilis-Weibchcn  die  Mittelschiene 
mehr,  die  vordere  xuid  hintere  kaum  gebogen  ist,  daß  die  vier  Vorder- 
schcnkel  näher  der  Mitte,  die  hintersten  näher  der  Spitze  gezähnt, 
und  die  Fühler  mit  weißlichen  Tomeutpunktcn  besetzt  sind. 
Sieft.  cntninol.  Zeit.  181.'.. 


223 

mit  (bis  auf  die  glänzenden  Schultern)  matten  Decken.^  dem 
an  der  Spitze  erhaben  gerandeten  Analsegmeut  und  mit  dem 
verhäituißmäßig  dünnen,  drehrunden  siebenten  Geißelgliede; 
letztere  beide  Arten  wurden  übrigens  bereits  von  Aurivilliiis 
in  OelVes.  Vet.  Akad.  Förh.  1891  p.  3G8  unter  genus  novum?, 
also  als  von  Ichihi/opislhen  verschieden,  von  Roelofs  aber  in 
Not.  Levd.  Mus.  1892  p.  34  wieder  als  Ichthyopisthen  Arten 
angesprochen. 

Cryptocordylus  quadrimaculatus.  Elongatus,  nigcr,  nitidus; 
tibiis  anticis  apice  rufo- brunneis,  nonnunquam  femoribus 
brunnescentibus;  elvtiis  opacis  (humeris  exeeptis)  rufo-quadri- 
maeulatis;  prothoraee  basi  vittaque  lata  laterali,  pygidii  vittis 
duabus,  corporis  vitta  laterali  epimera  mesosterni  et  episterna 
metathoracis  etiam  latera  segmenti  primi  abdominalis  tegente, 
niacula  in  angulo  postico  metathoracis,  altera  basali  laterali 
in  segmeuto  anale  prostcrnoque  medio  dense  albido-tomen- 
tosis;  antennis  rostro  muUo  brevioribus  articuio  ))rimo  l'uniculi 
secundo  brcviore,  septimo  rotundato  conico  quatuor  praece- 
dcntibus  aequilongo,  clava  a  latere  inconspicua;  prothoraee 
subcylindiico  dense  punctato;  scutello  parvo  rotundato,  nigro, 
nitido;  elytris  prothoraee  nonnihil  longioribus  apice  truncatis, 
punctato -striatis,  dorso  nonnihil  depressis,  interstitiis  planis 
alutaceis,  uniseriatim  remote  punclulatis;  pygidio  acuto- 
triangulare  punctato,  tricarinato,  carina  media  postice  alte 
elevata,  a  latere  conspecta  supra  parum  sursum  flexa,  apice 
subtus  emarginata;  femoribus  dentatis. 

,j  Femoribus  Omnibus  tibiisque  duabus  anticis  subtus 
dense  ciliatis,  metasterno  segmentoque  abdominale  primo  medio 
longitudinaliter  impressis. 

Zwischen  dem  Stanley-See  und  Lukolete  gesammelt. 

Rüssel  so  lang  als  Kopf  und  Thorax  zusammen,  stark 
gekrümmt,  spärlich  und  fein,  beim  Männchen  etwas  deutlicher 
punktirt  und  seine  Spitze  breiter  als  beim  Weibchen.  Geißel- 
glied 2  das  längste  und  etwas  länger,  3  das  kürzeste  und 
etwas  kürzer  als  breit,  7  so  lang  als  die  vier  vorhergehenden. 
Kopf  fein  und  mäßig  dicht  punktirt,  zwischen  den  Augen  mit 
einem  lanzettförmigen  Eindruck.  Thorax  reichlich  zweimal 
so  lang  als  breit,  bis  zur  Mitte  parallelseitig,  dann  zur  Spitze 
allmälig  und  gerundet  verengt,  letztere  etwas  breiter  als  die 
iialbe  Basis,  der  Vorderrand  in  der  Mitte  flach  ausgerandet, 
die  Basis  jederseits  schräg  fast  abgestutzt,  die  Ilintcrecken 
etwas  eingezogen,  unten  und  an  den  Seiten  grober  und  dicht, 
auf  dem  Rücken  etwas  feiner,  am  Vorderrande  sehr  fein 
und  spärlich,  eine  vorn   und   hinten  abgekürzte  Mittellinie  gar- 

S(eU.  entomol    Zeit.  1895. 


224 

nicht  pimktirt;  die  brcsite  seiüiclie  weiße  Tomentbinde  ist  zur 
Spitze  verengt,  von  oben  ganz  sichtbav,  fein  und  spärlich 
punktirt,  zwischen  beiden  Binden  mit  einer  ebenso  gefärbten 
mitunter  die  Tlioraxmitte  erreichenden  Tomentniakel,  die  mit 
ersteren  ganz  oder  nur  theilweise  zusammenhängt.  Decken 
um  etwa  zwei  Fünftel  länger  als  der  Thorax,  die  Punkte  in 
den  leicht  vertieften  Dorsalstreifen  feiner  und  undichter  als 
die  in  den  seitlichen ;  von  den  beiden  rothen  Makeln  auf 
jeder  Decke  liegt  die  vordere  kleinere  und  viereckige  bald 
hinter  der  Basis  zwischen  den  Streifen  3  und  6,  die  hintere 
von  der  Naht  nach  außen  und  hinten  schräge  dicht  hinter  der 
Mitte  zwischen  den  Streifen  1  und  6.  Das  Pygidium  zeigt 
in  beiden  Geschlechtern  gleiche  Sculptur  und  gleiche  Form; 
von  oben  gesehen  ist  es  scharf  keilförmig  mit  dornartig  aus- 
gezogenem Mittelkiel  wie  bei  den  Oxyupisthen- Arien,  nur  ist 
dieser  Kiel  un(en  an  der  Spitze  tief  ausgebuchtet.  Hinter- 
bvust  und  Abdomen  sind  in  der  Mitte  spärlicher  und  feiner, 
die  zwei  Vorderschenkel  etwas  dichter  als  die  übrigen,  die 
Körperseiten  gleich  grob,  die  Vorderbrust  am  dichtesten 
punktirt. 

f^  Vorderschenkel  ohne  deutlichen  Zahn,  alle  aber  wie 
die  Vorderschienen  mit  längeren  gelben  Haaren  dicht  gefranzt. 

Bis  auf  die  vier  rothen  Deckenmakeln  ist  unsre  Art  dem 
0.  vitlütum  R.  und  Ihieaalba  Thoms.,  der  fehlenden  weißlichen 
Deckenmakol  wegen  dem  riilatum  sehr  ähnlich,  kann  aber 
schon  deswegen  nicht  als  eine  Abänderung  dieses  aufgefaßt 
werden,  weil  weder  die  Punkte  auf  dem  Thorax  noch  die  in 
den  Deckenstreifen  mit  weißlichem  Toment  ausgefüllt  sind. 
Das  in  beiden  Geschlechtern  unsrer  Art  gleich  gestaltete 
Pygidium  läßt  darauf  schließen,  daß  die  beiden  andern  Arten 
gegen  die  Ansicht  Roelofs  spezitisch  von  einander  ver- 
schieden sind. 

Symmorphorhinus  nov.  gen.  Litosominorum  Lac. 

Corpus  angustum  modice  convexum.  Rostrum  longum 
rectum,  tenue,  cyliudricum  maris  basi  supra  abrupte  in- 
crassatum.  Autennae  elongatae  rostro  breviores  ipse  anle 
oculüs  insertae,  scapo  iuniculo  breviore,  articulo  septimo  i'uni- 
culi  elongato  pedunculato  haud  compresso,  dava  ovata  spon- 
giosa.  Oculi  supra  distantes,  subtus  fere  contigui.  Caput 
globosum.  Prothorax  basi  apiceque  truucatus,  gula  sat  pro- 
funde excisa  et  limbriata.  Scutellum  acuminatum.  Elytra 
prothoraee  nonnihil  angustiora  apice  Iruncata  i)ygidium  haud 
obtegentes,  decemslria(a.  Stria  decima  haud  abbreviata.    Pedes 

Stell.  cnloiiKil.  Zeit.  1895. 


;  225 

eloimali,  untico  longissimi;  Icmoia  mulicu,  <|iiatuor  postit-a 
paiilo  inerasisala,  duo  ultima  apicem  oorpovi.s  supenuites,  duo 
antica  lineares;  tibiac  lemoribus  brcviores,  suicatae  et  carinii- 
latae;  articulus  priimis  tar?oriim  anticonim  veliquis  niiuime 
aequilongus,  terlius  dilatatus  liaud  bilobatiis;  iinguiculi  liberi. 
Reliquum  ut  in  genere  Eugnoristus  Scliöulieni. 

Ungeachtet  der  basalen  Fülilercinlenkung  sowie  der  ge- 
furchten, gekielten  und  an  der  Spitze  zweihakigen  Schienen 
wie  bei  Eugnoristus  gehört  die  neue  Gattung  der  neben- 
einanderliegenden, s])itz  vorragenden  Mandibelu  sowie  der  ver- 
längerten Beine  wegen  zu  den  Lifosomides  Lac.  Von  den 
drei  zu  dieser  Gruppe  gehörenden  Gattungen  Litosonius, 
Toxorhinus  und  Auloiiopls  unterscheidet  sich  Si/tiiinor pliorh iuus 
hauptsäclilicli  dui-ch  den  geraden  cylindrischen  Rüssel,  die  an 
der  Küsselbasis  eingelenkten  Antennen  und  die  breiter  ge- 
lrennten VorderhüCten,  von  Äutonopis  ^)  Pasc,  noch  durch 
liinter  den  Augen  nicht  verlängerten  Kopf,  durch  an  der 
Spitze  ganzrandiges  drittes  und  sehr  viel  längeres  erstes 
Tarsenglied. 

Der  in  der  Breite  des  Fortsatzes  zwischen  den  Vorder- 
hüften ausgeschnittene  Kehlrand  gestattet  dem  Kopf  mit  dem 
Ilüssel  eine  freiere  Bewegung  in  senkrechter  Richtung. 

Symmorphorliinus  bilineatus.  Elongato-oblongus,  uiger 
supra  opacus  subtus  elytrorumque  liueis  duabus  plerumque 
medio  interruptis  sat  dense  subalbido-squamosus;  antennis 
obscure  brunueis;  rostro  cjhndrico  recto  eljtrorum  longitudinc; 
articulo  secundo  funiculi  septimo  aequilongo;  protliorace 
obovato  maxima  latitudine  post  medium,  apicem  versus  magis 
rotundato-angustato,  basi  elevalo-marginato,  intra  apicem  con- 
stricio  convexo,  densissime  punctalo,  dorso  antice  linea  lon- 
gitudinaliter  obsolete  impresso;  elytris  paulo  minus  convexis 
protliorace  angustioribus,  retrorsim  gradatim  parum  angustatis 
acute  punctato-striatis,  interstitiis  plauis  punctis  sat  magnis 
sed  vadosis  dense  uniseriatis,  quarto  usque  ad  declivitatem 
posticam  dense  albido-squamosis;  pygidio  declive  dense 
punctato  utrinque  squamis  albidis  adsperso.  Lu.  4 — 8,  lat. 
1.1-2.2  mm. 

Madagasear. 

Auf  der  Unterseite  ist  der  Hinterrand  der  Vord(M-brust, 
der  Vorderrand    der  Miltelbrust,    ein  Streifen    der   Hinterbrust 


')  Jouni.  Lin.  Soc.  187:5  i'.  75.  lab.  IV.  f.  KJ,  10a.  Außer 
dieser  Gattung  giebt  es  unter  den  L'tiUtudiiiwn  \m  jetzt  nur  udcli  zwei 
mit  hinter  den  Augen  stark  verlüngerttni  K(j[jl',  uänilicli  Cunnvfphahis 
S(;li.   und  Cylindrocyla  Fst. 

Sictt    enlomol    Zeit.  1805.  J^5 


226 

neben  dun  Episleriicii,  das  vordere  Drittel  der  letzteren  und 
eine  Qnerbinde  auf  jedem  der  drei  letzten  Bauehsegmente 
kahl,  von  den  übrigen  Tlieilen  die  Hinterbrust  in  der  Mitte 
am  wenigsten  dicht  gelblich  weiß  beschuppt.  Hinterbrust  mit 
zwei  parallelen  den  Vorderrand  nicht  erreichenden,  am  Hinter- 
rande sich  aber  vereinigenden  eingeritzten  nackten  Längs- 
linien und  jederseits  mit  einer  schräg  nach  innen  gerichteten 
und  kürzeren  vor  den  Hinterhüften.  Schenkel  nicht  dicht, 
zur  Spitze  dichter  punktirt,  jeder  der  Punkte  mit  einer  kleinen 
Schuppenborste,  der  Rücken  der  hinteren  mit  etwas  abstehen- 
den, der  zwei  vorderen  mit  anliegenden  weißHchen  Schuppen 
besetzt;  Scliienenrückeu  mit  einer  feinen  Furche  und  zwei 
Kielen,  jede  der  Seiten  mit  zwei  punktirteu  Furchen  und 
einem  Kiel,  die  Kiele  auf  einer  Seite  mit  einer  Reihe  weiß- 
Mcher  Scluippenbörstchen,  unten  mit  einer  Reihe  sehr  kleiner 
spitziger  und  eine  kh;ine  Borste  tragender  Körnchen.  Drittes 
Tarscnglied  quer  dreieckig  mit  abgerundeten  Ecken,  das 
zweite  beim  Weibchen  an  allen  Beinen,  beim  Männchen  an 
den  vier  hinteren  das  kürzeste,  das  erste  und  längste  an  den 
vier  Hinterbeinen  so  lang,  an  den  zwei  vorderen  länger  als 
die  übrigen  zusammen.  Decken  reichlich  zweimal  so  lang 
als  breit,  an  der  Basis  schräg  und  wenig  verbreitert  mit  ab- 
gerundeten Schultern,  hier  schmäler  als  die  breiteste  Stelle 
des  Thorax,  nach  hinten  geradlinig  aber  wenig  verengt,  die 
Spitze  gerade  abgestutzt  mit  abgerundeten  Außenwinkeln, 
Rücken  bis  zum  Si)itzenviertcl  ohne  Längswölbung,  dann 
gerundet  abfallend,  die  Punkte  in  den  Streifen  etwas  größer 
und  tiefer  als  die  auf  den  Spalien,  das  vierte  von  der  Basis 
bis  zur  Höhe  der  hinteren  Schwieleustelle,  meistentheils  in  der 
Mitte  unterbrochen,  dicht  beschuppt.  Thorax  länger  als  breit, 
an  den  Seiten  gerundet,  mit  der  größten  Breite  zwischen  Mitte 
und  Basis,  zu  dieser  hin  kürzer  und  weniger  verengt  als 
zur  halsförmig  abgeschnürten  Spitze,  diese  nur  halb  so  breit 
als  die  Basis,  der  Rücken  Jängsgewölbt  und  höher  liegend 
als  der  Deckenrücken.  Rüssel  so  dick  als  Geißelglied  7  an 
der  Spitze,  der  des  Männchens  oben  körnig  punktirt  und  mit 
einer  aufgesetzten  beborstelen  Erhöhung,  die  kürzer  als  breit 
und  in  der  Mitte  tief  gefurcht  ist  und  deren  Furchenkanlcn 
<'twas  lappenfürmig  nach  oben  gezogen  sind;  beim  Weibchen 
ist  der  Rüsirel  glänzend,  unpunktirt  und  die  basale  Erhöhung 
ist  auf  zwei  spitze  Körnchen  reducirt,  die  scheinbar  aus  der 
grob  punktirteu  Slirne  hervorragen.  Fühlerschaft  an  der 
Spitze  leicht  gebogen,  nicht  dicker  als  die  sechs  ersten  Geißcl- 
glieder  und   wie  diese  an  der   Spitze  schwach  knotig,   Geißel- 

Slclt.  enlümol.  Zeit.  1895. 


227 

glied  1  auriinglicli  cyliudi-isch,  daiiu  zur  st-hiäg  abliest iiUlfii 
Spitze  kegelförmig  erweitert;  die  Keule  länger  als  dick,  oval, 
zugespitzt  und  hinter  der  Mitte  noch  etwas  dicker  als  Geißel- 
glied  7  an  der  Spitze. 

Die  Gescldechtsunterschiede  sind  hier  stärker  ausgeprägt 
als  bei  Enfjnorislns  nionachus'^)  Oliv.,  indem  der  niänniiclic 
Rüssel  oben  zweireihig  fein  granulirt,  das  erste  Vordertarsen- 
glied  um  die  Hälfte  länger  als  die  drei  folgenden  und  wie 
das  zweite  unten  fein,  etwas  zottig  behaart  ist.  Heim  Weibchen 
sind  die  beiden  Hornhacken  an  der  Spitze  der  zwei  Vorder- 
schienen besonders  kräftig  entwickelt. 

Glochinorhinus  Cooki.  Oblongus,  niger,  opacus,  dense 
cinereo-squamosus;  vertice  ccnvexo;  prothorace  antiorsim 
rotundato,  maxima  latitudine  post  medium,  dorso  ncc  tuber- 
culato  nee  carinato,  punctis  vadosis  impresso;  elytris  dorso 
seriatim  punctatis  lateribus  foveolatis,  basi  transversim  pro- 
funde impressis,  interstitiis  quatuor  internis  inaequaliter  gra- 
nulatis.     Lg.    11.5  — 15,  lat,  3.8  —  5  mm. 

Cooktown. 

Diese  hübsche  Art  ist  von  Doiibledayi  Watrh.  haupt- 
sächlich durch  die  feine  Sculptui-  der  Oberseite  zu  unter- 
scheiden. Von  den  beiden  Längseindrücken  auf  dem  Thorax 
des  JJoiiblcilaiji,  die  hinter  dem  Vorderrande  besonders  tief 
sind  und  den  Mittelkiel  tiankiren,  wie  auch  von  den  groben 
Körnern  an  den  Seiten  ist  bei  der  neuen  Art  keine  Spur, 
von  dem  Mittelkiel  liöehsteas  am  Vorderrande  eine  Andeutung 
vorhanden.  Der  Thorax  des  Cooki  ist  ziemlich  gleichmäßig 
gewölbt,  äußerst  fein  lederartig  gerunzelt,  auf  dem  Rücken 
durch  von  vorn  eingestochene  Punkte  dichter  reibeisenartig 
punktirt;  diesen  Punkten  entspringt  ein  beinahe  anliegendes 
schwarzes,  den  von  einander  sehr  entfernten  der  Seiten  ein 
gelbgraues  Härchen.  Auf  den  Deckenspatien  5  bis  9  sind 
weder  Körner  noch  Tuberkel  vorhanden,  auf  Spatium  2  da- 
gegen stehen  zwei  kammartige  Erluiliungen  an  derselben  Stelle 
wie  bei  l)oubl('d(iiji,  nur  sind  sie  aus  kleineren  Körnchen 
zusammengci-etzt  und  der  hintere  Kamm  ist  nicht  unterbrochen; 
Spatium  3  zeigt  neben  dem  vorderen  ein,  neben  dem  hinteren 
drei  und  4  eine  ganze  Reihe  von  kleinen  Körnern,  während 
diese  auf  5  nur  durch  von   hinten   eingestochene  IJorstenhaare 


*)  Nach  I.acordairo  liegt  der  Uiiterdchied  beider  ücschlechler 
inu"  in  der  wenig  verschiedenen  RiissclUingc.  Ein  entschieden  siclieres 
Merkmal  bieten  aber  die  Krliöluing  an  der  Riisselbasis,  die  beim 
Männchen  reichlicli  so  lang,  l)eim  Weibchen  nur  iialb  so  lang  als  breit 
ist,  sowie  die  beim  Männchen  etwas  längeren  Vorderbeine. 

SieU.  enloraol.  Zeit.  183Ü.  15« 


228 

angedeutet  t^ind;  durcli  das  güiizliche  Fehlen  der  Köinergnippc 
auf  der  liinteveu  Schwiele  erscheint  diese  auch  viel  weniger 
erhaben  als  bei  der  Waterhouse'schen  Art. 

Bei  beiden  Arten  ist  die  Bildung  der  Beine,  des  Rüssels, 
der  Fühler,  die  Färbung  der  drei  mittleren  Bauehsegmente 
und  der  Unterschied  der  Geschlechter  gleich;  die  drei  Bauch- 
segmente zeigen  zwei  breite  nackte  Längsbiuden  und  an  den 
Fühlern  ist  Geißelglicd  2  länger  als  1  und  etwas  kürzer  als 
das  verkehrt  kegelförmige,  gestielte  und  an  die  Keule  ge- 
schlossene Glied  7,  das  von  Lacordaire  als  erstes  Keulenglied 
angesprociien  ist. 


Reiseskizzen 

Von    Dir.    Seitz,    Frank liirl    a.    M. 
IV. 


Treze-de-Maio. 

Es  mag  sonderbar  erscheinen,  daß  ein  Datum  zugleich 
Scliini])lwort  ist;  aber  in  Amerika  ist  Manches  möglich.  Der 
13.  i\lai  ist  nämlich  der  Tag,  an  dem  im  Jahre  1888  die 
Freiheit  aller  Sklaven  von  der  brasilianischen  Regierung 
decretirt  wurde;  ein  Akt,  verkehrt  genug,  um  den  wackligen 
Kaiserthron  umzuwerfen.  Die  Sklaven,  die  meist  keine  Ahnung 
davon  hatten,  daß  ein  freier  Mensch  auch  wenigstens  etwas 
arbeiten  müsse,  um  nicht  zu  verhungern,  durchzogen  nun 
nach  ihrer  Befreiung  das  schöne  Land  Brasilien,  und  da 
ihnen  Speise  und  Trank  nicht  in  den  Mund  wuchsen,  so  ver- 
schafften sie  sich  dieselben  auf  andere  Weise,  die  mit  den 
Bestimmungen  des  Strafgesetzbuchs  wenig  harmonirte. 

Solche  jMenschen  nannte  man,  nach  dem  Tag  ihrer  Ent- 
stehung, Treze-de-Maio's.  Es  braucht  wohl  nicht  besonders 
betont  zu  werden,  daß  es  zu  jener  Zeit,  wo  solche  Horden 
die  Wälder  durchzogen,  keine  reine  Freude  war,  Schmetter- 
linge zu  fangen,  besonders  in  abgelegeneu  Gegenden.  Da  ich 
damals  in  Brasilien  weilte,  so  beschränkte  ich  meine  Sammcl- 
thätigkeit  mehr  auf  die  Umgebung  der  großen  Städte,  die 
dem  Entomologen  immerhin  Stoff  genug  liefert. 

Arn  13.  Mai  1888  selbst  aber  befand  ich  mich  in 
Bahia,  oder  San  Salvador  de  Bahia  de  todos  os  Santos,  wie 
die  Stadt  vollständig    heißt.     An    diesem    Tage    brauchte    man 

Sicll.  cnloiiiol.  ZcU    läOS. 


229 

ilic  Trozc-de-McUu's  nicht  /,u  lÜrcliU-ii,  (Iciiii  die,  wcb/lic  ca 
L'bon  aeworden  waren,  waren  inelii-  geueiii,!,  jedem  Erden- 
wanderer um  den  ilalo  zu  lallen,  als  ihn  zu  bei'uuben:  erst 
spätei-  wurden  sie  echte  Landstreicher,  und  ihi"  Name  gleieh- 
liedeulend  mit   „Lump". 

Ich  war  am  Morsen  des  denkwUrdio-en  Taoes  von  Rio 
in  Bahia  eingetroffen  utid  hatte  Mühe,  schnell  aus  dem 
S[)ektakel  der  aufgeregten  Stadt  ins  Freie  zu  kommen.  An 
der  Stelle,  wo  ich  landete,  liefen  mächlige  Onisct/s,  von  der 
Größe  unsier  Garneelen  an  den  Quadern  des  Kai  umher  und 
ein  spitzdügliger  Seeranbvogel  —  vermuthlich  Nauclenis  — 
schwebte  in  zahlreichen  Exemplaren  über  dem  Hafen.  Einige 
Libellen,  die  es  in  Bahia  zu  Milliarden  giebt,  umschwebten 
schon  meinen  Kahn  vor  dem  Anlegen  und  eine  Ilesperide 
mit  langem  Schwalbenschwanz  schnellte  mehrfach  über  meinen 
Kopf  liinweg.  Es  war  eine  (ioiiiuris  oder  Eudcimus,  in 
welche  Gattung  Watson  durcii  seine  Hesperiden-Arbeit  in  den 
i'roeeedings  (Jan.  180:^)  die  langsehwänzigen  Tliymdc  Kirby's 
einreiht.  Ihr  Flug  ist  nl)eraus  rapide,  schnurrend  mit  nur 
kurzen  Intervallen;  saugend  aber  wird  das  wenig  scheue 
riiier  leicht  gefangen. 

Man  mag  sich  glüeklicii  schätzen,  wemi  Bahia  die  erste 
Stadt  ist,  die  man  von  Brasilien  zu  sehen  bekommt,  da  die 
Herrliehkeil  dieses  Wunderlandes  uns  dort  gänzlich  unvor- 
bereitet überrascht.  In  der  nächsten  Umgebung  der  Bai  ist 
niimlich  die  Küste  wenig  schön,  steil  und  hoch,  an  manchen 
Stellen  schroff  und  zerklüftet.  Zu  Fuß  m  der  anstrebenden 
Felsparthie  dehnt  sieh  schmal,  bandartig  eine  Art  von  Düne; 
dürftiges  Gestrüpp  und  wenig  Bäume  bilden  hier  unten  die 
Vegetation.  Nur  aus  einer  Entfernung  von  mehreren  Minuten 
gewährt  der  Ausblick  eine  Uebersicht  auch  über  die  Ober- 
.stadl,  die  mit  ihrem  prachtvollen  Grün,  ans  dem  villenartig 
die  weißen  Häuser  hervorschauen,  oberhalb  des  Dünenviertels 
sich  hinzieht;  der  Genuß  aber,  diese  Sehöidieit  im  Einzelnen 
erblicken  zu  kiinnen,  bleil)t  dem  yVnkümmling  vorbehalten, 
bis  er  noch  eine   kleine  Reise  hinter  sich  hat. 

Langt  man  am  Ufer  selbst  an,  so  sieht  man  nichts  mehr 
von  dem  schönen  Bilde,  Die  hochgebauten  Comptoirhäuser 
reihen  sich,  eine  lange  Hauptstraße  bildend,  aneinander,  und 
fast  nichts,  das  den  Entomologen  interessireu  könnte,  verirrt 
sich  in  diesen  Theil  der  Stadt,  in  die  sogenannte  Praia,  in 
der 'das  Geschäftsviertel  gelegen  ist. 

So  schnell  als  möglich  durchkreuzte  ich  dieses  öde  Revier 
und  trat  in  eine  Halle,    in  welcher   sich    der  Aufzug    belindet. 

Stett    eutomol.  Zeit    1»95. 


230 

Dort  setzte  ich  mich  in  den  Kasten,  der  etwa  die  Grüße 
einer  Kiit?clic  hat;  die  Lichter  wurden  angesteckt  und  (Vn- 
Falirt  hcgann  —  senkreclit  aufwärts. 

Naclideni  der  Weg  von  immerhin  einigen  liundert  Fuß 
.so  zurückgelegt  war,  blinkte  das  Tageslicht  wieder.  Jetzt 
erst  sieht  der  Ankömmling,  wenn  er  den  Aufzug  verläßt,  daß 
er  in  Brasilien  ist.  Vor  ihm  dehnt  sich  ein  wundervoll 
grüner  Platz.  Herrliche  Bäume  erglänzen  im  Schmucke 
scharlachrothcr  Blüthen;  an  den  Gittern  der  umgebenden 
Gärten  ranken  sich  großblumige  Aristolochien  und  gelbe  Com- 
positen  zeigen  dem  Lepidopterologen  sofort,  wohin  er  sich 
zunächst  zu   wenden  hat. 

Auf  den  freien  Plätzen  Bahia's  fliegt  im  Mai  ganz  be- 
sonders häufig  eine  niedliche  Arctiide,  J)eiopeta  ornalri.v. 
Sie  erinnert  sehr  an  große  Stücke  unsrer  pulchella,  doch  sind 
die  Vordertlügel  nur  am  Saum  gezeichnet,  in  der  Mitte  aber 
weiß,  mit  ganz  schwachem  rosenfarbuem  Hauch.  Dieser 
Hauch  kommt  vom  Durchschimmern  der  Unterseite  her,  die 
auf  den  Vordertl  (igeln  prächtig  carmoisinroth  ist.  Diese 
kleinen  Bären  setzen  sich  mit  Vorliebe  an  ein  niedriges,  stach- 
liges Kraut,  das  sehr  geeignet  ist,  das  Netz  zu  zerreißen. 

Wiewohl  Bahia  nicht  sehr  viele  Papilioniden  zu  besitzen 
scheint,  so  fliegt  doch  thoas  im  Mai  recht  häufig.  Besonders 
häufig  kommt  er  in  die  Gärten,  um  an  den  Chrysanthemum 
zu  saugen,  die  man  hier  kultivirt  und  um  die  Obstbäume, 
besonders  die  Orangen,  mit  seiner  Brut  zu  beglücken.  Die 
Ihoa.'i  VOM  Bahia  sind  sehr  groß,  und  es  macht  einen  \m- 
posantcn  Eindruck,  fünf  bis  sechs  Exemplare  dieser  gewaltigen 
Schmetterlinge  gleichzeitig  an  einem  Asterbeet  saugen  zu 
sehen.  Eigentlich  springen  sie  mehr,  als  sie  fliegen,  von 
einer  der  dichtgestellten  Astern  zur  andern,  unaufhörlich  mit 
den  steil  aufgerichteten  Flügeln  fächelnd.  Dabei  fällt  es  auf, 
wie  außerordentlich  hochbeinig  diese  graeiöscn  Thicre  sind,  — • 
Außer  thoas  sieht  man  von  Papilio  nur  noch  den  polydamas 
häulig  und  besonders  dessen  Thais-ariige  Zapfenraupe  an 
Aristolochien. 

Von  Weißlingen  fliegt  in  Bahia  sehr  häufig  Pirris 
}ii(iiiiisfe.  Diese  Art  gleicht  in  ihrer  Lebensweise  sehr  unsrer 
/*.  brassicae,  aber  die  Puppe  ist  dadurch  auffallend,  daß  an 
der  Stelle,  wo  sich  bei  den  FlUgelscheiden  der  Innenwinkel 
der  VorderflUgel  befindet,  ein  aufgerichteter  Dorn  steht. 
Gezeichnet  ist  die  w?o/j//.<^'-Piippe  ähnlich  der  unsrer  P.  rapae, 
aber  längs  Außen-  nud  Inuenrand  der  FlUgelscheiden  läuft 
breit  eine  bandartige,  bruune  Zeichnung. 

Stcit.  cnioniol.  Zeil.  1895. 


231 

Außer  einigen  7V/"/«.s',  Moniiiler  vürmigsweise  clalhea  hei 
Huliia  liiüifm',  Iridl  man  noch  besonders  die  Angehörigen  der 
Gattung  Leuculla.  Die.'^c  winzigen  Pieriden  —  manelie  meiner 
llaiiia-Slüeke  messen  mit  anfgeppannten  Flügehi  nur  20  mm  — 
erinnern  im  Fliegen  an  eine  Miniaturausgabe  unsrer  Leu- 
cophasia.  Sie  sind  äußerst  zart  und  bewegen  sich  nur  an 
solchen,  meist  im  Walde  geiedcnen  Stellen,  wohin  kein  Wind 
dringt,  deim  ein  solcher  würde  ilnien  den  Flug  sehr  er- 
schweren. 

An  einer  andern  Stelle"')  habe  ich  gelegentlich  den  Flug 
der  Weißlinge  besprochen  und  der  'JMiatsache  Erwähnung 
gelhan,  daß  bei  den  Weißlingen  die  besten  und  die  schlech- 
testen Flieger  unter  den  Tagfaltern  vorkommen.  Als  Heispiel 
der  ersleren  mögen  die  Tachi/rh  gelten,  die  von  ihrem  reißen- 
den Fluge  den  Namen  erhalten  haben,  denen  dann  die  Lcn- 
rklia  gegenüberstehen.  Beide  Gattungen  tridl  man  bei  Bahia 
/,u   gleicher  Zeit   und   am   gleichen  Orte. 

Von  einem  mit  der  Pferde-  resp.  Maulthierbahn  leicht 
erreichbaren  Platze,  dem  Praza  de  Grace,  sehlug  ich  ilen 
\\'eg  nach  dem  Friedhol'  ein.  Ueberall  flogen  zahlreiche 
H\eni})lare  der  südlichen  Form  von  Danais  archippuii  und 
als  Nahrungsquelle  bevorzugten  sie  die  Blüthen  von  Asclepias, 
an  denen  die  Raupe  lebt.  Ich  fand  gleichzeitig  Schmetter- 
linge, Eier  und  Kanpen  in  allen  Größen.  Die  Eier  sind  kegel- 
lormig,  die  zebraartig  gelb  und  schwarz  gestreiften  Raupen 
sitzen  auf  der  Unterseite  der  Blätter.  Wie  sie  ihre  vorderen 
zwei  weichen  Anhänge  als  Fühler  benutzen,  habe  ich  an 
anderem  Orte*'')  mitgetheilt.  Der  Flug  von  l).  archippus 
ist,  wie  der  aller  Danaiden,  unkräftig.  Wollen  die  Thiere 
gegen  den  Wind,  so  müssen  sie  unaufhörlich  tlattern.  Ein 
rasches  Dahinschießen  mit  ausgebreiteten  Flügeln,  wie  bei 
LimcnUis,  Neptis  oder  Vanessa,  giebt  es  nicht  bei  ihnen, 
Wühl  aber  ein  Gaukeln,  wie  bei  anigefächelten  japanischen 
Papierschmetterlingen,  d.  h.  ein  Segeln  mit  halbaufgerichteten 
Flügeln.  Sie  sind  absolut  nicht  scheu  und  haben  ein  so  zähes 
Leben,  daß  es  immöglieh  ist,  sie  wie  andere  Schmetterlinge 
mit  den  Fingern  todt  zu  drücken.  Drückt  man  sie  nicht  fest, 
so  fliegen  sie  wieder  fort,  sobald  man  sie  losgelassen  hat. 
Diese  Lebenszähigkeit  ist  übrigens  wichtig,  und  nach  Trimen 
eines   jener  Merkmale,    worin    sich  so  häuiig    die    geschützten 


■■')  Dus  Fhe.t^en  der  l'ische,  in:  ZodIu^.  Jahrli.  Ablli.  f.  Svstt'in.  etc. 
V.  p.  36«). 

•'*)  Lepidopterologisclie  Studien  im  Auslande;    in:    Zoolog.  Jaiir- 
bücli.,  Abth.  f.  Syst.  etc.  IV,  p.  775. 


SUUt.  entomol.  Zeit.  1895. 


232 

Falter,  die  sogenannten  Modelle,  von  ihren  oft  iuißerlicli  iinien 
sehr  ähnlichen  mimetischcn  Nachahmern  unterscheiden''').  Bei 
ßahia  ling  ich  keinen  Falter,  den  man  als  eine  Copie  von 
D.  archippus  auflassen  könnte.  In  Nordamerika  aber  kommt 
ein  solcher  vor,  nämlich  Limenilis  archippus. 

Früher  glaubte  ich,  daß  der  Schutz  der  sogenannten 
Modelle  bei  der  Gattung  Danais  sieh  im  Geruch  verrathen 
müsse,  wie  dies  bei  gewissen  Helicon'ms  der  Fall  ist.  Ich 
konnte*  aber  bei  den  bahianiscben  Danaidcn,  ebenso  wie  bei 
vielen  indischen,  einen  solchen  nicht  konstatiren,  wie  ich 
bereits  (1.  c.)  mittheilte.  Im  Jahre  1891  ling  ich  auf  einer 
in  Gemeinschaft  mit  meinem  leider  zu  früh  verstorbenen 
Freunde  Haase  in  Hinterindien  unternommenen  Excursion  eine 
Danais  agleoides,  die  gleichfalls  keinen  besonderen  Geruch 
hatte;  Haase  aber  zerbiß  sie  und  bezeichnete  den  Geschmack 
als  stark  säuerlich   und  adstringirend. 

Das  ganze  Jahr  bindurch,  aber  ganz  besonders  häutig 
im  Mai,  fliegen  in  Kahia  zwei  Falter,  zwischen  denen  gleich- 
falls eine  mimetischc  Aehnlichkeit  herrscht,  nämlich  Colarnis 
Julia,  und  Eucidcs  aliphrra.  Ich  untersuchte  beide  Arten  auf 
oinen  widrigen  Geruch,  den  ich  bei  Colaenis  nie,  wohl  aber 
hei  einigen  Stücken  der  Eueides  aliphera  fand,  wenn  auch 
nicht  stark.  Trolzdem  bin  ich  heute  üherzeugt,  daß  die 
Eueides  die  Copie,  die  Colaenis  das  Original  ist"'),  denn  die 
Verwandten  von  Eueides  aliphera  c  o  p  i  r e  n  alle  a  n  d  r  n 
Falter.  So  ahmt  Eueides  dianasa  den  Ueliconius  eurrale 
nach;  Eueides  parana  die  Acraea  anleas:  Eueides  ruU/i- 
J'ormis  die  Callithomia  hezia;  Euedias  Arten  der  Gattung 
Olyras  etc.,  ja  es  giebt  vielleicbt  gar  keine  Eueides,  die  nicht 
ein  erborgtes  Kleid  trüge,  so  daß  vielleicht  keine  einzige  Art 
dieser  Gattung  sich  eignet,  aus  ihrer  Färbung  auf  die  ursprüng- 
liche Tracht  dieses  Genus   rückzuschließen. 

Wie  sehr  man  durch  die  Erscheinung  der  Mimicry  irre 
geleitet  wird,  kann  man  erst  begreifen,  wenn  man  die  Tropen 
besucht  hat:  und  zwar  deshalb,  weil  alle  Lepidopterologen, 
welche  hier  zu  Lande  etwa  eine  Sesia  zu  beobachten  Gelegen- 
heit haben,  deren  Erscheinung  bereits  aus  Hüchern  und  von 
Allbildungen  her  kennen.  Hätte  Jemand  keine  Kenntniß  von 
der  Existenz  der  Sesiiden,  er  würde  Dutzende  dieser  kleinen 
Geschöpfe    in    der    Natur    übersehen,    ohne    diese    Täuschung 


*)  Vgl.  Haase,  Untersuchungen  über  die  Mimicry,  p.  3. 
*  )  iii  meiner  vor    einigen  Jaliren    erschienenen  Arbeit  über  tlie 
Sc  hmetterlihge    des    Corco vado-Berges    (s.   Stett.   Zeit.   189U, 
p.  93)  ließ  ich  diese  Frage  oUcn. 

Sieti.  eniomol.  Zeil.  1895. 


233 

illx'rhaiipl  uvwalir  /,u  wcrdcMi.  Die  UeheiTascliiiiig  luiii,  ganz 
andere  Tliiere  im  Netze  vorzufinden,  als  man  zu  fanden  be- 
absichtigt hat.  blüht  Einem  im  sciimetteilingsreichen  Brasilien 
täglich. 

Es  gab  in  Bahia  ganz  andere  Thiere  zu  fangen,  als  die 
praclit-  und  werthlosen  Angehörigen  der  Gattung  Calopsilia. 
An  den  meisten  Arien  dieser  Gattung  hatte  ich  mich  im 
Süden  satt  gefangen,  vor  allem  an  C.  aryante,  die  überdies 
an  jenem  Tage  in  Bahia  ziemlieh  abgeflogen  war.  Ich 
ignorirte  diesen  Proletarier  grundsätzlich,  nur  als  eine  Co[)ula, 
fest  vereinigt,  über  mich  wegschwebte,  winkte  ich  mi.t  leisem 
Netzschlage  die  Thiere  herab.  Jetzt  wollte  ich  mir  das 
Weibchen  besehen,  das  gerade  bei  C.  aryanle  beträchtlich 
variirl.  Und  ich  fand  —  eine  Varietät?  Nein,  aber  anstatt 
eines  Citronenvogels  hatte  ich  eine  Nvmj)halide  aus  der 
r7<///Y/.r<\<-Grn[)i)e,  eine  Aiiaea,  nahe  der  ^1.  opalina,  gefangen. 
Ich  war  so  überrascht,  daß  mir  das  Männchen,  welches  sich 
im  Netze  vom  Weibchen  losgemacht  hatte,  entwischte.  Ich 
hielt  das  Weibchen  krampfhaft  fest  und  sah  verdutzt  zu,  wie 
das  davoneilende  Männchen  ganz  dunkle  Flügel  entfaltete,  die 
allerdings  mit  dem  Citronenfalter  aryünle  recht  wenig  Aelui- 
lichkeit  hatten.  Jetzt  jagte  ich  nur  noch  Calopsilia  ar</anle, 
aber  meine  Hoifuung,  wiederum  so  augenehm  getäuscht  zu 
werden,  verwirklichte  sich  nicht.  —  Erst  bei  einer  späteren 
(Jclegenheit  fiel  mir  auf,  daß  Felder  schon  eine  Art  dieser 
tnii  unserm  Schillerfalter  verwandten  Gattung  Anaca  callidnjas 
genannt  hatte,  und  da  „Callidrijas"'  der  Boisduvarsche  Name 
für  die  tropischen  Citronenfalter  ist,  so  muß  diese  sonderbare 
Aehnlichkeit  sehou  jenem  Forscher  aufgefallen  sein. 

Imposant  nehmen  sich  die  riesigen  llesperiden  der  alten 
Gattung  Achlyodcs  aus,  wenn  sie,  alle  vier  Flügel  gespreizt, 
auf  weißen  Spiraeeu  sitzen.  Eantis  busiris,  die  größte,  bis 
(!  cm  klafternd,  kommt  bei  Bahia  nicht  selten  vor,  aber 
doch  mehr  einzeln,  während  z,  B.  K.  Ihraso  im  Süden  oft 
schaarenweise  die  Büsche  umschwärmt.  Es  ist  überhaupt  ein 
äuläerst  interessantes  Schauspiel,  in  fremden  Ländern  Schmelter- 
lingsgruppcn  zur  Herrschaft  gelangen  zu  sehen,  die  bei  uns 
gleichsam  unterdrückt  zu  sein  scheinen,  wie  eben  die  llesperiden. 
Als  ich  in  Brasilien  sammelte,  interessirten  mich  gerade  die 
Hesperiden  weniger;  heute,  wo  ich  zuweilen  die  Mannig- 
faltigkeit in  meiner  damals  gemachten  Beute  bewundere,  be- 
daure  ich,  nicht  vorzugsweise  diese  für  Amerika  so  charak- 
teristische Faltergruppe   berücksichtigt  zu   haben. 

Sto»f.  eutomol.  Zeit.  1895. 


234 

Als  ich  den  giüii,2,esüninleii  Hohlweg,  der  iuif  dui»  Fried- 
hof mündel,  diireiischrilt,  sah  ich  zuweilen  seillieh  am  Wege 
niedere  Büsche  stehen,  die  vollständig  gebeugt  standen  von 
der  Masse  buntgeileckter  Heuschreckenlarven,  die  nesterweisc 
das  Laub  verzehrten.  Stieß  man  einen  solchen  Straucli  an, 
!-o  si)rangen  die  Thicre  mit  einem  Male  nach  allen  Seiten 
davon;  der  Busch  explodirte  förmlich,  so  plötzlich  stoben  sie 
auseinander. 

In  Baliia  war  es  das  erste  Mal,  daß  ich  vaseubildende 
Mimosen  kennen  lernte.  Gleich  hochgewölbtem  Moospolster 
bauscht  sich  eine  Icbhaft-grünblätlrige  Art  dieser  emplindlichen 
Pflanze  über  dem  Boden  auf.  Geht  man  rasch  über  einen 
solchen  grünen  Platz,  so  ziehen  sich  an  den  Fußstapfen 
schleunigst  die  Pflanzen  zusammen;  es  entstehen  Löcher  im 
Rasen,  die  etwa  2—3  Minuten  anhalten;  dann  steht  die  ängst- 
liche Pflanze  allmählich  wieder  auf.  Ihre  Emptiudlichkcit  ist 
sehr  groß;  wo  ein  Heuhüpfer  einiällt,  wo  ein  Blatt  nieder- 
fällt, ja  sogar  wo  sich  ein  Schmetterling  setzt,  entsteht  ein 
Loch  im  Käsen,  denn  eiligst  zieht  die  Mimose  den  berührten 
Zweig  zurück,  den  sie  abwärts  an  den  Stengel  klappt.  Wo 
ein  reiches  Insektenleben  ist,  ist  der  Rasen  unaufliörlich  in 
Bewegung.  Auch  auf  einen  kräftigen  Windstoß  hin  schließt 
die  Mimose  ihre  Blätter  und  so  lauge  es  regnet  öffnet  sie  die- 
selben gar  nicht. 

Neben  den  zahlreichen  Heuschrecken,  \velche  den  Mimosen- 
rasen bewohnten,  tlel  mir  auch  ein  mittelgroßes  Thier  auf, 
das  auf  den  ersten  Anblick  an  eine  größere  Art  der  auch 
hei  uns  in  Deutschland  einheimischen  Galtung  Tetlix  (Schild- 
schrecke) erinnerte.  Aber  es  war  ein  Schmetterling,  eine 
Ilesperide.  Die  Vordcrilügel  sind  nämlich  sehr  schmal  und 
die  Hinterllügel  vielfach  gefaltet,  so  daß  das  Thier  mit  ge- 
schlossenen Flügeln  eine  beträchtliche  Länge  —  vom  Kopf 
bis  zum  Apex  und  Afterwinkel  des  sitzenden  Thiers  gemessen 
—  erreicht.  Diese  Thiere  fliegen  nun  nicht,  wie  die  anderen 
Ilesperiden,  sondern  sie  liUpfen  mehr,  indem  sie  rasch  in 
die  Höhe  schnellen  und  2 — 3  Meter  weiter  im  Bogen  auf 
den  Boden  fallen.  Oft  springen  drei  oder  vier  solcher 
Ilesperiden  von  einem  Platze,  direkt  vor  den  Füßen  des 
J>aliiusclireilenden  auf  und  stieben  auseinander,  ganz  wie  die 
Acridier  im  Herbst  auf  unsern  Grasplätzen. 

Höchst  sonderbar  muthen  noch  die  milchweißen  Hesjjeriden 
<ler  Gattung  Leiirorh'üotira  (Watson  hat  diese  Eiutheilung 
wieder  umgestoßen)  an,  die  gerade  bei  Bahia  im  Mai  ziemlich 
liäulig    fliegen;    auch    eine   Nymphalide    aus    der  Gruppe  der 

Stett.  eatomol.  Zeit    1895. 


235 

Eurjifelinen,  mit  uinur  pieridenarlig  weißen  Färbnim,  die 
Cyaliiipura  liiipeniineslrd.  sieht  rocht  iVcmdiändiseh  aus.  Ihre 
näcli.'-te  Verwiuidte  durt,  Didonh  biblis,  sainnil -schwarz  mit 
rothem  liinlerlliigelrande,  ftingt  sich  als  häufigstes  Opfer  in  den 
Netzen  riesiger  Spinnen.  Ein  Entkommen  aus  diesen  last 
garnstarken  Netzen  ist  für  den  zarten  Falter  unmöglich;  sah 
ich  doch  sogar  riesige  Mistkäfer  aus  der  Gattung  Mimns  in 
diesen  Spinnweben  luiugeu  bleiben  und  außer  Stande,  mit 
ihren  dornigen  Grabfüßen  das  starke  GcAvebe  zu  zerreißen. 

So  verstrich  mir  unter  interessantem  Beobachten  der 
Tag,  an  dem  die  Bevölkerung  Brasiliens  sich  im  Freiiieits- 
taumel  berauschte.  Die  Devise,  die  man  überall  mit  Kreide 
an  die  Häuser  schrieb  „viva  a  liberdade",  machte  auf  mich 
nicht  den  geringsten  Eindruck;  sah  doch  jeder  Fremde  nur 
zu  deutlich  die  Folgen  jener  übereilten  Politik  vor  Augen. 
Es  gehörte  kein  besonders  prophetisches  Talent  dazu,  im 
Geiste  den  Kaiserthron  wanken  und  das  in  der  späteren 
Revolution  vergossene  Blut  Hießen  zu  sehen.  Jedenfalls  war 
ich  dauuils  glücklich,  nicht  Politiker,  sondern  Naturforscher 
zu  sein.  Als  ich  durch  das  herrliche  Grün  der  bahianischen 
Vegetation  dahinschritt,  wandten  sich  tneine  Gedanken  ganz 
ab  von  den  drohenden  Schreckbildcrn  der  Zukunft  und  ich 
genoß  ungetrübt  die  ganze  i'racht  des  herrlichen  Tropentages 
^Treze-de-Maio*'. 


Das  Aiifueiclicii  j^ctrocknelci'  Faller 

von  Ed.  Hering^. 

Die  diesjährige  Januar-Nummer  des  Monthly  Magazine 
bringt  eine  beaehtenswerthe  Notiz  zu  obigem  Thema  von 
Dr.  H.  Guard  Knaggs,  welche  schon  deswegen  verdient,  be- 
kannter zu  werden,  weil  sie  eine  Methode  des  Aid'weichens 
ohne  Anwendung  von  Wasser  behandelt.  Der  Verfasser 
bemerkt  zunächst,  daß  er  sich  längere  Zeit  mit  der  Frage 
beschäftigt  habe,  eine  Flüssigkeit  oder  nicht  wasserhaltige 
Dämpfe  auslindig  zu  machen,  womit  getrocknete  Insekten- 
exemplarc  genügend  erweicht  werden  könnten,  um  sie  um- 
zuspannen oder  aus  dem  unpräjuirirlcn  in  den  für  die  Auf- 
bewahrung in  der  Sammlung  wünschenswerthen  Zustand  zu 
bringen  ohne  Benutzung  des  Sandlopfcs   ödes  des  —   in  Eng- 

Stolt.  entoniol.  Zeil.  1895. 


236 

land  gcbiäuclilichcn  —  Kirschlorbcor- Hafens,  bei  weUlicn 
beiden  Sebimmel  und  Zerlall  dci*  geweiehten  Tiiiere  in  Folge 
von  Fiiulniß  niclit  immer  zvi  vermeiden  seien.  Mr.  Clark  in 
Ilacknej  hat  ihm  dann  kürzlieh  eine  Methode  niitgetheill, 
welehe  das  Präpariren  in  erfolgreieher  Weise  ohne  Anwen- 
dung von  Wasserverdunstung  geslatten  soll. 

Das  Verfahren  dabei  ist  Folgendes: 

Man  nimmt  das  ges])ießte  Exemplar,  die  Oberseite  des- 
selben naeli  unten  gehalten,  in  die  eine  Hand;  mit  der  andern 
hat  man  einen  in  Holzspirilus"')  getauchten  Kameelhaarpinsel 
ergrilfen  und  bestreicht  mit  diesem  zu  beiden  Seiten  des 
Thorax  die  Stelle  der  Flügeleinsätze,  bis  der  Spiritus  sich  bis 
etwa  auf  die  Hälfte  der  Flügel  ausdehnt.  Das  so  behandelte 
Thier  wird  für  3 — 4  Minuten  bei  Seite  gestellt,  wonach  es 
weich  gcnng  sein  soll,  um  gespannt  werden  zu  können. 
Sollte  dies  nach  Größe,  Alter  oder  sonstiger  BesehaiVenhcit 
des  Exemplars  noch  nicht  in  genügendem  Maaße  der  Fall 
sein,  so  M'ird  die  Manipulation  für  1,  2  bis  4  Minuten  wieder- 
holt, um  nun  nach  des  Verfassers  Behau])tnng  sicher  zum 
Ziel  zu  führen.  Derselbe  räth  noch  an,  ein  Spannbrett  bereit 
zu  stellen,  um  gleich  mit  Beginn  des  Erweichens  die  Prozediu- 
des  Spannens  beginnen  zu  können.  Nach  12 — 24  Stunden 
sollen  die  Spannstreifen  schon  wieder  abgenommen  werden 
können  und  das  behandelte  Exemplar  danach  keine  Neigung 
zum  Zurückschnellen,  auch  keine  Spur  von  zurückgebliebenen 
Flecken  zeigen.  Die  Füiiler  sollen  sich  mit  dieser  Erweiehungs- 
mcthode  in  jeder  wünschenswerthen  Stellung  llxiren  lassen. 

In  einer  Fußnote  giebt  der  Verfasser  noch  eine  interessante 
Beobachtung  aus  der  letzten  Oktober-Nummer  des  Entomologist 
auszugsweise  wieder,  wonach  sich  frisch  gefangene  Insekten, 
auf  Naphthalin  gelegt,  selbst  im  troi)ischen  Klima  für  einige 
Tage  präi)arirfähig  erhalten.  Er  bemerkt  aber  auch,  daß  sich 
dies  nur  auf  nicht  schon  trocken  gewesene  Thiere  beziehen 
könne,  da  andernfalls  die  Anwendung  von  Naphthalin  in  den 
Sammhmgsbchränken  ausgeschlossen  sein  müßte. 

Für  beide  Notizen  scheint  es  geboten,  daß  ausgiebige 
Erfahrungen  die  Vorlheile  und  etwaigen  Naclitheile  der  in  ilinen 
empfohlenen  Methoden  einer  genauen  Prüfung  unterworicn 
werden.  Bei  der  ersteren  ist  a  priori  schon  ersichtlich,  daß 
sie  sich  vorwiegend,  wenn  nicht  ausschließlich,  für  größere 
Thiere  und   für  solche  eignet,  die  schon  in   frischem   Zustande 


*)   Wood    uaplitiia,    pyroxylic    spirit:    nach    meinen 
geholten  Erkundigungen  =  MethjMalkohul. 

Stelt,  entomul.  Zeit.  1895. 


237 

gespießt  waren,  al^o  niiht  für  die  kleineren  und  zarten  Arten 
und  aueli  nicht  für  solche,  die  in  DiUen  oder  sonstwelclier 
Verpackiinu  mit  nach  unten  oder  au  den  Leib  angelegten 
Flügeln  übersaudt,  erst  ein  Aufweichen  nöthig  machen,  um 
gespießt  werden  zu  können.  Auch  bleibt  zu  ermitteln,  wie 
zartgefärbte  Thiere,  z.  B,  LA'caenen,  grüne  Geometriden 
u.  dgl.  die  Aufnahme  des  Holzspiritus  vertragen. 

Der  von  dem  erwähnten  Autor  angesponnene  Faden  wird 
dann  in  der  Februar-Nummer  desselben  Magazine's  von 
Mr.  W.  Farren  in  der  Art  aufgenommen,  daß  er  zunächst 
eine  neue,  von  ihm  erprobte  Methode  des  Aufweichens  an- 
führt und  diese  mit  der  vorhin  beschriebenen  sowie  beide 
mit  der  allgemein  üblichen  in  Vergleich  stellt.  Mr.  Farren 
wendet  zum  Weichmachen  von  Faltern  einen  Strahl  von 
Wasserdampf  an,  welchen  er  in  einem  einfachen  kleinen 
Kessel  über  der  Spiritus-  oder  besser  Gas-Flamme  herstellt. 
Der  Strahl  wird  auf  die  Einsatzstelle  der  Flügel  des  zu  er^ 
weichenden  Falters  geleitet.  Hierzu  muß  der  Kessel  mit 
einem  entsprechend  geformten  Mündungsrohr  versehen  sein. 
Der  Kessel  ist  zum  Einfüllen  des  Wassers  mit  einer  Schrauben- 
versclilußöffnung  versehen.  Der  Falter  daif  nicht  zu  nahe 
an  die  Ausströmungsstelle  der  Dämpfe  gehalten  werden.  Alle 
übrigen  Manipulationen  bei  diesem  Verfahren  muß  die  prak- 
tische Anwendung  desselben  lehren. 

Der  Verfasser  macht  mit  Recht  darauf  aufmerksam,  daß 
es  bei  seiner  wie  bei  der  Methode  von  Dr.  Knaggs  geboten 
erscheint,  die  ungespießten  Thiere,  um  sie  überhauj)t  erst 
spießen  zu  können,  etwa  12  Stunden  auf  nassen  Sand  zu 
legen.  Dann  sollen  auch  die  größten  und  härtesten  unter 
ihnen  nur  noch  einer  Anwendung  von  Dampf  bez.  Holz- 
spiritus für  etwa  3  Minuten  bedürfen,  um  völlig  w(;ifh  und 
nachgiebig  zu  sein. 

Daß  beide  Methoden  gegen  das  bisher  übliche  Verfahren 
des  Aufweichens  auf  feuchtem  Sand  eine  gesteigerte  Com- 
plikalion  darstellen,  ist  wohl  ohne  Weiteres  ersichtlich.  Ebenso 
läßt  sich  sofort  vei'muthcn,  dat  beide  deswegen  wesentlich 
zeitraubender  sein  müssen,  weil  nur  immer  ein  Exemplar 
nach  dem  andern  und  Jedes  derselben  auch  nur  für  eine 
geringe  Zeitdauer  präparirfähig  gemacht  werden  kann,  wäh- 
rend bei  dem  gewöhnlichen  Verfahren  eine  größere  Anzahl 
derselben  auf  einmal  erweicht  wird  und  in  diesem  Zustande 
für  längere;  Zeil  verbleibt,  sofern  nur  die  Glasglocke  sofort 
nach  Entnahme  eines  Exemplars  wieder  über  den  vorhandenen 
Vorrath   von    Thieren    gedeckt  wird.     Immerhin    aber    mögen 

Sicit.  en(üaiol.  Zeit    1895. 


238 

die  beiden  Methoden  sich  bei  sehr  harten  und  widerstands- 
fähigen Arten,  z.  B.  Spliingiden,  Hesperiden  u.  s.  w.  iils 
zweckmäßig  erweisen,  zumal  wenn  es  darauf  ankäme,  be- 
sonders werthvolle  Individuen  dieser  Kategorie  ausnahmsweise 
sorgfältig  und   ganz  für  sieh  zu  präpariren. 

Wie  mir  scheinen  will,  haben  die  Autoren  beider  Methoden 
zu  übertriebene  Hefürchtungeu  vor  den  unliebsamen  Neben- 
wirkungen des  Aiifweichens  auf  feuchtem  Sand,  d.  h.  der 
Schimmelbildung  und  dem  Zerfall  der  geweichten  Thiere. 
Nach  unsern  sehr  umfassenden  Erfahrungen  wird  diesen  Neben- 
wirkungen aber  durchaus  vorgebeugl,  wenn  der  nasse  Sand 
mit  einigen  Tropfen  Salic^ispiritus  befeuchtet  wird.  Man 
kann  dabei  die  aufzuweichenden  Thiere,  ohne  Schaden  in 
dieser  Hinsicht,  2 — 3  Tage  unter  der  Glocke  belassen,  was 
bei  mangelhaffeu  Beleuchtungsverhältnissen,  wie  namenllicii 
an  trüben  Wintertagen,  ein  großer  Yortheil  ist.  Viele  Thiere 
nöthigen  geradezu  dazu,  sie  länger  als  24  Stunden  erweichen 
zu  lassen.  Bei  der  Mehrzahl  genügen  12 — 16  Stunden,  nach 
meiner  Erfahrung  aber  schwerlich  eine  geringere  Zeitdauer, 
wie  dies  wohl  gelegentlich  behauptet  worden  ist. 

Die  große  Umständlichkeit  beider  im  Monthly  Magazine 
vorgeschlagenen  Methoden  wird  wohl  Jeden,  der  genöthigt 
ist,  läglich  eine  größere  Zahl  von  Exemplaren  hintereinander 
fort  zu  präpariren,  von  ihrer  Anwendung  abschrecken.  Eine 
andere  Frnge  läßt  sich  aber  sehr  wold  an  dieselben  knü])fen, 
nämlich  diese,  ob  es  nicht  von  Vortheil  wäre,  den  zum  Auf- 
weiclien  zu  benutzenden  Sand,  statt  mit  Wasser,  mit  Methyl- 
alkohol oder  mit  gewöhnlichem  Spiritus,  event.  unter  Zusatz 
von  Wasser  und  Salicyl  anzufeuchten.  Ich  muß  jedoch  be- 
kennen, daß  mir  das  Bedürfniß  für  einen  derartigen  Versuch 
noch  nicht  entstanden  ist,  weil  ich  seither  das  gewöhnliche 
Verfahren   für  völlig  ausreichend  ansehen  durfte. 

Dagegen  ist  mir  in  anderen  Richtungen  Gelegenheit  ge- 
boten gewesen,  seitdem  ich  meinen  kleinen  Aufsatz  über  das 
Präpariren  u.  s.  w.  (Stelt.  Ent.  Ztg.  1893  S.  152)  verütVent- 
liciite,  weitere  Erfahrungen  durch  Präpariren  von  mehreren 
Tausend  in  Düten  erhaltener  exotischer  Kleinfalter  zu  sam- 
meln: Erl'ahrungen,  welche  meines  Eraehtens  für  den  Sammler 
eine  wesentlich  höhere  Bedeutung  haben,  als  solche  über  die 
beste  Methode  des  Aufweichens.  Sie  bezichen  sich  namenl- 
licii auf  das  damals  für  mich  nocli  ungelöste  Problem,  die 
aufge\veicli(en  und  auf  dem  Spannbrett  beliudlicncn  Fallei'  in 
der  ihnen  gegebenen  wünschenswerthen  Flügelhaltung  stand- 
fest   zu    macheu,    also    das    überaus    widerwärtige    und    ent- 

StcU.  entomol.  Zuil    1S9&. 


239 

inutlngende  Zurück-  bez.  Iiuliehühc-Schnollcn  der  Flügel,  sei 
es  unmittelbar  nach  dem  Losen  der  Spannstreifen,  sei  es 
einige  Tage  später,  definitiv  zu  beseitigen.  Die  Anregung  zu 
den  von  mir  in  diesem  Sinne  seit  jetzt  länger  als  einem  Jahr 
angestellten  Versuchen  verdanke  ich  Herrn  W.  von  Hedemann 
in  L'oijcnluigen  und  verfehle  nicht,  ihm  an  dieser  Stelle  meinen 
aufVirhtigen  Dank  abzustatten,  wie  ich  andrerseits  im  Interesse 
Aller,  welche  sich  mit  dem  Präpariren  exotischer  Falter  be- 
schäftigen und  ein  derartiges  Mittel  nicht  kennen,  seine  Ver- 
üf!'entlichuug  für  geboten  halte.  So  naheliegend  es  war  und 
in  dem  citirten  Aufsatz  von  mir  auch  als  zu  Versuchen 
geeignet  bezeichnet  wurde,  die  erweichten  Thiere  an  der 
Stelle  ihrer  Flügeleinsätze  mit  einem  zweckentsprechenden 
Klebemittel  zu  lixiren,  bedurfte  es  für  mich  doch  erst  der 
erwähnten  Anregung,  nm  daraufhin  umfangreichere  Versuche 
zu  machen,  die  denn  von  bestem  Erfolg  gekrönt  waren. 
Anfangs  experimentirte  ich  mit  verschiedenen  Sorten  von 
sog.  Fischleim,  denen  aber  nicht  die  ervvüuschte  dünnflüssige 
Consislenz  zu  geben  war  und  welche  namentlich  öfters  Spuren 
ihrer  Anwendung  zurückließen.  Beide  Uebelstände  waren 
sofort  beseitigt,  als  ich  den  von  der  Firma  Dr.  Staudinger 
und  Bang-Haas  erhältlichen  sog.  weißen  Insektenleim 
{k  Flasche  zu  50  Pfennig)  zu  benutzen  anfing.  Dieser  aus- 
gezeichnete, dünnflüssige  Leim  —  vermuthlieh  aus  Gummi 
tragant  und  Terpentin  der  Hauptsache  nach  hergestellt  — 
wird  nach  dem  Spießen  der  erweichten  Thiere  von  der  Unter- 
seite her  auf  die  Flügelansätze  und  deren  Einsatzstelle  am 
Thorax  aufgestrichen,  wofür  ich  ein  zugespitztes  Streichholz 
oder  bei  kleineren  und  ganz  kleinen  Thieren  die  Spitze  einer 
starken  lusektennadel  benutze.  Der  Leim  saugt  sich  nach 
kurzer  Zeit  völlig  in  die  bestrichenen  Theile  des  Falters  ein, 
ohne  merkliche  Spuren  seiner  Anwendung  zu  hinterlassen. 
Nur  wenn  er  besonders  dünnflüssig  ist  und  ailzureicldich  auf- 
getragen wird,  habe  ich  bei  zartgefärbten  Thieren  ein  Durch- 
dringen der  Flüssigkeit  nach  der  FlUgeloberfläche  hin  uüd 
dann  auch  ein  Verfärben  der  betroffenen  Stellen  bemerken 
können.  Da  aber  der  Leim  leicht  verdunstet,  ist  es  nicht 
schwer  gemacht,  ihn  in  Kürze  auf  die  entsprechend  stärkere 
Consistenz  zu  bringen,  welche  diesem  Uebelstand  vorbeugt, 
ohne  seine  Wirkung  zu  beeinträchtigen.  Daß  dieses  Mittel 
sich  auch  bei  den  größten  und  sprödesten  Faltern  mit  Vortlieil 
anwenden  läßt,  konnte  mir  nach  gleichzeitig  angestellten  zahl- 
reichen Versuchen  an  solchen  (Ornithoplera,  Spliingiden,  Ik;- 
sonders  auch  großen  exotischen  Hesperiden),  von  Herrn  Rektor 

Stctt.  cutomol.  Zeil.  1805. 


240 

Schröder  hier    besliitigt  werden.     Wir  haben  ferner  gefunden, 
daß    die  so   vorbereilelen    Thiere   für    das   Präpariren  noch  an 
GesclimeidigUeil     gewinnen,     wenn     man     sie     1 — 3     Minuten 
d.  h.  bis  zum   vüUigen    Eindringen    des   Leims  in   den  Körper 
des  Fahers  auf  nassem  Saud  stellen  läßt.     I>ei  solchen  Exem- 
plaren,   welche   mit   herabhängenden    bez.    an    den  Leib    nach 
unten    zu    angelegten    Flügeln    gespießt    werden    mußten,    läßt 
sich  der  Leim  ohne  merklichen  Schaden,  wenn  auch  vielh'iclil 
nicht  mit  gleich  guter  Wirkung,  auf  der  Oberseite  der  Flügel- 
wurzelu  aul'streichen.    Es  bedarf  wohl  kaum  der  Erwähnung, 
daß  die  Spannbrett-Weite  so  ausgewählt  werden  muß,  daß  ein 
Ankleben  des  Falters  an  den  Seitenwändeu  ausgeschlossen  bleibt. 
Die  zum   völligen  Trockenweideu   der  präparirten  Tiiiere 
erforderliche    Ruhe    derselben    auf    den    Spannbrettern     kann 
nach     unseru     Erfahrungen     ohne     Schaden     recht     erheblich 
—  von    sonst    10 — 12    Tagen    auf    nur    4 — G    —    abgekürzt 
werden,    was    denn    als  Zeitersparuiß    sehi'  bedeutend    ins  Ge- 
wicht fällt.     Ganz    unvergleichlich    aber    gewinnen    die  so  be- 
handelten Exemplare  an  Standlestigkeit.    Wir  haben  bei  vielen 
Hunderten  derselben  kaum  jemals  eine  merkliche  Veränderung 
der    Flügelhaltung   gegen    die    bemerken   können,    welche  den 
Thieren    unter    den    Spannstreifen    gegeben    worden  war,    und 
wo  sie  dennoch    eintraft,    durften    wir    mit  Recht    vcrmuthen, 
daß  die  Anwendung    des  Leims  nach    dem  Spießen  vergessen 
worden  war.    Unverkennbar  bleiben  auch  die  in  dieser  Weise 
behandelten    Objekte    gegen    die    Einflüsse   der  Aufbewahrung 
unter  minder    günstigen    Umständen    weniger    empfindlich,    als 
die  nicht  geleimten.    Ich  Avill   in  dieser  Richtung  nur  erwähnen, 
daß  mir  vor  Anwendung  des  Leims   eine  größere  Suite  tadel- 
los   präparirter   Java-Pyraliden,    soweit    nachweisbar,    nur   da- 
durcli  wieder  ganz  besonders  stark  aus  der  Spannung  schnellfe, 
daß  sie  in  einen  sonst   durchaus  trochnen  Kasten    übergeführf 
wurde,   welcher  im    kalten  Zimmer   aufbewahrt  gewesen  war. 
Die  Thiere  rcpräsentirten  aber  das  Produkt  einer  etwa  anderl- 
halbnionatlichcn    mühevollen    Winterarbeit,    die  so   mehr  oder 
weniger    enlwerthet    war.    —    Am    Augenfälligsfen    wird    der 
Unterschied    unter    den    Klcinfaltern    bei  den  anerkannt  unge- 
fügigsten Gattungen,  z.  B.  Phahelltira,  Ghijthotlcs.  Mar<jaroma, 
Cuitphalocrocis  und  ähnlichen,    bei  welchen  außerdem  das  zu 
starke    Erweichen    oder    das     nochmalige    Aufweichen    durch 
ihre    theils    iridisirenden,    theils    metallisehen    oder    sonst   sehr 
zarten  Farben    und  die   ganze   Beschailenheit   der  Flügel  recht 
mißlich  erscheint.    —    In  sehr    angenehmer   Weise   lassen  sich 
auch    durch    den    frisch    aufgestrichneu    Leim    die    nanienthch 
bei  den    langbeinigen   l'.vralidcn    leicht    abbrechenden    oder  als 

Stell.  CDtomol.  Zeit.  189&. 


24  t 

uhgobroclieii  in  den  Dutcn  vovgeinndenen  Beine,  desgleichen 
Fühler  und  Fiiiilert heile  wieder  befestigen.  Es  empliehlt  sieh, 
beiderlei  Extremitäten  mit  dem  Thier  zusammen  aufzuweichen 
und  ihnen  vor  dem  Ankleben  die  gewünschte  Form  durch 
Biegen  mit  Hülfe  der  Pincette  zu  geben,  wobei  oft  aucii  ein 
Brechen  der  im  Cvankaliglase  eingekraliten  Gelenke  not  big 
wird.  Sehr  lange  Fühler  (wie  bei  der  Gattung  Filodes  und 
deren  Verwandten),  welche  sich  nach  der  Entnahme  der  ge- 
weichten Falter  vom  feuchten  Sande  bemerklich  schnell  eiiir 
zurollen  ptlegen,  bestreiche  ich  deswegen,  d.  h.  um  ihr  zu 
schnelles  Trockenwerden  zu  verhindern,  mit  absolutem  Alkohol, 
lasse  sie  auch  möglichst  über  den  Spannst  reifen,  wobei  dann 
ihre  Form  durch  halblange  feine  Nadeln  lixirt  wird.  Werden 
sie  unter  den  Spannstreifen  belassen,  so  brechen  sie  fast  regel- 
mäßig schon  beim  Lösen  der  Spannstreifen  oder  bei  der  Ent- 
iiulune  der  Falter  vom  Spannbrette  ab.  —  Zur  Empfehlung 
drs  weißen  Insekteiileims  möge  hier  noch  bemerkt  werden, 
(laß  er  das  beste  mir  bekannte  Mittel  repräsentirt,  um  ab- 
uebrochene  Flügel  wieder  anzukleben  und  Risse  in  denselben 
zu  leimen.  Er  ersetzt  hier  wie  auch  beim  Ankleben  abge- 
brochner  Leiber,  wenigstens  bei  kleinereu  Thieren,  auf  das 
Vollkommenste  jeden  anderen  von  mir  versuchten  Klebestoll". 
Schließlicii  soll  aber  auch  ein  \'on  mir  bemerkter  Uebelstand 
bei  seiner  Anweiulung  nicht  unbemerkt  bleiben,  nämlich  der, 
daß  durch  ihn  die  für  einzelne  Pyraliden-Arten  charakteristischen 
Ilaarllocken  an  der  Basis  der  Vorderflügel -Unterseite  zu- 
-ainmeugeklebt,  nlso  deformirl  werden.  Hiergegen  habe  ich 
ncich  keine  Abhülfe  linden  können,  nehme  aber  diesen  Uebel- 
stand lieber  in  den  Kauf,  als  den  des  Zurückschnellens 
ungeleinit  piäparirfer  Exemplare. 

In  dem  vorhin  citirten  Artikel  halte  ich  schon  die 
Schwierigkeiten  berührt,  welche  sich  bei  kleinen  und  ganz 
kleinen  Faltern  für  das  Spießen  namentlich  dann  ergeben, 
wenn  deren  Flügel  nach  oben  zusammeng(;schlagen  sind,  wie 
dies  bei  Diitenexeni[)laren  meist  der  Fall  ist.  Da  dann  der 
kleine  Thorax  fast  niemals  sichtbar  bleibt,  ist  man  darauf 
iingewiescn,  das  Spießen  auf  gut  Glück  auszuführen,  und^ 
wenn  der  Falter  zwischen  Daumen  und  Zeigelinger  tixirt. 
wird,  ist  auch  die  Anwendung  der  Handlu[)e  so  gut  wie 
ganz  ausgeschlossen,  diejenige  der  Stativiujx;  aber  meist  sehr 
uid)e((iieiii.  Es  lag  nahe,  um  nicht  vorwiegend  schlecht  ge- 
spießte, also  auch  schwer  präparirbare  Exemplare  zu  erhalten,, 
hier  auf  Abhülfe  zu  sinnen,  die  ich  denn  in  einem  sehr  ein- 
fachen und  leicht  herstellbaren  Apparat  gefunden  zu  haben 
glaube.     Ich    schneide    an    etwa    4    cm    langen    Stücken,   von 

SieK.  cnlomol.  Zoii.  1305.  j^n 


242 

starkem  Heliaiitluismark  oben  und  unten  parallele  Flächen  alj, 
dergestalt,  daß  dazwischen  ein  möglichst  starker  Kürj)er  übrig 
bleibt.  In  letzteren  wird  der  Länge  nach  je  eine  Rille  von 
dreieckigem  Querschnitt  eingeschnitten,  ganz  so  wie  es  bei 
den  kleinen  Spannbrettern  für  Nepticula-Arten  aus  dem  gleichen 
Material  wohl  geschieht.  Zur  Auswahl  für  die  zu  spießenden 
Minutien  nach  Maßgabe  ihrer  Flügelhaltung,  Beinlänge  u.  s.  w. 
stelle  ich  mehrere  dergleichen  Unterlagen  mit  mehr  oder 
minder  flachen  oder  tiefen  Einschnitten  her,  eine  davon  auch 
ganz  ohne  Einschnitt,  also  mit  glatter  Oberfläche,  und  be- 
festige sie  der  wünschenswerthen  Stabilität  wegen  neben- 
einander auf  einer  dickeren  Korkplatte,  mit  je  vier  Stiften 
an  den  äußersten  Ecken.  Das  zu  spießende  Exemplar  wird 
nun  mit  der  Pincette  in  die  Rille  und  hier  in  die  für  da^i 
Spießen  bequemste  Lage  gebracht,  meist  so,  daß  das  Thicr, 
den  Leib  nach  hinten  gerichtet,  eben  nur  noch  mit  dem 
Brusttheil  in  der  Rille  autliegt,  wälirend  Palpen  und  Fühler 
darüber  hinausreichen.  Läßt  die  abnorme  Länge  der  Beine 
ein  Abbrechen  derselben  belürchten  (z.  ß.  bei  den  kleinsten 
Oligosligma-  und  Cataclysta-Arten')  so  empfiehlt  sich  auch 
die  entgegengesetzte  Lagerung  des  Exemplars,  oder  bei  diesen 
wie  bei  Thieren.  welche  mit  dachförmig  bez.  flachgelagerten 
Flügeln  gedütet  worden  waren,  die  Benutzung  der  Unterlage 
ohne  Einschnitt. 

Das  Spießen  kann  nun  sehr  bequem  unter  Anwendung 
der  Handlnpe  und  bei  zweckmäßigster  Unterstützung  der 
spießenden  Hand  so  erfolgen,  daß  nur  höchst  selten  sich 
dabei  schräg-  oder  sonstwie  schlecht  gespießte  F^xemplare 
ergeben.  Blieb  der  Thorax  auch  nach  dem  Aufweichen  noch 
durch  die  Vorderllügel  verdeckt  —  meist  ptlegen  sich  die- 
selben beim  Weichwerden  etwas  zu  ölTnen.  —  so  i^<t  es  an- 
gebracht, daß  S|)ießeu  unter  der  Stativlui)e  auszuführen,  um 
die  linke  Hand  für  die  Handhabung  einer  gestielten  Nadel  zum 
Auseinanderhalten  der  Vordertlilgel  frei  zu  haben.  Wenn  die 
Thiere  genügend  weich  waren,  die  Rille  zweckmäßig  ausgewählt 
wurde  und  einige  Vorsicht  beim  Einstecken  der  Nadel  nicht 
fehlte,  so  läßt  sich  das  Abbrechen  der  F'ühler,  Palpen  und 
Beine  so  gut  wie  ganz  vermeiden.  Ich  glaube,  daß  dieser 
sehr  einfache  Apparat  auch  eine  allgemeinere  Anwendung  bei 
kleinsten  Insekten  anderer  Ordnungen  sowie  namentlich  bei 
frischgetödteten  dergleichen  Minutien  zuläßt  und  für  alle  die- 
jenigen empfehlenswerlh  sein  wird,  deren  abnehmende  Augen- 
schärfe ,  das  Spießen  ohne  Benutzung  der  Lupe  nicht  mehr 
zuläßt. 

Stell,  cntomol.  Zeit.  1S95. 


243 


Biolo2;isclie  Mittlieilungeii  über  einige 
Klein  falter 

vfin    H.    Disque    in    Speyer    a.    Rh. 


1.   Oecophora  Borkhausenii  Z. 

Die  Lebensweise  der  Raupe  dieser  prächtigen  Art  war 
meines  Wissens  bis  jetzt  nocli  nicht  bekannt.  Man  ver- 
muthete  nur,  daß  sie  an  Kiefern  lebe,  da  der  Falter  fast  stets 
an  deren  Stämmen  gefunden  wurde.  Anfangs  Juni  d.  J.  fand 
ich  etwa  sechs  kleine  weißliche,  sehr  schlanke  Räupchen,  die 
zwischen  der  sich  abschiefernden  Rinde  genannten  Baumes 
unter  dünnem  mit  Raupenkoth  gemischtem  Gespinnst  lebten. 
Am  15.  Juli  und  1.  August  schlüpft«  je  eine  Borkhausenii, 
die  mich  um  so  freudiger  überraschte,  als  dieser  Falter  nocli 
nie  hier  oder  überhaupt  in  der  Pfalz  gefunden  worden  war. 
Die  Raupe  ist  schlank,  weißlich  mit  durchscheinendem  dunkeln 
Darmkanal,  braungelbom  Kopf  und  Nackenschild.  Aiterschild 
nur  augedeutet. 

2.  Oecophora  formosella  F. 

Unter  der  Rinde  von  Apfelbäumen  und  Akazien  findet 
sich  die  Raupe  dieser  häufigen  Art  bis  in  den  Juni  hinein. 
Farbe  zart  hellgrau,  die  Ringe,  welche  in  der  Mitte  fein 
getheilt  sind,  etwas  dunkler.  Vor  dem  ersten  Ringe  an  den 
Seiten  zwei  schwarze  Piuikte,  auch  auf  der  Mitte  des  ersten 
und  zweiten  Ringes  je  zwei  kleine,  kaum  sichtbare  Punkte. 
Kopf  und  das  getheilte  Nackenschild  hell  kastanienbraun, 
Afterschild  dunkler. 

3.  Oecophora  lunaris  Hw.  und 

4.  Oecophora  procerella  Schiff. 

eraog    ich    einigemale    aus    Akazienrinde.     Eine    Beschreibung 
der  liaupe   konnte  ich   bis  jetzt   noch  nicht  aufnehmen. 

5.    Oecophora  similella  Hb. 

Im  Oktober  1893  erhielt  ich  durch  Vermittlung  eines 
befreundeten  Forstmannes  aus  Lothringen  eine  Anzahl  Tannen- 
abschnitte mit  grindigem  Auswuchs,  sogenannte  Weißtannen- 
krebse,  die  stets  die  Raupe  der  Graph,  coniferana  beherbergen. 

Stett.  entomol.  Zeit.  1395.  lg« 


244 

Zwischen  den  kranken  Stellen  fand  ich  einige  graue  Raupen, 
die  der  von  Harp.  bracfella  ähnlich  sahen  und  welche  ich  des- 
halb für  diese  hielt.  Im  Juni  nächsten  Jahres  entwickelten 
sich  jedoch  daraus  einige  Stücke  obiger  Orcophora.  Die 
Raupen  waren,  als  ich  sie  erhielt,  bereits  erwachsen, 

6.   Oecophora  pseudospretella  Stt. 

fand  ich  im  November  1883  in  dem  Herbarium  des  Besitzers 
einer  Samenhandlung,  welches  sie  gänzlich  zerstört  hatte. 
Auch  im  Samenmagazin  war  sie  zahlreich  an  trocknen  Erbsen 
und  sonstigen  Sämereien  in  Gemeinschaft  mit  der  Raupe  der 
Kiiilrosis  lacteella.  Beide  Rauj)en  ähneln  sich  sehr.  Sie  sind 
weißlich  mit  kastanienbraunem  Kopf  und  gelbbraunem  Nacken- 
schild. Die  der  lacteella  hat  das  Afterscliild  angedeutet,  was 
bei  pseudospretella  nicht  der  Fall  ist. 

Als  einige  Jahre  später  die  Samenbehälter  einmal  gründ- 
lich gereinigt  wurden,   verschwand  pseudospretella  vollsändig. 

7.   Grapholitha  corapositella  F. 

Von  der  Raupe  dieses  hier  auf  Kleefeldern  überaus 
häufigen  Wicklers  wurde  bisher  nur  vermuthet,  daß  sie  an 
Klee  lebe.  In  der  That  fand  ich  vom  6. —  S,  August  d.  J. 
an  Medicago  sativa  drei  Raupen  dieser  Art,  von  denen  der 
erste  Falter  am  24.  desselben  Monats  sich  entwickelte.  Die 
Raupe  lebt  zwischen  den  Gipfelblättern,  von  denen  sie  zwei 
bis  drei  der  Länge  nach  zuf^ammenfaltet  und  leicht  verspinnt. 
Sie  ist  weißlich  mit  gelblichem  Kopf,  schmalem,  kastanien- 
braunem Nackenschild,  Aftersehild  angedeutet.  Vor  dem  Ver- 
])iippen  wird  die  Raui)e  röthlich,  Sie  kroch  in  ein  zu  diesem 
Zweck  gegebenes  Stück  Torf,  aus  welchem  bei  der  Ent- 
wicklung das  braune  PUppehen  hervor  stand. 

September  189'). 


Stett.  entomol.  Zeit.  1S95. 


245 


Zur  Kenntniss  der  Anthribidae. 

III. 

Dr.  K.  Jordan,  Trhig,  England. 


1.    Decataphanes  punctipennis  sp.  nov. 

Q.  Niger,  griseo-albo-pubesceus,  sparsim  olivaceo-varie- 
§atus.  Rostrum  latitudiue  triente  longius,  medio  intra  an- 
tennas  elevatum,  basi  subplanum.  Caput  longitrorsum  rugato- 
stiiatum.  Oculi  leviter  sed  distiuete  emarginati.  Antennae 
•corpore  plus  triplo  longiores,  articulis  tribus  basalibus  totis, 
•caeteris  apice  albido-pubescentibus,  2" — 9''  fortiter  erescentibue, 
10*'  indistiacto  longitudine  latitudini  aequali,  11^  fusco- 
pubescente  longitudine  seeundi. 

Prothorax  latitudiue  longior,  a  medio  ad  apicem  angustatus, 
dimidio  basali  laterum  fere  reeto,  angulis  basalibus  rotundatis, 
<3or80  depressus,  medio  parum  elevatus,  transverse  fortiter 
rugulosus,  uuicolor,  pube  albida  hie  et  inde  densiore;  carina 
-dorsali  recta  levissime  triflexuosa,  medio  tenuissime  interrupta, 
in  angulo  leviter  obliquo  parum  rotundato  antrorsum  ad  coii- 
.-strictionem  apicalem  usque  flexa. 

Elytra  retrorsum  leviter  sed  sensim  augustata,  convexa, 
ad  8uturam  haud  depressa,  fortiter  striato-punctata,  punetis  ad 
apicem  usque  profundis  conspicuis;  pube  albida  in  inter- 
spatiis  alternis  iu.sensim  liueolatim  disposita,  plaga  dorsali 
postmediana  inconspieua  (in  singulo  elytro)  olivacea. 

Pygidium  apice  truncato-rotundatum,  latitudiue  brevius. 
l'rosternum  medio  transverse  rugatum,  ante  coxas  late  pro- 
fundeque  impressum.  Processus  mesosternalis  declivis,  simplex. 
triangularis,  apice  rotundatus.  Abdomen  convexum,  segmen- 
torum  basalium  medio  haud  impresso.  Tarsi  long!,  art.  1'^ 
primi  paris  tibiis  anticis  longitudine  fere  aequali. 

Long.  (cap.  excl.)  IG  mm,  elytr,  11,  lat.   5. 

Hab.  Loanda,  W.  Afrika,   I   ,^. 

Die  stark  gestrcift-j)unktirten  Decken  sind  wie  der  übrige 
Körper  mit  einem  fas^t  weißen  Toment  bekleidet,  das  hier  und 
da,  besonders  in  den  abwechselnden  Zwischenräumen,  kurze 
linienförmige  Fleckchen  bildet;  es  ist  mit  olivenbruunem  Toment 
untermischt,  welches  gleich  hinter  der  Mitte  der  Decken 
zwischen  der  Naht  und  dem  sechsten  Streifen  etwas  deut- 
licher hervortritt,  ohne  einen  scharf  begrenzten  Fleck  zu  bilden. 

Stett.  enlomol.  Zeit.  1896. 


246 

In  der  Rüssellänge  steht  das  Thier  zwischen  Phloeotragus 
Schönh.  und  Deitterocrates  Lahr,   und  Imh. 

2.    Decataphanes  occultus  s]).  nov. 

,^$.  Niger,  albido-pubescens,  fusco-variegatus.  Rostrum 
latitudine  paulo  longius,  basi  depressum,  intra  antennas  trans- 
verse  elevatum.  Caput  cum  rostro  albido-pubescens,  unicolor,. 
longitrorsum  striatum,  striis  pube  obteclis.  Oculi  levissime 
emarginati.  Antennae  f^*)  corpore  parum  longioribus,  arti- 
culis  3» — 70  longit'idine  subaeqiu\libus,  2'-'  et  8»^  parum  bre- 
vioribus,  albido-pubescentes,  pube  in  basi  articulorum  3*^ — 8"' 
sparsa,  9^  toto  albido  apice  autem  cum  lO^  et  ll»  nigro, 
10'^  vix  ab  11**  separate,  11"  longitudine  secundi;  (V)  pro- 
thoracis  basin  attingentes,  8^ — S"  gradatim  descrescentibus, 
2'^  longitudine  quinli,  8"  latitudine  trieute  longiore  toto  albo, 
30 — 70  apice  albidis,  clava  longitudine  art.  6i  vi  8i,  ejus  arti- 
culis  vix  separatis,  fusca  basi  extrema  excepta, 

Prothorax  ab  angulo  rotundato  carinae  antebasalis  dorso 
utrinque  juxta  augulos  convexae  medio  vix  interruptae  ad 
ui>icem  subrolundatim  angustatus,  dorso  impressus,  medio 
loniiitrorsum  elevatus,  rutrulosus,  albidus,  pube  ad  latera  fusco 
mixta,  duabus  maculis  basalibus  fiiseis^  margine  basali  cum 
larlna  latorali  ])er  carinulam  rotundatam   conuL-xa- 

Elytra  parallela,  convexa,  dorso  haud  dei^ressa,  punctato- 
striata,  punctis  postice  obsoietioribus,  angulo  humerali  macula 
adscutellari,  ])laga  indistincta  mediana  altera  auteapieali  magi» 
fuscis,  macula  adliumerali  basali,  plaga  antemediana  altera 
postmediaua  elytris  communibus  magis  albidis. 

Pvgidium  rotundatum,  (j)  apice  levissime  sinuatum. 
Prosteruum  lateribus  vitta  dense  albido-pubesceute  signatum, 
parum  punclatum,  haud  Impressum.  Processus  mesosternalis 
apice  rotundatodilatatus.  Abdomen  (?)  omnino,  (o)  lateribus 
punctatum,  (j*)  segmentis  1°  aj)ice,  2«  et  3**  toto  medio  im- 
j)ressis.  Tibiae  basi  medio  a])iceque  fuscae.  Tarsi  breves^ 
art.  1"  primi  i)ans  hititudiue  duplo,  secundi  paris  triplo,  tertii 
paris  duplo  longiore,  1" — 3"  apice  fuscis. 

Long.  9  m^m,  roslr.  li|.^,  elvtr.  ßi/a,  lat.  3. 

Hab.  Gabun,  W.-Afrika,  l",^,   1    $. 

Die  Zeichnung  der  Decken  ist  fast  ganz  dieselbe  wie  ia 
Vhloeotratjiis  (jigas  Fabr.,  hcros  Fabr.  etc.  Das  fa^^t  rein 
weiße  'l'oment  ist  vorlierrschend.  Das  zehnte  Glied  der  Fühler 
des  Q  ist  mit  dem  elften  fast  vollständig  verwachsen,  die 
Trennungslinie  ist  sehr  scliwer  sichtbar;  im  ^  sind  die  drei 
letzten  Glieder  verwachsen. 

SteU.  entomol.  Zeit.  1895. 


247 

3.    Decataphanes  fuliginosus  sp.  nov. 

,j$.  Niger,  fuliginoso-  et  fusco-variegatus.  Rostnmi  pla- 
iiatum,  (j)  inlra  aütennas  paiilo,  ($)  liaud  (.'levatum,  cum 
capite  fiiliginoto-piibescens.  Frons  striata,  striis  pube  obtectis; 
occiput  fusco-bimaculatum.  Antennae  (j  incompletae)  arti- 
fulo  50  apicern  eljtrorum  attingeates,  3*^ — 7^  longitudine  sub- 
acqualibus,  2«  breviore,  apice  albido-pubeseeutibus;  ($)  ely- 
Irorum  margiuem  basalem  paulo  superantes,  art,  3« — 8*^  gra- 
dalini  decrescentibus,  nigris,  7«  apice,  8''  toto  albis,  9<^ — 10*^ 
iiigris  liaud  separatis. 

Prothorax  antice  fortiter  oonstrictus,  ante  et  post  medium 
leviter  sinuatus,  maxima  latitudine  in  medio,  dorso  late  pro- 
funde impressus,  ante  medium  sat  subito  elevatus,  densissime 
rugalo-punctatus,  sparsim  pubescens,  duabus  maculis  apicalibu.s 
approximatis,  duabus  alleris  juxta  elevationem  medianam, 
linea  mediana  iiitra  banc  elevationem  et  basin  fidiginosis; 
carina  antebasali  medio  subtiliter  interrupta  biconcava  utrinque 
leviter    couvexa    lateraliter  valde    rotundatim    antrorsum  flexa. 

Elytra  parallela,  dorso  haud  depresta,  couvexa,  basi 
Ibrtiter,  postice  levius  punctato-striata,  fusco-pubescentia,  macula 
obliqua  adliumerali,  plaga  communi  autemediani  ad  suturam 
cum  plaga  altera  postmediana  antice  posticeqiie  subnigro  deter- 
rninata  conjuncta  fuliginosis. 

Pvgidium  lateribus  fuliginoso-pubescens.  Prosternum  (,^) 
antice  ferc  laeve,  lateribus  dense,  medio  s))arsius  punetatum. 
Procesf-us  mesosternalis  ut  in  specie  praecedente.  Abdomen 
lateribus  basi  segmentorum  exceptio  fuliginosum,  punetatum, 
segmentis  duobus  ullimis  totis  punctis  asperis;  (^)  segm. 
l"  et  2«  apice,  3*^  toto  medio  impressis.  Femora  et  tibiae 
l'uliginoso-pubescenles,  iJla  annulo  bene  expresso  fusco,  hae 
basi  et  apice  et  medio  fuscae:  tarsi  pariim  longiores  quam  in 
specie  praecedente,  grisei,  art,  1«  a[)ice,  2«  fere  toto,  S"  toto, 
4^  basi  ajjiceque  nigris. 

Long.   12   mm,  rostr.  2.   elytr.   Si/,,  lat.  A^l^. 

Hab.  Transvaal  ( I    J  in  Mus.  Tring,   1  !^  in  Mus.  Stettin). 

Der  abgellachte  Pi.üs.sei,  die  Form  des  Halsscliildes  und 
die  Färbung  des  Tomenis  unterscheiden  dieses  Thier  von 
J).  orciillas  m.  \üi\  JJ.  picfus  Lahr,  und  Imh.  ist  es  nur 
durch  den  mehr  abgellaciitcn  Rüssel  und  die  Färbung  ver- 
schieden und   i.-t   vielleicht  nur    eine  südliche  Form  jener  Art. 

Die  Galtung  l)ccalai)Iia>ies  Lahr,  und  Imh.  und  Deulevo- 
cralcs  Laltr.  und  Inili.  gehören  unmittelbar  hinter  Phloeo- 
lr(i;/ii.-i  Schünli. 

Stctl.  euiuiiiul.  Zeil.  Ib'JO. 


248 


Commista  ueu.  nov. 


$.  Rostriim  latum  deplanatum  longitudin«  lalitiidiiii  aeqnali, 
apice  dilatatum,  margine  apicali  emargiuato,  leviter  tricari- 
iiaturn.  Oculi  valde  distantes,  laterales,  fere  rotiindi,  j)ro- 
.minuli,  insensim  obliqui.  Anteunae  prothoracis  basiii  attiu- 
gentes,  tenuissimae,  articulis  1"  brevi,  2"  latitudiue  triplo 
Jougiore,  3»  secundo  plus  dimidio  longiore,  4"  et  b^  tertio 
brevioribus  iuter  se  aequalibus,  6"  et  7"  quinto  paulo  bre- 
vioribus,  oetavo  paulo  lougioribus;  dava  coinpressa  sat  lata 
Iriaiticulata;  art,  9»  lougitudine  quiiiti,  basi  lenui  apiccm 
versus  dilatato  niaxima  latitudiue  in  apiec  ipso;  lO»  longi- 
tudiui  latitudiue  aequali,  quadrangulato:  11<>  basi  deciuii 
latitudiue,  a  medio  versus  apicem  sat  subito  angustato,  dimidif» 
apicali  acute  triaugulari.  Anteunarum  foveae  laterales.  Prfi- 
thorax  carina  antebasali  parte  mediana  concava,  e  regione 
striarum  quiatarum  utriusque  elytri  augulatim  retrorsum  cur- 
vala,  deiüde  rotundatim  autrorsum  flexa  pone  medium  pro- 
thoraeis  desinente  ac  subangulatim  (a  supero  visa)  prominula; 
lateribus  a  carina  desiuente  ad  apicem  angustatus  disco  im- 
pressus.  Elytra  parallela,  postice  rotuudata,  dorso  deplanata, 
tuberculis  armata.  Pygidium  parum  convexum,  medio  longi- 
trorsum  Impressum.  Pedes  sat  validi,  tibiis  apicem  versus 
•dilatatis  ac  breviter  birsutis,  tarsis  breviter  liirsutis,  art.  1'* 
latitudiue  duj)lo  longiore,  lateribus  subparallelis,  2"  primo  plus 
•dimidio  breviore,  magis  triangulari,  3o  bilobo  i)arvo  sed  oltvio. 

Typus:   C.  latifrons  sp.  nov, 

4.    Commista  latifrons  sp.  nov. 

$.  Niger,  irregulariter  macidatim  lerrugineo-lutoso-pubes- 
cens,  fusco-variegata.  Kostrnm  cum  capite  rugose  punctatum, 
medio  depressum,  omnino  sparsim  lutoso-pubesceus.  Antennae 
vui'ae,  clava  i)arum  obscuriore.  Protborax  latitudiue  (ad 
earinam  lateralem  desiuentem  maxima)  parum  brevior,  rugose 
granulato-punctatus,  impressione  dorsal!  ante  carinam  pro- 
fund iore  versus  apicem  evancscente,  fere  totum  discum 
•occupante,  liuea  mediana  parum  elevata  subferrugiuea,  omnino 
irregulariter  ac  sparsim   ferrugiueo-liitoso-i)ul)escens. 

Elytra  latitudiue  fere  dimidio  longiora,  punctato-striata, 
Stria  cSa  profundiore,  iuterstitiis  alteruis  angustioribus,  5"  basi 
medio  ac  ante  apicem,  7"  tote  elevatis,  tuberculo  basali  altero 
postmediauo  sat  compressis  altis  nigris:  liic  et  inde  nigro- 
tessellata. 

Corpus  inferum  Ibrtiter  rugose  punctatum.  Processus 
mesosternalis  longior  qumn   latus,  lateribus  subparallelis,    apicc 

Atett.  entomol.  Zeit.  1S95. 


249 

riiliindo.  iiiedio  loiiiiilrdrsiim  leviter  impresso,  lere  perpen- 
•diculaii-.  Scgmentuin  anale  apice  i-ütimdato-tnincatiiiu.  Pila 
crassa  tibiariitn   tai>oiinn(|iie   l'usca. 

Long.  0  mm,  rostr.   1i|o,  elytr.  (ii,o,  lat.   4. 

Hab.  Nord-Ausli-alieo  (Typus:   Mus.   Sfeltiii),   2  $. 

Erinnert  sehr  an  Phides  .vanlltudarlylus  Pasc,  von  den 
Fiji-Insein  und  au  geluickerte  Äpalenia- Arien -^  ist  aber  be- 
sonders infolge  der  andern  Form  des  Küsseis,  der  Augen  und 
Heine   von  ihnen  geueriseli   verschieden. 

.').    Gymnognathus  molitor  sp.  nov. 

Facies  (i.  fahraei  Fahrs.:  parum  majoi-.  Rostrum  jila- 
iiatum;  medio  depressutn  apice  dilatatum,  latiludine  apicis 
})aulo  longius,  carinula  mediana  subtili  in  fronte  capitis  ])aulo 
altiore,  vitta  mediana  lata  in  occiput  ascendente  ubi  latiore 
duas  maculas  trianguläres  fuscas  includente  signatum.  Oculi 
subrotundi,  valde  distantcs.    Antennae  ut  in  G.  fahraei  breves, 

Protliorax  longior  quam  in  G.  fahraei,  magis  conicus, 
lateribus  medio  haud  angulatis,  albo-pubescens,  vitta  lata  dorso- 
laterali  lineolani  albam  basalem  obliquam  includente  et  maeula 
lineari  latevali  a  carina  latcrali  desinente  ad  marginem  apicalein 
cxtensa  fuscis. 

Elytra  longiora  et  postice  minus  abrupte  deelivia  quam 
in  specie  affini:  margine  basali  valde  rotundato-producta, 
impressione  suprahumerali  forti-  fusca,  plaga  magna  alba 
totam  depressionem  dorsalem  occupante,  basi  usque  ad  mar- 
jiinem  lateralem  dilatata,  ])0stice  ante  apicem  declivem  in 
sutura  sinuata,  guttam  parvam  suturalem  antemedianam  inclu- 
dente; duabus  guttis  apicalibus  sat  magnis,  duabusque  mar- 
ginalibus,  mediana  et  aute-apicali,  etiam  albis. 

Pygidium  latitudine  basis  longius,  apicem  truncato-rotun- 
datum  versus  obvie  angustalum,  album,  maeula  j)arva  iri- 
angulari  apicali  marginal!  fusca.  Corpus  infra  omnino  albo- 
j)ubescens,  medio  metaslerni  et  abdominis  subnudo,  sub- 
filissime  punctato,  metasterno  ntrinque  duabus  maculis  parvis, 
segmeuto  {)rimo  abdominali  maeula  basali  sat  magna  intra 
medium  et  marginem  lateralem  sila,  praeterea  Omnibus  seg- 
mentis  gutta  laterali  marginal!,  in  segmentis  ultimis  majoribus, 
fuscis  notatis.  Processus  mesosternalis  triangularis,  apice 
rotundatus,     Tibiae  rufae,  femora  et  larsi  nigri. 

Long.  101 1.2  mm,  rostr.  2,  elytr.   7i|.,,   lat.   f). 

Hab.  Cayenne,    1   V- 

Stett.  untümol    Zeit.  1S95. 


250 

6.    Gymnognathus  brevirostris  sp.  nov, 

A.  6'.  cicino  Jek.  rostro  loQgitudine  fere  latiore  ciiüi 
capite  medio  occipitis  excepto  albo-griseo;  oculis  magis  distaii- 
tibus;  prothorace  latitudine  pariim  breviore,  dorso  ruguloso- 
l)unctato,  vitta  mediana  angusta,  laterali  lata,  absque  vittis 
abbreviatis  basal ibus,  cariaae  angulo  laterali  reclo;  pygidio 
apice  medio  truncato  angulis  rotundatis;  corpore  infero  omnino 
albo-griseo;  segmento  auali  apice  leviter  emargiuato  angulis 
rotuudatis,  distinguendus. 

Long.  41;  2  mm,  e\ytv.  3,  lat.  2. 

Hab.   .^Brasilia/' 

In  der  Rüssel-  und  Kopfbildung  stimmt  diese  Art  mit 
G.  mciit'trical  Bob.  überein;  letztere  Art  bat  aber  einen 
schmalen,  dreieckigen  Mesosternalfortsalz  und  ein  wenig  er- 
höhtes Meso  Metat-ternum,  während  brecirostris  sich  in  dieser 
Beziehung  wie  vicinus  Jek.  verhält.  Die  Längsrunzeln  auf 
dem  Halsschilde  von  G.  vicinus  sind  in  brecirostris  vielfach 
(pier  verschmolzen,  sodaß  die  Scheibe  des  Prothorax  gerunzelt 
punktirt  erscheint.  Die  Zeichnung  der  Decken  erinnert  an 
die  der  Decken  von  vicinus:  die  graue  Pubesceuz  nimmt  die 
zwei  ersten  Drittel  ein  mit  Ausnahme  eines  runden  Fleckchens 
auf  der  Naht  in  der  Mitte,  eines  Schulterflecks,  eines  dorsalen 
postbasalen  Fleckchens  und  eines  Seitenflecks  vor  der  Mitte; 
eine  dreieckige  gcmeinsciiaftliche  graue  Makel  vor  dem  ab- 
tichüssigen  Deckenende  hängt  mit  der  grauen  Basalpubesceiiz 
breit  zusammen  und  berührt  seitlich  fast  einen  grauen  Mar- 
ginalfleck;  jedes  Deckende  trägt  einen  grauen  Längsstricb, 
der  den  Apioalrand  erreicht.  Das  Pygidium  ist  wie  in 
ficinus  bekleidet. 

7.    Gymnognathus  tenuis  >p.   nov. 

Rostrum  latitudine  dimidio  longius,  lougitrorsuni  ini- 
pressum,  vitta  mediana  lutosa  bene  exjiressa  inira  oculo-; 
parum  latiore  cum  vitta  ])rüthoracis  mediana  continua  in 
occipite  liaud  interrupta  noiatum,  apicem  versus  paululatitn 
dilatafum.  Prothorax  couicus,  latitudine  parum  longior,  sub- 
tilissime  punctulatu.«,  tribus  vittis  signatus,  utrinque  vitta  late- 
rali plus  minusve  conflua  cum  j)ubesceutia  ]u-t)sterni;  carina 
d(»r.-ali  leviter  flexuosa  angulis  j)arum  minoribus  quam  rectis, 
i-ed   apice  ipso  rolundatis. 

Klytra  elongata,  ])laga  lutosa  communi  basi  maigines 
laterales  attingente,  medio  usque  ad  striam  tertiam  exlen-a, 
pitne   medium    ad  striam    sexlaui   dilalata,    i)0.-lice   ail  sutiiratu 

Stell,  cutuuiul    Zeit.  lb\)b. 


251 

^inuata,  gutta  marginali  antemediana,  altera(iLie  upicali.  Pygi- 
dium  et  segmeutum  anale  ventrale  longe  spinosa,  illud  lulosum 
mediana  gutta  excepta. 

Corpus  subtus  lateraliter  dense  lutoso-pubescens  Pro- 
ce.ssus  mesosternalis  lateribus  lere  rectus,  apice  rotundatus, 
niedio  leviter  emargiuatus.     Pedes  pallide   ruti,  tansis  obs^curis. 

Long.  41 '2  mm,  elvtr.  3,  lat.  l^j-^. 

Hab.   -Brasilia.^ 

8.    Gymnognathus  affinis  sp.  nov. 

Rüstrum  latitudiae  qiiarta  parte  longius;  medio  intra  an- 
tenuas  leviter  Impressum,  biviltatum.  Caput  utrinque  supra 
oeulos  vitta  angu?ta  signatum.  Antennae  (,j)  elytrorum  basin 
attingentes.  Prothorax  latitudine  paulo  longior,  diseo  iougi- 
trorsum  carinulatus,  trivittatus,  vitta  mediana  lata  antrorsum 
angubtata,  lateralibus  intra  medium  et  angulum  fere  rectum 
carinae  positis  angustis  rectis. 

Elytra  postite  paulo  angustata,  macula  valde  elougata 
a  basi  usque  trans  medium  abeuute,  in  basi  ad  humerum 
usque  dilatata,  poue  scutelkim  suturam  tangente  intra  strias 
laui  et  3iam  sita,  medio  paium  versus  latus  flexa  striam 
quintam  attingente,  litterae  C  parum  simili^  triangulo  post- 
mediano  libero  trausverso. 

Pjgidium  a])ice  truncatum,  band  spinosum,  vitta  mediana 
angusta  apicem  versus  tenuissima.  Corpus  iniVa  omiiiuo  griseo- 
])ubescens,  metasterno  et  segmento  basali  abdominal!  maeula 
laterali  brunnea  siguatis;  pioeessiis  mesosternalis  apice  trun- 
catus,  sicut  segmentum  anale.  Pedes  ruli,  tibiis  apice  tarsis- 
que  nigris. 

Long.  5   mm,  elytr.  S^/j,  lat.  2. 

Hab.  Para,  Brasilia  (Typu:.:  Mus.  Stettin). 

Wälireud  in  dem  typi'^clien  Exemplare  von  Para  die 
Flügeldecken  nur  die  in  der  obigen  Besclueiltung  angegebenen 
Makeln  besitzen,  zeigen  sie  in  einem  Exemplar  vom  obern 
Amazonenstrom  noch  je  einen  Fleck  vor  der  Spitze  und  einen 
zweiten  in  der  Mitte  des  Seitenrandes;  auch  ist  in  diesem 
Exemplare  der  dreieckige  Nilitlleck  seillieli  bis  zum  Seiten- 
rande der  Decken  bindenformig  verlängert. 

9.    Xenocerus  aluensis  sj).  nov. 

,^.9.  X.  punclkoUi  Jord.  (Nov.  Zool.  ]>.  G42  n.  84, 
1894)  valde  aninis;  vitta  suturali  basi  lunid  cum  linea  dor- 
sali  connexa,  ramis  postmedianis  juiino  valde  oblique  a  sutura 

SIett.  entoniol.  Zeil    1805. 


252 

ad  striam  tertiam   iisque  abeunlibus,    deinde  subito  transversis 
abbreviatis,    haud    cum  lioea    subinarginali    conjunctis:    sulura 
intra  apicem  et  vittani  bipartitam  non  albo-niarginata. 
Hab.  Alu,  Salomons-Insehi,  8  r^,  5  $. 

10,  Xenocerus  australicus  i^p.  nov. 

rj$.  A  praecedenti  diffp.rt :  vitta  sutm-ali  cum  linea  dorsali 
ad  mai'ginem  basalem  connexa,  ramis  i)ostmediani.s  ut  in  illa 
specie,  sed  marginem  lateralem  attingentibus,  linea  submar- 
ginali  ante  et  j)ost  hos  ramos  longe  interrupta. 

Hab.  Sommerset,  N.-Austnilia  (d'Albcrtis  leg.,  Jan.  75). 
1   ^,  1  $  (Typus:  Mus.  Stettin). 

Es  wird  sich  später  vielleicht  heraus^^lelIen,  daß  die  hier 
als  Arten  aufgeführten  A'.  aluensis  m.  und  auslralicus  m. 
nur  lokale  Formen  eines  über  die  ganze  malayisch-papuasische 
Region  verbreiteten  Xonocerus  sind,  in  dessen  Formenkreis 
-wahrscheinlich  auch  A'.  luctificns  Fairm.,  oUraceus  Motsch., 
itperacerus  Montr.   und   rquesfris  Pasc,  gehören. 

Xylinades  Lat. 

A.  Marmoratus -GrupTpe:  Prothorax  in  beiden  Ge- 
schlechtern mit  einer  Längsfurche  unterhalb 
des    S  e  i  t  e  n  k  i  e  I  c  s. 

11.  Xylinades  granulatus  sp.  nov. 

,^$.  A'.  marmoralo  Roel.  structura  similis;  front is  carina 
media  sulco  bipartita:  antennariim  articulo  terlio  longiore; 
prothorace  anticum  versus  minus  dilatato,  disco  rugis  trans- 
versis ac  granulis  sat  dense  adsperso,  carina  autebasali  magis 
arcuata  cum  carina  laterali  fere  continua;  eljtris  basi  pro- 
fundius  emarginatis,  ad  apicem  usque  granulis  distinctis  notatis, 
plaga  nigra  mediana  multo  majore  distinguendus. 

Hab.  Penaug  (Typus).  1  ,7^;  Perak,  1  ,^-.  Sarawak, 
Borneo,  1   §. 

Das  ,^  hat  die  Innenseite  der  Fühler  sparsam  mit  langen 
Haaren  besetzt,  von  denen  ich  in  den  mir  vorliegenden 
Sumatra-  und  Java-Exemplaren  von  A.  mannoratus  Roel. 
(Notes  Leyd.  Mus.  II.  p.  237,  1881)  keine  Spur  linde.  Die 
regelmäßige  Zciciinung  des  Halsschildes  von  A.  mannoratus 
iA  in  granulatus  kaum  angedeutet.  Der  in  marmoratus  ein- 
fache, kurae  Mittelkiel  der  Stirn  ist  in  der  neuen  Art  längs- 
getheilt  und  wird  außerdem  durch  die  etwas  verlängerten, 
sich  hinter  dem  Kiel  fast  vereinigenden  Sehenkel  der  mittleren 
Stirn-Rüs.scilurche     vom     Hinterkopfe    getrennt.      Die     glatten 

Stell.  CDtomol    Zeit    1S9S. 


25a 

llOcker  in  den  beiden  ersten  Streifen  der  Decken  sind  bis 
zur  Üeckenspitze  deutlich,  die  der  übrigen  Streifen  sind  in  der 
Mitte  undeutlich,  treten  aber  auf  dem  abschüssigen  Decken- 
theile  wieder  auf. 

B.  Chei'rolafi-GrupY>e:  Protiiorax  in  beiden  Ge- 
schlechtern mit  einer  tiefen  Grube  liinter  der 
Mitte   der   Scheibe. 

12.    Xylinades  impressus  sp.  nov. 

(5^$.  X.  uiger,  j)edibus  rufescentibus.  Rostruin  earinis 
leviter  elevatis  instructum,  crasse  punctatum,  lateribus  cum 
vitta  dorso-laterali  capitis  rufo-tomentosis.  Capitis  frons  punc- 
tata, earinis  obsoletis. 

Prothorax  pone  apicem  constrictus,  lateribus  leviter  rotun- 
datis,  maxinia  latitudine  ^-at  longe  ante  medium,  dorso  for- 
tissime  irregulariter  foveolatus,  fovearum  interstitiis  elevatis, 
spatio  apicali  mediano  laevi,  fossa  transversa  profunda  ante 
carinam  tres  ramos  versus  anticum  emitteutc  notatus,  ramis 
lateralibus  parum  arcuatis,  mediano  leviore  recto;  carina  ante- 
basali  fere  recta  medio  interrupta  cum  carina  lateraü  continua; 
tribus  lineolis  apicalibus,  tribus  maculis  basalibus  atque  utrinque 
macula  dorsali  majore  irregulari  saepe  in  nounullas  guttas 
divisa  rulis. 

Elytra  ut  in  A.  checrolaii  Kits,  sculptuiata.  sed  striis 
dorsalibus  fortius  foveolato-punclatis;  pube  rufa  in  maculis 
sat  sparsis  disposita  vestita:  macula  humerali  minuta,  duabus 
lateralibus  etiam  j)arvis,  quarta  ante  apicem  declivem  sita 
obliqua  Iransver.-a  piinetis  niiimtis  nigris  notata,  ([uinla  apicali 
magis  distinctis. 

Pro>tcrnuni  loveolalum,  sulco  trausverso  antccoxali  bi- 
arcualo  iustructum,  rufo-tomeutosum.  Processus  intercoxalis 
niesostcrni  anguste  triangularis.  Abdomen  lateribus  obvie 
piiuctaluin  ac  macidi>  magnis  nigris  signatiim.  Pedes  rufo- 
tomentosi,  lenioribus  ai)ice  subtus  macida  nigra  noiatis,  tibiis 
apice  tar.-isque  miiuis  rutis. 

Long.  14  mm,  elytr.   10,  lat.  5. 

Hab.  Khasia  Hills,  Assam,  4  ,j,  3  >;  Sikkini  (Maiidclli 
leg.),   1   c:. 

Unterscheidet  sich  von  A.  checrolaii  Kits,  (Notes  Lej'd, 
.Mus.  IV.  p.  7,  188o),  den  das  Triug-Museum  von  Java  und 
.Malacca  besitzt,  leicht  durch  die  tiefen  Gruben  des  Halsschildes 
und  des  Basaldrittels  der  Decken,  durch  das  in  ziemlich  spar- 
same und  kleine  Flecke  aufgelöste  rüthliche  Toment  der  Ober- 
seite, sowie  durch  den  tiefern  und  anders  geformten  dorsalen 
Eindruck  des  Pronotums.     Dieser    Eindruck  besteht    aus  einer 

Slett.  entomol.  Zeit.  1895. 


254 

tiefen  Querfiiiche,  die  beiderseits  grubenförmig  vertieft  ist, 
iind  drei  von  ihr  ausgelienden  Längsfurchen,  welche  weniger 
tief  sind  und  etwa  die  Mitte  der  Scheibe  erreichen;  die  beiden 
seitlichen  Längpfiirchen  sind  gebogen,  mit  der  Concavität  ein- 
ander zugekehrt,  und  treffen  die  Querfurche  zwischen  deren 
Ende  und  Mitte:    (JJ. 

C.    ]Vestermanni-Gvup\)e:  Halsschild   einfach. 
Die  im  Folgendon  gegebene  vorläufige  Eintheilung  dieser 
umfangreichen   Gruppe  ist  eine  zum  Theil  rein  künstliche  und 
soll  nur  dazu  dienen,    die  Bestimmung   der    im    Habitus    ein- 
ander so  ähnlichen   Arten  zu  erleichtern. 
a.  Stirn    mit   Mittelkiel. 

ai.  Zehntes    Fühlerglied    zwei    bis    dreimal    so 
breit   als   lang. 

a^.  Stirn,      außer      dem     Mittelkiel,     ohne 
deutliche   Skulptur. 

13.    Xylinades  moluccensis  sp.  nov. 

$.  A'.  niger,  pube  lutoso-cinerea  et  nigra  variegatus. 
Rostrum  lutoso-cinereum,  carinis  levibus,  niediis  in  fronte 
capitis  indistinctis,  sulcis  lateralibus  interruptis.  Caput  medio 
macula  triangulari  fusca  uotatum,  fronte  carina  mediana 
instructum.  Antennae  marginem  basalem  jjrothoracis  vix 
attingentes,  articulo  yio  quarto  vix  longiore,  4" — 8"  descres- 
centibus,  8^  longitudine  paulo  angustiore,  clava  art.  octavo 
plus  triente  latiore,  art.  0»  longitudine  septimi,  10»  longitudine 
fere  triplo  latiore,  11**  triangulari  nouo  paulo  longiore.  Oculi 
cmarginati. 

Prothorax  latiludine  vix  longior,  lateribus  regulariter 
modice  rotundatus,  maxima  latitudine  in  medio:  figura  sub- 
rhomboidali  mediana  et  nonnullis  punctis  lateralibus  pallidius 
lutoso-pubesceutibus.  duabus  maculis  apicalibus  sat  late  separatis 
nigris:  pronolo  granulis  medio  densius  quam  versus  latera 
sitis  }»unotisque  haud  conspicuis  instructo,  apice  laevi;  carina 
antebasali  medio  leviter  interrupta  concava  cum  carina  laterali 
continua,  angulo  obliquo  distincto. 

Elytra  dorso  insensim  deplanata,  subtiliter  striato-puuctata, 
basi  et  dorso  granulis  parvis  notata,  pube  lutoso-cinerea  ad 
humcrum,  ante  et  post  maculam  nigram  postmedianam  obvia, 
Jineola  suturali  scutellari  conspicua. 

Submentum  aspere  puuctatum.  Corpus  subtus  lutoso- 
y)nbe8cens.  Prosternum  medio  macula  nigra  marginali  et 
punctis  ievibus  et  suico  transverso  instructum.  Melasternuni 
laterdliter  nigro-notatum.    Abdomen  serie  macularum  lateralium 

Siett.  cntomol.  Zeit.  1895. 


255 

<-onlliianim  nigianini  sianatiiin,  fegmento  ultimo  triangulavi 
den.'^e  punclato.  Tihiae  basi  niedio'iue  nigrae;  tar.sornm 
arficiilis  1.  prinii  paris  longitiidine  liaud  diiplo,  tertii  paris 
luiud   triplo  Inngior. 

Long.   13  mm,  elytr.  9i,'.,,   lat.  i'^U- 

Hab.  Buru  (Typus;  W.  Doherty  leg.),  4  $;  Amboina,  2$. 

14.  Xylinades  philippinensis  sp.  nov. 

(J$.  Femina  huius  speciei  ab  lioc  sexu  praecedentis 
differt:  carinis  mediis  rostri  subinterruptis,  fere  bituberculi- 
formibus;  occipite  bi-fusco-maculato;  prothorace  spavsius  tuber- 
culato,  angulis  lateralibus  carinae  magis  rotundatis:  submento 
multo  majore  subtiliter  punctato;  abdomine  utrinque  biseriatim 
maculato,  segmento  anali  breviore.  Antennis  maris  basia 
flytrorum    parum  superantibus,   articulis  6" — 10^  infra  pilosis. 

Hab.  Nord-Luzon  (J.  Wliitehead  leg.),  2  ^,  12  $. 

Während  in  der  vorhergehenden  Art  auf  der  Oberseite 
die  dunkle  Farbe  vorherrschend  ist.  tritt  in  philippinensis 
das  graue  Toment  mehr  hervor:  der  dunkle,  runde  Fleck 
hinter  der  Mitte  der  Decken  ist  sehr  unscheinbar.  Die  mittlem 
Kiele  des  Küsseis  sind  am  Anfange  und  Ende  mehr  als  in 
der  Mitte  erhöht,  ähnlich  wie  in  A'.  westermmmi  (Tyll. 

15.  Xylinades  andamanensis  sp.  nov. 

,^S^.  A.  A.  weslermanni  Gyll.  diflert:  autennarum  arti- 
ndo  3i'>  breviore;  prothorace  fortius  densiusque  rugato-tuber- 
rulato:   elytris  plaga  magna   nigra  dorsali  communi  notatis. 

Hab.  Andamanen,  6   j.  2  ^. 

Dieser  sowie  die  beiden  vorhergeheudeu  Xylinades  sind 
wahrscheinlich  nur  lokale  Formen  von  X.  wesfermanni  G3II. 
In  andamanensis  ist  wie  in  molnccensis  das  Schwarz  auf 
«ier  Oberseite  vorherrschend;  die  beiden  großen  Flecke  auf 
den  Decken  sind  in  andamanensis  zu  einem  großen  gemein- 
samen Fleck  zusammengeflossen;  die  Schienen  sind  nicht 
schwarz  in  der  Mitte;  das  Abdomen  hat  jederseits  zwei  Reihen 
schwarzer  Flecke. 

16.    Xylinades  annulipes  sp.  nov. 

o^.  A'.  niger,  tomento  inciirnato  vel  lutoso  vel  cinerco- 
liitoso,  ac  nigro  vestitus.  Kostrtim  cum  capite  bivittatum, 
suicis  integris,  carinis  mediis  postice  subgradatim  evanescen- 
(ibus,      Frons    medio    carinata,    utrin<jue    punctata.     Antennae 

Stett.  «Qtomol.  Zeit.  1S05. 


256 

crassae;  q:  prothoracis  basin  vix  superanle.«,  inIVu  liaud 
])ilosae,  articulis  2"  et  3io  longitudine  iere  aeqiialibus  5" — 8'* 
subglobosis,  8^*  longitudine  latitudiui  aequah",  9^  octavo  band 
longiore  multo  latiore,  10*^  longitudine  triplo  latiove,  ll^nono 
longioie  triangulari;  $  ut  in  q,  sed  breviores,  minus  eras.^ae. 

Protborax  latitudine  paulo  ('l^  mm)  longior;  lateribus 
leviter  rotundatus,  maxima  latitudine  ante  medium,  disci  medio 
le^'iter,  versus  lateia  fortius  loveolatim  punctatus,  medio  tuber- 
culis  niodice  elevatis  sat  spaisis  instructus,  quatuor  maeulis 
apicalibus,  duabus  medianis  usque  ad  medium  |)i(iioni:alis  ubl 
dilatatis,  «juinque  maeulis  ante  earinam  sitis,  tnedia  uiaj(»i-e, 
tribus  basalibus,  praeterea  utrinque  gutta  latevali  antemediana; 
earina  antebasali  concava  cum  oarina  laterali  continua,  angulo' 
valde  obliquo. 

Elytra  prothorace  Iriente  laliora,  convexa,  ^at  leviter 
l'oveolata,  basi  omnino,  ac  in  slriis  1"  et  2"  usqne  trans  medium 
tuberculata,  ut  in  A.  weslermanni  Gjll.  signata. 

Submentum  deplanatum,  fere  laeve.  Prosternum  antice- 
nigrum,  medio  insensim  sculpturatum,  lere  laeve,  sed  ante 
coxas  transverse  sulcatum.  Mesosternum  nigrum,  processu 
mediano  apice  rotundalo  ac  episternis  rulis  vel  ilavo-lutosis. 
^letasternum  marginibus  antico  et  postieo  lateriliuscpie  pro 
l)arte  exceptis  nigrum.  Abdomen  utrinque  duabus  seriebus 
macularum  nigrarum  notatum,  seriebus  medianis  saepe  con- 
tluentibus:  segmeuto  j)rimo  sulco  levissimo.  Femora  apice 
rui'o-inearnala  maeula  nigra  notata;  tibiae  rufo-inearnatae,  basi 
et  apice  et  annulo  mediano  nigris;  supra  vix  sulcatis;  tarsi. 
nigri,  articulo  1"  ])rimi  paris  longitudine  parum  angustioro. 

Lono.   17  mm,  elytr.   12,  lat.  61/4. 
„       10      .,        ;         7,     ,,     31/2. 

Hab.  Kliasia  Hills,  Assam,  6   j,  3  $;  Caleutla,    1    J. 

Die  Zei ebnung  des  Hinterleibes  ist  ziemlicb  variabel;  es 
sind  stets  zwei  Reiben  schwarzer  Flecke  vorbanden,  von 
denen  die  seitliehen  meistens  rechteckig  sind;  die  beiden 
Flecke  des  vorletzten  Segments  sind  fast  immer  verschmolzen, 
die  der  andern  Segmente  seltener;  die  Flecke  der  beiden 
Mittelreihen  sind  zuweilen  mit  einander  vereinigt  und  bilden 
dann  ein  ziemlich  breites  Mittelband. 

Das  last  glatte  Submentum,  die  in  der  .Milte  nicht   i)iiuU- 
lirte    VorderbrusI,    deren    Vorderrand    schwarz    ist,    und    die 
seichte    undeutlich     begrenzte    Furche    des    ersten    Abdomiiial- 
segmeuts    sind    di(>    am    leichtesleu    faßbaren    Uutcrscheidiiniis 
merkmale  dieser  Art. 

Stell,  enlomol.  Zeit.  1895. 


257 

17.  Xylinades  plagiatus  sp.  nov. 

,j  $.  A  specie  praecedenti  difrert:  Carinis  medianis  lostii 
postice  magis  abrupte  evanesci-ntibus,  carina  frontis  altiove 
Lievioreque;  aiitennis  gracilioribus,  articulis  praeeipue  in  r^ 
iiiulto  laiaus  incrassatis,  (,j^)  art.  6^ — lO*^  iufra  pilosis;  pro- 
tliorate  breviore  latioreque,  lateribus  multo  magis  rotundato,- 
dorso  fortiter  rugato  et  tubercidato;  elytris  dense  pallide 
iiicaiuatü-tomenlosis,  maculis  nigris  multis  speciebus  com- 
iniiDibius  sat  niagnis,  paucis  guttis  nigris;  submento  punctato; 
tibiis  baud   auiiulatis. 

Long.   13  mm,  elylr.  9,  lat.  (protb.)  8^/4,  lat.  (elytr.)  5, 

Hab.  Khasia  Hills,  Assam,   1   ,^,  'S  $. 

Die  vier  vorliegenden  Stücke  sind  alle  dicht  mit  einem 
blaß  ileiscbfarbenen")  Tomente  bekleidet  und  erinnern  durch 
das  starke  Hervortreten  der  schwarzen  Deckenmakeln  an 
A'.  chevvolali  Rits.  Die  Wülste  und  Höcker  der  Halsschild- 
scheibe  stehen  niciit  sehr  dicht,  sind  aber  hoch  und  heben 
sieh  stark  ab.  Die  runden  Halsschildseiten  hat  diese  Art  mit 
A.  siilcifnuis  m.  gemein.  Das  einzige  ,j  hat  einige  Punkte 
in   der  Mitte   des  Prosternums. 

18.  Xylinades  foveatus  sp.  nov. 

1^^.  X.  niger,  pedibus  leviter  rutescentibus.  Supra  pube 
sordide  lutosa  et  fusca  variegatus.  Rostrum  carinis  duabus- 
niediis  retrorsum  gradatim  evauescentibus,  sulco  dorso-laterali. 
iutra  antenuas  i'oveii'ormi,  omnino  lutosum.  Caput  vilta  super- 
ciliari  notatum,  fronte  punctata,  carina  mediana  sat  longa 
instructa.  Antennae  levissime  pubesceutes;  ,j  :  elytrorum  basim. 
superanles,  articulis  6" — 11"  infra  pilosis,  3io  latitudine  fere 
triplo  longi(jre,  8'^  longitudine  angustiore,  clava  angusta, 
virt.  9"  longitudine  oclavi,  10"  vix  dimidio  breviore,  11"  tri- 
angulari  uono  trieute  lougiore;  V-:  elytrorum  marginem  basalem 
altingentes,  articulis   tere  ut  in  ,j,  sed   parum   brevioribus. 

Prothorax  latitudine  haud  longior,  lateribus  sat  fortiter 
rotundatus.  nuixiina  latitudine  mox  ante  medium,  vitta  mediana 
lateribusque  lutosis,  ajjice  excepto  ibveis  parum  transversis 
magnis,  interstitiis  leviter  tuberculi-  et  rugiformibus  adspersus; 
carina    anlebasali    concava  cum   cafina    laterali  lere    contiuua. 

Elytra  cylindrica,  nigro  et  lutoso  varia,  maculis  duabus 
inargiualibns    ante-   et    postmedianis,    interdum    confluis,    terlia 


*)  R,iilg\vay,  Nonioncliilurc  ut"  ColoiiVri  [>].   VII.  n.  18. 
Stett.  eotoaiül.  Zeil.  lHä&.  ,  ]7 


258 

majore  rotiinda,  interdum  abseilte,  quaita  basal!  marginali 
magis  conspicuis;  fortiter  foveolato-striata,  ^patiis  iuter  foveas 
basi  vix  tuberculatim  elevatis. 

Prosternum  maguis  punctis  notatum,  punctis  medio  aate 
margiuem  coxalem  saepe  in  sulcum  confluis.  Abdomen  late- 
libus  maculis  sat  magnis  ad  basin  segmentorum  sitis  siguatum, 
(q)  medio  leviter  depressum,  (^)  segmento  anali  rotundato- 
triangulari.  Pedes  unicolores,  tibiis  siipra  vix  suleatis,  tar- 
fcorum  articulo  1"  plus  duplo  (primi  pavis)  vel  triplo  (tertii 
paris)  latitiidine  longiore. 

Long.   131/2  mm,  elytr.  9,  lat.   4^1^. 

Hab.  Kbasi  Hills,  Assam,   l   ^,  3 '$. 

Die  Furche  des  ersten  Abdominalsegmeuts  i.>-t  wie  in 
A'.  sulcifrons  m.  gebildet.  Die  nach  hinten  allmählich  aus- 
laufenden Mittelkiele  des  Rüssels,  der  ziemlich  lange  Stirnkiel, 
die  großen  Gruben  des  Halsschildes  und  der  Decken,  die 
kaum  höckerartig  hervortretenden  Grubeuz wischenräume  der 
Decken  und  die  tiefe  Furche  des  ersten  Abdomensegments 
bilden  die  hauptsächlichen  strukturellen  Merkmale  dieser  Art. 
b^,  Stirn,  außer  dem  Mittclkiel,  unregel- 
mäßig gerunzelt -gekielt  oder  geruii- 
zelt-punktirt. 

19.    Xylinades  aspericollis  sp.  nov. 

,^.  Slructura  ro.'^tri  et  pronoti  X,  rugoso  Gyll.  similis; 
antennis  autem  multo  longioribus,  infra  haud  pilosis,  articulo  8" 
longitudiue  angustiore,  clava  elongato-ovali,  articulo  ll**  tri- 
augulari  latitudine  parum  longiore  apice  subrotundato;  elytris 
sutura  depressis,  striarum  rnodice  foveolatim  puncfatarum  inter- 
stitiis  tuberculis  rolundis  glabris  adspersis:  abdomine  medio 
depresfto;  tibiis  extus  minus  quam  in  rugoso  ^ulcatis,  lateribus 
vix  impressis. 

Long.  ISif*  mm,  elytr.  9,  lat.  4^  2- 

Hab.  Borneo,   1   q. 

Die  Zeichnung  dieses  Thieres  stimmt  fast  genau  mit  der 
von  i'ugosKS  Gyll.,  jedoch  sind  fast  alle  Gruben  des  Hals- 
schildes, welches  keine  gelbliche  Mittelbinde  an  der  Basis  hat, 
und  der  Decken  mit  gelblichem  Tomente  ausgefüllt^  auch  die 
Unterseite  und  die  Beine  sind  mehr  tomentirt  als  in  rtjgostis. 
Das  Halsschild  ist  beträchtlich  länger  als  breit  und  hat  seine 
größte  Breite  vor  der  Mitte,  ähnlich  wie  in  A'.  marmoratus 
Roel.  Der  vordere  Theil  der  Scheibe  ist  in  aspericollis  und 
rugosiis  nicht  glatt  wie  bei  den  meisten  Xylinades-Avten^ 
sondern  nur  wenig  schwächer  als  der  Rest  des  Pronotums 
skulpturirt.    Der  Bsiealkiel  des  Halsschildes  ist  stark  gerundet, 

9te(t.  eatomol.  Zeit.  1395. 


259 

nicht  unterbrochen,  und  bildet  mit  dem  Seitenkiele  einen  sehr 
stumpfen  Winkel,  Auf  den  Decken  treten  außer  einem  Fleck 
auf  der  Schulter  und  kleinen  unbestimmten  dorsalen  Fleckchen 
im  ersten  Drittel,  ein  Seitenfleck  vor  der  Mitte,  eine  unregel- 
mäßige Binde  kleiner  Fleckchen  vor  dem  abschüssigen  Deckea- 
ende,  ein  das  Ende  des  achten  und  dritten  Zwischenraumes 
einnehmender  Winkelfleck  und  zwei  Nahtstriche  vor  der 
S[)itze  hervor. 

Die  Hinterländer  der  Abdomensegmente  sind  seitlich  gelb- 
lich tomentirt.  Die  Außen-  und  Seitenflächen  der  Schienen 
sind  viel  schwächer  eingedrückt  als  in  rugosus  Gyll. 

20.  Xylinades  rugiceps  sp.  nov. 

2-  Rostrum  cum  capite  supra  rugose  fortiter  punctatum, 
utrinque  lutoso-vittatum,  carinis  mediis  punctatis  postice  gra- 
datim  evanescentibus.  Carina  media  frontis  sat  brevis.  Oculi 
vix  emarginati.  Antennae  robustae,  articulis  3iü  quarto  parum 
longiore,  9*^  longitudine  octavi,  lO**  longitudine  triplo  latiore, 
ultimo  triangulari. 

Prothorax  latitudine,  ante  medium  maxima,  parum  longior, 
leviter  eordatus,  duabus  vittis  dorsalibus  antice  posticeque 
approximatis  lutosis  signatus,  foveolato-rugatus,  rugis  sat  longis 
irregularibus,  apice  tuberculatus  haud  laevis;  carina  antebasali 
concava,    cum    carina  laterali  continua,    angulo  valde   obliquo. 

Elytra  foveolato-striata,  basi  dorsoque  tuberculata,  ad 
suturam  levissime  depiessa,  fere  ut  in  X.  westermanni  signata. 

Submentum  valde  transversum,  antice  reflexo-marginatum, 
pone  sulcum  elevatum,  medio  transverse  depressum  pauce 
[)unctatum,  lateribus  autem  punctis  asperum.  Prosternum 
lateribus  fortissime  foveolatum,  medio  insensim  sculpturatum. 
Abdomen  lateribus  una  serie  macularum  nigrarum  notatum, 
Segmente  ultimo  rotundato- triangulari  et  lateribus  segmenti 
penultimi  grosse  punctatis.  Tibiae  unicolores;  tarsi  eis 
A'.  tcestermanni  Gyll.  longiores,  art.  1^  tertii  paris  latitudine 
triplo   longiore. 

Long.  131/ o  mm,  elytr.  9,  lat.  (proth.)  41/4,  lat.  (elytr.)  5i|2. 

Hab.  Slam,    1   !^. 

Die  rauhpunktirte  Stirn  und  das  auch  im  apicalen  Theile 
gehückerte    Pronolum    sind    die  Hauptkennzeichen    dieser  Art. 

21.  Xylinades  aruensis  sp.  nov. 

$.  Rostrum  carinis  mediis  intra  antennas  Interruptio  in 
oeciput  ascendentibus  ubi  dilatatis  evanescentibusque  instructum. 
Carina    media   frontis    longa,     Oculi   leviter    emarginati.     An- 

Stett.  entomol.  Zeit.  \M'o,  \ji.- 


2G0 

tenuae  graciles  sed  sat  breves,  articiilis  3'"^  et  4"  longitudine 
lere  aequalibus,  clava  sat  lata  ovata,  ait.  Kj"  longitudine 
tviplo  latiore. 

Prothorax  intia  apicem  et  trientem  basalem  modiee  rotiin- 
datus;  dorso  medio  rugis  transversis  haud  densis,  versus 
latera  tubeiculis  sparsis  adspersus,  spatio  ante  carinam  et  apice 
laevibus;  carina  autebasali  concava  haud  interrupta,  cum 
oarina  laterali  non  coutinua. 

Elvtra  ad  suturam  leviter  depressa,  punetato-stiiata,  basi 
grauulata,  maeula  nigra  postmediana  dorsali  cum  maculis 
ante-  et  postmedianis  lateralibus  eooflua. 

Corpus  iufra  sat  deuse  lutoso-pubescens,  haud  nigro- 
maculatum.  Prosternum  lateribus  subtiliter,  medio  insensim 
pnuctatum,  ante  coxas  medio  sulcatum.  Abdominis  segmeutum 
basale  sulco  proiuudo  angusto  instructum,  segmentum  anale 
breve  impunclatum.  J'ibiae  unicolores;  tarsorum  articulus 
primus  primi  paris  latitudine  vix  dimidio,  tertii  paris  plus 
duplo  longiore. 

Long.  10  nmi,  elytr.   7,  lat.  (proth.")  23/^,  lat.  (eljtr.)  Si/^. 

Hab.  Wanima  Dobbo,  Aru-Inseln  (C,  Ribbe  leg.),  1  $. 
b^.  Zehntes  Fühlerglied  kaum  um  die  Hälfte 
breiter    als    lang. 

22.    Xylinades  striatifrons  sp.  uov. 

$.  Kostrum  cum  capite,  oecipite  excepto,  lutoso-pubescens; 
earinis  mediis  usque  in  occiput  dislinctis;  intra  eas  et  carinam 
mediam  frons  capitis  utrinque  duabus  carinulis  instructa.  An- 
tennae  sat  graciles,  articulis  2^ — 8*^  subconicis,  3io  quarto 
triente  longiore,  8*^  dimidio  tertii  paulo  longiore,  clava  angusta, 
art.  9"^  longitudine  septimi,  10"  nono  dimidi(»  breviore, 
11"  triangulari  longitudine  tertii. 

Prothorax  latitudine  vix  longior,  lateribus  obvie  rotun- 
datis,  maxima  latitudine  ante  medium,  duabus  maculis  iuscis 
et  tribus  liueis  lutosis  apicalibus  notatus,  disco  omnino  sat 
sparsim  lutoso-pubescens;  triente  apicali  excepto  disco  sub- 
transversim  fortiter  foveatus  et  luberculatus;  carina  antebasali 
medio  interrupta  leviter  eoueava  cum  carina  laterali  eontinua, 
angulo   valde  rotundato. 

Elytra  cylindriea  ad  suturam  levissime  depressa,  striato- 
punctata,  basi  foveolata  et  tuberculata,  dorso  medio  rugis 
transversis  adspcrsa,  parum  lutoso-pubescentia,  i)raeeipue  jjone 
maculas  postmedianas  fuscas. 

Submentum  rugit<  punctis  granulisque  asperum.  Pro- 
sternum anlice  laeve,  poslice  et  ad  latera  punctis  magnis  ut 
latera  meso-  et  metasterni  notatum.    Abdomen  lateribus  singulis 

Stell,  eutoinol.  Zeit.  189&. 


261 

puuctis  cra.ssis  in  segnieutis  posterioribus  deusius  sitis  iu- 
structum,  lutoso-pubescens,  lateraliter  serie  macularum  fuscarum, 
basali  majore,  notatum;  segmento  ultimo  triangulari.  Tavsi 
densius  quam  femora  et  tibiae,  quae  macula  incouspicua  sub- 
fusca  mediana  signatac,  lutoso-pubescentes,  graciles,  cum 
unguiculis  tibiis  longitudine  subaequales,  avticulo  1"  primi  paris 
latitudine  duplo,  tertii  paris  plus  triplo  longiore. 

Long.  13  mm,  elytr.  9,  lat.  A^j^. 

Hab.  Khasi  Hills,  Assam,  1  $. 

Die  be'den  mittleren  Kiele  des  Rüssels  sind  zwischen  den 
Fühlern  etwas  genähert,  verlauten  dann  schräg  nach  hinten 
und  hören  erst  in  gleicher  Höhe  mit  dem  hintern  Augenrande 
auf.  Der  Mittelkiel  der  Stirn  ist  sehr  lang;  zwischen  ihm 
und  den  vorhin  erwähnten  Kielen  finden  sich  jederseits  zwei, 
hinten  durch  einen  mehr  oder  weniger  deutlichen  Eindruck 
getheilte  Kiele,  sodaß  die  Stirn  mit  sieben  Kielen  versehen 
ist.  Die  Gruben  des  Halsschildes  stehen  in  nicht  ganz  regel- 
mäßigen Querreihen.  Der  zweite  Zwischenraum  der  Flügel- 
decken ist  deutlich  vertieft.  Die  stark  hervorstehenden  Augen 
sind  sehr  schwach  ausgerandet.  Der  Basalrand  des  ersten 
Hinterleibssegments  ist  in  der  Mitte  braun  lomentirt;  die  Furche 
des  Segments  ist  sehr  seicht.  Die  Fühler  sind  länger  als  im 
$  von  A'.  armatus  m.;  die  Decken  haben  nur  an  der  Basis 
runde  Höcker  und  die  Zeichnung  ist  eine  andere. 

2;?.   Xylinades  armatus  sp.  nov. 

o  $.  A.  niger,  antennis  pedibusque  rufescentibus,  tomento 
cinereo  vel  rosaceo  et  fusco  variegatus.  Rostrum  cum  capite 
cinereum  vel  rosaceo-cinereum.  Carina  frontis  a  rostri  basi  in 
occiput  ascendens  longissima  glabra.  Antennae  pubescentes, 
infra  breviter  sparsim  pilosa;  ^:  articulo  3io  secundo  fere 
duplo,  quarto  parum  longiore,  4° — 8"  gradatim  descrescentibus, 
ft**  latitudine  dimidio  lougiore,  9° — llocaetcris  parum  latioribus, 
9'^  longiore  quam  lato,  10"  vix  breviore  quam  longo,  ll"  tri- 
angulari nono  paulo  longiore;  ^' :  articulis  2"  et  4'' aequalibus, 
3"  iis  plus  dimidio  longiore,  4'^ — 8"  descrescentibus,  8^  lati- 
tudine longitudini  acfiuali,  clava  .ut  in  mare  angusta,  arti- 
<'ulo  9'^  latitudine  liaud  longiore,  10"  latiore  quam  longo, 
1  l"  parum  minus  quam  in  ^  triangulari.  Oculi  levissimc 
«■marginati. 

Pnithorax  maxima  lalitudiae  pone  medium,  cinereo-  vel 
vinaceo-cinereo-tomentosus,  linea  media  obvia,  duabus  maculis 
apicalibus,  duabus  basalibus  fuscis;  di.«co  foveis  magnis  deusis 
instructus    apice    excepto,    interspatiis    elevatis    glabris;    carina 

Stctt.  enlomol.  Zeit.  1895. 


262 

antebasali  medio  levissime  interrupta  concava  lateruliter  valde, 
regulariter,  rotundata  usqiie  ad  apicem   continuata. 

Elytra  dorso  parum  deplanata,  granulis  striarum  sat 
fortium  longe  Irans  medium  distinctis;  pube  cinerea  lineolas 
formante,  praecipue  in  interspatiis  terlio  et  quinto,  in  lioc 
interspatiis  lineola  basali  conspicua;  macula  indistincta  dorsair 
j)Ostmediana  fusca. 

Corpus  subtus  unieolor,  cinereum  vel  subvinaeeum,  ab- 
domine  lateraliter  maculis  magnis,  tibiis  medio  extus  macula 
rainuta  fuscis  notatis.  Prosternum  fortiter  foveolatum,  fossa 
brevi  antecoxali  notatum.  Tarsi  graciles,  articulo  1^  primi 
paris  latitudine  triplo,  tertii  paris  quiutuplo  longiore;  q  articulo 
secundo  primi  et  secundi  paris  intus  dente  aeuto  longo  armato. 

Long.   101/3   mm,  eljtr.   7,  lat.  3i,',. 

Hab.  Java  occ,  Sukabumi,  200Ü  Fuß  (H.  Frubstorfer 
leg.  1893),  1  ^;  Java  or.,  Montes  Tengger,  4000  Fuß 
(H.  Frubstorfer  leg.   1890),   1  '$. 

Diese  eigentbümlicbe  Art,  eine  der  zablreichen  Ent- 
deckungen des  Herrn  Frubstorfer,  ist  in  beiden  Geschlcclitera 
ausgezeicbnet  durch  den  langen  Stirukiel,  die  schmalen  Fühler- 
endglieder, das  verhältnißmäßig  lange  zehnte  Fühlerglied,  die 
langen  Tarsen,  den  seitlich  ununterbrochenen  und  im  weiteu 
Bogen  zum  Vorderrande  gehenden  Halsschildkiel,  und  die 
linienförmige  Vertheilung  des  grauen  oder  röthlich -grauen 
■^roments.  Im  Männchen  ist  das  zweite  Glied  der  Vorder- 
tind  Mitteltarsen  an  der  Innenseite  in  einen  scharfen,  ziemlich 
langen,  nach  unten  gebogenem  Zahn  versehen;  auch  ein  unter 
-den  bis  jetzt  bekannten  Xylinades  einzig  dastehender  Charakter, 
b.  Stirn  mit  Mittelfurcbe. 

24.    Xylinades  compar  sp.  nov. 

$.  A  specie  praecedenti  differt:  sulco  laterali  rostri  brevi, 
haud  in  frontem  ascenden'e,  carinis  dorsalibus  lateralibus  intra 
antennas  altis  scd  in  fronte  capitis  obsoletis,  haud  interruptis, 
fronte  sine  carina  media,  occipite  medio  fusco;  antennis  omnino 
tomentosis,  sine  pilis  longioribus,  articulo  3i<>,  8^',  9'',  10<* 
brevioribus;  prothorace  diseo  minus  profunde  foveolato,  carina 
lateraliter  angusle  interrupta;  elvtris  convexis  multo  levius 
granulatis,  granulis  in  basi  solum  distinctis,  macula  fusca 
dorsali  medio  el\  tri  ap])roximata,  utroque  elytro  plaga  elongata 
laterali  niarginali  a  medio  versus  humerum  extensa  notato; 
prosterno  foveis  minoribus  instructo,  metasterno  levius,  ab- 
domine  vix  punctatis,  segmento  anali  multo  breviore,  haud 
triangulari,    apice  subtruncato. 

Hab.  Java  mer.,  Palabuan  (H.  Frubstorfer  leg.  1892),  1  $. 

Stctl.  entomol  Zeil.  139i. 


2(;:5 

Das  letzte  Bauchf^egment  i?t  kürzer  als  bei  dem  Weibchen 
der  andern  Xylinades-AvteD.  Das  Fehlen  des  Mittelkiels  der 
Stirn  hat  diese  Art  mit  der  folgenden  gemein.  Die  Scheibe 
des  Halsschildes  trägt  außer  der  Mittellinie  noch  jederseits 
zwischen  Kiel  und  erstem  Drittel  zwei  gelblich-graue  Linien, 
Die  Beine  sind  einfarbig  tomentirt,  bis  auf  einen  dunklern 
Fleck  vor  der  Schcnkelspitze. 

25.  Xylinades  sulcifrons  sp.  nov. 

Q  $.  X.  niger,  antennis  pedibusque  rufescentibus.  Rostruni 
carinis  duabus  internis  continuis,  lateribus  luteo-pubescens. 
Caput  supra  vitta  laterali  et  linea  mediana  luteis;  suico  mediano 
rostri  in  frontem  ascendente;  fronte  punctata,  ecarinata. 
Oculi  leviter  emarginati.  Antennae  graciles,  clava  angusta; 
f^:  trientem  basalem  elytrorum  attingentes,  articulis  6^ — lO» 
infra  pilosis,  3io  secundo  triente,  quarto  parum  longiore, 
8*^  longitudine  secundi,  9^  longitudine  octavi  vel  paulo  breviore 
vix  latiore,  10»  dimidio  noni  aequilongo;  $:  elytrorum 
marginem  basalem  attingentes,  articulo  11"  longiore  quam 
in  mare. 

Prothorax  lateribus  sat  fortiter  regulariter  rotundatus, 
in  $  magis  quam  in  ^J,  ad  basim  paulo  latior  quam  ad  apicem; 
linea  mediana  ante  medium  interrupta  lutoso-pubescente, 
praeterea  apioe  lateribus,  disco  hie  et  inde  sparsissime,  basi 
post  carinam  pube  lutosa  vestitis,  maculis  duabus  apicalibus, 
duabus  basalibus  fuecis^  dorso  fortiter  fovcolatus  apice  exccpto, 
foveis  pro  parte  transverse  confluis,  interspatiis  granulis 
adspersi.s,  ante  carinam  antebasalem  transverse  depressus,  ad 
carinam  lateralem  subsulcatus;  carina  antebasali  subrecta, 
medio  anguste  interrupta,  cum   carina  laterali  non  continua. 

Elytra  ejlindrica,  modice  punctato-striata,  granulata,  gra- 
nulis sat  parvis,  sed  dorso  usque  trans  medium  distinetis, 
sutura  et  interstitiis  allernis  lutoso-lineolatis  ac  nigro-guttatis, 
plaga  laterali  antemediana  et  altera  dorsali  postmediana 
rotuuda  fuscis. 

Corpus  subtus  lutoso-vel  fulvo-lutoso  tomentosum.  Pro- 
sternuni  fossu  triangulär!  et  punctis  magnis  densis  instructum. 
Abdomen  utrinque  duabus  seriebus  macularum  fuscarum 
notatum,  lateralibus  saepe  semihuiaribus.  Pedes  lutoso-tomen- 
tüsi,  fenioribus  macula  subapicali,  (ibiis  mediana  fuscis;  tarsis 
gracilibiis  ut  in  specie  praecedenti. 

Loug.    11    mm,  elytr.   T^/j,  lat.  8^/2. 

Hab.   Khasi  Hills,  Assam,  14  (^,  9  ?. 

Siett.  emuuiol.  Zeil.  18&S. 


264 

Stellt  der  vorigen  Art  nahe,  ist  älinlich  jjezeiclinel  und 
hat  wie  jene  keinen  Stirnkiel.  Die  Fühler  sind  aher  dünner, 
ihre  Endglieder  weniger  breit,  das  Halsschild  ist  viel  mehr 
gernndet,  die  Scheibe  hat  viel  größere  Gruben,  der  Trans- 
versalkiel ist  grade,  die  Grube  des  Prosternnms  ist  tiefer  und 
kürzer,  das  letzte  Abdominalsegment  ist  etwas  länger,  und  der 
Hinterleib  hat  jederseits  zwei  Reihen  dunkJer  Flecken.  Die 
Furche  hinter  dem  Vorderrande  des  ersten  Abdominalsegmcnts 
ist  scharf  begrenzt  und  tief,  die  beiden  Schenkel  der  Furche 
Hießen  aber  in  der  Mitte,  nämlich  in  der  dreieckigen  medianen 
Erweiterung  des  Segments,  nicht  zusammen,  oder  eine  Vcr- 
•einigung  ist  nur  angedeutet. 

26.    Apolecta  maculata  sj).  nov. 

,^$.  A.  niger,  pube  cinnamomeo-isabellina  vel  cinnamomea 
vestitus,  nigro-maculatus.  Caput  medio  nigro-vittatum,  carinulis 
frontis  lateralibus  autice  valde  approximatis  leviter  arcuatis. 
Prothorax  lacvis,  longitudine  parum  angustior,  antrorsum 
obvie  sed  haud  ibrtiter  angustatus,  dorso  medio  impressuni, 
elevatione  mediana  sat  angusta  longa  pone  medium  latiore 
altioreque  instructus,  carina  ut  in  .1.  depressipcnni  Jord. 
medio  margini  basali  valde  approximata;  vittis  tribus,  mediana 
Jata,  dorsalibus  maculaque  infero-laterali  nigris. 

Elytra  fortius  quam  in  A.  depressipenni  striato-i)unclalu, 
'Cons|)icue  nigro-maculata:  macula  rotundata  basali  intra  strias 
lam — 4ara,  altera  humerali,  tertia  quadratica  posthumcrali 
intra  strias  5»™ — Ttmi^  duabus  lateralibus  ante  et  post  medium 
sitis,  sexta  dorsali  mediana,  scptima  semilunari  obliqua  ante 
apicem  declivem  intra  striam  1'"^™  et  marginem  lateralem, 
uonnullis  apicalibus  atque  multis  lineolis  plus  minusve  confluis 
in  depressione  suturali  intra  strias  tertias  utriusque  elj'tri. 

Pygidium  vitta  apicem  versus  dilatata  mediana  nigra 
signiitum,  apice  (,^)  truncatum,  ($)  emarginatum.  Corpus 
infra  medio  fuscum;  metasterno  utrinque  duabus  lineolis  fuscis 
notato.  abdomine  lateribus  una  serie  macularum  ol)li(]uarum 
fuscarum  signato;  (,j*)  segmentis  tribus  basalibus  medio  bituber- 
culatis,  ultimo  medio  levissime  longitrorsum  impresso  apice 
subtruncato;  (9)  ultimo  leviter  sed  distincte  emarginato. 

Long.   81/3   mm,   cljtr.  6,  lat.   3. 

Hab.   Manila,   Luzon   (Typus:    Mus.  Stettin);    1   q,    2  $. 

Steht  der  A.  depressipofnis  Jord.  (Stctt.  E.  Z.  p.  179 
1895)  am  nächsten;  untersclieidct  sich  aber  von  ihr 
durch  die  deutliche  Fleckung  der  Decken,  die  sch\Tcirz  ge- 
ileckten Seiten  des   Abdomens,  die  im   J   mit  je  zwei  Höcker- 

SteXi.  entomol.  Zeit.  lSd5. 


205 

chen  veiv^elieueo  drei  basalen  Abdomeiisegmente  und  das  im 
!;-  leicht  aber  deutlich  ausgerandete  rvgidiiim  und  letzte 
Hatu-hsegment. 

27.    Araeocorynus  eurous  sp.  uov. 

.1.  bruMueo-niger,  pube  fiisca  bruiiiiea  liitosa  varicgatus. 
b'ostrum  cum  capite  unicolor,  lutosum.  duabus  raaculis  oecipitis 
liiseis  approximalis.  Oculi  poslice  altiores  quam  antice.  An- 
tpuuae  prothoracis  basin  attingentes  ferrugineae,  clava  fusca. 
Prolliorax  latitudine  (ante  basin  maxima)  quarta  parte  brevior, 
lateribus  a  basi  ad  apiccni  rotundato-augustatiis,  carina  basali 
uugulis  lateralibus  rotundis,  convexus,  ante  scutclhim  dei)laMatus, 
Jutoso-pubescens,  area  mediana  ad  basin,  band  ad  apicem 
extensa  antice  plus  minusve  rolundata,  utrinque  duabus  macuiis 
clongatis  irregularibus  uua  post  altei-am  sitis  maculaque  potft- 
apicali  latcrali  l'uscis,  area  mediana  hie  et   inde  lutoso-signata. 

Elytra  longitudiue  triente  angustiora,  convexa,  medio 
j)aulo  latiora  quam  basi  et  apice,  hoc  late  rotundato,  punctalo- 
striata,  interstitiis  alternis  sparsim  iusco  et  cinereo  vel  lutoso 
iessellatis,  basi  magis  ferruginea,  regione  ante  apicem  declivem 
pauIo   magis  cinei-ea. 

Pygidium  trianguläre,  apice  rotundato.  latitudine  haud 
longius,  dense  lutoso  pubescens.  Corpus  infra  Ibrtiter  puuc- 
latuqi,  lutoso  einereum.  Processus  mesosternalis  retrorsum  an- 
gustatus,  apice  truncato-emarginatus.  Segmeatum  anale  in 
utroque  sexu  breve.  Pedes  elongati;  femoribus  medio.  tibiis 
basi,  medio,  ai)ifeqiie,  tarsorum  articulo  l**  ante  apicem,  2"  toto 
fuscis;  tibiis  apice  paulo  diiatatis,  anticis  iutVa  muUi-dentatis 
vel  spino^^is;  tarsorum  art,  1"  primi  paris  tibiarum  apice  vix 
latiore,  latitudine  plus  duplo  longiore,  2'^  longitudine  non  an- 
gustiore  primo  ]iarum  latiore;  articulis  tertii  paris  iis  primi 
paris  angiistioribus. 

Long.  6  mm,  elytr.  4,  lat.  3. 

Hab.  Cap  Vork,  X. -Austrai.  (Typus:  Älus,  Stettin), 
2  Exemplare. 

Unterscheidet  sich  (vielleicht  generisch)  vcm  A.  curninc/i 
Jek.  (Philippinen)  durch  die  längern  Fühler,  die  runden  Seiten- 
winkel des  Halsschildkiels,  der  sich  Jcderseits  etwas  von  der 
Jiasis  entfernt,  das  kurze  Aualsegmeut  und  die  nicht  stark 
verbreiterten  Schienenenden,  welche  außerdem  nicht  in  einen 
kräftigen  Zahn  ausgezogen  sind.  Die  Zeichnung  der  Oberseite 
ist    variabel. 


Stett.  entomol.  Zeit.  Iä95. 


266 


Einige 

neue  Mfer  der  Indo-Auslralisclieii  Kegion 

in  der  Sammlung  des  Tring-Maseums. 

I>r.  K.  Jordan,  Tring,  England. 


1.    Coryphocera   blanda   sp.    nov. 

Nigra,  supra  parum  brunnescens,  viridescenti-rubro-signata, 
maculis  pro  luce  versicoloribus.  Caput  rubrescenti-viride,  sim- 
])lex,  ch'peo  quadrangulari  angulis  rotundatis,  densissime  punc- 
tatum.     Antenuae  brunneae. 

Prothorax  antrorsum  fortiter  regulariterque  angustatus, 
ad  angulos  posticos  rotiindatos  fere  triplo  latior  quam  ad 
apicem,  latitudine  longitudine  fere  duplo  majore,  convexus^ 
di-nsissime  crasse  punctatus,  punctis  ante  scutellum  sparsioribus; 
viridescenti-ruber,  duabus  vittis  nigris  ante  scutellum  approxi- 
inatis  vel  confluis,  antrorsum  angustatis,  marginem  apicalem: 
lere  attingentibus,  vel  attingentibus,  extus  convexis,  intus  parum 
eoncavis,  notatus. 

Scutellum  viridescenti-rubrum,  basi  utrinque  et  apice 
cxtremo  parum  nigrum,  regulariler  acute  trianguläre,  nitidum, 
lateribus  ])aucis  punctis  crassis  instructum. 

Eijtra  retrorsum  fortiter  angustata,  basi  fere  duplo  latiora 
quam  supra  segmenti  quarti  abdominalis  basiu,  suturaii  angula 
late  breviter  dentato,  deusissime  punctata,  punctis  ad  humeros 
plus  minusve  longitrorsum  confluis,  laterum  dimidio  apicali 
et  apice  toto  transverse  strigosa  ac  umbilicatim  punctata; 
macula  transversa  mediana  suturam  haud  attingente,  altera 
plus  minusve  rotundata  aj)icali  viridescenli-rubris  signata. 

Pj'gidium  transverse  aciculatum,  apice  ipso  Impressum, 
utrinque  rubro-flavo-bimaculatum,    maculis  ad  apicem  confluis. 

Corpus  inferum  nitens;  lateribus  prosterni  longitrorsum 
aciculatis;  metasterno  medio  sublaevi,  lateribus  unibilieato- 
punclato  ac  strigoso,  episteruis  dense  umbilicato-punctato: 
segmcnto  ultimo  transverse  strigoso;  cpimeris  mesosterni  apice^ 
processu  mesosternali  lato  apice  rotundato,  macula  utrinque 
in  medio  metasterni,  margine  laterali  crassato  et  parte  mediana 
coxarum  posticarum,  maculis  lateralibus  abdominis  segmen- 
torum  yii,  4i,  5i  ac  mediana  magna  5',  femoribus  quatuor 
anlicis    infra,    posticis    macula    basali    alteraquc    apitali,    tibii-is 

Stell,  cülüuiol.  Zeil    ISOS 


267 

macula  magna  submediana,  viridescenti-rubris.  Pedes  punctis 
strigisque  foititer  adspersi,  tibiis  anticis  versus  apicem  dilatatis^ 
ante  apicem  dente  parvo  armatis,  intermediis  et  posticis 
medio  dentatis. 

Long.  (cap.  excl.)  18  mm,  cap.  Si/g,  elytr.  14,  lat. 
(1mm.)  91/2. 

Hab.  Kiukiang,  China,  July   1887  (Pralt  leg.) 
Infolge    der  starken    Punktirung  besitzt   die  Oberseite  ge- 
ringen Glanz.    Die  Größe  der  Makeln  ist  nicht  constant.    Die 
Haare  der  Unterseite  sind  blaß  gelb. 

Itra  gen.  110  V.  Colpoderinorum. 

Palpi  labiales  maxillaribus  breviores,  articulis  ac  iis 
maxillarium  palporum  latitudine  subaequalibus,  Mandibulae 
(,j)  fere  longitudiue  capitis,  regulariter  arcuatae,  apice  ipso 
bidentato;  ($)  dimidio  latitiidinis  capitis  foriiter  arcuatae, 
interne  uni-  vel  bidentatae.  Caput  antice  transverse  fortiter 
depressum,  depressione  postice  linea  concava  quae  medio  cum 
linea  longitudinali  mediana  capitis  couflua  determinata. 

Antennae  longitudine  dimidii  corporis  (^),  vel  parum 
breviores  ($);  articulo  1°  crasso,  2«  brevissimo,  3^  quarta 
ad  decimum    dimidio  vel   fere  dimidio,    1  1*^  tertio   longioribus. 

Prothorax  rectangularis  transversus,  (,^)  versus  basin 
levissime  angustatus,  lateribus  parum  reilexis  crenulatus,  disco 
medio  subplanatus,  utrinque  convexo-elevatus. 

Eljtra  parallela,  pone  humeros  parum  inflexa,  in  quarta 
parte  apicali  rotundato-angustata,  apice  (singuli  elytri)  cxtus 
valde  rotundato,  intus  fere  rectangulato  haud  dentato. 

Wie  in  Vorx  Newm.,  welcher  Gattung  die  neue  am 
nächsten  steht,  haben  die  Tarsen  ein  kleines  aber  deutliches 
fünftes  Glied  am  Grunde  des  Klauengliedes.  Die  Form  der 
Taster,  Mandibeln,  des  Halsschildes  und  der  Fühler  haupt- 
sächlich unterscheiden  Itra  von  Dorx  Newm. 

2.    Utra  nitida  sp,  nov. 

f^$.  Nigro-castanea,  nitida,  supra  omnino  glabra.  Man- 
dibulae sparsim  punctatae,  punctis  versus  marginem  internum 
densioribus.  Caput  antice  punctatum,  fronte  ad  oculos  bi- 
impressum,  occi[)ite  utrinque  sparsis  punctis  instructum,  pon« 
oculos  pilosum. 

Scapus  anttiinarum  latitudine  paulo  longior,  paucis  punctis 
notatum,  cactcri  aiticiili  magis  punctati,  duo  ullimi  densis 
fovei.s  olfactoriis  instructi. 

Sieti.  enlomol.  Zoil.  1805. 


268 

Prothorax  laevis  (,^)  ad  angulos  auticos  sat  dense,  posticos 
multo  sparsius  punctatus,  (1^)  paiicis  punctis  iu  angulis  sitis 
iustructus:  margiue  antico  medio  late  emarginato,  angulis 
anticis  paruni  productis  sed  rotundatis;  angulis  posticis  in  (q) 
magis  quam  in  ($)  recurvatis;  margine  basali  Juxta  angulos 
posticos   bisinuato. 

Scutellum  transversum,  imj)unctaüim.  lalc  rotundatum. 
Elytra  impunelala,  (q)  regione  transversa  postbasali  rugosa: 
basi  ad  luimeros  impressa;  lateribus  vetlexo-marginatis. 

Submenlum  rugatum.  Prosternum  subtiliter  dense  punc- 
latum,  processu  inlercoxali  fere  borizontali  fortiter  marginato. 
Meso-  et  metasternum  lateribus  breviter  pubescentia  ac  punc- 
tata. Abdomen  in  (?)  postice  paucis  punctis  nötatum,  in  (q) 
segmenti  primi  basi,  secundi  tertii  quarti  spatio  parvo  laterali 
sat  bene  circiiinscripto  dense  punctatis,  Pedes  i)auc'is  punctis 
instructi. 

rj.  Long.  (mand.  excl.)  58  mm,  mand.  10,  pi-oth.  (medio)  9, 
eljtr.  37,  lat.  (protb).  I81/2,  lat.  (bum.)  20. 

$.  Long.  (mand.  excl.)  57  mm,  mand.  6,  protli.  (medio)  8, 
eljtr.  39,  lat.  (prolli.)  15,  lat.   (lium.)  20. 

Hab.  Nord  Australien:  Port  Darwin  (Typus.  1  ,^,  1  $), 
Cairns  (1  $). 

Dieses  auffallende  Thier  erinnert  durcb  seinen  Glanz  an 
die  atrikanisclien  Vertreter  der  Coipoderinen  und  durch  seine 
breite  Gestalt  an  Mallodon. 

3.    Merionoeda  amabilis  sp.  nov. 

V-  A  M.  nigriceps  White  dicta  capite  auranliaco  flavo, 
antennis  totis  nigris,  prothorace  latitudine  longiore,  tibiisque 
posticis  apice  fusco  exceplo  flavis  Cacile  distiuguendus. 

Long,  (cum  cap.)   13   mm,  elytr.   A^j.),  lat.   (hum.)  3. 

Hab.  Khasi  Hills,  Assam,   1   $. 

Einfarbig  orangen-gelb;  Augen,  Fühler,  äußerste  Spitze 
der  Decken  und  ein  Ring  vor  der  Spitze  der  Hinterschenkel 
schwarz;  Spitze  der  Hinterschienen  briiunlich;  Hiulertarsen 
bräunlich-gelb.  Kopf  in  der  Mitte  vor  den  Fühlerhückern  mit 
einem  Quer-,  zwischen  den  Höckern  mit  einem  Längseindruck, 
beide  Eindrücke  zu  einer  in  der  Mitte  ziemlich  tiefen  drei- 
eckigen Grube  zu.sammeugellossen;  fein,  neben  den  Augen 
stärker  punklirt.  Erstes  Fühlerglied  glatt  und  gläuzend.  Hals- 
schild glatt,  länger  als  breit;  die  mittlere  Erhöhung  mit  einem 
Grübcheu  vor  der  Basis.  Flügeldecken  das  erste  Viertel  des 
ersten  Abdominalsegments  erreichend,  von  der  Mitte  ab 
klaffend,  glänzend,  der  Länge  nach  eingedrückt,  Schultern  glatt 

Slett.  enlomol.  Zeit.  1S9.5. 


26^ 

und  vorstehend,  mit  unreirelmäßig  gereihten,  haartragendea 
l'iinUten  spärlich  besetzt,  Uulertlügel  im  basalen  Theile  gelb, 
im  apicalen  Theile  schwarz. 

Unterseite  glänzend.^  wie  die  Oberseite  ziemlicii  sparsam 
uud  mäßig  lang  behaart:  Abdomen  zerstreut  aber  deutlich 
puuktirt. 

4.    Xylotrechus  carinicollis  sp.  nov. 

Ruib-tuligiuosus.  Caput  sordide  ilavo-pubesceus,  carina 
mediana  longitrorsum  (parte  antica  excepta")  canaliculata  nigra 
notatum.  Autennae  crassae,  articulis  1" — 5^  rufis,  6*^ — ll** 
brunneis.  2"  latitudine  multo  longiore.  Prothorax  subglobosus^ 
maxima  latitudine  mox  ante  medium,  disco  medio  carinatus^ 
granulatus,  margine  apicali  angusto  et  fascia  transversa  ante- 
mediana  ad  coxas  usque  descendente  brunneis,  fascia  ante- 
basali  utrinque  maculatim  dilatata  subnigra,  mavgine  basali 
llavo-pubesceute. 

Scutellum  flavo-pubescens,  sub-semicirculare.  Elytra 
retrorsum  angustata,  apice  angulo  exteriore  dentato,  interiore 
rotundo,  margine  basali  (lat.  1  mm)  et  quarta  parte  apicali 
rufo-fuliginosa  excej)tis  nigra:  fascia  antemediana  recta  (lat. 
'■^li  mm)  altera  postmediana  versus  latera  parum  retrorsum. 
dexa  prima  paulo  ungustiore  flavis  completis. 

Cfirpiis  infra  tlavo-pubescens,  macula  basali  prosterni,. 
episternis  mesosterni,  luteribus  et  margine  postico  metasterni, 
segmentorum  abdominis  margine  posteriore  densius  pubescen- 
tibus.  Processus  mesosternalis  tuberculiformis,  medio  niger. 
Metasternum  pio  maxima  parte  et  segmenta  abdominalia  basi 
nigra.     Pedes  ruti. 

Long,  (cum  caj).)  15i;o  mm,  proth.  4,  elytr.  l<>'/25  'i^^» 
(proth.)  4,  elvtr.  Hium.)   4i,'... 

Hab.  Khasi  Hills,  Assam,  Juli  94. 

ö.    Cyriocrates  amoenus  sp.  nov. 

A  speciebus  C.  t-onator  Thoms.  et  medcnbaclii  Kits,  dictis 
autenuarum  articulis  Septem  ultimis  totis  nigris;  prothoracis 
tuberculi  dorsali  postmediano  latiore  altioreque,  impressione 
transversa  antemediana  latiore,  elytris  intra  humeros  et 
scutellum  granulis  majoribus  sed  s])arsioribus,  sine  linea  elevata, 
granulis  regione  iiumerali  S|)arsis  obsoletis,  lateribus  ab  humeris 
ad  apicem  vi.x  puuctatis  parum  rugulosis,  dorso  puuctis  sparsis 
basin  versus  t'requentioribus  piliferis  notatis,  jnlis  longis,  macula 
basali  intra  scutellum  et  humerum,  callo  humerali,  quatuor 
fasciis  transversis  rectis,  macula  transversa  anteapicali  (in 
utroque  eljtro),  glabris  diversup. 

Stctt.  entomol   Zeit.  1895. 


270 

Long,  (cum  cap.)  40  mm,  protli.  6,  elytr.  30,  lat. 
(hum.)  14. 

Hab.  Kina  Balu,  Nord-Borneo  (A.  Everett  leg.),  1  ^. 

Die  Pubescenz  ist  grau-grüo,  seidenschimmernd,  mit  einem 
Stich  ins  bläuliche;  die  nackten  Stellen  sind  grünlich-schwarz. 
Der  Höcker  auf  der  Scheibe  des  Halsschildes  ist  nackt  und 
zeigt  auch  unter  starker  Vergrößerung  keine  Punktirung; 
zwischen  diesem  nackten  Mittelfelde  und  den  Seitendornen 
findet  sich  jederseits  noch  ein  schwarzer,  dreieckiger  Fleck; 
die  Basis  des  Pronotums  ist  ganz  tomentirt. 

Von  den  vier  vollständigen  nackten  Binden  der  Flügel- 
decken ist  die  zweite  die  breiteste  und  etwa  so  breit  als  die 
zweite  beschuppte,  schmäler  als  die  dritte  (mediane)  beschuppte 
Binde;  die  vierte  nackte  Binde  steht  weiter  von  der  Spitze 
entfernt  als  in  medenbachi  Kits.  (Notes  Leyd.  Mus.  p.  39, 
1881)  ihr  Vorderrand  endigt  an  den  Seiten  oberhalb  der 
Mitte  des  vorletzten  Abdominalsegments;  die  fünfte  auf  zwei 
Flecke  reduzirte  Binde  fehlt  den  andern  Arten. 

Das  erste  und  zweite  Fühlerglied  und  die  Basen  der 
beiden  folgenden  sind  grau-grün,  die  andern  Glieder  sind  un- 
geringelt;  das  vierte  und  fünfte  Glied  ist  an  der  Spitze  nur 
schwach   verdickt,  viel  weniger  als  in  C.  medenbachi  Rits. 

Die  längern  Haare  der  Decken  haben  etwa  eine  Länge 
von  11/2  mm.  Der  Neniophas  malachiticus  Nonfried  (B.  E. 
Z.  XXXVL  p.  380  n.  25,  1892)  ist  ein  Cyriocrafes  und 
i>t  wahrscheinlich  mit  C.  medenbachi  Rits.  identisch. 


6.    Glenea  flava  sp.  nov. 

$.  Brunnea,  dense  tlavo-tomentosa,  nigro-maculata.  Caput 
linea  nigra  mediana  sub  prothoracis  marginem  apicalem  dilatata 
signatum.  Antennae  nigrae,  unicolores.  Prothorax  longitudine 
triente  latior,  post  apicem  et  ante  basim  lateribus  leviter  con- 
strictus,  dorso  quatuor  maculis  in  quadrangulo  positis  maculaque 
laterali  nigris.  Elytra  pallide  rufa,  deuse  tlavo-tomentosa  basi 
paueis  punetis  sub  tomentum  obviis  instructa,  juxta  carinam 
humeralem  usque  pone  medium  abeuntem  seriatim  crasse 
punctata,  angulo  suturali  apicali  subrecto,  exteriore  brevissime 
dentato;  utroque  elytro  quatuor  maculis  nigris  in  serie  una 
dispositis  notato:  la  in  parte  quarta  basali  elytri  rotundo, 
2^  paulo  ante  medium  paruni  majore,  3*^  omnium  minima 
magis  versus  latus  sita,  4a  omnium  maxima  apicali  sed  mar- 
gines  ni  euturalem  ni  lateralem  tangente. 

Stctt.  entomol.  Zeit.  189i. 


271 

Corpus  inferum  lateribu?  obscuriiis,  metasteruo  lateribus 
maculis  denudati.s,  atri?,  segtnentis  4  basalibus  abdominis  late- 
raliter  basi  nigris.     Pedes  luteo-rufi,   pallide  flavo-pubescentes. 

Lons:.   (cum  cap.)   15  mm,  elvtr.   \0^j.->,  lat.  (hum.)  6. 

Hab.  Sikkim,  1  $. 

Aehnelt  in  Struktur  und  Farbe  sehr  der  G.  maculifera 
Thoms,  Das  Halsschild  ist  etwas  kürzer,  an  der  Basis  breiter, 
seine  Flecke  sind  kleiner:  die  Decken  sind  anders  gezeichnet 
und  ihre  Spitze  ist  innen  nicht,  außen  schwach  gezähnt.  Der 
schwarze  Stirnflek  der  maculifera  fehlt,  dagegen  ist  die  ganze 
Mittellinie  des  Kopfes  schwarz. 


IBeiträse  zur  Ivenntniss 


der 


nielitopbiliii  Laiiielliconiier  (Coleop(era). 

Von  H.  J.  Kolbe. 


V. 

Kurzer  Entwurf  zu  einer  Eintheilun^  der  (etoniiden. 

Eine  Untersuchung  und  Vergleichung  der  Cetoniiden  hin- 
sichtlich der  Bildung  der  hinteren  Tarsen  hat  das  folgende 
Ergebniß. 

Erstens.  Bei  Goliathns,  Goliathinus  und  Verwandten, 
bei  JJypselogenia,  Rhyxiphloea,  Bhinocoefa,  Heteroclita  etc., 
Snmalibia.  Stalagmosoma,  Phoxomela,  Psacadoptera,  Pseiido 
prnfaetia,  Annplochilus  und  Verwandten,  bei  Polichostethus, 
Tephraea,  A plasia,  Polystalactica,  Aethiessa,  Trichostetha, 
Elaphinis  etc.  —  sind  das  erste  oder  die  ersten  Glieder  der 
hinteren  Tarsen  mehr  oder  weniger  compreß,  am  Ende  ver- 
breitert und  hier  im  oberen  Winkel  in  einen  Dorn  ausgezogen 
oder  lang  zugespitzt.  Auch  die  untere  Ecke  am  Ende  der 
Glieder  ist  mehrfacli  so  beschafVen.  In  manchen  Gattungen 
ist  außerdem  das  erste  Glied  größer  als  das  zweite.  In  einigen 
Gattungen  ist  die  geschilderte  Bildung  der  Hintertarsen  nur 
im  weiblichen  Geschlecht  zum  Ausdruck  gelangt,  im  männ- 
lichen Geschlecht  sind  die  Glieder  der  Hintertarsen  einfach 
cylindrisch,  z.  B.  bei  Ischnostoma  und  Odontorrhina. 

StetU  eatomol.  Zeit.  1895. 


272 

Ferner  sind  die  Hinterscliienen  am  Ende  gewöhnlich 
erweitert  und  liier  kräftig  ausgebildet.  Der  Hinterrand  des 
Pronotums  ifct  in  der  Mitte  gegen  das  Scutelliim  hin  vor- 
gezogen und  seitlich  schräg  abgestutzt  oder  ausgerandet.  Am 
Vorderrande  des  Pronotums  entspringt  in  manchen  Gattungen 
ein  mittlerer  Höcker,  der  im  weiblichen  Geschlecht  oft  deut- 
licher ist  (Cloliafhus,  GoUathinns,  lleyennis,  Hypseloycnia, 
Jiliyxiphloca,  Bhinocoeta,  Haematonotus,  Pltoxoniela  u.  a,);, 
oder  statt  des  Höckers  tritt  eine  n)ittlere  Längsleiste  hervor, 
die  vorn  deutlicher  ist  (Pseudoprotaetia,  Epicometis,  Anoplo- 
chüus,  Sonialihia,  Odontorrhina  hispida,  Elaphinis  u.  a). 
Uebrigens  ist  ein  mittlerer  Höcker  auch  auf  dem  Pronot un» 
von  Mycterisies,  Phaedimus.  Neophaedimus,  Theodosia  u.  a, 
vorhanden,  aber  ganz  anders  beschalFen  und  zu  einem  großen 
nach  vorn  gerichteten  Hörn  ausgebildet. 

In  einigen  größeren  Gattungen  hat  nur  ein  Theil  der 
Arten  einige  der  erwähnten  Bildungen,  In  der  Gattung 
Euphoria  z.  B.  ist  bei  basalis  das  erste  Glied  der  Hinter- 
tarsen  breiter  und  oben  am  Ende  zugespitzt;  auch  sind  die 
Hinterschienen  am  Ende  breiter,  und  der  Körper  ist  kürzer 
imd  gewölbter,  ähnlich  wie  bei  den  oben  erwähnten  Gattungen. 
Das  ist  ähnlich  der  Fall  bei  Euphoria  pulchella,  childreni 
und  variegaia.  Dagegen  ist  der  Körper  schlanker,  flacher, 
die  Hinterschienen  schlanker,  das  erste  Glied  der  Hintertarsen 
nicht  breiter  bei  Euphoria  westermann  i,  lafreUlei,  hirida, 
leueographa  u.  a.,  also  wie  bei  den  übrigen  Cetoniiden  be- 
schallen. 

Auch  in  der  Gattung  Glyct/phana  giebt  es  zwei  Arten- 
griippen,  wie  in  der  Gattung  Euphoria.  Auch  hier  haben 
die  kurzen,  dicken  Arten  eine  ähnliehe  Tarsenbilduug  wie  die 
mit  d-en  Goliathiden  verwandten  Gattungen,  während  die 
schlankeren  Arten  auf  die  echten  Cetoniiden  hinweisen.  Ebenso 
sind  aus  der  Gattung  Pachnoda  in  gleicher  Weise  einige 
Arten  abzusondern  und  in  die  erste  Abtheihing  zu  verweisen 
{interrupla  Oliv.,  cincta  Geer),  wie  das  von  Kraatz  bereits 
früher  mit  1'.  leucomelaena  geschehen  ist  (Gattung  Psaca- 
doplerd).     Noch  andere  Gattungen  sind  zu  reinigen. 

Zweitens.  Die  große  Masse  der  übrigen  Cetoniiduu, 
an  deren  Spitze  die  Ceratorrhiniden  stehen,  haben  stets 
schlanke  Hintertarsen,  das  erste  Glied  ist  dünn,  cjlindrisch 
und  kürzer  als  das  zweite.  Die  Hinterschienen  sind  schlank, 
am  Ende  dünn.  Der  Prothorax  ist  in  den  meisten  Gattungen 
hinten  der  ganzen  Breite  nach  in  gerader  Linie  abgestutzt 
und    gebuchtet.     Die   kurze,    kom})akte    Körperform    tritt  hiiT 

Stelt    entomol.  Zeil.  1S95. 


273 

zurück  gegenüber  der  etwas  schlankeren  und  llaohereu.  Die 
liabituelle  Aehnliehkeit  zwischen  Ceratorrhina  (5)  und  Celonia 
ist  eine  viel  gröbere  als  zwischen  Ceratorrhina  ($)  und 
(joliathus,  Goliathinus,  Ueyemus  ($).  Und  diesen  stehen 
habituell  Hypselogenia,  lihyxiphloea,  hchnostoma,  Anoplo- 
chilus  etc.  recht  nahe. 

In  Folgendem  sei  eine  skizzenhafte  Uebersicht  gegeben. 
1.  Die  prototypischen  Cetouiiden:  Tarsi  pedum 
posticoruni  basin  versus  leviter  compressi  et  dilatati^ 
metatarso  majusculo,  trigonali.  apice  supero  an- 
gulato  et  acuminato  vel  aculeato,  interdum  meta- 
tarso breviore,  rarius  in  mare  subcjlindrico.  Tibiae 
posticae  ad  apicem  plus  minusve  ampliatae.  Corpus 
consuete  crassum  vel  crassiusculum.  Prothorax 
postice  plerumque  late  rotundatus  vel  utrinque 
oblique  truncatus. 

Hierher:  .die  Goliathinen,  Ischnostomatinen, 
Phoxomelineu,  Anoplochilinen,  Tephräinen,  Aethies- 
sinen,  Elaphininen,  ein  Theil  der  Glvcyphaninen^ 
dann  Psacadoptera,  Pseudoprotaelia  u.  a. 
11.  Die  echten  Cetouiiden:  Tarsi  postici  graciles; 
metatarso  tenui,  brevi,  ejus  apice  obtuso.  Tibiae 
))0sticae  j)lerumque  graciles,  apice  haud  ampliato. 
Corpus  minus  incrassatum,  saepe  gracile.  Pro- 
thorax postice  in  plerisque  generibus  late  trun- 
catus, ante  scutellum  sinuatus. 

Hierher:    die    Ceralorrhininen,    Heterorrhininen^ 
Lomapterinon,  Schizorrhininen,    Gymnetinen,  Ceto- 
niinen,  ein  Theil  der  Glycyj)haninen.  die  Diplogna- 
thinen   und   Cremastochilinen. 
Die  weitere  Auslühi'ung  dc^  Planes   und   die  eingehendere 
l  iilersuclMing  vieler  Gattungen   uiufc  noch   vorbehalten  werden. 
Die   vorstehende    Darlegung  ist    nur    ein    kurzer    Entwurf  des 
Gedankens,    eine  Kintheilung   in  dem    beregten  Sinne    zu   ver- 
suchen.    Wie  unhaltbar  das  System    der  Cetouiiden   in  seiner 
jetzigen  Gestalt   ist,  zeigt  die  Thatsache,    daß  Gattungen   ganz, 
verschiedener  Formenty|>en  nahe  beieinander  stehen.    Goliathus 
hat  nichts  mit  Mt-cynorrliina,  Dicranorrlüiia.  KudicelUi  u.  s.  w. 
zu    thun,    aber    im   System    sind  sie    nur    durch  die    Iropisch- 
iudischeu  Gattungen  Pliaedimus,  Adrycius,  Mycterisles,  Dicra- 
nocephaliis    u.    s.  w.    getrennt.      Dagegen    stehen    Ueteroclitu, 
Jihyxipliloca,  lihinocoetu,  AnoplochUus,   Soiiialibia  u.  a.  thal- 
sächlieli  den  Gattungen  Uolialhua,   Fornasiintia  etc.   viel  näher 

SieU.  cntomol.  Zeil.  1895.  IH 


274 

als  den  übrigen  Cetoniiden.  Hypselogenia  ist  bereits  als  nahe 
verwandt  mit  Goliathus  erkannt,  von  anderen  aber  auch 
wieder  verkannt. 

Es  ist  vielleicht  noch  interessant,  darauf  hinzuweisen,  daß 
die  Gattungen  der  I.  Abtheiluns;  artenarm  und  ihre  Arten 
meist  weniger  häufig  oder  nur  vereinzelt  und  nicht  weit  ver- 
breitet vorkommen,  während  die  Gattungen  der  IL  Abtheilung 
großentheils  artenreich  sind,  und  zu  ihren  Arten  die  häufigeren 
und  weit  verbreiteten  Cetoniiden  gehören.  Letztere  Abtheilung 
steht  offenbar  in  der  Blütheperiode,  die  gekennzeichnet  ist 
durch  reichliche  Entfaltung  in  Arten   und   Varietäten. 

VI 
Neue  Arten  und  Varietäten   aus   Ost-  und  C'entral-Aftika. 

Megalorrhina  harrisi  Westw.     Rasse  peregrina  n. 

M.  harrisi  formae  eximiae  Aur.  simillima,  fronte  autem 
utrinque  prope  oculos  singulo  callo  subelongato  minuto  exstructa, 
tibiis  anticis  in  mare  tantum  bidentatis,  dentc  tertio  (superiore) 
uullo  vel  toto  mutico;  eljtris  ut  in  eximia  Aur.  coloratis, 
atro-opacis  vel  viridi-  vel  fusco-atris,  seriatim  longitudinaliter 
flavo-guttatis.  —  Long.  corp.  35 — 44  mm. 

Ost-Afrika:  Nguelo  in  Usambara;  Tanga  (Reimer). 

Auffallender  Weise  kommt  die  Megalorrhina  harrisi. 
eine  der  bekanntesten  größeren  Cetoniidenarten  aus  der  Gruppe 
der  Ceratorrhininen,  auch  in  Ost-Afrika  vor,  obgleich  sie  bis- 
her auf  West-Afrika  beschränkt  zu  sein  schien.  Diese  Ent- 
deckung beweist,  wie  unbekannt  zum  großen  Theile  bisher 
noch  die  ostalVikaui.sche  Fauna  war  und  wolil  theilweise 
noch  ist.  Diese  Unbekanntschaft  bezieht  sich  zum  nicht  ge- 
ringen Theile  auf  die  Berglandschaften  des  Ostens,  nament- 
lich Usambara.  Je  mehr  diese  Gegend  ersciilosscn  wird,  um 
so  mehr  erkennen  wir,  daß  ein  großer  Thcil  der  früher  für 
i-ein  westafrikauisch  gehaltenen  Arten  und  Gattungen  auch  in 
Ost-Atrika  vorkommt.  Das  ist  jedoch  nur  unter  geeigneten 
natürlichen  Bedingungen  möglich,  und  diese  bieten  die  be- 
waldeten Berge  und  Berggegenden  Ost-Afrikas.  Es  sind  des- 
wegen an  Waldungen  gebundene  Thiere,  welche  vom  Westen 
bis  zum  Osten  verbreitet  sind,  unter  den  Culeopteren  z.  B. 
Cerambyciden  und  Cetoniiden.  Die  Steppenfauna  i\at  jedocli 
ihre  eigenen  Formen;  daher  kommt  es,  daß  artenreiche 
Galtung;eu  Süd-  und  Ost-Afrikas  nicht  oder  nur  in  wenigen 
Arten  bis  West-Afrika  verbreitet  sind.     Wir  dürfen  daher 

Stetl.  eQtomoi.  Zeit.  18l>&. 


275 

nichl  eiu  ostafrikani? dies  Fauaeugebiet  vou  einem 
west afrikanischen  unter.>?cheiden,  sondern  nur  einer 
Waldfaiina  eine  Steppenfauna  gegenüberstellen. 

Megalorrhina  harrisi  war  bisher  nur  aus  Ober-Guinea, 
Kamerun  und  dem  Kongo-Gebiet  bekannt  und  hier  in  mehreren 
Rassen  verbreitet,  worüber  ich  schon  früher  einige  Mittlieiluugen 
gemacht  habe  (Berliner  fJntom.  Zeitschr.  1884.  S.  90  bis  93 
und  Sitzunosberichte  d.  Gesellsch.  naturforsch.  Freunde.  1892. 
S.  243—245). 

Es  sind  in  dieser  Art  folgende  Rassen  zu  unterscheiden: 
1.  die  eigentliche  harrisi  Westw.  (Guinea),  2.  die  Rasse 
exivtia  Aur.  (Kamerungebirge),  3.  die  Rasse  mukengiana  m. 
(centrales  Kongo-Gebiet  und  4.  die  Rasse  peregrina  m. 
(Usambara,  Ost-Afrika).  Von  der  eigentlichen  harrisi  Westw. 
sind  mir  noch  keine  Stücke  aus  Ober-Guinea  bekannt  geworden, 
wahrscheinlich  gehören  aber  die  Formen  haroldi  Thoms. 
{poggiana  m.)  und  procera  m.  als  Varietäten  zu  der  eigent- 
lichen harrisi.  Auch  ein  Stück  von  der  Jaunde- Station 
(Hinterland  von  Kamerun)  ist  hierher  zu  ziehen. 

Wie  schon  oben  mitgelheilt,  ähnelt  die  ostafrikanische 
peregrina  am  meisten  der  eximia  und  unterscheidet  sich  von 
ihr  durch  das  Vorhandensein  je  einer  kleinen  länglichen  höcker- 
artigeu  Schwiele  neben  dem  inneren  Augenrande  auf  der 
Stirn,  wovon  bei  eximia  keine  Spur  vorhanden  ist.  Die 
eigentliche  harrisi  mit  den  Var.  haroldi  und  procera  und 
die  Rasse  mukengiana  sind  durch  je  ein  zahnartiges  Hörnchen 
beiderseits  neben  den  Augen  ausgezeichnet;  es  ist  offenbar 
nur  eine  hornartige  Ausbildung  der  Schwiele  der  peregrina. 
Durch  die  Bildung  der  Vorderschienen  weicht  peregrina  von 
der  eximia,  welche  an  diesen  drei  scharfe  Zähuchen  aufweist, 
merklich  ab,  denn  der  dritte  Zahn  fehlt  ganz  und  der  zweite 
ist  meist  kurz,  gerade  wie  bei  der  genuinen  harrisi  und 
mukengiana. 

Wenn  wir  bei  Betrachtung  dieser  Formenverhältnisse  die 
sexuelle  Differenzirung  ins  Auge  fassen,  so  bemerken  wir, 
daß  sich  eximia  auf  der  untersten  Entwicklungsstufe  befindet, 
denn  beim  ,j  sind  die  Vorderschienen  scharf  dreizähnig, 
ähnlich  wie  beim  V,  uQtl  die  Stirnhörnchen  fehlen,  gleichwie 
beim  V.  Bei  der  genuinen  harrisi  besitzt  das  rj  zwei  Stirn- 
hörnchen und  von  den  Schieneuzähnen  ist  eigentlich  nur  der 
apicale,  höchstens  nocii  der  zweite  entwickelt.  Die  $  aller 
Rassen  haben  dreizähnige  (zum  (Jraben)  eingerichtete  Vorder- 
schienen und  keine  Stirnhörnchen,  noch  Höckerchen.  Auch 
<lie   ostafrikanische  Form    peregrina   ist   viel    ditl'erenzirter  als 

Stett.  entomol.  Zeit.  1895.  18** 


i76, 

cximia.  Wie  aber  kleinere  o  bei  den  Cetouiiden  (und 
Luc-aniden  ii.  s.  w.)  sich  durch  die  Ausbildung  der  secundärea 
Geschlechtsuuterschiede  von  den  größereu  (ausgebildeten)  ,^ 
entfernen  und  den  $  ähnlicher  scheinen,  so  ist  dies  auch  bei 
der  Rasse  peregrina  der  Fall;  denn  bei  einem  kleineren  ,^ 
(35  mm)  ist  die  kleine  Längsschvviele  neben  den  Augen  bis 
auf  ein  Rudiment  fast  verseh wunden,  und  die  Vorderschieneu 
sind  an  der  Außenseite  ziemlich  scharf  dreizähnig.  Dieses 
Stück  ist  dadurch  der  cximia  vom  Kamerungebirge  außer- 
ordentlich ähnlich  geworden. 

Es  liegt  auch  eine  der  betreffenden  Varietät  der  west- 
afrikanischen Rassen  (var.  haroldi  und  limbata)  parallele 
Varietät  der  peregrina  vor,  nämlich  eine  Form,  bei  der  die 
ockergelbe  Färbung,  die  sonsi  nur  in  gelben  Tüpfelreiheu  auf- 
tritt, überhand  nimmt  und  die  Grundfärbung  der  Flügeldecken 
ausmacht,  während  höchstens  nur  unvollständige  Längsreihen, 
schwarzer  Flecken  übrig  bleiben.  Diese  Varietät  möge  be- 
xeichnet  werden  als 

Var.  pallescens  n.:  elytris  pallide  ochraceis,  maculis 
duabus  (humerali  et  apicali)  atris^  intevdum  seriebus  guttarum 
atrarum  ornatis.  —  Long.  corp.  35 — 44. 

Es  liegen  nur  ,j  vor,  die  mit  den  percgrinaSiücken  bei 
Nguelo  und  Tanga  in  Usambara  gefunden  wurden. 

Es  handelt  sich  hier  um  eine  V^arietät,  wie  sie  auch 
eximiu  Aur.  in  der  Var.  limbata  m.  und  die  genuine  harrisi 
in  der  Var.  haroldi  Thoms.  aufweisen.  Aber  nach  dem  in 
der  Königl.  Sammlung  vorliegenden  Material  nimmt  bei  Var. 
jiallescens  die  ockergelbe  Färbung  noch  vielmehr  überhand 
als  bei   ^'a^.  limbata  und   Var.  liarohli. 

Smaragdesthes  oertzeni  n.  sp. 

Früher  wurde  diese  ostafrikanische  Art  für  die  west- 
afrikanische N.  afrirana  Drury  gehalten  (Cierstaeeker,  Jahrb. 
d.  uaturhist.  Mus.  in  Hamburg.  L  1884.  S.  46).  Herr 
E.  von  Oertzen,  der  diese  Art  aus  Usambara  erhalten 
hatte,  theilte  mir  mit,  daß  dieselbe  von  den  we^tafrikauischeu 
Arten  der  (Gattung  gänzlich  verschieden  sei,  worin  ich  ihm 
beistinjmen  muß.     Hnn  zu  Ehren    sei  daher   die  Art   benannt. 

Die  iS.  oertzeni  kommt  in  glänzend  smaragdgrüner,  blau- 
grüner, violetter  und  azurblauer  (lasurblauer)  Färbung  vor. 
Die  Unterseite  der  blauen  und  violetten  Exemplare  ist  blau- 
grün  bis  blau  und  violett.  Von  den  verwandten  west- 
afrikanischen Arten  von  grüner  und  grünlicher  Färbung 
(africana,  mntica,  smaragdina,  blanda,  mridi-cyanea)  ist  die 

Siett.  entomol.  Zeit.  1896. 


277 

neue  Art  durch  die  auf  der  Rilckenseite  unregelmäßige  und 
feinere  Punktirung  der  Flügeldecken  unterschieden.  Statt  der 
ziemlich  kräftigen  regelmäßigen  Punktreihen  lindet  sich  auf 
•den  Flügeldecken  nur  eine  feine  reichliche  Punktirung,  die 
nai'h  der  Naht  zu  ganz  unregelmäßig  ist,  während  sie  auf  der 
Scheibe  und  nach  außen  hin  einige  regelmäßige  Punktreihen 
und  (namentlich  neben  dem  Außenrande)  feine  unregelmäßig 
stehende  Pünktchen  aufweist. 

Die  Bildung  des  Clypeus  und  des  kurzen  Höckers  auf 
demselben  ist  fast  wie  bei  africana  Drury.  Der  Vorderrand 
des  Clypeus  ist  in  der  Mitte  etwas  lappig  vorgezogen;  der 
«nittlere  Längswulst   der   Stirn    ist  so    breit  wie    bei   africana. 

Diagnose : 

Oracilis,  angusta,  elougata,  smaragdina  vel  viridi-cyanca 
vel  violaeea  vel  azurea,  clypeo  antice  tarsisque  nigris;  capite 
supra  latera  versus  distinctius,  medio  subtilius  punctato;  clypei 
margine  anlico  reflexo,  medio  leviter  lobato,  callo  medio  anle- 
marginali  abrupto,  elevato,  breviter  porrecto;  pronoto  sat 
large  mediocriter  punctato;  elytris  subtiliter  et  large,  plerumque 
irregulariter  punctatis,  seriebus  tantum  dorsalibus  distinctis  et 
l)rofundioribus,  punctulis  marginibus  suturali  et  exteriori  pro- 
pioribus  irregulariter  positis.  —  Long.  corp.  21 — 24  mm. 

Ueber  Deutsch-Ostafrika  verbreitet  und  anscheinend  die 
Rerglandschaften  bevorzugend;  es  liegen  Exemplare  vor  aus 
Tewe  in  Nord-Üsambara  (Meinhardt),  Mhonda  in  Usegua(Hac- 
quard),  Zanguebar  (IjC  Roy)  und  Ragamoio  (Dr.  G.  A.  Fischer). 

Anderweitig  wird  diese  Art  auch  für  die  sehr  wenig- 
bekannte  S.  viridi  cyanea  Palisot  de  Beauvois  (Insect.  rec. 
en  Afrique  et  en  Amerique.  Paris  1805.  S.  28.  Taf.  5. 
Fig.  .5.  —  Burmeister,  Handb.  f.  Ent.  III.  S.  231)  angesprochen. 
Diese  Art  ist  nach  Stücken  vom  Oware  in  Nieder-Guinea 
beschrieben  und  wird  auch  von  Sierra  Leone  in  Ober-Guinea 
aufgeführt.  In  der  Königlichen  Sammln  Dg  befindet  sich  ein 
Exemplar  aus  alter  Zeit,  welches  von  der  Erman'schen  Reise 
stammt  und  mit  yjsle  de  Prince'-'  (einer  Insel  im  Guinea- 
Busenj  bezettelt  ist,  aber  vermulhlich  auf  dem  benachbarten 
Festlande  gefunden  wurde.  Der  Körper  des  vorliegenden 
Exemplars  dieser  Art  ist  breiter  als  bei  den  verwandten  Arten; 
die  Flügeldecken  sind  wie  bei  africana  Drury  punktirt,  näm- 
lich die  Punkte  sind  alle  reihenförmig  geordnet  und  noch 
etwas  stärker  als  bei  dieser  Art.  Die  Angaben  von  Palisot 
und  Bur  meist  er  stimmen  hiermit  Uberein.  Die  Palisot'sche 
Figur  der  Art  ist  entweder  zu  schmal  oder  bezieht  sich  nur 
auf    das     männliche    Geschlecht,    welches    in    dieser    Gattung 

Stett.  entoiiiül    Zeit.  1895. 


278 

übrigens  sonst  kaum  schlanker  ist  als  das  weibliclie.  Das 
Stück  der  Königlicheu  Sammlung  ($)  ist  sichex*  die  echte 
ciridi  cyanea  Palis. 

Die  Färbung  der  Oberseite  dieses  Exemplars  ist  ein. 
schönes  Lasurblau,  erscheint  aber  bei  gewisser  Haltung  gegen 
das  Licht  theilweise  grün.  Die  Unterseite  i^t  rein  dunkel- 
grün. Der  Buckel  auf  der  Mitte  des  Clypeus  ist  ganz  anders 
als  bei  den  verwandten  Arten,  er  verläuft  nämlich  vorn  all- 
mählich und  ist  hier  nicht  plötzlich  abgesetzt  und  demgemäß 
nicht  höckerförmig,  wie  bei  allen  Verwandten  der  Gattung, 
Die  Art  gehört  aber  zu  Smaraydesthes  und  ist  gleich  anderen 
Arten  der  Gattung  den  obengenannten  grünen  weniger  nahe 
verwandt. 

Burmeister's  Beschreibung  {\.  c.)  der  ciridi  cyanea 
lautet:  „Diese  Art  gleicht  zwar  der  C.  africana  sehr,  ist 
indeß  etwas  kürzer  und  erscheint  deshalb  breiter.  Sie  hat 
dieselbe  Punktirung,  aber  die  Punkte  schienen  mir  etwas 
stärker  und  gröber  zu  sein.  Ihre  Farbe  ist  ein  schönes,  aber 
helles  Lasurblau,  welches  sich  an  manchen  Exemplaren  ins 
Grüne  verwandelt."  „Die  Zähne  an  den  weiblichen  Vorder- 
schienen sind  noch  stumpfer  als  bei  der  vorigen  Art,  dagegen, 
haben  die  vier  hinteren  Schienen  am  Innenrande  eine  längere 
ilaarbekleidung.-'  Diese  Angaben  passen  vollständig  auf  das 
Erman'sche  Exemplar  der  Königl.  Sammlung. 

Die  ostafrikanische  S.  oertzeni  n.  sp.  ist  aber,  wie  aus 
Vorstehendem  hervorgeht,  von  der  viridi  cyanea  Palis.  ganz 
verschieden. 

Pachiioda  discolor  ri.  sp.  ,^, 

Supra  discolor,  infra  straminea,  nitida,  capite  nigro- 
viridi,  clypeo  stramineo  postice  vittas  tres,  mediam  longiorem, 
emittente,  margiue  clypei  medio  antico  rufo;  pronoto  obscure 
nigro-viridi,  antice  lateraliter  laete  llavo-limbato,  macula  postica 
autescutellari  lata,  brevi,  fere  trigonali,  antice  plus  niinusve 
angulata  aut  obtusata,  laete  flava,  margiue  autcm  ipso  aute- 
scutellari obscurato;  scutello  nigro-viridi  lateraliter  tlavo- 
limbato;  elytris  ad  partein  rufo-testaceis,  plaga  magna  antica 
communi  fasciaque  anteapicali  brunneis,  nigro  vel  nigro-viridi 
cinctis,  maculis  utrinque  duabus,  transversim  positis,  sub- 
medianis,  nigris,  apice  elytrorum  pygidioque  rufo-brunneis, 
hoc  transversim  albo-quadrimaculato;  ped.ibus  stramineis, 
tibiis  insuper  visis  tarsisque  plus  niinusve  rufescentibus;  ab- 
domine  infra  medio  angnste  longitudinaliter  margiuibusque 
Idtcralibus  rufobrunneo  atllatis,  segmentis  quatuor  lateraliter 
macula  transversa  alba  ornatis. 

S'ett,  entomol.  Zeit.  1895. 


271) 

Forma  1\  pyijiiHieae  Kr.  et  rufocirenlis  Qued.;  cupite 
antice  subtiliter  dense  punctulato,  fronte  longitudinaliter  strigata; 
pronolo  scutelloque  impunctatis;  proeessu  mesostevnali  trans- 
versim  rotundato,  metasterno  laevi  latera  versus  grosse  nee 
profunde  punctato;  elytris  punctalis,  punctis  discoidalibus 
seriativS,  sutura  elevata.  angulis  apicalibus  fere  rotundatis; 
tibiis  anticis  ad  partem  apiealein  breviter  bidentatis;  abdomine 
infra  laevi,  nitido,  latera  versus  punctulato,  medio  longitudi- 
naliter profunde  impresso.  —  Long,  corp.  22  mm. 

Tewe  in  Nord-Usambara,   Ost-Afrika  (Meinliardt). 

Vom  Habitus  der  P.  pygmaea  Kr.  und  der  rnfovirens 
<^ued.,  oberseits  bunter  gefärbt. 

Oxyrrhaphia  n.  g.  Cetoniinarum. 

Im  Jabre  1878  beschrieb  Baron  v.  Harold  eine  o-t- 
afrikanisclie  Cetonidenart  hildebrandti  u.,  die  er  in  die  Gattung 
Tephraea  stellte,  allerdings  mit  der  Angabe,  daß  manche 
Merkmale  gegen  die  Zugehörigkeit  derselben  zu  dieser  Gattung 
sprächen,  z.  B.  die  Form  des  Prothorax  und  die  Bildung  der 
Sporne  an  den  Hinterschienen  (Monatsber.  Akad.  Wissensch. 
Berlin.  1878.  S.  213).  In  der  That  gehört  Tephraea  zu  der 
Abtheilung  der  prototypischen  Cetoniiden,  hingegen  die  Spezies 
hildebrandti  Har.  zu  den  echten  Cetoniiden;  diese  kann  dem- 
nach nicht  zu  Tephraea  gehören.  Unter  den  Cetoniinen  ist 
sie  am  nächsten  mit  Protaetia  und  Cetonia  verwandt.  Sie 
ist  eine  Cetonienform,  die  wie  Protaetia  in  Asien  und  Pach- 
noda  in  Afrika,  als  eine  Abzweigung  vom  Hauptstamme  zu 
betrachten  ist.  Oxyrrhaphia  steht  in  demselben  Verhältnisse 
zu  Cetonia,  wie  Anelaphinis  und  Macrelaphinis,  beide  gleich- 
falls kleine  Gattungen,  die  in  dem  äthiopischen  Gebiet  hei- 
mathen  (Stettin.  Ent.  Zeit.  18!)2.  S.  13.t— 136).  Vergl.  auch 
Kraatz  (Deutsche  Ent.  Zeitschr.   188{).  S.   173). 

Von  der  Gattung  Protaetia  ist  keine  Art  in  Afrika  ge- 
funden; Oxyrrhaphia  n.  g.  steht  ihr  jedoch  nahe,  unterscheidet 
sich  von  ihr  aber  schon  habituell.  Die  Form  des  Prothorax 
und  die  Bildung  der  Elytren  sind  andere;  die  Rippen  der 
letzteren  treten  deutlich  hervor,  und  der  anteupicale  Callus 
derselben  sjiringt  nach  hinten  höckerförmig  vor.  Der  zahu- 
artig  nach  hinten  vorgezogene  hintere  Nahtwinkel  der  Elytren 
trägt  am   meisten  zu  der  Aehnlichkeit  mit  Protaetia  bei. 

Der  Gattung  Anelaphinis  steht  Oxyrrha\)}iia  ebenfalls 
nahe;  diese  ist  jedoch  von  jener  verschieden  durch  den  vorn 
aufgebogenen  Clypeus,  die  kürzeren  Tarsen,  die  innenseitig 
nur    kurz    und    gröber    gefransten    Mittel-   und  Hinterschienen» 

Stell,  cntuiuol.  Zeit.  1SÜ5. 


1280 

den  slunipfon  und  oft  unscheinbaren  Zahn  am  Außenrandc 
der  Voiderschienen,  die  deuUichen  Rippen  der  Elytren.  den 
.'stärker  vorspringenden  anteapicalen  Callus  derselben  und  die 
verstreuten  Scliuppen  oder  Schuppenhaare  auf  den  Seiten  der 
Brust  und  des  Abdomens. 

Charakteristik  von  Oxyrrhaphia: 

Generi  Anelaphini  aftinis,  clypeus  aulem  antice  elevatus, 
TeÜexus;  tibiae  posticae  intus  breviter  tantum  cihatae;  tarsi 
l)aulo  breviores;  eljtra  subcostata,  oaUus  anteapicahs  distinctior, 
fuberilbrmis,  productus,  anguhis  suturalis  posterior  prolongatus, 
jicutus.  Pronotum  elytris  angustiiis  et  tere  octangulatum, 
angulis  medianis  lateraHbus  rotundatis,  margine  postico  utrintpie 
obHquato,  niedio  antescutellari  sinuato,  anguHs  utrinque  posticis 
rotundatis.  Tibiae  anticae  bidentatae,  dente  apicali  elongato, 
acuto,  dente  anteapicaU  brevi,  subacuto  vel  indistincto  vel 
tere  nullo.  Tibiae  posticae  dente  brevi  transverso  submediano 
armatae.  Pectoris  et  abdominis  latera  phis  minusve  sctis 
squamiformibus  aut  pihformibus  dif^pcrsis   vestita. 

Die  Arten  gleichen  in  der  Färbunci  den  Arten  Poecilophila 
(DiplognalhaJ  hebraea  und  maculatissima. 

Die  typische  Art  der  Gattung  ist 

0.  hildehrandti  Harold,  Monatsbcr.  Akad.  Wissensch. 
Berlin.  1878.  S.  213  (sub  TcpJiraea),  =  Piplof/iiatha  spini- 
pennis  Fairmaire,  Annal.  Soc.  Ent.  France,    1887.  S.   132. 

Exemplare  dieser  Art  liegen  vor  von  dem  Festland e 
von  Sansibar,  6"  s.  Br.  (Hildebrandt);  von  Dar-es-Salaam; 
Korogwe,  Mitte  Mai  1893  (0.  Neumaun)  und  von  der 
Delagoa-Bai  in  Südost- Afrika  (Rosa  Monteiro).  —  Fair- 
maire's  Beschreibung  seiner  Diplof/nnfha  Kpinipennis  paßt 
genau  auf  Oxyrrhaphia  hildebrantlti  Har. 

Ferner  gehört  hierher 

0.  helota  u.  sp.  —  Obseura,  opaca,  rufo-fusca,  dense 
atro-variegata,  maculis  dorsalibus  viridcscentibus,  supra  sparsim 
albo-sticta,  pronoto  praesertim  latera  versus,  capite  pedibusque 
ferrugineis;  scutello  brunueo  albo-sticto,  maculis  tribus  atris, 
et  quidem  duabus  basahbus,  una  apicali,  ornato;  elytris  leviter 
costatis,  slriis  squamifbrini-punctatis  neque  totis  regulariter 
duplicatis;  sutura  elytrorum  postice  elevata;  abdoinine  nigrino, 
uitido,  lateraliler  albo-squamulato;  setis  pectoris  al)dominisque 
lateralibus  coxarumque  posticarum  pilitbrmibus.  —  Long.  corp. 
14 — 17  mm. 

Malange  in  Angola  (Dr.  M.  Büchner,  Dr.  P.  Pogge), 
Pungo  Andongo  (v.  Mechow),  Mukenge,  Balubaland 
im  Congogebiet  (April    1883,  Dr.   P.   Pogge). 

Ütett.  emomol.  Zeit.  1S9S. 


281 

Der  ostafrikanischen  Verwandten  is-t  ü.  helota  selir  ähnlicli, 
al)er  die  schwarze  Zeichnung  der  Oberseite  erscheint  reiclilicher 
und  dichter.  Die  Scluippenhaare  auf  den  Seiten  der  Brust,  der 
Hinlerhiiften  und  des  Hinterleibes  sind  alle  borstenförmig, 
schmal,  bei  hildehrandti  kürzer  und  oval. 

Pseudinca  fischeri  n.  sp. 

Bisher  war  die  von  Kraatz  1880  in  der  Deutschen 
Entom.  Zeitschr.  24.  Jahrg.  S.  158  aufgestellte  Gattung  nur 
in  einigen  Arten  aus  Westafrika  bekannt.  Es  liegen  jetzt 
auch  zwei  ostafriUanische  vor.  Die  P.  fischeri  ist  der  admixltia 
Hope  ähnlich,  aber  durch  die  hell  zimmlfarbige  Oberseite 
und  die  geringere  Ausdehnung  der  schwarzgrünen  Zeichnung 
derselben,  ferner  durch  die  mehr  zugespitzten  Vorderecken 
und  die  beiden  vortretenden  Zähnchen  in  der  Mitte  des 
Vorderrandes  des  Cljpeus,  sowie  durch  den  viel  schmäleren 
Mesosternalfortsatz  verschieden,  wenigstens  an  dem  einzigen 
vorliegenden  Exemplar.  Auch  ist  die  winklig  vorspringende 
Ecke  in  der  Älitte  des  Seitenrandes  des  Prothorax  mehr  ab- 
gerundet als  bei  admixfus:  dagegen  stehen  die  Hinterecken 
mehr  vor  und  sind  nicht  so  breit  abgerundet  wie  bei  admixlus. 

Der  Callas  des  Clypeus  ist  sehr  erhaben  und  etwas  vor- 
gezogen, vorn  abgerundet;  der  Vorderrand  des  Clypeus  etwas 
aufgebogen  und  in  der  Mitte  mit  zwei  aufgerichteten  Zähnchen 
versehen. 

Rufo-fulva,  opaca,  jilagis  direptis  atris  vel  viridibus  supra 
signata,  maculis  minutis  albis  paucis  hinc  et  illinc  disseminatis, 
capite  rufescente,  callo  fronteque  fuscis;  pronoto  rufo, 
plagis  ornato  magnis  trigonalibus,  obscure  viridibus,  vitta 
angusta  media  longitudinali  separatis,  utrinque  punctis  4  albidis, 
in  linea  curvata  positis,  quae  ab  angulis  posticis  utrinque  fere 
usque  ad  marginem  anticuni  pertinet;  scapuÜs  vufescentibus, 
in  medio  fuscis;  elytris  rufo-fulvis,  plagis  maculisque  direptis 
atris  vel  atro-viridibus,  maculisque  paucis  minutis  albidis 
plerum(jue  ad  latera  versus  dispersis;  corpore  subtus 
olivaceo,  pectoris  laleril)us,  prosterno  femoribusque  flavo-  vol 
rufo-fulvis,  abdotnine  lateraliter  pilis  brevibus  obsifo;  pedibus 
fulvis,  nitidis,  femoruni  tibiaruinque  plaga  media  apiceque 
fusco-viridibus;  —  clypei  angulis  anticis  aeutis,  margine  antico 
denticulis  duobus  niediis  exstructo;  callo  clypei  discoidali  sat 
elevato,  leviter  j)rodiict(),  autice  rotundalo:  prothorace  late- 
raliter medio  obluso-rotundato,  minus  augulato,  angulis  posticis 
fere  exstantibus,  obtuso-rotundatis;  processu  mesosteruali  an- 
gustato,  ferb  acuminato.   —  Long.  corp.  24   nun. 

Stett.  enlomol.  Zeit.  1805. 


282 

Südöstlich  vom  Victoria-Njansa  von  Dr.  G.  A.  Fischer 
auf  seiner  letzten  Reise  entdeckt,  von  der  er  den  Todeskeim 
mit  nach  Berlin  brachte,  wo  er  gleich  nach  seiner  Heim- 
kehr starb. 

Pseudinca  heinsenius  n.  sp.  $. 

Besondere  Merkmale  dieser  Art  sind  die  beiden  scharfen 
Querkiele  auf  der  Stirn,  der  dreispitzige  Vorderrand  des 
Clypeus,  der  kurze  stumpf  abgerundete  Mesosternalfortsatz  und 
die  anders  gestellten  Zähne  am  Außenrande  der  Vorder- 
sehienen  ($).  Die  Oberseite  ist  dunkel  chokoladenfarbig  und 
reichlich  mit  zerrissenen  isabelfarbigen  und  dunklen  Flecken 
gezeichnet. 

Obscura,  fuliginea,  supra  maculis  plurimis  direptis  gilvi» 
et  nonnuliis,  in  disco  elytrorum  positis,  sericeo-nigris  orna'a; 
pectore  abdomineque  nigro-viridibus  lateraliter  itidem  gilvo- 
maculatis,  illo  fulvo-piloso:  femoribus  nigro-viridibus,  tibiis, 
tarsis  antennisque  nigris;  fronte  carinis  duabus  sat  altis 
transversis,  patelliformibus,  arcuatis  armata;  margiue  clypei 
antico  tridentato,  dentibus  erectis,  medio  alteris  (angulos 
laterales  formantibus)  altiore:  fronte  media  pone  carinam 
j»osteriorem  foveolata;  pronoto  lateraliter  bisinuato;  pro- 
cessu  mesosternali  brevi,  obtuso-rotundato;  elytris  quadri- 
carinatis,  apice  suturali  dentiformi;  tibiis  anticis  extus  acute 
dentatis.  dente  medio  denli  apicali  propiore  quam  dcnti 
posteriori.   —   Long.  corp.  25  mm. 

Nguelo  in  Usambara,  Ost-Afrika  (Dr.  Heinsen). 

Polystalactica  affinis  n.  sp.  $. 

Fusco-olivacea,  subnitida,  pronoto  elytrisque  griseo-macu- 
latis,  subtus  nigra,  nitida,  lateribus  griseo-maoulatis;  capite 
dense  punctato,  clypeo  fere  quadrato  antice  parum  reflexo, 
angulis  anticis  rotundatis,  margine  antico  minime  sinuato; 
pronoto  grosse  punctato,  foveolis  compluribus  in  fuudo 
maculam  albam  praebentibus,  ante  scutellum  parum  sinuato; 
scutello  anguslato  et  acumiuato,  basin  versus  lateraliter 
punctato  latenl)usque  macula  media  notatis;  elytris  costatis, 
costis  glabris  et  nitidis,  laxe  vel  minime  punctatis,  interstitiis 
alternis  dorsalibus  latioribus,  costa  iuterstitii  primi  postice 
minus  elevata,  angustata;  proces8u  mesosternali  glabro, 
nitido,  plus  minusve  fere  semicirculari,  antice  rotundato,  late- 
raliter minus  late  exciso  quam  in  P.  puncltilata:  tibiis 
anticis  extus  bidentatis,  vestigio  dentis  superioris  fere  distincto. 
—  Long.  corp.   lO^/o — 11    mm. 

Sielt.  cQtuniul.  Z«:it.   UOö. 


283: 

Mukenge  in  Balubaland,  Congo-Gebiet  (Juli  bis  Augut-t 
und  November  1882,  Dr.  Pogge). 

Die  Art  unterscheidet  sich  von  P.  stellata  Har.  und 
stipatrix  m.  durch  das  in  der  Basalliälfte  neben  dem  Seiten- 
rande punktirte  Scutellum,  von  piinctulata  durcli  die  deutlich 
gerippten  Flügeldecken.  Das  Scutellum  ist  schmal.  Die  Ober- 
seite ist  mehr  oder  weniger  glänzend. 

Polystalactica  musculus  n.  sp. 

Diese  Art  ist  der  vorigen  sehr  ähnlich,  unterscheidet  sich' 
aber  von  ihr  durch  die  mattgraue  Oberseite,  das  breitere, 
etwas  kürzere  und  weniger  zugespitzte  Scutellum,  die  hinten 
abgestumpfte  Flügeldeckennaht,  den  fast  abgestutzten  Meso- 
stevnalfortsatz,  die  Behaarung  desselben  hinter  der  breiten 
Spitze  und  das  weniger  glatte  Abdomen. 

Praecedenti  affinis,  murina,  opaca,  minime  albo-griseo 
maculata;  capite  dense  punctato,  juxta  oculos  transversim 
striato;  clypeo  subquadrato,  angulis  anticis  rotundatis,  antice 
et  lateraliter  reflexo;  pronoto  fere  grosse  punctato,  foveolis 
plerisque  obsoletis,  duabus  antebasalibus  distiuctioribus,  ante 
scutellum  parum  sinuato;  scutello  minus  angustato,  lateraliter 
basin  versus  punctato;  elytris  costatis,  interstitiis  alternis 
latioribus,  costis  distincte  punctatis,  costa  prima  dimidia  parte 
postice  abbreviata,  interstitio  hujus  costae  piano,  angustato; 
pectore  abdomineque  nigris,  lateraliter  grisco-maculatis, 
metasterno  segmentis(|ue  abdoniinalibus  punctatis;  processu 
mesosternali  brevi,  late  rotundato-obtuso,  ante  marginem 
anticum  glabrum  setoso;  tibiis  anticis  bidentatis,  vestigio 
tertii  dentis  superioris  nullo.  —  Long.  corp.   10,5   mm. 

Mukenge  im  Balubaland,  Congo  Gebiet  (August  1882^ 
Dr.  P.  Pogge). 

Polyplastus  bicolor  n.  sp. 

Leviter  elougatus,  supra  fere  depressus,  nitidus,  niger, 
lateribus  prothoracis  latis,  puncto  medio  laterali  exceplo,  ab- 
domine  femoribusqiie  ruiis,  apice  extremo  elytrorum  et  parte 
tibiarum  eodem  modo  rufis,  abdomine  bat-in  versus  piceo. 

Capite  subplanato,  clypeo  quadrato,  dense  rugoso-punc- 
tato,  margine  antico  paulo  reflexo,  sinualo,  fronte  parcius 
punctato,  lateraliter  glabro;  prothorace  transverso,  antrorsum 
(nee  po.^tice)  attenuato,  angulis  posticis  acutis,  marginibus 
lateralibus  rotundoto-subangulatis,  margine  i)ostico  bisinuato, 
dorso  ubique  sparsim  grosse  punctato;  scutello  trigonali, 
clongato,  glabro,  sparsim   subtiliter  punctulato;    elytris  prope 

SlcIt.  entomol.  Zeil.  ISftS. 


^84 

basin  et  margines  depressis,  lateraliter  paulo  ampliatis,  utroque 
elytro  c;eminate  quadrifariam  striato-piinctatis,  interstitiis  striarum 
nonnihil  convexis,  laevibus,  callis  humeralibus  et  apicalibus 
elevatis  et  laevibus,  apice  extremo  elytrorum  aciculatorugoso:, 
processu  mesosternali  breviter  producto,  apice  lotundato: 
tibiis  anticis  augustis,  extus  prope  apieem  tridentatis; 
pygidio  producto,  rotundato-acuminato,  leviter  convexo,  parcc 
Irans versim  breviter  strigoso:  pectore  et  venire  breviter  flavo- 
pilosis.  —  Long,  corp    14  mm. 

Bei  Bataibo  am  DuiiifluB,  westlicli  vom  Alb  er  t- 
Njansa  (7.  November  1891,  Dr.  F.  Stublmann),  1  Exemplar. 

Gehört  anscheinend  zu  Polyplastus  Janson  (Notes  Leyden 
Mus.  X.  1888.  S.  114);  doch  fehlt  der  angebliche  spitze  Yor- 
jiprung  am  Prosternum  zwischen  den  Vorderhüften. 

VII. 

Leiicocelis  Burm.  (Oxythyrea  Muls.) 
nebst  verwandten  und  ähnlichen  Gattungen. 

Die  (lattiing  Levcocelis  enthält  noch  eine  Anzahl  ab- 
weichender Formen,  die  entweder  als  Untergattungen  in  der 
Gattung  verbicilx.'n  müssen,  wenn  sie  nur  geringe  Abweichungen 
vom  Tj'pus  der  Gattung  zeigen,  oder  selbstständige  Gattungen 
bilden,  wenn  sie  überhaupt  nicht  in  die  nächste  Verwandt- 
schaft von  Lcucocelis  gehören.  Bei  naher  Verwandtschaft 
mit  dieser  Gattung  mag  es  zweifelhaft  bleiben  oder  auch 
gleichgültig  sein,  ob  man  sie  als  Untergattungen  oder  als 
nahestehende  eigene  Gattungen  betrachtet  und  bezeichnet. 

Mit  Recht  hat  bereits  Kraatz  im  Jahre  1882  eine  Rei- 
nigung der  Gattung  Leucocelis  vorgenommen  (Deutsche  Ent. 
Zeitschr.  Bd.  26).  Es  sind  hier  von  ihm  die  Gattungen 
Leptothyrea  für  Oxythyrea  perroutli  Schaum  (S.  72),  Acrn- 
Ihyrca  für  l.cucncelis  rufofemorafa  Gory,  Burm.  (S.  76), 
Micrnlhyrca  für  0.  eustalacta  Burm.  und  amabilis  Schaum 
(S.  76)  aufgestelh.  Oxythyrea  ist  iWr  funesta  Poda  {stictica  L.), 
cinctella  Schaum  u.  a.  l)eibehalten,  während  zu  Leucocelis 
die  Arten  haenwrrhoidalis  F.,  adspersa  F.  u.  a.  gehören. 

Im  Folgenden  ist  diesem  Gegenstande  noch  einige  weitere 
Aufmeik>^arnkcit   gewidmet. 

Leucocelis,  Subg.  Grammopyga  n. 

Die  hierher  gehörige  Art  ist  oberseitn  ganz  matt  farbig, 
unter.'-cheidet  sich  aber  vcn    \maurina  (p.  285)  durc!;  die  gleich- 

Stelf.  entomcil.  Zeit.  1895. 


285 

mäßige  Streifung  der  Elytren,  das  fein  (juerstrichelige  Pygidium 
und  das  glatte  Metasteruiim. 

Prouotum  elytraque  opaea:  illius  margo  posterior  rotun- 
dattis,  ante  seutellum  integer,  lalera  ante  angulos  postieos 
^inuata,  liis  obtuso-rotundatis. 

Elytra  aequaliter  et  regulariter  striata,  striis  haud  geminatis, 
interslitiis  3.  et  5.  postice  paniin  elevatis;  apex  suturalis 
muticus,  dorsiim  posticum  ad  suturani  haud  impressum. 

Pygidium  subtilissime  trausversim  strigatum. 

Metasternum  cum  episternis,  seapulae,  abdomen,  glabra,, 
pilis  destituta. 

Die  einzige  Art    ist 

Leucocelis  (Grammopygaj  cincta  n.  sp. 

Tota  viridis,  lobis  duobus  clypei  anticis  brunneis;  limbo 
jjronoti  toto,  scapulis,  pectoris  marginibus,  segmento  abdominali 
sexto,  pedibus  (ad  partem  viridibus)  pygidioque  luteis;  pronotL 
margine  i)ostico  extremo  viridi  maculisque  discoidaiibus  in- 
distinctis  luteo-fuseis;  clypeo  et  fronte  punctatis,  hoc  juxta 
oculos  iongitudinahter  impresso,  transversim  rugoso  et  punc- 
tato.  —  Long.  corp.  11,5  mm. 

Njain-Isjam  (Bohndorf):  von  Schlüter  in  Halle  erhalten. 

Leucocelis,  Öubg.  Erythro  derma  n. 

Processus  mesosternalis  lere  orbicularis,  valde  pro- 
duetus;  segmentum  abdominale  sextum  postice  in  ,j  sub- 
uugulatoproductum,  in  '4.  obtusnm.  Pygidium  postice  pla- 
natum,  ul  in  .-peciebus  generis  typicis.  Pronoti  margo  posticus 
rotundatu.-^. 

Hierher  geliört  nur  l.p.ucorrUs  rubra  Oory  et  Pcrch. 
aus   dem   Caphuui. 

Leucocelis,  Subu.  Amaurina  n. 

Hierher  gehören  einige  Arten,  wek-he,  wie  bei  Grumino 
injiia,   durch   matte  Färbung  der  Oberseite   ausgezeichnet  sind. 

Prouotum  elytraque  <»|)aca,  margo  posterior  illius  lotun- 
datus,  ante  >cutelhim  nonuunquam  obtusus:  elytra  postice 
jtrope  suturam  minime  vel  vix  impressa,  ad  apicem  snturaleni 
acuminata,  striis  punctorum  dorsalibus  dislincte  geminatis. 
Pygidium   [)unctis  ocellatis  dense  inslructum. 

1,  Corpus  supra  concolor,  marginibus  pronoti  lateralibus 
jiilosis,  scapulis  pectoreque  hirtb.  —  Hierher  L.  spoiiula 
Ihuold. 

Sictt.  enluniol.  Zeit.  1895. 


286 

2.  Corpus  supra  albopictuni,  pronoti  marginibus  lateralibus 
glabris,  pectore  scapulisque  minus  dense  vel  sparsim  pilosis.  — 
Hierher  L.  lunala  Reiclic,  cognata  Harold,  polysticta  m., 
nnnulipes  m.  u.  a. 

Leucocelis,  Subg.  Cyrtothyrea  n. 

Corpus  breve;  pygidium  eonvexum,  subbiuodosuin;  elytra 
in  dorso  postico  ad  suturam  impressa,  angulo  suturali  postico 
produeto;  segmentum  abdominale  sextum   postice  obtusum. 

Die  hierher  gehörige  Art  ist  ii,  a.  namentlich  durch  einen 
kurzen  Körper  und  das  doppelschwielige  Pygidium  ausge- 
zeichnet; sie  weicht  dadurch  von  den  übrigen  Arten  der 
Oatlung  ab  und  bildet  wohl  mit  Recht  eine  eigene  Unter- 
gattung, welche  gegründet  ist  auf 

Leticocelis  brevis  n.  sp.  $. 

Brevis,  convexiuscula,  tota  nigra,  nitida,  supra  albo- 
•guttata,  pronoti  margiue  jjostico  ante  scutellum  sinuato;  elytvis 
subbicostatis,  costa  interiore  abbreviata,  distincte  et  fere  rüde 
punctato-striatis,  striis  quinquies  geminatis,  puuclis  ad  partem 
semicirculariter  exsculptis;  pygidio  utriuque  macula  alba 
signato,  annulato-punctato;  venire  et  pectore  nitidis,  vsparsim 
llavo-pilosis,  in  medio  glabris.  —  Long.  corp.   8,5  mm. 

Transvaal,  Thaba  Mossegu  des  Königs  Sekukussi. 

Stichothyrea  Kraatz. 

Eigentluimlich  ist  die  von  Kraatz  auf  seine  neue  Art 
picticollis  aufgestellte  und  gut  begründete  Gattung  Stichothyrea 
(Deutsche  Ent.  Zeitschr.  1882.  S.  73).  Die  Hiuterecken'  des 
Pronotums  bieten  nämlich  den  seltenen  Fall,  daß  sie  zahn- 
artig vortreten,  während  unmittelbar  daneben  der  Hinterrand 
ausgeschnitten  ist.  Der  Clypeus  ist  wie  bei  Leucocelis  geformt. 
Das  Prcinotum  ist  vor  dem  Scutellum  schwach  ausgerandet. 
Die  Flügeldecken  sind  nach  hinten  schwach  verengt,  ihr 
liinterer  Suturalwinkel  ist  nicht  in  eine  Spitze  ausgezogen. 
Das  Mesosternum  ist  ohne  Fortsatz  zwischen  den  Mittelhüflen 
lind  setzt  j-ich  mit  einer  (|ueren  Kante  au  den  Metasternal- 
fortsatz  an;  dieser  ist  zwischen  den  Mittelhüften  breit  und 
nicht  eingeschnürt.  Der  Köper  ist  weniger  schlank  als  bei 
den  Arten  von  Leucocelis. 

Hierher  gehört  außer 

St.  picticollis  Kraatz  1.  c,  die  in  der  Köuigl.  Sammlung 
aus  dem  Djur-Gebiet  und  Njam-Njam  vorliegt,  noch 

'SV.  guttifcra  Afzel.  aus  Ober-Guinea,  welche  bisher  unter 
Leucocelis  aufgeführt  wurde.    (Stettin.  Ent.  Zeit.  1892  p.  133.) 

Stett,  entomoL  Zeit.  189S. 


287 

Mausoleopsis  Luii^-berge. 

Diese  Gattung  gründete  van  Laus  berge  auf  Leucocelis 
amabilis  Schaum  und  eustalacta  Bunn.  (Compt.  rend.  Soc. 
Ent.  Bclg.  1882,  Februar.  S.  29).  Die  Hinterschienen  des 
Männchens  .>^iud  innen  erweitert.  Das  fünfte  Abdominalsegment 
trägt  in  beiden  Geschlechtern  jederseits  am  Seitenrande  ein 
nach  hinten  gerichtetes  Zähnchen. 

Kraatz  schuf  für  dieselben  Arten  fast  gleichzeitig  die 
Gattung  Microthyrea  (Deutsche  Eiit.  Zeitschr.  1882.  S.  76, 
April)  Und  hebt  die  für  diese  Gattung  charakteristische,  von 
Lansberge  nicht  erwähnte  eigenthümliche  Bildung  der  Krallen 
an  den  männlichen  Vorderfüßen  hervor. 

Es  müssen  in  dieser  Gattung,  wie  mir  scheint,  zwei 
Gruppen  von   Arten  unterschieden  werden : 

1.  Die  Hinterschienen  des  Männchens  sind  innen  der 
ganzen  Länge  nach  erweitert  und  mit  einer  von 
zwei  hohen  Rändern  begrenzten  tiefen  Furche  längs 
des  Innenrandes  versehen.  Das  Pronotum  ist  hinten 
ganz  gerundet.  —  Hierher  gehören  amabilis  Schaum 
und  eustalacta  Burm. 

2.  Die  Hinterschienen  des  Männchens  sind  außenseits 
am  Ende  verbreitert,  inuenseits  etwas  erweitert,  ohne 
Furche.  Das  Pronotum  ist  hinten  gerundet,  vor  dem 
Scutellum  etwas  ausgerandet.  —  Hierher  gehören 
albomarginata  Lansb  ,  funebris  Lansb.,  recoili  Lansb. 
und  oculata  Lan.sb. 

Für  die  2.  Gruppe  als  Untergattung  ist  ein  Name  nöthig, 
etwa  Elassochitoii  sbg.  n. 

Leucocelis  rubriceps  Raffr.  gehört  weder  zu  dieser  noch 
zur  folgenden  Galtung.  da  das  Zähnclien  jederseits  am 
.">.  Abdominalsegmenl   fehlt. 

Homothyrea  g.  n. 

Die  beiden  hierher  gehörenden  Arten  Leucocelis  thoracica 
Schaum  und  helenae  Schaum  sind  die  nächsten  Verwandten 
von  Mausoleopsis,  aber  eigenartig  gefärbt  und  gut  unter- 
.schieden. 

Pronotum  posrtice  fere  late  rotundatum,  ante  scutellum 
minime  sinuatum,  angulis  posticis  obtusis.  Processus  meso- 
sternalis  latus,  productus,  antice  dilatatus.  apice  rotuudato- 
obtueus.  Tibiae  anticae  extus  bidentatae,  posticae  maris  sim- 
plices.  Segmentum  quintum  abdominis  utrinque  dente  laterali, 
retrorsum  prominulo,  instructum.  Scutellum  sat  parvum,  postioe 
acutum,     Elytrorum  angulus  suturalis  ad  apicem  productus. 

Stett.  cntomol.  Zeit.  1395. 


288 

Diese  Gattung  unterscheidet  .sicii  von  Mausoleopsis 
namentlich  durcli  die  einfachen  Hinterschienen  des  Männchens. 

Trichothyrea  n.  g. 

Corpus  robustulum,  j)ostice  vix  attenuatuui,  ad  magnam 
partem  (quod  attinet  caput,  pronotiirn,  ))ygidiuni,  pectus, 
scapulas,  abdomen  ventrale,  pedes)  flavo-hirtum.  Clypeus 
oblongus,  attenuatus,  antice  emarginatus,  ut  in  genere  Leu- 
cücelide.  Pronot  um  postice  rotundatum,  ante  scutclhun  j)arnm 
sinuatum,  angulis  posticis  distinctis.  Elytra  in  doreo  i)Ostico 
j)rope  suturam  minime  impressa,  seriebus  punctorum  regularibus. 
Processus  mesosternalis  latior,  quam  in  genere  Leucocelide, 
apice  dilatato,  obtuse  rotundalo. 

Diese  Gattung  glaube  icii  lilr  die  Leticocelis  mulsanti 
Guer.  aus  Abyssinien  annehmen  zu  müssen. 

Die  Körperform,  das  Haarlileid,  die  Bildung  der  Eljtreu, 
deren  Sculptur,  der  Mesosterualfortsatz  ^viderstreiteu  einer 
Zugehörigkeit  zu  Leucocelis. 

Pseudoprotaetia  Kraatz. 
Deutsche  Entom.  Zeitschr.  1882.  S.   70. 

Beim  q  sind  die  Hintertarsen  länger,  beim  $  kürzer  als 
die  Schienen.  Beim  t^  sind  auch  an  den  Mitteliüßen  die 
Tarsen  viel  länger  als  die  Schienen.  Die  Vorderscliioneu  sind 
bei  einem  $  dreizähnig,  da  der  obere  Zahn  deutlich  ist, 
bei  einem  anderen  $  zweizähnig,  da  der  obere  Zahn  fehlt 
und  an  seiner  Stelle  nur  eine  o;erin2:e  Erweiterung  bemerkbar 
ist,  gerade  wie  beim  ,^. 

Homalothyrea  g.   n. 

Bisher  wurde  auch  die  Spezies  J'ranh'i  Jans,  aus  dem 
Lande  der  Herero  in  Südwest-Afrika  in  der  Gattung  Leucocelis 
aufgeführt;  sie  ist  aber  von  dieser  ganz  verschieden  und  gehört 
einer  ganz  anderen  (trup|)e  der  Cetoniiden  an,  denn  das 
erste  Glied  der  hinteren  Tarsen  ist  compreß  und  oben  an» 
Ende  in  eine  Spitze  ausgezogen.  Nur  die  Färbung  der  Ober- 
seite und  der  kleine  Körper  scheinen  die  vermeintliche  Zuge- 
hörigkeit zu  Leucocelis  begründet  zu  haben.  Die  darauf  zu 
gründende  (iattung  mag  folgendermaßen  gekennzeichnet  werden. 

Lcucocelidis  generis  speciebus  j)rimo  adspectu  similis, 
>ed  civpeus  nn'nus  af.enuatus;  pronotum  postice  arcuatum, 
subrotundatum,  ante  scutellum  minime  trisinuatum,  fere  ob- 
tusatum,  angulis  posticis  fere  nullis;  elytroium  angulus  suturalis 

Sietl.  entomul.  Zeit.  1895. 


289 

posticiis  simplex;  pecliis  et  abdomen  minime  pilosa;  processus 
mesostenialis  late  obtusatus;  tibiae  anticae  bidentatae,  dentibus 
inter  se  magis  remotis;  tarsorum  posticorum  articulus  primus 
compressus,  angulo  superiore  postico  brevi,  acuto  Co  )■>  elongato, 
dcntiibrnii  ($). 

Die  Bildung  der  Hintertarseii  verweist  die  Gattung  in  die 
Abtheihing  der  prototypiscben  Cetoniiden.  Mit  den  Leucoceliden 
bat  sie  einige  Aebnlichkeit  im  Habitus  und  in  der  Färbung, 
auch  in  der  Form  des  Clypeus  und  des  Scutellums,  weicht 
aber  ab  durch  die  Bildung  der  Hintertarseo,  des  Mesoslerual- 
fortsatzeSj  die  Stelkmg  der  Zäline  au  den  weniger  schlanken 
Vorderschienen  und   die  am  Ende  verbreiterten  Hinterschienen. 

Lonchothyrea  n.  g. 

Die  TepJtraca  (üxytlnjrea)  inouimhica  Bertoloni  (Nova 
Comment.  Bouon.  1849.  T.  10.  S.  125;  Sep.  lllusirat.  rerum 
uaturalium  Mozamb.  Diss.  III.  1849.  S.  47)  hat  einen  ziem- 
lich breiten,  merkwürdig  llach  gedrückten  Körper  und  einen 
breiten  Clj-peus;  und  sie  ist  ohne  Zweifel  recht  weit  von 
Leucoccüa  entfernt.  Sie  steht  durch  diese  Bildung  auch  ziem- 
lich isolirt  da.  Der  Clj'peus  ist  bei  gleicher  Körpergröße 
breiter  als  bei  Pseudotcphraea  ftirfurosa  Burm.  und  erinnert 
in  keiner  Weise  an  die  schmale  längliche  und  vorn  verjüngte 
Form  bei  LeucoceÜK;  er  ist  fast  quadratisch,  weniger  lang 
als  breit,  fast  tlach,  nur  beiderseits  der  Länge  nach  etwas 
eingedrückt  und  längs  der  Mitte  etwas  convex,  am  Vorder- 
rand(;  ab'iestutzt  und  gerandet,  an  den  Vorderecken  abge- 
rundet. Das  Prouotum  ist  fast  wie  bei  Mfinsolcopaia  funebris 
Lansb.  und  albomarf/inata  Lansb.  gestaltet;  nur  sind  die 
Hinterecken  abgerundet.  Der  breite  und  Hache  Mesosternal- 
fortsatz  ist  am  Ende  verbreitert,  aber  zwischen  den  Hüften 
nicht  eingeschnürt.  Die  Aehnlichkeil  mit  dem  gleichen  Organ 
von  Oxyllnp'ca  slirrira  ist  groß,  nur  ist  es  flacher  und  vorn 
mehr  vorgezogen,  auch  an  der  breiten  gerundeten  Spitze  mit 
einem  erhabenen  Rande  versehen  und  innerhalb  des  Randes 
an  der  Randnaht  behaart.  Die  Trennungslinie  zwischen  dem 
Mesosteinalfortsatz  und  dem  Metasterniim  ist  deutlich.  Das 
freie  Endsegment,  welches  das  Pjgidium  bildet,  greift  als 
kurzer  Ilalbring  seitlich  nach  unten  über  und  ist  sogar  durch 
eine  Randleiste  von  der  Oberseite  des  Segments  getrennt. 

Corpus  depressiiisculum.  Caput  latiusculum,  clypeo  lato 
et  fere  planato,  anlicc  obtuso;  marginc  clypei  minime  reflexo. 
Pronotum  trapezoidale,  antice  modice  anguslatum,  basi  band 
arcuata,    ante    scutellum  truncatum,    murginc    utro<|ue    lateral! 

Steft.  cn(nmoI.  Zeit.  1895-  19 


290 

ante  angulos  posticos  rotundatos  sinuato.  Elytra  depressa, 
subcostata,  vix  attenuata,  feriebus  punctorum  geminatis,  angulo 
suturali  apicali  paruru  producto.  Tibiae  anticae  extus  biden- 
tatae;  tarsi  pedum  posticorum  in  utroque  sexu  tibiis  breviores, 
feminae  minus  graciles.  Processus  mesosternalis  latus,  depla- 
natus,  apice  rotundato,  dilatato,  marginato.  Scutellum  postice 
acutissimum. 

Die  einzige  Art  dieser  Galtung  ist  mozambica  Bertol. 

Leucocelis  plebeja  d.  sp. 

Ex  affinibus  L.  aeneicoUis,  minor,  brevior,  subcuprea, 
eljtris  viridibus,  pronoto,  iateribus  parleque  elytrorum  postica 
saepe  alboguttatis;  disco  elytroruni  planato;  pronoto  distincte 
punctalo,  ad  latera  striato;  elytris  pone  callum  posticum  fusco- 
reticulatis,  in  disco  regulariter  fusco-punctatis,  striatis,  striis 
geminatis,  interstitiis  totis  pianis,  punctis  striarum  pierumque 
semi-annulalis,  stria  quarta  abbreviata,  a  stria  tertia  tota 
aequaliter  remota,  striis  punctorum  externis  regularibus; 
pygidio  dense  annulato-puuctato;  venire  ad  magnam  partem 
fere  dense  punctato,  metasterno  medio  planato.  —  Long, 
corp.  7,5  —  9  mm. 

Mukenge  in  Baluba-Land  (Congo-Gebiet)  im  August 
und  November  1882  (Dr.  P.  Pogge);  Bukoba  am  Westufer 
des  Victoria-Njansa  (16.— 19.  November  1890,  Dr.  F.  Stuhl- 
mann); in  den  Ländern  des  Nordufers  und  des  Ostufers  des 
Victoria-Njansa  (0.  Neumann). 

Breiter  und  kürzer  als  L.  aoicicoUis:  Zwischenräume 
der  Flügeldecken  nicht  abwechselnd  convex,  der  Zwischen- 
raum der  zweiten  Pnnktreihe  nicht  eingesenkt,  sondern  alle 
flach  und  nur  auf  der  hinteren  Hälfte  neben  der  Naht  ein- 
gedrückt. Hinter  dem  Eudbuckel  sind  die  Flügeldecken 
rcticulirt.  Pronotuin  grüber  punktirt.  Pygidium  dicht  mit 
ringförmigen  Punkten  bedeckt. 

Stücke  von  Bukoba  sind  unterseits  weniger  und  schwächer 
punktirt. 

Leucocelis  albosticta  n.  sp.  o^. 

Nigra,  nitida,  prothoracia  Iateribus,  pygidio  anoque  rufis, 
elytris  viridibus  ut  pronoto  albostictis;  corpore  infra  imma- 
culato,  nigro;  capite  dense,  vertice  autem  laxe  i)unctato;  pro- 
noto latiore  quam  longiore,  distincte,  minus  dense,  propc 
marginem  uuticum  densius  punctuto,  punctisqiic  utrinque  disci 
tribus  albis  ornato;  elytris  similiter  maculis  compluribus  a  tcu- 
lello  usque  ad  apicem  obsitis,  seriebus  punctorum  discoidalibus 

Stett.  entomol.  Zeit.  1895. 


291 

gcminatis,  :}.  et  4.  postioe  iuler  ae  approximativ,  seriebus 
marginalibus  icgularibus;  abdomine  medio  mediocriter  impresso; 
segmenlü  pacnultimo  medio  postice  protruso.  —  Long.  corp. 
10  mm. 

Mombassa  in  Oslafrika  (liildebrandl). 

Der  7>.  citlicoUis  Boii.  äiinlicli:  die  schwarze  mittlere 
Längsbinde  des  Pronotums  ist  liinten  breiter,  die  Punktirung 
desselben  feiner :  die  weißen  Flecke  der  Flügeldecken  sind 
zahlreicher.  Auch  durch  das  Vorhandensein  weißer  Flecke 
auf  dem  Pronotiim  und  den  schwachen  mittleren  Läugseindruck 
ist  die  neue  Art  von  der  ritticollis  verschieden. 

Die  L.  hiklebrandti  Kr.  hat  eine  abweichende  Flügel- 
deckensculptur;  die  schwarze  mittlere  Längsbinde  ist  hinten 
nicht  verbreitert  und  erreicht  bei  manchen  Exemplaren  auch 
nicht  den  Hinterrand.     Die  Unterseite  ist  rothbraun. 

Var.  atrocoerulea  n.  ,^. 

Elytris  atrocoevuleis,  ut  pronoto  albomaculatis. 

Flügeldecken  ganz  dunkelblau,  mit  den  gleichen  Flecken 
wie  albosticta.  Auf  dem  Pronotum  befinden  sich  acht  weiße 
Flecke,  nämlich  zwei  Längsreiheu  mit  je  drei  Flecken  auf 
der  Scheibe  und  je  einem  Fleck  außerhalb  in  der  Nähe  des 
mittleren  Flecks.  —  Länge  des  Körpers  11  mm. 

Sansibar  (Hildebrandt). 

Die  mir  unbekannte  Lcticocelis  alboyuHala  Lansb.  (Bull. 
Ent.  Belg.  1882.  S.  XXVII:  Revoil's  Faune  et  Flore  des  pays 
Comalis.  Co).  S.  34)  scheint  eine  sehr  ähnliche  Art  zu  sein. 
Es  paßt  auf  unsere  albosticta  aber  nicht  die  Beschreibung 
jener:  „thoracis  margine  anlico  fulvo":  ,.la  ponctuation  irre- 
guliere  vers  les  bords  lateraux  des  elytres^';  ^abdomen  forte- 
ment  creusc  au   niilieu  dans  le  male'^ 

Leucocelis  elegans  n.  sp.  qV. 

Nigra,  elytris  viridibus,  supra  albo-sticta,  pronoto  nigro, 
seriebus  macularum  albarum  4,  exterioribus  e  maculis  2, 
interioribus  e  maculis  3  compositis,  pygidio  segmentisque 
duobus  ultimis  rufo-brunneis,  peetore  coxisque  posticis  punctis 
singulis  albis  lateralibus,  segmentis  abdominalibus  utrinque 
prope  marginem  singulo  puncto  albido  signatis;  pronoto  haud 
confertim  punclato,  punctis  discoidalibus  et  antescutellari- 
bus  subtilioribus:  elytris  subcostalis,  striis  distincte  Irifariam 
geminatis,  serie  punclornm  qiuula  ad  callum  pertinente; 
segmento  abdominali  sexto  (i.  e.  sex<o  oculis  aperto)  postice 
rotundato-obtuso. 

Stett.  entomol.  Zeit.  18  i5.  19* 


292 

^  Segmente  abdomiuali  quinto  tuberc  mediauo  jjubelevulo 
glabro,  transversal!,  exstructo. 

$  Eodem  segmento  piano,  lacvi. 

Long.  corp.  10  mm. 

Südöstlich  vom  Victoria  -  Njansa  auf  seiner  letzten 
Reise  von  Herrn  Dr.  G.  A.  Fischer  gefunden;  auch  aus  San- 
sibar (im  Innern  de«  Coutinent;-?)  (Uildebrandt). 

Leucocelis  niansana  n.  a\). 

Nigra,  nitida,  margine  prouoti  lateraü  auguste  rulb,  elvlrii< 
viridibus,  horum  dimidio  apicali  punclis  raris  albis  miniiniv^ 
adsperso,  pjgidio  segmentisque  duobus  ultimis  rufo brunneis; 
punctis  frontis  utrinque  rugosis,  rugulis  obliquas  strias  for- 
mantibus;  elytrorum  striis  trifariam  geminatis,  striis  qualuor 
interioribus  fere  aequaliter  inter  se  approximatis,  stria  quarta 
usque  ad  i-allum  pertinente,  striis  cxterioribus  rcgularibus, 
tenuibus,  minule  ])un('tatis;  abdomiue  infra  medio  longitudina- 
litcr  impresso;  pectorc  punctis  albis  lateralibiis  singulis,  coxis 
posticis  segmentisque  abdominalibus  utrinque  uuo  puncto  lateraü 
albo  signatis;  segmento  abdominali  quinto  (i.  e.  <|uinto  oculis 
apcrto)  laevi.   —   Long.  corp.  Il^j4  mm. 

Südöstlich  vom    Victoria-Njansa   (_l)r.  G.  A.  Fischer). 

Diese  Art  gehört  zur  Verwandtschaft  der  L.  hacmor- 
rhoidalis  und  unterscheidet  sich  von  dieser  namentlich  durch 
die  in  Punkte  aufgelösten  Streifen  der  Flügeldecken,  den  nicht 
abgekürzten  vierten  Punktstreif,  die  weißen  Punktllccke  auf 
den  Flügeldecken  und  dem  Pygidium  und  die  einzelnen  weißen 
Flecke  an  den  Seiten  der  Unterseite  des  Körpers. 

Leucocelis  discolor  n.  sp. 

Nigra,  subaenea,  pj'gidio  segmentisque  duobus  ultimis 
inferiuribus  rubris,  pedibus  nigris  subaeneis;  pronoto  rubro, 
vitta  mediana  lata  usque  ad  margines  anticum  et  posticum 
jtertinente;  elytris  viridibus  vel  cyaneis  vel  amethystinis, 
albomaculatis;  pronoto  vitta  submarginali  obliqua,  irregulari 
vel  direpta,  maculisque  quatuor  discoidalibus  signato,  postice 
rotundato,  ante  scutellum  integro  vel  minime  subsinuato;  striis 
elytrorum  punctatis  geminatis,  stria  quarta  usque  ad  callum 
posticum  pertinente  vel  abbreviata,  interstitiis  in  dimidio  dorsi 
anteriore  planis:  pronoto  fere  toto  mediocriter,  antice  dense 
punctato,  Stria  dorsali  mediana  longitudinali  deticiente;  pygidio 
l)unctis  annuliibrmibuö  regularibus,  inter  se  separatis,  instructo.  — ■ 
Long.  corp.  8,5 — 9,5  mm. 

StctI.  cnlomul.  Zeit.  189S. 


293 

Trausvaal  (Niemeyor).  Einige  Stüci<e  von  Henu 
Dr.  0.   Thiome  erhalteu. 

Der  L.  adspersa  F.  iiliulich  uud  folgendermaßen  von 
dieser  verschieden.  Aul"  rothem  Grunde  ist  die  schwarze 
mittlere  Läng.sbinde  des  Prouotums  scharf  abgegrenzt.  Hei 
L.  adspersa  verbreitet  sich  die  dunkle  Färbung  weiter  über 
den  Rücken  des  Pronotums  und  geht  allmählich  in  die  rothe 
Färbung  der  Seiten  über.  Die  Punktirung  des  Pronotum.'< 
ist  weniger  grob  und  läßt  keine  glatte  Mittellinie  frei,  wie 
das  bei  adspersa  der  Fall  ist.  Die  Rippen  der  Flügeldecken 
treten  nur  sehr  schwach  hervor.  Das  Pygidium  ist  mit  deut- 
lichen eingegrabenen  kleinen  Ringen  versehen.  Bei  adspersa 
Hießen  die  Ringe  dichter  zusammen,  so  daß  das  Pygidium 
dicht  runzlig-sculptirt  erscheint. 

Leucocelis  aeneicollis  Schaum,  var.  minor  n. 

Gracilis,  minor,  capite  et  pronoto  lucido  cupreis,  virides- 
centibus,  clytris  viridi-olivaceis  vel  subauranliacis,  maculis 
pronoti  elytrorumque,  interdum  obsoletis,  albidis.  —  Long, 
corp.   8 — 10  mm. 

Delagoa-Bai  (Rosa  Monteiro). 

Der  typischen  L.  aeneicollis  ähnlich,  aber  kleiner;  die 
dunkle  Färbung  nimmt  die  ganze  Fläche  des  metallisch  glän- 
zenden Pronotums  ein,  bei  aeneicollis  nur  die  Mitte. 

Leucocelis  aeneicollis  Schaum,  var.  nigroaenea  n.  V- 

Corpore  uigro-aeneo  vel  cupreo,  pronoto  ad  latera 
rubresccnte;  elytris  obscure  miniatis,  apice  suturali  producto' 
ai)ice  abdominali  supra  et  infra  rubro.   —   Long.  corp.  10  mm' 

Kitui  in  Ukamba,  Deutsch-Ostafrika  (Ilildebrandt). 


Siett.  ciiIomimI.  Zci(.  18U5. 


204 


B.  AVasmann's 

kritisches  Verzeicliniss  der  myrrnekophilen 
und  termitophilen  Arthropoden* 

Mit  Angabe   der  Lebensweise  uud  Bescliveibuug   neuer  Arten. 

Berlin,  Verlag  von  Felix  L.  Daraes.   1894.  Gr.  8.  XV.  und  231  Ö. 

Preis  12  Mark. 

Von  H.  J.  Kolbe. 

Obwohl  die  lusektenwelt  schon  im  Allgemu^inen  durch 
die  große  Mannigfaltigkeit  ihrer  Formen  und  die  Verschieden- 
artigkeit iiirer  Lebensverhältnisse  außerordentlich  interessant 
für  alle  Diejenigen  ist,  die  sich  mit  ihr  oder  mit  einem  Theil 
von  ihr  beschäftigen,  so  thut  sieh  doch  demjenigen  eine 
ganz  eigenartige  Welt  auf,  dem  es  vergönnt  ist,  auf  gewisse 
einzelne  Gebiete  des  Insektenreiches  einen  tieferen  Blick  zu 
werfen,  die  uns  die  Besonderheiten  aus  dem  Leben  dieser 
Kleiiithiere  vor  die  Augen  führen.  Zu  solchen  Spezialbetrach- 
lungen  laden  namentlich  diejenigen  Insekten  ein,  welche  bei 
den  Ameisen  und  Termiten  Wohnung  genommen  haben.  Das 
Zusammenleben  verschiedenartiger  Thiere  hat  in  den  meisten 
Fällen  ein  Geben  und  Nehmen  auf  beiden  Seiten  im  Gefolge. 
Aber  dieses  Verhältniß,  die  Symbiose,  ist  bei  den  ver- 
schiedenen Arten  in  sehr  verschiedenem  Grade  entwickelt. 

Es  sind  bei  der  S^'mbiose,  dem  echten  Gastverhältniß, 
Wirth  und  Gäste  zu  unterscheiden.  Wirthe  sind  stets  die 
Ameisen  und  Termiten;  gerade  diese  sind  es,  welche  je 
nach  ihrer  Art,  in  großer  Individuenzahl  zusammen  leben  und 
ein  Gemeinwesen,  eine  Kolonie  bilden.  Das  ist  nur  bei  wenigen 
anderen  Insektenarten  (Bienen,  Wespen)  der  Fall. 

Da  das  Wirthsverhältniß  also  bei  den  Ameisen  und 
Termiten  liegt,  so  sind  die  mit  diesen  zusammen  wohnenden 
Insekten  stets  Gäste.  Indeß  leben  auch  verschiedene  Ameisen- 
arten nicht  selten  zusammen.  In  den  wenigsten  Fällen  ist 
jedoch  die  eine  Ameisenart  als  Gastameise  zu  betrachten;  in 
den  meisten  Fällen  bilden  die  verschiedenen  Ameisenarten 
gemischte  Kolonien  (Wasmanu  1891).  Einige  Ameisenarten 
gelten  als  Diebsameisen,  da  sie  nicht,  wie  die  Gastameisen, 
nehmen  und  geben,  sondern  bloß  nehmen.  Ueber  Diebeameisen 
schrieben  Forel  und  Wasmann. 

Stett.  enlomol.  Zelt.  1895. 


295 

Eine  wichtige  Tliatsaclie  ist  die  besondere  äußere  Orga- 
niü^ation  vieler  Gastinsekten.  Da  diese  eine,  von  derjenigen 
ihrer  nnter  gewöhnlichen  Bedingungen  lebenden  Verwandten 
abweichende  Lebensweise  führen,  so  sind  sie,  namentlich 
wenn  ihr  Gastverhältniß  ein  intimes  ist,  in  ihrer  körperlichen 
Ausbildung,  ihrer  besonderen  Lebensweise  entsprechend,  recht 
eigenartig  spezialisirt. 

Gewisse  Gastkiifer  (ClavigerJ,  welche  sogar  von  den 
Ameisen  gefüttert  werden,  da  sie  nicht  die  Fähigkeit  zu  be- 
sitzen scheinen,  sich  selbst  ihre  Nahrung  zu  suchen,  haben 
verkürzte  Mundtheile,  die  gewiß  nicht  ausreichend  zum  Auf- 
suchen und  Aufnehmen  der  Nahrung  zu  gebrauchen  sind. 
IManche  Gäste  sind  sogar  augenlos. 

Von  den  meisten  Gastinsekten,  die  gemeiniglich  Myr- 
mekophilen  und  Termitophilen  genannt  werden,  haben  wir 
keine  ausreichende  Kenntniß  hinsichtlich  ihrer  Lebensweise. 
Da  sie  aber  stets  bei  Amei.-en  beziehungsweise  Termiten  ge- 
funden wurden  und  einen  eigenartigen  Körperbau  und  gewisse 
Abzeichen  besitzen,  so  ist  es  zweifellos,  daß  sie  echte  Myr- 
mekophilen  sind.  Aber  viele  früher  für  Myrmekophilen  ge- 
haltene Lisektenarten  mußten  aus  der  Liste  derselben  ge- 
strichen werden,  weil  sie  nur  aufällige  Besucher  von  Ameisen- 
kolonien waren. 

Schon  in  den  Jahren  1841  und  1844  veröfFentlichte 
Märkel  ein  Verzeichniß  der  damals  bekannten  Myrmekophilen. 
Im  Jahre  1874  erschien  Andrc's  Verzeichnis,  welches  jedoch 
nicht  kritisch  genug  gehalten  ist,  um  eine  Anschauung  von 
den  wirklichen  Myrmekophilen  zu  liefern,  da  der  größte  Theil 
keine  wirklichen  Myrmekophilen  sind. 

Es  war  an  der  Zeit,  dieses  interessante  Forschungsgebiet 
kritisch  zu  beleuchten,  den  Stoff  zu  sondern  und  ein  über- 
sichtliches Werk  über  diesen  Gegenstand  wiederum  und  nach 
neueren  Gesichtspunkten  auszuarbeiten.  Was  mann,  einer 
von  den  wenigen  Naturforscheru,  die  sich  gegenwärtig  ein- 
gehend mit  diesem  Zweige  der  Biologie  beschädigen,  hat 
es  unternommen,  wohlausgerüstet  durch  langjährige  Vorarbeiten, 
die  Bearbeitung  eines  solchen  Werkes  zu  übernehmen.  Ein 
(lankenswerthes  Unternehmen ! 

Der  I.  Theil  des  Wasmann'schen  Werkes  bietet  ein  reich- 
haltiges Vei-zeichniß  der  Litteratur  der  Ameisen-  und  Termiten- 
freunde auf  S.  3 — -.56,  und  zwar  in  alphabetischer  Reihenfolge 
der  Autoren  und  chronologischer  Aufzählung  der  Publikationen 
dieser  Autoren.  Wir  ersehen  daraus,  daß  zahlreiche  Beobachter 
diesen    biologischen    Verhältnissen    mehr    oder    weniger    ihre 

Slett.  entoniol.  Zeit    1890. 


296 

Aufmerksamkeit  gewidmet  haben;  Wasmann  selbst  hat  schon 
früher  in  37  Abliandhingen  seine  SpeziaUbrschungen  über  die 
Ameisengüste  dargelegt.  Im  letzten  Jahrzehnt  hat  infolgedessen 
die  Kenntniß  von  den  myrmekophilen  Arthropoden  einen 
ziemlich  bedeutenden  Umfang  angenommen,  allerdings  haupt- 
sächlich durch  Wasmann  selbst. 

Den  II.  Haupttheil  des  Werkes  bildet  das  Artenverzeichniß 
der  myrmekophilen  und  tei'mitophilen  Arthropoden  auf 
S,  57 — 202.  Darnach  sind  jetzt  1240  mjrmekophile  und 
105  terniKoiihile  Arthropoden  bekannt.  Die  meisten  Myr- 
mekophilen .stellt  die  Ordnung  der  Insekten,  nämlich  1177, 
während  60  Arten  auf  die  Arachniden  (Spinnen,  Milben)  und 
9  auf  die  Crustaceen  (Asseln)  entfallen. 

Von  den  1177  Insektenarten  gehören  allein  993  zu  den 
Coleopteren  (meist  Staphyliniden,  Paussiden,  Pselaphiden, 
Clavigeriden,  Scydmaenidcn,  Silphiden,  Histeriden  u.  s.  w.), 
1  zu  den  Streiisi|)teren,  o9  zu  den  Hymenopteren,  27  zu  den 
Lepidopteren,    18  zu    den    Dipteren,    7   zu    den    Orthopteren, 

1  zu  den  Pseudoneuropteren,  72  zu  den  Rhynchoten  und  20 
zu  den  Thysanuren. 

Unter  den  105  termitophilen  Insektenarten  sind  87 
Coleopteren  (meist  Staphyliniden,  einige  Carabiden,  Pselaphiden, 
Histeriden,    Scarahaeiden  etc.),    G  Hymenopteren,    2   Dipteren, 

2  Orthopteren,  4  Pseudoneuropteren,  3  Rhynchoten  und 
1  Thysanure. 

Jede  der  aufgeführten  Arthropodenfamilien  ist  durch  eine 
Uebersicht  über  die  Lebensweise  der  ihr  angehörenden  Myr- 
mekophilen und  Termitophilen  eingeleitet,  so  daß  der  Leser 
ein  anschauliches  Bild  von  dem  Leben  dieser  interessanten 
Thiere  bekommt.  Bei  jeder  Art  ist  die  Wirthsameisc  oder 
Wirthstermite  angegeben,  und,  wenn  möglich,  auch  der  gesetz- 
mäßige Wirth.  Auch  ist  bei  jeder  Art  der  litterarische  Ver- 
merk beigefügt,  wo  über  die  Biologie  dieses  Insekts,  soweit 
sie  auf  die  Myrmekophilic  oder  Termitophilie  Bezug  hat,  die 
nöthige  Mittheilung  zu  linden  isi.  Auch  biologische  Anmer- 
kungen linden  sich  bei  vielen  Arten.  Ferner  sind  zweifel- 
hafte oder  ungenaue,  aus  der  Littcratur  entnommene  Angaben 
als  solche  mitgetheilt. 

Wasmann  will  unter  echten  Myrmekophilen  nur  solche 
Gäste  verstanden  wissen,  die  von  den  Wirthsameiscn  gastlich 
geptlegt,  nämlich  geiüttert  und  beleckt,  bezw.  wenigstens 
gefüttert  oder  beleckt  werden.  Es  giebt  auch  indifferent 
geduldete,  ferner  zufällige  Gäste,  auch  Parasiten  und  gewaltsam 
sich  aufdrängende  Einmiether.  Da  in  vielen  Fällen  die  Natur 
Stett.  entomol.  Zeit.  1896. 


297 

der  Ijetreffeiiden  Vergesell-^cliaftung  noch  nicht  oder  nur  un- 
genau bekannt  ist,  so  schien  es  dem  Verfasser  unvermeidlich, 
von  der  inneren  Natur  der  betreflenden  Symbiose  (ob  Para- 
sitismus, Synökelismus,  MyrmcUoxenie  u.  s.  w.)  abzusehen 
und  einfach  die  Thatsaehe  der  gesetzmäßigen  Symbiose  zwischen 
Ameisen  (bezw.  Termiten)  und  anderen  Arthropoden  zur 
Grundlage  zu  nehmen. 

Als  Kriterium  für  die  Gesetzmäßigkeit  der  Symbiose 
erkennt  Wasmanu  mit  Recht  nicht  nur  das  bloße  thatsäch- 
lich  beobachtete,  regelmäßige  Zusammenleben,  sondern  vor- 
nehmlich die  sogenannten  Anpassungscharaktere  bei  einem  der 
beiden  Symbionteu.  Zu  diesen  Chaiakteren  rechnet  Wasmanu 
z.  I).  die  Dorsalüffnung  des  11.  Segments  bei  den  myrme- 
kophilen  Lvcaenidenraiipen.  ferner  die  gelben  Haarbüschel, 
Thoraxgruben,  durcbbolirten  Stiniliörner  u.  s.  vv.  der  Paussiden, 
die  Bildung  der  Mundtiieile  und  der  Fühler,  die  Entwicklung 
der  Abdominalgruben  und  gelber  Sekretionsbüschel,  die  dichten 
selben  Haarbüschel  einiger  Histcriden  (Helaerins  tristriattis 
Hörn,  Tylois  Irilunalus  Mars.,  die  Arten  von  Chlamydopsis) 
und   weniger  Staphyliniden  (z.  B.  Lomechnsa}. 

Der  Herr  Verfasser  führt  deswegen  fast  sämmtliche  be- 
kannten Arten  z.  B.  von  Paussiden  und  Clavigeriden  auf, 
weil  sie  solche  ifinpassung.scharaktere  besitzen,  obgleich  sie  zum 
großen  Tlieil  noch  nicht  bei  Ameisen   gefunden  worden  sind. 

Es  geht  hieraus  hervor,  daß  die  für  die  Biologie  der 
Myrmekopbilen  sich  interessirenden  Entomologen  noch  ein 
weites  Feld  zur  Bethätigung  vorfinden.  Das  Wasmann'sche 
Werk  und  seine  vielen  Sj)ezialpublikationen  sind  hierfür  von 
grundlegender  Bedeutung.  Das  Werk  hat  übrigens  nicht  den 
Zweck,  ein  bloßes  Verzeichniß  der  myrmekophilen  und  ter- 
mitopbilen  Arthropoden  und  deren  Wirthe  zu  liefern,  sondern 
CS  will  auch  in  die  Biologie  derselben  gleichzeitig  einführen. 
Deshalb  sind  die  vielen  eingctlochtenen  biologischen  Bemer- 
kungen gewiß  auch  denjenigen  Lesern  willkommen,  die 
weniger  Werth  auf  das  Verzeichniß  der  Arten  legen. 

Die  Ausstattung  des  Werks  und  die  Ucbcrsichtlichkeit 
des  Stoffs  sind  augenscheinlich  sorgfältig  vorbereitet  und  durch- 
geführt. Man  sieht  daraus,  daß  der  Herr  Verleger  Alles 
gethan  hat,  um  dem  werthvollen  Buche  auch  äußerlich  den 
Stempel  der  Güte  aufzudrücken. 

Im  Folgenden  füge  ich  noch  einige  Beispiele  von  myr- 
mekophilen Coleoptcren  an,  die  mir  außerdem  noch  bekannt 
geworden  sind : 

S(e(t.  cnlomol.  Zeit.  189S. 


298 

1.  Hycrea  rillosa  Pascoe,  eine  Art  der  Teaebrionideu. 
Nach  E.  Duges  lebt  diese  Art.  als  Larve,  Nymphe 
und  Käfer  in  den  Nestern  von  Atta  cephalota,  wo 
.'-ie  inn  Februar  und  März  zu  finden  ist.  Ihre  Nah- 
rung besteht  vermuthlich  aus  dem  Detritus  der 
Acacia  albicans,  aus  dem  die  Nester  dieser  Ameisen- 
art großentheils  zusammengesetzt  sind.  (Annal.  Soc. 
Entom.  Belgique.  XXIX.  1885.  S.  51—54.) 

2.  Oniticcllnü  nionstrostis  Bat.,  ein  eigenartiger  Käfer 
aus  der  Familie  der  Mistkäfer,  der  erst  vor  einigen 
Jahren  entdeckt  worden  ist,  lindet  sich  in  Mexiko, 
und  zwar  nur  in  Ameisennestern.  (Biol.  Centr. 
Americana.  Vol.  II.  Part  2.   1886—1890  p.  391). 

3.  Ptichopus  aiujulalus  Perch.,  eine  Art  der  Passaliden. 
Herr  Richard  Becker,  der  eine  Reihe  von  Jaliren 
in  Mexiko  lebte  und  eifrig  dem  Sammeln  und  Be- 
obachten der  Celeopteren  oblag,  fand  diesen  ziemlich 
großen  Passaliden  nur  in  Ameisennestern  und  zwar 
in  großer  Anzahl.  Andere  Passaliden,  z.  B.  Arten 
von  lihodoranthopiis,  wurden  von  einem  Käfer- 
sammler des  Herrn  Becker  gleichfalls  in  Ameisen- 
nestern gefunden. 

Ueber  das  Vorkommen  von  S(ai)liyliniden  hei  Ameisen 
ist  in  dem  Werke  Godmans  und  Salvins  „Biologia 
Centrali- Americana**  nichts  mitgetheilt.  Wie  es  heißt,  soll  es 
schwierig  sein,  in  den  Nestern  der  vielfach  sehr  bissigen 
Ameisen  Mexikos  nach  mitbewohnenden  Kleinthieren  zu 
suchen.  Wahrscheinlich  trägt  aber  das  Wasmann'sche 
Buch  dazu  bei,  auch  in  außereuropäischen  Ländern  noch 
mehr  als  bisher  den  myrmekophileu  und  termitophilen 
Arthropoden  einige  Aufmerksamkeit  zu   widmen. 

Berlin,  Oktober  1895. 


8tott,  enlomol   Zeit.  18'j^ 


299 


Vereins  -  A-ng-eleg-enheiten. 


Als  neue  Mitglieder  wurden  in  der  Sitzung  vom  15.  Octobcr 
luifgenommen: 

Herr  Heinrieh  Riffartii  in  Berlin  und 

Friedrich  Mühling,  Landschaftsmaler  in  Stettin. 

Seinen  Austritt  aus  dem  Verein  erklärte: 
Herr  Kaufmann  Sclimidt  in  Stettin. 
Durch  Tod   verlor  der  Verein: 

Herrn  Emil  Ragonot,  Präsident  der  Societe  Entern, 
de  France  in  Paris  und 
„      Professor  Dr.  Bert  kau   in  Bonn. 
Zu   Vorstandsmitgliedern  wurden  gewählt: 

Herr  (reheimer  Sanitätr^rath  Dr.  Sclileicli   und 
,.       Rechtsanwalt  Ritschi  in  Stettin. 

Wie  in  früheren  Jahren  wurde  das  Stiftungsfest  des 
Vereins  am  2t).  November  von  den  hier  ansässigen  Mitgliedern 
durch  ein  gemeinsames  Abendessen  gefeiert  und  vorher  dem 
Herrn  Vereinsrendanten  für  die  Kassenverwaltung  Decliarge 
ertheilt. 

Dr.  H.  Dohni. 


Notiz. 

In  Folge  erneuter  Anfragen  auswärtiger  Mitglieder  über 
den  Zahlungsmodus  für  den  Jaliresbeitrag  wiederholen  wir 
die  Bitte,  denselben  mit  9  Mark  pro  Jahr  i)ränumerando, 
spätestens  nach  Empfang  des  1.  Viertel jalirsheltes  vom  laufenden 
Jahrgang,  per  Post  an  den  Vereinsrendanten.  Herrn  Kaufmann 
Gustav  Schulz,  Stettin,  Pölitzerstrasse  3,  II,  einsenden  zu 
wollen. 

Die  Redaction. 


Sl«tl.  cnlomol.  Zeit.  1805. 


300 


Inhalts  -Verzeiclmiss. 


Uebcr  die  Hypenodes- Arten  von  Carl  Reutti  in  Carls- 
nihe  i.  B.  S.  209.  —  Sechs  neue  Curculioniden- Gattungen 
und  ein  neuer  Glochinorliinus  von  J.  Faust  in  Libau.  S.  212.'?  — 
Reiseskizzen  von  Dir.  Seitz  in  Frankfurt  a.  M.  S.  228.  — •  Das 
Aufweichen  getrockneter  Falter  von  Ed.  Hering.  S.  235.'  — 
Biologische  Mittheihingen  über  einige  Kleinfalter  von  H.  Disqu6 
in  Spej'er  a.  Rh.  S.  243.  —  Zur  Kenntniss  der  Anthribidac 
von  Dr.  K.  Jordan,  Tring,  England.  S.  245.  —  Einige  neue 
Käfer  der  Indo-Australischen  Region  in  der  Sammlung  des 
Tring-Museums  von  demselben.  S.  266.  —  Beiträge  zur  Kennt- 
niss der  melitophilenLamellicornier(CoIeoplera)  von  H.  J.  Kolbe. 
S.  271.  —  E.  Wasmann's  kritisches  Verzeichniss  der  myr- 
mekophilen  und  termitophilen  Arthropoden,  Mit  Angabe  der 
Lebensweise  und  Beschreibung  neuer  Arten  von  demselben. 
S.  294.  —  V^ereins-Angelegenhciten.  S.  299.  —  Inhalts-Ver- 
zeichniss.    S.  300, 


SictI.  eutomol.  Zeit.  1896. 


Entomologische  Zeitung 


iierausgegebeii 


von  dem 

eiitoiuolos:isclien  Vereine  zu  Slettiii. 


Redaction: 


In    Commission    bei    den    Huch- 


Dr.  Heinrich  Dohni,  Vorsitzender.  ^^^'f:  Jf.:  Fl«» «r  in  Leipzig  u. 

'  R.  Fnealander  &  Sodü  m  Berlin. 


No.  10-12. 


56,  Jahrgang.   Oktober— Dezember  1895. 


Curculioniden 


der  Aethiopischen  Region 

von  «f.  Faust. 


Afrika. 
Megamastus  nov.  gen. 

,,  ephippiger. 

Ithyportts  aridus.  ^ 

Mecliislocenis  tnacuUpes. 

.,  ruralis. 

,,  Fanreli. 

Slroniborhinus  nov.  gen. 

.,  sellafus. 

.,  biiinicronalus. 

Cyllupliorus  imitatnr. 
Telephae  undahiinda. 
Parisorordiili/s  nov.  gen. 
bifasc  latus. 

„  gabonicus. 


Madagaskar. 

Metrioderus  nov.  gen. 

„  mrginalis. 

Stigmafrach ein  s  S iko  ra  i . 

„  lineatNS. 

„  nubifer. 

„  tessellatns. 

Brachycyiius  cicur. 
Homalepfops  fasciatus. 
"Megamasliis  iitsidarls. 
"Rhytidophlüeus  an n ulipes. 
Pseudobalaninus    leucocomus. 
„  bicruriafus. 

Codmius  nov.  gen. 
""      ..         llildcbrandli. 
''•Pcrisaodercs  collaris. 


Megamastus  nov.  gen.  Hylobiinorum. 

A  genere  Orthorhinus  Seh.  ociilis  Mibtus  approxiniati.'^, 
(•Oxis  anticis  nicdiuuis  laliiis  di.'-tuntihiis,  .seginoiitis  tribiis 
inlerniediis  uequilougis,  scgnicnto  prinio  poslice  Inincalo,   incUi- 


^)  Die  Arlcu  von  Mndni^iisknr  oliiu; 

Sfelt    entiuiK.l.  Zeil.   IbM. 


sind  \iiii  Sikura  ;4t'saniin<'ll. 
20 


304 

bterno  cüxaiiiin  inediaaarum  latitndine  vix  lougiore,  urlieiilo 
lertio  tai^onim  laiitum  su1)tii.s  spoiiiiioso  et  minus  dilatalo, 
feinoribus  poslicis  corporis  apicem  attingenlibus,  lobis  otulari- 
bus  prothoraciö  band  timbriatis  di versus. 

Die  mebr  an  die  Unterseite  des  Kopfes  gerückten,  bier 
mn  weniger  als  die  Hüsselbreite  von  einander  entfernten  Augen, 
die  breit  gefreniilen  Vorderbüften  sowie  die  drei  gleiclilangen 
mittleren  liaucbsegmente  unlerscbeiden  diese  Galtung  bin- 
reicbend  von  der  ibr  nabestebenden  Orlhorhinus,  mit  der  sie 
u.  A.  den  beinabe  ganz  geraden  und  cvlindriscben  Rüssel 
sowie  die  Filiilerbiblung  gemeinsam  bat.  Die  Vorderbeine 
sind  gleiciifalls  länger  als  die  bintt-rcn,  wenn  aucli  nicht  in 
dem   Maße,  als   bei   der  Scliönherr'schen   Gattung. 

Megamastus  ephippiger.  Oblongus,  subcyliodricus,  niger, 
dense  subtus  griseo-,  supi-a  nigro-squamosus  et  griseo-albido- 
fasciatus;  fronte  cönvexa;  rostro  tibiarum  anticarum  longi- 
tiidine,  subrecto,  cylindrico,  dense  seriatim  punctato;  antennis 
rufo-brnnneis  medianis;  prolborace  convexo  longiludine  aequi- 
lato,  ad  latera  rotundato-dilatato,  ntrinque  vitta  obsoleta  pone 
medium  abbreviala  signalo;  scutello  oblongo  band  elevato 
subalbido;  eljtris  lalitudine  duplo  longioribus,  dorso  paulo 
depressis,  punctato-striatis,  interstitiis  alternis  nonnibil  elevatis 
et  tuberculis  parvis  obsitis,  macula  obliqua  bumerali  fasciaque 
lata  postica  albido-squamosis:^  femoribus  nonnibil  clavatis  dente 
parvo  armatis,  tibiis  basi  late  nigro-aunulatis,  quatuor  posticis 
aequibrevibns.     Long.  6.3,  lat.  2  mm. 

Bismarckburg  bei  Togo,  von  Conradt  zwischen  dem 
21.  März  und  30.  April  gesammelt.  Im  Berliner  Museum 
und  in  meiner  Sammlung. 

Von  oben  geseben  einem  kurzen  Camplorhinus  sebr 
äbnlicb.  Rüssel  kaum  so  dick  als  die  Vorderscbienen  breit, 
bis  zur  Füblereinlenkung  sebr  dicbt  gcreibt  punktirt  und  mit 
lein  gekielten  Räumen  zwiscbeu  den  Reiben;  an  der  Basis 
wie  der  Kopf  grau  bescbuppt.  Geißelglieder  1  und  2  an 
Länge  kaum  verschieden,  die  sclmial  ovale  und  zugespitzte 
Keule  kaum  so  lang  als  die  drei  letzten  Geißelglieder.  Thorax 
mit  der  größten  Breite  in  der  Mitte,  bier  gerundet,  zur  leicht 
gerundeten  Basis  weniger  geschweift  verengt  als  zur  Spitze, 
diese  in  der  Mitte  über  den  Kopf  vorgezogen  und  hinter  den 
Augen  tief  gebuchtet,  auf  dem  Rücken  längs  und  quer  gewölbt, 
die  Mitte  mit  kaum  angedeutetem  Längseindruck,  die  vcrhält- 
nißmäßig  großen  Schuppen  flach  tricbterförniig  verlieft.  Decken 
in  den  rechtwinkligen  und  kurz  gerundeten  Schultern  etwas 
breiter  als  die  l'boraxmitte,  parallelseitig,  au  der  Spitze  stumpf 

S(äl(.  eutomol.  Zeit    1H95. 


305 

ubLicruiidol,  die  LäiigswüllnuiL;  Hadi,  an  der  liiibis  kiuz  ye- 
lundet  uusleigend,  hiiilen  laug  und  seliräg  ablallend,  die 
Streifen  wenig  verlief'l,  jeder  der  dieliten  und  ilaelien  Punkte 
mit  einer  anliegenden  weiiien  Horste,  die  Spaiien  wenig  ge- 
wölbt, von  den  dorsalen  2  am  deutlichsten,  6  am  undeut- 
lichsten tuberkulirt,  die  Naht  deutlieh  erhaben;  alle  Schuppen 
auf  den  Decken  übereinander  greifend,  die  auf  der  Unterseite 
dicht  nebeneinander  liegend.  Schenkel  ziemlich  grob  punktirt, 
die  hintersten  außen  mit  einer  dunklen  Makel.  Der  senk- 
rechte Horniiakcn  der  llintersehiene  entspringt  nahe  der  Außen- 
kante und  i>t  nur  an  der  Spitze  gebogen;  Vorderschienen 
innen  an  der  Basis  \  iel  tiefer  und  kürzer  ausgerandet  als 
gegen  die  Spitze. 

Bei  den  beiden  mir  vorliegenden  weiblichen  Stücken  ist 
das  nur  von  unten  sichtbare  Pygidium  gegen  das  Aualsegment 
umgebogen,  welches  letztere  nicht  länger  als  Segment  4  und 
dessen  Hinterrand  abgestutzt  erscheint. 

Ithyporus  aridus.  Oblongus,  depressus,  niger,  supra 
umbrino-squamosus,  squamulis  fnscis  et  tlavidis  adspersus; 
rostro  femorum  anticorum  longitudine,  tibiarnm  latitudine,  sub- 
striato-punctato,  basi  striato-rugoso,  medio  carinulato;  pvo- 
thorace  ad  latera  aequaliter  rotundato,  densissime  punctato, 
umbrino-squamoso  squamulisque  fuscis  passim  in  linea  media 
densius  obsito:  scutello  rotundato  llavido;  elytris  parallelis 
apice  obtuse  rotundatis,  dorso  depressis,  postice  declivibus, 
punctato-striatis,  interstitiis  parum  convexis,  alternis  paulo 
elevatioribus  et  minutissime  granulatis,  umbrino-squamosis 
fcquamulis()ue  fuscis  et  flavidis  adspersis,  in  hnmeris,  in  inter- 
stitio  tertio  et  in  fascia  obsoleta  post mediana  magis  conden- 
satis;  corpore  subius  pedibusque  flavido-squamosis,  abdomine 
medio  longitudinaliter  nigricante;  femoribus  extus  nigro- 
trimaculatis,  tibiis  nigro-biannulatis.     Lg.   10,  lat.  3.8  mm. 

Von  Dr.  Steudner  bei  Keren  in  Abyssinien  gefunden 
(Berl.   Mus.);   vom   Port   Nalal  in   meiner  Sammlung. 

Etwas  schmäler  und  ilacher  als  si(/iiafiis  Fhrs.,  die  Beine 
dünner,  auf  der  Oberseite  die  dunklen  Schuppen  vorherrschend 
und  die  Decken  ohne  gemeinsame  weißliche  Makel,  der 
KUssel  dünner  und   länger,  die  Fühlerkeule  kürzer. 

Von  der  Seite  gesehen  bildet  der  'l'horax-  und  Decken- 
rUcken  eine  an  der  Basis  kaum  unterbrochene  Linie.  Stirne 
zwischen  (Ivn  Aug('n  leicht  (pu;r  eingedrückt.  Fühlerk«.'ule 
kurz  oval,  nur  wenig  länger  als  breit.  Thora.x  last  länger 
als  Ineit,  zur  Spitze  etwas  mehr  verengt  als  zur  Basis,  seit- 
lich hinter  dem  Vorderrande  abgesclmtlrt,  die  schmalen  Räume 

stell,  euloiiu.l    Zeit.  180f.  20'* 


306 

zwischen  den  dit-lilen,  durch  eine  Scliuppe  ausgcfüMten  Pnnklen 
als  leine,  nadele  nnd  nnivgelmäßige  Runzelhnien  erseheinend 
und  die  durch  rothbraune  Schuppen  nuirkirte  Mittellinie  im 
Spitzendrittel  fein  kielartig.  Decken  an  der  Basis  gemeinsam 
ausgerandet,  bis  zum  Spitzendrittel  j)arallelseitig  mit  kurz 
gerundeten  Schultern,  die  Pmikte  in  den  Streifen  reichlich 
doppelt  so  breit  als  die  feinen  Haehen  Streifen,  auch  größer 
und  tiefer  als  die  Punkte  auf  dem  Thorax  und  im  Grunde 
mit  einer  kleinen  Schuppe,  die  dunklen  Schuppen  auf  den 
Spatien  und  Brückchen  dicht  neben-,  die  hellen  wenig  über 
einander  liegend,  nur  auf  der  Basalhälfle  der  abwechselnden 
Spatien  von  kleinen  glänzenden  und  mit  einer  von  hinten 
eingestochenen  Schuppenborste  verseheneu  Körnchen  durch- 
brochen. Die  vier  Hinterschenkel  mit  einer  längeren  dunklen 
Makel  an  der  Basis,  einer  gegenüber  der  Zahnstelle  und  einer 
dritten  an  der  Spitze;  auf  den  Vorderschenkeln  fehlt  die 
Basalmakel.     Schienen   mit   zwei  dimkien   Ringen. 

Mechistocerus  maculipes.  .1/.  adumbvato  Fst.  simillimus 
et  aflinis,  ab  illo  roslro  carinulato,  prothorace  margine  apicale 
medio  emarginalo.  dorso  subtiliter  punclato  fere  immaculato, 
scutello  elevato  nitido,  segmenlis  abdominalibus  quatuor  ultimis 
medio  nigro-brunneo-squamosis,  femoribus  Omnibus  tibiisque 
brumieo-maculatis  diversus.     Lg.  (>.5 — 8,  lat.  2.2 — 2.8  mm. 

Ein  Männchen  zwischen  dem  24.  Juni  und  0.  Oktober 
von  Conradt  bei  Bismarckburg  gefunden  (Bcrl.  Mus.);  ein 
zweites  Männchen   von   Daliome  in   meiner  Sammlung. 

Rüssel  von  der  Basis  bis  zur  Fühlereinlenkung  dicht 
punklirt,  fein  fünfkielig  und  graugelb  beschuppt,  dann  bis  zur 
Spitze  kahl  glänzend,  viel  feiner  und  undicht  punktirt.  Alle 
Schenkel  außen  an  der  Zahnstelle,  die  vier  hinteren  auch  an 
der  Basis,  die  zwei  hintersten  auch  innen  di(;ht  hinter  der 
Spitze  mit  einer  braunschwarzen  Makel;  alle  Schienen  iiinter 
der  Spitze  breit  braunschwarz  geringelt.  Das  Abdomen  zeigt 
eine  breite,  dunkel  bescluippte  Längsbinde,  die  sich  von  der 
hinteren  Hälfte  des  zweiten  Segments  bis  zur  S])itze  des  Anal- 
segmenls  erstreckt.  Der  Thorax  zeigt  auf  dem  Rücken  aul5er 
einem  basalen  Ansatz  zu  einer  helleii  Längsbinde  gegenüber 
dem  vierten  Deckenspatium  keinerlei  helle  Zeichnung,  dagegen 
auf  der  Unterseite  in  der  Mitte  nahe  dem  Seitenrande  eine 
helle  Punktmakel.  In  demsellxMi  Verhält niß  als  die  Thorax- 
punktiruug  feiner  ist  als  bei  (Khiiiihraliis  ist  es  auch  die  der 
Deckenstreifen.  Die  hintere  belle  Querbinde  auf  den  Decken 
ist  vielfach  von  dunklen  Schuppen  durchsetzt  und  außerdem 
ist  noch  eine  helle,  kurze  und   nach    innen  gebogene  Schulter- 

Stctt.  enloinnl.  Zeil.  1&9!;. 


3o: 

hiudo  brineiUluir.  Oliiio  die  gemakelton  Heine  und  Abdoniinal- 
segmente  könnte  nnni  »Kiriili  pra  i'iir  dtiis  Miinnclien  des 
adumhratuü  luilten. 

Mechistocerus  ruralis.  $.  Oblongo-ovatu.'?,  minus  eon- 
vexus,  niuro-pieeuy,  cinereo-srjuatnosus,  nigro-bruuneo  varie- 
gatus;  untenuis  lufo-lestaceis;  rostro  brunneo  apice  diludore 
fenioribus  anticis  longiore,  arcuato,  basi  dense  punctulato; 
prothorace  maxima  latitudiue  pone  basin,  kititudine  fere  lon- 
giore, basi  vix  bisinuato,  dorso  macula  obsoleta  magna  basali 
noiato;  scutello  einereo-squainuloso;  elvtrjs  prothorace  kitioribus, 
batsi  oblique  ampliatis.  reniote  punctato-striati.«.  jjuncti.s  in 
striis  squama  repletis,  interstitiis  subplanis  setis  cvast^is  reclinatis 
iioiseriatim  obsitis,  dor^o  nigro-bruuneo  variegatis;  j)edibus 
dense  cinereo-squamosis,  fenioribus  dentatis,  duobus  posticis 
extus,  tibiis  omnibus  basin  versus  macula  brunnea  signatis^ 
corpore  subtus  haud  dense  !=quaniost>.     Lg.  5.7,  lat.  2.8   mm. 

Zwei  Weibchen  von  E.  Baumanu  im  April  auf  dei 
Misahöhe  bei  Togo  gefunden  (Berl.  Mus.). 

Eine  kleine  unansehnliche,  auf  dem  Rücken  etwas  Hache 
Art  mit  verhältuißmäßig  schmalem  Thorax  und  die  von  der 
Mehrzahl  der  bisher  beschriebenen  Arten  dadurch  abweicht, 
daß  die  Körperunterseite  undicht  punktirt  und  beschuppt  ist. 
Auf  der  Hinterbrust  und  dem  Abdomen  sind  die  Räume 
zwischen  den  Schuppen  mindestens  ebenso  groß  als  diese  und 
die  Segmente  3  und  4  sind  bis  auf  die  Seiten  ganz  von 
Schuj)j)en  entblößt;  dagegen  ist  der  Thorax  oben  und  unten 
la>t  gleicii  dicht  bescliuppt.  Von  der  Seite  gesehen  stehen 
die  Schuppenborsten  auf  der  Rüsselbasis  und  dem  Thorax- 
vorderrande etwas,  auf  den  Deckenspatien  mehr  ab  und  auf 
der  Stirue  sind  wenige  dunkle  Schuppeu  eingestreut.  Thorax 
fa^t  länger  als  breit  mit  größter  Breite  vor  der  Basis  und 
hicrjgerundet,  die  Hinterecken  leicht  eingezogen,  nach  vorn 
anfänglicii  wenig  und  gerundet,  dann  stärker  und  geschweift 
verengt,  an  der  Spitze  kaum  halb  so  breit  als  an  der  Basis; 
die  ziendich  großen  und  dichten  Punkte  auf  dem  Rücken  sind 
durch  je  eine  geriefte  Schuppe  ausgefüllt,  die  dunklen  Schuppen 
herrscheu  liier  vor  und  bilden  eine  nicht  scharf  begrenzte, 
von  hellen  Schuppen  hin  und  wieder  durchsetzte  breite  Üorsal- 
makel,  die  sich  bis  zum  Spilzendi'ittel  erstreckt.  Decken  an 
der  Basis  fast  um  die  Hälfte  breiter  als  der  Thorax  und  um 
die  Hälfte  länger  als  i)reit.  von  den  etwas  schräg  abfallenden 
und  ziemlich  scharf  winkligen  Schultern  bis  zum  Spitzen- 
viertel parallelseitig,  dann  gerundet  verengt,  hinten  vor  der 
Spitze  ohne  Schwiele,  die  Punkte  in  den  Streifen  etwas  läug- 

Siett.  cnloiiiol.  Zeit.  18'J5. 


308 

lieli.  vit'l  kleiner  ah  die  auf  dem  Thorax  und  mit  einer 
schmalen  Schuppenbor8te  im  (Grunde;  die  Schuppen  auf  den 
Spaticn  und  ßrückclien  rundlieh,  meibt  etwas  abgestutzt, 
gerieft  und  etwas  übereinander  greifend,  die  Seiten  gelbgrau, 
der  Kücken  dunkler  rehfarbig  mit  drei  nicht  scharf  begrenzten 
schwarzbraunen  Quermakeln  auf  jeder  Decke  neben  der  Naht, 
nämlich  eine  etwas  vor,  eine  dicht  hinter  der  Mitte  und  eine 
auf  der  abschüssigen  Stelle,  Schienen  an  der  l>asis  nicht 
dunkel  geringelt,  sondern  nur  auf  dem  Rücken  mit  einer 
dunklen  Makel,  die  auf  die  Seiten  wenig  übergreift. 

Mechistocerus  Fauveli.  Elongato-oblongus,  dense  gris^eo- 
scpiamosus,  nigro-brunneo-variegatus;  antennis  rufo-brunneis; 
Ironte  puncto  magno  profunde  impressa:  rostro  basi  dense 
ruguloso-punetato  et  medio  carinulato;  prothoraee  latitudine 
aequilongo,  antrorsim  rotundato  angustato,  margine  antico 
medio  parum  emarginato,  dorso  sat  fortiter  punctato,  medio 
carinato  vittisque  duabus  nigro-brunneis  signato;  scuteilo  medio 
sulcato  nudu;  elytris  retrorsim  sensim  rotundato-angustatis, 
dorso  in  tertia  parte  basali  inter  strias  secundas  utrinque  ante 
apiceni  leviter  impressis,  fortiter  i)unctato-striatis,  interstitiis 
nounihil  couvexis  uniseriatim  granulalis  ac  recliuatim  setosis, 
singulo  maculis  duabus  nigricantibus  postica  minori  notalis; 
femoribus  tibiisque  cervino-anuulatis;  segmento  anale  maris 
late  proi'undeijue  impresso.     Lg.    11.5,  lat.  4  mm. 

Gabun. 

Ein  Pärchen  dieser  Art  in  meiner  Sammlung  i^t  ähnlich 
wie  Qucdcnfeläti  Fst.  gezeichnet,  der  Körper  jedoch  schmäler 
wie  bei  Pascoei  Fst.  und  die  helle  Beschuppuug  weißgrau, 
etwa  wie  bei  cribratus  Pasc.  Der  uroße  Stirnpunkt  ist  tief 
eingestochen.  Der  gewölbte  Kopf  wie  die  Thoraxbciten  hell 
rehfarbig  angelaufen.  Thorax  fast  länger  als  breit,  an  der 
Basis  flach  zweibuchtig,  die  Punktirung  (lichter  als  bei 
Qnedenfeldti,  die  beiden  dunkelbraunen  Läugsbiudeu  von  der 
Basis  ab  etwas  divergirend,  vor  der  Mitte  gerundet-haken- 
l(>rmig  gegeneinander  gerichtet.  Decken  etwas  breiter  als  der 
Thorax,  mit  kurz  gerundeten  Schultern,  innerhalb  dieser  ein- 
gedrückt, die  Punkte  in  den  Streifen  größer  und  tiefer  als 
die  auf  dem  Thorax,  die  Spatien  etwas  breiter  als  die  Streifen 
und  leicht  gewölbt,  gegen  das  Licht  gesehen  mit  einer  weit- 
läufigen Reiiie  schräg  abstehender  Btirstclien;  die  vordere 
größere  dunkle  Makel  steht  ziemlich  in  der  Mitte  jeder  Decke, 
zieht,  sich  nacli  außen  und  vorn  erweiternd,  vom  Streifen  1 
schräg  bis  beinahe  zur  Schulter  und  erreicht  außen  nahezu 
den  Seitenrand,  ist  aber  nirgend  scharf  begrenzt,  dagegen   von 

SteU.  entoraol.  Z<:it    1895. 


309 

hellen  SLliiipjH'n  vidfacli  durchsetzt  und  heim  Weihchen  nach 
außen  liin  uhgefönt ;  die  hintere  kleinere  Makel  i-^t  aus  kleinen 
Pusteln  zusammengesetzt.  Die  Körperunterseile  ist  weitläufig 
l)unktirt,.  Die  scharf  gezähnten  Schenkel  sind  hinter  der  Zahn- 
st eile  blaß  rehiarhig,  die  Schienen  vor  der  Basis  braun  ge- 
ringelt. Wie  bei  fast  allen  Arten  der  Gattung  tragen  die 
Punkte  der  Ober-  und  Unterseite  eine  Schuj)pe.  Das  männ- 
liche Aualsegment  hat  einen  fast  die  ganze  Breite  und  mehr 
als  die  halbe  Länge  einnehmenden  tiefen  Eindruck,  dessen 
Seiten  gegen  die  Spitze  hin   kielförmig  erhaben  sind. 

Die  Art  ist  dem  Gründer  dieser  artenreichen  Gattung 
gewidmet. 

Stromborhinus  nov.  gen,  Cryptorhynchinorum. 

Gencri  Acdemonus  Seh.  propinquus;  ab  illo  arliculis 
funiculi  nitidis  clavum  vix  articulatam  versus  haud  crassioribus, 
elytrorum  margiue  exteriore  ponc  coxas  haud  sinuatis,  femo- 
ribus  certe  posticis  haud  linearibus.  bis  segmentum  anale  vix 
attingentibus,  oinnibus  undique  squamosis  dorso  basin  versus 
haud  carinatis,  angulis  anticis  elytrorum  antrorsim  evidenter 
l>roductis  praeeii)ue  diversus. 

Bei  Aedemomis  sind  alle  Schenkel  linear,  ihr  Rücken 
(wie  bei  .]fechistocerus^  gegen  die  Basis  zu  einem  nackten 
Kiel  komprimirt,  die  hintersten  erreichen  fast  die  Hinterleibs- 
spitze, der  Deckenaußenrand  ist  bei  den  Hinterhiiften  gebuchtet, 
die  Geißelglieder  sind  zur  deutlich  gegliederten  Keule  hin  ver- 
dickt und  behaart.  Li  beiden  Gattungen  erreicht  der  Rüssel- 
kanal nur  die  Mitte  der  Mittelhüfteu  und  Spatium  4  zeigt  an 
der  Spitze  eine  tuberkelartige  Schwiele.  Diese  letzteren  beiden 
Eigenschaften  unteischeiden  Sfromborhitiiis  hauptsächlich  von 
Mechistocenis  Fauv.  und  /iluidiiiomcrus  Fst.  Von  den  hier 
noch  in  Frage  kommenden  afrikanischen  Gattungen  unter- 
scheidet sich  Macraulacus  Fairm.i)  schon  durch  die  fehlenden 
Augeulappen  und  Peristhenus  Pasc. 2)  durch  ungezähnte 
Schenkel  und  am   Grunde  verwachsene  Krallen. 

Stromborhinus  sellatus.  Oblongus  nounihil  couvexus, 
niger,  supra  dense  cinereo-squamo.->us;  antcnnis  rostroquc 
apicem  versus  rulis;  rostro  arcuato  a  basi  trigono  usque  ad 
antennarum  insertionem  angu.^te  punctato-striato,  et  medio 
<arinato;  eapite  squamoso  vcrtice  pimctato;  antennis  dava 
excepla  nitidis,  articulo  secundo  funicidi  elongato;    prothorace 


1)  Compt.  rend.  Suc  Belg.  18913  \>.  r)97. 
-)  Jouni.  Lin.  Soc.  1886  I».  334. 


Stett.  entomul.  Zeit.  1895. 


310 

trausverf^o  rutundalo-conico,  ba^i  bisiniialo,  imii-giuc  antico 
medio  minute  nigro-biluberciilato,  maxiina  luirtc  i)uuctorum 
densoniin  ac  grossoruni  sqiiama  apico  Inincata  re]>lela;  scutello 
rotiiiidalo,  convexo,  j^qiiamoso;  elylris  prothorace  paiilo 
latioribiis  subparallelis,  poslice  pauIo  an<;iibtalis,  apice  ubüis^c 
rotimdalis,  callo  postico  sat  magno  praeditis,  dense  ciuereo  et 
fiimigato-squamoöis,  post  medium  inacula  eommuni  magua 
nigro-hüloserieea  utrinque  in  iuterstitio  tertio  crista  squamis 
nigiis  ereclis  terminata  signalis:  nietasterno  abdomint-que  parcc, 
pcdibus  densius  squamo^ij;;  remoribus  siiblii.s  dentatis,  tibiit* 
basi  nigricantibiis.     Lg.  9,  lat.  3.5   luni. 

Zwischen  dem  16.  September  und  24.  Oktober  in 
850  m  Höhe  bei  Usambara  Derema  von  Convadt  gesammelt 
(Berl.  Mus.). 

Etwas  melir  quer-  und  längsgewölbt  als  Äedemonus 
Erichsoni  Boh.  Die  Augen  stehen  unten  um  die  halbe,  üben 
um  die  ganze  Rüsselbreite  auseinander.  An  den  beiden  vor- 
liegenden männlichen  Stücken  sind  die  Fühler  dicht  hinter 
der  Mitte  eingelenkt,  ihr  Schaft  ist  au  der  Spitze  gekeult  uud 
hier  etwas  dicker  als  Geißelglied  1  an  der  Spitze,  dieses 
dicker  als  die  übrigen  und  kaum  länger  als  3.  die  letzten 
kürzer  und  ziemlich  gleich  kurz,  aber  noch  etwas  länger  als 
breit,  die  oblonge  stumpf  abgerundete  Keule  so  lang  als  die 
vier  letzten  Geißelglieder.  Rüssel  so  breit  aber  etwas  länger 
als  die  Vorderschiene,  an  der  Spitze  nur  halb  so  hoch  als 
an  der  Basis,  die  gereihten  Punkte  von  der  Fühlereinlenkung 
bis  zui*  Spitze  sehr  fein  und  weitläutig.  Thorax  an  der  Basi-- 
.jederseits  neben  dem  Seliildchen  kurz  geschweift  und  außen 
neben  dieser  Schweifung  gerundet,  wodurch  die  Hiuterecken 
etwas  stumpfwiuklich  erscheinen,  von  die-en  ab  bis  zur  Mitte 
gerundet-,  dann  stärker  geschweift-verengt,  der  hinter  den 
Augen  tief  ausgebuchtete  Vordei-ram!  beinahe  nur  ein  Drittel 
so  breit  als  die  Basis,  quer  gewölbt,  die  l)eschi4)pung  weiß- 
lich, gelbgrau  und  bräunlich  gemi.-cht,  aulierdem  auf  dem 
vorderen  Rücken  mit  abstehenden  schwarzen  Scliuppenborslen, 
die  an  der  Spitze  zwei  niedrige  Kämme  bildeu.  Decken 
doppelt  so  lang  als  breit,  die  Seiten  flach  und  lang  geschweift, 
hinten  in  der  Höhe  der  stumpf  dreieckigen  Schwiele  mit  einer 
Schweifung  zusammengezogeu,  die  Längs^^•öl[)ungslinie  von 
der  Basis  schräg  ansteigend,  dann  ziemlicii  flach  und  zur 
Spit/.e  in  langem  flachen  Bogen  abfallend,  die  Schuppen  in 
den  zur  Basis  gröberen  und  tieferen  Punkten  der  Streifen  viel 
größer  als  die  auf  den  Spatien;  die  Gegend  um  das  Schildchen 
und     die    Seiten     unterhalb     der    Schultern     raiuhfarbig,     die 

Stell,  eutuinul.  Zeit.  ISPö. 


311 

gemeinsame  t^clnvaize  Makel  zwi-elien  »leti  victteii  Streifen 
vorn  imd  hinten  nieht  scharf  beurenzt  und  von  den  hellen 
Schu)>pen  der  Streifen  durchsetzt,  dagegen  außen  durch  das 
liier  mit  aufstehenden  schwarzen  Schuppenborsten  besetzte 
und  kielförniig  erscheinende  Spatium  3  scharf  begrenzt;  mit 
eben  solchen  Schuppenborsten  ist  auch  die  Naht  zwischen 
der  Makel  und  Spitze  theilweise  besetzt.  Thorax  nuten  dicht 
beschuppt,  die  spärlichere  Bekleidung  der  Hiuterbriisl  und 
des  Abdomens  wie  auch  die  dichtere  auf  den  Beinen  borsten- 
förmig.  Bauchsegment  1  in  der  Mitte  längs -eingedrückt  und 
so  dicht  wie  das  Analsegment.  2  weniger  dicht,  3  und  4 
nur  quereinreihig,  alle  aber  ziemlich  grob  punktirt.  Schenkel- 
zahn spitzwinklig;  Schienen  kürzer  als  die  Schenkel  und  an 
der  Basis  gebogen,  innen  sehr  (lach  zweibuchtig. 

Stromborhinus  bimucronatus.  2.  Oblongus,  niger,  supra 
pedibus((ue  dense,  subtus  parce  obsciiro-cinereo-squamosus: 
aniennis  unguiculisque  ferrugineis;  fronte  puncto  parvo  inlixa; 
prothorace  i)arum  trans\erso,  conico,  grosse  ))unctato,  hemi- 
cyclo  angusto  maculam  magnam  basalem  nudam  indudentc 
flavo-albido,  margine  antico  medio  acute  albido-bituberculato: 
seutello  rotundato  convexo,  nudo;  elytri^;  prothorace  paulo 
latioribus,  parailelis,  po^itice  acuminato-rotundatis,  apice  acute 
binjucronatis,  seriatim  ])uactatis,  callo  anteaj)icali  minore  prae- 
ditis,  interstitiis  planis,  secundo  pone  medium  crista  breve 
setosa  nigra,  basi  macula  conimuni  oblonaa  nuda  .«ionalis. 
Lg.  9,  lat.  3.5  mm. 

Kamerun. 

Weniger  gewülbt  und  liinlen  mehr  zugesj)itzt  al,--  der 
vorhergehende,  der  Thorax  mehr  konisch  und  gleichmäßiger 
zur  Spitze  verengt,  die  beiden  aus  Borsten  bestehenden  Tuberkel 
am  Vorderrande  länger,  besonders  aber  an  den  beiden 
Mukronen  der  Deckenspitze  zu  erkennen;  letztere  sind  innen 
schwarz,  außen  weißlich,  die  Spitzen  am  Thoraxvorderrande 
weiß,  außen  schwarz  beborstet.  Wie  bei  sellaiiis  sind  die 
Deckenspatien  dicht  beschuppt,  aber  nicht  gereiht  beborstet, 
die  zur  Spitze  an  Größe  etwas  abnehmenden  gereihten  Punkte 
mit  einer  Schuppe  ausgeiüllt;  die  gemeinsame  basale  Kalil- 
makel  reicht  jedeiseits  l)i>  zum  zweiten  Punkistreifen  und  ist 
so  lang  als  jede  Decke  an  der  Basis  breit.  Die  nackte  Basal- 
makel  auf  dem  Thorax  erreicht  jederseils  den  dritten  Decken- 
streifen, vorn  zwei  Drittel  der  Thoraxlänge  und  ist  von  einer 
weißlichen  Bogenlinie  umschlossen,  dcr(;n  Scheitel  als  breitere 
Mittelbinde  sich  bis  zum  Thoraxvorderrande  erweitert;  an 
den    Seiten,    gegenüber    den     vorgezogenen    Außenecken    der 

Stett.  entuiiiul.  Zeil.  löJb. 


312 

Decken,  ist  uoch  ein  weißlicher  Längsstrich  bemerkbar,  der 
von  der  Basis  bis  zur  Mitte  reicht.  Fühler  im  Basaldrificl 
eingelenkt.  Während  die  Thoraxunterseite  dicht  beschuppt 
ist.  sind  die  grob  punktirten  Seiten  der  Hinterbrust  ganz 
kahl,  dagegen  ist  die  Mitte  derselben  undicht  mit  dünnen 
haarlormigen  Sclnippen  besetzt^  auf  den  zwei  ersten  und  auf 
dem  letzten  Hauchsegment  trägt  jeder  der  undichten  und  aut 
den  zwischenliegenden  jeder  der  dichten  Punkte  in  der  Quer- 
reihe eine  Schuppe. 

Cyllophorus  Imitator.  C.  diclatorl  Fst.*)  similis  sed 
minor  et  ])raeterea  pilis  flavo-albidis  lougioribus  obsitus,  etiam 
eljtris  prothorace  non  latioribus,  maculis  nigris  haud  albo- 
cinctis,  episteruis  metathoracis  immaculatis,  segmentis  ab- 
dominalibus  iribus  ultimis  ad  latera  llavo-albido  pilosis,  fenio- 
i'ibus  quatuor  anticis  uni-,  duobus  posticis  bidentatis,  antennis 
vufo-piceis  diversus.     Lg.  8,  lat.  3.5  mm. 

Zwischen  dem  1,  und  13.  März,  auch  im  November  von 
R.  Büttner  in  Bismarckburg  gehinden  (Berl.  Museum). 

Die  helle  Bekleidung  besteht  oben,  unten  und  auf  den 
Beinen  aus  längereu  einfarbigen  und  dichter  gestellten  Haaren, 
welche  die  Körpergrundfarbe  lange  nicht  so  deutlich  dun-h- 
scheinen  lassen  als  bei  dictalor.  Während  bei  letzterem  die 
Decken  von  den  Thoraxhinterecken  deutlich  erweitert  sind, 
die  Schultern  also  vortreteu,  verläuft  bei  der  neuen  Art  die 
Seitenraudlinie  des  Thorax  und  der  Decken  in  ununter- 
brochenem Bogen  und  von  Schultern  ist  bei  ihr  keine  Spur 
vorhanden.  Die  schwarzen  Makeln  auf  Thorax  und  Decken 
sind  bei  beiden  Arten  gleich,  nur  (ließen  bei  einem  der  beiden 
vorliegenden  Stücke  von  Imitator  die  beiden  schwarzen 
Makeln  jederseits  der  Thoraxmitte  zu  einer  Längsbinde  zu- 
sammen. Die  bei  dictator  nur  am  Hinterrande  des  Anal- 
segments auftretende  schwarze  Makel  nimmt  bei  der  neuen 
Art  das  ganze  Segment  bis  auf  die  schmal  hell  behaarten 
Seiten  ein. 

Telephae  undabunda.  Elliptica  nigro-picea,  sat  dense 
olivaceo-,  elylrorum  fasciis  duabus  obli(|uis  fusco-pilosis:  an- 
tennis tarsisque  interdum  pedibus  totis  rutis:,  rostro  sat  robusto 
coxas  medias  attiugeute,  basi  dense  ruguloso-punctato,  medio 
carinulato,  deinde  ut  capite  dense  punctulato  alutaceo  subnudo; 
prothorace  transverso  antiee  rotundato-angustato,  dense  i)unc- 
lulato;    elytris    autice    prothoiacis    basi    vix    latioribus,    pone 


')  >:tjvitaJ.  Zool.  1894  \).  562. 
Stett.  enlomol.  Zeit.  Ib05. 


313 

scutellum    obsolete    impressis,    puncialo&tiiati.s,  lemoribu^-    iti- 

craysatis  et  fortiter  rieiitatis.    Lg.  2.2 — 2.8,  lat.  1.2 — 1.4  mm. 

Von  Conradt  zwiseheu  dem  21.  und  29.  März  hei  B\b- 
nuuckbiirü  gelangen  (Beil.  Mus.). 

Von  oben  gesellen  verlaufen  die  Seitenrandlinien  des 
Körpers  in  fast  ununterbrochenem  Bogen  und  ebenso  liegen 
die  Riicivenlinien  des  Thorax  und  der  Decken  in  einer  Ebene. 
Von  den  beiden  rothbraunen  Sehrägbinden  auf  den  Decken 
liegt  die  vordere  kleinere  etwas  vor  der  Mitte  zwischen  den 
Streifen  3  und  6,  die  hintere  größere  hinter  der  Mitte  zwischen 
den  Streifen  2  und  8:  beide  sind  aus  kürzeren  und  längeren 
Strichmakehi  zusammengesetzt.  Die  Deckenstreifen  sind  zur 
Basis  hin  breiter,  tiefer  und  auch  deutlicher  punktirt. 
Schildchen  klein  rundlich,  .-clnnal  umfurcht.  Thorax  in  der 
Basalhälfte  mit  nur  wenig  gerundet-,  in  der  Spitzenhälfte  mit 
stärker  geschweift -konvergirendeu  Seiten,  die  dicken  und 
dichten  Haare  in  der  Richtung  zum  Schildchei»  hin  gelagert, 
die  auf  Kopf  und  Rüssel  äußerst  fein,  kurz  und  kaum 
sichtbar;  am  dichtesten  sind  die  Seitenstücke  der  Mittelbrust 
behaart. 

Parisocordylus  nov.  gen.  Campyloscelinarum. 

Pygidium  detectum.  Articulu^  tertius  tarsorum  nounihil 
dilatatus,  bilobatus,  subtus  ^pongiosus.  Rostrum  elongatum, 
arcuatuni,  cylindricum,  basin  versus  altius  et  nouniliil  com- 
pressum.  Scrobes  basi  subtus  coufluentes.  Oculi  supra 
approximati.  Antennae  submedianae,  funiculo  septem-articulato, 
clava  elongato-oblonga  obsolete  oblirpie  articulata.  Prothorax 
basi  bisinnatus  lubis  ocuhuibus  parum  vel  vix  indicatis. 
Scutellum  manifestum.  Elytra  dor^ü  depressa,  prothorace 
parum  latiora,  apice  conjunctim  rotundala,  decemsiriafa. 
Femora  clavata  fortiter  dentata,  postica  elytroruni  apicem 
superantia;  tibiae  nonniliil  compressac  et  arcuatae,  intus 
bieinuatae;  tarsi  arliculo  primo,  secundo  et  quarto  elongati. 
Coxae  anticae  parum  distantes;  processus  prosternalis  post 
coxas  dilatatus  et  bituberculatus.  Metasternum  subelongalum. 
Processus  abdoniinalis  latissimus  apice  utriiuiuc  oblique  trun- 
catus.  Segmentum  abdominale  primum  lougnm,  secundum 
brevius  postice  truncatum  et  tertio  quartoque  simul  sumptis 
aequilongum  (.y)  vel  tertio  siibaequale  (j).  Corpus  undifpie 
squamosum. 

Die  Gattung  mit  unbedecktem  Pygidium  und  etwas  er- 
weitertem dritten  Tarseugliede  ist  ein  Bindeglied  zwischen 
Campyloscelis  Seh.    und    Epiphylax  ScIi.     Mit    letzterem    hat 

Stell,  entoinol.  Zeit.  li>U5. 


314 

sie  außer  dem  eiweileiien  driüen  Tarsengliede  die  Form  dvv 
Beine,  die  ireniilierten  Augen,  die  etwas  aufsteigenden  Miltel- 
brustepiineren,  überhaupt  den  ganzen  Habitus  gemeinsam, 
weicht  von  ihm  aber  durch  das  unbedeckte  Pygidium,  an 
der  Basis  breitere  Decken,  die  gegenüber  den  Hüften  niclil 
genäherten  Deckenstreifen  i)  und  KL  sowie  durch  den  hinter 
den  Hüllen  erweiterten  Vorderbrustfortsatz  ab.  Die  Erweiterung 
des  letzteren  ist  breiter  als  der  ^littelbrustfurtsatz  und  in  beiden 
Geschlechtern  mit  zwei  nach  nuten  gerichteten  Tuberkeln 
bewehrt.  Die  vier  hinteren  Schienen  mit  aufsteigendem  be- 
wimperten Talus,  alle  mit  kräftigem  Hornhaken  an  der  Außen- 
nnd  kürzerem  zahuartigen  Dorn  an  der  Inneuecke.  Das 
Pvgidium  ist  beim  Manne  vertikal  und  rund,  beim  Weibe 
länger  imd  schräg  gerichtet. 

Parisocordylus  bifasciatus.  Ellipticus.  depvessus,  nigro- 
piceus,  silacco-,  pruthoracis  vittis  duabus  latis  elytrorum(|ue 
faseiis  duabus  trausversis  nigro-fusco-s(juamosus:  prolhorace 
conico  latitudine  longiore,  parum  couvexo,  dcnse  punctato  ad 
lalera  obsolete  ruguloso,  medio  carinato  et  vitta  silaeea  utrinque 
bidentata  signato;  scutello  rotundato  silaceo;  elytris  dorso 
di'pressis  ))uuctato-striatis,  interstitiis  latis  planis,  faseiis  duabus 
commuuibus  marginem  cxteriorem  attingentibus  uigro-fuseis: 
femoribus  dcnte  triaugulari  armatis  et  fusco-bimaculatis,  tibiis 
fusco-biannulatis.     Lg.  9 — 10.5,  lat.  'S — 3.8  mm. 

Deutsch-O.-Afrika. 

Rüssel  kahl,  mindestens  so  lang  als  der  Vordersehenkel, 
an  der  Spitze  etwas  breiter  aber  niedriger  als  an  der  Basis, 
bis  zur  Fühlereinlenkung  ziemlich  dieht  punklirt  und  nur  bei 
starker  Vergrößerung  äußerst  fein  und  kurz  sichtbar  behaart, 
an  der  Basis  llach  gekielt.  Kopf  verliältnißmäßig  klein,  ge- 
ruudet-koniseh.  Augen  kurz  elli|itiMli  und  kaum  gewölbt,  in 
der  Mitte  durch  einen  bescliui)pten  Strich  getrennt,  vorn  und 
hinten  weit  klallend.  Fühlergeißel  etwas  kürzer  als  der  die 
Augen  erreichende  Schaft,  ihr  Glied  2  das  längste  und  dop|)elt, 
die  letzten  kürzesten  so  lang  als  breit,  die  Keule  nicht  viel 
kürzer  als  die  (icißcl,  in  der  Mitte  so  dick  als  der  Rüssel  au 
der  Spitze  hoch,  nach  beiden  Enden  gerundet  verengt,  ihre 
sehr  schräge  Gliederung  äußerst  schwierig  zu  sehen.  Thorax 
um  ein  Viertel  länger  als  breit,  an  der  zweibuchtigen  Basis 
am  breitesten,  in  der  Basalhälfte  weniger  schnell  als  in  der 
Spilzeuhälfte  verengt,  Vorderraud  hinter  den  Augen  tlach, 
unten  in  der  Mitte  tiefer  gebuchtet,  die  Räume  zwisclieu  den 
Punkten  auch  auf  dem  Rücken  zuweilen  runzelartig:  von  der 
dunkel   bescluippleu   Oberseite  (die  diuikle  lieschuppung  reicht 

Slull.  cntoiiiul.  Zeit.   ItiOb. 


•j  10 

noch  eine  kurze  Strecke  auf  die  Uiilersoite)  liebt  sich  die 
helle  Zeichuuüii;  deullich  und  scluirf  üb,  nämlich  eine  kleine 
dreieckige  ba;?ale  Makel  neben  den  lechtwinkligen  Hintereckeu, 
ein  Punkt  in  der  Mitte  auf  dem  Seitenrande  und  eine  breite 
jederseits  zweizähnige  mittlere  Längsbinde.  Decken  fast  doppelt 
so  lang  als  breit,  über  die  abgerundeten  Scliultein  deutlich 
etwas  breiter  als  die  Thoraxbasis,  mit  nach  hinten  allmälig 
gerundet-konvergirenden  Seiten,  die  Nahtgegend  der  Basal- 
häll'te  längs,  hinten  J(;derseits  vor  der  Spitze  (|uer  eingedrückt, 
<lie  Streifen  flach  und  fein,  die  weitläuligen  Punkte  in  ihnen 
etwas  breiter  als  jene;  die  vordere  dunkle  (^uerhinde  liegt 
dicht  vor  der  Mitte  und  ist  nach  außen  und  voi-n  erweitert, 
die  hintere  nimmt  die  Spitze  ein  und  schließt  jederseits  vor 
dieser  eine  quere  Makel  ein,  die  innen  vom  Nahtstreifen, 
außen  und  hinten  vom  Streifen  9  begrenzt  ist ;  beide  Binden 
sind  vorn,  die  vordere  auch  hinten  stufenförmig  ausgezackt 
und  wie  die  dunklen  Thoraxbinden  stellenweise  von  hellen 
Schuppen  durchsetzt;  von  den  hellen  Stufen  erstreckt  sich 
am  weitesten  besonders  die  auf  der  Naht  nach  hinten,  die 
auf  Spatium  1  nach  vorn.  Ein  nur  auf  der  Unterseite  nicht 
geschlossener  Ring  an  der  Zahnstelle  und  die  Spitze  der 
Schenkel  braun.  Schienen  mit  je  einem  breiten  Ringe  an  der 
Spitze  und  einem  dicht  vor  der  Basis  braun.  Die  hellen 
Schuppen  sind  dicker  als  die  dunklen,  alle  stabförmig. 
Pygidium  hell  beschuj)pt. 

j'.  Fühler  vor  der  Rüsselmitte  eingelenkt;  Fühlerfurche 
über  die  Einleukung  hinaus  nach  vorn  noch  eine 
Strecke  fortgesetzt:  Hinterbrust  und  Bauchsegmont  1 
breit  und  (lach  eingedrückt,  im  Eindruck  mit  hellen 
undichteren  und  feineren  Schuppenhaaren,  Anal- 
segment an  der  Spitze  breit  und  tief  ausgerandet; 
Pygidium  senkrecht,  von  oben  kaum  sichtbar,  etwas 
breiter  als  lang,  an  der  Basis  am  breitesten,  hinten 
und  an  den  Seiten  gerundet,  an  der  Spitze  mit  ziem- 
lich tiefem  Eindruck;  der  Penis  ist  eine  (lach  gedrückte 
Rohre  von  der  Länge  der  drei  ersten  Tarsenglieder 
und  von  der  Breite  der  Rüsselbasis,  oben  gegen  die 
Spitze  schräg  abgeschärft,  die  Spitze  selbst  abgestutzt 
mit  gerundeten  Außenecken  und  einem  kurzen 
schmalen  zweizähnigen  Fortsatz  in  der  Mitte;  Bauch- 
segment 2  nicht  länger  als  3 
$.  Fühler  in  der  Rüsselmitte  eingelenkt:  Fühlerfurche 
über  die  Einleukung  hinaus  nicht  fortgesetzt;  Abdomen 
(|uer    gewiilbt,    zum    Apex    etwas    aufsteigend,     An;tl 

Ste(t.  eiitoiiiol.  '/.il.  IS'JS. 


316 

scgmcnl.     kürzer    als     brcil,     dicicokiu     inil     ^luinpl'cr 
Spitze:^    Pyg'<^li"">   i'i    .seiner    ganzen  Ijänge  von  oben 
sichtbar,    länger  als  breit,    so   breit   als    die  Naht  nnd 
jederseils  Spatium    1   zusammen,   parallelseitig  und  an 
der  Spitze  lialbkreisförmig  gerundet.    Bauchsegment  2 
so  lang  als  *3   und  4  zusammen. 
Parisocordylus  gabonicus    ist  eine   andere  Art,    von  der 
ich  ein  männliches  Stück  aus  Gabun  besitze  und  die  der  vor- 
hergehenden sehr  ähnlich  ist,  sich  von   ihr  aber  durch  folgende 
Kennzeichen    unterscheidt-t.     Länge   8,    lireite    3.2    Millimeter, 
die  basale  seitliche,  dicht  punktirte  komprimirtc  Stelle  ist  am 
Oberrande    durch  eine  Kante    begrenzt    und  deutlich    gelblich 
behaart;    Thorax    nur  wenig    länger  als    breit,    die   Mitte  des 
Vorderrandes  ist  nicht   vorgezogen,   eine  Buchtung    hinter  den 
Augen     nicht     bemerkbar,     dagegen    treten     die    Augenlappen 
deutlicher  vor;    von    den    dunklen,    den  Außenrand    nicht  er- 
reichenden Querbioden  auf  den  Decken  liegt  die  hintere  nicht 
an,    sondern    vor    der  Spitze    nnd    endigt    am  siebenten,    die 
vordere  am   neunten  Stieifen;    die  helle  jederseits  zweizähnige 
Mittelbinde    auf    dem  Thorax    ist    außen,    die    beiden   dunklen 
stufenförmig  gezackten  Querbinden  sind   vorn  und   hinten  weiß 
gerandet.    Schenkel  ungemakelt,  nur  die  äußerste  Spitze  kahl; 
der    Eindruck    auf    der    Hinterbrust    und    dem    ersten  Bauch- 
segment   ist  ebenso    dicht    beschuppt    als  die    Seiten    und  das 
Pygidium   hat  keinen  Eindruck  an  der  Spitze. 

Metrioderus  nov.  gen.  Cyphinorum  Lac. 

A  geuere  Sligmalrachelus  Seh.  segmento  secuudo  ab- 
dominis  tertio  et  quarto  simul  sumptis  longiore,  processu 
abdominale  latitudine  coxarum  posticarnm  manifeste  angustiore, 
prolhorace  haud  sulcato,  oculis  breviter  ovatis  subplanis, 
rostro  breve,  scrobibus  mox  post  antennarum  insertionem 
angulatim  subtus  ilexis  diversus. 

Mit  verwachsenen  Krallen  gehört  diese  Gattung  zu  jener 
Cyphiden-Gmppe^  die  in  Stett.  ent.  Zeit.  1890  p.  173  be- 
sprochen ist  und  mit  verlängertem  zweiten  Abdomiiialsegmcnt 
in  die  Nähe  von  Sliymalrachelus  Seh.  Hierher  gehört  uuch 
die  mir  damals  noeh  unbekannte  Gattung  Pecophlhalmus  l'hvrl. 
Jene  Tabelle  wäre  nun  zu  vervollständigen,  indem  man  statt 
dej-  dortigen  These  3  .  .  .  Stitpualrarlielvs  folgende  setzt: 
3.  Hauchsegment  2  länger  als  '■'>. 

G.  Bauchsegment  1  hinten  gerade  abgestutzt,  der  Fiihler- 
schaft  erreicht  nicht  den  Augenvorderrand,  tvp.  albi- 
rentria  Chvrl Decophthalmus  Ciivrl. 

Stett    tuioiiiul    Zeil     1S9&. 


317 

6;  Bauchseginenl  1  liintcu  _L!:cbiulilel,  der  Fülilerschaft 
überragt  den  Au<>,envordeiraud, 

7.  Baiichsegment  2  kürzer  als  3  und  4  ztibammeu, 
Thorax  mit  zwei  oder  drei  mitunter  abgekürzten 
LängsJiirehen,  Augen  gewölbt,  typ.  cinclus  Oliv. 
Stigraatrachelus  Seh. 

7.  Baueh.segment  2  liinger  als  3  und  4  zusammen, 
Thorax  ohne  Längsl'urehen,  Augen  llach,  typ.  mrgi- 
naiis  Fst Metrioderus  Fst. 

Metrioderus  virginalis.  Oblongo-ovatus,  den.sissime  lacteo- 
.«quamosus;  autenui.s  breviler  pubet-eentibus,  unguiculis  nudis: 
fronte  rostroque  aecjuiiatis,  planatis,  tenuiter  canalieulati?, 
disperse  ijunctulatis,  lioc  basi  striga  obliqua  vix  indieata; 
articulis  tribus  j)rimis  gradatim  brevioribus  reliquis  aequilongis; 
prothorace  valde  transverso  antrorsim  angustato,  basi  profunde 
bisinuato,  margine  apicale  late  marginato;  .seutello  parvo 
rotundato;  elytris  piothorace  latioribus  subparallelis,  humeris 
obliquis,  tenuissime  punetato-striatis,  interstitiis  latis  parum 
eonvexis;  pedibus  niedioeribus.     Lg.  H,  lat,  2.5  mm. 

Madagaskar;  auch  von  Nossibe  (Coli.  Hranesik.) 

Diese  Art  ist  einem  kleinen  Pachnaeus  in  der  Körper- 
form ähnlich.  Frische  Stücke  zeigen  auf  der  Unterseite  und 
auf  den  Beinen  stellenweise  einen  scliwach  goldigen  Schimmer. 
Die  milchweißen  rundliehen  und  wenig  gewölbten  Schuppen 
stehen  äußer.'^t  dicht  und  verdecken  bis  auf  die  länglich  ein- 
geritzten Punkte  in  den  Deckenstreifeu  und  bis  auf  die  kleinen 
zerstreuten  Punkte  der  Oberseite,  denen  eine  weiße  und 
äußerst  kurze  Schuppenborste  entspringt,  die  Orundfarbe  und 
Skulptur  des  Körpers  vollständig.  Geißel  um  die  Hälfte 
länger  als  der  Schaft,  Glied  1  das  längste  und  dickste,  so 
dick  als  die  Schaftspitze  und  so  lang  als  4  und  5  zusammen, 
jedes  von  diesen  beiden  noch  so  lang  als  breit.  Thorax  mit 
spitzigen  Hinterecken  und  spitzigem  Antiskutellarlappeu  (dieser 
mit  einem  kurzen  Eindruck),  zur  Spitze  wenig  und  llach 
gerundet-verengt.  Decken  um  die  Hälfte  länger  als  breit, 
parallelseitig,  hinten  spitz  gerundet,  Schulter  stumpfwiukhg  mit 
abgenmdeter  Spitze,  ihre  Längswölbungslinic  bis  hinter  die 
Mitte  (hier  am  höchsten)  mit  der  des  Thorax  fast  ununter- 
brochen gerade  ansteigend,  dann  im  Bogen  zur  Spitze  ab- 
lalleiul,  die  Seiten  bei  den  lliuterhüften  mit  einem  Kiridruck. 
Beine  von  denen  der  meisten  Slifjindlrdrlichis-AvU'w  nicht 
verschieden. 

Stigraatrachelus  Sikorai.  Oblongo  ovatus,  niger,  nitidu.s, 
supni    (•retaceo-s(juam(>sus:     ociilis    semiglobosis;    rostio    iintice 

stell,  tnlimiol.   Zeil.   1895. 


318 

triimpresso^  piuthoracc  »ncdio  lalc  eariiialo,  rariiui  luida  iuter- 
dum  canalii'ulala:^  cljtris  lateraliter  angulato-prodiictis,  fasciis 
duabus  dentaÜH  siituia  iatcrriiptis,  iina  postbasali,  altera  post- 
mediana  et^Tasciam  abbreviatam  (M-etaeeam  in(  ludenle,  utrinque 
macula  parva  lrianG,ulari  aulcaj>i('ab  es(juamo.*i.s;  corpore 
subtus  pedibiisque  ex  parte  fiimido-squamosis;  rostro  antice 
pedibusque  antieis  coeriileo-lavatis;  femorum  postioorum  dorpo 
niaris  profunde  emarginali?,     Lg.  9 — 14,  lat.  4 — 5   mm. 

Madagaskar.    Von  SiUoia  entdoekt  iiud  naeb  ibm  benannt. 

Mit  dem  äbulieben  St.  rtiplKs  Pasc.i),  dessen  Tborax 
drei  sebwarze  nackte  Streifen  baben  .soll,  ist  unsre  Art  nicbt 
zu  verwecbsebi,  deren  Tborax  mir  einen  soleben  bat  und 
(leren  Deekenspatien  überall  da,  wo  sie  von  Sebuppen  ent- 
blößt, gewölbt  sind.  Uebrigens  ist  aus  der  sebr  kurzen 
Bescbreibung  des  ruptus  nicbt  ersichtlicb,  ob  die  Decken 
seitlich  vorragende  Scbultcrn  nnd  durcb  die  Nabt  nnter- 
brocbene  Querbinden  baben  oder  nicbt. 

Rüssel  länger  als  breit,  parallelseitig  oder  die  Seiten  flach 
gebuchtet;  sein  glänzend  schwarzer  Mittelkiel  setzt  sicli  als 
breite,  nackte,  auf  der  Stirn  tief  geliircbte  Längsbinde  bis  zum 
Tboraxvorderrande,  dann  als  breiter  aber  nach  hinten  ver- 
schmälerter und  zuweilen  der  Länge  nach  eingedrückter  Mittel- 
kiel bis  zur  Tboraxbasis  fort.  Kopf  hinter  den  Augen  llacb 
nnd  quer  eingedrückt  inid  mit  einer  glänzenden  Kabbnakel. 
Thorax  wenig  kürzer  als  breit,  bis  zur  Mitte  parallelseitig, 
dann  flach  gerimdet  verengt,  etwas  uneben,  an  den  Seiten 
quer  gerunzelt,  zuweilen  jederzeits  mit  einer  kurzen  und 
nackten  basalen  Falte.  Scbildchen  zum  Tbeil  kahl.  Decken 
doppelt  so  lang  als  über  die  seitlich  stumpf  vortretenden 
Schultern  breit,  hier  beinahe  doppelt  so  breit  als  die  Thorax- 
basis, mit  derselben  Längswölbung  wie  bei  tillalus  Pasc.2)  und 
llach  eingedrückten  Furchen,  die  Punkte  in  diesen  auf  den 
beschu])pten  Stellen  sehr  weitläufig,  klein,  liinglicb  eingedrückt, 
auf  den  nuckten  Stellen  grob  und  tief,  alle  Spatien  mehr  oder 
weniger,  namentlich  aber  auf  den  nackten  Stellen  gewölbt 
und  auf  den  beschu])pten  (wie  auch  auf  Kopf,  Rüssel  nnd 
Thorax)  mit  einer  weitläufigen  Reilu^  rauchfarbiger,  etwas 
abstehender  und  zugespitzter  Borsten.  Die  beiden  Vorder- 
beine rauchbraun  mit  wenigen  weißen  und  mehreren  bläu- 
lichen eingestreuten  Schuppen,  die  vier  Vorderbeine  bis  auf 
die  rauchbraune  Basalhälfte  und  Spitze  der  Schenkel  weißlich 
beschuppt.     Unteiseite    rauchbiaun    und    weißlich,    die    Mittel- 


')  Journ.   Liii.  Suc  XIX.  1880   [..  :V2:i  —    ')  L>h:  ci(.   p.  :i22. 
äluK    euloiiiol    Zeil.   Iä9& 


319 

Itriisl  blüulic'li,  Segment  1,  2,  5  an  der  Dasi.<,  die  übriüeu 
bis  auf  die  Seiten  nackt.  Die  vordere  nackte  Ueckoubinde 
zwischen  den  Streifen  1  und  9  nimmt  den  größten  Theil  des 
vorderen  Drittels  ein,  ist  außen  kaum  schmäler  als  innen,  auf 
den  Spatien  3,  4,  5  etwas  nach  hinten  erweitert,  vorn  durch 
das  Mciße  Spatium  4  tief  stulenartig  ausgezähnt;  die  hintere 
Binde  ist  innen  viel  breiter  als  außen  und  schließt  dort  eine 
mit  der  Naht  zusammenhängende  und  bis  Streifen  3  reichende 
weiße  Querbinde  ein.  Die  männlichen  Hiuterscheukel  sind 
wie  bei  manchen  Kpisomiis-Miinncrn  oben  an  dei-  Basis  lang 
und  ziemlich  tief  ausgebuchtet,  die  Hinterschienen  desselben 
Geschlechts  mit  einigen  Zahnspitzen  besetzt  und  lang  ge- 
wimpert. 

Bei  einer  Varietät,  die  in  zwei  von  Hildebraudt  gefundenen 
männlichen  Stücken  vorliegt  und  die  redurtua  heißen  mag, 
ist  die  vordere  nackte  Deckenquerbinde  weniger  breit,  sendet 
aber  auf  den  Spatien  1  und  3  je  eine  nackte  Linie  bis  bei- 
nahe zur  Basis  aus,  während  die  hintere  Querbinde  nur  durch 
eine  annähernd  rechteckige  Quermakel  ZM'ischeu  den  Streifen 
1  und  4  angedeutet,  die  dreieckige  Anteapikalmaki.'l  aber  gan^ 
geschwunden  ist. 

Stigmatrachelus  lineatus.  q.  Oblougus,  niger,  isabfllino- 
squamosus;  prothorace  elytrisque  lineis  nudis  nitidis  illo 
([uinque  bis  deccm  signatis.  Oculis  breviter  ovalibus  minus 
convexis;  rostro  capite  vix  longiore  antice  depresso,  apice 
leviter  emarginato;  prothorace  transverso  lateribus  aequaliler 
rotundato,  dorso  anguste  nigro-trisulcato,  sulco  mediano  cari- 
nato;  scutello  triangulari  postice  nudo;  eljtris  latitudinc  plus 
quam  duplo  longioribus,  humcris  rotundatis,  striis  fortiter 
punclatis  per  paria  approximatis,  intersfitiis  alternis  paruin 
convexis  angustioribus  et  nudis:  pedibus  Icnuioribus.  Lg.  f),5, 
lat.  2.3   mm. 

Madagaskar. 

Von  dem  nächstverwandten  .S7.  siridlof/rntclhiliis  Üoli. 
durch  flacher  gewölbte  Augen,  längeren  Rüssel  und  durch  die 
fünf  nackten  Spatien  auf  jeder  Decke  verschieden. 

Rüssel  etwas  länger  als  breit,  an  der  Basis  wie  die  Stirne 
längs-,  hinter  der  schräg  abfallenden,  grünlich  bcschuiipten 
Spitze  quergefurcht,  der  Rücken  zwischen  dieser  und  der 
Basis  deutlich  längsgewölbt.  Thorax:  au  der  lief  zweibuditigen 
Basis  nur  wenig  breiter  als  an  der  Spitze,  hinter  dem  Vorder- 
rande flach  quereingedrückt:  die  Mittelfiirclw  und  eine  Längs- 
runzel unten  an  den  Seiten  des  Prostcrnums  reichen  von  der 
Basis    bis    zur    Spitze,     die    Seitenfurche     auf    dem     Rücken 

Stett.  cntoraol.  Zeit.  1895.  21 


320 

Dicht  bis  zum  Vorderrande.  Decken  eiu  Drittel  breiter  als  der 
Thorax  iu  der  Mitte,  die  Schultern  gerundet,  seitlieh  nicht 
vorragend,  von  hier  bis  zum  Spitzenviertel  wenig,  dann  mehr 
gerundet-verengt.  Beine  schlanker  als  bei  der  Boheman"schen 
Art,  die  Hinterschienen  innen  mit  einigen  kleinen  Körner- 
spitzen und  längeren  Wimperhaaren. 

Stigmatrachelus  nubifer.  Ovatus.  convexus,  cervino- 
squamosus  fusco-  et  albo-cinereo-nebulosus,  elytrorum  dorso 
setis  brcvibus  reclinatis  parce  obsitus;  antennis  piceis;  oculis 
minus  convexis:  rostro  elongato-quadrato  ante  apicem  trans- 
versim  carinato,  post  carinam  bisulcato:  prothorace  latitudine 
aequilongo,  ad  latera  aequaliter  rotundato.  trisulcato,  sulco 
mediano  carinato,  lateralibus  interdum  medio  interruptis; 
eljtris  prothoracis  basi  duplo  latioribus,  humeris  subacutis 
lateraliter  nonnihil  extensis.  punctato-striatis:  femoribus  posticis 
nigro-bruuneis  ante  apicem  lato  subalbido-annulatis.  Lg.  5.5 — 8, 
lat.  2 — 3  mm. 

Madagaskar. 

Kürzer  als  nchrcutus  Boh.  und  ßiscosignatus^)  Fst.  und 
von  beiden  besonders  durch  die  schräg  abstehende  Beborstung 
des  Deckenrückens,  anders  geformten  und  au  der  Basis  weniger 
tief  zweibuchligen  Thorax  sowie  durch  die  weiß  geringelten 
Hinterschenkel  verschieden. 

Rüssel  zwischen  den  Fühlereinlenkungen  »juer  gekielt, 
die  undicht  metallisch  beschuppte  Spitzenfläche  breit  einge- 
drückt, der  Rücken  unmittelbar  hinter  dem  Querkiel  abgekürzt 
zweifurchig  und  eiukielig.  Stirue  scharf  gefurcht.  Augen 
gewölbt.  Thorax  an  der  Spitze  sehr  wenig  schmäler  als  die 
flach  zweibuchtige  Basis,  iu  der  Mitte  am  breitesten,  seine 
Seiten  und  der  Rücken  undeutlich  flachkörnig,  die  in  der 
Mitte  unterbrochenen  oder  hier  wenigstens  ilacheren  und 
schmälei-en  Längsfurchen  vor  der  Spitze  abgekürzt,  die  Seiten 
meist  heller  beschuppt  als  der  Rücken,  die  beiden  nackten 
Linien  auf  der  Unterseite  undeutlich.  Schildchen  klein,  dunkel 
beschuppt.  Decken  um  die  Hälfte  länger  als  in  den  Schultern 
brei(,  au  der  Basis  bciuahe  horizontal  erweitert,  hinten  spitz 
gerundet,  liie  Basis  innerhalb  der  Schultern  eingedrückt,  die 
Dorsalspatien  etwas  gewölbt,  der  Rücken  mit  größeren  duukel- 
bramieu  Nebelllcckeu  und  eingestreuten  weißlichen  oder  grün- 
weißlichen  kleineu  flecken.  Unterseite  gelbgrau  beschuppt. 
Hinterschienen  des  Mannes  nicht  gevvimpert. 


»)  Stett.  eilt.  Zeit.  1890  i».  167. 

Siett.  eutomol.  Zeit.  1395. 


321 

Stigmatrachelus  tessellatus.  q.  Oblongo-ovaliis.  niger, 
^ubtus  albiclo-,  siijtra  siibroseo-squamosus  et  parce  fusco-hirtus; 
elytris  niaro-tessellatu? :  antennis  pedibusque  rufo-brunneis; 
rostro  quadrato  basi  obsolete  bisidcato,  apice  deprcsso.  de- 
pressione  po?tice  earinula  transversa  tcrminata;  fronte  sulcata 
et  petosa:  oculL«  magnis  eonvexis;  scapo  antennarnm  marginem 
anticum  prothoraeis  altingente,  articulo  seeundo  funiculi  primo 
longiore:  protborace  quadrato  lateribus  acqualiter  rotiindato, 
basi  minus  profunde  bisinuato,  dorso  trisulcalo,  sulcis  exterioribus 
niediü  interruptis:  el.vtris  lafitudino  plus  quam  triplo  longioribus, 
humeris  obliquis  haud  extensis,  subparallelis.  postice  rotundato- 
angustatis,  punctato-substriatis.  interstitiis  subplanis,  dorsalibus 
pilis  longioribus  erectis  adspersis:  femoribus  posticis  ante  apicem 
albido-aimidatis.     Lg.  5.5,   lal.   1.7  mm. 

Madagaskar. 

Annäliernd  von  der  Form  des  isahrlliinai  Boli,,  die  Augen 
gewölbter,  der  Rü.«scl  kürzer,  der  Thorax  länger,  die  Decken- 
spatien  mit  nackten  schwarzen  Wiirfeltleeken,  jeder  dieser 
Flecke  mit  einer  längeren  abstehenden  Bor.ste,  die  Beine  länger 
und  schlanker.  iVußer  einem  wenig  schmäleren  Abdominal- 
fortsatz und  dem  langen  Fühlerschaft  linde  ich  bei  dem  einen 
vorliegeudeu  Stücke  keine  weitereu  Unterschiede,  welche  die 
Aufstellung  einer  neuen  von  Sfignialrachrivs  verschiedenen 
Gattung  erheischen  könnten, 

Thorax  so  lang  als  breit,  seine  Basis  kaum  breiter  als 
der  Vorderrand,  iiinter  diesem  flach  quereingedrückt,  die  über- 
lläche  und  die  Seiten  eben  und  mit  zerstreuten  schwärzlichen 
ein  kürzeres  Härchen  tragenden  Punkten  besetzt,  die  drei 
Furchen  (die  mittlere  mit  Kiel)  wie  bei  der  vorhergeiieudeu 
Art,  die  zwei  auf  der  Unterseite  deutlicher.  Schildchen  schmal, 
dreieckig,  fein  behaart.  Auf  den  Decken,  wie  überhaupt  auf 
der  Oberseite  ist  die  Be.-chuppung  weniger  dicht  als  auf  der 
Unterseite,  auf  der  Naht  und  den  ungeraden  Spatien  scheinbar 
etwas  dichter,  weil  auf  diesen  die  Kahlflecke  kleiner  und  punkt- 
förmig, auf  7  und  0  sogar  ganz  fehlen.  IIiutcrschien(>n  innen 
nicht  gewimpert. 

Brachycyrtus  cicur.  Breviter  ovalus,  couvexus,  Uavo- 
lurido-squamosu^  et  llavo-albido-signatus:  rostro  quadrato  latc 
impresso,  medio  ut  in  fronte  s[)arsim  punclato,  canaliculato; 
articidis  tribus  primis  funiculi  et  >eptimo  aequilongis:  protborace 
subquadrato  maxima  lafitudino  ante  medium,  hie  rotundato- 
dilatato,  dorso  obsolete  ruguloso:  clytris  basi  truncatis,  lateribus 
rotundatis,  apice  acute  rotundatis,  striatis,  in  striis  obsolete  re- 
moteque  punctulati>,  interstitiis  lere  planis.    fig,  5.2.  lat.  2.6  mm. 

Madagaskar. 

Stett.  entoraol.  Zeit.  1S95.  21* 


322 

Von  dem  älinlicli  geformleu  B.  sclo/aitriahis^)  Fuirni. 
diircli  den  Mangel  der  aufstehenden  Schup])eiibon-ten  und 
andere  Zeichnung  sofort  zu  unterscheiden. 

Die  auf  der  hinteren  Hälfte  weißliehen  Seiten  des  Thorax 
setzen  sich  auf  das  Deckenspatium  5  eine  kurze  Strecke,  auf 
4  und  6  weiter  fort;  von  derselben  Färbung  ist  auch  das 
Spitzeudriltel  der  Decken  bis  zum  Außenrande,  sie  zieht  sich 
jedoch  vom  dritten  Streifen  ab  schräg  bis  zur  Hinterhüftenhöhe 
hinauf.  Runde,  etwas  übereinandergreifende,  leicht  gewölbte 
Schuppen  bedecken  dicht  den  Körper,  außerdem  sind  noch 
auf  den  Thoraxseiten  oblonge,  geriefte  und  anliegende  Borsten- 
schuppen und  auf  den  Dcckenspatien  eine  weitläufige  Reihe 
solcher  bemerkbar. 

Rüssel  der  Länge  nach  flach  eingedrückt,  nicht  gefurcht, 
sondern  wie  die  flache  Stirn  mit  feiner  eingeritzter  Mittellinie. 
Augen  kreisrund.  Geißelglieder  4,  .5,  6  gleich  kui'z,  jedes  so 
lang  als  breit.  T'horax  wenig  breiter  als  lang,  vor  der  Mitte 
am  breitesten,  die  Seiten  von  hier  bis  zu  den  scharf  recht- 
winkligen Hinierecken  fast  geradhnig  konvergirend,  der  Länge 
nach  etwas  gewölbt.  Decken  mit  der  größten  Breite  etwas 
vor  der  Mitte,  zur  Basis  leicht  geschweift,  —  zur  Spitze  flach 
gerundet  —  verengt,  viel  höher  längsgewölbt  als  der  Thorax, 
die  Punkte  in  den  feinen  Streifen  kommafürmig  und  weitläufig. 
Beine  mit  etwas  absiehenden  Borslenliaarcn  besetzt. 

Homaleptops'-)  fasciatus.  Oblongo-ovatus,  convexus,  niger, 
albido-cinereo-,  supi-a  ex  i>arle  minus  dense  squamosus,  parce 
setulosus;  fronte  foveolata;  rostro  medio  carinulato;  prothorace 
transverso  granulato,  medio  sulcato;  elytris  parallelis,  humeris 
fere  reetangulatis,  postiee  rotundato-acuminatis,  apicc  biacutis, 
profunde  punctato-sulcatis,  interstitiis  angustis  cariniformibus 
et  uniseriatim  setosis,  fascia  communi  postmediana  utrinque 
obliqua    dense    albido-squamosis.     Lg.    9 — 13,    lat.   4 — (>  mm. 

Madagaskar. 

Die  Art  erinnerl  in  der  luirperform  etwas  an  den 
Australischen  Lcptops  subfascialiis  Pasc,  nur  sind  die  Decken 
hinten  mehr  zugespitzt,  vorn  viel  breiter  als  der  Tiiorax  und 
die  Schultern  beinahe  rechtwinklig.  Durch  die  ganz  andere 
Deckenform    unterscheidet    sie    sich    auch    von    hrniffnns    Fst.. 


1)  Ann.  Fr.  1886,  p-  77,  t.  11,  f.  10. 

^)  Die  in  Stett.  ent.  Zeit.  1889  p.  88  pegeliene  Gattungsdiagnose 
J6t  nicht  nur  luigenügend,  sondern  auclx  nocli  durcli  einen  stclicn- 
geblieheiif'u  Felder  irreleitend;  anstatt  rostro  supra  liaml  r/niiiato  soll 
es  luilien  lifiml  sulcali,.  A\\  ,Slelle  jener  Diagnose  ist  nun  t\'w  fnlgende 
zu  setzen  : 


Sletl.  en(..ni.l.  Zcif.  If95 


323 

dfiii  Typus  der  Giitlung:  t'orner  diircli  das  iu  der  Mitte  ge- 
l'iirchte  Hul.<seliild,  diircli  die  kielartijieii  und  niclit  gekörnteu 
I)eckensi)atien,  durch  die  weiße  Querbiude  auf  den  Decken 
und  durch  (kis  Fehlen  jeder  Andeutung  einer  Längsfurche  vor 
■den   Augen. 

Thorax  (|iier,  seine  Seileu  gleiclimäßig  gerundet,  der  leicht 
zweibuchtigc  Ilintcrrand  kaum  breiter  als  der  Vorderrand,  die 
nackten  Körner  nach  den  Seiten  liin  spärlicher  und  niedriger, 
Schildehen  klein  oval,  üeckcn  von  den  Thoraxhintereckeu  ab 
beinahe  horizontal  erweitert,  über  die  kurz  gerundeten  Schultern 
reichlich  um  ein  Drittel  breiter  als  die  Thoraxbasis,  bis  über 
die  Hüften  parallelseitig,  daun  geruudel  verengt  und  gemeinsam 
zugespitzt,  die  Naht  hinten  schmal  spitzwinklig  ausgcsehuitten, 
ziemlich  hoch  längsgewölbt  mit  dem  höchsten  Wölbungspunkt 
in  der  Mitte,  die  breiten  Furchen,  ebenso  die  eine  kleine 
Scliuppe  tragenden  dichten  viereckigen  und  nur  durch  schmale 
Querkiele  getrennten  Punkte  zur  Spitze  und  Basis  hin 
flacher.  Unterseite  bis  auf  das  Abdomen  und  die  Oberseite 
bis  auf  den  Deckeurücken  dichter  weiß  beschuppt ;  die  gemein- 
same sehr  dicht  beschuppte  Querbiude  bildet  einen  llach- 
stumpfcn,  noch  vorn  ofteueu  Winkel,  steht  auf  undicht 
beschupptem  Grunde  und  ist  aus  übereinaudergreifenden  lanzett- 
lichen, an  den  Seiten  rein  weißen,  auf  dem  Rücken  gelblichen 
Schupi)en  zusammengccetzt.  Schenkel  hinter  der  Spitze  mit 
breiter  dicht  beschuppter  Makel.  Abdomen  in  der  Mitte  un- 
dicht beschuppt  mit  eingestreuten  Schuppenborsten;  Schienen 
und  Tarsen  außer  mit  Schuppen  auch  noch  mit  länglichen 
Bor.-tcnhaaren  besetzt.  Die  einreihig  gestellten  Börstcheu  auf 
den  Spatien  stehen  schräg  ab  und  sind  au  der  Spitze  etwas 
gebogen. 

j    Anulsegmcut   weniger  scharf  zugespitzt. 

Megamastus  insularis.  Ein  männliches  Stück  von  Mada- 
gaskar, hat  dieselbe  Größe  imd  denselben  Habitus  wie  der 
weiter  vor  beschriebene    U.  epittppif/er,   kann  aber  ungeachtet 


A  gciicre  Lcptups  Seh.  ocuhs  ovutis,  ro.stro  uicdio  ohsnlclo  cari- 
iiato.  ante  oculoa  vix  vcl  haiul  sulcalo,  articiilo  itriuiu  clavac  aiiteimaruni 
lahitudiiie  lougiurc,  seguicutu  aluhjnuualc  äccuiidn  qiiaui  tcrtio  et  ([uarto 
suuul  öumpliri  loiigiorc  diverrius. 

J>ei  Lcptops  iSch.  sind  dio  Augen  «chinal  und  laug,  Kculenglied  1 
kürzer  alb  breit  uud  das  AbdouiiMalsegmciit  2  Uiir/.cr  als  3  und  i  zu- 
sanuiQcn.  Lacortia're's  Trennungsmcrknial  seniur  Sirtiiiffiiliixlcs  von 
.seinen  Lcplopsides  nais.  näiidicli  die  gerundeten  llüsMdUanleu  und  die 
fehlende  Furche  vor  den  Augen  verlieren  an  Werlli,  denn  fascialus 
ohne  Furche  vor  den  Augen  würde  danach  zu  den  erslereii,  /)enif/iiiis 
aber  mit  wenn  auch  schwacher  Furciie  zu  den  Lcplaptiiik-s  vrais  gehören. 

Stctt.  CDtouioI    Zeit.  1895. 


324 

der  großen  Aehnlichkeit  wolil  nicht  als  Mann  der  letzteren 
Art  angesehen  werden.  Rüssel  etwas  länger,  namentlich  aber 
dünner,  die  Fühler  vor  der  Milte  eingelenkt,  ihre  Keule  bei- 
nahe so  lang  als  die  sechs  letzten  Geißelglieder.  Thorax  viel 
kürzer  als  breit,  mit  der  größten  Breite  etwas  hinter  der  Mitte, 
hier  stark  gerundet,  die  Seiten  hinter  dem  Vorderrande  ein- 
geschnürt, seine  Längswölbung  höher,  die  Mittellinie  und  zwei 
gebogene  Seitenbinden  hell  beschuppt.  Schildchen  oblong, 
erhaben.  Die  Decken  fallen  hinten  steiler  gerundet  ab,  die 
Punkte  in  den  Streifen  sind  größer  und  tragen  eine  helle 
Schuppe,  der  Rücken,  zwischen  den  beiderseitigen  zweiten 
Punktstreifeu  und  vorn  über  die  ganze  Basis  verbreitert,  ist 
bis  zur  hinteren  (^uerbinde  ebenso  hell  gefärbt  wie  diese. 
Beine  mit  kurzen  weißlichen  Borsten  besetzt,  die  Schenkel 
namentlich  die  vorderen  viel  kräftiger  und  kräftiger  gezähnt. 
Vorderschienen  innen  flacher,  zweibuchtig,  an  allen  der  Hörn- 
haken  nicht  senkrecht,  sondern  schräg  aufgesetzt. 

Ehytidophloeus  annulipes.  A  Bh.  albipede  Oliv,  cor- 
pore longiore,  orbita  o(;ulorum  cum  vitta  lateiali  rostri,  annulis 
duobus  femorum,  tibiis  annulo  nigro  apicale  excepto  albo- 
squamosis,  tnberculo  oblongo  antico  prothoracis  obsolete  sul- 
cato,  eljtris  apice  oblique  declivibus,  punctis  remolis  seriatim 
impressis  diversus.     Lg.  21,  lat.  9.5  mm. 

Nossibc  (Coli.  Dr.   Bransick),  Madagaskar. 

Dem  kürzeren  albipes  fehlt  die  weiße  Seitenbinde  auf 
dem  Rüssel,  die  Schcnk<'l  sind  bis  auf  die  weiße  Sj)itze  bräun- 
lich beschuppt,  an  den  Schienen  ist  nur  der  Rücken  weiß,  die 
Decken  fallen  zur  Spitze;  steiler  ab,  sind  stellenweise  auf  dem 
Rücken  unregelmäßig  qucrrunzlig  und  unregelmäßig  uereiht 
punktirt. 

Beim  längeren  annulipes  sind  die  Schenkel  schwarz,  mit 
einem  breiten  Ringe  nahe  der  Basis  und  einem  !-chnialen  auf 
der  dicksten  Stelle  weiß,  die  Kniee  also  schwarz,  die  Schienen 
bis  auf  die  schwarze  Spitze  ganz  weiß;  die  mit  dem  weißen 
Augenrande  zusammenhängende  weiße  Seitenbinde  auf  dem 
Rüssel  liegt  dicht  an  der  Fiiiilerfurchon-Oberkanle  und  erstreckt 
sich  nicht  über  die  Füiilercinlenkung  hinaus;  die  Punktreihen 
auf  dem  Deckenrücken  sind  regelmäßiger  und  die  Spatien  mit 
einer  ziemlich  regelmäßigen  Beidenreihe  besetzt. 

Bei  beiden  Arten  sind  die  Trochanlerenspilze,  der  Miliei- 
brustfortsalz  und  eine  Seiteiiinakel  auf  den  di-ei  mittleren  UliucIi- 
segmenieu   hell   beschuppt. 

Stell    ui.loMH.I.  Zeit.  1895. 


325 

Pseudobalaninus  leucocomus.  Ps.  Bohemani  i)  Fst.  similli- 
rnus.  et  afliiiis  :-ed  roi^tro  multo  lüiigiore  magis  curvato,  basi 
t'eininae  haud  caiiuato  sed  a  lateie  viso  sinuato,  episteniis 
metathoracis  nigvis,  segmento  pvimo  abdominale  baud  toto 
cretaceo-squainoso,  eivtris  ante  medium  lascia  communi  ob- 
8oleta  e  pube  tenuissima  albida  signatis,  processii  mesosternale 
elevato  antice  nonnibil  producto,  femoribus  evidenter  dentatis, 
ungiiieulis  crassis  liaud  appeudiculatis,  coxis  anticis  maris 
tuberculo  parvo  acuto  instructis  diver.«u?.  Lg.  5.5 — 9.5,  lat. 
2.8 — 5  mm. 

var.   vitta  infragulari  a  macula  basali|prothoracis  sejuncta 

var.  adumbratus. 

Madagaskar. 

Beim  Bohemani  ist  der  weibliclie  Rüssel  mir  lialb  so 
lang  als  der  Körper,  gleicbmäßig  llacb  gebogen,  an  der  Basis 
gekielt  und  seine  Oberkante  bildet  mit  der  des  Kopfes  eine 
ununterbrochene  Bogenlinie;  die  Hinterbrustepisternen  sind  bis 
auf  das  Basaldrittel  kreideweiß,  auf  den  Decken  fehlt  die 
hauchartige  bleigraue  Querbinde  zwi^clicn  dem  Schildchen  und 
der  hinteren  Quermakel,  diese  ist  am  Hinterrande  gerade, 
das  erste  Abdominalsegment  bis  auf  den  Fortsatz  zwischen 
den  Hüften  und  einen  keilförmigen  Ausschnitt  ganz  weiß  und 
der  Mesosternalfortsatz  ist  weder  erhaben  noch  nach  vorn 
vorgezogen. 

Bei  beiden  Arten  zieht  sich  die  weiße  (Juerbinde  vor  den 
VorderliUften  auf  die  Oberseite  bis  zur  Höhe  des  dritten  Decken- 
streifens hinauf. 

Bei  der  neuen  Art  ist  der  Rüssel  beim  Manne  länger  als 
der  halbe,  beim  Weibe  so  lang  als  der  ganze  Körper,  seine 
Oberkante  bildet  mit  der  des  Kopfes  beim  Manne  eine  ununter- 
brochene, beim  Weibe  eine  an  der  Basis  tief  gebuchtete  Bogen- 
linie,  sein  Querschnitt  ist  beinahe  bis  zur  Fühlereinlenkung  (in 
der  Mitte)  stumpf  dreieckig  (,^)  oder  cylindrisch  ($),  seine 
Punktirung  bis  zu  jener  Kinlcnkuug  runzlig  (,j)  oder  bis  zum 
Basalviertel  fein  und  weitläufig,  die  Imuchartige  Qiierbinde 
hinter  dem  Schildelicn  reicht  l»is  zu  den  umgebogenen  Seiten 
und  die  kreideweiße  Quermak«-!  hinter  der  Mitte  ist  hiuti.'u 
ausgerandet,  erreicht  wie  bei  Bohemani  den  Außenr;ind  und 
innen  den  zweiten  Streifen  Eine  Irapezförmiue  Seitenmakel 
auf  Segment  1  ist  unbeschuppt.   Der  Mesosternalfortsatz  i>t  ganz 


1)  Stett.  eilt.  Zi'it.  1889  [>.  98.  Aus  ii.;r  (i;iitiui<.'3clia!;iiose  ist 
„rostruin  in  capite  haiul  iiidcrtuui"  /.n  streichen,  wi'il  dieses  Merkmal 
ln'ichstens  ein  öpecilisches,  liei  dieser  und  der  roij^'cinlen  Art  »nyar  nur 
dem  Manne  eisen  ist. 


Sicit.  entoniol.  Zeit.  1S95. 


326 

(?)    oder     mir     liinleii     (^)     Meißlich.       Vordersclieukel     mit 
urüßerem  Zalin. 

Ein  Päiclieii  das  hich  sonst  von  leucocumufi  nicht  unter- 
scheidet, bei  dem  aber  die  weiße  Makel  an  den  Tiioraxhinter- 
eckeu  von  der  Querbinde  auf  dem  Prosternum  durch  einen 
schwarzen  Zwisclienraum  getrennt  ist  und  bei  dem  die  Aveiße 
Querbinde  auf  Segment  1  nur  eine  dreieckige  schwarze  Seiteu- 
makel freiläßt,  halle  ich  für  eine  Abänderung  unserer  Art,  auf 
die  durch  den  Namen  adumbratus  aufmerksam  gemacht 
werden  soll. 

Pseudobalaninus  bicruciatus.  -V-  A.  Ps.  pulchro^)  Fst. 
corpore  breviore,  arliculis  duobus  ultimis  liiniculi  globosis, 
scutello  nigro,  prothoracis  lateribus  cori)orcque  subtus  fere  loto 
erctaceo-squamoso,  pedibus  ruiis,  fcmoribus  muticis  distinetus. 
Lg.  3.5,  lat.   1.8  mm. 

Madagaskar. 

Die  beiden  Arten  stehen  die  Zeichnung  betreffend  in 
demselben  Verhältniß,  d.  h.  bicrticialus  zu  pidchei\  wie  leu- 
cocomus  zu  seiner  Varietät  adumhnüua.  Die  ersten  beiden 
bind  jedoch  sicher  specifisch  von  einander  verschieden,  wie 
die  in  der  Diagnose  angegebenen  Älerkmale  dartlum. 

Rüssel  so  lang  als  die  Decken,  gekrümmt,  C3liudrisch,  zur 
Basis  hin  nur  wenig  dicker,  seine  Oberkante  mit  der  des 
Kopfes  eine  ununterbrochene  Bogenlinie  bildend,  bis  zur  Fiihler- 
einleukung  (im  Basaldrittel)  gereiht  punktirt,  jeder  Punkt  mit 
einem  abstehenden  weißen  (bei  pidcher  schwarzen)  Haar. 
Unterseite  des  Kopfes,  ebenso  die  ganze  Brust  mit  ihren  Seiteu- 
stüeken  und  Hüften,  mit  Ausnahme  des  Prosternumhinterrandes 
neben  den  Hüf(en.  dicht  kreideweiß  beschuppt.  Die  bis  zum 
Vorderrande  ebenso  weißen  Thoraxseiten  und  die  vordere 
Quermakel  auf  jeder  Decke,  die  innen  bis  zum  dritten  Streifen 
reicht,  hängen  mit  der  weißen  Unterseite  zusammen^  die 
Apikalmakel  erreicht  innen  den  Streifen  1.  außen  den  letzten 
Streifen  und  hinten  nicht  ganz  die  Spitze:  man  kann  auch  die 
ganze  Oberseite  des  Köri)ers  weiß  beschup])t  nennen  mit  einem 
schwarzen  l)o[)pelkreuz,  dessen  Vi^rderer  (^uerarm  an  der 
Deckenbasis,  der  hintere  hinter  der  Deckenniitte  liegt.  Abdomen 
ganz  weiß,  wenn  auch  weniger  dicht  beschuppt.  Die  ab- 
stehende Behaarung  der  Decken  ist  länger  und  spärlicher  als 
bei  ptilcher. 


>)  ■•^tett.  «-iit.  Zeit.  1889  y.  100. 
Siett.  eutomol.  Zeil.  1895. 


327 

Codmius  uov.  ücn.  Campylosceliuorum  Lac. 

Pygidium  detcctum,  Articulus  terlius  larsorum  paiilo 
dilatatus  bilobatus,  subtiis  spongiosiis.  Rostrum  arcuatum 
basiu  versus  crassius.  Serobes  obliqiii  basi  subtus  distantes. 
Oculi  rotundati  in  fronte  approximati.  Anlenuae  medianae; 
fuuiculus  scptcmavtieulatus  scapo  subaequilougus;  clava  librate 
articulata.  Prothorax  basi  bisiuuatus,  apice  truncatus.  Scu- 
telluni  manifestum.  Elytra  prothorace  parum  latiora,  apice 
conjunctim  rotundata,  decemstriata,  eallo  postico  distineto. 
Femora  clavata  subtus  dentata,  posMca  eivtrorum  apicem 
attingentia;  tibiae  arouatae  intus  bisinuatae;  articulus  primus 
et  quartus  tarsorum  elongatus.  Coxae  anticae  masis  distantes: 
Processus  prosternali.s  post  coxas  nee  dilatatus  uec  tu  ber- 
eu latus.  Metasternum  processu  abdominale  lato  et  apice 
truucato  paulo  brevius.  Segment  um  abdominale  secundum 
tertio  quarto((ue  simul  sumptis  aequilongum  postice  emar- 
ginatum.     Corpus  ex  parte   squamosum. 

Aus  einem  Vergleich  dieser  Diagnose  mit  derjenigen  der 
weiter  vorher  beschriebenen  Gattung  Parisoconlylus  geht  die 
grosse  Aehnlichkcit  beider  hervor.  Von  letzterer  unterscheidet 
sich  die  neue  Gattimg  durch  die  unten  an  der  IJasis  nicht 
zusammenstoßenden  Fühlerfurchcn,  breiter  getrennte  Vorder- 
hiiften  ohne  erweiterten  Prosternalfortsalz,  in  beiden  Ge- 
schlechtern gleich  langes  und  hinten  ausgerandetes  zweites 
Bauchsegment,  kürzere  liinlerschenUel,  rechtwinklig  zur  Achse 
gegliederte  Fühlerkeule  und  fast  kreisrunde  Augen.  Von 
hlpipln/lax  Seh.  trennt  sie  besonders  das  unbedeckte  Pygidium, 
das  iiinten  ganz  gerade  abgestutzte  Prosternum,  die  kürzeren 
Hinterschenkel,  die  gegliederte  ovale  Fühlerkeiile  und  die  rund- 
lichen Augen. 

Codmius  Hildebrandti.  Oblongo-ovatus,  parum  convexus, 
uiger,  supra  opacus,  subtus  pedibusque  nitidus;  prothorace 
supra  rufo,  aurantiaco-squamoso,  ai)ice  nigro;  capite  basique 
rostri  dense  punetatis,  hoc  femoribus  anticis  haud  breviore,  a 
basi  usque  ad  antennarum  inserlionem  carinato,  antice  parum 
depresso;  prothorace  lalitudine  aequilongo,  basi  leviter  bisi- 
nuato,  autrorsini  rotundato-angustato,  dense  punctalo,  medio 
carinato;  scutello  rotundato,  convexo,  subnilido;  elytris  humeris 
late  rotundatis,  retrorsim  rotundato-angustatis,  dense  punctato- 
striatis,  interstitiis  planis,  cont'ortim  punetatis  et  nigro-squa- 
mosis:  femoribus  dentatis,  tibiis  (•(iin[)ressi.s  intus  bisinualis. 
Lg.   7,  lat.   'A   mm. 

Madagaskar.  Von  Iliklcbrandt  tii'-ainuiull  und  von 
l>r.   Kraatz  mitgetheilt. 

Siett.  entomol    Zeit.  I>)'j5. 


328 

Die  Art  ist  dem  folgenden  Calandriden  äußerst  ähnlich. 
Von  der  Form  eines  großen  Sphenophoj'us  itlriatopunclalii:; 
Goeze  ist  sie  durch  den  orangeroth  beschuppten  Thorax  und 
durch  die  dunkel  bkuischwarzen  Decken  ausgezeichnet.  Die 
scharf  eingeritzten  Streifen  der  letzteren  flacher  und  schmäler 
als  die  ziemlich  dichten  Punkte  in  ihnen,  jeder  der  dichten 
eingedrückten  Punkte  auf  den  breiten,  ilachen  und  äusserst 
fein  lederartig  gerunzelten  Spatien  ist  etwas  kleiner  als  die 
Punkte  in  den  Streifen  und  trägt  eine  ihn  nicht  ausfüllende 
schwärzliche  Schuppe.  Die  Schuppen  auf  dem  Thorax  be- 
decken den  feinen  unpunktirten  Mittelkiel  fast  ganz,  sind  oblong, 
otwas  gewölbt,  äußerst  fein  gerieft  und  liegen  quer  und  ziem- 
lich dicht  aneinander.  Augen  um  die  halbe  Rüsselbreite  von 
einander  entfernt.  Die  glänzende  Unterseite  dicht,  zum  Apex 
allmälig  feiner,  die  glänzenden  Schenkel  fein  punktirt,  die  fett- 
glänzenden Schienen  unregelmäßig  fein  längsgerunzelt,  Rüssel 
an  den  Seiten  bis  zur  Fühlereinlenkuug  mit  sehr  dicht  punk- 
tirtem  matten  Längseindruck  und  von  hier  bis  zur  Spitze 
jederseits  flach  ausgeschweift.  Geißelglied  1  so  lang  aber 
etwas  dicker  als  2,  dieses  etwas  länger  als  breit,  die  übrigen 
an  Länge  ab-,  an  Breite  wenig  zunehmend.  Aualsegment  in 
beiden  Geschlechtern  am  Hinterrande  mit  zwei  Starrhaaren. 
O   Pvgidium  senkrecht,  quer  oblong,  dicht  punktirt;  Hintei- 

brust  und  Bauchsegment    1   tief  und   breit  eingedrückt, 

das  Analsegment  mit  3  Eindrücken;    Fühlereinlenkuug 

in  der  Mitte, 
$   Pygidium    schräg,    parabolisch,    fein    punktirt;    Fühler- 

einleukung  etwas  hinter  der  Mitte. 

Diese  Art  wurde  mir  von  Chevrolat  als  Baryslhelus 

sangviiiicollis  Chvrl.  bestimmt. 

Perissoderes  coUaris.  Niger,  opacus;  capite.  rostvo  ikhü- 
busque  nilidis;  prothorace  supru  sanguineo  lalitudiue  longioie, 
basi  parum  bisinuato,  antrorsim  angustato,  apice  nigro  tubulatf», 
obsoletissime  remoteque  punctato;  elytris  prothorace  parum 
latioribus  et  nonnihil  longioribus.  ob.^oletissime  punctulato-strio- 
latis,  iiiterstitiis  ])Ianis  lere  inipunctatis;  corpore  siü)tus  evi- 
dentiu.«^,  jivgidio  obsolete  punctalo.     Lg.   5 — S.  lat.  2 — 3   mm. 

Madagaskar.  Von  Hildebiandt  gefiimleu  und  von  Dr.  Kraatz 
niitgetlieilt. 

Im  Verhältniß  zur  Länge  viel  schmäler  als  rußcollis^} 
Watrh.,  aber  auch  durch  ganz  anders  gefornüen  Thorax  und 
sehr  viel  feinere  Skulptur  verschieden. 

•)  Ann.  Mag.  1879  p.  363. 

Stett.  entomol.  Zeit.  1895. 


329 

Rüssel  wie  dev  Kopf  beim  Manne  oben  und  seitlich  fein 
pnnktirt,  beim  Weibe  nur  an  der  Bii^is  mit  einigen  Punkten. 
Thorax  mit.  spitzwinklig-  über  das  Schildcheu  gezogenem  Mittel- 
lappen, seine  Seiten  bis  zur  Mitte  kaum  geschweift  — ,  dann 
allmälig  gerundet  verengt,  an  der  hal;- förmigen  schwarzen  Spitze 
nicht  einmal  iialb  so  breit  als  an  der  Basis,  mit  ihrer  schwarzen 
Färbung  auch  auf  den  anliegenden  Theil  etwas  übergreifend 
und  deutlicher  pnnktirt  als  auf  dem  Rücken,  dieser  mit  an- 
gedeutetem Mittelkiel.  Decken  mit  sehr  flach  schräg  abfallenden 
Schultern  und  verrundeter  Schulterecke,  nach  hinten  allmälig 
geradlinig  —  oder  mit  äußerst  tlacher  Schweifung  vereugl, 
die  Spitze  einzeln  abgerundet,  wie  der  Thorax  llach  quer- 
und  sehr  wenig  längsgewülbt,  die  Punktstreifen  unter  gewöhn- 
licher Lupe  nur  an  der  Basis  deutlich,  sonst  die  Streifen  wie 
mit  einer  Nadel  sehr  fein  eingeritzt,  die  sehr  weitläufigen 
Punkte  in  ihnen  breiter  und  tiefer  als  jene,  die  Punkte  in  den 
Spatien  unter  starker  Lupe  einreihig  und  ganz  oberllächlich, 
aber  viel  dichter  als  die  in  den  Streifen.  Pygidium  stum])f 
dreieckig  mit  abgestutzter  Spitze  und  abgerundeten  Außenecken, 
verhältnißmäßig  nicht  fein  pnnktirt,  beim  Manne  ziemlich  gleich- 
mäßig quergewölbt,  j)eim  Weibe  mit  stumpfen,  wenig  er- 
habenen Rändern  und  stumi)fem  IMittelkiel.  Beine  viel  feiner 
pnnktirt  als  die  Brust. 

Chevrolat  hat  die  Gattung  Perissoderes  nicht  gekannt, 
wenigstens  erwähnt  er  sie  in  seinen  Calandrlnen-Avhc'ütiu  niclit 
und  bestimmte  mir  die  hier  beschriebene  Art  als  Baryslhelus 
nißcoUia  Chvrl. 


Beiträge  zur  IveinitiÜRs 

.Irr 

Mislkäfer,  Laiiicllicornia  ontbopbila. 

\  uh  H.  J.  Kolbe. 

^^ 

Scarabaeus  purpurascens. 

Gerslaecker,     Archiv     f.    Naturgesch,     37.    Jahrg.    f.    p.    48; 

V.  d.  Decken"s  Reisen.     Gliedertiiiere  p.   121. 

Die  Oberseite  ist    ganz   purpurroth    bis  kupferfarbig,    nur 
dit!  äußersten  Seitenränder   zeigen    einen    grünen   Schein.     Die 

stell,  entoniül.  Zeit.  1890. 


330 

Art  liiidfl  sich  in  den  östlichen  Gebieten  von  Deutsch- 
lind  Britisch-OstalVika,  z.  B.  bei  Mombassa  (September, 
V.  d.  Decken)  und  in  Ukami  (Mai,  Stuhlmaun).  Der  von 
Bäte?  beschriebene  Scarabaeiis  porosus  (Eni.  Monthl.  Mag. 
XXIV.  1888  p.  292)  von  Mpwapwa  in  Ugogo  ist  naeli  der 
Beschreibung  identisch  mit  purpiirascens  Gerst. 

Der  schon  seit  langer  Zeit  bekannte  Scarabaeiis  acf/yp- 
lioriim  Latr.,  welcher  in  Aeg3'pten,  Sennaar,  Schoa,  Galla 
und  Somali  gefunden  wird,  ist  eine  sehr  ähnliche  Art,  sie  ist 
aber  ganz  grün  gefärbt.  Gerstaecker  erklärte  den  pvr- 
piirasrcns  für  eine  Varietät  des  aogijpl'wrum.  Indeß  ist  bei 
jnirpvrascrns  die  Punkt irung  auf  der  hinten  weniger  glatten 
Scheibe  des  Pronotums  gröber;  der  innere  Seitenkiel  der 
Flügeldecken  ist  der  ganzen  Länge  nach  vollständig  ausgebildet 
und  ebenso  kräftig  wie  der  äußere  Kiel.  Bei  aeffi/ptionim 
aber  sind  von  dem  inneren  Kiele  am  Flügeldeckenrande  nur 
Spuren  vorhanden,  welche  aus  einer  Kette  von  Längsrunzeln 
bestehen.      Vergl.  ferner  Ilarold,  Col.  Hefte.  VIIL   p.  4. 

Scarabaeus  venerabilis  Ilarold. 
(Coleopt.  Hefte.    1871.    VIII.  p.  2.) 

l^ic  Art  ist  nach  Exemplaren  aus  Bogos  beschrieben  und 
über  das  abyssiuische  Gebiet  verbreitet  (Keren,  Bogos,  Kordo- 
fan)  und  liegt  auch  aus  Taita  in  Britisch-Ostafrika  (liilde- 
brandt)  vor. 

Die  Oberseite  ist  fast  schwarz  und  etwas  glänzend  mit 
schwachem  dunklem  Ku])ferscheine.  Die  Art  ist  dem  S.  rifprciis 
Gast,  zunächst  verwandt,  unterscheidet  sich  aber  durch  die 
Abnahme  der  Granulation  auf  der  hinteren  Mitte  des  I'ro- 
uotums.  Hier  verschwinden  die  Körnchen  und  machen  ver- 
tieften Punkten  Platz.  Die  innere  Randleiste  der  Flügeldeckeu 
ist  schwächer  und  theilweise  unterbr(»chen.  Ferner  ist  die 
ledrige  Sculptur  auf  den  feiner  gestreuten  Flügeldeeken  feiner. 
Die  Zwischenräume  der  Punktstreifen  sind  mit  zerstreuten 
Punkten  besetzt,  welche  feiner  sind  als  bei  ciipreiis.  Diese 
Punkte  fehlen  bei  dem  Stück   von  Taita  vollständig. 

Zwei  unter  dem  Namen  .S.  lophociicniiis  Koll.  i.  litt,  aus 
Kordofan  in  der  Königl.  Samndung  belindliehe,  von  Kollar 
selbst  der  letzteren  übergebene  Stücke  gehören  zu  rriicrdbilis 
Harold  und  nicht  zu  isidis  Gast.,  wie  im  Gemminger-Harold- 
schen  Gataloge  angegeben  ist. 

Scarabaeus  isidis  Gast. 
Die  Art  ist  in  Nordost-Afrika  (Nubieu,  Sennaar,  Berber), 
in    Weslafrika  (Ghinchoxo,    nördlich    von    der    Mündung    des 

Stell,  cutomol.  Zeit.  1395. 


331 

K'oiigo;  Gabun,  S<;uegal)  iiud  nunmehr  bei  Cukoba  am  West- 
iiier  des  Victoria-Sees  gelunden.  Kei  den  nordostafrika- 
iiischcn  Stücken  ist  die  Granulation  des  Pronotums  bis  zum 
Jlinterrande  eine  gleichmäßig  grobe,  bei  den  -westafrikanischea 
werden  die  Graneln  nach  hinten  zu  sehr  fein  und  verschwinden 
Un  manchen  Stücken;  auch  auf  der  Scheibe  und  nach  dea 
Seiten  zu  verschwinden  bei  einem  Exemplar  von  Chinchoxo 
die  Graneln;  dazu  treten  zerstreute  eingestochene  Punkte  auf. 
l>L'i  den  beiden  Stücken  aus  dem  Seengebiet  (Bukoba)  sind 
die  Graneln  des  Pronotums  nach  hinten  zu  in  der  Mitte  sehr 
fein  und  theiKveise  fast  verschwunden,  beweisen  aber  dadurch, 
(.hiß  sie  zu  der  westafrikanischen  Form  gehören.  Diese  iiabe 
ich  schon  früher  unter  dem  Namen  laerifjaliis  var.  n.  (Nova 
Acta  d.  Ksl.  Leop.-Carol.  l).  Akad.  d.  Naturforscher.  50.  Bd. 
No.  3.  1887.  S.  244)  beschrieben,  aber  irrthümlich  als  Varietät 
des  S.  sacer  L.  aufgeführt.  Auch  ein  von  Dr.  G.  A.  Fischer 
am  Victor  ia-See,  angeblich  am  Südostufer,  gefundenes 
Exemplar  und  drei  Stücke  vom  Nyassa-See  (fle3'ne)  gehören 
zu  der  westafrikanischen  Form  laecigalus.  Beim  ^  ist  der 
Ausschnitt  in  der  Mitte  des  Innenrandes  der  Vordersehienen 
schwächer  als  beim  $  (Stücke  von  Chinchoxo)  oder  fehlt 
völlig,  ist  aber  beim  -i  deutlich  (Stücke  vom  Nyassa-See). 
Bei  der  nordostafrikanischen  Form  ist  derselbe  Ausschnitt  beim 
Q    gleichfalls  schwächer  als  beim  $. 

Von  den  Exemplaren,  welche  Stuhl  mann  von  Bukoba 
schickte,  sind  zwei  unreif  und  am  1.  Februar  1891  gefunden, 
ein  ausgereiftes  Stück   wurde  am   17.   Februar  gefangen. 

Scarabaeus  fraterculus  n.  sp. 

Obgleich  diese  Art  dem  Scarabariis  isiilis  sehr  ähnlich 
ist,  so  muß  sie  doch  für  eine  verschiedene  Art  gehalten 
werden.  Sie  ist  viel  kleiner.  Die  Vordersehienen  sind  an 
der  Innenseite  ganz  gerade,  ohne  Spur  von  Zähnchen;  auch 
fehlt  das  Zähuchen,  welches  unterhalb  die  bei  isidis  vor- 
handene Ausbuchtung  begrenzt.  Die  vier  Zähne  an  der  Außen- 
seite der  Vorderschienen  sind  fast  von  gleicher  Gniße,  der 
hintere  ist  wenig  kürzer.  Das  viciz;Lhnig(^,  F.pisfum  i-^t  kürzer 
und  in  der  Mitte  und  hinten  undeutlich  sculptirt.  Auf  dem 
l'rothorax  tindet  sich  keine  Spur  von  Graneln,  dagegen  deut- 
liche, verliefte  Punkte,  welche  zerstreut,  stehen,  vorn  und 
hinten  aber  verschwinden,  so  daß  das  l'runotum  hier  fast 
glatt  erscheint.  Die  Flüg<.'ldccken  sind  seitlich  gegen  den  Grund 
und  die  Spitze  hin  gerundet.  Die  beiden  Randkiele  sind 
weiter    von    einander    entfernt    als   bei   isidia.     Auch    sinil   «lie 

Ste«.  enlomol.  Zeil.   IS9ä. 


332 

Seiten  vorn  kaum  abgeflacht.  Die  leinen  Puuktstreifen  sind 
vertieft,  so  daß  die  Zwischenräume  schwach  convex  erscheinen: 
diese  sind  mit  zerstreuten  und  theilweise  in  Reihen  stehenden 
eingestochenen  Punkten  versehen. 

Die  ganze  Oberseile  ist  mäßig  glänzend  sc-hwarz.  Das 
Pygidium  ist  fein  punktirt.  Die  Tarsenglieder  sind  dünn  und 
lang;  die  fuchsrothen  Fransen  an  der  oberen  Kante  der 
Hinterschienen  lang  und  dünn  gestellt.  Die  Haare  der  Schenkel 
und  Brustsegmeute  sind  fuchsroth. 

Die  Länge  des  Körpers  beträgt  23  mm. 

Das  einzige  Exemplar,  ein  Männchen,  stammt  aus 
der  Gegend  des  Victoria -Sees  (Muansa?),  A'on  Herrn 
Dr.  F.  Stuhl  mann  eingesandt. 

Scarabaeus  glabratus  n.  sp. 

Aus  der  Verwandtschaft  der  kleineren  Arten,  opacipriinla 
Fairm.,  ehenus  Kl,,  planifrons  Fairm.  u.  a.:  und  dem  cbonis 
sehr  ähnlich. 

Der  Körper  ist  glänzend  schwarz,  oberseits  glati.  Das 
Epistom  ist  vorn  eingedrückt  imd  sammt  den  Wangen  der 
Länge  nach  netzartig  gerunzelt:  die  mittleren  Zähne  sind 
länger  als  breit.  Die  glatte  Stirn  zeigt  nur  nach  den  Seiten 
und  vorn  zu  einzelne  zerstreute  Punkte,  ist  vorn  convex, 
besitzt  aber  weder  ein  mittleres  Höckerchen  noch  Querleisten. 
Der  glatte,  ziemlich  hochgewölbte  Prothorax  ist  nur  an  den 
Seitenrändern  gezähnelt,  am  Hinterrande  ganz  glatt:  die 
wenigen  Fransen  sind  schwarz;  zerstreute  feine  Punkte  linden 
sich  nur  nach  den  Seiten  zu  und  vor  dem  Vorderrande.  Das 
Scutellum  fehlt.  Die  mattglänzenden  Flügeldecken  sind  sehr 
fein  punktirl-gestreift,  die  Zwischenräume  der  Punktstreifen 
flach  und  mit  einzelnen  zerstreuten  Pünktchen  besetzt.  Das 
Mesosteruum  ist  convex  und  vorn  stumpf  abgerundet.  Die 
gekrümmten  Vorderschienen  besitzen  außen  zwischen  den  vier 
Zähnen  und  hinter  dem  vierten  Zahne  kleine  Zähnchen.  Die 
hintersten  Schienen  haben  innen  nahe  der  Basis  einen  Vor- 
s))rung.  Die  FJehaarung  der  Beine  und  Brust  ist  schwarz. 
Länge  des  Körpers  Ifi  mm. 

Ein  Stück  (j")  von  Wim  (Deuhardt). 

Sebasteos  adelphus  n.  s|). 

Latus,  nigerrimus,  subnitidus,  tuberculo  inferiore  ulriusque 
dentis  in  margine  medio  antico  opistomatis  sat  magno:  pro- 
noto  glabro  parce  punctato.  dente  angulorum  prothoracis  an- 
ticorum  robustulo,  acnto:    lateribus  prothoracis  pone    angulum 

SteU.  entooiol.  Zeit   1S95. 


333 

aoticum  ipsum  siuuatis^  elytris  lalirf,  glabris,  .subtiliter  puiiotato- 
.striatis.  interstitiis  sparsim  insculpte  punctatis;  pedibus  anticis 
lübiistis.  tibiis  intus  creuulato-denliculatis;  p3'gidio  transversini 
parce  aciculato.  —  Long.  32  lam. 

Am  Mkatta-Flur^  in  Usagara  (22.  Mai  1890, 
Dr.  F.  Stublmann). 

Westwood  stellte  die  (jattimg  Sehasfeos  in  den  Transact. 
Eutom.  Soc.  London  IV.  S.  225  auf.  Sie  ist  sehr  nabe  mit 
ScarabaeHs  (Alcurhus)  verwandt  und  könnte  nur  für  eine 
Unterabtbeiluug  dieser  Galtung  gelten.  Der  Hauptcbarakter 
liegt  im  Epistom.  Dieses  ist  vorn  in  der  Mitte  mebr  vor- 
gezogeu,  ciucb  die  beiden  mittleren  Zäbne  sind  länger  als  bei 
Scai'abat'Hs:  außerdem  ist  jeder  dieser  beiden  Zähne  unter- 
halb der  Spitze  mit  einem  Höckerchen  versehen.  Der  Sporn 
der  Hinterschienen  ist  beweglich.  Die  Vorderschieuen  sind 
außen  mit  o  oder  4  großen  Zähnen  bewehrt.  Das  Scutellum 
ist  unsichtbar.  An  den  Vorderecken  des  Prothorax  befindet 
'-ir-h  ein  mehr  oder  weniger  vorspringender  Zahn. 

Gymnopleurus  crenulatus  n.  ^p.  ^. 

Ij.  (nureo  Ol.  similis,  corpore  latiore  supra  toto  obscure 
cupreo  et  nitido,  elytris  obsolete  viridi-marginatis,  pectore, 
abdomine  pedibusque  nigris,  nitidis;  eapite  punctulato  sub- 
uitido.  medio  longitudinaliter  impuuctato.  epistomate  quadri- 
dentato:  prothorace  breviore,  supra  distinctius  et  multo 
profuudius  punctato,  linea  media  longitudinali  laevi,  lateribus 
distincte  crcnulatis;  elytris  subtiliter  striatis,  striis  remote 
punctulatis,  interstitiis  conspicue.  sed  paulo  minus  profunde 
quam  prouoto  puuctatis.  lateribus  minus  profimde  siuuatis. 
—  Long.   oor|).   17   mm. 

Bei  Andetei.  nördlich  vom  Albert-Edwind-Sce 
(25.  Dezember  1891,  Dr.  F.  Stuhlmann). 

Außer  dem  az,ureus  Ol.  scheint  diese  Art  auch  dem 
laelus  Hope  (Ann.  Mag.  Nat.  Hist.  1842  Vol.  9.  S.  494)  vom 
Cap  Palmas  ähnlich  zu  sein:  bei  diesem  sinfl  nher  die  Elytren 
als   .,fere  glabra-'    bezeichnel. 

Gymnopleurus  cupreovirens  u.  s[).  ,J. 

(J.  tizi/rrn  Ol.  similis.  corpore  latiore.  sujtra  lolo  eupreo- 
viridi,  nitido  vel  subnitido,  infra  nigro,  lateribus  mctasterni 
abdomineque  obscure  viridibus:  eapite  vix  nitido.  ooriaceo, 
vix  vel  indistinctc  punctulato,  ante  marginem  auticum  rud(^ 
aciculato-punctato:  pronoto  subtiliter  coriaceo,  subnitido,  sub- 
tiliter  punctulato:    elytris    leviter  striatis,   striis  remote  punc- 

Stett.  entouiol.  Zeit.  1835 


334 

tulalis,  interstitiis  densissime  subtiliter  laevi-puhtulatis,  pustiilis 
puncliformil)iis:  pygidio  subcoriaceo,  vix  puuctato,  medio 
longitudinaliter  band  glabrato.  —  Long.  corp.  20  mm. 

SüdüsUicb  vom  Victoria-Njansa    (ür.   G.  A.  Fiscbev). 

Von  der  vongon  Art  durcli  die  ganz  abweicbende 
Sculptiir  und  Färbung  und  den  tiefen  lateralen  Ausschnitt  der 
Elytren  verschieden. 

Gymnopleurus  malleolus  n.  sp.  q. 

G.  fastiditn  Har.  similis,  supra  opacus,  fusco-ater,  levissime 
subvirescens,  prothorace  anguste  viridi-limbalo,  pectore,  ab- 
domine  pedibusque  viridi-aeneis,  uitidis;  capite  aciculato- 
punctato,  ad  marginem  versus  anticum  asperato,  ad  front em 
versus  oblique  bicarinato;  epistomate  breviter  quadridentato; 
prothorace  lato,  alte  convexo,  utrinque  profunde  foveolato, 
supra  toto  granulato,  linea  media  longitudinaliter  sublaevi, 
striis  duabus  impressis  antescutellaribus  nullis;  elytris  sub- 
tiliter striatis,  subtilissime  granulatis  pustulisquc  minutissimis 
laevibus  ornatis;  tibiis  anticis  pone  dentes  tres  majores  pluri- 
denticulatis  (denticulis  6 — 7);  femoribus  dente  infero  armatis; 
tubere  mesosternali  distineto,  paulo  producto,  postice 
trausversim  depresso.  —  Long.  corp.   19 — 20  mm. 

IJei  Kakoma  in  Ugunda,  ö^^tlich  vom  Tangaiijika-See 
(Dr.   Böhml. 

Gymnopleurus  consanguineus  n.  sp.  ,j. 

Praecedenti  colore  et  scuiptura  similis,  sed  multo  minor, 
elytris  convexioribus,  tibiis  anticis  pone  dentes  tres  majores 
denticulis  nonuullis  exstructis:  femoribus  anticis  dente  infra 
distineto,  sed  minore,  armatis.  —  Long.  corp.  13  mm. 

Bei  Kanssinem,  westlich  vom  Victoria-Njansa 
(20.  Februar   1892,  Dr.  F.  Stuhlmann). 

Gymnopleurus  fastiditus  Harold. 

Diese  Art  steht  dem  li.  (lelct/orcjuei  Ch.  Watcrh.  sehr 
nahe  und  ist  wohl  nur  eine  Rasse  derselben.  Die  Unter- 
schiede sind   folgende: 

Supra  subnitidus,  subtilius  sculpturatus,  sutura  elytroruni 
yaulo  nitida;  inter  duos  dentes  tibiarum  anticarum  posteriores 
denticulis  tribus;  inter  duos  dentes  majores  marginis  tibiarum 
posticanim   exterioris  denticulis  4 — 5. 

Cap  der  guten  Hoffnung  (Lichtenstein). 

Slett.  entoiuol.  Zeit.  lää&. 


385 

Die  entsprechenden  Meikniule   von 

Gymnopleurus  clelegorguei  Cli.  Waleili. 
sind  :  Supra  tere  opacns,  minus  siibtiliter  sculptnratus,  .-iutuva 
elytrorum  haud  nitida;  inter  duos  dentes  tibiarum  autiearunv 
posteriores  denticulis  nullis  (interdum  uno);  inter  duos  dentes 
majores  maminis  tibiarum  posticarnm  exterioris  denticulis 
2  vcl  3. 

Natal  (Puppig). 

Gymnopleurus  pustulatus  u.  sp.  ^. 

G.  siyncülcoUi  Waterb.  et  G.  iiiitbrino  Gerst.  >iinilis, 
sed  prouoto  band  piloso,  ater,  subvirescens,  subnitidus  vel 
(ipaeus,  capite.  pronoto  (atroviridi)  elvtrisque  (atris)  subtiliter 
uranulosis,  granulis  elytroruni  densissimis,  subtiHssimis;  pro- 
noto utrinque  transversim  foveolato.  disco  areis  Septem 
dillbrmibus  glabris,  nitidis,  ornalo,  margine  postico  ante 
scutellum  biimpresso;  pygidii  apice  giabro,  nitido:  meso- 
sterno  leviter  eonvexo,  band  tuberculato,  foveolaque  trans- 
versa exstructo.  —  Long.  corj).  13  mm. 

Tanganjika-See  (Reichard j. 

Gymnopleurus  moerens  u.  sp.  ,^$. 

Fusco-umbrinus,  opacus,  siibtus  subnitidus,  capite  et  pro- 
noto pilis  Havis  band  densatis  obsitis;  epistomate  bidentato; 
pronoto  inaequali,  vario  modo  impresso,  sulco  medio  lon- 
giludinali  autiee  obsoleto,  postice  prol'undo,  tbveola  utrinque 
latcrab  magna,  areis  nonnullis  discoidaUbus,  praesertim  duabu» 
anterioribus,  glabris  vel  subglabris,  parum  nitidis;  el3'tris 
subtilissimc  parce  granulatis  et  parcissime  breviter  setosis, 
interstitiis  striarum  alternis  convexis:  mesosterno  fonvexo 
liaud  tuberculato.  —  Long.   corp.   7 — 9,5  mm. 

Am  Tana-Fiuß  in  Witu,  OstatVika  (Denhardt). 

Gymnopleurus  atrovirens  n.  sp. 

G.  thalassino  Kl.  similis,  atro-viridis,  opacus,  supru  lotus 
subtiliter  granuloso-rugosus,  subtus  obscure  viridi.s,  nitidus; 
epistomate  bidentalo,  margine  utrinque  quasi  deute  rotun- 
dato  produclo;  protborace  sat  eonvexo,  utrinijue  modio- 
criter  Ibveolato,  linea  media  longitudinali  obsoleta,  postice 
impressa,  lateribus  ante  augulos  anticos  sinuatis;  el3tris  sub- 
tiliter striatis,  interstitiis  alternis  perparum  convexis;  meso- 
sterno medio  rotiindatc  producto.   — •  Long.  corp.  11 — 13  mm. 

Kjanoa,  am  Westuter  des  V  i  et  o  ri  a  -  NJ  a  n  «  a 
(21.  Februa^r  1892,   Dr.  F.  Stuhlmann). 

Sletf.  entoniol.  Zeit.  1895.  '>'> 


336 

Gymnopleurus  krügeri  a.  &p. 

Ex  affiuibus  G.  virentis  Er.,  laevicollis  Gast,  etc.,  sed 
<otus  niger,  nitidus,  ehtrorum  disco  subnitido,  capite,  angulis 
2)ronoti  anticis,  plagis  lateralibus  segmentorum  abdominalium, 
lateribus  lotiy  meso-  et  metasterui,  maculis  diiabus  pjgidii 
femorumque  posticorum  latere  inferiore  ad  maxiniam  parteni 
flavo-sericeis;  epistomate  bidentato,  carina  capitis  media 
areisque  duabus  frontalibiis  laevigatis:  pronoto  subtilitev 
(ad  latera  versus  distinetius)  punctato,  disco  fere  impunctato, 
giabro;  elytris  glabratis,  subtiliter  coriaeeis.  haud  punctatis. 
vix  vel  basin  et  apiceni  versus  striatis,  prope  suturam  plicatis, 
ad  basin  nodulosis,  marginibus  lateralibus  sinuatis,  pone  sinum 
angustatis;  femoribus  anticis  haud  dentatis.  —  Long.  corp. 
10—11  mm. 

Aus  der  Massaisteppe  (Sogoui)  in  Nord-Üsambara, 
von  Herrn  Forstassessor  Krüger  der  Königlichen  Sammlung 
überlassen. 

Gymnopleurus  ignitus  Kl.  var.  laeviuscula  u. 

Viridis,  niten,-^,  pronoto  minus  dense  et  minus  crasse  quam 
in  6r.  iynito  sculpturato,  areis  glabris  majoribus.  —  Tanga, 
Pangani,  Mombassa,  Sansibar. 

Heliocopris  colossus  Bat. 

Diese  sehr  wenig  bekannte  Art  wurde  von  Olivier  in 
seiner  „Entomologie^  (1789)  L  3.  p.  132.  t.  14  f.  137  nach 
einem  -weiblichen  Stücke  unter  dem  Namen  Scarahaeiis  gigas 
beschrieben  und  abgebildet.  Dieser  //.  gigas  ist  verschieden 
von  dem  alteren  //.  gigas  L,  (Mus.  Lud.  Uh-.  1764.  p.  16.) 
Bat  es  führte  daher  für  den  Olivierschen  gigas  den  Namen 
colossus  ein  (Coleopt.  Hefte.  IV,  p.  88).  In  der  Königlichen 
Sammlung  belinden  sich  einige  Stücke  beiderlei  Geschlechts 
aus  Central-  und  West-Afrika.  Da  das  Männehen  noch  un- 
bekannt ist  oder  wenigstens  in  der  Litteratur  sich  nicht  be- 
schrieben lindet,  so  möge  diese  Lücke  hiermit  ausgefüllt 
■werden,  indem  ich  im  Folgenden  eine  Diagnose  des  //.  colossus 
mittlieile: 

Ma.ximu^,  uiiidu^,  niger  vel  nigro-piceus;  cljpeo  obtuse 
4-  vel  6-angulato,  inter  angulos  leviter  siuuato^  prothorace 
late  transverso,  margine  postico  recto  ante  scutellum  interdum 
vix  leviter  producto,  dorso  coufluenter  rugoso,  antice  rufo- 
piloso;  elytris  sat  profunde  striatis,  interstitiis  planis  vage 
punctulalis,  ad  basin  absquc  tuberculis. 

Stett.  eutomol.  Zeit.  lS9ö. 


337 

Q  Caput  aogustior  quam  iu  ^.  clypeo  obtusc  6-augulato, 
corou  singulo  niedio  valido  leviter  proclinato:  pronoto  ante 
hasin  paulo  laevigato,  subpunctato,  medio  basali  subgranulato- 
punctato,  area  oblonga  discoidali  laevigata;  parte  elevata 
dorsali  lata  per  totam  fere  latitudinem  producta,  utrinque 
antice  deutata,  intra  dentem  sinuata,  lobo  medio  lato  obtusato 
vel  leviter  arcuato;  lateribus  partis  elevatae  angulatis;  margine 
utrinque  protlioracis  leviter  obtuse  angulato. 

^  Caput  postice  latior  quam  in  q.  clypeo  obtuse  4-an- 
gulato:  fronte  trausversim  carinata,  carina  breviter  tridcntata, 
inter  dentes  sinuata:  prothorace  supra  toto  rugoso,  ante  basin 
haud  laevigato.  lateraliter  rotundato,  carina  antemediana  sub- 
sinuata  mediaque  parte  parum  late  et  arcuatim  j)roducta. 

Long.  corp.  q    6.5 — (i?.  lat.  38 — 40  mm. 
„  „       $  62—69,'  lat.  36—40  mm. 

Die  vorliegenden  Exemplare  stammen  aus  dem  Hinter- 
iaude  der  Goldküste  (L.  Conradt);  Bukoba  am  Westufer 
des  Victoria-Njansa  (18.  November  1890,  Dr.  F.  Stulilmann); 
Uganda  am  Nordufer  des  Victoria-Njansa  (Dr.  Eugen  Wolf) 
und  aus  Ka  wir  endo  am  Ostufer  des  Victoria-Njansa 
(0.  Neumann). 

Nacli  Oskar  Neumanu  hält  sich  diese  Art  im  und  am 
Elefantendung  auf. 

Diese  größte  der  bekannten  Helioco pris- Avten  ist  dem 
kleineren  indischen  //.  bucephalus  F.  ähnlich,  namentlich  hin- 
sichtlich der  Bildung  des  Kopfes  und  des  Prothorax. 

Heliocopris  neptunus 
Boheman.   lM>ecta  Caftrariae.  II.  p.   21.1. 

Dieser  Heliocopris  bildet  gegen  Harolds  Annahme  eine 
eigene  Spezies.  Es  befindet  sich  in  der  Königlichen  Samm- 
lung ein  Paar  (o  ^)  dieser  Art  aus  Keren  in  Abyssinien 
(von  Dr.  Steudner  gesammeltj.  Auf  diese  Stücke  paßt  genau 
die  originale  Beschreibung  des  //.  neplunus  in  Boheman's 
Ins.  Catlr.  1.  c.  Baron  v.  Harold  hat  dieselben  Exemplare 
s.  Z.  als  H.  eryx  F.  bezeichnet,  hält  aber  diese  Art  für 
identi.sch  mit  Boheman s  neptnnus  (Coleopl.  Hefte.  VIII. 
p.  7).  Dies  ist  ein  Irrthum:  denn  beide  Arten  sind  von  ein- 
ander sehr  verschieden,  worüber  ich  schon  in  der  Stettin. 
Ent.  Zeit.  1893  p.  i9<i  Mittheilung  machte.  Wie  ich  gleich 
darlegen  werde,  ist  der  von  mir  vor  zwei  Jahren  beschriebene 
H.  mutabilis  dieselbe  .\rt,  welche  Fabriciu>  im  Sy-t.  Eleuth. 
als  ert/x  aufführte. 

Stett.  entomoU  Zeit.  13^J.  22^'' 


338 

Jl.  neplf/nus  hat  im  iviännlielien  Gesclileclit  ein  ».Mnlaclic«, 
gerade  aufoerielitetes  und  am  Ende  ausgcrandetes  Stirnhorn, 
eryx  F.  jedoch  zwei  weit  auseinander  stehende  Stirnhörner. 
Der  dreispitzige  nach  vorn  gericlitete  Lobus  des  Pronotums 
ist  in  beiden  Arten  ühnHch. 

//.  neptunus  kommt  vor  am  Limpopo  in  Transvaal, 
wo  die  Originalexemplare  gefunden  wurden,  und  in  Kereu 
(Ab3'ssinien).     //.  eryx  ist  in  Kamerun  zu   Hause. 

Heliocopris  eryx  F. 

Als  ich  den  .//.  nuitabilis  beschrieb  (Stettin.  Ent.  Zeit. 
1893.  p.  195),  wurde  ich  durch  den  Wortlaut  in  der  Be- 
schreibung des  H.  eryx  in  Fabricius'  Systema  Eleuth.  I.  p.  35 
gezwungen,  darauf  hinzuweisen  (a.  a.  0.  p.  196),  daß  die 
mir  vorliegenden  Heliocopres  wahrscheinlich  aul"  diese  Fabricius- 
sche  Art  zu  beziehen  seien,  namentlicii  wegen  der  Angabe 
„thorace  tricorni,  cornubus  subaequalibus,  depressis,  capite 
cornubus  duobus  erectis,  basi  connatis.'"  Da  jedoch  Fabricius 
für  seine  Art  eine  viel  bedeutendere  Größe  angiebt,  als  die 
Kameruner  Stücke  aufweisen,  so  lag  die  Vernuitlumg  nahe, 
daß  es  sich  nur  um  eine  ähnliche  Art  handele,  daß  also 
mnlahiUs  von  eryx  verschieden  sei.  Herr  Fei  sc  he  in  Leipzig, 
Besitzer  einer  großen  Copriden-Sammlung,  hatte  die  Güte,  mir 
mitzutheilen,  daß  er  sehr  große  Stücke  von  //.  eryx  habe, 
so  daß  der  Annahme  nichts  im  Wege  stände,  daß  beide 
Arten  identisch  seien.  Ein  weibliches  Exemplar,  welches  von 
Felsches  Hand  die  Bezeichnung  „(T/y.r  F.*'  trägt,  und  welches 
die  Königliche  Sammlung  von  Heyne  erwarb,  stimmt  genau 
mit  den  in  der  hiesigen  Sammlung  befindlichen  Sliicken 
überein. 

Heliocopris  hunteri   j 
Waterhouse,    Ann.    Mag.    Nat.   Hist.  (6.)  VII.    I8t)l.    p.    .-)Ü8. 

Zu  dieser  Art,  von  welcher  der  Autor  nur  das  Männchen 
beschrieb,  nach  Stücken  aus  dem  Massai-Lande,  gehört  der 
weibliche  Uclloeoprh.  welchen  ich  in  der  Stettin.  Ent.  Zeit. 
1893  p,  19()  unter  dem  Namen  Irilohus  bekannt  machte. 
Die  neueren  Sendungen  aus  dem  Kilimandscharo-Gebiet, 
namentlich  von  Prof.  Dr.  Volkens  und  Missionar  Paesler, 
setzten  uns  in  den  Stand,  die  Zugehörigkeit  des  frilobus  $  zu 
hunieri  ,^  endgültig  festzustellen,  da  beide  Geschlechter  dieser 
Art  von  demselben  Fundorte   vorliegen. 

Die  Art  lindet  sich  am  Kilimandscharo  in  der  Kultur/.fiue 
(1300 — 1700  m)  an  Menschenkoth   und   Zie<jenmist. 

Stell,  emomol.  ZuK.  iP'iS. 


339 

Dus  MänncJien  ist  ausgezeichnet  durch  die  drei  mäßig 
langen,  geiadcu,  last  zugespitzten  Koplliörner  und  das  ein- 
lache, lauge,  vorn  sehr  verdünnte,  initiciständige  und  nach 
vorn  gerichtete  Hörn  des  Pronolums,  sowie  durch  die  vier 
Höckerchen  am  Grunde  jeder  Flügeldecke.  iJei  kleinen 
Männchen  fehlen  die  beiden  seilenstäiidigen  Höruer  des  Kopfes 
lind  das  mittlere  Horu  ist  nur  als  zweispitziger  Höcker  vor- 
handen. Auch  von  dem  Hörn  des  Pionotums  lindet  sich 
nur  ein  vorspringender  zweispitziger  Höcker,  außerdem  Je  ein 
.seitlicher  kurzer  Höcker  nach  den  Seitenrändern  zu. 

Heliocopris  biimpressus  m. 
Stettiuer  Entoui.  Zeil.    1893.   p.   198. 

Dieser  Art,  welche  ich  nur  nach  einem  weiblichen  Stücke 
aus  Mpwapwa  in  Deutsch-Ostafrika  beschrieb,  gesellt  sich 
jetzt  das  männliche  Geschlecht  zu,  welches  in  einigen  Exem- 
plaren vorliegt. 

Wie  das  Weibchen  dem  weiblichen  //.  alropoa,  so  sieht 
auch  das  Männchen  dem  Männchen  dieser  südafrikanischen 
Spezies  ähnlich.  Der  Hauptuuterschied  liegt  in  der  Bildung 
des  Kopfes  des  Männchens.  Bei  IL  biimpressus  stehen  die 
beiden  Hörner  durch  eine  fast  gerade,  uiclit  vorgeschobene 
Leiste  miteinander  in  Zusammenhang,  während  bei  alropos 
die  beiden  Hürncr  durch  eine  nach  vorn  in  weitem  Bogen 
vorgeschobene  Leiste  miteinander  verbunden  sind.  Kleinere 
und  größere  Stücke  machen  hierin  keinen  Unterschied,  Ferner 
zeigen  die  meisten  Stücke  von  biimpressus  ,^  $  auf  den 
Flügeldecken  viel  feinere  Streifen  und  llacherc  Zwischenräume 
als  atrnpns.  Die  kleinen  Höcker  am  Grunde  der  Flügel- 
decken auf  dem  3.  —  .5.  Zwischenraum  sind  unbeständig  imd 
'\<innen  zur  Unterscheidung  nicht  verwerthet  werden. 

Jedenfalls  sind  die  beiden  Arten  außerordentlich  nahe 
miteinander  verwandt,  aber  der  Unterschied  am  Kopfe  ist  ein 
sehr  scharfer.  Angesichts  der  wenigen  bekannten  Stücke 
^vürde  ein  endgültiges  Urtbeil  über  ihre  Artberechtigung  aller- 
dings verfrüht  sein.  Der  Prothorax  ist  bei  den  Männchen 
beider  Arien  ganz  gleich  gebildel. 

Von  //.  biimpressus  liegen  mäimliche  Stücke  vor  aus 
Mpwapwa  (Januar  bis  Februar  1894,  Lieut.  Rühmer),  vom 
Tangaujika-See  (!'.  Reichard)  uud  vom  Nyassa-See; 
weibliche  Stücke  aus  Alpwapwa  (Juni  1890,  Dr.  F.  Stuhl- 
mann) uud  von  Sansibar  (ob  aus  dem  Innern  des  Fest- 
landes San.-ibar?)  f Hildebrandt). 

Siett.  entomol.  Zeit.  18'Jä. 


340 

Die  Körperlänge  der  j^  beträgt  36 — 4U,  die  der  $ 
36 — 37  mm. 

H.  atropos  ist  in  der  Königlichen  Sammlung  vom 
Nyassa-See  und  der  Südafrikanischen  Republik  ver- 
treten, die  Körperlänge  beträgt  38 — 40  mm    j    und  39  mm  $. 

H.  faunus  ßoheman  (Ins.  Cafl'r.  II.  p.  216),  nur  nacli 
dem  $  beschrieben,  kann  nicht  zu  atropos  Boh.  gehören,  wie 
der  Gemminger-Harold'sche  Katalog  angiebt.  (Harold,  München. 
Ent.  Ver.   1878.  p.  38.) 

Onthophagus  subextensus  u.  sp.  ,^$. 

Diese  schöne  Art  gehört  zur  //ar/}aa;-Grupj)e  und  ist  dem 
0.  extensus  Harold  (Col.  Hefte.  XVI.  S.  42)  sehr  ähnlich, 
aber  etwas  größer;  die  zwei  vorderen  Höcker  des  Prothorax 
stehen  etwas  näher  beieinander  und  die  beiden  mittleren,  auf 
der  Scheibe  stehenden  Höcker  sind  größer.  Die  Scheibe  des 
Prothorax  ist  von  einer  breiten  glatten  Längsfm-che  durch- 
zogen. Auf  den  Flügeldecken  sind  die  altcrnirenden.  schwach 
convexen  Zwischenräume  ganz  punktirl,  bei  extensus  glatter 
lind  nur  wenig  punktirt.  Das  $  unterscheidet  sich  von  extenstts 
$  durch  den  geraden  und  kürzeren  Querkiel  auf  der  Stirn 
zwischen  den  Augen. 

0.  extenso  Har.  simillimus,  viridi- meUillicus,  elvtris 
brunneis  ad  basin  humerosque  nigro-viridibus,  sutura  viridi* 
nitente;  pronoto  i)unctato,  dorso  medio  glabro  late  sulcato; 
eljtris  striatis,  inlcrstitiis  lotis  punctatis,  ullernis  angustioribus, 
subconvexis,  haud   glubiatis. 

(^  Cornu  frontale  longissimum,  distincte  recurvum,  niurum, 
basin  versus  viride;  prothorace  quadridentato,  dentibus  duobus 
anterioribus  laminatis,  altioribus,  acutis,  exstantibus,  duobus 
mediis    posterioribus  majoribus    inter  se  approximutis,    conicis. 

S^  Carina  transversa  capitis  anterior  curvala,  posterior 
brevis,  altior,  recta;  prothorace  antice  (|ua(li-ilMbercuhilo.  tulMT- 
culis  duobus  mediis  coeuntibus. 

Long.  corp.  12 — 16  mm. 

Es  liegen  vor  einige  Stücke  aus  Deutsch-Ostafrika 
und  zwar  aus  Kakoma  in  Ugunda  (Dr.  R.  Böhm)  und 
vom  Mkatta-Pltiß  in  W<'s( -rkanii  (Dr.  F.  Sluhhnann, 
22.  Mai  1890). 

Auch  das  von  B.  v.  Harold  bei  der  Beschreibung  des 
0.  extensus  I.  c.  erwähnte  $  aus  dem  Innern  Westafrika« 
(Lunda-Keich,  Dr.  Pogge)  gehört  zu  der  neuen  Spezies.  Die 
Originalbeschreibung    des    extensus    paßt    nur  auf   Stücke  au« 

Stell,  enlomol.  Zeil.  lääS. 


341 

den  Küstenländern  Deutsch-Oslafrikas  und  vom  Jipe-See  am 
Kilimandscliaro.  tl.vtcnsus  ist  demnach  aus  dem  Innern  West- 
afrikas nicht  bekannt. 

Orphnus  nyassicus  n.  sp.  .j  +, 

Diese  Art  ist  dem  0.  sene(jalensis  Cast.  zunächst  ver- 
wandt, aber  kleiner;  das  Pronotum  ist  s;röber  und  etwas 
reichlicher  punktirt;  die  AushöhlunG;  desselben  beim  ,j  hinten 
viel  weniger  verschmälert;  die  Hinterecken  des  Prothorax 
stärker  gerundet  (bei  0.  senegalensis  stumpf  abgerundet). 

0.  senegaleiisi  similis,  paulo  minor,  angustior,  totus 
castaneo-rufus,  tibiis  tarsisque  infuscatis;  capite  distinctius 
punetato  niargineque  antico  magis  rotundato;  prothorace 
rotundato-transverso,  angulis  posticis  late  rotundatis,  supra 
largius  punetato,  punctis  dorsalibus  |)lerumque  subtilissimis, 
lateralibus  autem  prot'undioribus;  elylris  partim  irregulariter, 
partim  seriato-punctatis,  seriebus  dorsalibus  fere  geminatis, 
Stria  suturali  distincte  impressa. 

^  Cornu  capitis  ex  epistomate  natum,  pronoto  late 
excavalo,  cava  usque  ad  marginem  posticum  pertinente,  late- 
ribus  cavae  laminato-elevatis,  lamina  utraque  elongata,  angustu 
dentemque  anticum  praebente. 

Long,  corp.  6 — 7  mm. 

Nyassa-See. 

Var.  impresso-striata  m. 

Major,  evidentius  punctata,  elytris  magis  seriato-punctatis, 
seriebus  dorsalibus  plus  minusve  impressis,  ehtris  igitur  in 
dorso  fere  subsulcatis.  —  Long,  corp,  6,5 — 8,5  mm.  — 
Tanganjika-See   (P.  Reichard). 

Orphnus  sansibaricus  n.  sp.  q$. 

Piceo-niger,  subtus  cum  pedibus  castaneus;  eljtris  ad 
partem  (in  dorso)  seriato-punctatis;  punctis  compluribus  irre- 
gularibus,  prope  latera  autem  j)aulo  serialis;  stria  suturali 
profunde  im])ressa;  callo  anteapicali  luevigato,  impunctato; 
iemorihus  anticis  infra  i)rope  apiccm  hunina  brevi  instructis 
et  pone  laminam  sinuatis;  tibiis  anticis  forte  Iridenlalis,  denti- 
bus  plus  minusve  obtusis. 

,^  Cornu  capitis  e  fronte  uiiium,  tnbcrculo  ininuto  ad 
marginem  ocnlorum  internum  utrin((ue  sito  ^iugulo,  pronoto 
utrinquc  laeviualo,  hie  et  illic  pnrce  grosse  punetato,  medio 
late  et  i)rofunde  et   fere  usqu(!  ad  marginem  [)nsticum  excavato, 

SteU.  enloniol    Zeif.  1S95. 


342 

rricuginibus  cavae  iitrinque  postice  late  divergenlibus  laminamque 
tingulain  elevatam  trigonaleni,  dentiformem,  simplicem  for- 
mantibus, 

ü-  Pronotiim  laevigatum,  in  tnedio  impiinctatum  vel 
punctis  siugulis  antice  exstructum,  utrinque  dorsi  et  prope 
latera  (aveis  laevibus  singulis  exceptis)  haud  dense  punctatum. 

Long.  corp.  11,5 — 13   mm. 

Sansibar  (tlildebrandtj  rj$.  Aucb  2  ^  vom  Tanga- 
njika-See  (P.  Reiohard)  gehören  liierher. 

Die  Art  ist  dem  0.  hilobus  Kl.  von  Mosambik  ähnlieh, 
aber  das  Kopfhorn  ist  kürzer  und  mehr  die  Stirn  hinauf- 
gerik-kt.  Der  Eindruck  auf  dem  Prothorax  des  ,j  ist  viel 
breiter  und  die  seitlichen  Ränder  der  Aushöhlung  nur  mit 
einer  hohen  Zacke  versehen.  Die  Flügeldecken  sind  etwas 
grüber  punktirt,  die  Funkle  stehen  auch  an  den  Seiten  mehr 
in  Reihen. 

Orphnus  subfurcatus  n.  sp.  q. 

Piaecedenti  similis.  sed  multo  minor,  piceo-niger.  subtus 
cum  pedibuö  castaneus;  cornu  capitis  e  fronte  nato,  tuberculo 
minuto  singulo  ad  marginem  internum  oculorum  sito^  pronoto 
utrinque  largius  j)unctulato,  ))artim  glabro,  medit»  fere  usque 
ad  marginem  i)osticum  excavato,  marginibus  cavae  parallelis, 
])arum  elevatis,  lamiuam  simplicem  vel  mutieam,  parum  eleva- 
tam, formantibus;  eljtris  coniertim  neque  dense  punetatis, 
callo  anteapicali  glabro,  punctis  partim  indistincte  seriatis, 
seriebus  aulem  dorsalibus  imi)ressis  distinctioribus,  stria  quoqiie 
.«uturali  distincta:  basi  elytrorum  granulis  praedita:  tibiis 
anticis  Iridentatis,  dente  superiore  iniiuito.  —  Long.  corp. 
1^.5  mm. 

Madinula   in  Deutsch-Ostafnka   (W.  v.  St.  Paul-lllaire). 

Auch  diese  Art  ist  dem  0.  l)ilobf(s  ähnlich,  aber  kleiner, 
und  die  erhabenen  Seitenränder  der  Aushöhlung  des  Pronotums 
sind  nur  mit  je  einer  abgerundeten  Zacke  versehen.  Seitlich 
von  der  Aushöhlung  ist  das  Pronotum  reichlicher  punktirt. 
Die  Fliigeldeeken  sind  gröber  punktirt,  die  Punkte  auf  dem 
Rücken  in  zwei  bis  drei  Reihen  geordnet:  die  übrigen  Punkte 
stehen  unregelmässig,  der  Eudbuckel  ist  glatt.  Das  Pronotum 
ist  reichlicher  und  feiner  jtunktirt  als  bei  xansibarictis,  die 
Seilenvänder  der   Au>höhlimg  sind   aber  parallel. 

Phaeochrous  stercorarius  n.  sp.  q  $. 

Fuscus,  nitidus,  Ph.  bcccarii  simillimus.   cajtite  et  pronoto 
nitidioribus  et  subtilius  i)unclatis5  elvtris  paulo  subtilius  striatis, 

Siet:.  entoiiiol.  Zeit.  1:?95. 


343 

serifbus  iribub  gcminatis  piiuctoruni  in  iitroque  elyiro,  inter 
has  sericö  .spatio  sat  lato   irremihiritei-  piinctato. 

j  Tibiae  anticae  extiis  totae  cieuiilatae,  etiatn  iiiter  dentes 
flua?  marginales,  deute  tertio  nullo:  tibiis  postevioribus  lougius 
setosis  quam  in  $. 

$  Tibiae  anticae  extus  inter  dentes  duas  majores  haud 
crenulatae,   dentc  tertio  distincto. 

Long.  corp.  10 — 11    mm. 

Plantage  Üerema  in  Usambara,  OstafriUa  (Dezember 
1891,  an  Kotb,  L.  Conradt). 

Dem  Ph.  heccarii  Har.  sebr  äbnlicb,  aber  Kopf  und 
Pronotum  glatter,  glänzender,  feiner  pnnktirt.  Die  FÜlgel- 
deckeu  etwas  feiner  gestreift;  drei  Dopi)elstreifen  auf  jeder 
Flügeldecke,  zwiscben  je  zwei  Doppelstreifen  ein  viel 
breiterer,  unregelmäßig  ])unktirter  Zwisebenraum.  Beim  ,^ 
am  Außenrande  der  Vorderscbienen  (aiicb  zwiscben  den 
beiden  Randzäbnen)  mit  vielen  Kerbzäbneben.  Mittel-  und 
Hiutersebienen  länger  beborstet  als  beim  ^.  Zwei  Zähne  an 
den  Vorderschienen.  Beim  V  kein  Kerbzähnehen  zwischen 
den  beiden  großen  Randzähnen  der  Vorderscbienen.  Drei 
Zähne  am   Rande  der  Vorderscbienen. 

Bei  Pli.  heccarii  sind  auf  den  Flügeldecken  beiderseits 
der  Doppelstreifen  noch  deutliche  Streifen,  daher  die  Zwischen- 
räimie  mit  den  unregelmäßig  stehenden  Punkten  zwischen  den 
Doppelstreifen  viel  schmäler.  ^  mit  Kerbz  ahn  eben 
zwischen  den  großen  Randzähnen. 

Craniorphnus   n.   g.  Orphninarnm. 

Diese  eigenthümliche  Gattung  steht  der  Gattung  ()ri)luius 
nahe,  unterscheidet  sich  aber  von  dieser  durch  den  verhältniß- 
mäßig  sehr  dicken  Kopf  und  das  etwas  größere  Scutellum. 

Caput  validum,  valde  incrassatum.  tumidum,  cornuque 
erecto  simplice  parvo,  e  fronte  nato,  armatum.  Oculi  sub- 
globosi,  mediocres,  a  cantlio  ad  tcrtiam  parlem  incisi.  Ciypeus 
brevis.  Prothorax  capite  paulo  latior,  medius  excavatus,  autice 
distincte    marginatus,     Elytra    brevia.     Scutellum    majii^ctiiiiiu. 

Craniorphnus  grandiceps  n.  sp.  ^^. 

Rufo-ferrugiueus,  nitidus,  capite  bruuneo,  subnilido,  sub- 
tilissime  vix  conspicue  punctulalo:  pronolo  utrin(|ue  subtililer 
laxe  punetato,  medio  late  excavato,  cava  postice  rotundate 
augustato,  ad  marginem  posticum  haud  totum  pertinente,  cavae 
lateribus  elevatis,  sublaminalis,  dentes  utrin<pie  duos  praeben- 
libue.  dentc  anteriore  angusto,    di>tineto,    deute  posteriore  late 

Stctt.  enloinol.  Zeit.  1305. 


344 

et  obtuse  acuminato;  el^tris  iu  dorso  vix  regulaviter  et 
geminate  seriato-puuclatis,  punctis  lateralibus  in-egulariter 
dispositis;  tibiis  antieis  extus  tridentatis,  denle  superiore 
minuto.  —  Long.  corp.  7  mm. 

Witu,  Tana-FIuß  (Denhardt). 

Rostfarben,  glänzend,  Koj)f  braun,  wenig  glänzend  und 
mit  einem  Hörnchen  bewehrt. 

Philharmostes  u.  g.  Troginarum. 

Gehört  in  die  Verwandtschaft  von  Cloeoius  und  Siinar- 
niostes,  unterscheidet  sich  von  erste rer  Gattung  durch  die 
völlig  comprimirten  Hinterschienen,  die  abgerundeten  Hinter- 
ecken des  Protliorax  und  das  vollständige  Kugelvermögen, 
von  der  letzteren  Gattung  durch  die  9-gliedrigen  Antennen 
imd  die  deutlichen  Epipleuren  der  Flügeldecken. 

Anteunae  9-articulatae.  Genae  a  clypeo  haud  distinctae. 
Prothoracis  anguli  postici  late  rotnndati,  revera  nulli.  Elytra 
inde  ab  humeris  lateraliter  carinata,  itaque  epipleuris  latis. 
Tibiae  postieae  valde  compressae,  subfoliaceae.  Facultas  cor- 
poris convolvendi  in  formam  pilülae  perfecta. 

Die  Fühler  sind  9-giiedrig,  bei  Synarmostes  10-gliedrig, 
obgleich  Lacordaire  und  Harold  dieser  Gattung  9-gliedrige 
Antennen  zuschreiben.  Ich  liabe  beide  Arten,  auf  welche 
Sj/narmostes  von  Germar  gegründet  ist  (Zeitschr.  f  Entom. 
IV.  1843,  S.  124),  nämlich  scabrosus  Gast,  und  tibiolis  Kl., 
untersucht  und  zähle  10  Glieder  an  ihren  Antennen. 

Folgende  Arten  gehören  zu  der  neuen  Gattung. 

Philharmostes  aeneoviridis  u.  sp. 

Fusco-aeneo-viridis,  modice  nitidus;  capite  distinote  punc- 
tato,  medio  laevi  et  subtilius  punctato,  antice  transversim 
striolato,  epistomate  siibangulato:  ))i-othorace  elytrisque  dense 
oculato-  vel  arcuato-pundatis,  lateribus  rotnndatis,  ante  apiceni 
haud  angulatis;  margiue  postico  pronoti  medio  leviter  elevato, 
cui  quatuor  calli  laeves  praepositi:  elytris  prothorace  paulo 
latioribus,  margiue  laterali  superiorc  acuto,  circa  mediun) 
autem  bis  interrupto  et  ad  apicem  sutiuam  haud  (otam  perti- 
nente.  —  Long.  corp.  2'^', — 3   mm, 

Madagascar,  im  Innern   des  Landes  (Hildebrandt). 

Philharmostes  integer   n.  sp. 

Fu^co-aeneup,  plus  minusve  nitidus,  elyirorum  maviine 
costali  anguste  viridi;  capite  distincte  punctato,  antice  tran-^- 
versim    strialo.    medio    laevi  et   subtilius  punctato:    epistomate 

Siett.  entuniol.  Zeit.  189.'^i. 


345 

subangiilato;  prothorace  transverso.  margine  utroque  laterali 
ante  angulum  aDlicum  angulum  sseparatum,  ab  iilo  distinctum, 
obtusü-rotundatiim  forrnante;  margine  pronoti  po.stieo  medio 
leviter  elevato,  cui  quatuor  calli  laeves  praeposili;  elytris, 
ut  protborace,  ubique  dense  circulato  vel  avcuato-punctatis, 
margine  lateraH  integro,  acuto,  ab  liumero  inci|)iente  sutiirani 
postice  ipsarn  lere  pertinente;  epipleuris  antice  sub  iuimeros 
longitudinaHter  striolatis;  utroque  elylro  calhim  medium  basalem 
praebente,  in  disco  subcostato.  —  Long.  corp.  2,5   mm. 

Plantage  Derema  in  üsambara  (November  1891, 
L.  Conradt). 

Obgleich  diese  Art  der  vorstehend  beschriebenen  mada- 
gassischen sehr  ähnlich  ist,  so  weist  sie  doch  eine  Reihe 
Unterschiede  anf.  Der  Körper  ist  etwas  kleiner,  die  Färbung 
eine  etwas  abweichende;  der  Kopf  weniger  convex;  der  Pro- 
thorax vorn  breiter  und  die  Seiten  nahe  den  Vorderecken 
mit  einer  winklig  vorspringenden  Ecke  versehen.  Auf  den 
von  schwachen  Längsrippen  auf  der  Seheibe  durchzogenen 
Flügeldecken  finden  wir  eine  glatte  Schwiele  in  der  Nähe  der 
Basis  seitlich  vom  Scutellum.  Anßeideni  alter  ist  die  obere 
Seitenrippe  jeder  Flügeldecke  ganz,  ohne  Spur  von  einer 
Unterbrechung:,   die  bei  A.  aeneoviridis  sehr  (Icutlich  ist. 


Coleopteren  aus  Afrika, 

Von  H.  J.  Kolbe. 

III. 


Hei  der  weiteren  Bearbeitung  der  ostufrikanischen 
Coleopteren  für  das  Stu  h  lmann"sclie  Werk  ..Ost- A  fri  ku'^ 
dessen  baldige  Vollendung  nunmehr  xu  i-rwaiten  ist,  cr'jahen 
eich  als  neue  Arten  noch  folgende. 

Tefflus  finitimus   n.  sp. 

T.  reichardi  similis,  fronte  et  clypfo  sutura  indistincta 
jjcparatis,  palporum  articulo  ultimo  breviore  fo);  episternis 
totis  glabris;  protliorace  hexagono,  poslice  angustiore  quam 
antice,  laleribus  planatis,  ansulr»  utrinque  laterali  medio 
rotundato-obtuso;  costis  elvtrornru  luliuseiilis,  costis  2.  et  G. 
ante    apicem     conjunctis,     3.,     4..     5,     jio-trce     liberis;      taisi.s 

SteU.  entüiiiol.  Zeit.  1895. 


346 

robustiili.-;.  articiilis  duobuh  basalibus  tarfcorum  aiitieoriim  sat 
latis:  iibdoiiiiiii>  ])iiiu;tis  setigeris  in  segmentis  mediis  uulb's.  — 
—   Long.   corp.   40   mm. 

Deutsch-Oslafrika,  im  Inin'rn:  Wcmbere.  :3"  40  .südl. 
Br.,  3.  Juni  1892  (Terekusa,  Dr.  F.  Stuhlmaun). 

Dem  T.  reichanli  m.  ähnlidi,  aber  der  Prothorax  ist 
kleiner,  eckiger  und  hinten  mehr  versehmälert.  Das  EndgHed 
der  Palj)eu  (q)  hi  Ivürzer.     Die  Antennen  sind  länger. 

Disphaericus  Ch.  Waterh. 

Prolhorax  et  elytra  alte  eonvexa,  ovala,  haee  siogula 
t>-striata.    Pediim  onmium  articiilus  quartius  tarsoriim  bilobatiis. 

Zu  den  wenigen  bis  jetzt  bekannt  gewordenen  Arten 
treten  hier  zwei  neue. 

Disphaericus  clavicornis  n.  sp. 

Niger,  nitidus,  suj)ra  et  intVa  pilis  ruiis  erectis  vestitus^ 
palpis  rutis,  autenuis  pedibusque  brunneis,  l'emoribus  nigris, 
tarsis  palüde  brunueis;  antennis  apicem  versus  incrassatis :, 
pronoti  marginibus  lateralibus  obsoletis.  dorso  irregulariter 
puuetato  et  lougiludinaliter  modice  eanaliculato:  episternis 
prolhoracaiibus  crasse  puuctatis,  postiee  laevigatis;  elytris 
breviter  ovatis,  striis  crasse  punetatis:  abdomine  crasse  punc- 
tato.  —  Long.  eorp.  6,5   nim. 

Die  Art  ist  dem  J).  ronradti  m.  ähnlich,  aber  kleiner, 
die  abstehenden  rostgelben  Haare  länger.  Antennen  mäßig 
lang,  gegen  die  Spitze  hin  verdickt,  4,  Glied  deutlich  länger 
als  dick,  5.  und  (>.  Glied  nur  wenig  länger  als  dick,  7.  bis 
10.  so  lang  als  dick.  Prothorax  oben  mehr  convex  als  bei 
J).  conradli,  Seitenraudlinie  sehr  schwach,  oberseits  unregel- 
mäßig punktirt,  auf  der  Mitte  mit  vertiefter  Längsliuie; 
Episternen  des  Prothorax  grob  punktirt,  hinten  glatt.  Elytren 
kurz  oval,  mit  0  tiefen  Streifen,   diese  grob  j^unktirt. 

Bei  Karewia  am  Fuße  des  Runssororo,  nördlich  vom 
Albert-Edward-Sec  (0"  22^  n.irdl.  Br.)  am  6.  Juni  1891 
unter  Steinen  gefunden  (Dr.  F.  Stuhlmaun). 

Disphaericus  conradti  n.  sp. 

Praecedente  pauk»  major,  lougior,  glabrior.  minus  alte 
eonvexus,  brevius  pilosus,  niger,  nitidus,  anteunis,  palpis,  tibiis 
tarsisque  ferrugineis,  femoribus  obscuris:  autenuis  longioribus, 
iiliformihus,  articulis  |)luribus  longioribus:  prothorace  minus 
alte  convexo,  linea  utrin<|m:  margiuaii  impressa,  profunda, 
dorso    profunde    punctat(»,    discd    laxius  punctato,    ad   partern 

Stett.  cDtoniul,  iCcit.  Iä95. 


347 

glabro;  prolhonice  iüfra  antice  tantuni  punotato;  elvtris 
doügato-ovatis,  striis  profundis,  vix  vel  obsolete  punctatis; 
abdomioc  minus  erasse  piinrtalo.  —  Long.  corp.  9,.")— 12  mm. 

(xi-üßer,  länglic'lier,  glattt-v  und  weniger  couvex  als  die  vorige 
Art,  kürzer  behaart.  Fühler  länger,  nach  der  Spitze  zu  nielit 
dicker,  4.  Glied  mehr  als  die  Hälfte  länger  als  dick,  5. — 10. 
nieiu-  als  um  die  Hälfte,  fast  um  das  Doppelte  länger  als 
dick.  Seilen  des  Prouotums  mit  tiefer  Raudlinio,  (»bm-seits 
unregelmäßig  tief  punktirt,  auf  der  Scheibe  weitläuliger  punktirt, 
zum  Theil  ganz  glatt.  Unterseite  des  Prothorax  nur  vorn 
])unktirt.  Flügeldecken  länglich  oval,  mit  9  tiefen  Streifen, 
diese  nicht  oder  nur  sehr  schwach  punktirt. 

Plantage  Derema  in  I'sambara.  Von  Herrn  L.  Cou- 
radt  am    10,   Okt()l)er    1S91    unter  morschem   Holzr   gefunden. 

Spanus  \yestw, 

Generi  Dhphacriro  afliuis,  prothorace  elytrisque  minus 
lonvexis,  dorso  illius  et  horum  plus  minusve  depressis. 
Klytra  glabra,  nitida,  stria  tantum  sulurali  profunda  striaque 
exteriore  impressa  marginaii  exstrucia;  punctum  ulriuque 
exsculptum  basi  elytrorum  Impressum.  Articulus  quartus  tar- 
sorum   omnium  simplex,  integer. 

\'on  Pisphapricus  sehr  gut  unterschieden,  Prothorax 
und  Flügeldecken  Ilachei-,  diese  mit  je  einem  tiefen  Streifen 
neben  der  Naht  und  neben  dem  Rande,  sonst  ganz  glatt. 
Auch  ein  tiefer  Punkt  jederseits  am  Grunde  der  Flügeldecken 
ist  bemerkenswerth.     Das  4.  Glied  aller  Füße  ist  einfach. 

Spanus  subdepressus  u.  sp. 

A  congeneribus  pronoto  clylris(|ue  muHti  nn'nus  convexis, 
sat  subdei)ressis,  palporumque  articuio  ultimo  angustiore  et 
untcnnarum  scapo  graciliore  diversus,  totus  anthracimis,  laevis, 
])edibus  rufo-castaneis;  capile  ])aulo  crassiore,  fronte  bifoveo- 
lata,  foveolis  vix  elongatis:  palporum  maxillarium  articuio 
ultimo  angusto,  olongato,  labialinm  paido  latioi-e:  prothorace 
quadrato-rotundnto,  supra  Inngitudinalitor  medio  sulcato,  puncto 
marginaii  antemediano  ])rofundo;  dytris  ovatis  j)ostic(>  sub- 
acuminatis,  sulco  .subsuturali  ad  basin  obsoleto,  suico  sub- 
marginali  foveolas  tenente,  prop(;  mediimi  interrupto.  — 
Long.  corp.  9  mm. 

Usambara,  Phmlagc  Derema  (OKImIh-i-  1^01. 
L.  Conradt). 

Sielt,  enloinol    Zeit,  1S95. 


348 

Orthogonius  kickeli  n.  sp. 

Ater,  supra  vix  nitidus,  subtus  nitidior,  antennis  fuscis, 
palpis  castaneis,  pectore,  abdomine  pedibusque  piceis:  capite 
et  pronoto  subtiliter  vermiculate  rugosis  et  punctulatis:  pro- 
thorace  haud  toto  duplo  latiore  quam  longiore,  lateribus 
aequaliter  rotundatis,  angulis  anticis  et  posticis  late  rotundatis 
(praesertim  illis):  elytris  subelongatis,  interetitiis  dense  et 
subtiliter  punctulatis  et  leviter  convexis,  interstitio  >eptimo 
convexiore,  3.,  4.,  5.  ad  basin  lalitudine  subaequalibuM  tibiis 
rectis.  —  Long.  corp.  14  mnn. 

Tanga  in  Deutsch-Ostafrika  (0.  Kiekel). 

Kleiner  als  latvs,  Hinterecken  des  Prothorax  abgerundet, 
Flügeldecken  schmäler,  Zwischenräume  viel  dichter  punktirt; 
4,  Zwischenraum  am  Grunde  nur  sehr  wenig  breiter  als 
3,  und  5.  Der  7.  Zwischenraum  ist  in  der  Basalhälfte  nicht 
gekielt,  6.  am   Grunde  nicht  eingedrückt. 

Orthogonius  nyassicus  u.  sp. 

Piceus,  nitidus,  subtus  cum  pedibus  brunneus,  auteimis 
ferrugineo-brunneis,  articulis  tribus  primis  nigro-piceis,  apice 
avtieulorum  brunneo;  capite  denso  rugoso-punctato.  vertice 
strigis  vermiculatis  obsito,  impunctato;  })rothorace  traus- 
verso,  lateribus  rotundatis  ante  angulos  posticos  sinuatis,  bis 
j-ectis,  distinctis.  supra  ubique  transversim  subrude  irregulariter 
vugoso,  impunctato:  episteruis  prothoracalibus  glabris,  im- 
punctatis,  meso-  et  metathoracalibus  leviter  punctulatis;  elytris 
modice  profunde  striatis,  interstitiis  laxe  punctulatis,  leviter 
convexis,  3. — G.  basin  versus,  quoad  latitudinem,  valde  iu- 
aequalibus.  praesertim  quarto  ad  basin  multo  latiore  quam 
quinto,  interstitio  >eptimo  autice  carinato:  tibiis  mcdiis  cur- 
vatis.    —  Long.  corp.   16,5    mm. 

Im  Conde-Gebiet,  am  Nordende  des  Njassa-Sces  (Miss.). 

Dem  0.  senegalensis  Dej.  ähnhch,  der  Kopf  dichter 
punktirt,  der  Prothorax  kleiner,  aber  stärker  querrunzlig, 
Interstitien  der  Elytren  weniger  convex.  Episternen  des  Pro- 
thorax  unpunktirt. 

Orthogonius  parcepunctatus  n.  sp. 

0.  pingui  longior  et  angustior.  minus  glaber,  fu.scus, 
nitidus,  capite  nigro,  pronoto  ehtrisque  rufo-limbatis,  antennis 
pedibus,  pectore  abdomineque  brunueis:  —  capite  rugoso- 
punctato:  prothorace  duplo  latiore  quam  longiore,  lateribus 
aequaliter  rotundatis.  angulis  anticis  late,  posticis  autem  obtuse 
rotundatis,    dorso  laevigato  nitido,    convexo.    parcissime  punc- 

Stett.  entotnol.  Zeit.  1393. 


349 

tato,  latcribus  trausversim  rugosis,  obsolete  punctatis:  elytris 
subelongatis,  interstitiis  laevigatis  et  glabris,  convexiusculis, 
sparsissinie  hie  et  illic  punctulatis,  interstitio  septimo  ceteris 
haud  convexiore,  quarto  quam  tertio  et  quinto  singulis  parum 
tantum  latiore,  tertio  bitbveolato,  foveolis  minutis,  altera  sub- 
mediana,  altera  anteapicali:  tibiis  ornnium  pedum  rectis.  — 
Loug.  corp.   14  mm. 

Aus  der  Gegend  des    Tauganjika-See's  (P.  Reichard). 

Größer  als  0.  brcrithorax,  Seiten  des  Prothorax  und 
Hinterecken  stärker  gerundet;  7.  Zwischenraum  der  Elytren 
nicht  gekielt.  Im  übrigen  sind  die  Zwischenräume  derselben 
viel  weniger,  beim  ersten  Anblick  kaum  punktirt,  der  o.  und 
5.  .-'ind  ^^chmäler  als  der  4. 

Orthogonius  coracinus  n.  s[). 

Major,  nigcr.  modice  nitidus,  subtus  ad  partem  cum 
pedibus  nigcr;  —  capite  dense  et  rüde  rugoso-punctato, 
vertice  laevigato;  prothorace  transverso,  dorso  convexo, 
sublaevigato,  levissime  et  laxe  rugoso,  ad  latera  versus  punc- 
tato,  lateril»u^^  planis  rugosis  et  punctatis.  marginibus  lateralibus 
rotundatis,  ante  angulos  posticos  sinuatis.  bis  acutis:  elytris 
modice  striatis.  striis  punctulatis.  interstitiis  leviter  convexis 
et  subtiliter  punctulatis.  4.  quam  'S.  et  5.  singulis  latiore, 
7.  parum  convexo;  episternis  prothoracalibus  laxe  et  medio- 
ciiter  punctatis:  pedibus  mediis  parimi  curvatis.  —  Long, 
corp.   20  mm. 

Bei  Tanga  in   Deutsch-Ostal'rika  (O.  Kickel). 

Dem  0.  senegalensis  ähnlich,  aber  noch  etwas  größer 
und  breiter  und  namentlich  durch  den  dichter  punktirten  Kopf, 
den  gewölbteren  Prothorax,  die  weniger  convexen  Zwischen- 
räume der  Elytren  und  den  fast  flachen,  nur  etwas  gewölbten 
7.  Zwischenraum  denselben   verschieden. 

Sphaerostylus  bimaculatus  n.  sp. 

Piceu>.  nitidus:  antennis  fuscis,  basi  rubra;  pectore  ab- 
domine  pedibusque  brunneo-rufis:  subtus  laxe  pubescens, 
elytris  macula  postica  magna  ruf'a  signatis:  capite  riigosulo  et 
distincte  puuctato;  prothorace  supra  iibique  leviter  rugoso  et 
punctulato,  dorso  medio  antice  radiatim  impresso:  elytris  sub- 
costatis  et  punctulatis.  —  Long.  corp.  8.5   mm. 

Vom  Kinhinho  -  Berge  im  Uruguru-Gebirge  in  Ukami, 
Deutsch-Ostafrika,    I  7.  November  1894  (Dr.  F.  Stuhlmannj. 

Stett.  cntomol.  Zeit.  Iri'Ji, 


350 

Siagona  conradti  n.  sp. 

Nigra,  nitida,  alala,  pedibus  iiigro-pilosis,  tibiis.  troclian- 
teribus  auterioribus  palpisque  piceo-rulis,  tibiis  po'^üci.-:;  fiiscis; 
capite  paree  puuctato,  medio  IVontali  glabrato,  impiiuctalo; 
j))Othoi-ace  brevi,  glabrato,  trisulcato,  rare  punctato,  ad  apicein 
et  basin  dcnsius  punctulato,  lateribus  rotiindatis,  sternis  uitidis 
parce  piinctatis,  ad  partem  laevigatis,  cpisternis  opacis  et  sub- 
tiliter  parce  punctatis-  elytris  oblongo-ovatis,  haud  confertim 
punetatis,  hunieris  rotundato-productis.  —  Long.  corp.  17  mm. 

Bei  Pangani  am  Meere  in  Deutpch-Ostafrika  (Juni  1891, 
L.  ConradI). 

Der  N.  J'nscipes  Boh.  am  ähnlichsten,  aber  glänzend 
schwarz;  die  Stirn  auf  der  Mitte  etwas  weniger  piinktirt, 
zum  Theil  last  glatt.  Seiten  des  kürzeren  Prothorax  weniger 
stark  gerundet,  oberseits  glatter,  sparsamer  piinktirt,  die 
zwischen  den  drei  Läugsfurchen  liegenden  Zwischenräume 
convexer,  glänzender.  Die  Flügeldecken  etwas  kürzer,  die 
Schulterecken  stärker  gerundet,  vorstehend.  Prosternimi  glatter, 
weniger  puuktirt;  Episternen  des  Prothorax  glatt  und  matt 
und  sehr  undeutlich  punktirt.  Auch  die  Mittel-  und  Hinter- 
brust undeutlicher  ])unktirt. 

Siagona  illairei  u.  sp. 

Nigra,  inalala,  S.  hninnipedi  DJ.  similis,  pedibus  piceis: 
capite  punctulato,  medio  laevi:  pi-othorace  profunde  sulcato, 
laevigato,  ad  apicem  et  basin  dense  punctato;  episternis 
crassius  punctatis;  elytris  oblongis,  modice  confertim  punctatis, 
ad  basin  subscabris,  humeris  indistinetis;  pedibus  robnstulis, 
metatarso  breviore.  —  Long.  corp.  22  mm. 

Bei  Madiuula  in  Deutsch-Oslafrika  (W.  v.  S(.  Paul- 
Illaire). 

Der  S.  briitiiiipi's  Dej.  ähnlich,  Beine  kräftiger,  Meta- 
tarsus  kürzer,  Seitenfurchen  des  Pronotums  tiefer,  FlUgel- 
<lecken  und  Episternen  des   Prulhorax  gröber  punktirl. 

Siagona  cyclobasis  L'haud. 
var.  discoidalis  n. 

Mediocris,  alata,  piceo -nigra,  antennis  fuscis,  eh  tris 
pedibuscjue  ruib-hrunneis,  illis  plaga  elongata  lata  communi 
nigra  signatis.  —  Long.  corp.   13  mm. 

Ngorome  am  Ostufer  des  Victoria-Njansa  (Anfang 
Februar  1894,  0.  Neu  mann). 

Stett.  eatomol.  Zeit.  1815. 


SM 

Stereostoiua  stuhlmanni  u.  ^p. 

Elongatus,  eonvexus,  nigen-imuy,  nitidus;  antenuis  brevibtis, 
articulis  brevi«simis,  transvorsis;  protliorace  latiore  ([uani 
longiore,  postice  angustato,  lateribus  valde  rotundatis  postice 
sinuatis,  angnlis  posticis  productis,  acutfs,  margine  postico 
])rope  angnloR  sinuato;  dorso  convexo,  postice  profunde  tri- 
.-uk-ato,  sulco  nu'dio  alteris  breviove  et  angustiore,  bis  patdo 
obliquatis,  liuea  leniii  impressa  longitudiuali  n^edia  in  snicnm 
medium  inlluente;  eiytris  protborace  paulo  latioribus  et  lere 
triplo  longioribus,  sulcatis,  sulcis  punctatis,  interstitiis  leriter 
convexis.  —  Long.  corp.   18  mm. 

EHese  ostaiVikaniscbe  Art  ist  größer  als  die  weslatrika- 
nische  St.  aolkluiii  Murr.  Der  Protborax  ist  binten  viel  niebr 
verengt,  die  HiuLereeken  vorspringend,  die  Flügeldecken  etwas 
breiter  als  der  Protborax,  die  Antennen  breiter. 

Bei  Kibengo  (September)  und  in  Ukami  (Ende  Oktober 
1894)  von  Herrn  Dr.  Stublmann  gefunden  und  nacb  ilim 
benannt. 

Platynodes  westerraanni  Wesm,  var.  peregrina  n. 

PI.  iresf ermann i  AlVicae  occidentalis  simillimu,  anlen- 
narum  articidis  mediis  et  ultimis  brevioribus;  elytrornm  inter- 
stitio  septimo  convexo,  minus  alto  nee  costato.  —  Lons. 
cor}).  27  bis  30  mm. 

Im  westlichen  Ukami,  Deutsch-Ostafrika,  (Ende  Oktober 
1S94.  Dr.  Stuhlmann). 

Cerapterus  stuhlmanni  n.  sp. 

C.  roncnlori  Westw.  similis,  antennis,  limbo  toto  lato 
protboracis,  pcctore  pedibusque  rufo-brunneis;  protborace  trans- 
verso  medio  el.vtrisque  nigro-piccis,  bis  macuia  breviter 
bamata  rufa  ornatis;  antennis  brevioribus,  capite  angustiore; 
eiytris  subglabris,  indistincte  vel  vix  punctatis,  limbo  inflexo- 
bumerali  subdense  scabrose  punctato;  tibiis  brevibus.  —  Long, 
cor}).   11,5   mm. 

Sansibar  (Eh-.  F.  Stublmann). 

Die  Arten  von  Ccraplerua  sind  fast  alle  einander  sehr 
ähnlich  und  tlieilweise  wohl  nur  Varietäten  von  einander. 
Zu  diesen  gehört  auch  die  neue  Form.  Sie  gleicht  fast  dem 
C.  roncolor  Westw.,  die  Antennen  sind  jedoch  kürzer,  der 
Kopf  .schmäler,  die  Flügeldecken  nur  undeutlich  j)unklirt,  aber 
neben  den  Außenrändern  und  namentlich  in  der  Schalter- 
gegend   mit    größeren    Punkten    versel.en.     Die  Schienen  sind 

SIctt.  entoaiil.  Zeit.  1895.  23 


352 

ebenso  kurz  und  breit,  wie  bei  C.  concolor,  aar  die  mitüeren 
sind  länger.  Vor  dem  Ende  der  FlügeMeeken  ist  ein  kurz 
hakenförmiger  rother  Fleck. 

Megalodacne  subseriata  u.  sp.  r^  V- 

Grandis,  nigra,  rubroi'asciata,  M.  grandipenni  Fairni. 
faimilis,  fascia  elytrorum  antica  postice  parum  vel  haud  dentata^ 
prothorace  breviore,  supra  utrinque  postice  lougius  et  pro- 
fundiud  impresso,  impress^ione  incisa  et  punctata;  striis 
elytrorum  itidem  puncti-s  irregulariter  positis  et  seriatim 
accumulatis  constitutis,  sed  distiuctioribus:  processu  iatercoxali 
abdominis  augustiore;  tarsis  (articulis  tribus  primis  omnium 
pedum  iu  ^  latissimis,  latioribus  quam  in  q  M.  grandipenni, 
in  $  pariter  latis  sed  anizustioribus  quam  in  q.  —  Long. 
corp.  22—29  mm. 

Zwischen  Majuje  (Nord  -  Ut^egua)  und  Mgera  in 
Deutsch-Ostafrika  Ende  Mai  1893  von  Herrn  Oskar  Neu- 
in ann  entdeckt. 

Bei  der  Megalodacne  yrandipennis  Fairm.  (von  Kakoma  in 
Ugunda)  ist  der  Prothorax  schmäler  und  länger,  dessen  Hinter- 
ecken meist  mehr  vorgezogen  und  vor  diesen  jederseits  mit 
einlachem  punktirten,  außen  und  innen  allmählich  verlaufendem 
Längseindruck.  Die  F^üße  des  q  sind  schmäler  als  diejenigen 
von  subseriata  m.,  aucii  die  Füße  des  £  sind  schmäler  als 
diejenigen  des  ^  dieser  Art.  Die  vordere  rothe  Binde  der 
Flügeldecken   ist  hinten  stark  gezackt. 

Linodesmus  stuhlmanni  u.  sp.   ^  $. 

Bi&her  war  von  dieser  Erotylidengattuug  nur  eine  über 
Westafrika  verbreitete  Art,  der  L.  coecus  F.,  bekannt.  Die 
neue  Art  ist  ganz  ähnlich  gefärbt,  wie  jene,  aber  beträchtlich 
größer  und  verhältnißmäßig  breiter,  der  l'rothorax  aber  relativ 
kürzer;  die  hintere  bogenförmige  Querbinde  der  Elytren  ist 
außerdem  nach  hinten  zu  längs  der  Naht  verlängert.  Nur  das 
letzte  freie  Abdomiualsegment  ist  rothgelb.  Die  Streifen  der 
Elytren  sind  noch  undeutlicher  ul^  bei  roccus.  Die  Fühler- 
keule i^t  etwas  kürzer  und   breiter. 

L.  coeco  F.  simili.'i.  multo  major,  robuslior,  minus  gracilis, 
s>ed  bimiliter  coloratus,  fascia  autem  tenui  antica  prope  suturam 
ramum  tenuem  brevis.simum  antrorsum  emitteule,  fascia  post- 
mediana  curvata  et  juxta  .^uturam  postice  longe  prolongata; 
labro  segmeutoque  abdominali  ultimo  rufolcftaceis^  clypeo 
latiore,    clava    anlennaruni    minu.^    gracili    et    multo    breviore, 

Siett.  eutomol.  Zeit.  lii:,. 


353 

autice  brevissime  lobata:  prothorace  breviore,  latiore,  late- 
raüter  rotundato,  breviore  quam  latiore;  elytvis  glabris, 
indistincte  subsuleati?,  haud  punctato-striatis. 

j  Metasterno  antiec  in  medio  abrupte  tumido,  plus 
minus ve  bituberculato,  ibique  transversim  strigoso;  pedibus 
longioribus  quam  in  ^,  tibiis  secundi  paris  magis  arcuatis, 
tarsis  omnium  pedum  dilatatis. 

2  Metasterno  autice  simpliee;  tarsis  angustis. 

Long.  corp.  2r> — 27   mm.  lat.  10  mm. 

Herr  Dr.  ötuhlmanu  entdeckte  diese  Art  im  Walde 
bei  Kibissibili  am  Ituri.  westlich  vom  Albert-Njansa, 
am  7.  September  1891,  ferner  im  Walde  von  Wakangu, 
westlich  vom  Ituri.  am  4.  September  1891,  und  im  Wabudso- 
Walde,  westlich  vom  Ituri.  am  5.  September  1891. 

Auch  von  der  Jaunde-Statiou  im  Innern  von  Kamerun 
wurden  einige  Stücke  von  Zenker  eingesandt. 

Wahrscheinlich  gehört  hierher  das  von  Du  vi  vier  auf- 
geführte Exemplar  vom  Itimbiri,  einem  nördlichen  Zutlusse 
des  oberen  Kongo,  sefangen  am  31.  Mai  1890.  Vers;!.  Ann. 
Soc.  Entom.  Belgique.  18^92.  S.  38(>. 

Coelocorynus  u.  g.   Oryctinarum. 

Obgleich  diese  Galiung  der  Gattung  l^tjcnoschema  Thoms. 
ähnlich  ist,  so  unterscheidet  sie  sich  doch  deutlich,  nament- 
lich durch  den  breiten  4-zähnigen,  oben  ausgehöhlten  Clypeus, 
die  gezähnte  Spitze  dei-  ^  order-  und  Hinterlibien  und  die 
längeren  Tarsen. 

Clypeus  rnajusculus,  latus,  excavatus,  in  utroque  sexu 
•juadridentatus.  Frons  carina  antica  alta  transversa  laevi 
exstructa.  Prothorax  antice  truucatus  et  subcallosus.  Tibiae 
anticae  anguslae.  exlus  acute  et  breviter  dentatae,  deute 
secundo  denti  apicali  propiore  quam  tertio.  Tarsi  omnium 
pedum  in  utroque  sexu  elongati.  unguiculi  aequales.  Tibiae 
posteriores  carina  obliqua  submediana  dentata  exstructae, 
apice  haud  truncatae,  sed  digitatac  vj'l  dentatae. 

,j  Corpus  gracile,  elongatum,  fere  parallelum;  prothorax 
antrorsimi  convexo-ampliatits,  postice  angustior,  lateribus  rotun- 
datis,  antice  medio  truucatus. 

"4  Corpus  validius,  crassius,  retrorsum  ampliatum.  Pro- 
thorax antice  attenuatus.    ;?implicior,    retrorsum   vix    angustior. 

Coelocorynus  runsoricus  n.  sp.  Jj. 

Caslaneu.-.  nitiilus.  capite  prouotoquc  anteriore,  scutello 
antico.     pectore,     ventre    pedibusque    fusco-nigris     v^l     nigris» 

Stett,  eutomol,  Zeit,  läiiö.  2B'''' 


354 

»itidis;  capite  puuolato,  pronoto  pal•cifc.'^iInc  lirosse  pimctulo, 
antice  denskts  sed  haud  confertim  j^rosse  punctato;  sciitello 
brevi  postice  rotundato,  glabro,  4-  vel  5-punctato;  elytvis 
13-striatis,  striis  impress^is,  punclatis,  interstitiis  convexiusculi.s, 
limbo  extevno  ab  humeris  usque  ad  apicem  viigosopunctatis; 
pygidio  iu  mare  eODvexo  et  minus  deiine  .«ed  .subtilius,  in 
iemina  autem  minus  convexo  et  densius  et  grossius  ocellato- 
punctato.  —  Long.  corp.  ,j    19,  $  20  mm. 

Ein  Piireheu  dieser  Spezies  wurde  von  Herrn  Dr.  F.  Stuhl- 
maun  bei  der  Besteigung  des  Ru-Nssororo  (Ruvenzori),  welcher 
nördlich  vom  Albert-Edward-See  liegt,  gefunden,  und  zwar 
das  $  in  einer  Höhe  von  2000  m  in  der  Waldzone  am 
9.  Juni  18&1,  das  ,j  in  einer  Höhe  von  3000  m  am  10.  Juni. 
„Bohrt  in  Bäumen.^' 

Schizonycha  major  n.  sp.  ,j$. 

Cylindrisch,  gelbbraun,  glatt,  glänzend;  Brust  gelb  behaart, 
mit  zerstreuten  haarförmigen  Schuppen  bekleidet;  letztes 
Palpenglied  breit,  last  beiltormig;  Pronotum  rauh  puuklirt, 
mit  glatten  Feldern  auf  der  Scheibe  und  hinten,  die  Sciten- 
ränder  vorn  nicht  aufgebogen.  Flügeldecken  mit  großen  tiefen 
nicht  dicht  stehenden  Punkten.  Vordertarsen  dreimal  so  lang 
als  die  Schienen.  Beim  ^  sind  alle  Tarsen  kürzer  als  beim  j . 
Pvgidium  glänzend  mit  einzelnen  tiefen  und  sehr  groben 
Punkten.  Abdomen  glatt,  wenig  puiiktirl.  —  Länge  des 
I\.(>rpers  21    mm. 

Sansibar  (Hildebrandt). 

Schizonycha  duplicata  n.  sp.   j. 

'i)er  Seh.  major  m.  ähnlich.  Cylindrisch,  rostbraun,  glatt, 
»hängend,  Brust  gelb  behaart,  Episternen  des  Metathorax  außer 
den  Haaren  mit  einigen  haarförmigen  Schuppen.  Fühlerkeule 
kürzer.  Epistom  kürzer,  Stirnleiste  höher;  letztes  Palpenglied 
schmal.  Pronotum  viel  weniger  grob,  aber  dichter  punktirt; 
vSeitenrand  vorn  aufgebogen.  Flügeldecken  wenig  grob  punk- 
lirt.  Vordertarsen  doppeh  so  lang  als  die  Schienen.  Pvgidium 
weniger  grob,  aber  dichter  und  seichter  ])unktirt;  die  Punkte 
nierenförmigc  Eindrücke  bildend.  Abdomen  runzlig  ])uiiktirt, 
iu  der  Mitte  glatter.  —  Länge  des  Körpers  20  mm. 

Bagamojo  (Dr.  G.  A.  Fischer). 

Schizonyclia  nyassica  n.  sp. 

Lauggestreckt,  schmal,  sanmit  den  Beinen  chocoladen- 
farbig,  etwas  glänzend,  weißlich  beschuppt;  Schuppen  schmal^ 

Stett.  entoraol.  Zeit.  1805. 


353 

auf  der  Oberseite  mäßio;  zerstreut,  auf  dem  Pronotum  etwas 
dichter  ^-teilend  als  auf  den  FlUycideckeui  Metastenuira  und 
ilinterhüften  dichl  weiß  beyc]iui)i)t,  die  Mitte  de?  erstereu 
gelb  behaart.  Abdomen  glänzend,  sehr  fein  und  sehr  zer- 
streut behaart,  an  den  Seiten  mit  Haarsehuppen.  Epistom 
punktirt,  Stirn  und  der  vordere  und  die  seitliehen  Theile  des 
Pronot  ums  mit  isolirten  Graneln  besetzt.  Auf  dem  Pronotum 
.uehen  die  Graneln  nach  hinten  zu  in  eingestochene  Punkte 
über:  zwei  unregelmäßige  Feldcheu  und  der  abgesetzte  convexe, 
nicht  ganz  bis  an  die  Seiten  reichende  und  nur  in  der  Mitte 
unterbrochene  Querwulst  glatt,  unpunktirt.  Pygidium  mäßig 
tief  und  groß  punktirt.     Abdomen  flach,  fast  eingedrückt. 

Üas  Weibclicn  ist  breiter  und  kräftiger  gebaut,  die  Beine 
weniger  schlank;  Metasternum  in  der  Mitte  glatt;  Abdomen 
dick   und  convex. 

Länge  des  Körpers  ,j    13,  5f:  14  mm. 

Nyassa-See. 

Schizonycha  angustata  n.  sp. 

Der  Seh.  nyassica  sehr  ähnMch,  aber  hellbraun,  Beine 
gelbbraun.  Epistom  glänzender:  Kopf  und  Pronotum  ähnlich 
grauulirt;  der  Querwulst  vor  dem  Hinterraude  des  letzteren 
weniger  ausgebildet,  von  der  Fläche  nicht  abgesetzt;  auf  der 
Scheibe  gleichfalls  mit  zwei  glatten  Feldchen.  Pygidium 
schmäler  und  schwächer  punktirt.  Tarsen  weniger  lang.  — • 
Länge  des  Korpers  13,5  mm. 

Am   Tana-Fluß  in   Witu   füenhardt),   1  ,^. 

Schizonycha  elongata  u.  sj». 

Anders  skulptirt  und  bescliuppt  als  die  beiden  vorig-en 
Arten.  Braun,  Prothorax  röthlieh  gelbbraun,  Flügeldecken 
gelbbraun.  Kopf  runzlig  punktirt.  glänzend,  Stirn  vorn  in 
der  Mitte  glatt.  Pronotum  glänzend,  mit  großen,  tiefen,  zer- 
streut und  unregelmäßig  stehenden  Punkten;  der  <^)uerwulst 
vor  dem  Hinterrande  undeutlich.  Pygidium  mit  zerstreut, 
stehenden  Punkten.  Schuppen  der  Oberseit^e  äußerst  klein 
und  sehr  zerstreut,  auf  dem  Metastermini  und  den  Hiiiter- 
iiüfteu  deutlicii,  lanzettlich,  aber  nicht  dicht  stehend.  Die 
Miite  des  Metasternuins  glänzend,  wenig  punktirt,  beiderseits 
und   vorn  unpunktirt.  —  Länge  des  Körpers  15 — 16  mm. 

Bei  MIalo  im   Usam bar a- Gebirge  (Holst),  ?. 

ÜteU.  entoinol.  Zeit.  ISOi. 


356 

Schizonycha  sansibarica  n.  sp.  ^. 

Glänzend,  rostbraun;  Kopf  runzlig  punktirt;  Stirnleiste 
stark  gebogen,  daher  das  Epistom  kurz.  Prothomx  etwa 
doppelt  so  breit  als  lang,  die  größte  Breite  etwas  hinter  der 
Mitte,  tief  punktirt.  Flügeldecken  etwas  weniger  kräftig 
punktirt.  Metasternum  beiderseits  vorn  gelb  behaart,  hinten 
mit  vereinzelten  weißen  Schuppenhaaren.  Abdornen  gläiiisend, 
mit  wenigen  querreihig  augeordneten  Punkten.  —  Länge  des 
Körpers  15  mm. 

Insel  Sansibar  (Hildebrandt). 

Ein  weibliches  Stück  von  Derema  in  Usambara 
gehört  wahrscheinlich  hierher. 

Schizonycha  consueta  n.  sp.  $. 

Oberseits  schwächer  i)unktirt,  Flügeldecken  braun.  Kopf 
auf  der  Mitte  theilweise  glatt,  mit  einigen  Punkten.  Der 
glatte  Querwulst  vor  dem  Hinterrande  des  Pronotuins  in 
längerer  Ausdehnung  glatt,  unpunktirt.  Meta>-teruum  größten- 
theils  mit  gewöhnlichen  gelbbraunen  Haaren  bekleidet;  die 
Schuppenhaare  im  hinteren  äußeren  Theile,  sowie  auf  den 
Episternen  und  Hinterhüften  fast  haarförmig,  aber  kürzer  und 
heller  als  die  übrige  Behaarung. 

Länge  des  Körpers   16  mm. 

Kikokwe  bei   Pangani,  Dezember   1891    (Conradt). 

Schizonycha  angulata  n.  sp.   ^. 

Länglit'h,  braun,  glänzend,  Flügeldecken  gelbbraun.  Pro- 
thorax grob,  aber  nicht  dicht,  grübclienförmig  punktirt:  vor 
dem  Hinterrande  jederseits  mit  einem  nur  theilweise  glatten 
Querwulst.  Pygidium  in  der  Mitte  eonvex,  glänzend,  mit 
ziemlieh  großen  Punkten  besetzt. 

Schuppen  der  Oberseite  und  des  Abdomens  sehr  klein, 
kurz,  schmal;  die  der  Brust  länger,  größer,  sehmal  und  schnee- 
weiß.    Das  Metasternum   ist  vorn  etwas  behaart. 

An  den  Hinterl)einen  sind  die  schlanken  Tarsen  länger 
als  die  Schienen. 

Der  Seh.  consueta  n.  sp.   und   narniibfiricd   n.  sp.  alinlieh. 

Länge  des  Körpers  21   mm. 

Kikokwe  bei  Pangani  am  .Meere,  Dezember  1891 
(Conradt). 

Wahrscheinlich  gehört  zu  dieser  Spozit.s  ein  w(iiljliches 
Exemplar  vom  Tana-Fluli  in   \Vitu. 

Stell,  cntnmol.  Zeit.  ISO'. 


?57 

Schizonycha  gerstaeckeri  n.  sp.   j. 

Der  vorigen  Art  ühulicli,  aber  kleiner,  verhältnißmäßig 
kürzer  und  noch  glänzender.  Die  Punktiriing  des  Kopfes, 
des  Vorderrückens  und  der  Flügeldecken  ist  sehr  ähnlich; 
die  wenig  hervortretendien  Haarschüppchen  sind  äußerst  klein. 
Das  glänzende  tief  punktirte  Pygidium  ist  längs  der  Mitte 
glatt.  Die  Haarschüppchen  der  Unterseite  sind  kleiner.  Die 
Punktirung  des  Abdomens  ist  in  der  Mitte  schwächer;  auch 
ist  dieses  der  Länge  nach  eingedrückt. 

Galla-Land"(2o  30'  s.  Br.),  1   ^. 

Gerstaecker  führte  diese  Schizonycha  in  „v.  d.  Decken's 
Reisen  in  Ostafrika"'  Gliederthiere,  p.  308  unter  dem  Namen 
oblnnga  Boh.  auf.  Sie  unterscheidet  sich  aber  von  dieser 
Spezies  folgendermaßen:  der  Frontalkiel  ist  kräftiger  und 
reicht  bis  an  die  Seiten,  der  Prothorax  ist  oberseits  gröber 
punktirt;  seine  Hinterecken  sind  gewinkelt;  das  Pygidium  ist 
glänzender  und  convexer;  der  Körper  ist  etwas  größer  und 
dunkler  geftirbt.  Der  Hauptunterschied  liegt  aber  in  der  Be- 
kleidung der  Brust;  bei  oblonga  Boh.  ist  diese,  sammt  den 
Hinterhüften,  mit  feinen  gelben  Haaren  bekleidet,  bei  gerstaeckeri 
aber  mit   deutlichen   weißen  länglichen   Schüppchen. 

Schizonycha  pygmaea  n.  sp.  $. 

Kleiner  und  weniger  beschuppt  als  vorige  Art.  Rost- 
farben, glänzend.  Prothorax  verliältnißmäßig  etwas  länger 
als  bei  rorida,  oberseits  grob,  aber  nicht  tief  punktirt,  nach 
den  Seiten  zu  dichter,  auf  der  Scheibe  mit  größeren  glatten 
erhabenen  Stellen;  Schupj)en  kurz  und  schmal.  Scutellum  nur 
auf  der  vorderen  Hallte  mit  einigen  größeren  Punkten. 
Abdomen  an  der  Seitenkante  mit  zerstreuten  größeren  Punkten. 
Pygidium  schmäler,  kaum  um  die  Hälfte  breiter  als  lang; 
Uypopygidium  glatt,  kaum  punktirt.  Die  Segmente  2. — 4. 
des  Abdomens  mit  zahlreicheren  Punkten  auf  der  Mitte.  Die 
zerstreuten  Schu])pen  des  Abdomens  äußerst  klein,  die  der 
Brust  größer,  aber  zerstreut.  Tarsen  der  Hinterbeine  kaum 
länger  als  deren  Schienen. 

Länge  des  Körpers   10^.5  mm. 

Sansibar  TDr.   G.  A.   Fischer). 

Schizonycha  granulata  n.  >p.    ^  V- 

Ländlich,  cylindrisch,  röthlich  rostlarben:  Kopf  runzlig- 
jjunktirt,  Stirn  vorn  und  hinten  glatt.  Pronotum  ziemlidi 
kräftig,    theilweise   fast  ninzliu    ]Minktiit,    auf  der  Scheibe   mit 

Stelt.  cntoniol.  Zei».  1395. 


358 

irlatten  Stellen,  innerhalb  der  YorderwiQUcl  niil  deutlichen 
Oranehi.  Brust  fast  zottig  greis  behaart,  Abdomen  nanient- 
lieh  an  den  Seiten  mit  einzelnen  Härchen.  Schenkel  mit 
langen  abstehenden  Haaren.  Pygidiuni  schwach,  aber  gleich- 
mäßig convex.  —  Länge  des  Körj)ers    14,5 — 16  mm. 

Iramba,  im  Innern  von  Deutsch-Ostafrika,  10.  Juni  1892 
(Stuhlmaan). 

Schizonycha  ferruginea  n.  sp.  ,j. 

RostJarben,  Vorderkurper  und  Beine  rölhlieli.  Kopf, 
namentlich  die  Stirn  runzlig  punktirt,  Stiruleiste  stark  gebogen. 
Hinterrand  deß  Prouotums  glatt,  an  den  Seiten  etwas  creuulirt. 
Flügeldecken  mäßig  groß  und  nicht  tief  punktirt.  Pygidiiim 
dicht  punktirt  und  gerunzelt,  nach  den  Seiten  mit  glatten 
Stellen. 

Länge  des  Körpers   16.5  mm. 

Dar-es-Salaam. 

ScMzonycha  bicolor  u.  sp. 

Glänzend,  glatt.  Kopf,  Prothorax  und  Beine  dunkehoth 
rostfarben,  Flügeldecken  liell  gelbbraun:  Brust  und  Hinterleib 
!?chmutzig  gelbbraun.  Kopf  unregelmäßig  punktirt,  (heilweise 
glatt;  Stirnleiste  stark  gebogen.  Pronotum  kräftig  und  nicht 
dicht  punktirt:  der  glatte  Querwulst  vor  dem  Hinterrande 
vorn  deutlich  abgesetzt.  Pygidium  mäßig  dicht  und  ziemlich 
grob  j)unktii't,  vor  der  Spitze  kaum  convex.  Hypopygidium 
glatt,  vor  dem  Ende  mit  einzelnen  Pünktchen.  —  Länge  des 
Körpers   18  mm. 

D a r - e s - S a  1  a a m  (Conradl). 

Schizonycha  vicaria  n.  sp. 

Der  vorigen  Art  äbulich.  Stirn  grob  runzlig,  Pronotum 
krältiger  punktirt.  etwas  gerunzelt:  Pygidium  dichter  ])unktirt, 
vor  dem  Äpicalrande  der  Quere  nach  gcwulstct.  Hypopygidium 
reichlicher  jtunktirt, 

N.  W.  Ukami,  Nj  er  engere.  8.  Mai  1890  (Stuhlmaan). 

Schizonycha  cribrata  n.  sp.  ,^. 

Kräftiger  gebaut  und  dicker  als  vorige  Arl,  dunkel 
kastanienbraun:  Brust  graugelb  behaart.  Epistom  tief  punktirt 
und  längsrunzlig,     Stiin  runzlig   punktirt.     Prothorax  ziemUeh 

Steit.  eDtomol.  Zeit    1S9Ö. 


359 

urrl'  |uiiiktirt:  Hintenaud  crenuliil.  in  der  Mitte  glatt. 
Pygidiuin  punktirt  und  gevuuzelt.  —  Länge  des  Körpers 
1G.Ö  mm. 

Sansibar  (Ilildebrandt). 

Schizonycha  fusca  n.  sp. 

Länger  als  vorige  Art,  dunkel  kastanienbraun.  Prothorax 
etwas  dichter  punktirt,  in  der  Mitte  am  breitesten,  auf  der 
Sciieibe  mit  glatten  Stellen,  Hinterrand  ganz  glatt;  Flügeldecken 
gei^treckL,  mäßig  tiel"  punktirt;  Brust  punktirt  und  graugelb 
behaart,  Epi^teiuen  des  Metathorax  und  Seiten  der  Hinter- 
hüften mit  einigen  gelblichen  Haarschüppchen.  —  Länge  des 
Körpers  18  mm. 

N^'assa-See. 

Strongylium  junkeri  n.  sp.  ,^$. 

Ex  majoribus,  cyaneo-  vel  viridi-aeneum,  el^-tris  levitei* 
subcupreo-oriehalceis,  meso-  et  metasterno,  abdomine  pedibusque 
cNaiieis,  nitidis,  antennis  atro-cytxneis  apicem  versus  opacis; 
cai)ite  dense,  in  vertice  grossius,  in  clvpeo  subtilius  punctato, 
i'oveola  IVontali  interpculari  oblonga;  prothorace  transverso, 
supra  fere  dense  et  distincte  punctato,  lateribus  marginatis; 
scutcllo  trigonali,  subtiliter  punctulato;  elytris  punctato- 
striatis,  slriis  iinjjressis,  puuctis  basin  versus  majoribus,  postice 
pubtilissimis,  interslitiis  convexis  punctulatis;  episternis  grosse 
t't   prdfunde  nee  dense  puuclatis:   abdomine  subtiliter  punctato. 

,j  Prothorax  minor,  lateribus  et  angulis  antieis  rotundatis; 
.spatio  interoeulari  modiee  angustato;  antennis  angustioribus. 

If  Prothorax  trausversus,  antice  latior  quam  in  q, 
quadranguhis,  lateribus  purum  rotundatis,  subrectis;  ?pati() 
iuleiooulari  modiee  latiore  quam  in  q;  antennis  latioribus, 
articulis  plurimis  latioribus  quam   longioribus. 

Long.  corp.  ,^  21 — 25,  $  27,r>  mm. 

Diese  Art  ist  dem  iS'f.  poggri  Hur.  ähnlich,  aber  das 
Prouotum  ist  grünlich,  die  Flügeldecken  sind  leicht  bronze- 
farben.  Der  Protliorax  ist  etwas  breiter,  beim  V  vorn  so 
iireit  wie  hinten,  dichter  punktirt.  Der  Zwischenraum  zwischen 
den  Augen  ist  beim  +  etwas  breiter.  Die  Punkte  der  Punkt- 
streii'en  sind  etwas  gröber,  namentlich  nach  der  Basis  zu;  die 
Zwischenräume  der  Punktslreilen  deutlicher  punktirt.  Die 
Episterncn   und  die  Seiten  der  Sternen  sind   kräftiger  punktirt. 

Beim  J  ist  das  letzte  Abdoininalsegment  hinten  etwas 
eingedrückt,  am  Kiidc  ausgerandet,  bei  einem  Exemplar  ab- 
gerundet. 

Siclt.  cntomol    Zeit.  IS'JJ. 


360 

Unter  den  männlichen  Stücken  lassen  «ich  zwei  Formen 
oder  Varietäten  unterscheiden,  und  zwar: 

1.  Form,  größere  q.  Prothorax  breiter  und  kürzer; 
3.  Glied  der  Antennen  etwas  länger  als  4.  Letztes  freies 
Segment  des  Abdomens  vor  der  Spitze  schwach  eingedrückt, 
am  Ende  abgerundet. 

2.  Form,  kleinere  ^.  Prothorax  schmäler  und  länger 
als  bei  der  1.  Form.  3.  Glied  der  Antennen  so  lang  als  4. 
Streifen  der  Flügeldecken  tiefer,  die  Zwischenräume  gewölbter. 
Letztes  Segment  des  Abdomens  vor  der  Spitze  stark  ein- 
gedrückt, am  Ende  ausgerandet. 

Dem  Anscheine  nach  gehören  die  beiden  Formen  zu  der- 
selben Art;  die  2.  Form  mag  als  vor.  bohndorfß  bezeichnet 
werden. 

Dem  verstorbenen  Reisenden  Junker  zu  Ehren  benannt, 

die  Varietät  nach  dem  Begleiter  Junkers,  Herrn  Bohndorl'f, 

welcher    diese    Spezies  bei    Semnio    im    Lande   der    Njam- 
Njam   erbeutete. 

Strongylium  roseomicans  n.  sp.  $. 

Laete  smaragdino-aeneum,  capite,  prouoto,  pectore  ah- 
domineque  levissime  orichalceis,  elytris  certo  visu  ro.>-eo- 
micantibus,  apice  femorum  eupreo-clialceis,  apice  abdominali 
cyaneo,  tarsis  obscure  viridi-cyaneis;  capite  punctulato,  fronte 
interoculari  grossius  punctata,  sulco  niedio  levissimo;  oculis 
magnis  modice  approximativ;  antennis  basin  el^'trorum  vjx 
superantibus,  articulo  quaito  quam  terlio  minime  longiore  et 
apicem  versus  paulo  latiore,  sequentihus  articulis  hrevioribus 
et  latioribus  nee  hrevioribus  quam  latioribus:  prolhorace 
quarta  parte  latiore  quam  longiore,  eonvexiusculo,  lateribus 
leviter  rotuudalis,  vix  vel  indistincte  ante  angulos  po^tieos 
!-inuatis,  bis  exsertis,  margine  postico  costato-elevato:  elytris 
parallelis,  foveolato-striatis,  interstitiis  foveolarum  transvcr^is, 
altis,  anuustissimis,  laevigatis,  ibvcolis  apicem  versus  niinoribus, 
interstitiis  striarum  glabris,  roseo-micantibus;  pedibus  modice 
t.'longatis:  pectore  et  abdoiniue  subtilissime  pubescenti- 
bns,  lateraliter  rüde  et  dense  rugoso-i)unctatis.  —  Long.  corp. 
17  mm. 

Bei  Buguiuli  in  der  Landvchafl  Walioko.  südlich 
vom  Albert- Njansa,  1  Exempkir,  am  7.  Juli  ISfH 
gefangen  (Dr.  F.  Stuhl  mann). 

Sietf.  eniomol.  Zeit.  1895. 


361 

Strongylium  adoneum  n,  sp. 

Fere  totum  eyaneum,  capite  et  pronoto  opacis,  elytn's 
laetioribus;  antonnis  aliis,  opacis,  articulis  qimtiior  jtiimis 
nitidis,  evaneis,  quaito  ad  partem  opaco;  pectore  abdomineque 
viridi-cyaneis;  pedibus  aeneo-cjaneis,  tarsis  nigrescentibus, 
basi  iemorum  apiceque  abdomiuali  sangiiineis;  capite  sub- 
tiliter  punctato,  vertii-e  inedio  laevigato;  antennis  inde  ab 
aitieiilo  qiiarto  dilalalis.  boc  quam  lertio  bieviore;  pro- 
iborace  quinta  parte  latiore  quam  longiore,  antrorsiim  paulo 
attenuato,  lateribus  rntundatis,  dorso  loto  aequaliter  Ibrmato, 
confertim  sat  grosse  punctato,  lateraliter  liaiid  vel  obsoletissime 
marginato,  margine  postico  bisinualo;  elyti-is  striato-punotatis, 
striis  subcvcnatis  vix  impressis;  piinctis  profundis  densatis, 
latera  et  apieem  versus  subtib'oribus;  interstitiis  striarum  planis 
vel  fere  planatis,  band  parce  distincte  punctulatis,  punctis 
apieem  versus  subfib'oribus;  epipleuris  eljtrorum  dense  et  rüde 
punctalis;  abdomin e  subtililer  distincte  puilctato,  segmento 
uHimo  libero  postice  impresso.  —  Lon».   corp.   13   mm. 

Deutscli-Osl  aTrika,  Umgegend  von  Tanga,  März  1893 
(0.    Neumaiin). 

Diese  eigendiümliclie  Art  ist  durcb  die  diebte  Piiuklirung 
dei-  Epii)!enren  ausge/eicbnel,  sonst  sind  diese  bei  at'rikaniscben 
Slrongvlien  glatt. 

Strongylium  floridum  n.  sp. 

Ex  minoribus,  eyaneum,  nitidum,  elytris  subnitidis,  borum 
plaga  bumerab  stramineo-thiva,  lubro,  elypeo,  antennis  palpisque 
nigris,  ciy])eo  leviter  cyanescente,  ])edibus  eyaneo-nigris, 
i'emoribus  riitis,  borum  basi  cyaneo-nigra;  capite  subtiliter 
punctato,  fronte  obsolete  foveolato-sulcata;  antennis  basin 
elytrorum  parum  superantil)us,  articulo  tertio  fere  dimidio 
longiore  quam  (|uarlo:  spatio  interoculari  sat  lato;  protliorace 
ante  basin  transversiin  sulcato  l'oveolaque  iitrinqu»'  exstructo, 
dorso  pnnctuiato,  medio  longiludinaliter  brevi  subsulcato,  foveis 
dorsalibus  nonnullis  obsoletis,  lateribus  rotundatis  tenuiter 
inarginatis;  scutello  late  trigonali;  elytris  erenato-striatis, 
])iinctis  profundis  transversis,  interstitiis  striarum  angustis, 
altis,  lacvibus. 

,j  Antennis  iongioribus,  gracilioribus,  articulis  5. — 11. 
dimidio  Iongioribus  quam  rrassioribus,  tenuibus,  ultimo  paulo 
elongato;  o<Milis  paulo  majoribus,  spatio  interoculai'i  jjarum 
angustiore  <|uam   in   '^..  —  Louü.  corp.    7  mm. 

SicK.  cnlornol.  Zeil    1S95, 


$  AnU'iinanim  articulis  5. — 11,  latioribus  et  hrcvioribiu'-, 
vix  longioribus  quam  crassioribu?,  aiticulo  ultimo  incrassato, 
brevi.  —  Long.  corp.  8  mm. 

Ußambara,  Plantage  Derema,  am  7.  Oktober  1891 
an  Holz  (L.  Coniadt). 

Strongylium  rufulum  u.  sp. 

Ex  minoribus,  rufum,  .subnitidum,  oeulis,  articuli^  7  ultimis 
anteunavurn,  meso-  et  metathorace,  abdomiue  pedibusquc 
posterioribus  nigris,  metutborace  ad  magnam  i)artem  iufue-calo, 
pedum  anticorum  'a])ice  articuli  tav.-orum  ultimi  unguieulisque 
pedum  posteviorum  vutb-testaceis;  fronte  longitudinaliter  sub- 
sulcata,  oeulis  mediocvibus,  inter  ne  supra  sat  late  remotii?; 
antennavum  articuiis  tertio  et  quavto  gracilibus,  longitudine 
intev  sc  aequalibu.s:  pvotborace  punctulato  transverso, 
postice  leviler  attenuato,  angulis  poslieis  subreetis,  Jateiibus 
distiucte  marginatis«  et  rotundatis,  dor.^o  pobtmediano  utrinque 
trausversim  fere  oblique  profunde  impresso;  elytris  profunde 
punctato-striatis,  puuetis  apicem  versus  teuuioribus,  interstitiis 
striarum  angustis,  eoslalis;  metasterno  glabro  impunctato, 
lateraliter  paree  punetato:  pedibus  nitidis  glabri?  vel  sub- 
punctatis,  tibiis  apieem  versus  paulo  scabriusculis;  abdomine 
impunctato,  segmentis  subtilissime  longitudinaliter  strigatis, 
lateraliter  foveolatis.  —  Long.  corp.   7,5  mm. 

Diese  sebr  kleine  rotbe  Spezies  liegt  in  1  Exemplar 
von  Bismarckburg  in  Togo  vor  und  ist  von  Herrn 
Leopold  Conradt  entdeckt. 

Strongylium  arboricola  u.  sp.  5. 

Ex  minoribus,  nigrum,  subnitidum,  elytris  latericio-rufis, 
fere  dimidio  apicali  abrupte  nigro:  capite  rüde  punetato, 
fronte  longitudinaliter  imj)ressa:  antennis  nigris  apieem  versus 
latioribus,  compressis,  articuiis  3.  et  4.  angustis.  gracilibus, 
longis,  hoc  parum  longiore;  palporum  maxillarium  articulo 
ultimo  anguste  securiformi;  j)rothorace  transverso,  postice 
paulo  angustato,  dorso  rüde  punetato,  areis  nonnullis  laevigatis, 
antice  gibboso,  postice  transversim  utrinque  impresso,  niargine 
])Osteriore  retlexo,  laleribus  distiucte  marginatis:  j»  rostern  o 
inter  coxas  arcuato.  angusto,  postice  ampliato:  scutello 
trigonali,  angusto,  apice  acuto;  elytris  creuato  i^triatis,  punctis 
antice  foveiformibus,  interstitiis  altis,  laevibus.  —  Long.  corp. 
7..'> — 8,2.'5   mm. 

Stcit.  eiilomol.  Zeit.  ISdS. 


365 

Usiimbaru,  Plantare  Derema,  an  Baumtliliameu 
(22.  November  1891.  L.  Coniadt). 

Diese  ist  eine  der  kleinsten  Stronf/yliiün- Arien  und 
ausgezeichnet  dureli  ihre  abweichende  Färbung;  Kopf  und 
Piotliorax  sind  schwarz,  die  Flügeldecken  ziegelroth,  aber 
am   p]nde  schwarz. 

Strongylium  latericium   n.  sp. 

Praeeedenti  simillimum,  nigrun),  subnilidum,  partim 
evauesceus,  elytris  laterieio-rufis,  tertia  horum  parte  apicali 
cvauescenti-nigra;  capite  antico  palpisque  f'uscis,  antennarum 
aiticulis  primis  brunneis,  ceteris  laete  rulis  (in  antenna  autem 
^inistra  articulis  H. — 9.  obscuris):  antenuis  elytrorum  basiu 
paulo  superantibus,  articulis  3,  et  4.  multo  minus  gracilibus, 
quam  in  .SV.  (irboricola.  apicem  versus  minus  crassis,  paulo 
breviüribus,  quarto  apicem  versus  dilatato;  palporum 
maxillarium  articulo  ultimo  multo  majore,  lato,  brevi,  abrupte 
securiformi :  p  r  o  t  h  o  r  a  c e  t  ransverso,  lateribus  rotundatis» 
dorso  medio  longitudinaliter  subsulcato,  utrinque  obsolete 
Ibveolato,  marginibus  lateralibus  acute  costatis,  postieo  reÜexo; 
scutello  trigonali,  angusto,  apice  lere  rotuudato;  elytris 
crenato-striatis,  strii.s  fere  dathratis,  punctis  profundis  trans- 
versis,  interstitiis  striarum  angustioribus  quam  in  St.  arhoricola, 
postice  altioribus,  processu  prosternali  ])lano,  latiore  quam  in 
.SV.  arboricola,  postice  dilatato.  —  Long.  corp.   9,5  mm. 

Togo  in  Ober-Guinea,  Station  Bismarckburg  (August 
bis  September   1890  1  Li,  l>r-  1^-  Büttner). 

Diese  Art  sieht  der  vorigen  aus  Ost-Afrika  stammenden 
außerordentlich  ähnlich  und  erscheint  als  ein  westafrikanischer 
Repräsentant  derselben.  Die  Unteri?chiede  sind  solche,  daß 
die  beiden  Arten  von  einander  gut  abgegrenzt  sind. 

In  der  Sammlung  des  Herrn  von  Oertzeu  sah  ich  ein 
Paar  (o^)  derselben  Art  und  aus  derselben  Gegend;  ea 
stammt  aus  der  Ausbeute  des  Herrn  L.  Conradt.  Es  ist 
hierdurch  Gelegenheit  gegeben,  die  beiden  Geschlechter  der 
Art  mit  einander  zu  vergleichen,  deren  unterscheidende 
Diagnosen  folgendermaßen  lauten: 

,j  Antennae  paulo  longiores  quam  in  '^',  articuli)  ultima 
oblonge,  atrofusco;  tibiis  tarsis(|ue  peduni  anticoruui  rulis, 
iilarum  basi  nigra,  horum  articiilo  ultimo  fusco,  unuuieulis 
lutis.   —  Long.  corp.   9  mm. 

:,-■  Antennae  breviores,  totae  rufae,  arliculo  ultimo  brevi; 
tibiis  Omnibus  totis  nigris,  unguiculis  brunneis.  -  -  Long.  corp. 
8,5   mm. 

Siett.  enioMiul.  Zeit.  1S95. 


364 

Auüallend  ist  die  verscbiedenartige  Färbung  der  Beine 
und  ein  weni'i  auch  der  Antennen. 

Strongylium  sulcicolle  u.  sp.  ,j. 

Elongatum.  cylindricum,  angustum,  viridulum.  subnitidum, 
infra  viridi-cyaueum;  capite  deuse  et  lere  rnde  punetato, 
i'oveola  interoculari  majore,  chpeo  postieo  subfoveolato; 
antennis  fusconigris,  elougatis,  tenuibu?,  apicem  versu.^  parum 
incrassatis,  artieulis  3.  et  4.  elongatis,  inter  se  aequalibu.s: 
prothorace  paulo  longiore  quam  latiore.  deuse  rugoso- 
punctato,  lateribus  ante  medium  paulo  rotundatis,  ante  angulos 
posticos  sinuatis,  dorso  medio  longitudinaliter  sulcato:  elytri^; 
lude  seriatim  foveolatis,  foveolis  densatis,  partim  confluentibus, 
apicem  versus  minoribus,  interstitiis  striarum  tlexuosis,  jjostice 
rectis,  alternis  paulo  elevatis,  prope  basin  altioribus,  apicem 
versus  et  extus  vix  vel  uullomodo  elevatis:  pedibus  c:racilil>us. 
brunneis  vel  fusco-uigvis.  nietatarso  pedum  posteriorum  elon- 
gato,  lere  eadem  longitudine  ac  ceteris  artieulis  conjunctis; 
abdomine  punetato,  punctis  latera  versus  crassioribus; 
f^egmento  ultimo  (libero)  apicem  versus  depresso.  apice  ipso 
obtusato.  —  Long.  corp.  12,5  mm. 

Kaluba-Land.  Mukenge  (Central- Afrika),  August  1882 
(Dr.  P.  PoggeV 

Allostrongylium  u.  g.  Strougyliiuarum. 

Gcneribus  Stro/tf/ylio  et  rraoyenae  simile.  sed  distincte 
diversum.  Corpus  gracile.  Frous  couvexa.  Clypeus  postice 
transversim  impressus.  Antennae  longae.  ad  medium  fere 
corporis  pertinentes  aut  lougiores,  corpore  parum  breviores; 
articulus  tertius  quam  quartub  brevior.  Pronotum  leviter 
iuaequale,  subfoveolatum.  Carina  protlioraeis  margiualis  iude 
a  margine  antico  usque  ad  medium  laterum  pertinens  luber- 
culoque  ibi  (medio  laterali)  exserto  subito  terminata.  Meso- 
sternum  intercoxale  plus  minusve  excavatum,  postice  leviter 
marginatum.     Pedes  graciles. 

Diese  bis  jetzt  nur  aus  der  Berglandscliafl  Us-ambara 
bekannte  Gattung  ist  hauptsächlich  durch  die  eiüeuthümliche 
Bildung  der  Randleisten  des  Prothorax  ausgezeichnet.  Diese 
Leiste  beginnt  wie  gewöhnlich  jederseits  an  der  Ecke  des 
Vorderrandes  als  Fortsetzung  desselben,  reicht  in  gleichmäßiger 
Stärke  bis  zur  Mitte  des  Seitenrandes  und  endigt  hier  plötzlich 
mit  einem   kleinen  Höcker. 

Der  Körper  sammt  den  x\utennen  und  Beinen  ist  schlank. 
Das  Mesosternum  ist  fast   wie  bei  Praogena  gebildet». 

Sleti.  entoraol.  Zeit.  1335. 


3ü5 

Die  liierhergehörigen  Spezies  sind  folgende  drei: 
AUostrongylium  silvestre  n.  sp.  rf^$. 

Nigrum,  leviter  aeneacens.  nitidum,  antennis  nigrofitscis 
apicem  versus  brimneis,  tarsiö  fuseis  vel  brunueis;  capite 
t-ubtiliter  haud  deusiösime  punctalo.  nitido;  antennis  in 
utroque  sexu  similibus,  longis,  gracilibus,  tenuibus,  ad  medium 
lere  corporis  pertinentibus,  artieulo  quarto  quam  tertio  nonnihil 
longiore:  oculis  magois;  prothorace  transverso,  nitido, 
quarta  j)arte  latiore  quam  longiore,  angulis  anticis  rotundatis, 
posticis  rectis  paulo  exsei'tis,  carina  marginali  leviter  curvata 
tuberculoque  distincto  terminato:  pone  iuberculum  lateribus 
glabris  integris:  episternis  prothoracalibu.s  glabris  parce 
punctatis;  dorso  subtiliter  punctulato,  hie  et  illic  obsolete 
foveolato,  medio  longitudinaliter  subsulcato;  scutello  angusto, 
glabro,  impres!;0,  lateraliter  subrecto;  elytris  leviter  striatis, 
striis  impressis  et  punctatis.  punctis  apicem  versus  subtilioribus, 
interstitÜH  >triarum  antice  distincte  convexis,  postice  alternls 
augustioribus  et  latioribus;  ventre  subtiliter  coriaceo  et  laxe 
indistincte  punctulato. 

,j  Oculi  maximi,  interstitio  frontali  angusto;  palporum 
maxillarium  artieulo  ultimo  vaide  securiformi.  latiore  quam 
in  V-  hegmento  ultimo  abdominali  simili  atque  in  $,  minime 
breviore  apiceque  magis  rotundato. 

'^  Oculi  paulo  minores,  interstitio  tVontali  latiore. 

Long.  corp.  15,5 — 16   mm. 

Auf  der  Plantage  Der  cm  a  (850  m)  in  üsambara 
(O^tafrikaj  am  21.  Oktober  1891  von  L.  Conrad  t  an 
Baumstämmen  gefunden. 

AUostrongylium  lignarium  n.  >[).  V- 

Nigro-acMeum,  A.  silnestri  simile,  minus  obscurum* 
aenescens,  antennis  longioribus.  capite  pronotoque  dense  et 
rudius  punctatis,  oculis  latius  distantibus,  tuberculo  pro- 
thoracali  Jaterali  minore,  eivtris  antice  grossius  [(uuctatis; 
capite  et  pronoto  deii^c  et  fere  rudc  punctatis:  antennis 
gracillimis.  artieulo  tertio  quam  (juarto  duplo  breviore,  hoc 
et  t^equentibus  longioribub,  quam  in  specie  praeccdeute; 
palporum  maxillarium  artieulo  ultimo  securiformi,  n»odice 
lato,  extus  curvato:  prothorace  angustiore,  fere  opaco,  sub- 
cylindrico,  paulo  latiore  (juarri  longiore,  margine  postict» 
bisinuato:    carina  marginali   valdc    arcuata.    geniculatu,    tuber- 

Stelt.  entoiiirjl.  Zeit.  li'Jä. 


366 

eulo  mediauo  mediocri;  episternis  dease  et  viide  punctatis; 
scutello  breviter  triangulato,  lateraliter  roUindato,  fere  glal)io, 
pnroe  piinctato;  elytris  Ptriatis,  s^triis  antice  grosse,  postiee 
subtiliter  punctatis,  inteistitiis  leviter  convexis;  abdomine 
glabio,  opaco,  siibtiliter  longitndiualiter  nigoso,  ob.«olele 
puuotulato.  —  Long.  oorp.   14  mm. 

Gleichfalls  auf  der  Plantage  Derema  in  Usambara, 
und  zwar  am  12.  September  1891  auf  Holz  gefunden 
(L.  Gonradt). 

AUostrongylium  tritomicrum  u.  sp.  ,j. 

Praecedeutibus  multo  minus,  viridi-coeruleum,  eapite 
antico  piceo,  margine  clypei  labroque  rulis,  pectore,  abdomine 
pedibusque  pieeis,  nitidis,  antenuis  nigro-fuscis,  articulis  Iribus 
primis  apice  rufo-castaneis,  apice  articuli  ultimi  rufo;  margine 
elytrorum  laterali  plus  minusve  rufo:  capite  dense  et  rüde 
punetato,  fere  opaeo,  subnilido,  clypeo  laevi,  nitido,  subtiliter 
punctulato,  fronte  interoculari  angusta,  subsuloata;  antenuis 
corpore  paulo  brevioribus,  articulo  tertio  brevi,  quarto  multo 
(lere  triplo)  longiore,  hoc  et  sequentibus  longis,  subaequalibus^ 
prothorace  paulo  breviore  <juam  latiore;,  densissime  et  rüde 
punetato,  antice  et  postiee  paulo  angustato,  medio  laterum 
angulato,  tuberculo  mcdiano  laterali  obsolelo,  carina  laterali 
antice  leviter  curvato ;  episternis  prothoracalibus  sat  dense 
et  rüde  punctatis;  elytris  punctato-striatis,  strii's  impressis 
antice  profunde,  i)Ostice  sensim  multo  subriliiis  punctatis, 
interstitiis  convexis:  abdomine  glabro,  subnitido.  —  Long, 
corp.   7,5  mm. 

Gleichfalls  auf  der  Plantage  Derema  in  Usambara  von 
Herrn  L.  Gonradt  gefunden,  und  zwar  am  26.  x4ugust  1^91 
auf  Holz. 


SteU.  entomul.  Zeit.  1895. 


367 


Zwei  neue  Laiiiiinen  aus  West-Afrika. 

Dr.  K.  Jordan,  Triny,  England. 


Sternotomis  coronata  sp.  nov. 


3  2.  Supra  pube  laete  fuli^iinoso-ocliracea  vestita,  nigro- 
et  viridi-signata.  Mandibulae  bas^i  viridesoenti-])iibescentes, 
(,5^)  inermes,  extup  trianaulanter  impressae.  Caput  ante  pro- 
thoracem  metallico  -  viride,  lateribus  sparsissime  punctatum ; 
oceipite  duabus  maculis  triangularibus  nigris  et  genis  lineola 
obliqua  atra  signatis. 

Antennae  (o)  longitudine  corporis,  ($)  breviores,  iiigrae, 
versus  apiceni  luteo-tomentosae,  scapo  infia  viridi-metallieo- 
pubescente.  Prothorax  pone  apicem  sulco  bene  determinato, 
dorso  in  medio  parum  versus  posticum  dilatato  iostructus, 
basi  late  constvietus,  parte  constricta  antice  sulco  determinata 
lateribus  haud  dorso  sulco  altero  notata,  disco  paulo  inaequalis; 
macula  parva  trianauluri  in  medio  sulci  apicali,  duabus  lineis 
ab  hac  macula  oblique  versus  basin  abeuntibus,  linea  trans- 
versa in  margine  postico  disci  elevati  sita  medio  antrorsum 
dilatata  vel  flexuosa  hie  et  inde  virescenti  nigris  ac  margine 
extremo  basali;  dente  laterali  et  basi  laterum  et  medio  pi'osterni 
viridi-pubescentibus. 

Scutellum  latum,  rotundatum,  metallico -virens.  Eljtra 
dorso  ad  humeralem  callum  nonnuUis  punctis  sat  profundis 
notata,  lateribus  i)artim  punctulata;  signaturis  nigris  notata; 
callo  humerali  nigro  viridi-pubescente,  triangulo  transverso 
communi  basali  in  utrof|ue  elytro  maculain  obliquam  fuliginoso- 
et  viridi-tomentosam  includente,  macula  communi  antemediana 
in  sutura  lat.  1  mm  utrinque  duas  lineas  emittente,  prima 
linea  antrorsum  in  medium  disci  ascendente,  deinde  in  angulo 
acuto  retrorsum  ad  marginem  lateralem  flexa,  secunda  medium 
disci  vix  attingente,  pone  lineam  ])rimam  in  medio  disci 
macula  vel  puncto  nigro  viridi-ciincto;  macula  altera  mediana 
communi  etiam  duas  lineas  emittente,  his  liueis  maculam  plus 
minusve  viridem  medio  nigram  j)ostmedianam  discoidalem 
oblique  transversam  cingentibus  et  postice  intra  suturam  et 
medium  disci  confluentibus  oblique  versus  suturam  abeuntibus 
ramum  brevem  in  discum  emiltentibus  et  in  sutura  ad  apicem 
iisque  descendenlibiis;  sutura  intra  maculas  medianam  et  ante- 
medianam  nigra;  macula? laterali  anteapicali  viridi  nigro-cincta, 
puncto  laterali  posthumerali  nigro. 

Stett.  entomol.  Zeit.  1895.  24 


368 

Corpus  iufra  cum  pedibus  metastenio  ochiaceo  exeepto 
viride;  segnienlis  abdominis  niacula  transversa  basali  in  q 
late  sinuata  subglabra  punctata,  in  .V  lineari  signatis;  pedum 
pilis  tlavis. 

Long.   21    mm,  elytr.   15,  iat.   8. 

Hab.  Kriby,  Kamerun  (Pahi  leg.:  Typus  in  Mus.  Stuttgart). 

Die  Zeichnung  des  Halsschildes  ist  eigenartig  durcli  die 
zwei  schief  stehenden  schwarzen  Längslinien.  Die  Decken 
haben  nur  in  der  Gegend  der  Naht  entwickelte  Querbinden: 
lu'nter  der  Mitte  neben  der  Naht  trägt  jede  Decke  einen 
ovalen  ockergelben  Fleck,  der  durch  die  in  obiger  Beschreibung 
angegebenen  schwarzen  Linien  isolirt  wird. 

Die  grüne  Pubescenz  des  Hinterleibes  und  der  Beine  ist 
Dach  dem  Licht  etwas  veränderlich,  sie  erscheint  zuweilen 
mehr  grau,  zuweilen  mehr   bläulich. 

Die  Basis  des  Halsschildes  trägt  dorsal  nur  eine  Quer- 
furche,  unmittelbar  hinter  der  steil  abfallenden  Scheibe. 

Glenea  imparilis  sp.  nov. 

,j$.  A  speciebus  (J.  carneijK's  Chevr.,  proxlma  Lam., 
vittata  Lam.  dictis  elytrorum  signatura  di versa:  singulo  elytro 
5  maculis  albis  signato,  1"  dorsali  basali  in  medio  intra 
carinam  dorso-lateralem  et  suturam  sita  paulo  Irans  elytri 
quartam  partem  basalem  abeunte,  2»  minuta  dorso-laterali 
postliumerali  intra  carinam  dorso-lateralem  et  elevationem 
cariniformein  dorsalem,  o'i  mediana  etiam  dorso-laterali  latitu- 
diue  i)lus  diiplo  longiore,  4"  postmediana  intra  striam  lam 
et  cariuulam  dorsalem  latitudine  longiore,  öa  anteapicali  sub- 
rotunda  intra  striam  lani  et  carinam  dorso-lateralem;  margiue 
apicali  anguste  albo-pubescente. 

Hab.  Begora  und  Akim.  W.-Afrika  (Typus  in  Mus. 
Stuttgart). 

*"  -«  Der  Körper  ist  braun,  der  Hinterleib  etwas  heller;  die 
Beine  haben  eine  blaßröthliche  Farbe.  Von  den  5  Binden 
des  Halsschildes  (3  dorsal,  jederseits  1  oberhalb  der  Hüften) 
ist  die  mittlere  die  dünnste.  Der  erste  Fleck  der  Decken  ist 
vorn  und  hinten  verschmälert,  und  erreicht  den  Basalrand  der 
Decke  nicht.  Strukturelle  Unterschiede  zwischen  dieser  neuen 
Art  und  den  verwandten  Formen  sind  kaum  vorhanden.  Die 
Punktirung  der  Stirn  und  der  Flügeldecken  ist  stark,  der 
Sut uralzahn  der  Deckenspitze  ist  kurz,  und  die  mit  2  Reihen 
tiefer  Punkte  versehenen  senkrecht  abfallenden  Seiten  der 
Decken  sind  nach  hinten  hin  gekielt. 

sielt,  enlomol.  Zeit.  1895. 


369 


Zur  Kenntniss  der  Anthribidae. 

iJr.  K.  Jordan,  Triiii?,  England. 

IV. 

1.    Phloeotragus  cylindripennis  sp.    nov, 

,j5.  Pill,  imhofß  Boh.  aftinis;  sed  protliorace  magis 
elongato,  lateribuis  aequaliter  rotiindato,  maxima  latitudine  in 
medio;  elytris  angiistioribus,  magis  cylindricis,  multo  snbtilius 
punctatis  diversus. 

Long.    16  mm,  elytr.   11,  lat,  A^\^. 

Hab.   „Guinea^-;   2  ,j,  2  S:. 

Die  Abbildung  von  .,Vhl.  Jieros"  in  Labr.  u.  Imh.,  Gen. 
Cure.  I.  t.  37,  wurde  von  Boheman  auf  PhL  imhofß  Boh. 
bezogen,  der  nacl»  einem  .9  beschrieben  ist:  sie  palät  jedoch 
viel  besser  auf  ci/Undripennis  m.  sowohl  in  der  Form  des 
Halsschildes  und  der  Flügeldecken,  als  in  der  Farbe  und 
Zeichnung.  Die  Schildchenmakel  in  Labram"s  Bilde  ist  in 
meinen  Stücken  nur  angedeutet:  die  in  die  heile  mausfarbene 
Tomentirung  eingestreuten  schwarz-braunen  Punktflecke  sind 
in  der  Fiüur  reichlich  grell.  Der  im  J  dicht  vor  der  Decken- 
spitze zwischen  der  zweiten  und  fünften  Punktreihe  stehende 
Höcker  ist  in  cfjlhidripennis  so  hoch  wie  Pill,  imlwfß  Boh., 
und   in   der  Figur  nicht  gezeichnet. 

Durch  Herrn  H.  Kolbe  habe  ich  ein  mit  dem  Typus 
verglichenes  !;:  von  PhL  siniilis  Qued.  erhalten,  welches  meine 
in  Stett.  E.  Zeit.  p.  130  (180."))  ausgesprochene  Ansicht,  daß 
üiiiiilis  mit   imhofft   Boh.  identisch   sei,   bestätigt. 

2.    Eugigas  harmandi  tessellatus  subsj».  nov. 

j  y^.  Stimmt  in  Struktur  mit  E.  harmandi  Lesne  von 
Cochinchina  und  Tonkin  überein,  unterscheidet  sich  aber,  wie 
ich  mich  nunmehr  (s.  Stett.  E.  Zeit.  p.  132  n.  11,  1895) 
durch  Vergleich  einer  Reihe  von  Exemplaren  überzeugen 
konnte,  durch  die  Zeichnung  und  muß  als  lokale,  nord-indische, 
Form   von  E.  hanuandl  ab^et  rennt   werden. 

Die  Zeichnungen  .--ind  frrau-'jclb.  Die  .Mittelbinde  des 
Rüssels  nimmt  von  der  liüsselspitze  bis  zum  Vorderrandc  des 
Halsschildes  allmählich  an  Breite  ab  und  ist  hinten  etwa  halb 
so  breit  als  die  Mittelbindc  des  Pronotums.  Hinter  den  Augen 
.steht  jedcrseits  ein  dorso-lateraler,  länglicher  Fleck. 

Stett.  entomol.  Zeit.  \BX>.  24:* 


370 

An  die  Mittelbinde  des  Halsscliildes,  die  an  der  Basis 
wenig  breiter  als  am  Apex  ist,  scbließt  sieb  jederseits  kurz 
vor  der  Mitte  ein  kleiner  viereckiger  Fleck  mit  einer  Ecke 
an;  auf  der  Höbe  dieser  Flecke  findet  sieb  in  der  Mitte  der 
Binde  ein  scbwarzer  Punkt;  vor  dem  Querkiel  stebt  jederseits 
neben  der  Binde  ein  Längstleck;  der  gleicbfalls  mebr  oder 
weniger  mit  ihr  zusammenbängt;  außerdem  trägt  das  Pro- 
notum  noch  beiderseits  vier  Makeln:  eine  ist  apical,  etwas 
näber  der  Mittelbinde  als  dem  Seitenkiel  stebeud,  mebr  als 
doppelt  so  lang  wie  breit,  longitudinal,  eine  zweite  lindet  sieb 
im  Basalwin kel  und  zwei  steben  seitlicb  vor  und  binter  der 
Mitte  und  sind   am  Seitenkiel  häufig   mit  einander  verbunden. 

Die  ungraden  Zwischenräume  der  Decken  tragen  scharf 
begrenzte,  grau-gelbe  und  schwarze  Würfeltlecke:  die  beiden 
gelben  Flecke  vor  und  die  beiden  binter  der  Mitte  des  dritten 
und  fünften  Zwischenraumes  sind  länger  als  die  übrigen  und 
begrenzen  einen  fast  nicht  durch  gelbliche  Pubescenz  unter- 
brochenen Raum. 

Das  Prosternum  hat  eine  große  Seitenmakel,  welche  vorn 
einen  schwarzen  Längsfleck  einschließt;  zuweilen  ist  der 
unterhalb  des  Seiteukiels  hegende  Tbeil  der  Makel  sehr 
schwach  entwickelt.  Das  Mesosternum  hat  einen  Seitenfleck, 
während  das  Metasternum  zwei  Flecke  seitlich  am  Vorder- 
und  zwei  am  Hinterrande  besitzt  und  außerdem  noch  jeder- 
seits eine  größere  runde  Makel  trägt,  welche  der  Mittellinie 
etwas  näber  als  dem  Episternum  stebt.  Das  Abdomen  zeigt 
zwei  Reihen  großer  Flecke.  Ein  Ring  vor  der  Spitze  der 
Schenkel,  ein  zweiter  hinter  der  Mitte  der  Schienen,  die  Basis 
des  ersten,  der  größere  Tbeil  des  zweiten  und  etwas  mehr 
als  die  Hälfte  des  vierten  Tarsengliedes  sind  graugelb. 

Eins  meiner  Männchen,  dessen  Fühler  die  Basis  der 
Decken  wenig  überragen,  hat  nur  eine  Länge  von  11  mm 
(Kopf  ausgeschlossen),  während  das  größte  Männchen 25 mm  mißt. 

Hab.  Khasi  Hills,  Assam,  Typus,  2  f^,  1  $;  Calcutta, 
1   .^;  Darjeeling  (1  $,  Mus.  Stettin). 

In  dem  Darjeeling  Exemplar  im  Stettiner  Museum  ist  die 
basale  Hälfte  der  dorsalen  graden  Zwischenräume  einfarbig 
grau-gelb. 

o.    Mecotropis  guttifer  sp.  nov. 

$.  A  M.  biptinctato  Lac.  structura  baud  differt,  sed 
indumento  totius  corporis  ochraceo-lutoso,  non  silaceo,  omnino 

Stett.  entoniol.  Zeit    IgdS. 


371 

albo-guttulato,  macuia  nigra  autemediaua  elj'trorum  majore  et 
lascia   ante   apicem    declivem    multo    distinctiore  distingueudus. 

Long-.  111/2,  elytr.  8,  lat.  41/2. 

Hab.  Java;  1  $. 

Die  weißen  Tüpfel  sind  wie  folgt  angeordnet:  Kopf  mit 
2  am  vordem  Theile  des  Innenrandes  der  Augen  und  2  vor 
dem  Halsschilde;  Halsschild  mit  4  Querreihen  von  zusammen 
15  Tüpfeln  (4,  4,  5,  2),  die  beiden  letzten  Tüpfel  stehen 
dorsal  unmittelbar  an  und  vor  dem  Kiel;  Flügeldecken  mit 
mehr  länglichen  Fleckchen,  welche  in  den  ungraden  Zwischen- 
räumen stehen  und  besonders  vor  der  anteapicalen,  brauneu 
Binde  deutlich  linear  sind;  Prosternum  jederseits  mit  drei, 
Mesosternum  mit  zwei,  Metasternum  mit  vier  Fleckehen; 
Abdomen  mit  sechs  FJeckenreihen,  die  beiden  mittleren  uu- 
deutlich. 

Ist  wahrscheinlich   nur  Subspecies  von  bipunctata  Lac. 

4.    Mecotropis  vitticollis  sp.  nov. 

$.  M.  niger,  nigro-pubescens  albo-signatus.  Rostrum  cum 
capite  vitta  mediana  alba  notatum,  fere  ut  in  M.  hipunctato 
Lac.  structum,  sed  fossa  dorso-laterali  anteoculari  latiore,  sulco 
mediauo  in  verticem  usque  distincto,  submento  parum  magis 
triangulatim  sinuato.  Caput  pone  oculos  puncto  albo  siguatum, 
Antennae  longiores  quam  in  specie  praedicta,  graciliores, 
nigrae,  articulis  6'J — 8»  totis  albis,  lO*^  latitudine  plus  duplo 
longiore,  'P  4"  5^  subaequalibus.  singulis  secundo  plus  dimidio 
longioribus. 

Prothorax  lateribus  magis  rotundatus  quam  in  M.  hi- 
punctato Lac,,  vitta  mediana  angusta  ad  carinam  lateribus  in 
angulo  oblique  sed  haud  fortiter  rotundato  antrorsum  tlexam, 
et  ante  scutellum  parum  dilatata,  altera  antice  abbreviata 
utrinque  in  regione  dculorum  sita,  duobusque  punctis  minutis 
antemediauis  disci,  albis. 

Eijtra  ad  apicem  usque  leviter  striato-punctata,  ad  suturam 
minus  quam  in  M.  hipunctato  depressa;  macuia  communi  in 
triente  basali,  basi  vittifornii  ungiista,  deiude  ad  striam 
quartam  dilatuta,  poslice  recte  determinata  maculam  parvam 
suturalom  nigram  quudrangularem  includente,  altera  macuia 
communi  apicali  rotundala  subcordata  maculam  suturalem 
nigram  cingente,  ad  interstitium  quintum  exteusa,  macuia  parva 
antemediaua  marginali,  signaturis  minutis  irregularibus  circunx 
humeros  et  pone  medium,  albis. 

Pygidium  album,  ante  apicem  fuscum.  Prosternum  utrinque 
albo-vittatum,    apice  transverse   striolatuni.     Meso-metasternum 

Stett.  entomol.  Zeit.  1895. 


372 

abdomenque  alba;  processus  mesosternalis  sparsius  pubescens, 
longitrorsum  concavus;  abdomen  lateribus  nigruni;  segmeuto 
ultimo  excepto,  duabus  seriebus  macularum  albarum  ad  mar- 
ginem  apicalem  conjunctorum  signatum.  Femora  sparsim  albo- 
pubescentia;  tibiae  nigrae,  macula  minuta  basali,  altera  magna 
mediana  albis;  tavsi  nigri,  avticnlo  primo  medio  et  quarto 
basi  albis. 

Long.  121/2  mm,  elytr.  8,  lat.  44/5. 

Hab.  Khasi  Hills,  Assam;   1  $. 

Die  eigenthümliche  Zeiebnung  der  Decken  unterscheidet 
diese  Art  von  allen  übrigen. 

5.    Mecotropis  nigropictus  Jord.,  s.  S.  135. 

Neuerdings  erhielten  wir  ein  von  Herrn  J.  Whitehead 
am  Cap  Engano,  Nord-Luzon,  gesammeltes  Männchen,  dessen 
dunkle  Makeln  weniger  scharf  ausgeprägt  sind  als  in  unsern 
drei  Weibchen.  Die  Fühler  dieses  q,  das  18  mm  mißt 
(Kopf  ausgeschlossen),  überragen  den  Körper  nur  um  die 
Hälfte. 

Die  bisher  bekannt  gewordenen  Mecotropis-Aiien  lassen 
sich  in  zwei  Gruppen  bringen : 

I.  Die  Mittelfurche  des  Rüssels  setzt  sich  auf  die 
Stirn  fort.  Hierher  M.  bipunctatus  Lac.  von 
Ceylon,  gutiifer  Jord.  von  Java,  ritticoUis  Jord. 
von  Assam,  variegafus  (Oliv.)  von  Amboina  und 
Buru,  insignis  Pasc,  von  Ceram  und  Amboina 
(wahrscheinlich  nur  Varietät  von  variegafus').  macii- 
losus  Pasc,  von  Ceram,  hrerirosti'is  Jord.  von 
Buru  (wahrscheinlich  nur  Varietät  von  maculosus)^ 
jrnkslorferi  Jord.  von  Java,  und  marmorous  Jord. 
von  Horneo. 
n.  Stirn  mit  Mittelkiel.  Hierher  M.  panthcriniiit 
(Thoms.)  von  Arn,  areifer  Jord.  von  Halmahera 
( —  der  Tvpus  ist  ^Java*'  etiquettirt,  wahrschein- 
lich ist  dieser  Fundort  irrthümlich  — )  und  nigro- 
pictus Jord.   von  Luzon. 

6.    Ischnocerus  aeneus  sp.  nov. 

$.  Supra  aeneus,  nitens,  pube  cinereo-ochracca  vestitus. 

Rostrum  latum,  longitudine  apice  uon  angustius,  longi- 
trorsum late  impressum,  carina  media  minus  quam  in 
/.  infuscato  Fahrs.  elevata,  supra  cum  cajjite  unicolor  sub- 
ochraceum.     Antennae  ut  in  /.   infuscato. 

Stctt.  enlomul.  Zeit.  1896. 


373 

Prothorax  vitta  mediana  lata  ante  seutellum  augustiore 
capitis  colore  notatus,  omnioo  transverse  rugatus,  disco  tuber- 
ciilo   aeuto  alto  armatus. 

Eljtra  striata,  stviis  profunde  punetatis,  fasciculis  altis 
instructa:  2  geminatis  basalibus,  4  in  interspatio  tertio,  anteriore 
minore,  2  in  interspatio  quinto,  praeterea  nonnuilis  minutioribus 
in  interspatio  quinto  et  septimo. 

Prosternimi  minus  punetatum   quam  in  /.   infuscalo. 

Long.  7  mm,  eljtr.  5,  lat.  3. 

Hab.  Paraguay  (Dr.  Bohls  leg.);  3  $. 

Der  starke  Erzglanz,  der  kurze  Rüssel,  der  hohe,  spitze 
Hücker  auf  der  Mitte  des  Halsschildes,  und  die  hohen  Höcker 
der  Decken  unterscheiden  diese  Art  von  J.  iiifuscatus  Fahrs., 
muslellimis  und  tiiberculatus  Labr.  u.  Imh. 

Die  Deckenhöcker  sind  zweifarbig,  jeder  ist  vorn  dunkel 
und  hinten  hell;  der  äußere  der  beiden  Basalhöcker  ist  länger 
und  etwas  höher  als  der  innere;  die  übrigen  Höcker  sind 
vertheilt  wie  folgt:  im  dritten  Zwischenräume  ein  kleiner  vor, 
ein  zweiter  höherer  dicht  hinter  ihm  in  der  Mitte,  ein  dritter, 
der  höchste,  vor  dem  abschüssigen  Deckenende,  ein  vierter, 
kleiner,  zwischen  ihm  und  dem  Apex;  auf  dem  fünften 
Zwischenräume  drei  kleine  im  zweiten  Drittel,  ein  vierter 
höherer  auf  gleicher  Höhe  mit  dem  dritten  des  dritten  Inter- 
spatiums  stehend,  ein  fünfter  zwischen  ihm  und  dem  Apex, 
höher  als  der  betreffende  Höcker  des  dritten  Zwischenraums; 
auf  dem  siebenten  Zwischenraum  stehen  drei  schwache  Höcker 
im  dritten  Viertel;  der  neunte  Zwischenraum  ist  dunkel  ge- 
würfelt, hat  aber  keine  deutliche  Höcker. 

7.    Ischnocerus  impressicoUis  sp.  nov. 

j.  /.  infnscato  Fahrs.  similis,  scd  prothorace  disco  pro- 
fundius  impres.=o,  impres.'^ione  lere  ad  marginem  apicalem 
extensa,  utrinque  multo  altius  elevato,  apice  fortius  constricto, 
elytris  profundius  punctato-striatis,  pygidio  apice  truncato 
(listinguendus. 

Hab.  Cuernavaca,  Mexico  (Boucard  leg.);   1   ,^. 

Wälirend  bei  /.  inj'uscalus  Fahrs.  die  beiden  von  der 
Fülllergrube  nach  dem  Auge  zu  laufenden,  kurz  vor  dem 
Auge  verschmolzenen  Kiele  der  nackten  Seiten  des  Rüssels 
ein  Dreieck  einschließen,  sind  sie  in  impressicoUis  m.  von 
vornherein  genähert  und  laufen  fast  parallel.  Der  Halsschild- 
kiel ist  in  der  Mitte  ziemlich  breit  unterbrochen.  Die  Zwischen- 
räume zwischen  den  tiefen  Puidcten  der  Deckenstreifen  sind 
etwas  wellig  erhöhl.     Außer  dem  doppelten  Basalhöcker  tragen 

Sie».  en(omol.fZcit.  1S95. 


374 

die  Deckeu  uocli  einige  mit  straffen,  braun-sclnvarzen  Haar- 
büscheln besetzte  Höckerellen:  der  dritte  und  lüntte  Zwischen- 
raum haben  einen  kleinen  Pinsel  vor,  einen  größeren  in  der 
Mitte  und  den  größten  resp.  zwei  kleinere  vor  dem  Apex; 
der  siebeute  Zwischenraum  zeigt  in  meinem  Exemplare  nur 
Spuren  von  Haarbüscheln.  Da  der  mittlere  Theil  des  ab- 
schüssigen Deckenendes  deutlich  hervorgewölbt  ist,  erscheint  der 
Absturz  der  Deckeu  bedeutend  steiler  als  in  infuscatKS  Fahr.-^. 
Die  seitlichen,  den  tiefen  discalen  Eindruck  begrenzenden  starken 
Erhöhungen  auf  der  Scheibe  des  Halsschildes  sind  kielförmig 
und  last  doppelt  so  hoch  als  der  in  der  Mitte  des  vertieften 
Theiles  stehende  längliche  Höcker.  Die  Oberseite  des  Rüssels 
und  Kopfes,  sowie  die  Mitte  des  Halsschildes,  die  Spitze  der 
Flügeldecken  und  das  Pygidium  sind  weißer  behaart  als  in 
infuscatus. 

8.    Sintor  suturalis  sp.  nov. 

$.  Infra  niger,  griseo-pubescens,  supiu  rufus,  pube  fuligi- 
iiosa  nigra  cinereaque  variegatus.  Rostrum  latum,  breve, 
latitudine  apicis  parum  dilatati  dimidio  longius,  medio  carinatum, 
basi  extrema  cum  fronte  longitrorsum  impressa.  Antenuae 
protlioracis  basiu  haud  attingentes,  brunneae,  basi  pallidiores, 
apice  subnigrae. 

Prolhorax  couicus,  simi)lex,  carina  antebasali  dorso  recta 
lateribus  rotundatim  versus  anticum  tlexa,  parte  laterali  brevi; 
disco  rufo,  lateribus  ipsis  cum  prosterno  nigris.  tribus  vittis 
dorsalibus  rufo-iinereis,  juxta  vittam  mediam  utrinque  duobus 
punctis  nigris,  altero  ante  medium  ahero  ante  carinam  sitis 
notatus. 

El^'tra  dorso  ad  striam  sextam  usque  leviter  convexa, 
ad  suturam  haud  imjjressa,  pone  basin  levissime  gibbosa, 
lateribus  pone  humeros  paulo  inflexa,  ad  regionem  abdominis 
segmenti  secundi  usque  paulo  angustata,  deinde  rotundata, 
striata,  striis  sublihter  punctatis,  pube  brunuea  obtecta,  vitla 
suturali  rufo-cinerea  ante  apicem  latiore  basi  et  medio  utrinque 
linea  nigra  in  stria  secunda  sita  determinata,  vitta  altera  eodem 
colore  in  inter!^l)atio  septimo,  sat  longe  pone  medium  ad  mar- 
ginem  lateralem  ilexa,  8])atio  marginaii  infra  hanc  vittatn 
macula  obli(]ua  submargiuali  pone  villain  de^-inentem,  duabus 
maculis  parvis  apicalibiis  subsuturalibus  maculaque  suturali 
antemediaua  nigris. 

Pygidium  rotuudatum,  latitudine  parum  brevius,  medio 
(^apicc  excepto)  leviter  carinatum,  unicolor,  rufo-fuligiuosum. 

Steit.  euiomol.  Zeit.  189&. 


375 

Corpus  infra  unicolor,  sublaeve.  Pedes  bruuuei,  temoribus 
niedio  lale  uigris. 

Long.  5i|4,  rostr,    1,  elytr.  3^*,'.,,  lat.  2^j^. 

Hab.  Khasi  Hills,  Assam,  1  $. 

Kommt  dem  ^S.  philippinensis  Jord.,  Stell.  Ent.  Zeit. 
p.  141   n.  22  (1895  I,  am  nächsten,  ist  aber  anders  gezeichnet. 

J).    Sintor  superciliaris  sp,  nov. 

,^.  Niger.  Rostrum  capite  multo  angustius,  versus  apicem 
lortiter  diiatatum,  latitudine  apicis  vix  dimidio  longiiis,  medio 
carinatum,  carina  in  apice  obsoleta,  lutoso-pubescens.  Caput 
medio  inseusim  canaliculatum,  pube  rostri  obtectum,  sed  macula 
triangulari  a  prothoracis  apice  ad  rostri  basin  desccndente 
nigra  et  linea  media  teuuissima  subalba  notatum.  Oculi  valde 
obliqui,  antice  multo  magis  quam  in  .S'.  bicallnso  Lac. 
approximati.  Antenuae  elytrorum  basin  superantes,  rufae, 
clava  brunnea. 

Prothorax  conicus,  basi  longitudine  paulo  latior,  sub- 
tiiissime  grauulatus,  dorso  parum  depressus,  linea  medio  leviter 
elevata;  carina  antebasali  medio  paulo  coucava  utrinque 
rotundatim  versus  anticum  ilexa,  medium  haud  attingente; 
niger,  vitta  dorso-laterali  cum  vitta  superciliari  capitis  continua 
versus  basin  dilatata,  infra  linea  grisea  margiuata.  rufo-fuliginea, 
macula  media  parum  elevata  et  nonnullis  punctis  ad  vittam 
rufo-fuligiueam  sitis  nigro-velutinis. 

Elj'tra  dorso  planata,  lateribus  ad  regionem  segmenti 
secundi  abdominis  usque  vix  angustata,  deinde  subito  rotundata, 
l'ortiter  striato-punctata,  interstitiis  7"  toto,  5^  pone  medium 
subcariniformibus;  tuberculo  basali  sat  alto  nigro- velutino 
instructa,  apice  fortiter  declivia;  margine  basali,  sutura,  margine 
apicali  atque  parte  ])ostica  limbi  lateralis  rutis  rulb-t'uligiueo- 
pubesoentibus.  Pygidium  latitudine  paulo  longius,  rotundalo- 
triangulare,  rufum,  medio  nigro-maculatum. 

Corpus  inferum  sparsim  cinereo-i'ubescens,  vitta  laterali 
luteo-alba  notatum.  Pedes  quatuor  antici  rufi,  femoribus  maculis 
duabus  minutis,  tibiis  auuulis  latis  subbasali  et  subapicali 
fuscis  signatis;  poslici  bruimeo-nigri,  femoribus  basi  et  infra 
rufo-maculatis,  tibiis  annulo  mediano  rufo  signatis,  tarsis  basi 
fusca  excepta  rufis. 

Long.  53/4   mm,  rostr.  lif,,  elytr.  '.V^\^^  lat.   22/3. 

Hab.  Nord-Luzoü  (J.   Whitehead  leg.,   1895):   1   ,^. 

Außer  dem  Mittelkiel  hat  der  Rüssel  noi-h  jederseils 
einen  vom  lunenrande  der  Augen  bis  über  die  Mitte  herah- 
laufenden    Kiel,     der    den    obern    Rand     einer    dorso-latemlen 

Siett.  cntomol.  Zeit.  1895. 


3  76 

Läügsvertiefung  bildet,  die  den  übrigen  Sintor-Avien  fehlt; 
an  den  Seiten  des  Rüssels,  dicht  hinter  den  Fühlerfurchen, 
tinden  sich  zwei  schwache  Kiele.  Dan  zweite  Fühlerglied  ist 
kamn  liinger  als  das  erste  und   von  kolbenförmiger  Gestalt. 

10.  Tophoderes  sinuatocollis  sp.  nov. 

Q  $.  T.  rcrnicoso  (Oliv.)  afliiiis,  major;  rustro  longiore; 
anlennarum  clava  latiore,  art.  9"  magis  cordiformi;  prothorace 
medio  fortius  dilatato  -rotuudalo,  ante  basin  sinualo,  angulis 
basalibus  minus  rotundatis,  dorso  magis  deplanato,  fasciculis 
obsoletioribus,  carina  dorsali  versus  latera  parum  retrorsum 
llexa  in  angulo  acuto  fere  ad  apicem  usque  continuata:  ehtris 
ad  suluram  magis  depressis;  pygidio  apice  multo  magis  rotun- 
dato;  tarsis   articulis  2"  et  3"  nigris,  facile  distinguendus. 

Long.  13  mm,  rostr.  2^1  •>,  ehtr.   9,  lat.  6. 

Hab.  Antananarivo,  Madagascar  (A.  Sikora  leg.);  4  q,  4  $. 

Im  ,j  tragen  der  erste  und  zweite  Hinterleibsring  vor 
dem  Apicalrande  einen  kleinen  Höcker. 

11.  Sympaector  crassicoinis  sp,   nov. 

Q.  .S'.  niger,  ex  parte  rufiis,  subochraeeo-pubescens,  fusco- 
variegatus.  Rostrum  longum,  fortiter  rugatum,  apice  extremo 
punctatum,  ab  insertione  anteunarum  ad  apicem  glabrum; 
parte  postantennali  cum  capite  snbochraeeo-pubescente,  carinula 
mediana  tenui  in  frontem  ascendente,  utrinque  carinula  pone 
antennas  arcuata  versus  basin  latiore  et  indistincta  instrucla. 
Antennae  nigrae  versus  basin  cinereo-pubescentes,  sat  crassae, 
arliculo  1*^  basi  extrema  rufo  oculorum  marginem  aiiticum 
vix  attingente,  5" — ll"  sat  compressis,  longitudine  fere  aequa- 
libus,  8"  et  10*^  parum  brevioribus:  cljtrorum  quartam  partem 
apicalem   vix  attingentes. 

Prothorax  longitudine  (3i/o  mm)  fere  dimidio  latior 
(5  mmj,  ab  apice  ad  medium  dilatatus,  deinde  subrei-tus, 
ante  basin  leviter  sinuatus,  carina  laterali  desinente  angulatim 
l)rominente;  carina  antebasali  subrecta,  carinula  subbasali  cum 
carinula  laterali  basali  (pone  carinam  majorem  autebasalem 
sila)  angulum  acutum  formante;  disco  leviter  convexus,  sulco 
arcuato  transvcrso  autemediano  instrnctus,  subochraeeo-pubes- 
cens, utrinque  macula  magna  basali  cum  gutta  submediana 
juxta  vittam  medianam  sila  et  cum  macula  elongata  subapicali 
conflua,  macidaque  laterali  antemediana  fuscis,  male  deter- 
minatis. 

Klvtra  a  basi  ad  apicem,  postice  rotundato-angustata, 
dorso   planata,    basi    leviter  gibbosa,    striata,    slriis   punctis  hie 

Siert.  cmoinol    Zeit.  1S95. 


377 

et  inde  pariini  eloDgatis  instruetis;  macula  parva  subbasali 
intra  strias  lt"»i  et  4am,  callo  humerali,  macula  posthumerali 
altera  majore  antemediana  inter  strias  Oam  et  9ain^  liueolis 
indistinctis  pone  calkim  subbasalem,  lineola  suturali  post- 
scutellari,  macula  ([uadraugulari  parva  subsuturali  antemediana 
cum  altera  mediana  majore  inter  strias  2aiH  et  ßtim  sita 
connexa,  liac  cum  tertia  laterali  etiam  quadrangulari  post- 
mediana  coujuncta,  macula  magna  inter  strias  l<ii"  et  9am 
parum  obliquam  ante  apicem  declivem,  fuscis  notata. 

Pygidium  latitudine  paulo  brevius,  trianguläre,  valde 
rotundatum,  medio  brunneum, 

Proßternum  iusensim  punctatum.  Processus  mesosternalis 
longitudine  multo  latior,  apice  truncatus  subbisinuatus,  augulis 
rotundatis.  Segmentum  lum  abdominis  medio  plaga  sub- 
cordiformi  parum  depressa  dense  subochraceo-pilosa  notatum, 
segmentum  ultimum  pro  genere  brevi.  Pedes  nigri,  basi 
brunnei;  tibiis  basi  apiceque  nigro-pubescentibus,  tarsorum 
art.    1°  apice  excepto  griseo,  2"  et  3^  nigris. 

Long.  13  mm,  rostr.  6,  eiytr.  9,  lat.  6. 

Hab.  Sarawak,  Borneo  (E.  Hose  leg.);   1   ,S- 

Die  Fühler  sind  viel  dicker  und  kürzer  als  in  den  i^,^ 
der  andern  Species  dieses  Genus. 

12.    Sympaector  whiteheadi  sp.  nov. 

^  2.  S.  rufus,  nigro-maculatus,  luteo-albo-vittatus.  Rostrum 
rugatum,  parte  postautennali  dorso  tricarinata,  carina  media 
subtilissima,  apice  medio  etiam  subcarinulato,  lateribus  basi 
cum  capite  subocbraceo-pubescens.  Antennae  in  (f^)  corpore 
plus  duplo  longiores,  in  ($)  eljtrorum  medium  paulo  superantes, 
in  triente  basaii  rostri  insertae,  tenues,  nigro-brunneae,  basi 
rulae,  articulis  tribus  ultimis  in  (:^)  caeteris  paulo  crassioribus, 
sed  parum  longioribus,  inter  se  longitudine  aequalibus,  in  (rj) 
art.  8°  praecedentibus  longiore  (9« — ll»  abseutibus). 

Prothorax  longitudine  brevior,  pone  apicem  sat  subito 
rotundato-ampliatus,  deinde  versus  basin  paulo  latior,  pone 
medium  levissime  sinuatus,  maxima  latitudine  ad  angulos 
rectos  parum  rotundatos  carinae;  dorso  ante  medium  trans- 
verse  sulcatus,  tribus  vittis  angustis  parallelis  albo-Iutosis 
signatus,  basi  intra  vittas  fuscescens;  carina  antebasali  medio 
levitcr  concava,  versus  latera  insensim  convexa,  carina  laterali 
apicem  lere  attingcnte. 

Elytra  vt-rsus  apicem  angu^tata,  dorso  paulo  depressa, 
pone  basin  Icviter  gibbosa,  punctato-striata,  punctis  apicem 
versus    indistinctioribus;    singulo    sex    maculis    nigris,     3    niar- 

Stctt.  entüraol.  Zeit.  1895. 


378 

ginalibus:  posthumerali,  postmediana,  subapicali,  2  dorsalibus: 
iina  antemediana  inter  strias  'S'i^va.  et  6am^  altera  minore  ante 
apicem  rotundato-declivem;  vitta  recta  basali  albo-lutosa  in 
interspatio  l**  a  basi  ad  depressionem  postbjisalem  abeunte, 
vitta  altera  eodem  colore  a  basi  interspatii  6i  jiixta  gibbosi- 
tatem  basalem  ad  interspatium  3iani  oblique  dueta,  deiude  iu 
hoc  interspatio  ad  apicem  continuata. 

Pj-gidium  in  utroque  sexu  parum  longius  quam  latius, 
apicem  rotundatum  versus  paulo  angustatum,  unicolor. 

Prosternum  tribns  maculis  nigris  notatum,  una  mediana, 
alteris  lateralibus  adcoxalibus.  Processus  mesosternalis  lon- 
gitudine  latior,  apice  truncatus,  angulis  vix  rotundatis.  Meta- 
sternum  macula  laterali  elongata  subnigra  signatum.  Segmenta 
abdominalia  4  prima  versus  latera  fusco-notata,  primum  ante 
marginem  apicalem  in  utroque  sexu  tuberculo  armatum.  Pedes 
ruf],  unicolores. 

(^  Lons.   82|3   mm,  rostr.  53|4,  elytr.  6i  .,,  lat.  4^1^. 

2      /    8i|4      ,  '       „4,  '^      6,"     ,    4. 

Hab.  Cap  Engano,  Nord-Luzon  (J.  Whitehead  les..  1895)5 

1  ö^  1  $. 

Die  eigenartige  Zeichnung  der  Decken,  der  weit  über  die 
Mitte  hinausreichende,  liorizontal  verlaufende  Seiteukiel  des 
Halsschildes  und  der  Höcker  auf  dem  ersten  Abdominal- 
segmente lassen  diese  Art  leicht  erkennen. 

13.    Acorynus  cludus  sp.  nov. 

rj.  .4.  brunneo-niger,  iufra  cinereo-pubescens,  supra  pube 
fusca  vestitus,  cinereo-variegalus.  Rostri  dimidium  apicale 
planatum  lateribus  rectis,  dimidium  basale  medio  iate  leviter 
impressum  tiicarinatum,  carina  media  tenui.  Frons  triangularis. 
Oculi  subrotundi,  antice  fere  contigui.  Antennae  brunneae, 
basi  rufae,  articulis  6" — 8^  longitudine  aequalibus,  8'^  versus 
apicem  latiore,  lOo  latitudine  plus  duplo  Jongiore. 

Prothorax  conicus,  dorso  ante  medium  transverse  depressue, 
punctatus,  signatura  cruciformi  disci  et  lateribus,  macula  post- 
apicali  fusca  excepta,  cinereis-  carina  antebasali  Iate  concava, 
in  medio  ipso  aulem   levissime  couvexa. 

Elytra  striato-punctata,  striis  ad  apicem  obsoleti.>^,  regione 
humerali  rufescenti,  lineolis  cinereis  signata,  linea  suturali 
basiili  et  altera  mediana  in  interspatio  septimo  longioribus, 
maculis  tribus  parvis  irregularibus  eodem  colore  uotata,  post- 
humerali, mediano  dorsali.  apicali. 

Stett.  entoinol    Zeit.  1835. 


379 

Pygidium  semicirculare,  lateribus  basi  cineveo-maculatis. 
Prosteruum  lateribus  punctulatum.  Pedes  brunneae,  femoribus 
basi  apiceque  et  tibiis  ex  maxima  parte  rutis. 

Long.  48/4  mm,  elytr.  31/2,  lat.  21/4. 

Hab.  Perak,  1  ,^. 

Aehnelt  kleinen  Stücken  von  A.  punctafus  Jord.,  unter- 
sclieidet  sieb  aber  leicbt  durch  den  ähnlich  wie  in  A.  divergeiis 
Pasc,  marginellus  Pasc,  litigiosus  Pasc,  gebildeten,  aber 
schwächer  gekielten  und  zwischen  den  Fühlern  breitern  Rüssel, 
die  einander  genäherten  Augen,  die  stärker  geneigte  Stirn,  den 
etwa  von  der  Gegend  des  zweiten  Deckenstreifens  ab  konkaven 
Kiel  des  Halsschildes,  die  längern  und  dorsal  vor  der  JVIitte 
nur  ganz  schwach  niedergedrückten  Decken,  das  halbkreis- 
törmige  Pygidium,  und  durch  die  sparsame,  gleichmäßig  asch- 
graue Behaarung  der  Unterseite. 

14.    Acorynus  disclusus  sp.  nov. 

$.  A.  brunneo-niger,  fusco-pubescens,  albido-guttatus. 

Rostrum  fere  sicut  in  A.  litigioso  Pasc,  structum,  sed  cum 
fronte  multo  magis  inclinatum  perpendiculare,  intra  antennas 
minus  angustatum,  carinis  lateralibus  dorsi  minus  abrupte 
terminatis  intra  antennas  magis  distantibus.  Oculi  subrotundi, 
fere  ut  in  genere  Hiiciis  Pasc,  dicto  positi,  approximati. 
Frons  antrorsum  leviter  augustata.  Genae  albae.  Antennae 
brunneae,  articulo  'l"  rufo,  2«  globoso,  3«  et  4»  longitudine 
aequalibus,  S**  praecedentibus  non  latiore,  tertio  fere  dimidio 
breviore,  9»  et  11^  longitudine  septimi,  10«  latitudine  dimidio 
longiore. 

Prothorax  brevis,  ab  apice  ad  carinae  antebasalis 
partem  lateralem  semicircularem  antrorsum  tlcxam  gradatim 
sat  fortiter  ampliatus,  pone  carinam  basi  parallelam  angustalus, 
dorso  suico  profundo  antemediano  instrucfus,  4  maculis  parvis 
in  formam  crucis  positis:  basaii  postapicalique  medianis,  atque 
duabus  alteris  utrinque  in  sulco  sitis;  2  in  utroque  latere, 
altera  majore  ad  carinam,  altera  subapicali  minore  magis 
dorsali,  albidis  vel  luteis. 

Elytra  convexa,  ad  suturam  haud  dcpressa,  maxima 
latitudine  basi;  serialim,  basi  striatim,  punctata,  striis  punctisque 
apice  obsoletis,  albido-  vel  luteo-guttata:  interspatio  1"  gutta 
antemediana,  lineolis  apicali  et  altera  ante  apicem  declivem, 
interspatio  3*^  guttis  antemediana  minuta,  postmediana,  ante- 
apicali;    interspatio    i^^  lineolis    postbasali  et  anteapicali,    gutta 

Stett   entomol.  Zeit.  1895. 


380 

post  mediana;  iuterspatio  H^  guttis  qimtuor  lere  aequaliter 
dispositis,  prima  linmerali,  postica  anteapicali-  praeterea  maculu 
basali  niargiuali  et  macula  apicali. 

Pvgidiiim  latitudine  paulo  breviua,  apice  late  rx)tuudatu«i. 
Epistcrna  luesoeternalia  densius  pubesceutia.  Pedes  nigri, 
femoribus  basi  apiceque,  tibii?  dimidio  basali,  rufis. 

Long.  4  mm,  elvtv.  3,  lat.  2, 

Hab.  Pevak,  2  ^. 

Außer  den  di*ei  dorsalen  Kielen  hat  der  Rüssel  jederseits 
noch  einen  graden,  scharf  hervortretenden  dorso-lateralen  Kiel, 
der  vom  Oberrande  der  Fühlergrube  nach  den  Augen  läuft. 

Unter  den  bisher  bekannt  gemachten  Acorynus-,  Lifocerus- 
und  i/wcws-Arten  hat  keine  eine  Zeichnung  der  Oberseite  wie 
die  gegenwärtige  Species, 

15.    Acorynus  pardus  sp.  nov. 

$.  A.  vufus,  nigro-maculatus,  llavido-pubescens.  Rostrum 
cum  capite  nigrescen.%  flavido-pubescens  versus  apicem  fortiter 
dilatatuui,  ini'ra  lougitudine  latitudine  brevius,  perpeudiculare, 
supra  Iricarinatum,  carina  media  sul)lilissima,  in  impres.«ione 
lata  sita,  laleralibus  oculos  haud  atlingentibus,  basi  parallelis, 
versus  apicem  divergentibu.s,  in  apice  ruguloso-puuctato  obsoletis. 
Antennarum  acetabula  oblicpia  parva  apicem  parum  magis 
quam  oculis  approximata.  Caput  brevissimum,  altum,  fronte 
parallela.  Oculi  subrotundi,  ut  in  genere  Huco  Pasc.  sili. 
Antenuac  elytrorum  basin  superantes,  clava  fusca,  articulis 
1"  secuudo  lere  duplo,  iioc  latitudine  dimidio,  3"  secundo  plus 
duplo,  longioribus,  3"^' — 8"  gradatim  descrescentibus,  8°  lougi- 
tudine [)rimi,  9*^  et  11"  longitudine  tertii,  K»"  latitudine  duplo 
longiore. 

Prothorax  valde  Iransversus,  longitudine  lere  duplo  latior. 
ad  carinae  lateralis  paulo  trans  medium  ascendentis  apicem 
usque  recte  ampliatus,  deinde  ad  carinam  antebasalem  dorso 
convexam  usque  paulo  dilatatus,  dor^  transverse  sulcatus; 
carinae  anleba^alis  anguli!>  laleralibus  rolnndi.>^:  duabus  maculis 
di.sci  basin,  haud  a])icem,  atlingentibus  vida  lutosa  superalis, 
]>unct()  minuto  antemediano  dorso-laterali  nigris  ^ignatus. 

Elytra  sat  brevia,  convexa,  sed  ad  suturam  longitror.-^uiu 
impressa.  pone  basin  dorso  vix  gibbosa,  retrorsum  rotundato- 
angustata,  striato-punclala,  striis  in  apice.  suturali  excepta, 
obsoletis:  in  utroque  elytro  .^  maculis  bene  determinatis  nigris: 
la  dorsali  postbasali  rotunda,  2^  anleniediana  laterali  parum 
obliqua,  intra  strias  quarlam  et  limbum  extensa,  3i«  dorsali 
et  4<i    laterali    ante   apicem    declivem    suis    approximalis,    illa 

Stett.  entomol.  Zeit.  1895. 


381 

postice  biuiiata,  fia  anteapiculi.  praelcrca  duobus  puncti.s  ad- 
luimeralibus  et  macula  communi  submcdiana  subquadianuulari 
iutcr  strias  secundas  utroiumqiie  elytronim,  nigris  notata. 

Pygidium  longitudine  basi  vix  laliiis.  apicem  rotundiirn 
versus  paruni  angiistatmii,  inedio  bruniieum.  Corpus  ini'eriim 
unicolor,  mosostevDO  nigrescento.  Metasterniim  sat  Ibrtiter 
convexuni,  in  iiiedio  me^-osterni  processu  intercoxali  altiore. 
Segmentuin  primiini  abdomiiiis  jiixta  medium  levissimc  bi- 
gibbosum.      Pedes   unicolores. 

Long.    7,  elytr.  5,  lat.  3i|o. 

Hab.  Caj)  Eugano,  Nord-Luzou  (J.  Whitehcad  leg.):   1  $. 

Die  Kopfbildung  und  die  Stellung  der  Augen  ist  wie  in 
Huciis  Pasc.  Der  Rüssel  bildet  mil  der  Unterseile  des  Kopfes 
einen  recbfeu  Winkel;  er  ist  auf  der  Unterseite,  die  keinen 
Mittelkiel  trägt,  uiclit  balb  so  lang  als  auf  der  Oberseite;  von 
den  Augen  bis  zu  den  Fühlern  ist  er  verengt,  von  da  ab  bis 
zur  Spitze  stark  erweitert:  die  Fühlergruben  sind  kleiner  als 
in  typischen  Acoryniis   und   vorn  scharf  begrenzt. 

Ki.    Litocerus  geniellus  sp.  nov. 

o  ^-  -/-  >no('slo  Pasc,  simillimus;  articulo  9"^  autern  anten- 
narum  octavo  quarta  parte  in  utroquc  sexu,  3i"quc  octavo 
duplo,  longioribus:  carinae  prothoraeis  angulo  laterali  magis 
rotundato;  elytris  Jatioribus,  lineolis  ciuereis  in  suturae  dimidio 
basali  conflitis,  })one  medium  et  ante  apiceni  in  series  duas 
dorsales  transversas  positis:  segmento  1*^  abdomiuali  in  ^ 
inermi  diversus. 

Hab.  N.-Luzon  (J.   Whitehead  leg.),  2  ,^,  4  $. 

17.    Litocerus  suturalis  sp.  nov. 

^.  L.  niger,  ochraceo-signatus.  Rostruni  et  caput  fere 
ut  in  L.  perplexo  Pasc.  Antennae  elytroruni  medium  supcrantes, 
brunneae,  apice  nigrae,  articulis  2  basalibus  iialiide  ruiis.  9"  et 
10^  et  ll*^  longitudine  subaeqiialibus,  singulis  tertio  parum, 
octavo  dujjlo.   longioribus. 

Protiiorax  ab  apice  ad  carinani  iisque  antcbusuleni  supra 
rectani  lateraliter  rotuudatim  antrorsum  flexam  recte  ampliatus, 
vitta  laterali  lata  et  linea  mediana  tenuissima  ochraceis,  illa 
dorso  subrecte  determinata. 

Elytra  sutura  leviter  depressa,  dimidio  basali  subtiliter 
punctato-striata,  vitta  suturali  angusta,  pone  mediimi  i)arum 
latioro,   ante    apicem    declivem  sinuata,    hac   vitta    pone   basin, 

StetU  eotomol.  Zeit.  1S95. 


382 

in  medlo,  ante  apicem  liueola  sutuvali  fusea  notata,  macula 
humerali  sat  magna,  altera  submediaua  inavgiuali  obliqua,  tertia 
po«tniediana  marginali  niinuta,  ochraceis. 

Pygidiiim  rotundato-angustatum,  latitudine  paulo  brevius, 
ochvaceo-pubescens,  macula  magna  mediana  nigra  signatum. 
Corpus  infra  oehraceo-cinereum.  Pedes  ruti,  tibiis  ex  maxima 
parte  tarsisque  brunneis. 

Long.  5i|4  mm,  elytr.  31/2,  ^^^-  ^^js- 

Hab.  Malayasia  (ohne  genauen  Fundort);  3  $. 

Der  Dorsalkiel  des  Halssehildes  ist  beiderseits  ganz  -wenig 
nach  rückwärts  gebogen  und  bildet  mit  dem  Seitenkiel  einen 
zwar  stark  abgerundeten,  aber  doch  sichtbaren  Winkel.  Die 
Fühlerendglieder  sind  sehr  lang,  das  neunte  ist  nur  wenig 
länger  als  die  beiden  folgenden.  Die  Zeichnung  des  Hals- 
sehildes und  der  Decken  ist  sehr  cbarakteristisch. 

18.    Litocerus  verrucosus  sp.  nov. 

L.  niger,  fusco-pubescens,  lutoso-signatus.  Rostrum  ei 
L.  pamei  Lesne  similis,  paulo  longius  atque  in  basi  angustius, 
lutoso-pubescens.  Oeuli  obliqui.  Frons  parum  concava,  lutosa, 
antice  angustata  latitudine  1/4  mm;  genae  cum  lateribus 
prosterni  lutosae.  Anlennae  elytrorum  basin  attingentes, 
brunneo-nigrae,  art.  1"  basi  rufo,  3»  primo  parum  longiore, 
3o_8o  gradatim  brevioribus,  8"  longitudine  dimidio  tertii  sub- 
aequali,  9"  et    11^  longitudine  quarti,  10"  parum  breviore. 

Prothorax  in  medio  laterum  a  supero  visus  carinae  pro- 
minentis  causa  leviter  angulatus  et  pone  angulum  subsinuatus, 
dorso  sulco  transverso  instructus,  punctatus,  punctis  ad  latera 
densis,  macula  mediana  guttiformi  trans  carinam  prolongata 
duabusque  minutis  versus  latera  sitis,  omnibus  basalibus, 
Jutosis;  carina  dorsali  leviter  convexa,  lateraliter  valde  rotun- 
datim   anirorsum  flexa. 

Elytra  fere  parallela,  postice  rotundata.  brevia,  dorso  ad 
suturam  parum  deplanata,  ad  apicem  usque  seriato-,  leviter 
striato-,  punctata;  interspatio  3it>  tribus  tuberculis,  subbasali 
et  mediano  altis,  hoc  parum  elongato,  et  tertio  minuto  in 
apice  declivi,  interspatio  5»  (juatuor  tuberculis  paulo  elevatis, 
subbasali  et  ante-  et  postmedianis  et  ante  apicem  dedivem 
armatis;  macula  circumscutellari  postice  bisinuata  cum  scutello 
lutosa. 

Pygidium  latitudine  brevius,  rotundatum.  Corpus  inferum 
sparsim  griseo-pubescens,  macula  magna  laterali  prosterni, 
secunda  mesosternali,  tertia  quartaque  metasternalibus  lutosis 
notatum.       Prosternum    fortiter    et    dense    rugato-punctatum. 

Stett.  entomol.  Zeit.  1S95. 


383 

Metasternum  lateribus  punctis  ci-ass;is  sat  densis  iustructum, 
Pedes  nigri,  tibiis  ante  medium  et  ante  apicem  rufo-annulatis 
uc  Lrriseo-vestitis  articuln  primo  apioe  griseo  tarsoiiim  plus 
dimidio  lougioribus. 

Long-.  51/3   mm,   el\  tr.  3^  3,  lat.  2"/4. 

Hab.  Khasi  Hills,  Assam;   1   Exemplar  (o?)« 

19.    Litocerus  inermis  sp.  nov. 

j  .>.  Supra  brunueo-niger,  fuseo-pubescens,  pallide  uchraceo- 
siguatus.  Rostrum  nigrum,  structura  ei  L.  philippinensis  Jord. 
simile,  sed  carinulis  duabus  admedianis  ad  apicem  ductis, 
eorum  pavtibus  anteantehnalibus  subtilissimis  impressionem 
levem  triangulärem  in  mcdio  rostri  profundiorem  utrinque 
margiaantibus.  Caput  cum  genis  pallide  ocliraceo-pubescens, 
macula  dorsali  triangulär!  in  frontem  descendente  angusta 
fusca;  fronte  antrorsum  paulo  angustata,  in  utroque  sexu 
antice  longitudine  2 '3  mm.  Antennae  graciles,  brunneae,  clava 
8ubnigra,  articulis  tribus  ba.salibus  pallide  rufis,  clava  longa, 
articulis  9°  tertio  longitudine  aequali  (j  ),  vel  longiore  ($),  octavo 
dimidio  (q)  vel  duplo  ($)  longiore,   10»  nono  parum  breviore. 

Prothorax  conicus,  carina  dorsali  levissime  convexa, 
laterali  ad  medium  dueta,  angulo  carinae  reeto  paulo  rotun- 
dato;  (o)  vitta  mediana  in  sulco  antemediano  transver?o  et 
ad  carinam  constricta,  duabus  maculis  parvis  in  sulco  sitis 
cum  vitta  conjunctis,  lateribus  latis  maculam  parvam  nigram 
medianam  includentibus  ante  carinam  ramum  transversum 
dorsalem  emiltentibus,  pallide  ochraceis;  ($)  autem  sine  maculis 
parvis  sulci,    lateribus  anguste  ochraceis    absque  macula  nigra. 

Elytra  parum  breviora  quam  in  L.  philippinensi;  plaga 
magna  triangulär!  totam  basin  occupante  in  sulura  fere  ad 
medium  exlensa  e  maculis  confluis  composita  in  utroque  elytro 
rectangulatim  bisinuata,  in  gibbositate  subbasali  fusco  notata, 
.5  maculis  in  singulo  eljtro:  l^  rotunda  postmediana  inter 
interspatia  primum  et  sextum,  2ii  antemediana  marginali  obliqua, 
3a  et  4ti  ante  ajjit-em  dcclivem,  dorsali  et  marginal!,  .5^  irre- 
gulär! apicali. 

Pygidium  rotundato-triangulare,  toto  medio  subnigrum. 
Corpus  int'erum  pallide  rufum,  sternis  medio  fuscis,  lateribus 
nigro-maculatis.  Segmentum  primum  abdominale  (,^)  inerme. 
Pedes  pallide  ruii,  femoribus  annulo  mediano  lato,  tibiis  macula 
parva  basali  et  dimidio  vel  lere  dimidio  apicali,  fuscis  vel 
fusco-rulis. 

Long.  62;3  mm,  elytr.  A^j.)^  lat.  3i|j. 

Hab.  Nord-Luzon  *(J.  Whi"tehead  leg.);  1  r^,  1  $. 

Stett.  entomol.  Zeit.  1895.  25 


384 

Der  in  den  verwandten  Arten  ziemlich  starke  Höcker 
auf  denn  Basalsejimente  des  Abdomens  im  <^  ist  bei  dieser 
Art  nur  ganz  schwach  augedeutet.  Die  Stirn  ist  besonders 
im  ,^  breiter  als  in  L.  philippinensis  Jord.  und  perplexus 
Pasc.  Das  achte  Fühlcrglied  ist  im  Verhältniß  zur  Länge  der 
Fühler  kurz,  bedeutend  kürzer  als  das  neunte.  Die  Ausdehnung 
der  gelben  Pubescenz  der  Seiten  des  Halsschildes  ist  in  meinen 
beiden  Exemplaren  sehr  verschieden,  auch  sind  die  Flecke 
der  Decken  in  den  beiden  Stücken  nicht  genau  überein. 

Der  Kiel  auf  der  Unterseile  des  Rüssels  ist  hoch  und 
lang,   und  bis   zum  Vorderrande   des  Submentums  deutlich. 

20.    Litocerus  inermis  ab.  nigriventris  ab.  nov. 

$.  Unterscheidet  ^ich  von  den  Luzon-Stücken  durch  die 
mehr  graue,  statt  gelbe  Pubescenz,  die  schwarze  Unterseite, 
die  dunklern  Fühler  und  Beine  und  die  etwas  anders  gezeich- 
neten Decken:  die  große  Basalmakel  ist  braun  und  nur  in 
den  Streifen  und  neben  der  Schulter  grau  pubescent-  die 
Seitenmakel  und  die  Flecke  vor  und  in  der  Spitze  sind  in 
kurze  Linien  aufgelöst 

Hab.   Buru   (W.   Dohert.v  leg.):    1   ^. 

21.  Litocerus  javanicus  sp.  uov. 

j.  L.  philippmensi  Jord.  similis:  oculis  multo  magis 
distantibus  (,^%  fronte  antice  i)auhilo  angustata;  anteuuis 
brevioribus,  art.  9"  tertio  plus  diniidio  breviore,  decimo  paruin 
longiore,  octavo  longitudine  aequali;  prothorace  poue  sulcum 
multo  convexiore,  suico  apici  magis  quam  carinae  approximato; 
signaturis  elytrorum  hitosis  in  liueolas  divisis,  sine  macula 
bene  expressa  nigra  subniediana.  distinguendus. 

Long.  G^ls   mm,  clytr.   4,  lat.   '2-1^. 

Hab.  Java  merid.,  15(K>  Fuß  (H.  Fruhstorfer  leg., 
1891):  1   ;. 

Die  Querliirchc  auf  der  Scheibe  des  Halsschildes  ist  von 
dem  Kiel  fast  doi)pell  so  weit  entfernt  als  von  dem  Apical- 
rande.  Die  Linienticcke  der  Decken  lassen  in  der  Mitte 
zwischen  dem  zweiten  und  fünften  Streifen  einen  etwas 
schwärzlichen  Fleck  fast  frei,  jedoch  ist  dieser  Fleck  nicht 
60  groß  und  so  scharf  umschrieben   als    in   L.  philippinensis. 

22.  Litocerus  flexuosus  sp.  nov. 

Q.  L.  rufus,  griseo-pubescens,  brunneo-rufo- variegatus. 
liostrum  perpendiculare,  apice  paululo  dilatatum,  supra  sine 
carina,    basi    extremo     paulo    convexum,     deinde    sensim    im- 

Stctt.  enloiuol.  Zeit.  1S95. 


385 

pressum,  intra  antennas  liiiea  transversa  tenuissima  clavata 
iuslructum;  margine  dorsali  acetabiiloruin  antennannn  carini- 
forml  ad  apicem  diiclo.  Oculi  aiitice  fere  contiiiiii:  tVons 
acute  triangularis:  occipiit  inacula  magna  triangulari  bruuiioo- 
rul'a  notatuni.  Antennae  elytroruni  medium  superantes,  apicem 
versus  paulo  crassiores,  articulis  3'' — 8"  longitudine  subaequa- 
libus,  8"  nono  et  decimo  simul  sumptis  fere  longiore,  lO«  lati- 
tudine  duplo  longiore,  nono  panim  breviore,  11*^  nono  triente 
longiore. 

Prothorax  longitudine  plus  dimidio  latior,  lateribus,  a  con- 
strictione  apicali  forti  ad  carinam  usque  recte  ampliatus-  dorso 
sulco  transverso  inconspicuo.  maculis  quatuor  magnis  flgura 
crucis  separatis  duabusque  maeulis  confluis  in  utroque  latere 
rufo-brunneis  notatus:  carina  anlebasali  dorso  rocta  lateribus 
rotundatini   paulo  antrorsum   llexa. 

Elytra  eonvexa,  ad  suturam  ante  medium  mauis  elevata 
quam  in  diseo,  striato-punotata,  eallo  humerali,  macula  basali 
numero  3  simili,  macula  quadratica  antemediana  disci,  ex 
angidis  lineas  quatuor  tlexuosas,  duas  ad  niargiueni  lateralem, 
duas  ad  suturam  oblique  emittente,  lascia  oblique  transversa 
tlexuosa  suturam  haud  attingente,  anulo  irregulari  apicali 
elytris  communi  cum  i'ascia  in  disco  conjuncto  rufo-brunneis 
signata. 

PA'gidium  medio  rufo-brunneum.  latitudine  parum  brevius, 
valde  rotundatum.  Processus  niesosternalis  longitudine  latior. 
Pedes   luteo-ruli. 

Long.  3   mm,  elvtr.  2i  3,  lat.   12|.. 

Hab.  Perak:   1  \^. 

Von  jeder  Ecke  der  quadratischen  Makel  dici:t  vor  der 
Mitte  der  Decken  geht  eine  gebogene  Linie  in  diagonaler 
Kichtiing  aus:  die  beiden  zur  Naht  laufenden  vereinigen  sich 
mit  den  entsprechenden  Linien  der  andern  Decke  imd  um- 
schließen so  eine  kleine,  graue,  längliche  Suturmakel.  Die 
Naht  der  Decken  liegt  vor  der  Mitte  höher  als  der  dritte 
Zwischenraum,  gegen  die  Spitz(>  hin  ist  sie  etwas  vertieft. 

Die  drei  Endglieder  der  Fühler  sind  im  Verhällniß  zur 
lAlnge  des  achten  Gliedes  sehr   kurz. 

2'i.    Litocerus  inclinans  sp.  nov. 

-S .  L.  bruunco-niger.  Rostrum  griseo-pubescens,  perpeu- 
diculare,  basi  parum  magis  versus  posticum  inclinans,  apicem 
versus  dilatatum,  latitudine  fere  triente  longius,  basi  dorso 
tricarinulatum,  carinis  intra  antennas  linea  anguliformi  paulo 
elevata     transversa     determinatis,     praeterea    carinula     dorso- 

Stelt.  entomol.  Zeit.  1895  qx* 


386 

laterali  anteoculari  instructum.  Oculi  subfrontales,  sat  distantes 
(1  mm)  rotundi.  Caput  brunneo-nigrinn,  oculis  luteo-griseo- 
cinctis,  genis  pube  rostri  tecfis,  occipite  cum  fronte  rotundato. 

Antennae  nigro-brunneae,  versus  basin  brunneae,  artieulis  1* 
et  20  ru(is,  3^  et  5^  longitudine  aequalibus,  4"  bis  longiore, 
T)*" — 8"  fortiter  decrescentibus,  8"  latitudine  vix  triplo  longiore, 
clava  distincta,  9^  quarto  longiore,  10"  longitudine  quinti, 
11'^  ea  quarti. 

Prolborax  fere  ad  basin  fortiter  recteque  ampliatus,  lon- 
gitudine plus  triente  latior,  carina  autebasali  dorso  reeta  angulo 
acuto  antrorsuni  flexa,  parte  laterali  baud  declivi  instructus; 
lateribus  late  griseo-pubescens  maculis  duabus  inconspicuis  una 
post  alteram  sitis  exceptis,  linea  tenui  mediana  ad  earinam 
parum  dilatata,  pone  earinam  guttiformi  duabus  maculis  trans- 
versis  in  depressione  antemediana  sitis  cum  linea  media  figuram 
crucis  praebentibus  signatus. 

Eh'tra  a  basi  ad  apicera  rotundato-angustata,  pone  basin 
dorso  sat  gibbosa,  tota  sutura  depressa ;  striato-punctata,  inter- 
spatio  suturali  toto  luteo-griseo,  guttis  postbasali  et  submediana 
exceptis,  regione  postmediaua  dorsali  subluteo-guttulata,  paucis 
guttis  bumeralibus  et  nounullis  minutissimis  antemedianis  luteo- 
griseis. 

P3'gidium  fere  semicirculare.  Corpus  inferum  sat  sparsim 
griseo-pubescens.  Pedes  brunoei,  femoribus  medio  brunneo- 
nigris. 

Long.  43/4  mm,  eljtr.  3i|,,  lat.  21/3. 

Hab.   Perak;   1   V- 

Der  Rüssel  ist  etwas  nach  hinten  geneigt,  besonders  der 
basale  Theil^  der  kurze  Mittelkiel  ist  höher  als  die  beiden 
seitlichen,  nach  vorn  etwas  konvergirenden  Kiele.  Der  Winkel 
des  Halsschildkieles  ist  etwas  kleiner  als  ein  rechter,  sein 
lateraler  Schenkel  ist  horizontal  und  geht  etwas  über  das 
basale  Drittel  hinaus-  von  oben  gesehen  tritt  das  Ende  des 
Seitenkiels  nicht  winklig  hervor. 

24.    Hucus  eurous  sp.  nov. 

^.  H.  brunneo-niger,  supra  fusco-pubescens,  griseo-signatus. 
Rostrum  basi  quinque  carinis  instructum,  apice  dilatato  utriuque 
carina  conspicua,  medio  carinula  inseusa  notatum,  latitudine 
apicali  plus  duplo  longius,  sparsim  griseo-pubescens.  Caput 
fuscum,  genis  griseis,  ocubs  antice  contiguis,  subovalibus, 
obliquis,  griseo-cinctis,  fronte  triangulär!  angustissima.    Antennae 

Stett.  enlomol.  Zeit.  1896. 


387 

flytroriini  medium  haud  attingeutes,  rut'o-brunneae,  basi  luteo- 
rufa,  clava  sat  lata  subnigra;  articulis  3° — -8"  paiilo  decresceu- 
tibus,  8^  nono  vix  longiore,   lO''  longitudine  vix  augustiore. 

Prothorax  conicus,  lateribus  ad  carinam  antebasalem  usque 
recte  ampliatus,  dorso  ante  medium  tran.sverse  subsulcatus, 
carina  dorsali  recta  medio  subtilissime  angulata  lateraliter 
semicirculari,  i)arte  laterali  obliqua  brevi;  vitta  mediana  an- 
gustissima  biinterrupta,  altera  in  utroque  latere  lata  antrorsum 
angustata  griseis. 

Elvtra  ad  apieem  declivem  usque  leviter,  deinde  fbrtiter, 
rotuudato-angustata,  ad  suturam  longitrorstmi  impres.«a  pone 
basin  gibbosa,  fortiter  punctata,  lineolis  griseis  notata:  iuter- 
spatio  10  lineola  basali  longa  majore,  altera  postmediana; 
2"  subbasali,  mediano,  apicali;  3"  subbasali,  antemediana, 
mediana,  anteapicali  majore:  4"  nullo;  5"  subbasali,  ante- 
mediana, postmediana,  anteapicali;  6*'  postmediana;  7^  post- 
humerali,  mediana  longiore,  anteapicali;  praeterea  macula 
obliqua  antemediana  marginali,  lineola  mediana  in  interspatio  8^, 
lineola  majore  8uba])icali  submarginali. 

Corpus  inlerum  griseo-pubescens,  pube  lateribus  densiore. 
Pedes  subnigri:  femoribus  basi,  tibiis  annulo  subbasali,  tarsis 
lotis  basi  extrema  cxclusa,  rufis  subalbo-pubescentibus. 

Long.  5  mm,  elytr,  'S^j^t  lat.  2^12. 

Hab.  Morok,   Britisch  Neu-Guinea  (Anthony   leg.),   1   '^. 

Diese  Art  ist  robuster  als  die  übrigen  /Tttcws-Species,  hat 
aber  dieselbe  RüsseHbrm. 

25.    Cedus  verrucosus  sp.  nov. 

,j.  Oculi  prominuli,  subrotundi,  magis  oblicjue  positi  quam 
in  caeteris  speciebus  malagassicis,  sed  minus  approximati. 
Frons  sat  lata  versus  anticum  angustata,  concava.  Antennac 
rufae;  clava  et  articulorum  Sü  SUjue  apicibus  brunneo-nigris. 
Prothorax  basi  et  lateril)us  punctatus,  parte  antica  et  postica 
disci  versus  sulcum  transversum  profundum  declivibus,  vitta 
subalba  mediana  a  basi  ad  apieem  angustata,  longe  et  acute 
triangulari,  lineola  transversa  utrinque  in  sulculo  sita  signatu- 
risque  irregularibus  i)arvis  lateralibus  ochraceis  signatus;  carina 
dorsali  sensim   convexa,   leviter   llcxuosa. 

Elytra  ut  in  C.  audouini  Öchönli.  tiibcrcuicita,  ochraceo- 
variegata,  haud  maculata. 

Prosternum  sat  fortiter,  metasterniim  lulerihus  disperse 
sed  profunde  punctata.     Pedes  l)ruiinei,    femoribu-s    basi    apice 

Stett.  entomol.  Zeit.  1S'J5. 


388 

utque  ante  apicem,  tibiis  poue  basiu  et  ante  apicem,  tarsoriini 
articulo  1"  apice,  tertio  toto,  nifis. 

Long.   51I2  mm,  elytr.  4,  lat.  3. 

Hab.    Antananarivo,  Madagascar  (F.  Sikora  leg.j;    1   q. 

Unterscheidet  sich  von  C.  audouini  Schönh.  besonders 
durch  den  oben  und  unten  punktirtcn  Prothorax;  von  C.  torcus 
Jord.  durch  die  wie  in  audouini  gehöckerten  Flügeldecken; 
und  von  beiden  Arten  durch  die  rundern  und  stärker  hervor- 
tretenden Augen,  die  breitere,  nach  vorn  verschmälerte,  gleich- 
mäßig konkave  und  viel  stärker  geneigte  Stirn,  die  lanzett- 
förmige Mittelbinde  des  Halsschildes,  die  nach  der  Querfurche 
hin  von  vorn  und  hinten  her  abschüssige  Scheibe  des  letztern, 
den  deutlich  konvexen  Dorsalkiel,  und  die  nicht  blos  an  den 
Rändern  punktirten  Seiten  des  Metasternums. 

26.    Directarius  subplagiatus  sp.  nov. 

$.  i).  niger,  griseo-  et  cervino-pubescens,  fusco-variegatus. 
Rostrum  longitudine  plus  dimidio  longius,  apicem  versus  vix 
angustatum,  lateribus  supra  antennarum  fossas  basales  laterales 
parvas  subangulatum,  dimidio  apicali  depressum,  apice  vix 
emarginatum,  cum  fronte  albo-griseo-pubescens.  Oculi  alti, 
compressi,  obliqui,  parvi,  haud  pedunculati.  Antcnnae  graciles, 
rufae,  dava  brunnea,  articulo  3i<J  quarto  dimidio  longiore,  4"^' — S'* 
gradatim  brevioribus,  9°  octavo  parum  longiore. 

Prothorax  longitudine  triente  fere  latior,  a  carina  ad 
apicem  rotundato-augustalus,  ba-^^i  apiceque  aequilato,  a  supero 
visus  lateribus  ad  carinani  fere  rectangulatus,  carina  late  con- 
cava  versus  latera  subconvexa:  fuscus,  pube  luteo-ciuerea 
submaculatim   variegatus. 

Elytra  prothorace  vix  latiora,  convexa,  parallela,  postice 
late  rotundata,  ad  suturam  haud  depressa,  sine  striis  punctatis, 
pube  in  basi  juxta  liumerum  et  in  dorso  pone  medium  albidiore, 
lineola  adscutellari  basali,  macula  dorsali  mediana  obliqua, 
paucis  guttis  anteapicalibus  fuscis  male  expressis  signata. 

Pedes  rufi. 

Long.  23|4  mm,  lat.  \^\i. 

Hab.  Perak;  1   $. 

Die  Augen  sind  ähnlich  wie  in  Gibher  fiiberculatus  Jord. 
gebildet,  aber  kleiner   und   weniger  genähert. 

27.    Nessiara  variegata  sjk  nov. 

j.  N.  brunnea.  i)ube  lutosa  et  brunnea  variegata,  nigro- 
tessellata.  Rostrum  longitudine;  fere  duplo  latius,  a  medio  ad 
apicem    angustatum,    ante    oculos  de])rev-<sum,    carina    mediana 

Sielt,  enlomol.  Zeit.  lb'J5. 


389 

apicem  liaial  attingente  iusliuctum;  infra  bicarinatum.  Caput 
nu'dio  et  ad  oculos  lutosum.  Oculi  antice  t'ere  contigui  (rj). 
Antennae  ruiae,   clava  brunnea. 

Prothorax  latitudine  paulo  longior,  linea  mediana  basali 
gutta  laterali  parva  antemediana  lutosis,  in  medio  disei  macula 
interrupta  sublutosa  signatus.  Elytra  striato- punctata,  inter- 
spatio  3io  medio  lineola  lutosa  notato,  interspatiis  alteruis 
sparsim  nigro-tessellatis,  macula  basali  male  determinata  ad- 
humerali  lutosa. 

Pygidium  latitudine  triente  longius.  Metasternum  lateribus 
punctis  crassis  instructum.  Pedes  quatuor  antici  rufi,  femoribus 
uni-,  tibiis  tri-brunneo-annulatis;    postici  brunnei,  vufo-annulati. 

Long.  ß-'('.i  mm^   elvtr.  ■i^jo-,  lat.  ^'^js- 

Hi\b.  Luzou;    1  r^. 

Unterscheidet  sich  von  N.  ßatosignata  Jord.,  der  sie  am 
nächsten  steht,  besonders  durch  den  von  der  Mitte  zum  Apical- 
rande  verschmälerten,  an  der  Basis  kräftig  gekielten  Rüssel, 
das  kürzere  Halsschild,  längere  Pygidium  und  durch  das 
Fehlen  der  gelben  Flecke  der  Unterseite. 

28.  Nessiara  sellifera  sp.  nov. 

3.  -Y.  sellatae  Jord.  simillima,  parum  major;  carina  rostri 
basi  altiore,  majore  altitudine  carina  a  latere  visa  praecipuc 
obvia;  prothorace  duabus  lineis  dorsalibus  fuscis,  absque 
guttulis  dispersis,  carina  dorso  magis  recta,  ejus  augulo  laterali 
minus  rotuudato;  elytris  haud  uigro-tessulatis,  macula  suturali 
subrhomboidali  vel  subcruciformi,  lineola  basali  in  interspatio 
Bio  altera  longiore  anteapicali  in  interspatio  2o  et  Sit», 
quatuor  guttis  margiualibus.  duabus  in  dimidio  basali  approxi- 
matis,  diuibus  in  dimidio  apicali  sitis,  nigro-velutiuis;  processu 
mesosteruali  latiore;  pedibus  totis  ruiis  distinguendus. 

Hab.  Perak;  'Z   ;^. 

29.  Nessiara  robusta  sp.  nov. 

,.  A.  ruta,  nigro-signata.  Kostrum  longitudine  duplo 
latius,  carina  media  obsoleta  instructum,  lateribus  levissime 
rotundato-angustatum,  haud  umpliatum,  cum  capite  uuicolor, 
]>ube  sjjarsa  subochracea  vestitum.  Oculi  spatio  ^'2  mm  i'ere 
lato  sepaiati.  Antennae  apice  brunncae,  articulis  3io  et  4"  lon- 
gitudine aequalibus 

Prothorax  longitudine  quinla  parte  latior,  aulrorsum  tbr- 
liter  angusfatus,  duabus  lineolis  basalibus  medium  disci  attin- 
Lientibus  gutluque  laterali  antemediana  nigris  siguatus.  Scutellum 
album. 

Stotf.  entoiiiol.  Zeit.  ll>r»5. 


390 

Elytra  lata,  brevia.  couvexa,  jilaga  transversa  ante 
declivem  upiceni  ad  margines  laterales  extensa,  dorso  latiore, 
magna,  giittam  in  utroqne  elvtro  intra  strias  2arn  et  6ara  sitam 
albam  includonte,  lineola  basali  in  interstitio  4».  duabus  guttis 
marginalibus  posthumeralibns,  nigris  signata. 

Corpus  inferum  medio  niürum.  se^mento  anali  sat  lonso 
apiee  truncato  angiilis  subdentatis. 

Long.  9  mm,  eljtr.   6,  lat,  41/2. 

Hab.  Cap  Engano,  N.-Luzon  (J.  Wliitehead  leg.  1895):  1  i. 

Das  breite  Halsschild  und  die  kurzen  Decken  geben  dieser 
Art  ein  eigenthümlich  robustes,  au  Straboscopus  tessellatus 
Eyd.  erinnerndes  Aussehen,  In  der  Zeichnung  kommt  die 
Ai-t  der  N.  optica  Jord.  am  nächsten;  letztere  Art  ist  aber 
schlank  gebaut  und  hat  die  abgeflachten  Decken  von 
N.  didyma  Pasc. 

30.    Apatenia  insignis  sp.  nov, 

$.  A.  nigra,  pube  luteo-ochracea,  i'usco  et  nigro  et  cinereo 
niixta,  obtecta.  Ro-trum  cum  capite  —  macula  occipitali 
trißda  lineolam  luto.^am  includente  l'usca  excepta  —  luteo- 
ochraceum,  in  medio  basis  subimpressum,  sine  carina,  linea 
media  in  apioe  autem  parum  elevata:  infra  sine  sulco  mediano. 
Oculi  valde  separati,     Antennae  rufae,  clava  bruunea. 

Prothorax  variegatim  pubescens,  macula  antescutellari, 
altera  mediana  laterali  inconspicua  suboehraceis;  carina  ante- 
basali  dorso  recta,  in  angulo  recto  antrorsum  tlexa,  a  supero 
visa  ante  laterum  medium  multo  magis  quam  in  .4.  scelesta 
Pasc,  rotundata. 

Eljtia  lalitudine  quarta  parte  longiora,  parallela,  dorso 
impressa,  interspatiis  alternis  nigro -tessellatis  subfasciculatis, 
3io  duabus  fasciculis,  altera  mediana  parva,  altera  ante  apiccm 
declivem  majore  nigris,  intra  fasciculas  subochraceo  notato, 
interspatio  4*^  ante  et  post  medium  subochracco-signato. 

Pedes  nigri,  femoribus  apice,  tibiis  annuh)  subbasali,  tarsis 
apice  rufis. 

Long.  6  mm,  elytr.  4,  lat.  3. 

Hab.  Cairns,  N.-Queensland;   1  $. 

Ist  schlanker  und  kleiner  als  A.  scelesta  Pasc:  der 
Rüssel  hat  aut  der  Oberseite  keinen  Mediankiel  und  auf  der 
Unterseite  keine  Medianlurche:  die  Augen  stehen  weiter  aus- 
einander, die  Fühler  sind  kürzer  und  bis  auf  die  brauneu 
Endglieder  röthlich;  der  Seiteukiel  des  Halsschildes  springt, 
von  obea  gesehen,  viel  weniger  winklig  vor;  die  Höcker  der 
längeren  Decken  sind  viel  kleiner  und  haben  eine  andere 
Stellung   und  die  Färbung  der  Beine  ist  eine  andere. 

Stett.  CDtoiuol.  Zeit.  Iä95. 


391 

31.    Apateuia  pallidiceps  t-p.  iiov. 

r^.  A.  uigra,  pube  fusca  obtecia,  cincreo  liiloso  uigroque 
varieuata.  Rostnim  cum  capite  liiteo-cinereiini,  breve,  lougi- 
tiidine  plus  diniidio  lalius,  caiina  brevi  mediana  liaud  in 
frontem  capitis  ascendente  instructum.  Antcnnae  nifo-brunneae. 
Oeciput  obfcure  fusco-bi-maculatum. 

Protliorax  lateribus  ante  medium  inulto  minu«  quam  in 
A.  scelesta  Pasc,  augulatus,  laleiibus  pube  capitis  obtectis, 
regione  disci  magna  trai)ezoidall  fusca  ante  scutellum  gutta 
luteo-cinerea  notata,  in  medio  disci  pUis  miuusve  hitoso-varie- 
gata;  carina  dorso  leviter  regulariterque  convexa,  angulo 
laterali  obliquo  fere  recto  vix  rotundato,  carina  laterali  paulo 
versus  inferum  tlexa. 

Elytra  lata,  depressa,  a  humero  ad  apiicm  augustata, 
postice  late  Ibrtiter  regulariterque  rotundata,  fusco-piihescentia, 
nigro-tessellata,  in  interspatio  ()•'  liueola  antemediaua  lutosa 
notata,  tuberculo  basali  intra  strias  lam  et  4!im  lato,  haud 
alto,  altero  in  interspatio  3io  mediano,  tertio  ante  apicem 
declivem  in  interspatio  5^,  quarto  ante  tertium  in  interspatio  7o, 
tubereulis  sat  parvis  pro  certa  luce  fiiligineo-sericeis. 

Prosterniim  Ibrtissime  rugato-punetatum.  Pedes  brunueo- 
ruti,  femoribus  apice  excepto  et  tibiarum  annulis  mediano  et 
apicali,  brunneis. 

Long.  71/4  mm,  elytr.  4^;' 4,  lat.  32|.{. 

Hab.  Redscar  Bav,   Brit.  N. -Guinea;   1   ^. 

Steht  .1.  raniceps  Jord.  am  nächsten,  unterscheidet  bich 
aber  leicht  durch  die  gehöckerlen  Decken. 

32.    Hypseus  axillaris  sp.  nov. 

H.  nigro-brunneus,  t'usco-pubesc-ens,  aiitennis  hasi  pedi- 
busque  f'emorum  medio  excepto  riifis.  Rostrum  longitudiue 
dimidio  latius,  lateribus  supra  antentias  levissimc  dilatutiim, 
cum  capite  et  prothorace  rugulose  i)unc(atum,  basi  linea  media 
elevata  obsoleta  instructum,  inj'ra  ulrinque  carinatum,  Oculi 
valde  oblongi,  antice  approximati. 

Prothorax  conicus,  lateribus  retrorstim  lere  regulariter 
ampliatus,  ante  basin  vix  sinuatu;-:  carina  dorsali  convexa 
lateribus  in  angulo  acuto  antrorsum   llexa. 

Elytra  retrorsum  aogustata,  dorso  paulo  depressa,  ponc 
basin  gibbosa,  interslitiis  striarum  hie  et  inde  nigro-tessellatis, 
margine  basali  subrufo,  macula  rotunda  adhumerali  alba, 
puncto   mediano  in  interstitio  3i"'   luteo. 

Long.   5'|2  "im,  elytr.   S-'j^,   lat.   2''|i. 

Hab.  Perak;   1   Slüok. 

StetU  entomol.  Zeit.  1895. 


::!92 

Diese  Art  erinnert  durch  ihre  Größe  an  Apatenia;  sie 
stimmt  aber  in  der  Bildung  de?  Halssehildes  und  seines  Kieles, 
sowie  in  der  Form  der  Augen  und  der  Struktur  des  Rüssels 
mit  Hypseus  überein. 

33.    Phaulimia  priva  sp.  nov. 

A  Ph.  ephippiata  Pasc,  corpore  latiore  postioe  minus 
angustato  oeulis  magis  approxiniatis,  elytris  sine  plaga  fusea 
oommuni  discrepat. 

Lono'.  31/ ,  mm,  lat.   12/3, 

Hab.  Peräk;   2  Stück. 

Ist  vielleicht  nur  Aberration   von  A.  ephippiata  Pasc. 

34.    Phaulimia  alternata  !<p.  nov. 

Ph.  rul'a.  Rostrum  cum  capite  ut  in  Pli.  ephippiata 
structum,  duabus  guttis  albo-luteis  signatum.  Caput  signatura 
crucitbrmi  in  fronte  sita,  maculis  duabus  una  utrinque  ad 
marginem  occipitalem  oculoriim  atque  intra  eas  tertia  anguli- 
formi,  albo-luteis  notatum.     Antennae  brunneae,  basi  rufae. 

Prothorax  ut  in  PJt.  ephippiata:  angulo  carinae  minus 
rotundato.  Elytra  absque  plaga  basali  communi,  retrorsum 
minus  quam  in  ephippiata  angustata,  interspatiis  altcrnis  luteo- 
griseis  brunneo-tessellatis. 

Pedes  brunnei,  femoribus  apice,  tibiis  basi,  tarsisque 
totis  rufis. 

Long.  3   mm,  lat.    P  3. 

Hab.  Nord-Luzon  (J.  Whitehead  leg.  95);  2  Exemplare. 

Wahrscheinlich  Lokalform   von  Ph.  ephippiata  Pasc. 

35.    Nessiabrissus  rufitarsis  sp.  nov. 

N.  interrnptostriato  Jord.  similis,  sed  rostro  antrorsum 
magis  angustato,  sine  linea  laevi  mediana,  oeulis  mullo  magis 
approximalis,  prothoracis  carina  ante  scutellum  angulata  et 
cum  carina  laterali  obliqua  augulum  formante,  tibiis  basi 
tarsisque  rulis,  distinsuendus. 

Hab.  Gabun:    1   Stück  C:?). 

30.    Xenocerus  conjunctus  >j).  nov. 

j$.  A.  corae  Gestro  similis;  articulo  3io  maris  auten- 
narum  latitudinc  plus  diniidio  longiore;  elytris  linea  dorsali 
cum  vitta  suturaii  et  pone  humerum  cum  linea  laterali  con- 
juncta.    linea  transversa  subapicali   margini  apicali   paraliela  in 

Stc-tt.  cntomol.  Zeil.  1895. 


393 

-iitiiia  cum  vitla  .•-ulurali  coauexa,  lateraliter  lere  ad  lasciam 
Iransversam  usque  piolongata;  processu  mesosternali  triangulari, 
apice  subtruncato  diversus, 

Hab.  Astrolabe  Bay,  N.-Guinea;   1  ,^^  2  $. 

;>7.    Xenocerus  discrepans  sp.  nov. 

^.  .V.  niger,  supra  sordide  cervineo-,  inlVa  griyeo-pubeseens. 
Rostrum  album,  intra  antenuas  et  sulcuni  medianum  sat  anguste 
transverse  elevatum.  Caput  sordide  cervineum,  vitta  super- 
eiliari  et  linea  brevi  angustissima  occipitali  albis  signatum, 
sulco  frontali  lato  profundo  instructum.  Antennae  elytrorum 
marginem  basalem  paulo  superantes,  nigrae,  artieulis  cylindricis, 
4"  5"  basi,  7<J  apice,  8"  toto  albis,  4"  tertio  plus,  secundo 
vix,  duplo  loiigiore. 

Prothorax  latitudine  vix  lougior,  unicolor.  Elytra  margine 
basali  subalbo,  striato-punctata,  macula  humerali,  altera  dorsali 
submediana  parum  transversa  inter  interstitia  3. — 7.,  fascia 
angusta  ante  apieem  declivem  sita  ni  marginem  lateralem  ni 
suturam  attingente,  nigris  signata. 

Processus  mesosternalis  triangulari-rotundatus.  Tarsi  aigri, 
art.   l«  fere  toto,  2^  basi,  4"  apice  excepto  albis. 

Long.    loi|2   mm,  elytr.   11,  lat.  51/4. 

Hab.  Borneo;   1   $. 

In  der  Zeichnung  der  Decken  erinnert  diese  auffallige  Art 
au  A'.  decemgiittatus  Jord.  (s.  S.  187),  unterscheidet  sich 
aber  wesentlich  durch  die  schlanken  und  anders  gefärbten 
Fühler,  das  kürzere  und  dorsal  viel  weniger  abgeflachte  Hals- 
schild, die  kürzern,  viel  konvexem  und  anders  gezeichneten 
Decken,  die  andere  Färbung  der  Beine,  etc, 

38.    Basitropis  pardalis  sp.  nov. 

Q.  ß.  niger,  ochraceo-maculatus,  maculis  bene  expressis. 
Rostrum  longitudine  ])lus  triente  latius,  basi  sulcatum,  apice 
subcarinulatum  cum  capite  villa  lata  mediana  ochracea  in 
occipite  bipartita  notatum.  Anlennae  hirsutae,  prothoracis 
medium  paulo  Miperantes,  artieulis  (j" — l()o  gradatim  latioribns, 
11'^  rufo,  0"  et   lO"  if)iigitMdiiie  duplo   latioribns. 

Prothorax  latitudine  haud  longior,  in  triente  apicali  fortittM- 
angustatus,  punctatus,  lateribus  subliliter  crenulatus,  duabus 
maculis  medianis,  subaj)icali  et  basali,  macula  majore  aute- 
inediaua  dorso-Iaterah',  puncto  dorso-laterali  antebasali,  ochraceis 
signatus. 

Scutellum  ochraceum.  Elytra  cylindrica,  ad  suturam 
paulo    im{)res?a,    ad     apieem    usfiue    piinctafo-striata,     macula 

Siclf.  entomol.  Zeit.  1S95. 


394 

humerali  inter  strias  2am  et  9^m  antice  bisin uata,  puncto 
adsuturali  intra  basin  et  medium,  gutta  parva  in  interspatio 
3io  autemediana,  macula  parva  niarginali  mediana,  macula 
irregulari  postmediana  inter  strias  2am  et  7am,  macula  ante- 
apicali  subrotundata,  nonnuUisque  punetis  dispersis,  ochraceis 
not  ata. 

P^'gidium  latum,  breve,  semicirculare.  Corpus  infra  pro 
parte  lutoso-,  paruni  maculatim,  pubescens.  Prosternum  fortiter 
punctatum.  Metasternum  macula  mediana  subocbraceo-pilosa 
siguatum.  Pedes  rufi.  femorum  macula  subapieali,  tibiarumque 
dimidio  vel  triente  basali   brunneis,  tarsis  rufo-brunneis. 

Long.   71/2  mm,  elj'tr.  5,  lat.  3, 

Hab.  CapEngano,  N.-Luzou  (J.  Whiteliead  leg.  1895):  1  ,^. 

Die  stark  behaarten,  kurzen  und  vom  sechsten  Gliede 
ab  verdickten  Fühler  unterscheiden  diese,  auch  durch  ihre 
scharfe  Zeichnung  auffallige  Art  von  den  andern  Basitropis- 
Species. 

39.    Caranistes  opilio  sp.  nov. 

Q.  C.  niger,  l'usco-  et  albo-pubcscens.  Roslrum  apicem 
versus  dilatatum,  longitudine  triente  latius,  densissime  punctatum, 
cum  capite  albo-bivittatuni.  Caput  linea  media  laevi  parum 
impressa  in  rostri  basin  abeuute  instructum,  lineola  frontali 
media  alba.  Antennae  elvtrorum  medium  fere  attingentes, 
tenuissimae,  basi  exeepta  singulis  pilis  longis  vestitae.  arti- 
culis  2o — 80  basi  apiceque,  11^  apice  rufis,  3io  quarto  triente 
longiore  protlioracis  apicem  attingente,  clava  distincta,  articulis 
90 — iio  crescentibus,   II*^  dimidio  sexti  longitudine  aequali. 

Prothorax  ab  apice  ad  carinam  a  supero  visam  latera- 
liter  angulatim  prominentem  oonicus,  a  carina  ad  basin  fortiter 
subsinuatim  augustatus,  longitudine  (4  mm)  qiiarta  parte  iatior, 
dorso  longitmrsiMii  inipressus,  praecipue  ante  carinam,  in  linea 
mediana  autem  parum  elevatus;  linea  mediana,  utrinque  lineola 
brevi  apicali,  altera  longa  a  medio  carinae  oblicjue  in  medium 
disci  prolongata,  vitta  lata  dorso-laterali  ante  carinam  latiore 
duas  maculas  fuscas  oblongas  iucludente,  albis  notatus;  carina 
late  et  valde  concava,  in  medio  et  utrinque  versus  latus  an- 
gulatim fracta,  in  latere  ipso  parum  (Icxuosa,  haud  versus 
apicem  ducta. 

Eljtra  prothoracc  paulo  latiora,  retrorsum  gradatim  an- 
gustiora,  apice  rotundata.  leviter  couvexa,  lateribus  a  stria  T^i 
lere  perpendicularia,  ad  apicem  usque  striato-punctala,  inter- 
spatiis  couvexis,  3i"  et  5*'  et  7^  subcostatis,  l'usca,  lineolis 
albis  siguata,  interspatiis   1''  tribus  lineolis:   basali,  antemediana, 

Stett.  entomol.  Zeit.  1895. 


395 

apicali  longa  tenui;  30:  basali  marginali,  postbasali,  mediana 
oblouga  cum  lineola  secnnda  interspatii  li  contlua,  anteapicali; 
5'^:  basali,  antemediana,  postmediana;  7°:  postlnimerali,  ante- 
mediana,  postmedianu,  anteapicali;  9":  8ubliumeiali,  ante- 
mediana, anteapicali;  praeterea  nonnullis  lineolis  marginalibus. 

Pygidium  tuscnm.  apice  truncatum,  angulis  rotundis  vitta 
mediana  alba  notatum.  Corpus  inferum  fuseum,  sparsim 
griseo-pubescens  praeeipue  in  melasterni  lateribus.  Prosteriuim 
subtiJissime  ruguloso-granulosuni,  punctis  singulis  instructum. 
Processus  mesosternalis  levissime  concavus,  triangularis,  apice 
emarginatus. 

Pedes  longissimi,  antice  inf'ra  denticulis  aspcri;  femoribus 
versus  apieem,  tibiis  ante  basin  et  in  apice,  tarsorum  arti- 
culo  1^  apice,  albis;  articulo  1^  tarsorum  anticorum  tibiis  multo 
longiore. 

Long.   121/2  mm,  rostr.   li|o,  elytr.   81/ .,  lat.   51/2. 

Hab.    Antananarivo,   Madagascar   (F.  Sikora   leg.);   1  (^. 

Das  erste  Glied  der  Vordertarsen  hat  eine  Länge  von 
11   mm;  das  hinterste  Beinpaar  ist  das  kürzeste. 

40.    Caranistes  rufipes  sp.  nov, 

(^.  C.  brunneo-niger,  fusco-  et  griseo-pubescens.  Rostrum 
longitudiue  fere  duplo  latius,  intra  antenuas  convexum,  sub- 
vittatum.  Caput  breve,  trivittatum.  Oculi  magni,  versus 
mandibulas.  liaud  versus  antennas,  angustati.  Anteunae 
tenuis^imae.  elytrorum  medium  superantes,  rufae,  clava 
bruunea,  basi  excepta  sparsis  pilis  vestitae,  articulo  3io  quarto 
duplo  longiore,  4*' — 8"  fere  aequalibus,  9^  octavo  triente 
breviore,  0" — 11"  inter  se  subaequalibus. 

Prothorax  ad  carinam  usque  conicus,  longitudine  fere 
dimidio  latior;  carina  dorso  in  medio  subaugulata  latcraliter 
rotundatim  versus  inferum  et  parum  versus  anticum  flexa; 
griseus,  fusco  quiuque-viltatus,  couvexus,  haud  impressus. 

Elytra  prothorace  paulo  latiora,  parallela,  postice  rotun- 
data,  forliler  rcgulariterque  convexa,  levissime  striata,  striis 
profunde  denseque  i)unctatis,  interspatiis  griscis,  3io  basi  nigro, 
ante  medium  et  apieem  interrupto,  2^  et  4"  medio  etiam  griseis. 

Pvgidium  rufum,  griseo-pubescens,  basi  parum  elevatum, 
lateribus  depressum,  latitudine  lougius,  apice  rotundatuni. 

Corpus  inferum  griseo-pubescens.  Processus  mesosternalis 
triangularis,  leviter  convexus,  apice  sinuatus.  Pedes  ruli, 
femoribus  supra  (posticis  fere  toti?)  tarsisque  basi  nigro-brunoeis; 

Stett.  entomol.  Zeit.  1895. 


39ß 

niodice    elougali:    tarsorum    primorum    artieulus    primin^  tibii- 
breviov;  femora  postica  abdomen  vix  superantia. 

Long.  51/2  mm,  elylr.  4,  lal.  2i[o. 

Hab.    Antananarivo,    Mada<iascar  (F.  Sikora  leg.):    1    j. 

41.    Caranistes  plagiatus  sp.  nov. 

Q$.  C.  niger,  fusco-  et  cinereo-pubescens.  Rostrum  cum 
capite  luteo-cinereum,  lougitudine  duplo  fere  latius,  apice 
fortiter  dilatatum,  tribus  carinulis  et  in  medio  basis  ."^ulciilo 
instruelum.  Caput  elongatum,  praecipue  in  niare  in  fronte 
bicarinulatum  et  inter  carinulas  sulcatum.  Oculi  parvi  rotnndi. 
Antennae  brunneae,  erassae,  eiytrorum  medium  (.5^),  vel 
basin  ($)  superantes,  articulis  compressis,  absque  clava  distiucta, 
articulo  3i<>  (q)  quarto  plus  trieute  longiore,  4^ — 11»  longitudine 
fere  aequalibus;  articulo  3io  ($)  quarto  fere  aequali,  6"  et  ?•> 
et  8"  brevioribus,  9°  et   lO*'  et  iV'  fere  lougitudine  tertii. 

Prothorax  longitudine  plus  quarta  parte  ($j  vel  paulo  0^) 
latior,  pone  carinam  a  supero  visam  acute  prominentem  valde 
sinuatus.  dorso  depressus  in  linea  mediana  elevatiis.  tribus 
tuberculis  parvi.^^  transverse  dispositis  antemedianis  instructus, 
plaga  rliomboidali  disc-i  cinerea;  earina  fortissime  concava. 

Eljtra  in  ($)  magis  quam  in  (^)  convexa,  retrorsum 
leviter  angustata,  striato-punctata,  interspatiis  leviter  convexis, 
3io  et  .5"  et  7"  paucis  fasciculi)!;  parvis  notatis;  cinerea,  plaga 
laterali  magna  dorso  rotunduta  inter-spalium  tertiuin  attingenle 
a  iiumero  traus  medium  extensa.  macula  basali  niarginali  in- 
conspicua  sat  magna,  duabiis  lineolis  in  a])i('e  declivi  iu  intcr- 
spatio  tertio  sitis.  fuscis. 

Pygidium  cinerenm,  sub-semicirculare  (j),  vel  rotundato- 
triangulare  ($).  Corpus  infia  cinereum.  Prosternum  punctis 
magnis  densis  asperum.  l'edes  fusco-  el  luteo-cinereo-aunulati, 
in  (q)  modice,  in  (V)  paulo  eiongati;  femoribus  postieis  (^) 
abdomen  superantia;  tarsorum  articulo  2''  sat  lato,  articulo  1" 
primi  paris  in  (j)  leviter  arcuato  tibiis  multo  breviore. 

o  Long.  10''|4  mm.  rostr.  cum  cap.  4i|o.  elvtr.  7,      lat.  4'('.2. 

$  ,r  11    ,. '      ..     31,;.  ■..  71,'.,. ..  51/,. 

Hab.  S.  W.  Madaguscar;   1   r^,  2  ^. 

Weicht  von  den  beiden  vorhergehenden  Arten  wesenllich 
durch  die  halsartige  Verlängerung  des  Kopfes,  die  dicken 
Fühler,  kleinen  Augen  und  verhältnißmäßig  breiten  Tarsen   ab. 

Deropygus  Sharp,  Tr.  Ent.  Soc.  Lond.  p.  326  (1891). 

Obwohl  mir  die  beiden  japanischen  Arten,  auf  welche 
diese  Gattung  gegründet  ist.  unbekannt  sind,  zweifle  ich  nicht, 

Stett.  entomol.  Zeit.  189.'<. 


:i9l 

(laß  die  im  Folgeudeu  besclniebcncn  drei  Species  von  Malacca 
und  Borneo  hierher  gehören,  da  sie  die  in  Sharp's  kurzer 
Gattunü-sdiaunose  angegebeneu  Charaktere  zeigen.  Meine  drei 
Arten   unterscheiden  sich   von  Ararcenis  Schönh.   wie  folgt: 

Augen  schräg  stehend,  ganz  schwuch  ausgevandet.  Stirn 
nur  I3  oder  i'o  so  breit  als  der  Z^vi^chen^aunl  zwischen  den 
Fühlcrgrnbeu.  Fühler  mit  langen  Haaren;  Glied  2  dicker  als 
1;  3  kürzer  als  4;  9,  10,  11  ganz  schwach  verdickt,  jedes 
etwa  fünf  mal  so  lang  als  breit.  Basis  des  llalsschildes  als 
scharfe  vorspringende  Kante  unter  die  Schultern  fassend; 
Pygidiiim  im  J*  über  doppelt  so  lang  als  breit,  nach  der  mehr 
oder  weniger  runden  Spitze  hin  allnuihlig  verjüngt,  im  $  um 
die  Hälfte  länger  als  breit  und  zwischen  Mitte  und  Spitze  mit 
stark  erliühter  Qiierlanielle  verseilen.  Vorderiiülten  groß,  fast 
an  einander  stehend.  Fortsatz  der  Mittelbnist  zwischen  den 
Mittelhüfteu  senkrecht,  schmal,  Ende  des  Fortsatzes  convex. 
Hinterbrust  in  der  Mitte  im  ^  breit  und  flach  eingedrückt, 
jederseits  geschwollen.  Abdoniiualringe  2  bis  4  in  der  Mitte 
sehr  kurz:  5  fast  so  lang  als  die  4  anderen  zusammen,  im 
(J  hakenförmig  nach  vorn  gebogen  und  vor  der  Si)ilze  mit 
Haaren  besetzt.  Glied  1  der  Vorderfiiße  im  j  so  laug,  im 
2  weniger  länger  als  2,  und  im  r^  kaum  länger  als  breit; 
2  sowie  3  allmählig  verbreitert,  kurz.  Hinterschienen  dorsal 
vor  der  Spitze  mit  Haarbüschel,  der  auf  einer  zahnartigen 
Erweiterung  der  Schiene  steht. 

42.    Deropygus  haemorrhoidalis  ^p.  nov. 

Q^.  l).  luteo-üavus,  supra  ex  maxinia  parte  bruinieo- 
nig«r,  pubescens.  Mandibulae  apice  brunneae.  Caput  unicolor, 
vel  vitta  mediana,  vel  macula  triaugulai'i  occipitali  brunneis 
BOtatum.  Antennae  brunneae,  articidis  2  basalibus  pallide 
rufis.  .Oculi  oblique  transversi,  ai)proxiniuti:  interspalium 
frontale  parum  convexum,  in  (j)  angustius  (|uam  in  (V), 
(juartae  vel  tertiae  parti  spatii  inier  antcniianiiu  inscriiones 
kvtitudine  vix  aequali. 

Prothorax  lalitudine  ante  basin  niaxima  brevior,  lateribus 
leviter  rotundatus.  dor.-o  aequaliter  levitercpie  convcxus,  basi 
bisinuatus,  macula  geminata  basal!  saepe  totum  discum  occu|»ante, 
«aepe  transverse  cordiformi,  utrinqiie  duabus  guttis  parvis, 
una  antebasali,  altera  mediana  parum  magis  versus  lineam 
niediani  disci  sita,  interdum  cum  macula  basali  conlluis, 
brunneo-nigris:    angulis   carinae   basalis   fcre   rcciis. 

Sictt.  cnioinol.  Zeil.  1895. 


398 

El3'tra  bninneo-uigra,  ad  apicem  usque  striato-punctata, 
stviivS  insensim  griseo-pubescentibus;  apice  declivi  luteo-flavo 
luteo-pubosccnte  maciila  in  utioque  elytro  magis  brunnea 
excepta. 

Pygidium  unicolor,  vel  inedio  brunneiim,  iu  (r^)  carina 
mediana  instructum,  ante  apicem  rotundatum  subüliter  striolatum, 
in  ($)  subcarinatuni  ante  apicem  plicatnra  foliacea  transversa 
instructum. 

Corpus  inferum  lateribus  saepe  hie  et  inde  uigro-maculatum. 
Segmentum  anale  in  ($)  apice  utrinque  denticulo  incon^picuo 
armatum.  Tibiae  basi  apiceque  brunneo-nigrae;  tarsi  sordide 
flavi,  articulo   1°  brunneo. 

Long.  41/2  nii",  lat.   13/ 4. 

Hab.  Perak;  3  (^,  4  $. 

Die  Zeichnung  des  Halsschildes  und  die  Ausdehnung  der 
dunklen  Farbe  der  Beine  sind  nicht  konstant.  Auf  dem  Hals- 
schilde treten  zuweilen  gelb  lomentirte  Flecke  hervor,  von 
denen  besonders  einer  in  der  Mitte  hinter  dem  Vorderrande 
und  je  einer  jederseits  hinter  der  Mitte  auffallig  sind.  Die 
Flügeldecken  haben,  mit  Ausnahme  der  gelben  abschüssigen 
Spitze,  keine  deutliciie  Zeichnungen. 

Das  Analsegment  des  $  ist  jederseits  vor  der  Spitze 
schwach  eingedrückt  und  trägt  an  der  innern,  der  Mitte 
zugekehrten  Seite  des  kleinen  Eindrucks  eine  in  ein  Zähnchen 
endende  scharfe  Kante. 

Das  Pygidium  des  '■%.  hat  vor  der  Spitze  eine  querstehende, 
hohe,  dünne  Falte,  die  nach  oben  umgeschlagen  und  in  der 
Mitte  am    höchsten   ist. 

48.    Deropygus  raaculatus  sp.  nov. 

r^$.  Specie  piaeccdente  multo  minor ^  basi  prothoracis 
multo  levius  sinuata,  macula  geminata  disci  apici  minus  quam 
basi  approximata.  gutta  laterali  post  mediana,  altera  infero- 
laterali  aulemediana,  pube  grisea  sericaute  apicem  occupante 
in  lateribus  et  in  disco  maculas  formante  obtecto;  elytris 
griseo-maculatis:  annulo  basali  gibbositatem  basalem  circum- 
cingente  ex  lineolis  composito,  lineola  suturali  autemediana, 
macula  transversa  laterali  posthumerali,  altera  postmediana 
intra  strias  5fini  et  8am,  tertiu  suturali  communi  omnium 
majore;  spatio  flavo  apicali  antice  fascia  grisea  determinato; 
pygidio  (,j)  ante  ai)icem  haud  striolato;  pedibus  totis  pallide 
flavisi.  segmento  anali  in  ($)  apice  sinuato   distinguendus. 

Long.  2^1 2  mm,  lat.   1. 

Hab.  Borneo;  4  ^,  3   i. 

Siett.  entomol.  Zeit.  1895. 


39Ö 

l)io,  weiß-graue,  scidenarligc  Pubopoenz  des  Huli^scliildes 
iiimnil  die  gelben  oder  gelblielien  Stellen  ein  und  tritt  beson- 
ders am  A))icalrande  und  in  drei  eine  i>nslmcdianc  Querreihe 
bildenden  Fleeken  bervor.  Die  sebwarz-braunon  Zeiobninigen 
des  Ilalsscbildt's  sind  variuliel.  Die  llnterscite  <les  K(upers 
ist  meistens  blaßgelb,  die  Ilinlerbi'iist  bräiinlicli  oder  dniikel- 
brami.  Das  Pygidium  des  ,j  ist  scbwacb,  an  der  Basis  etwas 
deutlii'ber  gekielt;  im  $  bildet  die  bei  voriger  Art  erwäbnte 
<^)uerralte  einen  mit  der  Spitze  naeb  binten  geriebteten.  stark 
abserundcten   Winkel. 

44.    Deropygus  analis  sp.  nov. 

q5'  A  duabus  speeiebus  praecedentibus  oeulis  magis 
rotundatis,  inulto  magis  distanlibns,  pygidio  abdomineqiio  nigro- 
briinneis  praeeiptie  distinguendiis. 

Long.  8i,'.i  mm,  lat.  11/4. 

Hab.  Perak;  4  ,^,  1   0. 

Die  Stirn  ist  zwiscben  den  Augen  über  balb  so  breit  als 
der  Zwisebenraum  zwiscben  den  Fiiblergrnben.  Das  Halssebild 
bat  eine  äbnlicbe  Pubescenz  wie  in  I).  mnculalits  m.  Außer 
dem  Doppelileck  in  der  Mitte  vor  dem  Kiel  bat  es  nur  in 
einem  Exemplare  noch  ein  dunkles  Fleckeben  auf  der  Scbeibe 
vor  der  Mitte.  Die  Decken  sind  fast  wie  in  haemorrhoidalis  m. 
gezeicbnet,  jedoch  ist  die  graue  Pubescenz  deulliclier  und 
bildet  besonders  neben  dem  Scbildcben  und  auf  der  NabI  vor 
der  Mille  (inen  deutlicben  Fleck,  sowie  binter  der  Mitte 
mehrere  Stricbelcben,  welche  in  einem  vorne  ofTenen  Bogen 
stehen.     Die  Tibien  liaben  keinen  schwarz-braunen  Basaltleck. 

Das  Pygidiimi  des  ..^  ist  im  basalen  Drittel  dach  gekielt, 
der  Kiel  ist  kurz  vor  seinem  Ende  etwas  mehr  erhöbt;  im 
$  bildet  die  Querlalte  zwei  nach  vorne  olVene  Bogen,  die  in 
der  Mitte  des  Segments  fast  zusammenstoßen. 

4r>.    Doticus  subplai:atus  sp.  nov. 

j  If.  lio^-truin  bi'evis.-iniiiin  leviler  depres.snm.  cum  ea|)ile 
anlice  medid  siibliliter  canaliculato  unicolor,  fulvo-pubescens. 
Antennae  rufae,  ])rothoracis  basin  band  superanles,  arlieulo  1" 
arcuato  secuudo  fere  duplo  longiore,  tertio  cliam  parum  arcunto 
longitudine  aeqiiali,  0" — 8'^  gracilibus  gradalim  decrescenlibus, 
O*^ — 11"  Iriaugularibus,  singulis  octavo  lum  lougioril)us,  inter 
ee  aequalibus,    1  l"  apice  (»bli(pie  rolimdato. 

Prothora.\  ab  apice  Irans  medium  ad  carinam  lateralem 
desinentem  usquc  gradalim  fortiter,  deinde  ad  angidos  bnsales 
aculos  retror.>-um    productos  usque    i'aulo  dilatatus,    basi  Iriplo 

8te(t,  ontoniol.  Zeit.  1895«  Oß 


400 

apiee  latior,  basi  lale  levitev  bisinuatiis,  disco  poslicc  deprcssiis, 
iiilvo-pubesceiis,  iiidisliiicte  fiisco-gnttiilatus,  dcnsissime  sub- 
tiliterque  riiguloso  punctulatus.  Sciitelhim  albo-griscum.  Elyha 
ad  bumeros  rotundatos  lalitiidino  piolboracis,  ad  sciilelliim 
levlssimo  siniiala,  retrorsiini  panini  aiitrustaUi,  dorso  de[>lanata 
a  basi  ad  regionem  segmenti  penullimi  abdominalis  paniatim 
decdivia,  pone  basim  dislincte  gibbosa,  striato-punctata,  sutura 
postice  impressa,  interspatio  tertio  ante  apicem  cariuitonui 
tubei'culum  praebenle:  fulvo-pubescentia,  hie  et  inde  fusco  et 
griseo  tesseliata,  vel  unicoloiia,  niacula  communl  i)arva  arcuata 
auteapicali  siibnigra. 

Pygidium  trianguläre,  in  ($:)  longius  quam  in  (^ ),  lulvum, 
basi  plus  minusve  fusco-notatum.  Corpus  inferum  eineraeco- 
pubescens.  Prosternum  brevissimum,  processu  intracoxali  sat 
lato  triangulär!.  Processus  mesosternalis  perpendieularis,  lali- 
tudine  parum  brevior.  apiee  truncatus.  Metasternum  piinctis 
erassis  instruclum.  Abdomen  densissime  punetatiim,  segmentis 
inedio  levissime  deplauatis,  in  (,j)  subinipressis,  segmentis 
anali  in  (,^)  margine  apicali  bispiuoso.  Pedes  brunnei,  femo- 
ribus  et  tibiis  rufo-tri-annulatis.  tarsorum  anticorum  arliculo  I'' 
longiore  angustioreque  in  ($)  quam  in  (j). 
^  Long.  "^51/2  mm,  eljtr.  8^,4,  lat.  23/^. 

Hab.  Tenimber-Insebi  (W.  Dolierty  leg.,  Juni-Juli    1892). 

46.  Doticus  alternatus  sp.  nov. 

$.  Elytris  densissime  subtilissimeque  granulato-punclulatis, 
insensim  striatis,  magis  eonvexis,  ante  apicem  band  tuber- 
culatis,  interspatiis  allernis  ochraceo  et  nigro  tessellatis  a  specie 
praecedente  distingueudus. 

Hab.  Sumatra:  1  $. 

47.  Dysnos  ceylonicus  sp.  uov. 

Rufo-brunneus,  lutoso-pubesceu.*.  Rostrum  planum,  lateribus 
rectis,  angulis  rolmidatis,  lougitudiiie  triente  latius,  cum  niau- 
dibulis  antrorsum  retlexum.  Occiimt  niedio  brunncum.  An- 
tennae  brunueae,  articulis  duobus  primis  fuscis, 

Prothorax  Ibrtiter  convexus,  latitudine  band  brevior, 
angulis  carinae  basalis  acutis,  lutosopubesceus,  10  maculis 
brunneis,  5  postapicalibus.  5  posfmedianis,  plus  minusve 
obviis,  quarum  mediana  posterior  longior  in  medio  disci  biloba 
versus  scutclhim   lineiformis,   notatus. 

Elytra  latitudine  prothoracis,  retrorsum  leviter  anguslata, 
convexa.  ad  suturam  band  depressa,  sat  fortiter  striato-punctata. 
interspatiis  lineolis  bene  expressis  bitosis  in  interspatio  S*'  et  5" 
Stell,  toloiuul.  Zeit.  1996. 


40l 

longioribu.s  (praecipuc  ad  basiu"),  siguatu,  spatio  bniiineo  giilti- 
foniii  sulurali  postscutt'llari  piibo  liitosa  iiiterspatii  primi  cinoto. 

Pedes  nifo-briinnei,  tar.sis  apice  pallidi'  nd'is. 

Long.  2*|2   fTiin,  lat.   Uj^. 

Hai»,  (.'evioii  (Tvpiis:  Mus.  Steüin)^  3  Exemplare. 

48.    Dysnos  subglaber  sp.  nov. 

Q.  D.  nigor,  spar.^is  pilis  griseis  sat  crassis  oinuino 
veslitiis,  supia  et  infra  deusissime,  in  pronoto  reliculatiin,  in 
elytris  grauulatim,  punctatus;  palpis,  mandibularum  basi,  uutea- 
nanim  articulis  diiobus  ba?alibus,  tibiis  anticis  apice  excepto, 
iuteo-nilis,  auteiuiip.  coxis  anticis,  genibus  larsorunique  apice 
briinneis. 

Antcnnae  iirotlioracis  basin  parum  snperantes,  articulis  l** 
parum  arcuato,  2"  breviore  crassioreque  subgloso  transveisim 
j)avum  aciculato,  3^ — 8"  giacilibns  gradatim  decrescentibus; 
clava  longa  teuui,  articulis  9"  et  10"^  trans  medium  subito 
augnstatis,  eorum  parte  apicali  tenuissima;  pilis  longis  in  clava 
sat  densis  sitis  vestitae. 

Protborax  longitudine  trieute  latior,  angulis  basalibus 
retro  ductis,  conicus,  dorso  convexus,  basi  levissime  convexus, 
carina  laterali  medium  lateris  band  attingente,  angulo  carinae 
recto.  Elytru  latitudine  protboracis  basis,  convexa,  bumeris 
oblique  valde  rotundatis,  ad  suturam  band  depressa,  l'ortiter 
striata,  striis  punctatis.  Pygidinm  trianguläre,  linca  media 
parum  elevata. 

LoDg.  21/4  mm,  lat.  '^j^. 

Hab.  Perak;  6  ^. 

Die  Basis  der  Äliltel-  und  Ilintertarsen  ist  in  einigen 
Stücken  gelb-braun. 


Stelt.  entomol.  Zeil.  1895.  2G' 


402 

Tnhaltö  -Verzeichniss. 


Ciirctilioniden  aus  der  Aelliiopisclien  Rogioii  von  .1.  Faiisl. 
S.  3(.)3.  • —  IJuilräge  zAir  Kenntniß  der  MistUäfer,  Lamellieoniia 
onthophila.  V.  von  II.  J,  Koll)c.  S.  329.  —  Coleoptevcn 
aus  Afrika.  KI,  von  demselben.  S.  345.  —  Zwei  neue 
Lamiinen  aus  We.'^t-Afrika  von  Dr.  K.  Jordan.  S.  307.  — 
Zur  KenntniTs  der  Anlhribidae  von  demselben.  S.  3G0.  -  — 
Inhalts-Verzeiehniß.  S.  402.  —  Inhalt  des  56.  Jahrganges 
der  StetUner  entomologisclien  Zeitung  1895.  S.  402.  — 
Alphabetisclics   llegisler.     S.  403. 


Inliall  rfes  5(1  Jabrgiuigcvs 

der  SlcIliiRT  iMiloiiiologischen  Zeituni»'  1896 

(alphabetiöch  geordnet). 

—  Seite 

Alphabelisehes  Register 403 

H.  Disque.  Hiolouische  Mittheiliingcn  über  einige  Klein- 

fal'fer.  .  .^ ^. 243 

Dr.  II.  Dobrn,    Eine    neue    Epicopeia    aus    den  Kattak- 

bergen  Sumatras 207 

J.   Faust,  Einige  neue  Luzon-Curculioniden  des  Museum 

Tring [i 

Derselbe,  Rüsselkäfer  aus   dem   Malavisclien    Areliipel       81 
Derselbe.  Sechs  neue  Cureulioniden-Gattungen  und   ein 

neuer  (iloehinorhinus ." .      212 

Derselbe,  Curculionidcn  aus  der  Aelhiopisehen  Region     303 
A.  Fuehs,  Kleinschmelterlinge  der  Loreley-Gegend .  .  .  .        21 

Fred.  Gudmann,  Reiseskizzen 115 

Ed.  Hering,  Das  Aurweichen   getrociineter  Falter  ....      235 
U.  Jakoby,  Deseriptions  of  new  species  of  Phytopluigous 

Coleoptera  tVom  the  Inilo-  and  Austro-Malayan- 

Regions 52 

Dr.    K.    Jordan,    Reiträse    zur    Kenntniß    der    Anlhri- 

bidae "T 122  245 

Derselbe,    Einige    neue    Käfer    der    Indo-Australischen 

Region  in  der  Sammlung  des  Tring-Museums.  .  2GG 
Derselbe,  Zwei  neue  Lamiinen  aus  West-AtVika  ....  307 
Inhalts- Verzeichniss 207,  300,  402 

flett  entomol.  Zeit.  1S9&. 


403 


Seite 
II.  .1.  Kitlbe,    Ht'iträge    zur    Kenntniß    der    mt'liloj)liiieii 

Lumelliconiier  (Coleoj)tera) 271 

Derselbe,    E.    Wasmaniis    krilisclies    Verzoiehniß    der 

niyrmekophilen  und  lermitophileii  Arllinjpoden  294 
Dert^elbe,  Beiträge  zur  Kenntniß  der  Mistküf'.  r,  Lumelli- 

coruia  onthophila,  V 1^20 

Derselbe,  Coleopteren  aus  Afrika,  III 'A4o 

Ca  rl  lleutti,  lieber  die  HypenodeH-Arteu 209 

Heinrich  RiTfartb,  Ueber  Agrias-Arten 204 

Dr.  Seitz,   Reiseskizzeu ^ 228 

Vereins-Augelecenheiten 299 


Alphabelisclies  Register. 


A'ii  riis  Hpcciosus 63 

Alilaliia  argenttiiia  23,  C<»u- 

aiia  '2o,  Oi^scana 23 

A  talyptus 11 

A  c  h  c  r  11  ö  lcmoralis222,  nigri- 
cans     222 

A  c  i  [)  t  i  11  a  baliodactyla  ....     51 

A  c  m  o  c  e  r  a  variaiis 140 

Acoryiius  albojruttatiis  154, 
amabilis  165,  analis  157, 
iipatcnoidcs  152,  apicalis 
1 54:-  baljanensis  159,  bigutta- 
I  US  153,  carinifrons  155. 
cryloiiicus  154:.  cincracous 
152,  158,  clu'lus  378,  cyliu- 
(Iricus  152,  disclusas  371). 
(lisciddalis  154,  divcrgfiia 
379,  Doliriii  151,  i-inargiiia- 
iiis  148.  iVuiitalis  148.  gutta- 
liis  151,  lafvicolii.s  150,  !<'ti- 
co.stictus  164.  liiiciilatus  156.. 
litigiosiisl59,  379,  liizxnicu.-} 
1 56,  iiiargi  lu'lliis  379,  palli  i»f.s 
159,  i»ardnrf  380.  i»unrtaliis 
154.  379.  puiicliiii'iiui.s  152, 
i-ii,sti(Miy  148,  .simili.s  154. 
-Iriolaiii.-;  148.  siilcirostris  .  14S 
ätott.  entomol.  Zeit.  1Ö05. 


Acrotliyroa  rufufomorata.  284 
A  c  }'  t  li  o  p  (.'  u  s  javaiiiciis  3, 17, 

Ui.\ata.s  17,  Pascod 3,  16 

Afdouioiins  309.  einiiienlc- 

punctatas  218,  Erichsoiii..  310 
Aoui'lca      lüiigiconiis      74, 

iiictallica 75 

A  c t h i  es s a 271 

Agrias  auiictta  205-  claudia 

204-  claudiaiius  205,  higciis 

206,  sjirdaiiapaluä 204 

AI  cid  es   albocinctus  81,  97, 

Blaiicliardi   97,    Boheiiiaiiiii 

97,     Barmeistrri    97,    pro- 

lliifiis 81,  97 

iV  1 1  u  s  t  r  ü  II  g  y  1  i  u  m  364,  lig- 

nariiiiii   365,    silvcslrc  365, 

Iritdiiiicrum 366 

Aiiiaiirina    285,     aiiimli[n's 

286,  cognata  286,  luiiata2S6. 

p()ly.~)licta  286,  spoliala  .  .  .  2S5 
Ainu  rplioidoa    basalis    13. 

(I<.r.salis 3,  12 

,\.  n  a ca  111(1  öirf     ügulfUa    33-, 

rciiiiösrlla  32,  vrtustcHa  .  .  .  ,'{3 
Aiiar  <■  ra  at  (.'S  liiiniu-iilatii.s.  .  Mi) 
A  IIa  ca  calUdrvas  233,  upaliiia  233 


J04 


Analotcs  discoidca 167 

Ancurrhiiius    cyliiidricus  .   195 

A 11  li  el  i  ta  142,  liiieata 142 

A  11  o  p  1 0  c  h  i  1  u  s 271 

A II  l  h  i  p  h  a  abdominalis  72, 
Fnilistorferi  73,  javaua  73, 
uiarginicoUis  72,  nigra  72, 
(|iia<lrimaculata  71-   quadri- 

plagiata 72 

A 11 1  h  r  i  b  u  s  alboscens  199, 
albolineatus  183,  alternaiis 
199,  arcilerus  183,  loiigi- 
coniis  130,  199,  nivcirostris 
199.  pulK'scons  199-  roboris  199 

A 11 1 li a r h i u i d e s 216 

Apatenia  162,  insignis  390. 
pallidiceps391.  raniceps39l, 

scelesta 390 

Aplasta 271 

Apocyrtus  gibbicollis  3,  8, 
impius  8-   miser  3,  8,  pro- 

ianus  8.  sparsus 3,  9 

Apolccta  asporicollis  179, 
depredsipcniiis  179,  264, 
la-sciata  180,  gracillima  180, 
javaiia  179,  maculata  264, 
minor    181,    Nietiieri    179, 

puiicticDllis 179 

A  r  a  t;  0  c  e  r  11  s  bifovcatus  203, 

irrcsolutus 204 

Aracucory  n  uri  Ciiraiiigi235, 

euroiis 265 

Atta  cephalota 298 

Aiilcxis     philippiiioiLsis    55, 

pul)erula 55 

Autonopis 225 

Bai  an  in  11^  axillaris  3,  15, 
bicolor  3,  14,  C.  albiim  13, 
ek'plias     15,     flavuarciiatn.s 

13,  pertiiiax 3,  13 

Maridius  iiitrus  19,  liinidas     19 

Baris  biliiit-ata 16 

Barysthi'lus  nilicoHi.s  329, 

singuinicolli.i 328 

Stett.  eutomol.  Zeit.  1895. 


B  a  s  i  t  r  0  p  i  s  202, 1  nt osus  194, 
pardalis 393 

Blopiarda 220 

Botys  episcopalis  117.  vibi- 
calis 117 

Brachy  cyrt  US  cicur  321. 
setofasciatus 322 

B  u  p  h  o  n  i  d a   philippinensis .      75 

Butalis  cuspidella  37,  flavi- 
laterella36,  var.  immaculata 
38,  parvella 26 

Bycrea  villosa 298 

Cacco  rli  i  Ulis    disconotalus 

203,  lateripictus 201 

C  a  1 1  i  t h  o  m  i  a  hc-zia 232 

C  am  p  y  1  o  s  c  c  1  i  3 313 

Candczea  discoidalis 70 

Caranistes  opilio  394,  pla- 

giatus  396,  rufipos 395 

Catachaeuus 4 

Catopsilia  arganic 233 

Cecrates 4 

Cedus    Audouini    163,    387, 

torviis  163.  verrucosus  . . .  387 
Centriiiopsis  ebeuinus  .  .  3,  18 
Cerapterus    coiicolor    351, 

Stulilmaniii 351 

Cerophysa    borneensis    77, 

fascialis  77,  nodicoruis. ...     78 

Chaetectetorus 220 

Ch  Uli  des 216 

Ch  rysochus  siameiisis  .  .  .  .  67 
Cledeobia    acuiuinalis  209, 

albistrigalis  209^    costaestri- 

galis 209 

Cleorina  fulvipes  63,   fulvi- 

tarsis  63.  nigrita 63 

Codmius  327,  Hildebraiidli  327 
Cocligethes     robustus    80, 

unicolor 80 

Cuelocorynus  353,  runso- 

ricus  353 

Colaeil  iß  Julia 232 

Coleophora    all»idella    40, 


405 


albifiiscella  39,  alcyoni- 
pcnnella  38,  aiiatipcnnclla 
40,  arto.misiae  41,  gfiiistao 
39,  loucapeiinella  39,  ro- 
bustolla  40,  siloiiella  41, 
similUinella  41,  viilneraritiL'     40 

Commista  latifroiis 248 

Concliylis  atricapitaiia.  ...     25 

C  o  n  0  c  c  p  li  a  1  u  s 225 

Conopisthen 222 

C ü  p  t  n  r  li  y  n  c  li  u  s 5 

Coriiipila  159,  lutripcd  .  . .   160 
Coi'ynodes  Duhriii  G4,  h'u'- 
sutus  64,  Lefovrei  65,  mulli- 
codtatus  66,  nigipfiinis  ...     66 

Ciirv  phocora  l'hui'lu 266 

Cra  iiiorp  liniis    343,    gran- 

(iiccps 343 

C  rat  Opa  ris  liniiiiR'ipcs  202- 

luriclus   203 

C  r  y  p  t  o  c  0  r  ti  y  1  u  s  222,  «iua- 

driinaculatus  223 

Cyiimbülns     bicinctus     98- 
sobitus  99,  tricinctus...   81-  98 

C  y  «losia  nobiUtella 121 

C  y  1  i  n  d  r  0  c  y  l  a 225 

Cyllopboriis   dictator  312, 

Imitator 312 

Cyphophorii   idaci 35 

Cyriocratfs  amoenus  269, 
Mcdenbachi  269,  /onator.  .   269 

C  y  r  t  o  p  i  3 1  b  <■  II 222 

Cyrtotbyrca   286,    brovis.  280 
('  y  st  i  n e  u  r  a  hyperinni-sti ii  .   235 

D;iiiiiis  agk'.cidcrf  2)2,  ar- 
cliippiiö 231 

Dfcala  pbaiu'S  lidiginoöus 
247, occultns 240.  iiict n -  2 17, 
piuictipi'iinis 24;) 

!>i'Copl»lbaliuus  316.  aH)i- 
vrntris «^'b 

Doiopcia  oniatri.x  230, 
pulclu-lla 230 

Di-nd  mt  ro;^  ii  >     ini;.:a!;ti- 
Ölcll.  eaiuiuol,  Zeil.  l»95. 


poiinis  191,  coUigciis  190, 
lalla.v  190,  Feac  190,  192, 
hypocrita  189,  pcrf(jlicornis  189 

Dcreliosus  aridus 221 

Dormatodes  siibfarciatiis. .     82 
Dormatodina  81,  vitiosa..     82 
Deropygus  396,  anal i.s  399, 
liaemorrboidalid  397,  inacii- 

latiis 398 

Deiitero  cra  tcs    loiigicdniis  130 

Dia  polmu.-; 11 

Diatht'tL'S     Kiiia'iiUiaU    81, 

104,  stri'imus 104 

Didonis  bibUs 235 

Diplognatha  spiriipoiinis.  .  280 
I)  i  re c ta r i  u s    convexipennis 
166,  203,  signatus  166,  sub- 

p'.agiatiis 388 

Dispbac  ric  US      346,      347, 
chivicornis  346,    ronradti.   340 

Dolicliostetb  US 271 

Doticus  altcriiatus  400,  sub- 

planatus 399 

Dor  \  267 

Dysnos  c  ylonicus401,  s'ub- 
glaber 401 

Eantis  Imsu-is  233,  lhrari«j  .   233 

E c  L- 1 0  n  0  r  u  s  arcifor 183 

Ectatops 82 

E 1  a  c  h  i  s  t  a     anserinella     44, 

iirgL'iilt'lla  44,    collilolla  45. 

iVstucicolella    44,    pulluti-lla     44 

Elapliinis 271 

Emir  OS  13  lactccUa 244 

Kpbt'Stia   Kiibiiiclla 23 

Epicopi'ia    ballaka    207 

Kliipbylax 313 

!■.  p  isomu  s  ci'U-ln'usis  81,  89. 
i         lluibriatus   81-    90,   Kniat/.i 

81.  90,  iiübilis 81.  90 

Erylli  rod«'rma  285,    rubra  285 
j    Elic-llii  ZiMkfiicUa  ........    117 

1,    E  n  c  0  r  y  n  u  .s  colligens 189 


406 


E  u  0  i  (]  c  s  aliplicra  282.,  "luuiasa 

232,  XJ.ivana  282,  vulgiformis  232 
Eugigas  Cliildreni  134,  yo- 
liathus  132,  HiirmiuuU  132, 
369,  pupa  132,   Öcliitnlion-i 
132,    sulphurca  132.    tcoso- 

latus  369,  WhiU-lR-adi 133 

E^iigiiat  Inis 4 

Eugu  or  i  st  u.s  nionaclius.    .    227 
E  u  !>  ]i  o  r  i  a   basalis  272,  Cliil- 
dreni   272,    I.atrellU-i    272, 
It'iicograplia  272,  liirida  272, 
jmk-lu-lla  272.  varicgaLa  272, 

.  Westermanni 272 

E n t y rlii  11  u s  220 

Gib b e  r  176,  ttiborculauis  177,  388 
Glcnea  carueipcs  368,   flava 
270,  iiuparilis  368,   maculi- 
iVra     271,     proxima     368, 

vjttata 868 

Gl  o  c  li  i  II 0  r  h  i  n  u  3  Cooki  227. 

Doublcdayi 227 

G  o  1  i  a  t  h  i  11  u  fl 271 

Goliathus 271 

Grammopyga    284,  cincta.   285 
Graj)h»)]i  tlia     coiiipositclla 
27,    244,    liösaiia    27,    palli- 

tVoiitaiia 27 

0  lila  mcntus   200,    cylindri- 

cus 201 

G  y  innoguatli  Ub  acutaugu- 
lii.s  170,  aflinis  251,  Bolilsi 
172,  brovirostris  250,  i'iiifti- 
••ollis  168,  (•lathratus  170, 
cdinpar  167,  docoratus  167, 
dur.sdiiatatiis    167,    P'ahraei 

249,  JlexuotiiislTS,  Menctric.si 

250,  molitor  249,  ornatiis 
171,  robustus  169,  toiuiis 
250,  variicoriiiä  174,  viciiuit;  250 

G  y  m  11  u  !>  1  c u  r u s    atioviitn.', 

335,   asyarcus  333,    consan- 

guiiious  334,  ciTiiulatiis  333, 

ciipicovirciiö  333,  Dolcgor- 

Silt,  e&tomol.  Zeit.  1895. 


guci    334,     335.     lastiditn» 

334,  igiiitus  336,  var.  laevi- 
uscula  336,  Krügcri  336, 
laetus  336,  laevicoUis  836, 
malloolii8  334.  moeiviis  335, 
imstulalus   335,   tlialas.siiiu.s 

335,  iiinbi'iuud  335.    vircns  336 
Gy  na  iid  roror  uö  aiitciniaUi:» 

195.    punctiroUid 195 

G  y  p 0 II  y  ('  li  u 5 , 82 

Habrif.suö  assellus  177, 
l'asciatus    178,     oniadioides 

sellatuö 178 

llarpella  bractclla 244 

IK'l  i  c  011  i  US  cucrati-' 232 

rieliocop  ris  atropos  339, 
biimprc'dsus  339,  biu-cphalus 

337,  colossus  336,  eryx  337, 

338,  lauiius  340.  gigas  336, 
Himtcri  338,  mutabills  337, 
iieptuiiiis  337,  trilobus....   338 

Uepialus  lupiilliiuä 26 

Hetacrius  tristriatiis 297 

Heteraspis    bonicriisis    61. 

eelebcnsis  62,   liii'tns 62 

Heteroclita 271 

H  0 111  a  1 0  p  t  0  p  s  benignus  322, 

fasciatus 322 

H  o  in  a  1 0 1  h  y  r  c  a  288.  Fra  iiki  288 
Homo  tu y  IT a    287,    liclriiatj 

287,  tlioi-acica   287 

IIoploi'li  i  n  ii:>   carlioiiariu^.    216 
IIucus   (.'urous  386.    lati-ralis 
162,  lincaticoUiö  161,  nu;la- 
uostoma  161.    ornatud    163, 

vcätitus 163 

H y  1 L- s  i  n  u  s  in rdolutus 204 

llypcnodcs  209,  acuminalis 
209,  albistrigalid  209,  albi- 
^tl•igatis  209,  albistrigatiiP 
costae^trigalis    210,    tuenia- 

lis 209, -211 

II  y  p  o  11  o  m  0  u  t  a  cagnagoUns 
28,   cognalclluö  28,    cvuay- 


407 


melius    28,    iri-orciluÄ    28. 
mahalebellus  29,   varial)ilis     28 

Ily  psflogenia 271 

1 1  y  p  £  c  1  ()  t  r  (» p  i  s  al bat us  124^, 
anmilicornis  121-  al).  ussimi- 
lis  125,   ßati'ji    125.    poctu- 

ralis 127 

üypsesd  162,  176,  axüUiris  391 

1 0  h  t  h  y  o  p  i  s  t  li  c  11 222 

Ischnocoriis     aeiious     372- 

impressicullis     373,     iufiis- 
catus  372,  mustcllinus  373, 

tubcTciilalus 373 

1  s  c  li  n  ü  ö  1 0  lu  a 271 

I  .>5(>pterus  3.  4,  irruratus 
3,  6,  sigiiatu:^ 3,  ö 

1 1  li  y  p  u  r  u  s  aridus  305,  sig- 
iiatus 305 

Laoilia    l)iUiieata  3,    lincata 

17,  tristis 3,  18 

I.eio  ptil  US     carpliodactyUi.s 

51,  tt'[)liradactylus 50 

Luina  .sumbawat-'nsis 54 

Loptops  sublasciatu.s 322 

L e  p  1 0 1  h  y  r  e  a  Perroudi ....  284 
Lcucücelis  284,  ad  .spe  rsa 
284,  aeiioicolli.s  293,  vai\ 
iiiinur  293,  alboguttata  291, 
albuöticta  290,  ^ar.  atro- 
coeralea  291,  brc-vis  286, 
discolor  292,  flL-;7aiis  291, 
liacmorrluiidaÜs  28t,  Ililde- 
bvaiidli  291,  niaiisuna  292, 
plebeja  290,  rubi-icc[)s  ....   287 

Liraenitis  archippua 231 

Lindinia   i-orrugata  60,  I-''- 

fcvrci 59 

Li  Uli  de  sin  US      corcus     352, 

Slulilinauui 352 

Lila  lialouella  31,  proclivclla     30 

LitoceTiLS     annulipe.s     147, 

crucicoUis  145,  dursiilis  145, 

(lexuosus  384.  gfiH(.'Ilus381, 

hiritrio  152,    iniliiians   385, 

S(eu,  entomol,  Zeit.  169:>. 


inoi-rai.s  383,  var.  uigri- 
vcutvis  334,  javauicus  384, 
uiadHgascaricn.sis  164,  mocst  us 
381,  Pavici  147.  pcrplc.\u.s 
381,  pliilippiiifusis  144,383, 
picturalus  146,  pictus  1J6, 
suturalis  381,  torosus  152, 
variegatn.s  145,    verrucosus  3S2 

Litotropis  latcritius  193, 
pustulosus  li»2,  sciniusUis. .   193 

Li.xus  biuodulus  10-  luzoui- 
cus  3,  rlioDilioidalis 10 

L  u  u  c  h  0 1  h  y  r  c a  289,  uiozain- 
bica  . . . . " 289 

M  a  c  r  a  u  l  a  c  u  s 309 

Maoroceplialus  cluoreus.  .   130 
Macrolcma  luugicoruis.  . .  .     53 

Malaxia  maculicoUis 71 

Mausoleopsis  albouuugi- 
uata  287,  eustalacta  287, 
fuuebris  287.   289.    nculala 

287,  Revoili 287 

M  0  eil  i  .s  1 0  c  f  r  US  aduinbratiis 
306,  cribratus  308,  Fauvcli 
308,  maculipcs  306,  Pascoci 
308.  (iucdcnfoldti  308, 
ruralis307,  sollicitus  81-  97, 

violatus 98 

Mecoccrina    164-     xcnoco- 

roidos 165 

Mccocorus  assiinilis  138. 
atcr  137,  basjdis  138-  las- 
ciatus  140.  fn-ualus  110. 
luticbris  140,  gazc'lla  137. 
gibbilVr  138,  Meclu.wi  139. 
oculatus  140.  .Simulator  138. 

vo.stiius 139 

^Iccotropis  arcilfr  372, 
bipuuctatus  370,  372,  brrvi- 
rostris  137.  372,  Fruli- 
.storleri  137,  372.  gullitV-r 
370-  iiLsignis  137.  372, 
iiiaculosus  372,  iiiariuorrus 
136.   372,    uigropictus    135, 


408 


372,  paiitherinus  372,  varie- 

gatus  372,  vitticollis 371 

Megachi  rus  212,  fuscovarius  213 
W egal oda eil e  gramlipeimis 

352.  subseriata 352 

M e g a  1 0 r r lii n a  cximia  275, 

Ilaroldi    275,    Harrisi    274, 

niiikcMigiana  275,   peregrina 

274,  Poggiana  275,  proccia  275 
Megainastu3  303.epliippiger 

303,  323.  insularis 323 

Menemachides 216 

M  c  r  i  o  n  0  e  d a    araabilis    268, 

iiignceps 268 

Jictatyges 213 

Me  tri  oder  iiri  316,  317,  vir- 

ginaliö 317 

Microtliyrea  amabilis  284. 

oiislalacta 284 

Miny  r  US 11 

M  y  1 1  o  c  c  r  u s  iiiterru  ptus  ...       ',i 

Nemo  plias  inalachiticus  .  . .  270 
Nomotois  DumcrilioUus  30, 

minimollus 23,  29 

Nessiabrissus    interrupto- 

striatus  392.   nifitarsiä 392 

Nessiara  162,   didyma  390. 

llavosigiiatal75.  389,  optica 

390,  robust;  389,  sellata  389. 

sellifera  389,  variegata 388 

N  0  d  o  s  1 0  m  a  ^ti  jni  osum  ....     59 

Ochromolopis  ictdla  ....     34 

f >  d  o  n  t  o  r  r  lü  11  a 271 

Oecopliora  Boridiaugenii 
243,  formosella  243.  Inmlt- 
di-lla  34.  lunaris  .34,  243, 
Jlt'tziierclla  34,  proccrelln 
24;i.     i»3oud(ispn't('lla    244. 

siinili'lla 243 

()  idü niiat  it  ph  o  r  U:?      litliD- 

dactylns 50 

OiiiotfirTTiu.s  cinctiiöSl.  llH. 
Firntiiuixi      101.      iwiniato- 
criniliis    102.    iiigrocriiiitus 
Sietl.  emomol.  Zeit.  189ä. 


81,  99,  Olivicri  99.  prin- 
ceps  99.  sei'riwstris  99. 
Swiostrac  100,  vicarius  81,  100 

0 ni  t i c c  11  u 3  monstx'osus  .  . .  298 

0 11 1  li  o  p  h  a  g  u  s  exteiisus  340. 
subcxtensus 340 

Ontoctetorus  3,  11,  scu- 
tellariö 3,  11 

0  r  p  li  n  u  s  bilobus  342,  iiyassi- 
cus  341,  var.  improsso- 
striata  341.  sansibaricu.s  341, 
senegalensis  341,  subfurcatus  342 

0  r  t  li  0  g  0  u  i  u  ö  1  ire vit liora.v 
349.  coracinus  349,  Kickeli 
348,  latus  348,  nyassicus 
348,  parcepunctatus  348, 
piiiguis  348,  senegalensis.  .  349 

Ox  yopisthen  linca-all)a  222. 
vittatum   222 

0  X  y  p  t  i  1  u  d  loran us  48,  mar- 
ginellu.s  48,  obscurus  48. 
parvidactylus48.  loucrii  49. 
tristis 49 

Oxyrrhaphia  279,  lielota 
280.  Hildcbrandti 280 

Oxythyrea  cinctolla  284. 
funesta  284,  stictica 284 

0 z 0 1 0 lu e  r  u s  discoidalis  . .  .    196 

Pachnoda  discolor  278- 
pygmaea  279.  rufovirons.  .   279 

P  a  c  h  y  r  h  y  n  c  li  ii  s  For.steni 
95,  gemmatus  7,  gloriosus 
3,  7,  inclytus7.  latilasciatus 
95,  modestior  7,  Water- 
housi 81,  95 

Parisocor dy Ins  313,  bi- 
faticiatus  314,  gabonicus.  .  .  316 

P  0  n  t  li  i  n  a  fulgidana  23,  26. 
textana  26 

P  e  r  i  3  s  0  d  e r  e s  collaris 328 

Phaeoclirous  Beccarii  342. 
stiTcoiiirius 342 

P  li  a  u  1  i  in  i  a    alternata    392. 


400 


pphippiata  892,  linoata  176. 

priva  392.  rutesccns 176 

rii  ides  xauthodact.ylus  ....  240 
Phil  liarmostc.^i  liVS.  aeiiou- 

viiidis  344,  integer 344 

Phloeobius    albescens   198, 

ai-cifer     183.     gigas     198, 

iiigroiingnlatus 1913 

r  h  1 0  e  o  p  li  i  1  u  s  decoratus  200, 

sugillatus 201 

Pill  oeotragus  albicans  132. 
annulicornisl24.  bi'evis  131, 
cyliiidripennis  369.  gigas 
130,  246,  lun-os  130.  246, 
liottentottiis  131,  Imliolli 
130,  869,  Öchönherri  131, 
siniilis  130,  369,  sparsutus 
181,  subfasciatus  131^  vari- 
color  131,    vai-icornis   1.30, 

viator 131 

P  h  0  X  o  m  e  1  a 271 

Ph theochroa  aeiieana  ....      25 

Physarchus 213 

P h y t o r u 3  Friihstoiferi 60 

Pieris  brassicae  230,  inoiuiste  230 

Pioinera  ornatipeiinis 55 

Platy  nodes       Westennaiiiii 

vur.  peregrina 351 

P 1  a  t  y  X  a  n  t  h  a  nigripennis  79, 

pallipes  77.  rufoinarginata  .     78 
P  o  e  c  i  1  c)  p  h  i  1  a  liebraca  280, 

macnlatiwiiiia 280 

Poly  plast  US  bienlor 28!^ 

Puly stalactica  271,  aCiinis 
282,  rausculus  283.  pum- 
tulata     283.     stellala     2S3. 

stipatrix 283 

Prodioctes  ainociiii.s  109. 
Iioriieanuh«  81.  108-  taritien- 
sis81. 113,  Dehaani81,  111, 
eximius  114,  fallax  81,  113, 
Frniu.tortcri  81,  109.  geinei- 
Iiis  81.  113,  geniinii.s  8t, 
112igcniciilatiisSl,  105.  vur. 
Stett.  entomol.  Zeit.  1895. 


austenis     105,     haematiciis 

106,  iutcrjcctns  81.  114. 
Kirochi  81,  110,  Uiieanigra 
81.  107,   üctopustulatiis  81. 

107.  ([uinqnepustiilatiis  81, 
109,  siughaloiisisSl.torridus 

81.  111.  tristis 105 

Proictes 82 

Protocerius  lervidiis  103. 
hcrosl03,  laetus  103,  praetor 

81,  102,  sacaduplcra 271 

Pseudinca     adraixtus    281- 

Fischeri  281,  Hein.scnius  . .  282 
Pseudobalauinus      aduin- 
bratus  325,  bicniciatus  326, 
ßohemanui  325,  leiicnlomus 

825,  pulcher 326 

Pseudoprotactia.  . . .  271.  288 
Pseudotephraea  fiu-rururia  289 

Psoraelcs  irroratus 6 

P  t  i  c  h  o  p  u  s  angulatiis 298 

Ptychoderes  bi-evis  123, 
callosus  123.  dcpressiis  123, 
longieollis  123,  uiixlus  123- 
nbsoletus  123.  rugic(»llisr22. 
tricostifrons  123,  vittatus..   123 

P  y  c  n  0  s  c  h  e  in  a 353 

Pyrausta  ryanalis  22,  ferrii- 
galis .' 22 

Ra  \v  as  i  a  annulipes  188,  eoiii- 
miuiis     188.     Diardi     188, 

llit.semae 188 

Rliad  iiiunier  MS 218 

R hi  11  o  c o  c  t a 27 1 

RliiiiüScaplia  batjanen.^is  92- 
cariimtua  94,  cuiisueta  95, 
funebris  95.  Heydeni  81.  93, 
iiisigiiis  81.  90,  limulala 
81.    95.     iie'^'Iecia    81.    92, 

scalaris 94 

Rliy  [larida  cnriareu  .57.  <ie- 
prc.'i.si  57.  iridipt'iiiii.s  ,58. 
liinbatipcnnis 56 


410 


11  h  j'  t  i  d  0  p  h  1 0  e  u  3       albi  pes 

821,  animlipes 324 

Rhj'xiphloea 271 

S  a  g  ra  abdominalis  52.  nigrita    58 

Kapliicus  variegatiis 214 

S  c  a  r  a  b  a  c  u  s  augj'pt  iorum 
830,  cupreus  330,  ebciuis 
332,  fraterculus  331-  gla- 
bratus  332,  isidis  830,  lacvi- 
gatus  881,  lophofiii.'mus830, 
opacipeiuiihi  882.  plaiiifi'Oiis 
832,  porüsus  380,  piir- 
purascens   329,   sacer   381, 

venerabilis 830 

S  c  li  i  z  o  11  y  c  li  a  aiigulata  356, 
angu-stata  855,  bicolor  358, 
coiisucta  856,  cribrata  858. 
duplicata  854,  eloiigata  355, 
Icrnigiiiea  358,  fusca  359, 
ticrstaeola-ri  357,  graiiulata 
357,  major  354,  nyassit-ji 
354,  obloiiga  357,  pygmaoa 
357,  rorida  357,  saiisibarii-a 

856,  vicaria 358  | 

Scliraiikia  tuvlbsalis 209 

Sciaphila  chry.saiithtana  24. 
chrysauthi'iuaiia  24-  coiu- 
luuiiaiia    24.    iiaficuaiiu    24. 

Wablbumiaua 24 

Sflcrolips  220,  stictinis  ..  221 

iS«.-yth  ropus 4 

iSebasteos  adolpluid 882 

S  i- 1-  i  (•  o  r  i  s  gigaiitaua 26 

öcrniy  loides     basaüs     75. 

philippiiieiisis 75 

»Siagoiia  briiiiiiipcs350.  Coii-  | 

radti    350,    cyrlobasis   350,  i 

var.  discoidalis  350.    fii^i'i-  ' 

ccps  350.  lliairci 350 

Si  111  ac  I  lica      diuii<liala     70. 

Lapnra-i 71 

iSiutiir  birtilld.sus  142.  gutia- 
tus  112.  pliiliiipiin'Uüi.-;  141. 
375.  quadriliufaUijj  142.  qua- 
£tctl.  entouul.  Zeil.  1896. 


drimaculatus     142.     supcr- 

ciliaris  875,  suturalis 374 

ö  m  a  ra  g  d  c  st  li  e  s       ai'ricana 

276,     blanda    276.     mulica 

276.  (iiTtzeui  276-   stnarag- 

diiia  276.  viridi-rj-anca  .  .  .  276 

Solcuobatliy  s     217.     soUi- 

cltiis  218,  strcnuus 219 

S  0 111  a  1  i  b  i  a 271 

Span  US  347,  subdopressiis. .  847 

Sphaeraciis  215,  carl)onarius216 

S  p  li  a  e  r  o  p  t  c  r  u  s     altirostris 

81,   89,  batjaneiLsis  81,   86. 

dives   84,    elegans  81,    88, 

graniler  81,  89,  Guerini  81, 

85,  Kükeuthali     81,     88, 
migrans  81,   88-    oslentatus 

86,  suavis  81-   83.    subiilis 

81,  87,  turbidus 81,  8  t 

S  p li  a  (.'  r  0 ö t y  1  u  s  bimaciilatus  849 
S  p  h  e  11  o  ra  o  r  p  li  a  fasciata  81, 

96,  nitidiila 06 

öphcnopli  or  US  slriatupiiiic- 

tatus 828 

S  t al a g m 0  s  0  ra  a 271 

Stenoccrus     fulvipos     167, 

paraguaycnsis  167,    tcstudo 

166,  ab.  iiigritarsis 166 

Stcreostoma  Stuhhuaniii  .  .  851 
Steriiotomis  coronata  ....  367 
Stcthomcla  Balyi  68.  oliva- 

cei  69,  viridissima 68 

Sticliotliyroa  gultilcra  286. 

picticolÜs 286 

Sti  gma  tra  eh  ol  us  817.  riiif- 

tus  317,   luscosiguatus  320, 

isabclliiuis  321.  linratus  319, 

nubilVr  820,  ocliroatiis  820. 

ruplus    318,    Sikorai    317. 

st riatogcracl latus  819,  tcssc- 

lalus  821.  vitlatus 318 

Stra  boscopus  tosscllatns  .  .  390 
St  roin  lut  riiin  IIS  3(19.  biimi- 

croiiatus  311     -<'\hti\<  ....   :'()'.l 


411 


.S  t  r  o  u  ff  y  1  i  u  m  ailoiu^uin  IWl , 
arburii'üla  HG'2.  llori(luin:?(il, 
Junkori  359,  var.  IJoluiddrlVi 
3G0,  latoritium  3G3,  Poggoi 
359,  roi^eoniieniis  3G0.  nifu- 
liun  3G2,  sulcicnlk' 3(1 1 

S  V  m  in  0  1-  p  h  o  r  li  i  im  s  2'2I. 
biliucatus 225 

S y  ni  [) ac  c  1 0  r  cras-siconiis 
376,  WliiU-hoadi 377 

SyrotoliLS 220 

S  y  s  t  a  1 1 0  r  e  r  II  s 173 

Tachyerges  ^ligma 12 

T  a  1  a  c  p  0  r  i  a     psei  idi  ib(  imby- 

cella 121 

TeiTlus    liiiitimuri  345,    Rei- 

L-liardi 345 

Telala  143.  annigciu 144 

Telephae  uiidabiincla 312 

Tephraea  271,  lliMcbraudti  279 

Tcrias  elatlioa 231 

Tliamiiobius 11 

T  h  e  o ga  in a  Ingubris  19.  Jnr- 

daui 3.  19 

Tiiiagma  pprdk-elluin 3G 

Tinea  t-olninbanella  27,  p'-lli<>- 

nella 27 

Tophodores  frcnatus  140- 
fiumbris  140,  Sikorae  140i 
siniiatifoUis  376,  stigma  194, 

vcrrncosiis J576 

T  t)  X  <  )V  lii  Uli  s 225 

Trichostotlia 271 

Trichothyrea  288,  Miiltaiiti  288 
Tri  bot  ro  [» is    comprf.-^jiciir- 
nis  129,  couicollis  127,  pum-- 
tulutiis  127,  pustulatns  12.), 
speciosus  129.  f-nflusiis. . . .   128 


Trirurcula    ciiurcrlclla    47, 

pallidolla  45,  sciMliiii'Ha  .  .  .     4") 
Tylois  U-ibuia(a 297 

Uti-a  2G7,  ulüda 2G7 

Xi'iioi'orus  all)i)liiK'atiisl83, 
abuMisis  251.  aiidainanoiisis 
184,  areifer  18.3,  arciferus 
183,  anstralicus  252,  l)arbi- 
cornis  184,  coiijiiiiclus  392, 
cora  392,  cylindricDllis  187, 
(Iccenignttatns  187,  393, 
discrepans  393,  cqiiostris 
186,  252,  Fnihstiu-lVrl  187, 
khasiaiius  184,  latil'asciatiid 
18)5,  liucatiis  187,  luctiliou3 
252,  niolitor  185,  olivaceus 
252,  perplc.Kus  186,  pniicti.- 
roUis  18;i,  251,  Samba \va- 
nns  187,  scularia  184.  spcva- 

conis 252 

X  yliiiades  aiidaiiianonsis  255, 
anuiüipes  255,  amiatus  261, 
arueiisis  259,  asporicollis 
258-  Chevrolati  257,  eompav 
262.  foveatus  257,  niarmn- 
ratns  258,  inoliu-ceusis  254. 
pliilippiiiensis  255,  plagiatus 
257,  rugiceps  259-  riigosiis 
259,  striatifi'ons  260,  sulci- 
IV. ms  263,  Westcrmaiiiii  .  . .  255 

X  y  In  pot'nioii  lateralis 194 

Xy  1  0 1  ree  li  iiö   cariiiii-ollis  .  .   269 
Xyst  npli  ()  ra  i)iilveratelln  31. 
nirnicelell.-i  32.  sepicoUlla  .      !{2 

Y  ui  <"  II  ia   bicoldi- 79 

Zaiites 213 


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Siett.  entomol   Zclu  130&. 


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SMrTHSONIAN  INSTITUTION  LIBRARIES 


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3  9088  01268  1946 


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